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Nr. 241

Donnerstag, den 13. Oktober 1932

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p er Deutsch e Ulmicher und zwei Oesterreich er, ^un im Kendsbuvaev bei den Wasserregulierungsavb eiten am Drac

LattÄfViederrsbvuOvVozetz

In dem Verfahren gegen 23 Angeklagte, größ- inteils Mitglieder der SPD. und der KPD., vor em Kieler Sondergericht, das übrigens als erstes >ondergericht die gesamten Verhandlungen wegen Gefährdung der Staatssicherheit unter Ausschluß er Oeffentlichkeit führte, wurden fünf Angeklagte regen schweren Landfriedensbruch zu Gefängnis- wafen von 14 bis 18 Monaten verurteilt und fo= ort in Haft genommen. Elf Angeklagte wurden zu Strafen zwischen vier und zehn Monaten Gefäng­nis verurteilt, sieben Angeklagte wurden freigespro- hen. Es handelt sich um den Ueberfall auf Nâtional- ozialisten am 10. Januar, bei denen ein SA.-Mann etötet wurde.

v. Gronau fordert Ersatzteil an

Berlin, 12. Okt. In einer hier eingetroffenen Reibung aus Rangun teilt v. Gronau mit, daß die Reparatur an dem defekten Motor von geringerem Ausmaß sei, als man bisher angenommen hatte; er littet, ihm über eine niederländische Linie eine lèue Wasserpumpe zu senden. Sobald v. Gronau fiesen Ersatzteil erhalten hat, will er seinen Weiter­lug antreten.

Staatsanwaltschaft beschlagnahmt Bilder wegen Verächtlichmachung der Kirche

Berlin, 12. Okt. Bei der im vorigen Jahre im Schloß Bellevue abgehaltenen Großen Berliner Kunstausstellung hatte auch derBund revolutio­närer Künstler" eine große Anzahl von Bildern ausgestellt. Dieser Künstlerbund hatte sich jedoch nicht an die mit der Ausstellungsleitung getroffe­nen Vereinbarungen gehalten. Es kam daraufhin zu Auseinandersetzungen und die Ausstellungslei­tung entfernte über 40 Bilder dieser Künstler. Der Bund zog feine ganzen Ausstellungsobjekte zurück und eröffnete jetzt als Gegendemonstration gegen dieses Vorgehen der Ausstellungsleitung eine eigene Ausstellung. Unter den Bildern befinden sich jedoch zwei, in denen eine Verächtlichmachung der Kirche erblickt wird. Die Statsanwaltschaft hat nun ein Verfahren eingeleitet und die Bilder beschlagnah­men lassen.

Haftentlassung von G. L. Lahusen

Bremen, 12. Okt. Das Oberlandesgericht in Ham­burg entschied heute als Beschwerdeinstanz dahin, daß G. Carl Lahusen, das frühere Dorstandsmit- glied der Nordiwolle, gegen Bürgschaftsleistung von 1 Million RM aus der Haft zu entlassen sei. Diese Bürgschaft ist in Bremen ausgebracht worden, so daß G. Earl Lahusen noch am Mittwoch das Unter­suchungsgefängnis, in dem er nahezu 15 Monate (seit 17. Juli 1931) zu geb rächt hat, verlassen kann.

Drei Tote bei einem Arbeitsunfall in Grenoble

Grenoble, 12. Okt. Ein Arbeitsunfall hat hier >r:z Todesopfer gefordert. Drei Arbeiter, und zwar

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schäftigt waren, wurden von einer mit Zement be­ladenen Laufkatze, deren Kabelführung riß und die daraufhin abstürzte getötet.

Ein drittes Opfer der Bochumer Familientragödie

Bochum, 13. Okt. Die furchtbare Auseinander­setzung in der Familie eines hiesigen Kaufmanns, der am Montag fein Kind und sich selbst erschoß, hat nunmehr ein drittes Opfer gefordert. Die Ehe­frau, die ihr Mann durch einen Schuß, sowie durch Schläge mit einer Bierflasche schwer verletzt hatte, lilft im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen.

Der Giftmord in Klein-Partwitz Ein fünfter Mord

Görlitz, 12. Okt. Der däs vierfachen Giftmor- des überführte Schuhmacher Eduard Just hat heute vor der Breslauer Mordkommission das Geständnis abgelegt, auch seine zweite am 27. Januar 1930 verstorbene Ehefrau Emma Just geb. Kamps mit Arsenik vergiftet zu haben.

