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ZMkwoch, den 7. Dezember 1932

___________ Nr. 287

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wandert und ließ Frau und zwei Töchter in Kassel Zurück. Inzwischen erfuhr er, daß seine Frau ihm nicht die Treue hielt. Er kehrte daher im Jahre 1927 nach Kassel zurück und ließ sich scheiden. Seine beiden Töchter die damals 14 und 13 Jahre alt waren, nahm er wieder mit nach Amerika. Dort lebende Verwandte des Maschinisten erhoben qn Jahre 1930 gegen ihn Anklage wegen Blutschande. Er wurde auch zu zehn Jahren Gefängnis verur­teilt, konnte aber der Strafverbüßung dadurch ent­gehen, daß er nach Deutschland zurückkehrte. Seine älteste Tochter war inzwischen nach Kassel zu ihrer Mutter zurückgekehrt und machte der Mutter gegen­über Angaben wonach ihr Vater fid) an ihr ver­gangen hätte. Hierauf wurde wiederum Anklage, diesmal in Kassel, erhoben. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeftentlichkeit statt. Der Ange- lklagte gab an, es fei alles nicht wahr und die Be- schutdmung sei nur auf einen Racheakt seiner Ver­wandten zurückzuführen. Der Staatsanwalt bean­tragte vier Jahre Zuchthaus und acht Jahre Ehr­verlust. Das Gericht konnte sich aber noch nicht zu einem Urteil entschließen, sondern beschloß die La­dung weiterer Zeugen. Die Wiederaufnahme der Verhandlung am Montag war nur von kurzer Dauer. Das Gericht hielt den Angeklagten für schul­dig und verurteilte ihn zu drei Jabren Zuchthaus und Aberkennung der Bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren.

Ein Einbrecher zu Zuchthaus verurteilt

Darmstadt. 6 Dez. Das Bezirksschöffengericht verurteilte gestern den 32jährigen Kaminbauer Hermann Würtz aus Kaskastel bei Saarlouis wegen mehrfachen schweren und einfachen Einbruchsdieb- stahls in Tateinheit mit einem Vergehen gegen das Schußwafkengejetz zu zwei Jahren sechs Monaten Zuchthaus. Der Angeklagte hatte in der letzten Zeit Hessen und Baden sowie auch die Frankfurter Ge­gend stark beunruhigt. Auf sein Konto kommen Ein­brüche und Diebstähle in Karlsberg, Hüttenseld (Ried), Neuchardt bei Bruchsal und Viernheim bei Mannheim. Im Verlaufe der Verhandlung machte Würtz den Eindruck, als wolle er ein reelleres Ge­ständnis ablegen. Er wurde öfters merkwürdig un­ruhig, gao eigenartige Antworten, bekam Tränen in die Augen und nahm sich schließlich wieder zu­sammen. um entschieden zu bestreiten, daß er der gesuchte Eppertshäuser Mörder sei, durch den be­kanntlich der junge Müller auf der Flucht nach einem mißglückten Wirtshauseinbruch erschossen wurde.

Ein Werkspion vor Gericht

Darmstadt, 6. Dez. Der Hilfsarbeiter August Meidinger aus Eberstadt hatte sich vor dem Be­zirksschöffengericht wegen unlauteren Wettbewerbs zu verantworten und wurde wegen Vergehens in zwei Fällen gegen dieses Gesetz und wegen Unter- sschlagung zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Meidinger war früher bei der Post angestellt und wurde wegen Unterschlagung im Amt entlassen. Er ist bereits erheblich vorbestraft und verstand es trytz- dem, sich bei der Firma Röhm u. Haas in Darm­stadt eine Vertrauensstellung zu erwerben. In die­ser Position gelang es chm, einen Maschinenzubehör­teil, den die F'rma geheim zu halten wünschte, ab- zuzeichnen. Weiter brachte er Geheimkorrespondenz und Reservatanweisung an sich. Als er wegen einer Unredlichkeit entlassen wurde, hatte er bereits einen neuen Vertrag mit einer Firma in Spanien in der Tasche, ferner einen Auslandspaß und eine Fahr­karte. Nur durch Zufall kam man hinter die gan^» Geschichte, die jetzt zu seiner Verurteilung führte.

Durch den Kopf geschossen

Mainz, 6. Doz. Der in Scheidung lebende 54j übrige Kauimann August Rickrich schoß sich nachts in der Wohnung seiner Mutter mit eme.m Revolver eine Kugel in den Kopf. Die Kugel durch­schlug den Kap' an beiden Schläfenseiten. In lebens- gefäbrlich»m Zustand wurde der Lebensmüde in das städtische Krankenhaus verbracht.

