HanauMnzeiger
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Reichspräsident von Hindenburg empfing gestern den Vorsitzenden des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, Dr. Krupp von Bohlen und Halbach Ferner empfing der Reichspräsident den neu ernannten Chef des Protokolls. Grafen Bassewltz.
Reichspräsident von Hindenburg hat vor etwa einer Woche einen leichten Unfall erlitten, er glitt nämlich auf dem Boden seines Arbeitszimmers aus. Wie die Regierung mitteilen läßt, hat der Sturz des Reichspräsidenten keinerlei Schaden verursacht. Er habe seine Arbeit keinen Augenblick deswegen unterbrochen. Die Regierung kommt auf s, den Vorgang nur deshalb zurück, weil in amerikanischen Blättern in übertriebener Form von ihm - berichtet wurde. $
* Die Reichsbahn hat nunmchr die Verhandlungen über die Finanzierung ihres Llrbsitsbe- schafsungsprogramms von 280 Millionen RM beendet. Dieses Programm beruht darauf, daß der Reichsbahn rund 180 Millionen RM Steuergut- scheine aus der Beförderungssteuer zur Verfügung I stehen, und daß für weitere 100 Millionen RM ihr eigener Kredit eingespannt werden soll.
5ur Ausführung her Bestimmungen der Verordnung vom 4. September 1932 über die Einschränkung der Personalausgaben bei subventionierten Unternehmen sind ergänzende und erläuternde Bestimmungen in Vorbereitung, über die die Reichsregierung nach Abschluß der erforderlichen Verhandlungen unter den beteiligten Ressorts und mit den Ländern Beschluß fassen wird. Die bisher über den angeblichen Inhalt erschienenen Pressenachrichten entbehren jeder Grundlage.
Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist auf seiner Rückfahrt von Pernambuco gestern um 21.43 Uhr unter Führung von Dr. Eckener in Friedrichshafen glatt gelandet. An Bord befanden sich 14 Passagiere.
Der Sächsische Landtag nahm gestern einen sozialdemokratischen Antrag an, in dem die sächsische Regierung aufgefordert wird, gegen die Pläne der Reichsregierung über eine Reform der Verfassung Protest einzulegen. Ferner wurde ein anderer sozialdemokratischer Antrag angenommen, wonach Sachsen im Reichsrat gegen alle verfassungsandern- den Gesetzesanträge stimmen soll.
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* Im Klepper-Untersuchungsausschuß wurde der Fall der „Kölnischen Volkszeitung" behandelt, wobei Konsul Maus und der Reichskanzler als Zeugen vernommen wurden.
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Das technische Abkommen zwischen der Deutschnationalen Volkspartei und der Deutschen Volkspartei über die Reichsliste ist für die Wahlen vom , 6. November unverändert erneuert worden.
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Wie der Pester Lloyd meldet, ist der zum Botschafter in Rom ernannte bisherige deutsche Gesandte in Belgrad von Hassell vom König Alexander in einer Abschiedsaudienz empfangen worden. Er begibt sich bereits heute auf seinen neuen Posten noch Rom. Die jugoslawische Presse widmet dem scheidenden deutschen Gesandten Worte aufrichtiger Anerkennung für die Art und Weise, wie er die deutschen Interessen in Belgrad vertrat, die ihm die ungeteilten Sympathien aller Gesellschaftskreise sicherte.
* Gestern vormittag fand in der Veste Coburg die standesamtliche Trauung des Prinzen Gustav Adolf von Schweden mit der Prinzessin Sybille von Sachsen-Coburg und Gotha statt.
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Der englische Innenminister Sir John Gilmour erklärte gestern im Unterhaus, daß die Demonstrationen von einer kommunistischen Organisation veranstaltet worden seien. Es habe sich dabei um planmäßig vorbereitete Ausschreitungen gehandelt, da man bei mehreren der 40 Verhafteten Steine und andere Wurfgeschosse gefunden habe. Die Polizei habe trotz schwerster Provokationen größte Zurückhaltung an den Tag gelegt. Die Verhafteten seien bereits heute dem Polizeirichter vorgeführt worden.
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Die Boykott-Propaganda gegen englische Textilwaren wurde auf Veranlassung der indischen Nationalisten eingestellt. Diese Maßnahme ist die Folge einer Vereinbarung, die zwischen den englischen und indischen Baumwollmacklern in Bombay abgeschlossen worden ist
*) Näheres siehe politischen Tett.
Es sprachen Schmrdt-Samwvev «ud Gteusv-Massel ewevsetts «nd Dr. Goebbels andererseits
Dev »Redekamps*'
Berlin, 20. Off. Bor etwa 4000 Personen kam es gestern in dem polizeilich geschlossenen Saal der „Neuen Welt" zu dem von den Nationalsozialisten angeregten „Redekampf" zwischen den Deutschnationalen Abgeordneten Schmidt-Hannover und Steuer-Kassel einerseits und dem Berliner Gauleiter der Nationalsozialisten. Dr. Goebbels, andererseits.