Der Briefträgermord bei Kobelnick (Kreis Neumarkt) aufgeklärt

Neumarkt, 11. Okt. Der am 1. Oktober d. I. bei Kobelnick (Kreis Neumarkt) verübte Mord an dem Landbriefträger Barm ist aufgeklärt worden. Der unter dringendem Tatverdacht festgenommene Paul Franz hat jetzt ein umfassendes G e - st ä n d n i s abgelegt. Er hat Barm aus ,etwa 50 Meter Entfernung aus einem Hinterhalt im Walde mit einem Militärgewehr erschossen. Er will aus Rache gehandelt haben. Sein Bruder Heinrich ist wegen Verdachts der Begünstigung sestgenommen worden.

Schreckenstat mandschurischer Banditen

E h a r b i n, 12. Okt. Vier Räuber versuchten heute, die drei Kinder einer Frau Woodruff, einer Engländerin, zu entführen. Die Mutter, die sich den Räubern enlgegenstellte, wurde von ihnen er­mordet. Zwei Russen, die die Entführer verfolgten, wurden von ihnen angegriffen und schwer verletzt. Zwei der Räuber wurden von chinesischen Polizei- beamten getötet. Die Kinder konnten unverletzt zu­rückgebracht werden.

Die SibirZakoff-Expedilion geglückt

Moskau, 11. Okt. Der Leiter der Expedition des EisbrechersSibirjakoff" Schmidt meldet, daß die Expedition die von der Sowjetregierung gestellten Aufgaben erfüllt habe. Zum ersten Male ist es einer Expedition geglückt, längs der Nordküfte der Sowjetunion, ohne zu überwintern, aus dem Wei­ßen Meer in den Stillen Ozean zu gelangen. Trotz der Havarie, die der Eisbrecher infolge des beharr­lichen Kampfes gegen die Elementen unterwes er­litten hat, erreichte er mit Segeln die Beringstraße.

Erfolgloser Versuch zur lleberfliegung der Alpen im Segelflugzeug

München, 12. Okt. Der Versuch des Darmstädter Segelfliegers Ing. Riedl, am Mittwoch auf fei­nemRhönadler" die Alpen zu überqueren und im weiteren Verlauf das Endziel feiner zweiten Etappe auf dem Flug München Mailand die Stadt Trient zu erreichen, blieb er =

fDIglos. Als der Segler im Schlepptau der Klemm-Maschine des Piloten Balleis Steinach am Brenner in einer relativen Höhe von 1500 Metern erreicht hatte, erhob sich ein starker Föhnsturm, der die beiden Flugzeuge zur Umkehr zwang. Ing. Riedl hakte sich in der Sturmzone vom Schlepptau des Flugzeuges los und flog selbständig aus der Ge­fahrenzone heraus. Er landete schließlich glatt auf dem Innsbrucker Flughafen, kurz danach auch die Klemm-Maschine. Die kühnen Versuche des Segel­fliegers werden bei günstigem Wetter wiederholt.

Der Zwickel im Wandel der Zeilen

In den Phavusfälen in Berlin veranstaltete gestern eine kommunistische Frauenzeitschrift einen lustigen Frauennachmittaa unter dem Motto: Der Zwickel im Wandel der Zeiten. Die Veranstaltung wurde, nachdem zwei Stunden mit verschiedenen Vorführungen und Darbietungen ohne Zwischen­fall vergangen waren, bei der Rede der Leiterin aufgelöst. Anlaß zu dieser Maßnahme soll die Tat­sache gegeben haben, daß auf diesem heitern Frauennachmittag, der nicht als politische Veran­staltung gemeldet war, nicht nur über den an sich unpolitischen Zwickel, sondern auch über politische Dinge geredet wurde.

Ruttd-unk-Pvosvamm

Donnerstag, den 13. Oktober

6: Wettermeldung. Anschl.: Morgengymnastik. 7: Wetterbericht, Nachrichten. Anschl.: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 14: Nachrichten u. Werbekonzert. 15.30: Stunde der Jugend. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: Zeitfragen. 18.50:Wirtschaftserneuerung von der Währungsseite", Vortrag. 19.20:Neues aus aller Welt". 19.30 Unterhaltungskonzert. 20.30: Liedstunde. 21: Die großen Redner: I. Civero. 21.30: Chöre mit Orchester. 22.20: Nachrichten.

So« bee Mnsbübne.

