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Saturn Stadt und Land

General Anzeiger für

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13. Dezember

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Erfüllungsort und Gerichtsstand )ür beide Teile ist Hanau. Bei unverschuldetem Ausfall der Lieierung infolge höherer Gewalt, Streik usw hat der Bezieher keinen Anspruch aus Liesemng oder Nachlieferung oder au, Rückzahlung deS Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u. ErschemungStage der Anzeige wirb keine Gewähr geleistet., GeschâftSsteste: Hammerstraße 9 Zemsprecher 3956, 3957 3958 / Bankkonto: Stadtsparkasse Hanau / Postscheckkonto: 26659 Frankfurt a. M.

Erichemi läglich mit Ausnahme der Sonn- und Leiertage. / Bezugspreis: Für den halben Mona, 95 N-Pfg., für den ganzen Mona, NM 1.90 ohne Trâqerlohn, durch die Post bezogen monatlich NM. 1.90 ausschließlich Postzeitungsgebühren / Einzelnummer 10 N-Pfg., SamSlaa 12 N-Plg. , Anzeigenpreile- Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 N-Pfg.. im NeNameteil von 68 mm Breite 25 N-Pfg. - Oferiengebühr 50 Npig.

Krauz-Mche CM^tt

Frankreich sabotiert die Fünß-MSchte-Veveinbavuns

Siwryt ^woyn&^w*

* Die Reichsregierung hat die angekündigte Notverordnung über Arbeitsbeschaffung und Sied­lung erlassen.

* Reichsbankpräsident Dr. Luther hat an die Reichsregierung ein Schreiben gerichtet, in dem er ernste Bedenken darüber äußert, daß durch die vom Reichstag beschlossene Amnestie auch sogenannte Devisenschieber dem Richter entzogen oder von den bereits verhängten Strafe befreit werden könnten.

Der Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung Dr. Gerecke hatte eine längere Unterredung mit dem Vorsitzenden der Landesdirektorenkonferenz Landes­hauptmann v Thaer und dem Leiter des Verbandes der Preußischen Provinzen Ministerialrat a. D e Schenk ü6»r das Arbettsb eschaffungsprogramm und die Zusammenarbeit mit den Provinzen.

Reichsminister Dr. Bracht empfing am Donners­tag die Vertreter des Deutschen Veamtenbundes. In der Unterredung wurden alle in Frage kommen­den aktuellen Beamtenprobleme erörtert, wobei sich der Reichsinnenminister erneut als Anhänger des Berufsbeamtentums bekannte.

* Der preußische Landtag führte am Freitag eine große kulturpolitische Aussprache durch und überwies die dazu vorliegenden Anträge den Aus­schüssen. Der Landtag vertagte sich dann bis zum W. Januar 1933.

Der thüringische Landtag genehmigte gestern abend eine Regierungsvorlage über Aufnahme einer Anleihe von 5 Millionen RM zur AvbeitsbeschLf- fung sowie über Ausnahme eines kurzfristigen Kre­dits von 5 Millionen zur Verstärkung der Betriebs­mittel der Landeshaupbkasse.

In dem Prozeß gegen den Chauffeur August Jäger, der beschuldigt wird, im Jahre 1915 an der Front bei Langemark zu den Franzosen übergelau- ifen zu sein und deutsche Angriffsvorbereitungen verraten zu haben, beantragte der Reichsanwalt wegen Kriegsverrats gegen den Angeschuldigten 14 Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust. Am Samstag wird noch ein von der Verteidigung gela­dener Zeuge vernommen. Man erwartet schon heute das Urteil

Dem Deutschen Evangelischen Kirchenbund haben sich neuerdings die deutschen evangelischen Aus- landsgemeinden in Brüssel und Beirut (Syrien) sowie die Deutsche Evangelische Kirche in Guate­mala angeschlossen.

Nach einer schweren Erkrankung ist die am 6. November 1932 Oftmalig in den Reichstag ge­wählte deutschnationale Abgeordnete Frau Therese Rawengel am Morgen des 15. Dezember gestorben. Sie wurde auf der deutschnationalen Reichstagsliste zur Vertretung des bedrohten Saarlandes gewählt.

