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eine Torheit, den Tag mit her Nacht, das Licht mkt her Finsternis und die guten Werke mit einer leichtfertige" Ergötzung zu vertauschen? Außerdem wetteifert man in der Mtelleit. die zu vielen Versuchungen, insbesondere zu gefährlichen un<b sörafbjwren Liebeleien beut Weg bahnt so daß sich beim Tanzen nur gar zu gern allerhand Unheil zu erzeugen pflegt . . .
Bälle und derartige nächtliche Zusanunc likünste find gewöhnlich auch die Sammelplätze der Sünden und Latster/ welche am einem Orte herrschen, wie z. B. der Zänkereien, des Neides, der Trimksucht unb der leichtsinnigen Liebschaften. Wie fich bei den Tanzenden
sinnigen Liebschaften. Wie sich
die Poren öffnen, so öffnen sich auch die Zugänge zu ihrem Herzen. Wenn da nun eine Schlange heran ° krischt und ihnen eine Schmeichelei ober ein unzüchtiges Wort in die Ohren zischt oder einen liebäugelnden unb schamlosen Blick auf Jie wirft, so wird das Herz Kur zu leicht gefangen und vergiftet.
Diese unwürdigen Belustigungen find in der Regel sehr gefährlich. Sie verscheuchen den Geist der Andacht, lähmen die Kräfte der Seele, erkälten die Gottesliebe und rufen tausenderlei schlimme Neigungen
hervor. Man muß daher nie anders als nrit großer Umsicht davon Gebrauch machen. . . .
Um erlaubterweise zu tanzen, ist nötig, daß es zrrr Erholung und nicht aul Leidenschaft, auf kurze Zeit und nicht bis zur Ermüdung oder Betäubung und erb. kich, daß es nur selten geschehe. Denn wer daraus eine Gewohnheit eracht, verkehrt die Erholung in Beschäftigung. Aber welches sind wohl die Gelegenheiten, die da, zu beredet gen? Um dir in Kürze eine Regel zu geben: Tanze, wo .Klugheit und Umsicht dir raten, denen, in deren Gesellschaft du dich befindest, hierin zu willfahren. Denn die Gefälligkeit, eine Tochter der Liebe, macht die ^leichgilttgen Ding« zu guten rmd die ge. fährlichen nicht selten zu erlaubten. . . Auch die hl. Elisabeth. Landgräfin von Thüringen, tarnte bisweilen, wenn sie sich zur Erholung in Gesellschaft befand, ohne dadurch ihrer Frömnngkeit zu fdjaben. Diese hatte nämlich in ihrem Herzen so feste Wurzeln ge- schlagen, daß sie inmitten der Pracht und Eitelkeit, denen die Heilige durch ihren Stand ausgesetzt Ivar, immer nur zrmahin. Große Feuer geraten beim Sturme in noch größeren Brand. Während die kleinen, wenn sie nicht zugedeckt werden, erlöschen."
Wegen dieser Grundsätze über den Tanz, welche er in dem Buch „Philothea" entwickelte, wurde der hl. Franz von Sales von einem OrdènZgeistlichen in Avignon in einer öffentlichen Predigt aufs Heftigste an« gegriffen; er warf dein Bischof gänzliche Verdrehung der christlichen Wahrheit zugunsten der menschlichen
Leidenschaften vor. „Wie kann man es wagen." rief er auf her Kanzel, „den Tanz etwas an und für sich Gleichgiltiges zu nennen! Ja er ging soweit, daß er das Buch in tausend Fetzen zerriß. Als der Heilige von diesem Vorfall hörte, sprach er fein Bedauern aus daß der Prediger, ehe er so heftig geworden, nicht überlegt_____,........ habe, daß das Buch gerade die außerordentliche Gefahr keinen Muckser.__Die Barbl' rührt sich nicht in ihrem die mit dem Tanz verbunden ist, scharf hervorhebt, daß Winkel und der Florl rührt sich nicht in seinem Winer denselben nur in besonderen Fällen gestatte, unb j $e[ Nur muß der Florl fest in den Polsterzipfel bei. wenn er .denselben als eiwaS an und für sich Gleich, j^st, baf^ er nicht hell auflacht. — So liegen sie schon
»^.. >>,» ^» .„>,,>,^^,^.» V..-? »-.»v»«» uii «Hu tu». ii\w ^tv im#, j gen, uaß er iiityi yeu uu|«wjt. — V- uiym pv ,m,v«i st reuzgcinges bis zum Ostabichluß der König apelle in» giftiges erkläre, so folge er ja nur der einstimmigen i "ine siasbe Stunde.. — Da hort man drmißen im [mitten des heutigen Domplahes ein Bauwerk von rund ^ 'r •' ^ - -!tl- ^ —, e«—v---- ’ ‘ -..... " • T—^ K*'iio Meter/ Länge. Lebhaft bebauest wurde, daß die
ser gewaltig« und kunsthistorische Bau der Bauwüt des Barock zum Opfer fiel unb ztoar ohne die architektoni. schen Kunstschätze wenigstens zu erhalten.