Streik der Marburger Pflichtarbeiter

Marburg, 6. Dez Nachdem die Forderungen Iber Marburger Wohlfahrtserwerbslosen auf Be­willigung von Kohlen. Kartoffeln, Schutzkleidung, 20 RM Weibnachtsbeihilfe für jeden Hauptunter­stützungsempfänger und 5 RM für jedes weitere Familienmitglied von der Stadtverwaltung nicht restlos erfüllt werden konnten, haben geistern 310 Pflichtarbeiter erklärt, in den Streik zu treten und keine Arbeit zu verrichten. Den Erwerbslosen konnten Kohlen, Kleidungsstücke und Lebensmittel nur im Rahmen der Winterhilfe zugeleitet werden.

Beim Holzfahren tödlich verunglückt

Frankenberg, 6. Dez. Der Knecht Müller aus Osterfeld war in der Nähe von Somplar damit be- sckäst'gt. Aal 3 für eine Frankenberger Firma abzu- fahren. Durch den Regen war das Stangenholz glatt geworden und der Mann rutschte, als er ab- steigen wollte, um den Wagen abzubremsen, auf dem Holz aus und kam unter den Wagen zu lie­gen. Das Hinterrad ging dem jungen Mann über den Hals, so daß er auf der Stelle getötet wurde.

Aus aller Wett LevensmiiteUäden in Vevlin gevlündevi

Berlin, 6 Dez. Etwa 50 junge Burschen dran­gen gegen Geschöstsschluß in einen Fleischerladen im Norden Berlins ein und plünderten den Ver­kaufsstand. Geraubt wurden vier Schinken, 75 Würste und Speck Etwa ein Dutzend junger Burschen drangen in ein Buttergeschäft im Süd- osten der Stadt ein. Sie raubten etwa 90 Pfund Wurst und entkamen unerkannt.

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Eronwald gesteht die Ermordung seiner Frau

Berlin, 6. Dez. Der Todesfall in der Reidjen- berger Straße 116 konnte durch das Geständnis des Musikers Max Eronwald geklär» werden Danach hat Eronwald, der am Samstag angetrunken nach Hause gekommen war, mit seiner Ehefrau Elise Auseinandersetzungen wegen seines Zustandes ge­habt Frau Eronwald habe nach heftigen Vorwür- ken die Wohnung verlassen und ihre Ersparnisse in Höhe von 540 Dollar und 180 RM mitnehmen sollen. Eronwald ist, nach seinen weiteren Aus-

Kumov des Tages

Die Weigerung Amerikas, seinen Kriegsschuldnern irgendeinen Nachlaß zu ge­währen, stellt das Lausanner Abkommen in Frage. Die Gläubigermächte Deutschlands hatten seinerzeit ein geheimes Abkommen getroffen, Deutschland nur dann in der Schuldenfrage entgegenzukommen, wenn ihnen selbst ein Teil ihrer Schulden von Amerka erlassen würde.

Amerika:Ich verstehe gar nicht, warum mich alle los sein wollen, wo wir doch beinahe schon am Ziel sind." 1 (Nach einer Idee desDaily Expreß", London.