*

Geheimrat Professor Dr. ing. Karl Bosch ist ? Ostern in Wien eingetroffen, um anläßlich der eierlich-n Ueberreichung der ihm vom Niederöster- reichsschen Gewerbe-Verein verliehenen W'lhelm- Exner-Medaille an der heutigen Hauptversammlung des Niederösterreichischen Gewerbe-Vereins teilzu­nehmen. #

Die holländische Regierung hat beschlossen, aus Sparsamkeitsrücksichten die holländischen Gesandt­schaften in Wien, Warschau, Athen, Angora, Lissa­bon und Mexiko aufzuheben.

*

Der Präsident des englischen Handelsamtes empfing in Anwesenheit von Oberst Colville vom Ueberseehandelsamt die Mitglieder der von der Sowjetregierung entsandten Abordnung, die Ver­handlungen über einen neuen Handelsvertrag füh­ren soll. Es fand eine kurze Vorbesprechung statt.

Aus Warschau wird gemeldet: In der am Frei­tag eingegangenen amerikanischen Antwort wird das Gesuch Polens um Stundung der am 15. Dezember fälligen schuldenrate ablehnend beantwortet. Die polnische Regierung beharrt auf ihrem Beschluß, die 3 Millionen Dollar nicht zu zahlen.

Da Chautemps am Widerstand Herriots ge­scheitert ist wurde Paul-Boncour mit der Regie­rungsbildung in Frankreich beauftragt.

Die aus italienischen Pressemeldungen hervor­geht, sind in den »vei letzten Jahren 104 Millionen L're an krlleugcschäd'gte Industrie-Unternehmen in Form von Staatszuschüssen gewährt worden.

) Näheres Rebe politischen Teil

Sine svanröMMe Dents Ann

Genf. 16. Dez. In hiesigen internationalen Kreisen erregt eine Denkschrift der fran­zösischen Abrüstungsabordnung großes Aufsehen, in der gegen die amtliche deutsche Aus­legung der Fünfmächtevereinbarung vom 12. Dezember Stellung genommen wird. Diese Denkschrift, die einzelnen Genfer Stellen vertraulich übermittelt worden ist, deckt sich inhalt­lich fast vollständig mit der von der halbamtlichen havasAgentur am 15. Dezember ver­öffentlichten Stellungnahme.

Vaul-Voncouv deivaut

Sdautemvs am Widerstand Herriots gescheitert

Die Denkschrift sucht im wesentlichen die Fünf, mächte-vereinbarung In allen Punkten zu entwer­ten und betont, daß selbstverständlich im Falle eines Scheiterns der Abrüstungsverhandlungen der Ver. sailler Vertrag weiter unbeschränkt in Kraft bleibe, daß ferner die Gleichberech­tigungsfrage Deutschlands in unlösbarem Zu­sammenhang mit der Regelung der Sicherheitsfrage gebracht fei und die Gleichberechtigung, wie auch die Sicherheit keineswegs Ausgangspunkt, sondern lediglich eines der Ziele der Abrüstungskonferenz sei. Die deutsche Regierung habe ihre Forderung auf Anerkennuna der qualitativen Gleichberech­tigung und der gleichen Geltungsdauer des kom­menden Abrüstungsabkommens nicht durchgeseht. Teil 5 des Versailler Vertrages werde nur dann abgeänderk werden, wenn das künftige Abrüstungs- abkommen von sämtlichen Signatarstaaten des Ver­sailler Vertrages unterzeichnet und auch ratifiziert worden sei.