Die während der Ausgrabung zutage geförderten wenigen Bildhau erarbeiten legen ein ba* redtes Zeugnis ab daß in karolingischer Zeit im Kloster Fulda mich die Kunst der Stemmten neben der x der Maler und Metallschmiede in hoher Blüte staub*
s Hausgang Schritte. — Himmlisches Vaterland da kommt jemand und alle Türen sind offen; —, wenn man sie in dieser Position findet, werden sie in der ganzen Gemeinde ein halbes S^rltjahr lang misge- schrien I — Die Barbl will aufspringen und die Stubentür verriegeln; aber es ist schon zu spät. — ein armier Frcruenkopf schiebt sich zur Tür herein — alle heiligen Nothelfer — das ist die Plangliesl. bte größte Dorforgel im Umkreis. — Jetzt geht's gefehlt! — DW Barbl steckt ihren Kopf noch tiefer in die Federn, der Florl aber beginnt zu ächzen unb zu wimmern — Jetzt steht die Lisl schon an seinem Bett. ^Ja, was ist denn. Schneider wo fehlt's denn," — -
Der Schneidermeister Florl von Großdorf war ein jnter I" stöhnt der Florl. — „Aber, wo ist denn die Heiner, hagerer Gesell und hatte nicht einmal das be= !$crbT? — In Gottesnamen, die liegt mich!" raspelt kannte Schneidergewicht. Barbl, seine Ehegattin, er.: ^ o^rlmm.« " fonfst her
setzte aber mit ihrer Figur reichlich, was dem Schneider erbging. sie war voll und rund wie eine Schmalznudel und bet Florl konnte sie nicht so fast eine „bessere Hälfte" als vielmehr sein „besseres Zweidrittel" nen« neu. Das galt nicht bloß in bezug auf Schlvere und Umfang, sondern mich auf Stärke, Hand- und Zungen^ fertigfeit — auf Ansehen und Würde. — Neben einer foT^ mäebtigen Gesellin bedeutete derFlorl weniger als di« Null vor dem Einser, er blieb in und außer dem Hause der reinste Niemand. Einmal ist er aber doch obenauf gekommen und das ging so. Die Barbl Ivar ein fleißiges, arbeitsneidiges und geldneidiges Weib — und während ihr Mann zu Hause nähte ging sie auswärts zu den Bauern auf Taglohn C„ feinem FruhiahrSmorgen. Tags zuvor hättet die Barbl ihren Hansgarten schon hergerichtet die Erde fein um» gebaut und gleich gemacht, die verschiedensten Gemüse.
