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Nr. 220

Am Zeichen des wakltampseS

Nlnseidev in KvanSfuvt I 'S. AM M AM SiöiM ^l^in f t n M n.sf r» A t.r*is»ir+ a m ülU avm Arn m AHAtt

Frankfurt a. M.. 18. Sept. In einer aus ganz ^Westdeutschland sehr stark besuchten K u n d - bung der S ü d w e s t d e u t s ch e n Ar- itsgemeinschaft der Deutschen j H s p a r t e i sprach Reichstagsabgeordneter i ngeldey zur Lage. Die Schicksalsfrage für 5 deutsche Volk sei heute, ob es erfahrenen und tschlossenen Führern gelingt, das Volk gegen seine lene Parteikrankheit zu schützen. Ueber Einzel- iten hinweg müsse als Verdienst der heutigen üchsregireung anerkannt werden, daß sie endlich eder anstelle des Zauderns und des Redens das mdeln gesetzt hat. Entschlossen habe die Regie- ng die Verfassungsreform angefaßt. Das Wirt- aftsprogramm fei über Einwendungen gegen nzelheiten hinweg der erste praktisch mögliche rrsuch zur Ueberwindung der Arbeitslosigkeit und r Wirtschaftskrise. Die Notverordnung solle kein rschenk für die Besitzenden sein, sondern ihr rundgedanke sei die Ausnutzung der ersten An- ichen der Wirtschaftsbelebung-, die staatlichen iften sollen gesenkt, die Möglichkeit vermehrter etätigung gegeben werden, damit durch die Pri- ltinitiative neue Arbeitsmöglichkeit geschaffen erde. Auf keinen Fall solle und dürfe dieser hne Versuch zur Bereicherung einzelner Unter* chmer führen, sondern die breite Masse des Vol- s solle hierdurch wieder den Weg zum Aufstieg nden. Zu begrüßen sei der Kamps der Reichsre- erung für äußere Ehre und Wehrfreiheit des olkes. Der Kampf der Reichsregierung für innere -Ssundung und nationalen Willen sei das Ver- enst Hindenburgs. Die Deutsche Volks- artet werde sich im kommenden Wahlkampf itschlossen für diesen Kampf der positi - en Arbeit gegen Parteiherrschaft msetzen. Sie wünsche unter Aufrechterhaltung er Parteiselbständigkeiten eine Kampffront Iler Gutgesinnten: Für Hindenburg nd das Reich.

Im Anschluß an die mit starkem Beifall auf* enommene Rede wurde einstimmig folgende Eni­cht i e ß u n g angenommen:

Die von mehreren hundert Vertretern der Süd- sestdeutschen Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Zolksparkei besuchte Versammlung steht in vollem Vertrauen hinter den Ausführungen des Partel- ührers Dingeldey und begrüßt einmütig seinen llufruf zu einer nationalen Kampffront zur Unter- tützung Hindenburgs und des Programms der iieichsregierung.

Svündu«» eines »Deutsche« rtaironawevslns'"

Berlin, 18. Sept. Auf einem von etwa 100 ge= Ladenen Teilnehmern aus allen Berufskreisen und allen Teilen des Reiches besuchten Vertretertag wurde heute in den Kroll-Sälen die Gründung des D e u t s ch e n Na t i o na l ve r e i n s " beschlossen. Der vorläufige Vereinsvorstand besteht aus Oberregierungsrat Dr. Wildermuth- Berlin als Vorsitzenden, Graf zu Dohna-Bonn und Rechtsanwalt Ziebill-Königsberg i. P.; stellvertre­tende Vorsitzende sind von Wilamowitz-Möllendors- Berlin und Oberbürgermeister Blüher-Dresden als Beisitzer. Die Gründungsversammlung hat einstim­mig einen Aufruf erlassen, mit dem sich der Deutsche Nationalverein an alle Deutschen wendet, die sich heute politisch heimatlos suhlen, und in dem u. a. ausgeführt wird:

Wir wollen die verfassungsmäßigen Rechts- arundlagen wieder schaffen, die Selbstverantwor­tung ermöglichen. Wir wollen durch Anpassung des Weimarer' Verfassungswerkes an die Lebensnot- wendigkeiten des deutschen Volkes zur Verfassungs­ehrlichkeit zurück. Wir wollen, daß Deutschland frei l ei. Deutschland hat ein heiliges Recht auf die- ung der aufgezwungenen Verträge. Wir wollen, ikih wieder die Achtung vor der ehrlichen Mei­nung vor der religiösen Ueberzeugung in Deutsch­land selbstverständlich sei, und daß die christlichen Grundlagen unserer Kultur erhalten bleiben. Wir wollen, daß die soziale Gesetzgebung in den Grund­lagen des Versicherungs- und Arbeitsrechtes erhal­ten bleibe. Wir wollen eine Bauernsiedlung nach nationalen Gesichtspunkten. Wir wollen den Aus­gleich der Standesinteressen in Handels- und Agrarpolitik und lehnen die Autarkie ab.

Der Deutsche Nationalverein knüpft an geschicht­liche Erinnerungen an. Er nimmt den Ruf auf, der von der national bedrohten Ostmark ergangen lilft. Er fordert alle auf, die mit ihm einig sind, sich anzuschließen.