Einem halbamtlichen Komentar der Havas- Agentur, in dem im gleichen Sinne wie in der oben genannten Denkschrift Mm Genfer Abkommen Stellung genommen wurde, bezeichnet man in der Wilbelmstraße als völlig unhaltbar. Man ist hier der Auffassung, daß die französischen Aus­führungen sich als Versuch charakterisieren, die Gen­fer Abmachunaen als übereinstimmend mit der alten französischen These in der Abrüstungsfrage hinzu­stellen. Auf solche Verdrehungen oinzugehen sei nicht nötig, da der Wortlaut der Vereinbarung für sich selbst spreche, zumal wenn man ihn mit der be­kannten französischen Note vom 11. September I vergleiche, die an der deutschen Gleichberechtioungs- forderung noch vollständig vorbeiaing Die Genfer französische Denkschrift liegt in Berlin noch nicht vor.

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DieGermani a* beschäftigt sich in einem Artikel mit den Auslegungen, die die Cinigungs.

Paris, 16. Dez. Ehautemps hat, nachdem er im Laufe des Nachmittags mit den verschieden­sten politischen und parlamentarischen Persönlich­keiten Fühlung genommen und am Abend eine letzte entscheidende Aussprache mit Herriot hatte, dem Präsidenten der Republik mitgeleilt, daß er wegen der bestehenden Schwierigkeiten daraus ver­zichten müsse. das Kabinett zu bilden.

Chautemps erklärte beim Verlassen des Elysöes den Vertretern der Presse: Meine Verhandlungen über die . Bildung einer parlamentarischen Mehr­heit bzw. über die Frage des Staatshaushalts lie­ßen sich äußerst günstig an. Das wichtigste war je­doch das Problem der auswärtigen Schulden, dessen Lösung für mich die Vorbedingung für die Ueber­nahme des ' Minsterpräsidentenamts war. Ich bin mit meinem Freunde Herriot stets gemeinsam vor­gegangen und wollte mit ihm solidarisch bleiben unter gleichzeitiger Respektierung der Entscheidun­gen des Parlaments. Ich habe mich loyal bemüht, zwischen der Auffassung der Kammer und der der voraufgegangenen Regierung eine Ausgleichsformel zu finden, die die Rückkehr Herriots entweder als Ministervräsident oder als Minister erlaubt haben würde. Trotz meiner Bemühungen hat sich ein Aus­gleich vorläufig als unmöglich herausgestellt. Deshalb habe ich es vorgezogen, auf die Bildung der neuen Regierung zu verzichten.

II beoummt vaM-Voneom! die ^a^knettsbpdn««?

Paris, 17. Dez. Edouard Herriot Hal gestern abend kurz nach 11 Uhr das Elnfèe mit der Erklä­rung verlassen: Ich habe dem Präsident der Repu­blik eine Anzahl wichtiger Schriftstücke und Doku­mente zur Kenntnis gebracht.

Der Präsident der Revublik ersuchte, nachdem Chautemps abgelehnt hatte, den Senator Paul- B o n c o u t, ein Kabinett zu bilden. Paul-von- -our, der bis kurz vor Mitternacht mit dem Präsi­denten der Republik konferierte, erklärte, ihm fei offiziell die Kabinekts'-ilduna anaeboten worden. Er werde morgen mittag dem Präsidenten milteilen, ob er das Angebot annehme oder nicht.

formet in der Gleichberechtigungsfrage gefunden hat. Das Blatt betont, daß mit dieser Formel, die Spielraum für alle erdenklichen Möglichkeiten biete, erst wieder der eigentliche Kampf um die Erringung der deutschen Wehr­gleichheit beginne. Es sei heute noch nicht abzusehen, zu welchem Zeitpunkt dieses Ringen ende. Worauf es im aegenwärtigen Augenblik an­komme, sei die Tatsache, daß die deutsche Gleich berechtigung einen leitenden Grundsatz der Ab­rüstungskonferenz bilde, und daß damit die Mög­lichkeit einer künftigen deutschen Diskriminierung in der Wehrfrage nicht mehr bestehe. Die I n - terpretationskünste des Pariser Havas- büros und eine Denkschrift der französischen Ab­rüstungsabordnung hätten nur die Bedeutung eines taktischen S ch a ch z u g e s.

