Nr. 30T
Samstag, den 3t Dezember 1932
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40 Lahre Straueutuvuen im Turn- und KeEtkiud
Am 9. November 1932 waren vierzig Jahre vergangen, daß der TFC. seine Turnerinnenabteilung, damals Damenabteilung genannt, ins Leben rief. 1892 war von Frauenturnen in der Deutschen Turnerschaft noch wenig die Rede. Hier und da in den Großstädten, so auch in Frankfurt a. M., hatten sich wohl selbständige Damenturnvereine gebildet, die aber außerhalb der DT. starrden. Dem TFC. gebührt das Verdienst, einer der ersten Turnvereine zu sein, der das Frauenturnen in seinen Turnbetrieb mit ausgenommen hat. Vierzig Jahre sind seit jenem denkwürdigen Beschluß, der damals als ein kühnes Wagnis bezeichnet wurde, vergangen. Heute kann der Verein mit freudigem Stolz aus das geschaffene Werk zurückblicken, denn zahlreich sind sie Abteilungen, in denen sich heute Frauen und Mädchen beteiligen Sie turnen, fechten, schwimmen, spielen Handball und Hockey, laufen Schneeschuhe, treiben Leichtathletik und rhythmische Gymnastik «nd fahren noch nebenbei mit dem Paddelboot auf den Fluten des Maines, und die errungenen Siege bei den Gau- Kreis-, Schwimm- und Sportfesten des letzten Jahrzehnts geben reichlich Zeugnis von einem beachtenswerten Können.
Die vierzigste Wiederkehr des Gründungstages der Frauenabteilung ist wiederum ein Markstein in ihrer Geschichte. und es ist ein Akt der Dankbarkeit, die Namen der Männer ins Gedächtnis zurück- zurufen, die sich um das Zustandekommen und Fortbestehen der Abteilung große Verdienste erworben haben. Es sind dies Hch. Jost, der damalige Vorsitzende, Georg Fliedner, der erste Schriftführer, beide Mitbegründer des TFC. und Philipp Schwahn Der einzige Ueberlebende ist das jetzige Ehrenmitglied Karl Friedrich Appel, der damals an Hand der noch spärlichen Literatur über das Frauenturnen aufklärende Vorträge hielt.
Bevor der damalige Vorstand mit seinem Plan an die Oeffentlichkeit trat, verschaffte er sich Gutachten der hiesigen Aerzte, die sich ausnahmslos im günstigen Sinne für das Frauenturnen oussprachsn. Auch die Wahl eines geeigneten Turnlehrers bot keine groben Schwierigkeiten. Da kam nur einer in Betracht, der Lehrer an der Höheren Töchterschule, dem heutigen Lyzeum. Karl Herget, der schon früher privat und nach obligatorischer Einführung des Turnunterrichts an der vorgenannten Schule im Jahre 1891 die Turnstunden leitete. Er verwaltete sein Amt leider kaum drei Jahre. Im Mai 1895 überfiel ihn eine tückische Krankheit. Als Vertreter wurde der Turnlehrer Ludwig Schäfer von Frankfurt a M. gewählt, der aber schon nach kurzer Tätigkeit sein Amt wieder aufgab. Nun wurde die Leitung dem Hanauer Lehrer Heinrich Willa m o w i tz übertragen, der am 2. Juli 1895 seine erste Turnstunde abhielt und dieses verantwortungsvolle Amt bis zu dem heutigen Tage beibehalten hat.
Als Turnlokal war von der Stadt gegen Erstattung der Beleuchtungskosten der Turnsaal des heutigen Lnzeums zur Verfügung gestellt worden. Die erste Turnstunde wurde am 21 November 1892 mit einer Teilnahme von 38 Turnerinnen abgehalten Der in der Versammlung am 16. November gewählte erste Vorstand bestand aus den Damen: Frau Margarete Schweinsberger. Fräulein Christiane Baader und Fräulein Christel Förster (jetzt Frau Louis Stassen).
Es entwickelte sich nun bald ein recht eifriger Turnbetrieb, so dab bereits am Ende des ersten Dereinsjahres ein Schauturnen abgehalten werden konnte, das am 21 November im obengenannten Turnsaal mit einer Teilnahme von 25 Turnerinnen vor geladenen, werblichen Gästen stattfand. Auch am Ende des zweiten Vereinsjahres wurde ein Schauturnen abgehalten, das am 15. November 1894 stattfand. Von weiteren Schauturnen wurde dann Abstand genommen, da der Turnsaal hierfür ungeeignet war. Das erste Jahrzehnt verlief in ruhiger Beschaulichkeit. Man kannte kein Hasten, Drängen und Ueben für Gau-, Kreis-, Sport- und wer weiß was alles für Feste; man turnte eben nur, um zu turnen.
