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das Ablöschen des Brandherdes gehen. Nach nstündiger Tätigkeit war die Macht des Feuers -rochen. Der Schaden ist außerordentlich groß d nur zum geringsten Teil durch Versicherung )eckt. Insbesondere sind die wertvollen nicht ver- jerten Maschinen vernichtet. Die Ursache des andss ist noch nicht geklärt.

Vom Leichenauto überfahren

Marburg, 23. Dez. In Albshausen wurde der benjährige Schüler Paul Greding beim Ueber- eren der Dorfstratze von einem Kasseler Leichen- insportwagen erfaßt und ein Stück über die Eis- veckte Straße geschleift. Er erlitt dabei schwere rletzungen an Hals, Kopf und Bein, die den so- tigen Tod herbeifübrten. Den Kraftwaaenführer l keine Schuld treffen. *

Einbruch im Rathaus ZU Eberstadt

Eberstadt, 23 Dez. In der Nacht zum Don- rstag haben Einbrecher dem hiesigen Rathaus ien Besuch abgestattet. Mittels Nachschlüssels ge­igten sie in das Innere und durchsuchten alle iume. Die Kassenschränke haben ihren Bemübun- n mit Stemmeisen und Meißel nicht nachgegeben, igegen hatten sie mehr Glück in den verschlosse- n Schubfächern mit Gebühren- und Portokallen. -durch den Einbrechern etwa 40 RM in die fiänbe fallen sein dürften. Den Rückweg haben die Svitz- iben durch ein Fenster auf der Rückseite genom- m. Wie eine Groteske mutet dieser dreiste Ein- uch an. wenn man bedenkt, daß sich am Eingangs- r zum Rathaus die Polizeiwache befindet und mn efer keinerlei Wabrnehmungen bezüglich der Ein- echer gemacht wurden.

Ariedhofsfchöndung

Osthofen, 23. Dez. Auf dem an der Provin- ifOra^e nach Mettenbeim gelegenen israelischen riedhof wurden eine Reihe von Grabsteinen um- worfen und zerstört und eine in den Boden in eton etnnrf^ffene Ruhebank abasrissen und umge- trzt. Die Untersuchung ist durch die Gendarmerie naeleitet, die bereits eine bestimmte Spur ver-