Wenn behauptet werde, so führt das Blatt weiter aus, daß in der Genfer Formel die deutsche Gleichberechligungsfrage in unlösbaren Zusammen­hang mit der Regelung der Sicherheitsfrage ge­bracht worden sei, so solle man doch in Frankreich nicht vergessen, daß die Sicherheit keineswegs elfte st^.izäjische Vokabel sei, sondern daß auch Deutschland vollen und gleichberech. tigten Anspruch auf Sicherheit besitze. Frankreich wird mit der beliebten herriolischen Formel:Der Pakt, nur der Pakt, nichts als der Pakt" künftig in der Wehrfrage einen sehr schweren Stand haben, denn die Welt glaube seit dem 14. Dezember nicht mehr an die absolute Heilighaltung der Verträge durch Frankreich selbst, und sie ge­stehe ihm daher auch nicht mehr de« moralischen Anspruch daraus zu, Gralshüter eines geschriebenen Rechts zu fein, als den es sich seif 12 Jahren auf. spielt. Die französische Kammer habe durch ihr Votum gegen den Schuldenverkrag unfreiwillig Deutschlands zwölfjährigen Kampf gegen die un- gleichen Verträge als berechtigt und notwendig anerkannt, und dadurch der im Gang befindlichen Entwicklung einen entscheidenden Anstoß gegeben.

Die Zahlungsverweigerung Svankve'chs

Washington, 16. Dez. Zu Beginn der heutigen Senatssitzung erklärte Senator Harrison, der eine Rede über die französische Zahlungsverweigerung geplant hatte, daß er vom Staatsdepartement eine Mitteilung erhalten habe, die es ihm angezeigt er­scheinen lasse, die Rede nicht zu halten Auch Se­nator Borah, der heute ebenfalls über die Schul­denfrage sprechen wollte, nahm von seiner Rede Ab­stand.

Wie verlautet, hofft das Staatsdepartement auf Grund einer Unterredung zwischen dem franzö­sischen Botschafter Claudel und Stimson, die gestern stattgefunden hat, daß Frankreich doch noch zahlen werde. Aus diesem Grunde will man gegenwärtig scharfe Aeußerungen im Kongreß möglichst ver­meiden.

Ein âomvvom S?

Paris, 17. Dez. Havas berichtet aus Washing­ton, daß das Staatsdepartement in der Frage der Zahlung der französischen Schulden ein Kompro­miß suche, um der französischen Oeffentlichen Mei­nung Genugtuung zu geben. Man denke an eine Lösung, daß Frankreich mit Vorbehalt zahlen und daß dies die letzte Zahlunq vor der allgemeinen Re­vision der Schulden sein soll. Ueber die Absicht des Präsidenten der Vereinigten Staaten wisse man nur, daß er die Nationen, die ihre Schulden be- zahlt haben, anders behandeln werde als die, die nicht bezahlt haben. Hoover habe feine Boff mast an den Kongreß deshalb verzögert um Frankreich Zeit zu geben doch noch zu zahlen. Die Forderung der französischen Kammer, die eine allaemeine S^ul- denkonferenz wünsche, finde im Kongreß keinen Widerhall. Der Newyorker Korrespondent des Petit Parisien" berichtet ebenfalls, daß die ameri­kanische Regierung bereit sein soll, alle ihr zu Ge­bote stehenden Mittel anzuwenden, um dem neuen französischen Kabinett die Wiederaufnahme von Verhandlungen zu erleichtern. Staatssekretär Sfim- fon habe dem französischen Botschafter gestern diese Versicherung gegeben.