Bei der Gründung der Abteilung hatte man das aufnahmefähige Alter auf 17 Jahre festgesetzt und dadurch den abgehenden Schülerinnen auf mindestens drei Jahre den Eintritt verriegelt. Im zweiten Jahrzehnt wurde beschlossen, die jungen Mädchen sofort nach der Schulentlassung aufzu- nebmen. Die Abteilung, die auf zwanzig zusammengeschmolzen war, erhielt dadurch bedeutenden Zuwachs. Weiterhin belebend wirkte die Uebersiedlung nach der neuen Turnhalle der Turngemeinde, die vom TFC. auf 10 Jahre gemietet worden war. Ein neuer Geist zog in die Abteilung ein. Alljährlich nach Beendigung des Winterturnens wurde ein öffentliches Schauturnen abgehalten, bei dem auch das männliche Geschlecht zusehen durfte. Das im Juli 1906 in Hanau abgedaltene 28. mittelrheinische Kreisturnfest bot den Turnerinnen zum ersten Male Gelegenheit, an die breite Oeffentlichkeit zu treten. Die bei dem Fest gebotenen Darbietungen, Kugelstabübungen und Fahnenschwingen, fanden . namentlich in Fachkreisen großen Beifall.
Das 3. Jahrzehnt war für die Frauenabteilung von größter Bedeutung. Der TFC. hatte, um seine Lebensfähigkeit und Selbständigkeit zu bewahren, eine geräumige Turnhalle gebaut, in der sich die Abteilung und die neugegrundete Mädchenabteilun- gen herrlich entwickelten. Da kam der Weltkrieg und drahte alles zu zerstören. Aber beide Abteilungen haben sich tapfer hindurchgerungen. Und als der Krieg zu Ende war, da kamen alle wieder und viel neue dazu.
Hoffnungsvoll und frohen Mutes trat man in das 4. Jahrzehnt ein. Wie auf allen Gebieten, so war auch im Frauenturnen in der Nachkriegszeit eine starke Wandlung eingetreten. Es trat an die breite Oeffentlichkeit und wurde dem Männerturnen gleichberechtigt. Die Turnerinnen durften jetzt teil- nehmen an den Wettkämpfen im Gau, Kreis und Deutscher Turnerschaft und an ihren Festzüqen. Es sei hier besonders erinnert an das erste Gauwettturnen nach dem Krieg in Seligenstadt, an dem außer 36 Turnern, 35 Turnerinnen teilnahmen, die alle Siegerinnen wurden.
Bis dahin war das Turnen allein maßgebend gewesen, daher auch die Einmütigkeit und dementsprechend die Erfolge. Aber schon 1922 fiel es der Riege ein, eine Handballabteilung zu gründen, die aber nur 1 Jahr bestand. Im gleichen Jahre gründete sich die Schwimmabteilung, die bald danach auch Turnerinnen als erfolgreiche Schwimmerinnen aufzuwersen hatte. 1924 fiel es einigen Turnerinnen ein, fechten zu lernen, die ersten in Hanau. Nachdem das Hockeyspiel eingeführt wurde, war die natürliche Folge die Gründung einer „Da- men-Mannschaft" 1927." 1930 erinnerte man sich des mit der Zeit modern gewordenen Skilaufs, gründete
Sâeettanies VSM LNotov-NUbrns
Schematischer Querschnitt durch den Führerstand und b^e Maschinenanlage des Schnelltriebwagens, der künftig auf der Strecke Berlin—Hamburg den kD-Zug ersetzen soll. Der Antrieb erfolgt durch zwei 410 PS Dieselmotoren.
Erste Innenaufnahme des 42 m langen Schnelltriebwagens, der 102 Passagiere befördern kann.