Äus dem

Gte'nauev Arbertsdienftlasev

Seit Anfang Oktober d I. herrscht in Steinau (Kr. chlüchtern) ein reger Betrieb im Frw. Arbeitsdienst, irka 100 junge Menschen sind damit beschäftigt m Mitteltrifftsweg in der Försterei Nord und die ichtenschlagstrifft in der Försterei Süd in. Stand 1 setzen. Die Arbeiten schreiten rasch vorwärts und lan kann sagen, daß die jungen Leute mit Eifer nd gutem Humor an die Arbeit gehen. Wenngleich ie Bezahlung im freiwilligen Arbeitsdienst von ielen Seiten bemängelt wird, so ist doch hervorzu­eben, daß es nicht Zweck des freiwilligen Arbeits- ienftes ist, mit niedriger Bezahlung Leistungen us der Jugend herauszuholen, sondern daß für die reiwillig geleistete Arbeit dieser im Rahmen der ur Verfügung stehenden Staatsmittel ein gewisses Entgelt gezahlt wird, daß in der Hauptsache aber ie Freude an der Arbeit und die gemeinsame Raffung eines Wertstückes für die Allgemeinbeit »ie geistigen Ziele dieser Arbeit sein sollen. Die lrbeitsdienstwilligen sollen also nicht nur ihrer Arbeit nachgehen, sondern es soll ihnen auch Ge- sgenheit gegeben werden, sich geistig und körperlich ;u ertüchtigen. Zur geistigen Schulung werden an edem Montag abend in der Turnhalle Lichtbilder- orträge, deren Unterlagen von der Reichszentrale ür Heimatdienst kostenlos zur Verfügung gestellt Derben, gehalten. Um den Freiwilligen aber nicht tut tote Bilder zu zeigen, sondern sie auch mit der 3raris technischer Betriebe vertraut zu machen, Durben z. B. die Seifenfabrik der Firma Viktor Lolf-Steinau und am Freitag, 16 Dezember, die Schlierbacher Steingutfabrif besichtigt. Die Besich- igung der Steingutfabrik, welche mit einer ca. 30 Ulometer langen Fußwanderung von Steinau über Narborn, Romsthal, Eckartsroth. Kath. Willenroth, idenhain und Hellstein nach Schlierbach verbunden aar, gab den Freiwilligen audd* aeiftige wie kör­perliche Anregung. Der Ausflug wurde durch die Mitwirkung der 14 Mann starken Musikkapelle des reiwilligen Arbeitsdienstes und durch schöne Marsch- nufif verschönert. Daß man bei diesem Ausflug luch der im Altersheim Eckartsroth untergebrachten Uten Steinauer Pfleglinge durch ein kleines Ständ- hen gedachte, zeigt, daß das Zuaehöriake'tsaefübl au liefen Lebensveteranen noch nicht erstorben ist. Die Uten Leute haben sich über den Besuch der Steinauer Jugend sehr gefreut. Zur körperlichen Ertüchtigung inbet weiterhin wöchentlich ein Sportnachmittag tatt, welcher entweder auf dem Sportplatz oder bei rassem Wetter in der Turnhalle abgehalten wird. E-, w'rd ^ubball, Handball, S^laaball usw qefoMt oder es werden Freiübungen gemacht. Kamerad- chaftsgeist und Verantwortung für die Allgemein­heit, Arbeitslust und Freude an einer fertig aekt-ll- ten Arbeit sollen durch diese Maßnahmen wieder gerieft werden und kein Beisviel kann hm»:f^pr sein für das Gute, das der Freiwillige Arbeitsdienst will und in der Juoend erweckt, als die Tatsache, daß in den Orten, in denen der Steinauer freiwillige Arbeitsdienst Geschloffen und ordentlich durchmar- sch!-»-^-, als Gegensatz fi^ iuaendli^- nFr^ip>-b«fose am Straßenrand zeigten, die ohne Arbeit mit den ftö^-m in den Taschen unf-re sro^bewegte Wander­schar betrachtete, die den Willen hat, sich zu dem von roden S-'ten befänwffen nieb^^en Lohn trotz­dem sich als dienende« Glied der 9rffnomptr.k»jt ^y betrachten und für sie Werte zu schaffen. Daß sich der Bürgermeister mit seiner ganzen Persönlichkeit tat- krot^n in den Dienst der Sa-^» stellt. nort^nft^ Füblunanadme mit den freiwilligen Arbeitsdienst­lern hält und so die Verbindung zwischen 9rrb»:t und V"rmastung berstest, ist als Rörheruna der Arbeit besonders hervorzuhaben und verdient Nachahmung.

Aus aller wett

Nev «reis am «raiwa'cr

Gerichtsbeschluß beendet den unliebsamen Streit zwischen Ingenieur und Kraftdroschken

Berlin, 23. Dez. Die Belästigungen, denen die hiesige Oeffentlichkeit seit einiger Zeit durch den Gebrauchsmusteranspruch eines Ingenieurs ausge­setzt war, haben nun ihr Ende gefunden. Die Poli­zei hatte zur besseren Unterscheidung der verkehren­den Kraftdroschken deren Besitzer verpflichtet, be­stimmte geometrische Figuren, wie Kreise, Drei-

Urne deutsche Aviessschlffs-Aommandaute«

Kapitän z. S. von Fischel wurde zum ersten Kommandanten des Panzer­schiffesDeutschland ernannt, das jetzt seiner Fertigstellung entgegengeht.