Lebre der größten und heiligsten Theologen. —
Diese vernünftige, von allen Uebertreibungen freie Frömmigkeit, welche das Buch auf jeder Seite lehrt, hat es unsterblich gemacht. Sein Ruhm und fein» VolkS-
tümlichkeit hat schon dreihundert Jahre angehalten und wird weiter dauern. Es sollte sich neben der „Nachfolge Christi" in jedem*— wohlbemerkt in jedem I — christlichen Hause finden. Eine schöne Ausgabe der „Philothea". mit kurzem Gebetbuch versehen ist bei Herder in Freiburg erschienen und in jeder Buchhandlung zu haben.______________
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K^S ^Ka^ 6ssteckt. Aber derlei junge Pflanz. Dinge erforschen; aber die Barbl schiebt sie zm Türe S«?5^?en ^<?L2,nb schien muh bis sengen. hinaus mit der zarten Anmutrmg: „Steck deine spitze ^..Sonnenstrahlen Darum trug die Barbl in der Nase in den eigenen Hafen, alte Raffel'." - Dann Na S v P ^V^^ Nor! will die Barbl auf den Florl loswettern, dieser aber ^/Ä^M, ehe die Sonne starker werd«. den Garten lacht und lacht daß ihm die Hosenknöpke spritzen. — M-ttst^-k^n nfipr ^?» Pflunzchcu gut zu bcichatten. Das Schließlich muß die Barbl mich lachen und damit ist der Sin entL^ wieder hergestellt. — So oft die Barbl
vergessen'- - hirJmblt ?toM ^ m^'^ ^^5 späterhin die Zügel ihrer Regierung allzu straff anzog. iS’ nâaX ^^/^ ^^ ^imkam und brauchte der Florl nur zu sagen: „Barbl. legen wir lat!, unb ©rauthHn^^^ri^^ ^S^^^* bJ- ^ !11118 wieder nieder?" dann wurde die Meisterin glüh-
E Krautpflanzchen Men .hr« Kopie Lärmen' rot und ließ ihr Mütchen sinken.
utb töteten sfrohdürr mi§ was ^e Sonne nicht brr. brannt hatte, das hatten des Nachbars Gänse zu Schs- den gezupft und gekr< /
steht, kocht sie formlicb vor Wut. Wie eine Stech, bremse schießt sie in Die Stube, wo der ahnungslose Schneider an seiner Nähmaschine am Fenster sitzt. „Dahockt er" gröhlt sie. „WaS hab' ich dir denn gesagt
tt — — Wie die Barbl das
^b hast es —
hockt er" gröhlt sie „SBal hab' ich dir denn gesagt • quePen erwähnt, welche zur Deutung der freig'legte heute früh? Da schau hmauS, irie der Garten aus- i MMrerzüge heranzuzichen waren. Sodann wurde die stehU Man schrudet und rackert sich von früh bis m ; Beschaffenheit bc3 .Klostergelände? geologisch kurz cr. ^e blind- Nacht, daß man was vorwärts bringt, und läutert und guf die Planierung-igrbeiten bmaewresen,
derweil läßt der Pazi daheim alles zugrunde gehen. — Da schau' hinaus (sie schreit noch hefttger) — schau' dir's nur an, was du angerichtet haft — du Schadentier du!" Der Florl schaut wohl einen Augen, blick hinaus, aber gleich duckt er sich wieder über seine Maschine und diese surrt und klappert darauf los, daß sein eigen Wort nicht versteht.--„Hörst', nit, . t dir sag’, oder ist dir eine Feder abg'sprungen unter beinern faulen Dachstuhl?" — Keine Anwort. — Die Barbl schreit wütend, aber der Florl tritt noch wütender an seiner Maschine, die Barbl überhaspelt sich förmlich im Reden, nm so rasender treibt der Florl an seinem Rädchen, als ob er heute noch Süd- und Nordamerika zusmnmennähen müßte. _
man was
„C mein Gott, was M’ ich denn nur angestellt," ächzt die Barbl. „daß ich mit so einem halb ausge. backenen Lappen von Mann gestraft worden bin — mit so einem Teigaffen, so einem Datzenlippl. der einem, sobald man den Rücken kehrt, alles zu Schaden gehen läßt — — ich lass' mich noch scheidenI" — Wieder keine Antwort und die Maschine rasselt noch
toller. — — Jetzt hält's die Barbl, nicht mehr auS. Sie. fängt an. vor Zorn zu weinen, und^während der Florl immer' närrischer an seinem Rädchen treibt, ■ kreischt sie: „s' ist schon recht, 's ist schon recht! Von ,_________________
mir aus soll alles zugrund gehen; von jetzt an lass' Großen erbaut worden ich alles liegen und stehen — gcht'S. wie's geht. — Hauptmaßeir reichte der Um kein Haar Himmer* nh mich mehr und keinen Fin. tesbaus nahezu heran.
