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Sankt Zoieptz

Schirme du mit starker Rechte

Unf're Kirche gegen Hohn Und den Drang der finstern Mächte. Dein so oft erprobter Schlitz Diete allen Feinden Trutz.

Gottes Sohn nähmst du in Hut. Seiner Kindheit Not zu lindern. O, du wirst noch heute gut Allen Armen, allen Kindern Deiner Liebe Schutz verleih n In Gefahren nahe sein!

Eine Lilie war dein Herz.

Ein geschmückter GottcStempel

Lenk die Jugend himmelwärts Drück ihr ein der Unschuld Stempel! Aller Seelen führe du Dieser schönsten Tugend zu!

Heil'ger Joseph wenn im Tod Üns're müden Augen brechen. Mögest du in letzter Not Mut in imsere Seele sprechen! O. empfehl uns Gottes Sohn, Führ uns all zu seinem Thron!

F. Heitemetzer.

Die Andacht zum I£ Ioseph.

Das Beispiel Jesu Christi, der, als er auf Erden lebte, den hl. Joseph so hoch verehrt hat und ihm sein Langes Leben hindurch gehorsam gewesen ist, sollte hin- reichen, um alle Herzen mit Andacht zu diesem großen Heiligen zu entflammen. Von dem Augenblicke an, da Gott den hl. Joseph zu seinem Stellvertreter erwählt hatte, betrachtete ihn unser Heiland immer wie seinen eigenen Vater und ehrte ihn als solchen und gehorchte ihm dreißig Jahre lang.Er war ihnen untertan", d. h. die einzige Beschäftigung unseres Heilandes be­stand darin, Maria und dem hl. Joseph zu gehorchen. Der hl. Joseph, der an die Spitze dieser kleinen Fa­milie gestellt war, hatte das Amt, zu befehlen, und Jesus, der ihm untergeben war, mußte gehorchen, so daß er keinen Schritt tat, kein Geschäft unternahm, weder Speise und Trank genoß, noch der Ruhe pflegte, ehe er nicht die Erlaubnis dazu vom hl. Joseph er­halten hatte.

Gott offenbarte eines Tages der hl. Brsgièka: Mein Sohn war so gehorsam, daß, wenn Joseph ihm sagte, tue dieses oder jenes, er es sogleich tat. Und Ger­son erzählt:Häufig bereitete er das Essen, wusch das Geschirr, nahm Wasser vom Brunnen oder reinigte das Häuslein von Nazareth, wie es Joseph ihm be­fahl."

Dieser demütige Gehorsam Jesu Christi lehrt uns, daß der hl. Joseph über alle Heiligen, die allerseligste Jungfrau Maria ausgenommen, erhaben ist, weshalb seine frommen Verehrer Recht haben, wenn sie sagen: Der, den der König der Könige so hoch erheben wollte, verdient von den Menschen eine ganz besondere Hochschätzung unb Liebe. Jesus selbst empfahl der hl. Margürekha von Kvrloua nach ihrer Bekehrung eine besondere Andacht zum hl. Joseph, weil derselbe auf Erden sein Nährvater gewesen sei.

Und wer könnte die unzähligen Beispiele alle an­führen, aus denen man erkennt, welch große Gnaden der hl. Joseph seinen Verehrern erlangt hat! Und die hl. Theresia, unser großes Vorbild in der Josephsver­ehrung, sagt von sich:Ich erinnere mich nicht, daß ich den hl. Joseph um etwas gebeten habe, das er mir nicht gewährt hatte. Die großen Gnaden, die mir Gott durch ihn verliehen, und die vielen Gefahren des Leibes und der Seele, von denen er mid) befreit hat, verdienen wahrhaft Bewunderung. Es scheint, Gott habe andern Heiligen die Gnade erteilt, daß sie denen, welche sie um ihre Fürbitte anrufen, in einer besonde­ren Not zu Hilfe kommen, aber von diesem glorwür- digen Heiligen habe ich die Erfahrung gemacht, daß er in allen Nöten beisteht. Der Herr scheint dadurch an­deuten zu wollen, daß, gleichwie er ihm auf Erden untertänig war, er auch im Himmel alles tue, was der hl. Joseph von ihm verlangt. Das Nämliche haben auch einige Personen erfahren, denen ich geraten hatte, sich in ihrer Bedrängnis ihm anzuempfehlsn."

