MnaurMizeiger
tM®tttetai'^m$te fiwjwviâanân ^iâbi itttb Land
General Anzeiger für^
Vanau GiadS und Land
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Mona, 95 R,psg., für den ganzen Monat RM. 1.90 ohne Trägerlohn, durch die Post bezogen monatlich RM. 1.90 ausschließlich Postzeitungsgebühren / Einzelnummer 10 jR,pfg„ Samstag 12 R-Psg. / Anzeigenpreise.- Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 JVpfg.. im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R-Pfg. ,O,sertengebühr 50 Rpsg.
«« 266
Dienstag, den
Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung oder Nachlieferung oder au, Rückzahlung desÄezugspreises. /Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. , Geschäftsstelle: Hammerstraßes / Fernsprecher 3956, 3957, 3958 / Bankkonto: Stadtsparkaffe Hanau / Postscheckkonto: 26659 Frankfurt a. M.
15. November
1638
Sranßreichs „b-nKruVtiver Olan
Nicht materielle Abrüstung, sondern Erweiterung der vevtvasttOeu Sicherungen
Äusgaugsvunkt
Neuan-lage des Genfer NeotokoAS von 1624
ll
Äf ««9» $®M5#6j4iw
* Reichskanzler v. Papen stattete gestern dem sächsischen St»atsministerium einen Besuch ab. Abends fand ein Presseempfang statt, wobei der Kanzler eine Ansprache hielt. Er betonte, daß er voll und ganz auf föderalistischer Grundlage stehe. Die Mitarbeiter der Länder an der Reichsreform sei
selbstverständlich.
*
Reichskanzler v. Papen hat dem Botschafter a. D. Graf Bernstorff zur Vollendung des 70. Lebensjahres namens der Reichsregierung die herzlichsten 6 Glückwünsche telegraphisch übermittelt.
* Das preußische Staatsministerium hat be- . schlossen. Gerhard Hauptmann die Goldene Staats- medaille zu verleihen.
iß
Gestern unterzeichnete als Vertreter des badischen Staates Staatspräsident Dr. Schmitt, Kultusminister Dr. Baumgartner und Finanzminister Dr. Mattes und als Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche der Kirchenpräsident D. Wuerth und Oberkirchenrat D. Friedrich das Vertragswert mit der evangelischen Kirche, das alsbald dem Landtag bzw. der Evangelischen Landessynode zur endgültigen Beschlußfassung zugeleitet wird.
Per neue deutsche Botschafter Köster ist gestern nachmittag in Paris eingetroffen.
Der stellvertretende Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Gewerkschastsbundes und sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Hermann Müller- Lichtenberg ist gestern abend im Alter von 64 Jahren gestorben. Der Verstorbene war auch Mitglied des Verwaltungsrates des Internationalen Arbeitsamtes und des Wirtschaftsrates des Völkerbünde.
Die deutsch-schwedischen Handelvertragsverhand- _ langen nehmen heute ihren Anfang im schwedischen Ministerium des Aeußeren. Mitglieder der deutschen ' Delegation, die schon in Stockhohlm eingetroffen ! sind, sind Geheimrat Waldeck vom Reichswirt- schaftsministerium und Regierungsrat Ratte vom Reichsernährungsministerium.