Das KewatsMi« der SaKanstSKiev

15 Prinzessinnen suchen Ehemänner . . .

Die .Lohe Pforte" und das Sultanat in der Türkei wurden am 2. November 1922 von der Nationalversammlung nach jahrhundertelangem Be­stehen für abgeschafft erklärt, uni am 17 November verließ der letzte Großsultan Mohamed Wahied-din Khan VI. fluchtartig das Land seiner Väter. Er konnte kaum sein nacktes Leben retten. Seine un­geheuren Schätze muhte er in der Türkei zurück- lassen. Hier wurden die von seinen Ahnen durch Krieg und Steuern aufgesammelten sagenhaften Reichtümer von Fachleuten geschätzt und zu Gunsten des Volkes verwertet. Mit Abfindungen hat sich das türkische Volk nicht beschäftigt. Der Sultan und seine Familie erhielten keine Mittel. Der reichste Fürst Europas wurde zum armen Manne. Seine Familie begleitete ihn in das Exil an der Riviera. Vor meh­reren Monaten konnte der Sultan eine Tochter ver­heiraten und zwar an den Thronfolger von Hai- derabad, den Sohn des reichsten der indischen Maha­radschas. Damit sind aber die Vatersorgen des ehe­maligenGroßsultans" noch nicht beseitigt, denn er besitzt noch 15 Töchter, die gleichfalls versorgt wer­den wollen. Früher, als der Thron der Kalifen noch stand, kannten die türkischen Prinzessinnen derartige Sorgen um den Mann" noch nicht. Sie waren das böchste Ziel ehrgeiziger und strebsamer Minister und Generäle aus den besten Familien und konnten die Männer wählen die ihnen .zusagten. Das ist nun vorüber, und die türkischen Prinzessinnen lernen die bitteren Seiten des Lebens und des Kampfes um das Dasein kennen. Wenn sie auch nicht darben denn der Sultan besitzt Diamanten und Geld­reserven so sind doch die Tage der Sorglosigkeit und des unbekümmerten Lebens schon lange vorü­ber. Jetzt, da sie in das reife Alter gekommen sind, sollen sie unter allen Umständenunter die Haube" kommen, denn erstens ist es in wirtschaftlicher Be­

sagen, darüber in so starke Erregung geraten, daß er blindlings mit einer Kleiderbürste zweimal auf seine Gattin eingeschlagen hat. Danach habe er Hansbindfaden aus dem Küchenspind entnommen, seine Frau damit gewürgt und dann erhängt. Seine Vorkehrungen, diese Tat zu vertuschen, waren dem Befund infolge jedoch mißlungen. Eronwald wird morgen dem Vernehmungsrichler im Polizeipräsi­dium zwecks Erlaß eines Haftbefehls zugeführt werden.

Dev *<Sifi8o** von Vavt- tvw hält seinen Wiveevnf aukvetbt

Görlitz, 6. Dez. Nachdem in der gestrigen Ver­handlung gegen den des fünffachen Giftmordes an­geklagten Just der Angeklagte plötzlich seine in der Voruntersuchung gemachten Geständnisse wider­rufen hatte, wandte sich der Vorsitzende, Landge­richtsdirektor Schwenk, nach Beginn der heutigen Sitzung zu dem Angeklagten:

Angeklagter Just, Sie hatten ja nun die heutige Nacht zum Ueberiegen; bleiben Si e bei der Art ihrer gestrigen Darstellung?"

Angeklagter: Jawohl!

Die Hauptzeugin des Vormittags ist Frau Kamps, die Schwiegermutter des Just, die Mutter der verstorbenen zwecken Frau. Am Mon­tag hat Just behauptet, seine Frau habe sich das Leben genommen. Die Zeugin sagt aus:Eines Tages erfuhr ick, daß Just meine Tochter oft sehr geschlagen hat Manchmal war es schlimm. So kam ich eines Tages in das Haus. Da faß meine Toch­ter und meinte und hatten einen Strick in der Hand. Ich schlug die Hände zusammen:Mädchen, was machst du?" Da meinte sie:Ich nehme mir das Leben. Ich halle es nicht mehr aus Er hat mir alles Geld meggenommen und ist zu einer Sitzung fortgefahren. Mir hat er nicht einmal zehn Pfennige dagelassen:. Die Frau erzählt weiter: Einmal kam ich hin zu Just, da sagte meine Toch­ter:Denke mal Mutter, ich habe eben einen Schluck Kaffee getrunken und dreimal von dem Stollen abgebissen, nun ist mir so übel". Herr Rich­