Segler zu groß.

Endlich fand sich ein Schiffer dazu bereit und dieser war ein Protestant. Das MarmorbÜd wurde unter großen Schwierigkeiten verladen, das Schiff ging unter Segel und Achtermann reifte nad) Rotterdam voraus. Aber wie erschrak er, als ihm große Stürme zur See - - , - - ' - gemeldet wurden, denen viele Schiffe zum Opfer ge-

Jch mochte gern jedermann raten", fahrt die hl. i fallen seien. Endlich kam das lang ersehnte Schiff Theresia fort,eine große Andacht zu diesem glor- an. Kaum aber war der Schiffer oelondet, als er mit würdigen Heiligen zu hoben, weil ich so häufig die f ausgebreiteten Armen auf den Künstler zueille und Erfahrung gemacht habe, daß er so viel Gutes bei Gott ihn umarmte» indem er rief;Herr Achtermann, Ihrer erlangen kann. Ich habe niemanden gekannt, der zuPieta" verdanke ich meine und meiner Leute Ret-

ihm eine recht herzliche Andacht getragen und ihn be- tung, da dis schwere Belastung mein Schiff vor grö-

'onders verehrt hat, an dem ich nicht auch ein großes fieren Schwankungen _ bewahrte.

3ad)stum in den Tugenden bemerkt hätte. Seit meh- Schiffe, an die Sie f ' _ f

ßeren Jahren begehre ich an seinem Festtage eine be­sondere Gnade von ihm, und jedesmal wird meine Bitte erfüllt. Um Gottes Willen bitte ich, daß der­jenige, der meinen Worten Acht glauben will, es ver­suchen wolle. Ich begreife nicht, wie man an die Kö­nigin der Heiligen denken und die Zeit, in der sie mit dem Kndlein Jesus so viel auszustehen hatte, betrach­ten kann, ohne daß man zugleich dem hl. Joseph Dank sage für die treuen Dienste, die er damals der göttlichen Mutter mit dem Kinde geleistet hat."

Der hl. Bernhards« von Siena hat also recht, wenn er sagt, daß man nicht daran zweifeln könne, daß unser Heiland, der auf érben den hl. Joseph wie seinen Vater verehrt hat, ihm im Himmel nicht nur nichts abschlagen, sondern alle seine Bitten erfüllen werde.

Eine ganz besondere Andacht sollen wir zum hl. Joseph haben, damit er uns einen glückseligen Tod er­lange, denn alle frommen Christen betrachteten ihn als den Fürsprecher der Sterbenden, der seinen Verehrern in der Todesstunde beisteht, und zwar um drei Ur- fachen willen:

1. weil Jesus ihn nicht nur wie einen Freund, sondern weil er ihn wie seinen Vater liebt, weshalb denn auch feine Vermittlung weit mächtiger ist als die eines anderen Heiligen. Die Bitten des hl. Joseph sind im Himmel gewisiermaßen Befehle für Jesus;

2. weil der hl. Joseph besondere Macht gegen die bösen Geister erlangt hat, die uns in der Todesstunde anfechten. Da Joseph unsern Heiland von den Nach­stellungen des Herodes befreite, so hat Gott ihm die Macht erteilt, die Sterbenden vor den Angriffen des Teufels zu schützen;

3. weil der Beistand, den Jesus mrd Maria dem hl. Joseph in seiner Sterbestunde leisteten, ihm das Recht erlangt hat, auch seinen treuen Dienern einen heiligen und sanften Tod zu verschaffen. Wenn sie ihn also in der Todesstunde anrufen, so wird er ihnen nicht nur beisiehen, sondern er wird ihnen auch noch die Hilfe Jesu und Marias verschaffen.