ger rühr' ich mehr in Haus und Stall an. Von mir
aus magst verhungern und verlottern!" — Und in ______ ... ___________ ________________ ________ .. .
ihrem Zorn reii^ sie die Decke von dem einen ber fig^n Kirche hinsichtlich der Abmessungen als Vorbild zwei Betten herab und legt sich hinein, obwohl die Sonne noch hoch am Himmel sieht.
Jetzt hebt der pfiffige Florl ein wenig den Kopf und blinzelt hinüber, wo die Barbl just in den Federn verschwindet; dann erhebt er sich plötzlich — die Barbl meint sicher, er geht jetzt an ihrer Statt die zivci Küh« füttern im Hauswesen schaffen und kochen--aber nein! Ehe sich's daS W«W versieht, springt er ins zweite Bett hinein und vergrabt sich, ihr den Rücken zuge- kehrt, ebenso tief in die Federn. — J '. ' “
die Barbl fielet förmlich vor Aerger. — Draußen brüllen die Kühe und nr&rn die Geißen und gackern die Hühner — alle verlangen ihr Futter — die Barbl möd)te vergehen Vor Ungeduld unb Neid — abet nein, nm alles ih'ber Welt steht sie nicht auf — sie will er sein Bedauern aus, daß j^n Kopf haben, schauen, wer's länger mishält! — i’-t—T-^ ^ft Schneider aber hegt denselben Gedanken und tut
Soviel Bauchgrim'
entsetzt sich die Plan- ^ ist schon ganz aus oktor holen — ich
die Alte. — „Die Barbl hat Kovfgrimmen." seufzt der Florl — „O J.ögges, o JöggeSl" „Kopfgrimmen — IMS wär' beim das!" — Barbl, lass' dir einmal den Puls greifen." — Sie näGrt sich dem Bett ter S^neu derin Diese aber schießt wie eine Viper unter der Decke hervor und schreit: Lass' mich in Ruh du alte Hachel und greif' dir lieber selbst den Puls, aber am Hirn!" „Alle guten Geister." c^-^ '^ ^' wx-'— gin, „da fehlt's weit!' Die Barbl i dem Zirkel — da muß man den Dv!
geb' ich lauf' g'fchwinü um den Doktor!" — Da springt die Barbl mit einem Satz aus dem Bett und kreischt zornglühend: -Das ging' mir grad' noch ab! —„Ich brauch' keinen Doktor ich bin g'sunder als du!
— -Und wenn die Barbl g'sund ist. dann bin ich auch
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gesund I" schreit der Florl und springt ebenfalls aus
feinem Bett. — Jetzt schlügt die Plangliesl die Hände über dem Kopf zusammen und möchte den Urgrund der
UeZsr Ne KuMadungm am Dom in §uld§ bat der Leiter der Ausgrabuuqsarbeiten, Herr Prof Vonderau imFuldaerGeschichtsverein ein interessanter Bortrag gestalten.
In der Einleitung wurden zunächst alle die Schrift ; quellen erwähnt, welche zur Deutung der freig 'legte -Mauerzüge heranzuzichen waren. Sodann wurde die
tuiu’.i* *iov v**l v - c ^iMHivtUH'jvuiutHHI i;'-uui,tv^|VM# welche die ersten Venedistsner vor Baubeginn auszu. fuhren hatten; diese Arbeiten waren nach di n Aus
grabungsbefund recht beträchtlich.
Von den ersten Bauten der Benediktiner in Fulda wurden freiigelegt die Grundflächen dreier Wohn räume die in ihrer Gesamtanlage und dec angewandten Technik nach römischem Borbilde eingerichtet waren; diese Feststellung stimmt auch mit den Schriflquellen überein, da vom Kloster Fulda ausdrücklich bezeugt wird, daß man nach römischer Bauweise arbeitete und die Lehrbücher des römischen Architekten Vitruv eifrig studierte.