ziehung wichtig und zweitens entspricht es dem Ge­bote des Propheten. Ehelosigkeit ist bei den Moha- medanern nicht gestattet. Die türkischen Prinzessin­nen können aber nicht feben beliebigen Mann hei­raten. Er muß nicht nur Mohamedaner sein, son­dern auch Rang und Stand besitzen. An der Riviera ist die Auswahl sehr gering, denn die Anhänger Mohameds sind hier nur in sehr geringer Zahl vor­handen und besitzen wohl auch meist nicht den nötigen Stand. Als ein Maharadschasohn an die Riviera kam, war er auch schon mit einer Prin­zessin verheiratet. Wenn der Berg nicht zu Moham­med kommt, kommt Mohammed zum Berge. Die Prinzessinnen sollen jetzt in das Land der guten Partien, nach Indien fahren, wo sie hoffen können, einen Mann zu finden. Der Großkönig von Udai­pur und andere indische Maharadschas und Groß­könige haben viele Söhne, so daß sich wohl sehr schnell für die hochgeborenen Töchter des Kalifen gute Partien finden werden. Der ehemalige Groß- Sultan ist noch heute für die Fürsten Indiens eine ehrfurchtgebietende Persönlichkeit, denn er ist der Kalif trotz der Abschaffung des Kalifats, und es ist auch für dieGroßkönige", wie sich manche Fürsten mit Stolz nennen, obwohl sie gar nicht so große Könige sind, eine hohe Ehre, in verwandtschaftliche Beziehungen zu dem Kalifen zu treten. 15 Prin­zessinnen suchen Männer, und wenn sie Glück haben, werden sie sie auch finden. Sie werden dadurch wieder in die Verhältnisse kommen, in denen sie geboren worden sind, denn man weiß, daß die in= Wehen Mobar ab sch as sehr reich sind, so daß es den künftigen Gemabl nnen der indischen Prinzen an n'chts fehlen dürfte Ein Heiratsschiff soll alle Prin­zessinnen nach Jnd'en bringen zum Großangriff auf die Söhne der Maharadschas.

ter, vielleicht habe ich damals etwas Falsches ge­macht, aber ich bin hingegangen und habe den Stollen sofort in den Ofen gesteckt. Später kam Just und fragte:Wo ist der Stollen?"Im Feuer" rief ich. Am nächsten Tage kam ich wieder ins Haus, da steht doch meine Tochter vor dem Spiegel und kämmt sich die Haare.Mädel", sage ich ganz erstaunt,was machst du? Du bist schon auf?"Ich bin eben gefunb" lachte sieund wenn mir morgen wieder so ist, stehe ich wieder auf." Herr Richter, ich komme am nächsten Tag, da liegt das Mädel wieder, hat furchtbare Schmerzen im ganzen Leib und läßt sich sogar nicht einmal von seiner Mutter anfassen und schreit immer:In mir ist Feuer, mir verbrennt alles, mir verbrennt alles."

Vorsitzender:Meinen Sie, daß Ihre Tochter gern gestorben ist, daß sie sich das Leben genommen hat?"

Zeugin:Aber Herr Rickster, sie hat doch Pläne gemacht. Das war nur einmal, daß sie da von dem Selbstmord redete.

L-dlkbev Sluszeugabstuez in Staaken

Berlin, 6. Dez. Auf dem Flugplatz Staaten stürzte heute nachmittag eine Klemm- Sport- maschine aus bisher unbekannter Ursache ab. Die Führerin, ein Frl. v. Löben, erlitt so schwere Verletzungen, daß sie diesen abends erlag.

rSdlichev Wines einer iialieniftben Sllessvi«

Rom, 6. Dez. Die italienische Europafliegerin Baby Angelini, die in diesem Herbst einen Europarundflug machte und dabei auch Berlin be­rührte, ist bei Beginn ihres geplanten Afrikafluges zwischen Bengasi und Tobruk tödlich verunglückt. Baby Angelini, die anfang der 20er Jahre stand, war am 3. Dezember von Bengasi abgeflogen und wurde noch am gleichen Tage von Tobruk als ver­mißt gemeldet. Nach mehrtägigen Nachforschungen mit Flugstaffeln und einheimischen Kolonnen ist

das Flugzeug gestern in der Nähe von Uadi Helda bei Eirene aufgefunden worden. Man nimmt an, daß die Fliegerin die Richtung verloren hat Ort) Hf offenbar nach der Mittelmeerküste zurückfliegen wollte und dabei einem Motordefekt zum Opfer gefallen ist.

Haftentlassung des Geheimrats Tillich

Geh. Regierungsrat Tillich, der in die große De­visenschiebung Borchardt und Genossen verwickelt ist, wurde auf Beschluß des Amtsgerichts Berlin- Mitte gegen Stellung einer Sicherheitsleistung von 4600 RM aus der Haft entlassen.

Feuerüberfall auf einen Kraftwagen

Allenslein, 6. Dez. Der mit mehreren Personen besetzte Kraftwagen des Lehrers Spreewald aus Ortelsburg ist in der vergangenen Nacht im Ru- dauer Wald überfallen worden. Quer über die Straße war ein Baumstamm gelegt worden. Als sich der Kraftwagen bis auf etwa 20 Meter dem Hindernis genähert hatte, fielen acht Schüsse. von denen einer Spreewald in den Kopf traf. Seinen Begleitern gelang es, den Wagen sofort zu wen­den und den Verletzten in die nächste Stadt ins Krankenhaus zu bringen. Wie später feftqefteHt wurde, war vor dem Baumstamm ein Drahtsell über den Weg gespannt gewesen, das aber bereits von einem vorher durchfahrenden Kraftwagen zer­rissen worden sein muß.