Zur besonderen Verehrung des hl. Joseph ist in jeder Woche der Mittwoch unb unter den zwölf Mo­naten der Monat Mörz ihm geweiht. Seine frommen Kinder schmücken in dieser Zeit mit Liebe sein Bild und holten mit Treue ihre Andachtsübungen, zeich­nen besonders sein Namensfest am 19. März durch eine Novene vor oder nach demselben aus, sowie durch den würdigen Empfang der hl. Kommunion zu seiner Ehre. Die größte Freude aber bereiten sie dem heil. Joseph durch Nachahmung seiner Tugenden, befonbers seiner Herzensreinheit, seiner treuen Pflichterfüllung und seines innigen Verkehrs mit Gott.

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Meine Ursachen große Wirkungen.

Der Generalvikar von Münster, Siemens August von Droste-Mschermg, der später so berühmt gewordene Erzbischof von Köln, liebte es, ein Pfeifchen zu rau­chen. Als ihm einmal bei einem Spaziergangs das Feuer ausging, wandte er sich an einen Bauernknecht, der auf dem Felde ackerte, und bat ihn um -, ;c Der Knecht machte sich eine Ehre daraus, dem Ab­gebrannten zu helfen.Was haben Sie da für einen schön geschnitzten Pseisenkopf," fragte Siemens.Den habe ich mir selbst geschnitzt," antwortete jener. So­fort erkannte der Priester das befonbere Talent des Knechtes und fragte ihn, ob er keine Luft habe, ein Bildhauer zu werden.Luft schon," erwiderte jener, aber fein Geld." Der Generalvikar bot ihm seine Hilfe an. Achtermann, so hieß der Bauernknccht, lernte die Schreinerei, dann in Berlin unter berühmten Meistern die Plastik und wurde ein berühmter Bild­hauer.

Einmal meißelte er aus ehern kolossalen weißen Marmorblock in Rom einePiela", Maria mit dem toten Jesus auf dem Schoße, für den Dom in Mün­ster. Aber wie nach Deutschland bringen, zu einer Zeit, wo es noch feine Dampsschiffe gab? Zwei Schif­fer, an die er sich wandte, erklärten die Last für ihre

_____ _______i er rief;Herr Achtermann, Ihrer Pieta" verdanke ich meine und meiner Leute Ret­tung, da die schwere Belastung mein Schiff vor grö­

n bewahrte. Die beiden anderen sollte er hinter seinen Brüder sich jucrft wandten, sind mit Mann > ebenfalls ans Studieren dran.

und Maus untergegangen Jetzt aber werde ich bet Mutter Gottes zum Danke Katholik."

So hat etwas Feuer ins Pfeifchen Achtermantt zum Bildhauer und Retter vieler Menschen gemacht, und das schöne Bild hat aus einem Protestanten einen! Katholiken gemacht. Taufenden aber wurde es ein Gegenstand der Bewunderung und Erbauung in dem Dom zu Münster^___

Zerstreut warum?

Du fagst mir:Ich wollte gern andächtig beten, wenn ich's nur könnte!" Dieser dein Wille ist zwar Gott angenehm; ich aber sage dir, daß deine große Unandacht gemeiniglich daher kommt, weil du Gott ganz nachlässig dienst und in deiner Liebe gar lau bist. Die Fliegen ober Mücken setzen sich auf keine heiße Speise, wohl aber auf "'eine laue. Also setzett sich die zerstreuten Gedanken auf kein heißes, von der Liebe Gottes brennendes Herz, wohl aber auf ein laues, unandächtiges Herz. Dieweil du Gott mit kei­nem wahren Eifer dienst, darum achtet er dich nicht würdig, dir eine besonders Andacht einzugiehen.