Eine chineMche ^SpeniEiade

Die Rache des Krüppels

In Wang Hsien in der Provinz Schantung lebt ein Mann namens Liang Tso M. Die Natur hat es nicht gut mit ihm gemeint und ihm einen Buckel von ungewöhnlichen Ausmaßen aufgepackt. Er hatte darum nicht wenig Spott zu erleiden; aber Herr Liang sah über die Verachtung der Menge hinweg. Und eines Tages nannte ganz China mit Verehrung feinen Namen. Was hatte diese Wand­lung bewirkt? In allen Zeitungen stand zu lesen: Herr Liang Tso Pu habe angekündigt, daß er, er­schüttert von der Not des himmlischen Reiches, auf dem Altar des Vaterlandes einige Millionen Dollar niederlegen werde. Der Bucklige hatte an die Zen­tralregierung und das Finanzministerium telegra­phiert, er beabsichtige, als Beitrag für den natio­nalen Krieg 30 Millionen Dollar zu spenden. Kaum war dieses Telegramm bekannt geworden, als sich die Journalisten von Tsinanfu auf den hervorragen­den Patrioten stürzten, dessen Opfer ohne Beispiel in der Geschichte Chinas, seiner Götter und großen Männer dastand. Der Bucklige empfing sie mit je­nem undurchdringlichen Lächeln, das dem Asiaten niemals vom Gesicht weicht, und teilte ihnen bei­läufig mit, daß er, falls die 30 Millionen Dollars nicht ausreichen sollten, mindestens die gleiche Summe für die industrielle Entwicklung des Landes zur Verfügung stellen werde. Nun kannte die Be­geisterung keine Grenzen. Der General Han Fu Tschu, Präsident der Provinzialregierung von Schantung, und der General Tschiang Pe Tscheng, persönlicher Delegierter Tschiangkaischeks in Peking, gaben den edelmütigen Buckligen mit wärmsten Empfehlungen an die Zentralbehörden in Nanking weiter und empfahlen ihm besonders M- D. V. Soong, dem Finanzminister, damit er die leeren Kassen des Staatsschatzes fülle. Der General stellte Herrn Liang außerdem einen Waggon erster Klasse und eine Ehreneskorte bis Nanking zur Verfügung, übergab ihm Empfehlungsbriefe an die Regierung, und so trat Liang, über den die ganze chinesische

ecke und Quadrate, an den Wagen anzubringen, was aber einen Ingenieur auf den Plan rief der sich Anfang dieses Jahres diese geometrischen Fl guren als Gebrauchsmuster hatte schützen lassen. Er verlangte von den Kraftdroschtenfühiern für jede Fahrt eine Lizenz von 10 Pfenn ' g für die Benutzung seines Gebrauchsmusters. Daß es dabei wiederholt zu recht unliebsamen Auftritten kam, zumal da der Ingenieur und feine Beauftrag­ten auch gegen die Fahrgäste mit Anzeigen vor- gingen, versteht sich von selbst.

Dieser in der Oeffentlichkeit mit versträndnis- losem Kopfschütteln beobachtete Streit, zu dessen Beilegung von der Polizei als dem allein Verant­wortlichen nichts ober wenigstens nicht viel getan wurde, fand vor einigen Tagen seinen Höhepunkt darin, daß der Ingenieur gegen die Kabarett- künftlerin Frau Ney einen Zahlungs­befehl erließ, weil sie eine Kraftdroschke be­nutzt, die sein geschütztes Gebrauchsmuster gehabt habe. Patentanwalt Dr. Warschauer erhob aber im Auftrag von Frau Ney gegen diesen Zahlunasbefehl Widerspruch und erhielt heute den Gerichts­beschluß zuaestellt, aus dem sich ergibt, daß der von dem Ingenieur geltend gemachte Anspruch von vornherein unssichtslos erscheint, da ein schutz- fäbines Gebrauchsmuster überhaupt nicht vorliege Boi der Aussichtslosigkeit feiner Klage hat das Kammergericht dem Ingenieur das von ihm für die Berufung gegen die Lösung seines Gebrauchs­musters beantragte Armenrecht abgelehnt.

