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haben die Frevler mitgenommen. Die hl. Hostien haben sie in den Tabernakel geschüttet. Der Dieb- stahl scheint gegen V»l1 Uhr geschehen zu sein, in welcher Zeit der Haushund mit nie gesehener Wut sich geberdete. Der Unglaube und die Verachtung der Gebote Gottes zeitigt solche und noch schlimmere Tinge. Zu einiger Sühne für diese Freve'lat wurde am "Donnerstag abend sowohl, tote am Sonntag mittag eine Sühneandacht gehalten. Für beweis­kräftige Ermittelung des oder der Kirchendiebe sind 1000 Mark Belohnung gesetzt.

Marburg. In Begleitung einer Fahnenlompanie, den Vorständen der hiesigen Kriegervereine mit Fahnen und unter Vorantritt der Jägeikapelle wurde die Fahne des JägerbataillonsNr. 11 zum Bahnhof überführt, um nach dem Zeughaus nach Berlin verbracht jti werden. In den Straßen der Stadt wie auf dem Bahnhof hatten sich große Men'chenmenaen eingefunden.

Marburg (Lahn). "Auch hier fand, einberufen von ^cn studentischen Gruppen aller Parteien, eine außer­ordentlich stark besuchte Studenten.Versammlung statt gegen die Auslieferungsforderungen der Entente. Für Sie Zentrumsgruppe sprach Herr Stud. rcr. pol. Mül­ler In allen Reden kam der feste geschlossene Wille zum Sluëbmd, der schmachvollen, entehrenden Forde­rung der Feinde unter allen Umständen Widerstand zu leisten. Als Ergebnis brr Versammlung wurde ein Ausschuß gewählt, der sich aus Vertretern der vier Parte er" vven '' ^-enn^n seht, der den Auftrag bekam, die für die Auslieferung in Betracht kommenden Mav- burger Bürger dringend aufzufordern, fich nicht frei, will I ÄU Hellen. in a e oer Nolivenai keil ]c nes Eingrifems wird der Ausschuß zum Handeln auf- rufen; die gesäurte Studentenschaft ist gewillt, die auszuliefernden Marburger Bürger unter allen Um­ständen am Verlassen Marburgs zu verhindern Der Rektor, Geh. Rat Busch, ergriff zum Schluß das Wart, um zu betonen, daß die Studenten der Unterstützung aller Dozenten gewiß sein könnten und mahnte zur Einigkeit.

Jena. ^m Jahre 1919 waren in der kath. Pfarrei Jena 64 Taufen, 16 Trauungen, 34 Beerdigungen. Im Hause von Geheimrat Eucken fand ein an­regender Tiskussionsabend statt über das Thema: Die geistige Aufgabe des Augenblickes. Von studentischer Seite wurde h-ingewiefen auf die Dier, romantik, die alten Formen und die Schlappheit in manchen Stud inon lnv a 'mn M t Den »mz ll N Bummel usw. Interessant persönliche Reminiszensen an Nietzsche und die Baseler Zeit brachte im Korrefe­rat Phumop repro effor Euck ii ru r. nur * im Kon­ferenz in Jena tmrrdje beschloßen: Der diesjährige Thüringer Katholikentag soll in Weimar staittfindcn mit den Rednern Domkapitular Leicht J^suitenpater Lönnartz und Präsident Fehrenbach In einer Ver­sammlung der deutsch.nationalen Volks- Partei sprach Dr. Maurenbrecher über den Einfluß des Judentumes, Abgeordneter von Gräfe über Deutschlands Not. Gräfe machte in der Ein­leitung die schnoddrige Bemerkung, die jedes christliche Gefühl verletzen mußte, man solle doch in den Schul­büchern die Geschichten vom Schieber Abraham und vom Betrüger Jakob ersetzen durch die alten deutschen Heldensagen, und verdonnerte die Regierrmg in Grund imd Boden. Im kathol. Arbeiterverein wurl-e die Thüringer Schul frage besprochen, in der nächsten Ver. sammlung halten Mitglieder Referate über Soziaili. stische Jugendbewegung und das Buch von Joos: Die Krins in Der Son I e okratie. gaA^ik - ^^S^iT'y^ ^.v--^.^^^^