eine Abteilung, bei der auch das weibliche Geschlecht vertreten ist. Seit 1931 wurde von der Handballabteilung wieder eine, dann 2 neue „Damenmannschaften" aufgestellt, endlich machten sich die Dolks- turnerinnen mehr selbständig und schlossen sich als Leichtathletinnen der Leichtathletikabteilung an. Schon drei Jahre früher war auf Wunsch meist älterer Turnerinnen, die kein Geräteturnen mehr betreiben wollten, eine rhythmisch-gymnastische Abteilung eingerichtet worden, an der auch jüngere Turnerinnen teilnehmen können. Auch die älteren Damen, darunter leider nur wenige ehemalige Turnerinnen schlossen sich 1929 zu einer Frauenabteilung zusammen, die wöchentlich einmal unter Leitung der Turnlehrerin Lotte Krause, die verschiedenartigsten Körperübungen in ausgiebigster Weise betreibt. Aus dieser bildete sich 1930 die Turnerin- nen-(Gymnastik)-Abteilung 3. So hat sich das Turnen des weiblichen Geschlechts im TFC. am Ende des 4. Jahrzehntes zu einer Vielgestaltigkeit entwickelt, von der jede Gruppe chre volle Daseinsberechtigung hat. Das Schau- und Werbeturnen zum ^Ojährigen Bestehen nm 8. Januar 1933 in der Stadtballe aber wird reichlich Gelegenheit geben, den Betrieb in den einzelnen Abteilunaen kennen zu lernen und zu sehen, was sie zu leisten vermögen.
Dev Monat Sannav
Der Januar ist der erste Monat des Jahres und hat 31 Tage. Er hat durchaus winterlichen Charakter, Worauf die bekanntesten deutschen Namen des Januar Hinweisen, die lauten: Eismond und Hartung, weil im Januar die Bäche zu starkem Eis gefrieren. Der allgemein gebräuchliche Name Januar kommt vom lateinischen „ianuaris mensis", und diese Bezeichnung wird abgeleitet von Janus, dem römischen Gotte der Eingänge und Türen. In der Kunst pflegt man diesen Gott darzustellen mit einem doppelten Gesicht, daß er zugleich eine betrübte und freundliche Miene haben könnte, wodurch die Ungewißheit über den Verlauf eines soeben begonnenen Jahres trefflich charakterisiert wird. Im Januar nimmt die Länge der Tage schon bedeutend zu, um etwa eine Stunde. Der 6. Januar ist der Dreikönigstag, der die Weihnachtszeit be- bsiskt. Die Wetterregeln lauten: Die Neujahrs- nacht hell und klar — deutet auf ein gutes Jahr. — Ist der ^inuar naß, bleibt leer das Fok. — Tan- ’en im Winter die Mucken, muß der Bauer nach Futter gucken. — Im Januar viel Regen und wenig Schnee, tut den Bergen, Tälern und Bäumen weh. — Wirft der Maulwurf im Januar, so dauert der Winter bis Mai. — Morgenröte im Januar deutet auf viel Gewitter im Sommer. — St. Paulus (25.) 'chön mit Sonnenschein, bringt Fruchtbarkeit dem Sei n und Wein. — Wenn das Gras wächst im Januar. wächst es schlecht das ganze Jahr. — Am Neuen Jahrestag wächst der Tag, soweit der Hau«- bahn schreien mag. — Auf einen sehr kalten und schneereichen Januar folgt nur selten ein baldiger Frühling und meistens éin kühler und regnerischer Sommer.
Landw'EchaMcheS
Der Kälberdurchfall ist eine her gefährlichsten Auf.zuchtkrankheiten im Rinderstall. Selbst wenn die daran erkrankten Tiere nicht eingehen, so bleiben sie doch für lange Zeit zurück und holen den Vorsprung der anderen nur schwer wieder ein. So
gilt es, alles daran zu setzen, um die Krankheit nach Möglichkeit ganz zu vermeiden.
Sie entsteht fast immer durch fälsche oder unsorgfältige Fütterung. Am seltensten wird sie fein, wo man die Kälber an der Mutter saugen läßt. Hier kann im allgemeinen nur ein Fehler in der Fütterung»!dxr Kuh schuld sein, etwa verdorbenes oder giftige Stoffe enthaltendes Futter, und die Abhilfe wird an dieser Stelle einzusetzen haben indem man sorgfältig darauf achtet, daß das Futter der Kuh in der ersten Zeit nach dem Kalben immer ganz einwandfrei ist. Auch soll man einen Futterwechsel in dieser Zeit möglichst vermeiden oder wenigstens doch sehr langsam und vorsichtig vornehmen.