Modernes Thealer.Das Lied einer Nach t."Jan Kiepura singt", das ist die Quint­essenz dieses Films, denn allein um die Stimme dieses Tenors herum wurde er geschrieben. Noch nie klang im Tonfilm ein Tenor so strahlend, so rein, so mitreißend wie hier. Wenn Kiepura die Arien eines Bohème, Rigoletto und Traoiata singt, dann ist man mitgerissen, fasziniert wie im Theater! Das sind wahre Glanzstücke dieses Filmstreifens, der aber auch sonst Qualitäten zeigt. Eine beson­dere Handlung von einem Tenor, der vor seinem Ruhm und seiner Managerin flieht und in der Schweiz am Luganersee, von dem ein paar sehens­werte Aufnahmen gezeigt werden, Ruhe und Er­holung sucht. Hier hat er ein Erlebnis mit einem hübschen Backfisch, einem Heiratsschwindler und sonst noch allerlei Leuten. Sein Tenor rettet ihn allein vor Verwechslung und Gefängnis. Kiepura, im Spiel etwas nüchtern, schwelgt in höchsten Tönen. Ein sehr geschicktes Ensemble mit Marga Lion, Magda Schneider, Fritz Schulz und Otto Wallburg macht den Film zu einem lustigen und unterhaltsamen Publikumsstück, das viel Erfolg haben dürfte. Ein gutes Beiprogramm vervoll­ständigt den Abend.

Veverue, Sevsammlungeu

Gesangverein der Johanneskirche. Heute abend Singstunde für Sopran und Alt. 565

Turngemeinde 1837 (Spieler). Morgen abend 8.30 Uhr wichtige Spielersitzung, vollzähliges Er­scheinen Pflicht.

Turn- und Fechl-Llub. Freitag abend 8.30 Uhr Beginn des Hallentrainings für Spieler und Lei^t= atmeten. . m â Schlesierverein. Heute abend 8.30 Uhr Monats­versammlung im Mohr. Vortrag Betschler. 987 Turn- und Sportvereinigung 1860 L. v. (Wan­derabteilung). Abmarsch zur 8. Wanderung am Sonntag, 16. Oktober, 1 Uhr, Eigenheim. 988

Städtische Vekamutmachuuse«

Ueber die Erteilung von Stimmscheinen (Wahl­scheinen) für die am' 6. November 1932 statt­findende Reichstagswahl bestehen folgende Bestim­mungen: - . , .

Einen Stimmschein (Wahlschein) erhalt aus

1.

Antrag:

ein Stimmberechtigter, der in die Stimmliste (Wahlkartei) der Stadt Hanau eingetragen ist, a) wenn er sich am Abstimmungstage während der Abstimmungszeit aus zwingenden Grün­den außerhalb Hanaus aufhält;

b) wenn er nach Ablauf der _ Einspruchsfrist seine Wohnung außerhalb Hanaus verlegt;

c) wenn er infolge eines körperlichen Leidens oder Gebrechens in seiner Bewegungsfreiheit behindert ist und durch den Stimmschein (Wahlschein) die Möglichkeit erhält, einen für ihn günstiger gelegenen Abstimmungs­raum aufzusuchen,

ein Stimmberechtigter der nicht in eine Stimm­liste (Wahlkartei) eingetragen' oder darin ge­

2.

strichen ist,

a) wenn er nachweist, daß er ohne sein Ver­schulden die Einspruchsfrist versäumt hat;

b) wenn er wegen Ruhens des Stimmrechts nicht eingetragen oder gestrichen war, der Grund aber nach Ablauf der Einspruchsfrist weggefallen ist;

c) wenn er Auslandsdeutscher war und seinen Wohnort nach Ablauf der Einspruchsfrist in das Inland verlegt hat.

Den Grund zur Ausstellung eines Stimm­scheines (Wahlscheines) hat der Antragsteller auf Erfordern glaubhaft zu machen. Ueber seine Be­rechtigung den Antrag zu stellen und den Stimm­schein (Wahlschein) in Empfang zu nehmen, muß er sich gehörig ausweisen.

Die Stimmscheine (Wahlscheine) werden bis

zum 4. November 1932 vom Magistrat ausgestellt. Anträge werben auf dem Wahlamt, Platz der Re­publik 24 (ehem. Infanteriekaserne) Zimmer Nr. 98 während der Dienststunden von 8 bis 13 und von 14% bis 18 Uhr entgegengenommen. Vom 5. November 1932 ab werden keine Stimmscheine (Wahlscheine) mehr ausgestellt.

Hanau, den 8. Oktober 1932.

Der Magistrat, gez. Dr. Müller

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