Die Versammlung mußte schon eine Stunde vor Beginn polizeilich geschlossen werden. In der Hasenheide waren Tausende von Menschen versammelt, und trotz Einsatz aller verfügbaren polizeilichen Kräfte war es unmöglich, die Menschenmassen abzudrängen, Zeitweise stockte der ganze Fuhrwerksverkehr. Gegen 19.30 Uhr war die Menge so stark angewachsen, daß die Polizei noch einige Hundertschaften einsetzen mußte.
Vor der Bühne hatte ein größeres Aufgebot der Kampfgemeinschaft deutschnationaler Jugend Aufstellung genommen. Desgleichen sah man einen größeren Trupp SA.-Leute in Uniform. Kurz nach 20 Uhr erschien dann, von seinen Anhängern mit minutenlangen Heilrufen begrüßt, Dr. Goebbels. Die Deutschnationalen verhielten sich beim Erscheinen des Diskussionsredners durchaus ruhig.
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Nachdem der Saalschutz soweit wie möglich in dem großen Raum Ordnung geschaffen hatte, eröffnete Stabtrat Steinhoff die Versammlung. Cs sprach dann zunächst der deutschnationale Abgeordnete Schmidt- Hannover. Der Stoß im neuen Reiche richte sich, so führte der Redner aus, nach wie vor gegen links, gegen Weimar, gegen Ver- ailles und gegen die Bolfchewisierung unseres deut- chen Vaterlandes. Die Frage sei nur, wer sich an liefern Kampf beteilige. Als der Abgeordnete auf die Dawes- und Pounganleihe zu sprechen kam, er- önte aus der Versammlung ein vielstimmiges Oho, das den Redner veranlaßte, mit erhobener Stimme zu rufen, die Deutschnationalen hätten stets gegen den Damesplan. gestanden unb seit jener Zeit sei eine Strukturwandlung innerhalb der DNVP. vor sich gegangen, wie sie jetzt den Nationalsozialisten bevorstände. Man dürfe nicht vergessen, fuhr der Redner fort, daß bei Tausenden und Aberftausenden guter Deutscher zur Zeit die Hauptsorge sei,
Me sozialen Mehrleistungen
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Berlin, 19. Otf. Reichskanzler v. Papen hat heule die angekündigte „Verordnung zur Ergänzung von Sozialleislungen" erlassen. Die Verordnung, die manche Härten früherer Notverordnungen mildern soll, ist keine Notverordnung des Reichspräsidenten, sondern lediglich eine Regierungsverordnung, die auf Grund der sozialpolitischen Ermächtigung vom 4. September erlassen werden konnte. Trotzdem glauben wir zu wissen, daß gerade der Wunsch des Reichspräsidenten nicht der letzte Anstoß zum Erlaß der Verordnung gewesen ist.
Die Verordnung zur Ergänzung von sozialen Leistungen bringt an erster Stelle eine Erhöhung der
Arbeitslosenunterstützung für den bevorstehenden Winter. Arbeitslose, die in der Zeit vom 31. Oktober 1932 bis zum 1. April 1933 oersicherungsmähige Unterstützung oder Krisenunterstützung nach den Lohnklassen I—VI mit mindestens einem Familienzuschlag beziehen, erhalten zu der Unterstützung eine wöchentliche Zulage. Die Zulage beträgt, und zwar ohne Unterscheidung nach Lohn- und Ortsklassen, für je sechs Unterstützungstage bei Arbeitslosen mit einem oder zwei zuschlagsberechtigten Angehörigen 2 RM, sie erhöht sich bei drei ober vier Angehörigen auf 3 RM und bei mehr als vier Angehörigen auf 4 RM. Arbeitslosen, die einer höheren Lohnklasse als VI angehören, erhalten die Zulage, wenn ihr bisheriger Unterstützungssatz den Satz der Klasse VI einschließlich der Zulage nicht erreicht. Als Zulage wird in diesem Falle der Unterschiedsbetrag gewährt. Besonders wichtig ist, daß die Zulage bei der Prüfung der Hilfsbedürftig- keit für die versicherungsmäßige Unterstützung außer Betracht bleibt.