Die Woche

Die seit der Beauftragung des Generals v. Schleicher mit der Regierungsbildung hin­ter uns liegenden vierzehn Tage Hatten eine Flut von Vermutungen, Hoffnungen, Befurch« tungen und Kombinationen über die Maß­nahmen der neuen Regierung entstehen lassen, daß es höchste Zeit war, mit einer program­matischen Aeußerung des neuen Regierungs­chefs herauszukommen. Während die einen davon sprachen, daß auch das Programm des Kabinetts v. Schleicher nur eine Fortsetzung der unter v. Papen schon beschlossenen und weiter angekündigten Maßnahmen sein werde, ließen die anderen erkennen, daß das neue Kabinett überraschende Maßnahmen plane. Der Kanzler v. Schleicher hatte es sorgfältig und absichtlich vermieden, mit Aeußerungen über seine Absichten vor die Oeffentlichkeit zu treten, ganz im Gegenteil zu seinem Vorgän­ger v. Papen, der großen Wert darauf legte, mit der Oeffentlichkeit in ständiger Fühlung zu bleiben. Dem neuen Kanzler sprach man die Ansicht zu, daß die Regierung umso weni­ger im Mittelpunkt von Streitigkeiten stehen werde, je sparsamer sie mit ihren Worten um­gehe. Zum Teil richtig, aber dieses Schweigen darf auch nicht zu weit getrieben werden wir erinnern daran, daß das Schweigen, das der Kanzler Brüning in der ersten Zeit seiner Amtsperiode liebte, nicht immer von Vorteil war. Zahlreiche Kombinationen, vor allem in außenpolitischer Beziehung, gingen durch die Oeffentlichkeit und schufen eine für die deut, schen Belange ungünstige Atmosphäre. Wohl handelte es sich diesmal nicht um außenpoli­tische Kombinationen, dafür spielten aber innerpolitische Gerüchte eine große Rolle und da es gegenwärtig vor allen Dingen wichtig ist, die Oeffentlichkeit zur Ruhe kommen zu lassen, war es an der Zeit, daß der Kanzler v. Schleicher aus seiner Reserve heraustrat und über seine Absichten den Schleier lüftete.

Wir sprachen von innerpolitischen Gerüch­ten. Eines dieser Gerüchte wollte von angeb­lichen Militärdiktaturplänen des Generals v. Schleicher wissen. Der Gedanke der Dikta­tur ist nicht neu. Er ist seit dem Kriege in einer verwirrten Zeit, deren Krisenerschei­nungen vielfach durchsichtig waren, in ver­schiedenen Ländern mit größerem oder ge­ringerem Erfolg Wirklichkeit geworden. Doch in Deutschland haben sich Diktaturpläne nie­mals durchsetzen können, und der Zusammen­bruch des Kapp-Putsches ist heute wie vor zwölf Jahren ein Schulbeispiel dafür, daß der­artige Experimente an den gegebenen Tat­sachen scheitern müssen. Und deshalb war es gut, daß der Kanzler o. Schleicher gleich zu Beginn seiner Programmrede, die er am Donnerstag im Rundfunk hielt, mit aller Deutlichkeit diesem Gerücht entgegentrat und damit einer Verhetzung entgeqenarbeitete, die aus ihm einenBürgerschreck" machen wollte. Er erklärte, er sei nicht gekommen, das Schwert zu bringen, sondern den Frieden. Nun wird man hier und da erwidern, daß wir uns in den Vorweihnachtstagen befinden und in diesen Tagen alljährlich die geplagten Völker mit friedlichen Aufrufen ihrer unterschiedlichen prominenten und weniger prominenten Staatsmänner überschüttet werden. Das trifft zu. Das bengalisch beleuchtete Transparent Friede auf Erden!" gehört nun einmal durch alle Kriege der Welt hindurch zu den unent­behrlichen Requisiten politischer Weihnachts­feiern. Alle Jahre wieder kommen in Hellen Scharen die Realpolitiker aller Länder und aller Sprachen und suchen ihre Völker um die Weihnachtszeit festlich zu überraschen. Sie alle empfinden im Monat Dezember plötzlich den unwiderstehlichen Trieb zu öffentlichen Friedenskundgebungen in sich. Da sie aber alle Jahre mit derselben Weihnachtsmannpose wiederkommen und das gleiche Lied singen, glauben die politischen Kindlein schon längst nicht mehr an sie und finden diesen Masten-

Dte heut se Kummer umfaßt 32 Seite«