Martin von Cochem.

Nahmngssorgen

Ein frommer Mann war sehr bekümmert, wie er seine Kinder durch die teure Zeit bringen werde. Da sah er im Traum 3 Engel. Der erste kniete und betete: Ich erhebe meine Augen zum Herrn". Der zweite grub Wurzeln aus der Erde sprechend:Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen. Der dritte las sie zusammen, sagend?Sammelt die übrig ge­bliebenen Siücklein" Da verstand der betrübte Mann, daß er beten, arbeiten und sparen müsse, so werde ihm Gott durchhelfen. ____________

Gmckbsm.

Quickborn i1

Quickborn ist die Jugendbewegung, die auf dem Bo den des kath. Glaubens und des persönlichen Verzichtes auf Rauschgetränke vollständig verzichtet und selbsttätig edle, reine Jugendart und wahre Jugendfreude pflegt. Seine Anhänger schaffen selbst in jugendl. Begeisterung, wollen nicht vereinsmäßig im Versammlungsbetrieb ge­pflegt werden. Als Christen erkennen sie Kirche, El­ternhaus und Schule als von Gott gefetzte Gernalten an. Sie wählen sich ihre Führer selbst aus ihrem eigenen Kreise. Sie wirken als Apostel unter den Gleichaltrigen und Jüngeren, aber auch nach außen.

Aber warum üben die Quickborner denn Enthalt­samkeit von Rauschgetränken?" Die Enthaltsamkeit ist ihnen etwas ganz selbstverständliches, etwas, das der Jugend gehört beinahe wie ihr Freiheitsstreben. Denn wie sonnte die Jugend, die sich auflehnt gegen den Geld- und Stoffdienst der Vergangenheit und Gegen­wart, die da edle reine Jugendart sich erhalten will, die

darnach strebt, dem Volke ein Beispiel tätigen Glau­bens und richtiger Lebensführung zu geben, wie könnte diese Jugend durch Beobachümg der Trinksitten und Unterstützung der Trinkgewohnheiten sich schuldig ma­chen wollen an der weiteren Zerrüttung und Verar­mung des deutschen Volkes, in der Zukunft, diese Ju­gend, die dereinst als Geistliche, Aerzte, Rechtsgelehrte, Lehrer als sog. Gebildete zu Führern des Volkes wird?

Dem Quickborner ist die Nächstenliebe und das da­raus erwachsene Verantwortlichkeitsgefühl der stärkste Grund für seine Enthaltsamkeit. Frömmigkeit ist ihm Herzens- und Willenssache, von der er kein Aufheben macht, ebensowenig wie von seiner Enthaltsamkeit.

Ist es verwunderlich, wenn Quickborn die Bewegung werden will unter der studierenden kalh. Jugend, wenn Führer des Volkes auf Quickborn die Hoffnung auf Erneuerung unseres Volkes setzen deshalb, weil eben Quickborn Führer erzieht, und weil Quickborn die ein­zige Jugendbewegung ist, die Enthaltsamkeit unb Opfer fordert? _________________

Eine verunglück e Berufswahl.

Von Anton Heinen.

Ich habe einmal eine ganz schlichte, brave Familie gesaunt, tic batte hei Söhne. Weil bj älteste her­vorragend beanlagt war und die Faini'.rs auf die Zu­kunft ihrer Kinder großes Gcwicht legte, kam er ans Studieren. Mit Müh u.ib Not hat er sich durchschlagen müssen durch die Studentenzeit, aber er kam in einen sogen, akademischen Beruf.

Der zweite folgte noch, brachte es bis zum Ein­jährigen und wandle sich dann einem praffiidjen Berufe

zu.

Blieb also noch der dritte. Die CiukommenZverhalt- nisse der Familie hatten sich inzwischen gebessert, und da dieser dritte wiederum ein wahrhaftes Talent war, sollte er hinter seinen Brüdern nicht zurückstehen und