-^ ZerMischtes. s^-

Der Schneider von Wolfhagen. Ein in dieser Zeit der GaSno-t ergötzlichsS Geschichtchen wird aus Wolfs. Hagen berichtet, ^as Gaswerk hatte bei -meo neu OitS- bewohnern, darrrnter einem biederen Schneidermeister. Wegen Ueberschreitung der Gasratiyn die Zufuhr ge. sperrt. Darmishin rief ber Meister seine Gesellen und seinen Lehrtin > zusammen, packte Dm N 'hmawnne < nf einen Wagen und befestigte an der Maschine ein Schild dessen Aufschrift allgemeines Aufsehen in dem sonst dem on stratio-nslosen Städtchen erregte: Sprechstunden von jetzt ab nn Rathaus I Der Zu i wng zu>n WatbauS, der Meister bete te dort ohne Weiteres ein beleuchtetes Zimmer und begann zu arbeiten.

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Bischöfliche Verordnung

über das FasLengedot für das Jahr 1920/2V

1. Die mit Rücksicht auf die gegenwärtigrn Ver­hältnisse vom heiligen Safer Benedikt XV. erteilte all­gemeine Dispens vom ganzen Fasten- und Abstinenz­gebot bleibt bis auf weiteres in Geltung.

2. Ich spreche jedoch den Wunsch aus, daß die Gläubigen das kirchliche Fasten- und Abstinenzgebot in der in der Diözese Fulda hergebrachten Weise, so­weit sie dazu imstande sind, auch ohne verpflichtet zu fein, aus freien Stücken im Geiste christlicher Buße weiter beobachten, sowie alle Entbehrungen und Opfer in gleicher demütiger Gesinnung auf sich nehmen und tragen, um von der göttlichen Barmherzigkeit 'die Abkürzung der Trübsal zu erflehen..

Hierbei bemerke ich, daß der Gründonnerstag fein Abstinenztag mehr (sondern nur Fasttag) ist und daß für den ßevfreifeg von 12 Uhr mittags ab das Fastcn- und Abftinenzgebot nicht mehr besteht.

Wgilfasttage sind nur noch die Vortage vor 1) Weihnachten, 2) Pfingsten, 3) Mariä Himmelfahrt, 4) Allerheiligen.

Das Verbot, an den Fasttagen und den Sonntagen dre 40täßigen Fasten bei derselben Mahlzeit Zleisch- und Fischspeisen zu genießen, ist aufgehoben.

3. In der s. g. geschlossenen Zelt, d. h. in der hei­ligen Aasten- und Advenlszeit sollen die Gläubigen nach Weisung der Kirche sich der Teilnahme an öffent­lichen tuffbarfeiten, besonders der Tanzvergnügen enthalten. Das muß jetzt mit Rücksicht auf die allge­meine Rot dringend erwartet werden.

4. Ich bitte herzlich auch in diesem Jahre um Euer Aastenalmosen, zur Unterstützung unserer Kommuni- kantenanstalten, besondersSt. Joseph" in Hünfeld, in denen arme Kinder aus der Diaspora auf die erste hl. Kommunion vorbereitet werden. Die Anstalten bedürfen in der harten, teuren Zeit besonders Eurer Hilfe. In den Pfarr- und Filialkirchen sind zu diesem Zwecke Opferbüchsen mit der Aufschrift:Fastew- Almosen" anzubringen. Der Ertrag ist f. Z. an das Bischöfliche Gcneraloikariat einzusenden.

5. Die österliche Zeit dauert vom 4. Fastensonntag bis zum 3. Sonntage nach Ostern einschließlich. Die

Kommunkonscheine sind an die betr. Pfarrgeistlichen abzuliefern.

Fulda, den 4. Februar 1920.

f Joseph Damian, Bischof von Fulda.

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Gottez-ienftordnung.