Unter den hiesigen Verhältnissen dürfte indessen das Tränken der Kälber die zweckmäßigere Auf- mchtform sein, zumal es nicht nur eine Milchersparnis ermöglicht, sondern auch sonst noch mancherlei Vorteile hat. Hier ist allerdings die Gefahr des Kälberdurchfalls viel größer. Vor allem muß man darauf achten, daß das Kalb die Milch feiner Mutter immer sofort nach dem Melken bekommt, solange sie noch normale Körperwärme hat. Keines' falls darf sie längere Zeit im Stall stehen und sah oder gar verschmutzt gegeben werden. Auch soll man auf peinliche Sauberkeit des Tränkeimers Wert legen, da selbst kleinste Reste sauerer Milch sofort Verdauungsstörungen Hervorrufen können. In den ersten Tagen nach der Geburt kann auch zu hastige oder zv große Milchaufnahme dazu führen. Faßt doch der Kälbermagen bei der Geburt nur etwa 1—1,5 Liter. Man beginnt daher die Milchgabe mit 1 Liter 4 bis 5 mal am Tage und steigert die Menge langsam auf ca. 3—4 Liter bei dreimaliger Fütterung. In der 4. Woche wird man mit der Zugabe van Heu beginnen können. Man nehme nur allerbestes Wiesenheu, das man sich möglichst schon im Sommer reservieren soll. Als Kraftfutter kommt anfangs nur Haferschrot in Betracht, daneben auch etwas Leinkuchen in kleinen Brocken Dieser ist bekanntlich besonders gut bekömmlich wegen seiner schleimbildenden Wirkung Das Kraftfutter darf aber keinesfalls eingeweicht, sondern muß trocken in der sauberen Krippe aefüttert werden. Reste von der letzten Mahlzeit lind den Kühen zu neben, da sie seicht feucht und dann sauer werden. Besonders sorgfältig muß man ^fieWich beim Uebergang von der Vollmilch zur Magermilch oder anderem Futter vorgehen, da dieser Futterwechsel besonders gefährlich ist Langsamer Uebergang, absolut einwandfreie Beschaffenheit, kuhwarme und keinesfalls auch nur ganz schwachsaure Maaermilch sind Bedinaung wenn man Verdauungsstörungen hier vermeiden will
Ist das Kalb aber doch einmal krank geworden, so hat man neben der sofortigen Verminderung der gegebenen Milckmenae, Haferschleimoabe u. a. in dem bekannten „Tbürpil" ein brauchbares Heilmittel gegen die Krankheit. Aber es gilt doch hier ganz besonders das Sprichwort „Vorbeugen ist besser als Heilen".
6 Veilraassenkung. Mit Wirkung vom 1. Januar 1933 wird von der Allg. Ortskrankenkasse Hanau-Stadt eine Beitragssenkung durchgeführt. Die Beiträge werden von 6 Prozent auf 5,7 Prozent herabgesetzt. Alles Nähere ist aus der Bekanntmachung der vorliegenden Nummer zu ersehen.
* Vom Zollamt wird uns mitgeteilt: Die frühere Zollfreiheit für Liebesgabenpake'te wird schon seit
einigen Jahren nicht mehr gewährt. Für alle Waren in derartigen Paketen muß der Zoll entrichtet werden, es sei denn, daß die Waren zollfrei oder unter zollpflichtigem Gewicht sind. Frisches Fleisch in Stücken und Wurst ist emfuhrverböten.
* verkürzte Fahrzeit auf wichtigen Schnellzug, strecken Im Anschluß an die europäische Fahrplan- und Wagenbeistellungs-Konferenz haben, wie von der Reichsbahn verlautet, noch Nachverhandlungen stattgefunden, deren Ergebnisse nahezu durchweg eine Beschleunigung der Fahrzeit auf den wichtigsten Schnellzugstrecken darstellen.
• Das hahnenkammhaus '»^täglich das Buch- lerghaus nur Samstags und Sonntags geöffnet. Ein Deiuch an Wochentagen bebad der vorherigen Anmeldung beim Bahnhofswirt Schmidt, La"^n- -elbold <Tèl 82)
• Von den Apotheken hat Sonntags- bzw. Nachtdienst von heute abend 7 Uhr bi? nächsten Samstag abend 7 Uhr die Einhorn-Apotheke.
Mettevbevlsvt
Mitteleuropa steht noch zum größten Teil unter dem Einfluß des Hochdruckgebietes, was sich in der langsamen Erwärmung der Bergstationen zeigt. Schwache Tiefdruckstörungen gleiten in der Hauptsache nordwestlich vorbei, ohne unsere Witterung wesentlich zu beeinflussen. Eine durchgreifende Aenderung der Wettenlage steht vorerst noch nicht in Aussicht — Vorhersage bis Samstag abend: Meist stark bewölkt vorübergehend auch etwas aufklärend, be> schwachen südlichen Winden Temperaturen etwas ansteigend — W ttcrungsaussichten bis Sonntag abend: Fortdauer der überwiegend bewölkten, aber im wesentlichen trockenen Witterung.