Die neue Verordnung beseitigt ferner Schwierigkeiten und Härten, die sich aus der
Ortsklasseneinleilung der Notverordnung vom 14. Juni ergaben. Künftig werden alle Orte, die mehr als 50 000 Einwohner haben, der sogenannten Sonderklasse oder der OrtstlLsje A zugerechnet. Ferner: Bisher waren für
über den Parteihader hinweg die Idee von Harzburg verwirklichen zu können. Die Sorge dieser Tausende gehe auch dahin, daß die NSDAP, sich in ihren Grundanschauungen gewandelt habe. Weite Kreise des Volkes seien auch in Sorge darüber, daß auf der einen Seite die prächtigen Jungmannschaften der Nationalsozialisten auf der Straße gegen den roten Mordterror auftreten, während im Landtag die NSDAP, mit den Kommunisten stimme. Man habe das Gefühl, daß das Rot des Hakenkreuzbanners nicht mehr gebändigt wird von dem Schwarzweiß des Preußentums. Sehr erregt wandte sich dann der Redner gegen die verschiedentlich in der nationalsozialistischen Presse aufgetretene Aeußerung, daß die Deutschnationalen am 9. November 1918 in den Mauselöchern gesessen hätten. „Haben Sie denn", so erklärte der Redner mit erhobener Stimme, „kein Gefühl dafür, wie Sie Männer beleidigen, die 1918 an der Front standen? Wissen Sie nichts von dem Niederwerfen des roten Terrors an der Ruhr und von den Kämpfen in Oberschlesien? Ich bin überzeugt, daß damals auch viele in den Reihen der Kämpfer gestanden haben, die heute Nationalsozialisten sind: aber man kommt doch nicht daran vorbei, daß z. B. Mitteldeutschland von dem von Ihnen sehr übel behandelten Herrn Düsterberg gerettet worden ist.
Die Riösenfront der parlamentarischen unb außerparlamentarischen Kräfte von Harzburg hätte eine stetige nationale Reichsregierung schaffen und erhalten können. Hitler habe es statt dessen vorgezogen, hinter dem Rücken des Stahlhelms und der Deutschnationalen mit den Mittelparteien zu verhandeln mit dem Ziel einer Kabinettsbildung mit Geßler als Reichskanzler und Brüning als Außenminister. An Dr. Goebbels richtete der deutschnationale Redner die Frage, ob er die Erklärung eines nationalsozialistischen Abgeordneten „Unser Feind steht rechts!" billige und ob er es billige, daß in Eisenach von Berliner Nationalsozialisten die
die Arbeitslosenunterstützung die Orte der Klasse B in zwei Gruppen geteilt, je nachdem sie mehr als 10 000 Einwohner oder weniger haben. Jetzt fällt diese Teilung fort. In allen Orten der Klasse B beträgt die Unterstützung künftig so viel, wie sie bisher nur in den Orten mit mehr als 10 000 Einwohnern betrug.
Die Reichsregierung war im Sommer d. J. wegen der trostlosen finanziellen Lage des Versicherungsträgers zu starken Einschränkungen in der Arbeitslosenunterstützung gezwungen. Sie hat damals die harten Maßnahmen nicht vermeiden können. Sie begrüßt es, daß jetzt in gewissem Umfang die Möglichkeit geboten ist, die Leistungen zu ergänzen. Durch die neuen Maßnahmen der Reichsregierung fließen den Arbeitslosen jetzt
monatlich 10 Millionen RM mehr
zu als bisher. Die Reichsregierung beabsichtigt, in dieser Hinsicht noch mehr zu tun, sobald die finanzielle Lage es zuläßt. Die neue Verordnung enthält eine weitere Vorschrift, wonach zum Ausgleich von Härten, die sich in besonderen Fällen aus der Bemessung der Arbeitslosenunterstützung nach Ortsklassen und Gemeinde größen in der Zeit vom 31. Oktober 1932 bis zum 1. April 1933 ergeben, aus den Mitteln der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung ein Betrag bis zur Höhe von 8 Millionen RM verwendet werden kann.
In der Krankenversicherung
hat die Notverordnung vom 8. Dezember 1931 sämtliche Mehrleistungen beseitigt. Die Wiedergewährung war nur zulässig, wenn der höchste Beitrag bestimmte Grenzen (im allgemeinen 5 v. H. des Grundlohnes) nicht übersteigt. Die neue Verordnung läßt in beschränktem Umfang Mehrlei- stungen zugunsten der Angehörigen der Versicherten auch bei Ueberschreiten des Höchstsatzes wieder zu. Es soll gestattet sein, Krankenhauspflege für Familienangehörige ober einen Zuschuß anstelle der Krankenhauspflege zu gewähren, ferner das Hausgeld zu erhöhen, das bei Aufnahme eines Versicherten in das Krankenhaus für seine Familie
(Fortsetzung auf Seite 2)
schwarz-weiß-rote Fahne von der deutschnationalen Geschäftsstelle heruntergerissen und durch die Gosse gezerrt wurde. (Stürmische Pfuirufe der deutsch« nationalen Versammlungsteilnehmer.) In seinen weiteren Ausführungen verteidigte der Abgeordnete Schmidt dann die Politik Hugenbergs.