Damit ist der Kampf des Ingenieurs um die Kreise, Quadrate und Dreiecke des Kraftwagens, den er mit so viel Tatkraft geführt hat, wohl er. lebigt. Hoffentlich hat dieser höchst unerfreuliche Streit wenigstens das eine Gute im Gefolge, daß nun das Reichspatentamt in die Lage versetzt wird in Zukunft solche Gebrauchsmuster auf dem schnell­sten Weg unschädlich zu machen.

De'merott v. Hohenlohe in Kranteeich vrehatlet

Paris, 23. Dez. Großes Aufsehen erregt in è> ei- französischen Oeffentlichkeit die Verhaftung einer Prinzessin von Hohenlohe durch die Kriminalpoli­zei von Biarritz. Der Prinzessin wird vorgeworfen, in eine Spionageangelegenheit zum Nachteil Frank­reichs und Polens verwickelt zu sein. Bisher sind die näheren Umstände der Verhaftung in tiefstes Dunkel gehüllt. Es verlautet nur, daß die Prin­zessin sich dadurch verdächtig gemacht habe, daß sie mit Lord Rothermere in Briefwechse, sta nd. Offenbar genügt dies bereits den fran­zösischen Nationalsten, die den britischen Zeitungs.

SapllSn z. S. Freiherr Harsdorf v. Lnderndorf wird das Kommando des KreuzersKarlsruhe" übernehmen.

Presse, besonders aber die großen Blatter von Schanghai, Nanking und Hankau ganze Seiten brachten, die Reise nach der Hauptstadt an.

Dort war inzwischen alles für einen würdigen Empfang vorbereitet worden. Die Regierung von Nanking hatte sich in einer Kabinettssitzung mit der Frage befaßt, wie der große Patriot zu begrüßen sei. Als der Zug im Bahnhof einlief, harrten bereits mehrere Regierungsvertreter des Millionärs aus Schantung, geleiteten ihn in das erste Hotel, wo eine Zimmerflucht reserviert war. und stellten ihm mehrere Beamte des Finanzministeriums als Sekre­tär und Begleiter zur Verfügung. Dann aber setzte der Zustrom der Interessenten und Reporter ein, die jedes Wort von Liangs Lippen notierten. Der Fi­nanzminister selbst, der sich gerade in Schanghai be­fand, kam im Flugzeug nach Nanking zurück, um so schnell wie möglich die 30 Millionen Dollars ent= gegenzunëhmen. Aber zunächst gab es noch endlose Veranstaltungen, Einladungen, Empfänge zu erledi­gen. Sämtliche Mitglieder des Kabinetts und der Kuomintang wetteiferten darin, dem Buckligen Lie­benswürdigkeiten zu sagen Wochen vergingen über diesem echt chinesischen Zeremoniell. Dann aber stellte sich heraus, daß der Multimillionär von Schanghai nicht nur nicht imstande war. die versprochenen 30 Millionen Dollar auf den Altar des Vaterlandes niederzulegen, sondern auch nicht einmal feine Hotel­rechnung bezahlen konnte. Ohne sich durch diese dem Zufall zu verdankende Enthüllung beunruhigen zu lassen, erklärte Liang, daß er feine Scheckbücher und Bankabrechnungen nur dem Generalissimus Tschi» angkaischek in Hankau persönlich vorlegèn werde. So mußte der Finanzminister in seine Tasche grei­fen, die Hotelrechnung bezahlen und den Buckligen aus Staatskosten nach Hankau befördern. Jetzt hat sich herausgestellt, daß der edle Spender ein Be­trüger ist, dessen persönlicher Besitz in ganzen 1000 Dollars besteht Rache des Krüppels für erlittene Unbill und Mißachtung.

besitzet wegen seiner reoisionsfreundlichen Haltung verabscheuen, um über die deutsche Prinzessin den Stab zu brechen.

Es heißt, daß die Verhaftung auf polnische Ver­anlassuna erfolate. Im Lauf des Freitag hat die französische Staatspolizei, wie die nationalistische ßiberté" mitteilt, bei einer nicht genannten Per- sönichkeit in Paris Einbick in die Korrespondenz der Prnzessin genommen. Die Umstände der Der- Haftung der Prinzessin und besonders ihre Begrün, dung:Schädiaung Frankreichs und Schädigung der freundfchaftichen Beziehungen Frankreichs zu Polen" sind sehr undurchsichtig, und man wird wei­tere Mitteilungen abwarten müssen, bevor man sich über die aufgebauschte Angelegenheit ein rechtes Urteil bilden kann.