Sonntag, 22. Fekr. Dom. V*6, 6, 0,7 u. 7 M., f. d. 6 M. Kom. d. christl. Müttervereins, 8 Pfarramt m. Pc., 0,10 Kathedralamt m. Pr., 11 Chr., 0,12 M. m. Pr, 0,2 Michaets-Bruderschatt, 2 Chr., 0«3 Vers, b. christl. Müttervereins, 4 Fastenpr. u. A., 7 A. i. d. Maricnkapelle. (Donnerstag abenö» 8 Fastenpr. u. A., Freitag nachmittags 4 Kreuzweg.) Stadtpfarrkirche. 50, Äo in., 50« M., 60, M. u. Kom. d. Müttervereins, 8 M. u. Pr. (1. Schulgd.), 90, Pfarramt u. Pr., 11 M. u. Pr. (2. Schulgd.i, 90, Chr. f. d Jüngl. i. d. Severik, 10, Chr. f. b. Jungsr., 20, Bruderfchaft v. ht. Erzengel Michael, 3' «Müttervereln. Freitag abends 8 Fastenpr. Pfarrkirche zum heiligen Geiste. 847 Kom , 7 Frühm., 8 Pr., Amt m. Kom., 0,5 Chr., 5 A. Severikirche. Sonntags und werttags 0,7 M. Herz-Jesu-Heim. 6 Frühm., 8 Amt m. Pr., 2 A. (Mittwoch abends 8 A.) Frauenberg. 57 M., 8 Rosenkrrnznr. m. Pr, 9 Hoch, amt m. Pr., nachm. 2 Kreuzweg-Andacht mit Segen.

Frankfurt-Bockenheim. a) Kapelle des St. Elisabethen­krankenhauses, (Coerstr. 12j: 6 Di., vor derselben Aus­teilung der hl. Kom., b) Pfarrkirche St. Elisabeth Elisabethenplatz (am Kurfürstenvtatzi: l/«7 M., vor und nach derselben Austeilung der hl. Kom., 0,8 M. m. Pr., vor und nach berfelb»n Austeilung der hl. Kom. (nur für Erwachsene), 0,9 Kinder wttesdienst m. Pr. und Austeilung der hl. Kom. (nur für Kinder), 10 Hochamt m. Pr., vor demselben Austeilung der hl. Kom., 0,12 hl. Messe in. Pred., 2 Christenlehre m. kurzer Segens­andacht auch für Erwachsene, 0,5 A. m. sakramentalem Segen. An Wochentagen: ^^7 M., 0,8 Schulamt, 1,9 Meße. Freitag abends 8 Krsuzwegaudacht, danach Beik^tgelegenheit. Beichtgetegenheit: Täglich 0, Stunde vor jeder ht. Messe. An Sonn- und Feiertagen von morgens 6 an. An den Vorabenden derselben von 47 und von 8 an. Ginnheim. 100, Uhr Amt und Pred. Eschersheim. 9 Uhr Amt und Pred. Eckenheim. 70, (tm Sommer 7) Frühm., VilO Pr. u. Hochamt. Nachm. 2 Chr. u. A.

Hofgeismar 10, CarlShafen 8, Eschwegt 70, Frühm., 0,10Hochamt, Wanfried 0,10, Melsungen 10, Rotendurz 0,11, Bebra 0,9, Hersfeld 0,7 Frühm., 0,10 Hochamt in. Pr., Schmalkalden 90» Hochamt in. Pr., Ziegenhain 8'', Hochamt m. Predigt, Schlüchtern 0,10 Amt mit Pred., nachmittags 2 Andacht und Christenlehre, Kirchhain 7 Frühmesse, 0,10 Amt. Bacha 80» Amt. Eisenach 70» Frühm^ 9'/, Hochamt u. Pred., 71)» abends Segens­andacht. Freitag abend 70» Kriegsandacht, Franken, berg i. H. 90, Hochamt m. Preb., nachm. 2 Andacht, Allendorf (Werra) 0,10, Witzenhausen 0,10, Homberg (Bz.Kafsel) 0,10, Ihringshausen 90, Amt m. Pred., vor. her Beichtgetegenheit, Jena 0,8 hl. Messe und Predigt, 10 Hochamt und Predigt, abends 0,8 Andacht, Steudnitz 0,11 Gottesdienst, Bad Orb Sonn. u. Feiertags: 0,7 Frühm., 8 erster Schvlgd., 0,10 Hauptgd., 11 zweiter Schulgd., 0,2 Scgens«A. Wochentags|s7 u. 0«8.

Dienstag, 24. Febr. Frauenberg. Zweiter Dienstag der Novene zu Ehren des hl. Antonius. Aussetzung des Allerheiligsten von morgens 5'/, bis zum Schluß des Hochamtes; 0,8 M. m. Antonius-A.; 0-9 Levitenamt, darauf Fastenpr. u. Kreuzwegandacht.

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