Nach minutenlangen Beifallrufen und nachdem die Kapelle das Flaggenlied gespielt hatte, erteilte der Lefter der Versammlung dem Abg. Goebbels das Wort, der vorher die Bitte ausgesprochen hatte, 45 Minuten sprechen zu können.
Dv. Goebbels
Dr. Goebbels knüpfte in seiner Rede an das Wort feines Vorredners an, es gelte, ein unwürdiges System zu liquidieren. Diese Parole sei von den Nationalsozialisten populär gemacht worden, als die Deutschnationalen noch in der Regierung saßen. Die NSDAP, habe die Absicht, das ganze Volk zu gewinnen, und wenn gefragt werde, woher das Geld für die Reklame stamme, müsse er antworten, aus den Groschen unserer Arbeitslosen und Parteige« nossen, durch die 14 Millionen deutscher Volksgenossen aufgerüttelt wurden. Auch die NSDAP, habe eine Sturkturwandlung wie die Deutschnationale Partei durchgemacht, aber sie habe sich oft von Menschen, nie aber von der Sache getrennt. Die Behauptung, daß die Nationalsozialisten den Reichspräsidenten abzusetzen geneigt gewesen feien, müsse er aufs schärfste dementieren. Die Nationalsozialisten unterstützten auch solche kommunistische Anträge, von denen sie die Ueberzeugung haben, daß sie gut finb. Sie hätten für die Aufhebung des Rotfrontkämpfer« bundsverbotes gestimmt, weil sie den Rotfrontkämpferbund im verbotenen Zustand für viel gefährlicher hielten. Der Kommunismus könne nur durch eine Weltanschauung, nicht durch ein Verbot überwunden werden. Gegen die Papen-Notverordnungen aber hätten sie sich ausgesprochen, weil sie den Aermsten die größten Opfer auferlegten.
Als dann Dr. Goebbels ausführte, daß die Nationalsozialisten mit dem Zentrum verhandelt hätten, um die Rechte des Volkes gegen die Regierung zu verteidigen, wurde er von dem aussichtsführenden Polizeioffizier unterbrochen. Dies fei der Unterschied zwischen feiner Partei und der DNVP.- führte er aus, die solche Verordnungen erläßt. Sie gäbe die Rechte der Aermsten nicht für vier Ministerposten her.
Zu den Wahlen vom 6. November äußerte Dr. Goebbels, daß der Bolschewismus mindestens um 1^ bis 2 Millionen steigen würde. Nur wenn eine wirkliche Volksbewegung ans Ruder käme, könne dem Bolschewismus Einhalt geboten werden. In der Wehrfrage habe Reichstagspräsident Goering ausländischen Pressevertretern erklärt, daß der Nationalsozialismus, wenn er noch so stark gegen die Papen-Regierung eingestellt sei, in dieser Frage nur eine Meinung habe. Zu der Frage, warum der Nationalsozialismus am 13. August nicht die Macht ergriffen habe, erklärte Dr. Goebbels, daß der Einsatz ein Aequivalent in der Macht finden müsse. Wenn Papens Politik scheitere, gehe er in den Ruhestand. Hitlers Abtreten würde die 14 Millionen Deutsche ihrer letzten Hoffnung berauben. Ein solcher Einsatz verlange die Sicherheit der Gesinnung der Führung ber. deutschen Politik.
Nach einer sehr scharfen Polemik gegen Papen schloß Dr. Goebbels seine Ausführungen unter dem tosenden Beifall der Versammlung mit dem Satze: „Wir glauben an unsere Sache und sind so unduldsam wie alle wahrhaft Gläubigen. Wir werden keine Politik machen, die den Bolschewismus konserviert. Wir wollen nicht dasselb erleben, was Spanien erleben müsse. Wir stellen das Wohl des Volkes über das Wohl der Partei. Auch er müsse sich gegen jeglichen Bruderkampf der nationalen Parteien wenden, aber nur eine Partei könne die Führung haben, und das fei die NSDAP.
Menev-âassel
Nach Dr. Goebbels sprach der deutschnationals Abgeordnete Steuer, bei dessen Rede es zu h e f- t i g e n P r o t e st a k t i o n e n der Nationalsozialisten kam. Als der Redner erklärte, er sei bereit seine Soldatenstammrolle und die seines Freundes Schmidt-Hannover auf den Tisch zu legen und dann den Abgeordneten Goebbels zu bitten, die seine daneben zu legen, erhob sich ein ungeheurer P r o t e st st u r m. Nach minutenlangem Lärm stimmten die Nationalsozialisten das Horst-Wessel- Lied an, während die Stahlhelmkapelle das Deutschlandlied anstimmte. Beim Ertönen der ersten
Öle heutige Kummer umkatzt 12 (Seiten