Der Verwaltungsvat der BIZ, über dessen Beschlußfassung betreffend Verlängerung des Reichsbankkredites von 50 Millionen Dollar mir im Handelsteil berichten, befaßte sich in seiner gestrigen- Sitzung auch mit der Finanzlage Oesterreichs und Ungarns. Bezüglich einer von Oesterreich an® gestrebten Anleihe unter Beteiligung der BIZ bzw. iinter Führung dieser Bank soll sich der Verwaltungsrat in seiner nächsten Sitzung am 12. Dezember schlüssig werden, nachdem ein von dem
allgemeinen Abmachung, die für alle Mächte die «... . ,. ^ ... Verpflichtungen zur Beschränkung, Herabsetzung und
belgischen Delegierten Frere eingereid)ter Bericht ^onfro[[e ^er Rüstungen definieren werde,' eine hierüber geprüft sein wird. Reorganisierung für Europa vorsehen
* I werde, die geeignet wäre, in Europa das Problem
Das englische Unterhaus billigte gestern mit, 202 der Herabsetzung der Rüstungen sowohl von seiner politischen wie von seiner technischen Seite aus zu
gegen 42 Stimmen die am 21. Oktober vom Schatzamt verfügte und ab 25. Oktober gültige Verlängerung der bisherigen Eisen- und Stahlzölle auf zwei
Jahre.
* Ein holländischer 15 000-Tonnen-Dampfer ist in Amsterdam ausgebrannt.
*
Gestern abend starb im Kantonhospital der 37 Jahre alte Lehrer Rettaz, der bei den Genfer? Unruhen am 9. November in Genf erhalten hatte. Damit steigt die Todesopfer der Unruhen auf 13.
einen Kopfschuß
Gesamtzahl der
der Demobilisie- Das Regiment
Für das Genfer Regiment ist rungsbefehl in Genf eingetroffen, mit Ausnahme einer Kompagnie ist gestern nach 17 Uhr entlassen worden. Das Walliser Bataillon bleibt zur Verfügung des Platzkommandanten in Genf. Der waadtländische Staatsrat in Lausanne hat gestern die Demobilisierung des Kavallerieregl- ments Nr. 6 beschlossen. Das Regiment ist noch gestern mittag entlassen worden. Das Regiment Nr. 1 und das Bataillon Nr. 4 bleiben in Alarm
Bereitschaft
Die Lausanner Polizei hat die Untersuchung gegen die Attentäter fortgesetzt und etwa 20 Verhaftungen vorgenommen. Anscheinend war die Bombe dazu bestimmt, gegen den Feuerwehrposten zu wirken, der unmittelbar neben dem Rathaus stationiert ist und der am Freitag abend mit der Spritze gegen Sie Demonstranten vorgegangen war.
Die Todesopfer bei dem gestern gemeldeten Hauseinsturz in Warschau haben sich um drei auf 21 erhöht.
•) Näheres siehe politischen TeA
Sn Gent üSeveeèOi
Genf, 14. Nov. Der französische Delegierte auf der Abrüstungskonferenz Massigst hat heute nachmittag in der Abrüstungsabteilung des Völkerbundssekrelariats den französischen Abrüstungs- und Sicherheitsplan überreicht. Das Schriftstück umfaßt acht Foliodruckseiten.
Havas veröffentlicht einen amtlichen, aber die Einzelheiten noch nicht aufklärenden Auszug des französischen Abrüstungsmemorandums. Es wird betont, daß der Plan nicht an die Stelle früherer Vorschläge anderer Delegationen, namentlich an Stelle des Hoovervorschlages treten solle.
Es sei immer deutlicher geworden, daß die Herabsetzung der Rüstungen unter den im Artikel 8 des Völkerbundsstatutes vorgesehenen Bedingungen nicht erhofft werden könne, denn man muß auf die besonderen Situationen eines jeden Staates Rücksicht nehmen und insbesondere auf das Bestreben der Regierungen, diese Herabsetzung mit den bestehenden oder noch zu schaffenden Sicherheitsbedingungen zu verbinden.
Entsprechend der Anregung des amerikanischen Präsidenten sei ein wesentliches Ziel der Abrüstungskonferenz die Verstärkung der Verteidigung durch Herabsetzung der Angriffskräfte. Verschiedene Vorschläge, namentlich der von Sir John Simon, hätten die Bedeutung dieser qualitativen Abrüstung auf das Material beschränkt, und es sei n i ch t gelungen, zwischen den ausgesprochen offensiven und den nrchtoffensivcn Materialien eine Unterscheidung zu machen In der Frage der Effektivbestände sei man auf die gleiche Unmöglichkeit gestoßen, ein gemeinsames Maß für die verschiedenen militärischen Organisationen zu finden.