GpsvinaKviOien

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In Brüssel trennten sich der schwarze Weltmeister im Bantamgewicht Al Brown und der frühere bel­gische Europameister im Leichtgewicht Henry Scillie über 10 Runden unentschieden.

Ein Zwerstunden-Mannschaftsfahren in Brüssel wurde von Schön-Buschenhagen unb Charli er- Deneef punktgleich beendet. Als Gewinner des letz­ten Spurtes wurden die Belgier zu Siegern erklärt.

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Amateur-Exweltmeister Richter-Köln gewann kn Stuttgart einen Fliegerkampf gegen seinen Lands­mann Steffes und den beiden Belgiern Dsgraeve und Arlet, die sich gegen die Deutschen nicht durch- zusetzen vermochten.

Radfahren âö*«ev GeGssase-AemtS«

In der Nacht zum Dienstag ging es wiederum sehr interessant zu. Die Kölner Rausch-Hürtgen fuhren ganz groß und lagen vorübergehend mit zwei Runden in Führung. Später konnte dann das gleichfalls sehr aktive Paar Funda-Maidorn zu den Kölnern aufschließen. Am Dienstag nachmittag wurden die beiden weit zurückliegenden Paare van Nevelle-Depauwe und Clignet-Miller aus dem Ren­nen genommen. Nach 90 Stunden hatte das Feld 2150,160 Klm. zurückgelegt. Letzter Stand des Rennens: 1. Rausch-Hürtgen 175 P.; 2. Funda- Maidorn 133 P.; 1 Runde zurück: 3 van Kempen- Pijnenburg 265 P.; 4. Richli-Broccardo 245 P.; 2 Runden zurück: 5. Brasvenning-Vroomen 88 P.; 3 Runden zurück: 6. Siegel-Thierbach 100 P.;

4 Runden zurück: 7. Vopel-Korsmeier 109 P.;

5 Runden zurück: 8. Oszmella-Schorn 185 P.:

9. Damm-Dumm 96 P.; 6 Runden zurück: 10. Zims-Perelaer 183 P.

Schieben

Kleinkaliber-Schühen-Vg. Hanau und Umgeb.

In dem Rückkampf der beiden Hanauer Vereine Ost" undAuerhahn" blieb nach beiderfeiti- aen mäßigen LeistungenAuherhahn" mit 791:775 Ringen siegreich. Die weitaus beste Einzelleistung des Kampfes erzielte Beer-Ost mit 112 Ringen. Alle anderen Schützen vonOst" blieben unter 100 Ringen. BeiAuerhahn" waren Sommer mit 105, Maisch mit 103 und Fix mit 100 Ringen die erfolgreichster Schützen. Der Rückkampf Rum­pe n h e i mR o l a n d" Hanau zeitigte auf beiden Seiten mittelmäßige Leistungen.Roland" konnte knapp mit 819:814 Ringen gewinnen. Es erzielten über 100 Ringe: Roland: Dillmann 1. 108, Barnickel 105, Hain 1. 103, Becker 103, Lamprecht 102 und Knöß 101; Rumpenheim: W. Rauch 106, Bachmann 104, Hammel 104, G. Rauch 103, Fischer 103, Kurth 102 und Heinemann 100 Ringe. Freigericht" Hanau konnte dem Tabellen­führer Mühlheim nach beiderseitigen guten Lei­stungen mit 868:858 Ringen die erste Niederlage des Jahres beibringen. Dabei wurden nachstehende gute Ergebnisse ergieß:Freigericht": Wissel 113, Wendlandt 112, Wink 109, Pläßmann und Gadhof je 108, Gäbig, Li evenbrück und Born je 106 Rmge: Mühlheim: Düringer 112, Schleich 111, Grimm 110, Duttine 108, Kaiser 107, Riebel 106, Helfrich und Kuhn je 102 Ringe.

Siener Äesffent für die Sarzbuvgev Testspiele 1933

Oberregisseur Ehrhard, der bekannte frühere Spielleiter der Dresdener Oper, ist jetzt für die Salzburger Festspiele 1933 zur Einstudierung von WagnersTristan und Isolde" gewonnen worden.