ICCCCC Kkavk küv - eine Angestellte

Breslau, 23 Dez. Ein für das Arbeitsgericht ungewöhnliche^ Prozeß wurde jetzt in Breslau ent­schieden. Es handelre sich um die Klage einer An­gestellten. dre seit 25 Jahren bei ihrer Firma tätig war und wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten fristlos entlassen wurde, trotzdem sie einen Vertrag bis zum Jahre 1938 besaß Das Arbeitsgericht er­klärte die fristlose Entlassung für unbegründet und sprach der Angestellten eine Enbschädigung von 100 000 RM zu.

Fräulein C., heute 48 Jahre alt, hatte es ht 25jädriger hervorragender Tätigkeit bei der Kon­sektionsfirma Kr bis zur Prokuristin gebracht. Im Jahre 1925 schloß die Firma mit ihr einen festen Vertrag, der sie bis 1938 mit einem Monatsgehalt von 1500 Mark an die Firma band.

In der letz'sn Zeit, da wirtschaftliche Schwierig­keiten emsetzten. machte man von feiten der Firma den Versuch von dem Vertrag mit der Prokuristin loszukommen. Infolge des befristeten Vertrags war jedoch eine Möglichkeit zu einer Künd'gung nicht gegeben. Es blieb also nur eine fristlose Ent­lassung übrig, zu der man bei besonders wichtigem Anlaß berechtigt gewesen wäre.

Endlich hatte man einen Grund gefunden, um die teure Angestellte billig loszuwerden. Man hatte bei der Firma ,Unregelmäß'gke"ten" entdeckt, die man der Profunftin in die Schuhe schob. Der Ge-: 'chäftsiührer einer Filiale soll Konsektionsstücke der Firma m't W'ssen der Prokuristin aus den Büchern gestrichen und den Erlös für sich behalten haben. Außerdem habe die Kasse einen Fehlbetraa von 3600 RM aufg-mieisen, zu dem noch ein Kassen» Manko von 7200 RM kam

Die Prvkuristin wurde fristlos entlassen. Sie bekam einen Nevoenzusamenbruch und erhob nach

lyrex xd iewriyc«. n.tm»lla .<>»*-a» ------ -------a----, Sie verlangte Ungültigke'tserklärung der fristlosen Entlassung und 100 000 RM für die Abgeltung ihrer vertraglichen Ansprüche bis 1938. Dagegen erhob die Firma Widerklage wegen Schadenersatz auf 3000 RM

In der Beweisaufnahme ergab sich, daß die Kon­toristin an den vorgekommenen ..Unregelmäßig- feiten" vollkommen unschuldig war. Ihrer Klage wurde vom Gericht daher in vollem Umfang statt­gegeben. Sie erhielt die eingeklagten 100 000 RM 'uoesprochen Die Kosten fielen der Firma zur Last.

Den Angaben des Geschäftsführers, der die Un- regelmäßigkeiien begangen hatte, wurde kein Glau­ben geschenkt, da er sich dauernd in Widersprüche verwickelte.