Frankreich schlage also vor, eine Gesamtlösung ins Ange zu fassen dadurch, daß man etappenweise die Form einer militärischen Organisation suche und verwirkliche, die unter den gegebenen politischen und technischen Umständen, die für jede Gegend einen besonderen Charakter trügen, eine Angriffspolitik erschweren würde. Nur auf diesem Wege glaube Frankreich eine gerechte Lösung für die deutsche Forderung nach Gleichberechtigung durch die allmähliche Angleichung der Wililärstatuten an einen Verteidigungstyp und durch die gleiche Beteiligung an den Lasten und Vorteilen der „gemeinsamen Aktion", die im Völker- bundsstalut vorgesehen sei, finden zu können, wobei jeder Gedanke an eine Aufrüstung übrigens ausgefchallel fei.
Auf Grund dieser verschiedenen Erwägungen lege die französische Delegation eine Gesamtheit von Vorschlägen vor, damit vorbehaltlich der
lösen.
Das französische Memorandum spreche die Hoffnung aus, daß die Mächte, die an diesen Abmachungen nicht teilnehmen werden, deren Durchführung doch ermöglichen werden, indem sie sich bereitfinden, den Garantien aus den sie schon bindenden Pakten ihre volle Wirkung zu verleihen: Kellogg-Antikriegspakt und Völkerbündsstatut. Ohne diese Voraussetzung würde der vorliegende Plan undurchführbar sein
Unter Berufung auf die Erklärung Stim - sons , daß kein Unterzeichner des Kellogg- Antikriegspaktes gegenüber einem Angreifer neutral bleiben könne, habe das erste Kapitel des französischen Vorschlages im wesentlichen zum Zweck, dielen Grundsatz durch alle Mächte bestätigen und präzisieren zu lassen. Die Mächte müßten insbesondere im Falle eines Verstoßes gegen den Antikriegspakt ihre wirtschaftlichen und finanziellen V->- ziehunaen zu dem Anqreiferstaat abbrechen. Alle vertragschließenden Teile müßten dem allgemeinen Schiedsgerichtspakt beitreten. Falls einer der vertragschließenden Parteien sich weigern würde, sich den Methoden der friedlichen Regelung zu beugen könnte der andere vertragschließende Teil den Völkerbundsrat damit befassen, der mit Stimmen Mehrheit über die zu treffenden Maßnahmen zu beschließen hätte Die vertragschließenden Teile würden zur Durchführung dieler Entscheidung Hilfe leisten
Die Heere der vertragschließenden Teile, heißt es in dem Plan weiter, werden allmählich a u f den einheitlichen Typ eines nationalen Heeres mit kurzfristiger Dienstzeit und beschränktem Effek- t i v b e s t a n d gebracht. Um die Gleichheit in der Verteidigung zu gewährleisten, wird fest-
gesehk, daß bei der Abschaffung der Efsekliv- bestände gemäß Artikel 8 des Völkerbunds- statuts die besonderen Bedingungen eines jeden Staates berücksichtigt werden, so namentlich „die Ungleichheit und Verschiedenheit der Re- krutierungsquellen". Ebenso werde die militärische Ausbildung berücksichtigt werden müssen, die den politischen Verbänden erteilt werde, ferner die Bedeutung der Polizei. Diese -Rationalheere würden kein starkes mobiles Material besitzen.