Landkreis Sana«
LSdUthev «nslü« §a«
Förster erschießt sich auf der Fuchsjagd
Mndecken, 31. Dez. Gestern nachmittag kurz nach 2 Uhr fiel der Gemeindeförster Wilhelm Lenz aus Kilianstädten einem Unfall zum Opfer. Er hatte in den Siegwiesen einen Fuchs gejagt un# angeschossen. Das verwundete Tier fetzte sich zur Wehr. Der Förster versuchte nun den Fuchs mit dem Gewehrkolben zu erschlagen, bei diesem Versuch löste sich ein Schuß und traf Lenz in die Herzkammer. Er war auf der Stelle tot. Von auf dem Felde anwesenden Landwirten wurde der Ver, unglückte aufgefunden. Lenz ist am 8. Mai 1878 in Kilianstädten geboren und hinterläßt Frau und Kinder.
Großauheim. 30. Dez. Geflügelausstellung. Die diesjährige Geflügelausstellung des Geflügelzuchtvereins Großauheim findet am 7. und 8. Januar 1933 in dem großen Saale „Zur goldnen Rose" statt. Nach verschiedenen schönen Erfolgen auf größeren Schauen ist auch in diesem Jahre ein erstklassiges Material sowohl in Hühnern wie in Tauben vertreten. In der Abteilung Ziergeflüge! werden fast sämtliche Arten von Fasanen zur Ausstellung kommen. Die Prämierung findet am Samstag vormittag statt. Ab Samstag nachmittag und am Sonntag bis abends 5 Uhr ist die Ausstellung bei geringer Eintrittsgebühr zur Besichtigung geöffnet.
c Marköbel, 31. Dez. Hohes Alter. Frau Betty Lichtenstein Wwe. geb. Mayer, feiert am Montag, 2. Januar, in voller Rüstigkeit ihren 80. Geburtstag.
Niederissigheim. 31. Dez. Am 1. Januar begeht unsere Hebamme Frau Katharina Dauth ihr 40» jähriges Dienstjubiläum. Die Jubilarin hat sich in ihrer beruflichen Tätigkeit durch ihre Gewissenhaftigkeit und ihr stets freundliches Wesen die Hoch- achtuna der gesamten Gemeindegbieder erworben. so daß alle freudigen Anteil nehmen an dem Festtag der „Dauthe Tante".
Aus Oieinbeim und Umgebung
g Klein-Steinheim, 31. Dez. Wie alljährlich findet heute abend das alte Neujahrssingen statt. Der kath. Kirchenchor hat das Singen übernommen. Kurz vor 12 Uhr ziehen die Sänger geschlossen zum Pfarrhause. Sobald der letzte Glockenschlag verklungen, ertönt das zwölfmalige Hornsignal. Hierauf beginnt der Vorsänger mit seinem Gelang „Hört ihr Herrn und laßt euch sagen, unsre Glock hat zwölf geschlagen usw." während die anderen Sänger mitsamt der versammelten Einwohner sich abwechselnd ablösen. Nach Beendigung dieses Gesanges ertönt aus hundertstimmigen Kehlen ein donnerndes Brost Neujahr.
g Klein-Steinheim, 31. Dez. Die diesjährige Weihnachtsfeier sämtlicher kath. Vereine findet kommenden Sonntag abend im Saale von M Herty statt. Außer 2 Weihnachtsstücken und Gesangsvor- tragen des Kirchenchores wird auch in diesem Jahre wieder die beliebte Verlosung stattfinden.
ai hainskadk, 30. Dez. Hohes Alter. Zimmermeister und früheres Gemeinderatsmitglied Johannes Becker feiert am 1. Januar 1933 in voller Rüstigkeit und körperlicher Frische feinen 84. Geburtstag.
Ättil Gelnhausen
s Gelnhausen, 30. Dez. Die vor kurzem von feiten der interessierten Vereine des Kreises Gelnhausen in Meerholz beschlossene Gründung eines Kreis-Sängerbundes für den Kreis Gelnhausen wird am Sonntag, 22. Januar in Gelnhausen, Rest. "Zum Brauhaus" verwirklicht werden. Man hofft, durch den Zusammenschluß nicht allein günstige äußerliche Verhältnisse für die angeschlossenen Vereine schaffen zu können, sondern auch dem rein aesanglichen Leben einen neuen Antrieb zu geben. Es ist mit der Beteiligung von etwa 30—40 Gesangvereinen zu rechnen
»Niedermittlau. 30. Dez. Gauturnfest. Der diesige Turnverein DT. ist im bevorstehenden, neuen Jahre Gastgeber des Gauturnfestes des Kinziggaues, das am L, 2. und 3. Juli hier stattfinden wirb.