Von dem ersten Fuldaer Kirchenbau wurden der östliche apsidale Wsck'luß und inmitten bei heutigen Mittelschiffes einige Mauerzüge ermittelt.
Den Hauptinhalt des Vortrages bildeten die Aus. führuugen über die große, im Jahre 791 begonnene und am 1. Nov. 819 eingeweihte karolingische Basilika. An der Hand großer Pläne und rekonstruierter Außen, und Innenansichten wurde dicker ge, waltige Bau eingehend beschrieben. Tre Aömesiuugen dieser zweiten Fuldaer SMofterfucfje sind für die damalige Zeit in Deutschland beispiellos. Zürn Vergleich« wurde auf die entsprechenden Dimensionen der alten
Peterskirche in Rom bic von Konstantin dem i war, verwiesen; ist seinen
Hauptmaßen reichte der Fulda r Bau an jenes Gott Wahrscheinlich hat in Anbe-
tracht der regen Verbindungen zwischen Rom und Fulda in damaliger Zeit die römische Basilika der hie-
gedient. Auf westfränkische Vorbilder scheint dagegen die Einfügung einer zwe'lten Choranlage zu gehen, sodaß der vielumstrittene Fuldaer Grundriß sich all eine Kombination frühchristlicher römischer und der
westsränkischcn Bmiweise barftellt.
Der herrliche Bau, der von lmukundigen sachverständigen Augenzeugen als ein monumentales Kunstwerk gepriesen und besungen wurde, sank während eines Ungareinfalles 937 in Schutt und Asche. Aber unter tatkräftiger Mijbrlfe des Kaisers Otto I. stellte Abt Hadamar auf den alten Grundlinien das Gotteshaus wieder her; höchstwahrscheinlich wurden bei diesem Aufbau auch die beiden O st t ü r m e dem Ganzen eiw. gefügt. Diese (Einfügung der Türme bedingte für diese kleine tcpellenartiae Umbauten im Osten der beiden Seitenschiffe. Auf diese Umbauten basierte bann Abt Werner das Paradies und die sogenannte Königskapelle. Zu dieser Zeit der größten Ausdehnung der Fuldaer Stiftskirche umfaßte bi? Bauaclsse von Ost nach West, von der angebcniten Kapelle des westlichen
Inwieweit der heutige Barockdom sich aus der alten L^asilika entwickelt hât wurde zum Schlüsse kurz er. läutert. —
Hoffentlich andere in Anbetracht der hoben kunst- historischenBedeutungder Gesamtuntersuchungen staatlicherseits weitere beträchtliche Mutel bereit gestellt, damit auch noch die letzten Probleme an dieser denkwürdigen, für die gesamte Kultur Deut'chlands sc hochbedeutsamen Stätte aus dem Weae geräumt werden
Jm diplomatischen Korps beim apostolischen Stuhl hat das ab-zelaufene Jahr 1919 bedeutsame Veränderungen gebracht: Die Zahl der Botschaften beim Vatikan ist von 1 auf 3 gestiegen: Spanien, Brasilien und Peru. Die Zayl der Gesandtschaften ist von 14 auf 18 gestiegen: Argentinien, Bayern, Belgien, Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Costarica, Großbritannien, Nicaragua, Holland, Portugal, Preußen, Rußland, als neu hinzugekommen Polen, der serbisch-kroatisch'slowenische Staat, die tschechoslowakische Republik und Venezuela.
Todesopfer der katholischen Missionen. Die katholischen Heidenmissionen haben im Jahre 1919 den Verlust von 8 Bischöfen und 227 Priestern, die auf ihrer Wirkungsstätte gestorben sind, zu verzeichnen. Von den Bischöfen waren 4 Franzosen, 1 Mazedonier 1 Italiener, 1 Spanier und 1 Brasilianer. Die Zahl der Priester verteilt sich auf 106 Franzose« und 121 Angehörige anderer Staaten.