Was die e r st e Hilfe zugunsten eines vertragsschließenden Staates betrifft so sehe man die Spezialisierung beschränkter Elemente vor (Truppenkontingente, welche eine mehr oder weniger lange Dienstzeit absolvieren und mit Materialien aus gestattet sein würden, die den Nationalheeren verboten seien). Diese Elemente würden dem Völkerbund zur Verfügung gestellt und stünden bereit, beim ersten Appell in Tätigkeit zu treten. Weitere Bestimmungen beträfen die unter der Kontrolle des Völkerbunds in jedem Staat vorzunehmende Aufstapelung von mobilen Kriegsmaterialien (bas dem angegriffenen Staat .zur Verfügung gestellt merken. würde), also eines Materials, dessen Aufbewahrung durch das allgemeine Abkommen erlaubt, das aber den na= tionalen Streitkräften mit kurzfristiger Dienstzeit verboten fein würde; ferner die allmähliche Vereinheitlichung der Kriegsmaterialien,-deren Herstellung kontrolliert würde und allmählich international organisiert werden würde, ferner die Organisierung der ständigen und regelmäßigen Kontrolle der Durchführung dieser Derpflich-
hingen zwischen den vertragsschließenden Die Durchführung dieses Programms etappenweise vor sich gehen.
Teilen, werde
Bezüglich der Flotten streikkräfke faßt der Plan für den Fall, daß den Signatarmäch- len die Möglichkeit gegeben sein soll bei Erhaltung des gegenwärtigen Relativitätskoeffizienlen die Tonnage in möglichst weitem Ausmaß herabzusetzen, den Abschluß eines Mittel- meerpaktes unter den interessierten Staaten ins Auge, der ihnen ausreichende Garan- lien für gegenseitigen Beistand geben würde.
Bezüglich der R ü st u n g e n zur Luft schlägt die französische Delegation den Abschluß eines Abkommens zwischen allen über Flugzeuge verfügenden europäischen Staaten vor zwecks Schaffung der „europäischen Lufitransport- union". Ebenso tritt es für die Schaffung — wenigstens in Europa — einer internationalen Luftstreitmacht ein. deren Personal aus Freiwilligen der verschiedenen Nationalitäten nach einem noch zu bestimmenden Kontingentierungsschlüssel rekrutiert werden würde.
*
Soweit der uns heute früh vorliegende amtliche Auszug des französischen Abrüstungsmemorandums. Es wäre leichtfertig, sofort nach einer kurzen, deshalb notwendigerweise etwas oberflächlichen Prüfung eine endgültige Meinung abzugeben. Dennoch muß schon jetzt gesagt werden, daß der Plan sich nicht durch die großzügige Klarheit wie derjenigen Hoovers auszeichnet. Er nimmt nicht die materielle Abrüstung, die mir als notwendig erachten, sondern die Erwartung der vertraglichen Sicherungen zum Ausgangspunkt, und er bedeutet deshalb nichts anders als eine Neuauflage des Genfer Protokolls vom Jahre 1924. Deutschland dürfte daher kaum das einzige Land fein, das diesen französischen Plan für unausführbar erklären wird. Aber mir hoffen auch, daß die Aussprache fortgesetzt wird und daß vor allem die Engländer mit ihren Vorschlägen den europäischen Notwendigkeiten besser Rechnung tragen werden.
tlnausf-bvbav
Die „Boss. Ztg." bezeichnet als das Gesamt- Charakteristikum neben der Verquickungen von Problemen, die auf ganz verschiedenen Ebenen liegen die mangelnde Durchsichtigkeit des Wortlautes des französischen Abrüstungsplanes. Der Plan laufe Gefahr, von weiten Teilen des deutschen Volkes abgelehnt zu werden, wenn nicht die gerechte Lösung für die deutsche Forderung nach Gleichberechtigung von französischer Seite (Fortsetzung auf Sette 2)
Die Lehre« der Genfer Unruhen
(Genfer Brief)
Genf hat aufregende Tage hinter sich. Hinter sich? Niemand vermag zu sagen, ob die Unruhen, die sich in der Völkerbundsstadt in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche ereigneten, wirklich ganz der Vergangenheit gehören. Ein aufmerksamer Beobachter muß die Befürchtung hegen, daß die einmal in der ganzen Schweiz geschaffene Erregung sich nicht ohne weiteres legen wird. Und dabei hat Genf seine internationalen Pflichten zu erfüllen! Schon in wenigen Tagen beginnt dort die außerordentliche Tagung des Völkerbund- rats. Sie war ursprünglich auf den 14 November festgesetzt, wurde aber, noch lange vor den Genfer Unruhen, um eine Woche verschoben. Nun steht die Ankunft der einzelnen Delegationen unmittelbar bevor. Werden die Tagungsteilnehmer auch diesmal der gewohnten Gastfreundlichkeit begegnen? Man will es hoffen.