Kinqevl-ni e*neut kve »etv»och««

Wuppertal, 23. Dez. Am Freitag wurde in dem Prozeß gegen den Fabrikanten Fingerhut das Ur­teil verkündet. Fingerhut war seinerzeit wegen ge­werbsmäßiger Hehlerei zu 18 Monaten Zuchtbaus verurteilt worden. Er sollte angeblich Spiralbohrer anaekauft und vertrieben haben, die aus den Fa­briken der Firma Krupp stammten. Es gelang ihm ein Wiederaufnahmeverfahren zu erreichen, das im Frühjahr 1932 mit feiner Freisprechung endete. Auf Grund dieses Freispruches verlangte der An­geklagte damals vom Preußischen Staat einen Schadenersatz in Höhe von 4,5 Millionen RM. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft kam es erneut zur Aufrollung der Anoeleaenheit. Entgegen dem Antrag des Staatsanwalts, der wieder 18 Monate Zuchthaus forderte, wurde der Angeklagte am Frei­tag wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Die Berufung der Staatsanwaltschaft ist insoweit verworfen worden, als der Angeklagte nicht wie in der Frühjahrsverhandlung wegen Fehlens eines begründeten Verdachtes, sondern wegen nicht völlig ausreichenden Beweises freigesprochen wurde.

Der Prozeß brachte übrigens eine ganze Reihe schwerer Verdachtsmomente gegen den Angeklagten zutage; u a. wurde feftaefteCt, daß Fingerhut, wie er in seinen Schadenersatzforderungen an das Ju­stizministerium angegeben hatte, keineswegs Tau­sende von Arbeitern beschäftigt hatte, sondern höch­stens 50 bis 100 Mann. Auf Grund des neuen Ur­teils sind nun allerdings alle Schadenersatzansprüche Fingerhuts überhaupt hinfällig geworden.

Kür 15CC Mark Lebens» m itel geraubt

Berlin, 23. Dez. Heute mittag gegen 11.30 Uhr ereigneten sich im Zusammenhang mit einem Le­bensmittelraub am Kottbuserdamm Zusammenstöße zwischen Polizeibeamten und Straßenpallanten. Etwa 20 junge Burschen waren in ein Lebens­mittelgeschäft eingedrungen und hatten für nicht we­niger als 1500 RM Lebensmittel aller Art zusammen- gerafft. Ein Streifenbeamter hatte den Vorfall be­obachtet und wollte einen der Täter, der auf der Flucht etwas zurückgeblieben war, festnehmen. Da­bei wurde er von einer Anzahl Straßenpasionten umringt und bedroht, so daß er von seiner Waffe Gebrauch machen mußte und zwei Schreckschüsse ab» aab. Durch das inzwischen herbetgeeilte Ueberioll- kommondo konnte der sistierte Räuber, der noch ein­mal flüchten wollte, gerade noch festgenommen werden.

Geldraub am Postschallex

Essen, 23 Dez Als ein Kaufmann am Postschal» ter beim Gelde'nzahlen einen größeren Betrag auf das Zahlbrett gelegt hatte, trat ein etwa 20 Jahre alter Mann von hinten an den Einzahlenden heran und nahm Don dem aufgezählten Geld mehrere Scheine an sich Der Kaufmann konnte noch nach -der Hand des Täters fassen. Bei dem entstehenden Handgemenge gelang es ihm, dem Räuber einen Zwanzigmarkschein abzunehmen. Dieser wurde je­doch bei dem Ringen in der Mitte durchgersssen. Der Täter entkam durch die angelehnte Eingangs» tür und flüchtete. Er erbeutete einen Fünfzigmark- ^chein, einen Zwanzigmarkschein und die eine Hälfte des Zwanzigmarkscheins.

Grüne Weihnachten in Tirol

Swnsbrutf, 23. Dez Die grünen Weihnachten fimb für Tirol ein ungeheurer wirtschaftlicher Scha» den, da in den wichtigsten üßinterf,portarten, die bis vor kurzem noch viele Besucheranm-ldungen hatten, zahlreiche Absagen eingelaufen sind. Wegen des mangelnden Schnees mußten auch fast alle an den Feiertagen geplanten Wintersportveranstaltungen abgesagt werden Die Innsbrucker Nordkette ist, was seit Jahren zu Weihnachten nicht der Fall war. nahezu schneefrei. Auf den sonnigen Bergwiesen "lüht sogar Enzian.

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Handschuh mit -Knk iK avve

Dieser originelle Handschuh der es auch der behandschuhten Dame erlaubt, den gerade an der Donau so hochgeschätzten Handkuß in Empfang zu nehmen, wird jetzt von einer Wiener Firma herausgebracht.