Das, was in Genf geschah, war zweifelsohne eine Tragödie, aber auch die tragischsten Ereignisse haben, so ist nun einmal die Welt, ihre heitere oder sagen wir genauer, fast heitere Seite. So vernimmt man nicht ohne Schmunzeln, daß die Abrüstungskonferenz, deren Ausschüsse nach wie vor einen Fleiß sondergleichen entwickeln, neuerdings unter Militärschutz ihre Arbeiten führen mußte. Abrüstungskonferenz unter militärischer Bewachung, das ist der neueste Witz der Zeitgeschichte. Da hat sicherlich mancher „Abrüstler", als er beklommenen Herzens ins Völkerbundsgebäude schritt, ein Dankgebet zum lieben Gott gesandt, daß die Schweiz noch nicht bis auf den letzten Mann abgerüstet hat . . .
Das schweizerische Militär — man spricht viel von ihm in diesen Tagen. Bei ihm lag ja die Entscheidung über den Anfang den Gang und das Ende der Unruhen. Sie begannen mit der Entwaffnung der Truppen durch die Genfer Bevölkerung, als diese Truppen sich anschickten, die antisozialistische Versammlung des Herrn Georges Oltramare zu schützen. Ohne Warnungszeichen — nach den letzten Feststellungen wurde kein Warnungszeichen an die Bevölkerung abgegeben — trat das Maschinengewehr in Aktion. Eines seiner ersten Opfer war der Vater eines Rekruten. Er war gekommen, um feinen Sohn zu begrüßen und es war die Kompagnie, zu der der Sohn gehörte, die das mörderische Maschinengewehr in Betrieb setzte.
Diese Einzelheit ist sehr beachtenswert. Denn sie trug viel dazu bei, die Stimmung der Genfer Truppen nach einer bestimmten Richtung hin festmlegen. Diese Stimmung — muß dies verheimlicht werden? — steht mit den Erfordernissen der Disziplin einigermassen im Widerspruch. Um es klipp und klar zu sagen: die Genfer Truppen erwiesen sich als unzuverlässig. Dies zeigte sich ganz deutlich bereits am Samstag, dem 12. November, dem Streiktage und dem Tage der Beerdigung der Opfer der Unruhen. Die Bevölkerung nahm nicht nur gegen die Soldaten Stellung, sie beschimpfte sie nicht nur — die Frauen waren in dieser Hinsicht den Männern voran, was auf die Soldaten großen Eindruck machte —, sondern sie versuchte auch, sich mit dem Militär zu verbrüdern. Diese Bemühungen waren in einzelnen Fällen erfolgreich. Er spielten sich Verbrüderungsszenen ab, die an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig ließen. Und als der Kommandant in Genf Lederrey am Nachmittag die Genfer Bataillone 7, 10, 13 und 103 versammelte und eine Ansprache an sie zu halten begann, schrie ein Soldat ihm „Mörder!" ins Gesicht. Später, so auch am Sonntag, mußten mehrere Soldaten wegen Gehör- samsverweiaerung verhaftet werden.
Diese Vorkommnisse haben die Schweizer Behörden alarmiert. Die Schweiz ist ein friedliches Land, und der Schweizer Staat ein wohlgeordneter Staat, wenn er sich aber auf