SivaSe« in Vvannscktveis

Braunschweig, 18. Sept. In einer national­sozialistischen Kundgebung sprach der Reichstags­abgeordnete Gregor Straßer heute über die poli­tische Lage. Es sei eine Selbstverständlichkeit, daß sie in die Regierung Papen nicht eingetreten seien. Die Rettungsmaßnahmen, die aus der Krise her­ausführen sollten, würden entsprechend der Not des Volkes so einschneidender Natur sein, daß sie nie durchgeführt werden könnten, wenn sie nur befoh­len würden. Nur wenn eine breite Masse des Vol­kes zur freiwilligen Mitarbeit bereit sei, werde die Rettung gelingen. Wenn Papen das beste Wirt­schaftsprogramm herausbrächte, so werde er doch scheitern; denn er habe im Volk keine Grundlage. Er werde schließlich noch vier bis fünf Monate mit den Bajonetten der Reichswehr regieren können. Am Ende aber stehe der Bolschewismus. Die Leute um Papen wüßten nichts davon, daß der Liberalis­mus zugrundegegangen und aus der Synthese von Nationalismus und Sozialismus eine neue Welt-

Htonfag, den 19. September 1932

den von den Nationalsozialisten übernommenen Gedanken der Schaffung eines zusätzlichen Kredits verfälscht. Die Steuergutscheine würden von der

Wirtschaft nur zur Bezahlung von Schulden be­nutzt werden, so daß durch sie keine Arbeit geschafft werden könne. Arbeitsbeschaffung sei nur möglich mit Hilfe einer unmittelbaren Auftragserteilung von der Zentralstelle aus, also unter genauer Kon­trolle des Staats.

Straßer beantwortete zum Schluß seiner Aus­führungen die Frage, was die Nationalsozialisten nun zu tun hätten, damit, daß er sagte, die Be­wegung müsse zum Ideengehalt des Kampfes der ersten Jahre zurückkehren. Es gebe keinen Wirt­schaftsaufbau ohne das Bekenntnis zur sozial- revolutionären Einstellung. Mit dem Reichspräsi­denten und seiner Umgebung könnten die National­sozialisten sich abfinden, nicht aber mit den Leuten um Papen. In der Zusammenarbeit mit ihnen laufe der Nationalsozialismus Gefahr, verfälscht zu werden. Die nationalsozialistische Par­tei könne noch ein halbes Jahr oder ein ganzes Jahr warten. Daran zerbreche sie nicht. Sie könne nur an einem zerbrechen: daran nämlich, daß sie irgendwo oder irgendwie einmal von ihrem Programm abwiche.

Stto Wels in Leipzig

Leipzig, 18. Sept. Die SPD. eröffnete am Sonn­tag den Wahlkampf mit einer großen Kundgebung der Eisernen Front, bei der im Garten des Volkshauses der Vorsitzende der Sozialdemokrati­schen Partei Otto Wels sprach. Die Sozialdemo­kratie, so sagte er u. a. verwerfe den Krieg als Mittel der Politik. Zu der bevorstehenden Reichs­tagswahl übergehend führte Wels aus, daß das deutsche Volk, welches am 6. November zum fünften Male in diesem Jahre zur Wahlurne schreite, dar­über zu entscheiden habe, ob die Reaktion und die Diktatur oder ob der freie Volkswille in Deutschland bestimmen sollen. Es bestehe kein Zweifel, so er­klärte Wels weiter, wir leben in einer Zeit der ärg­sten Reaktion. In der Hoffnung auf Hitler und seine Vorarbeit, in der Hoffnung auf die anti­demokratischen Arbeiter, die Kommunisten, solle das deutsche Volk hinter die Zeit des Norddeutschen Bundes und der beginnenden Sozialreform zurück­geworfen werden. Die Abstimung im Reichstage habe gezeigt, daß die Regierung Papen nicht im Volke wurzele, sie habe aber auch die Taktik der Nationalsozialisten enthüllt. Hitler habe von der Tolerierung der Regierung an die ganze Skala bis zur Opposition durchlaufen. Der Tag werde kom­men, wo das Wort wahr werde: Hitler stirbt an Papen. Papen stirbt an der Demokratie, die Demo­kratie wird siegen! Die Sozialdemokratie habe den Kampf gegen drei Fronten zu führen. Das sozialdemokratische Volksbegehren auf Auf­hebung der Notverordnung zwinge die Parteien, Farbe zu bekennen. Die Regierung Papen, die in demselben Augenblick, in dem sie zur Aufrecht­erhaltung des Privateigentums und der freien Wirtschaft aufgerufen habe, dem alten Wort vom freien Spiel der Kräfte einen neuen Sinn gegeben habe, nämlich Lohndiktat für die Arbeitnehmer, Subventionen und Zuschüsse für die Unternehmer, werde daran scheitern. Deutschland werde in seiner immer stärker werdenden Isolierung nur getragen von der Garantie, die im Sozialismus verankert sei. Dafür gehe die Sozialdemokratie in den Kampf.

Die Kattuns der NaseviMen volkspavtei

München. 18. Sept. Der Parteivorsitzende der Bayerischen Volkspartei, Staatsrat Schäffer, der heute auf der Tuntenhausener Bauernversamm­lung eine Rede hielt, betonte in seinen Ausführun­gen u. a., die Bayerische Volkspartei habe sich als Ziel und Aufgabe gesetzt, den Reichstag arbeits­fähig zu machen. Bei diesen Bemühungen und bet den Bemühungen, die Reichstagsauflösung zu ver­hindern, sei es nicht um die Bildung parlamenta­rischer Koalitionen gegangen. Es sei darum ge­gangen, eine Situation zu schaffen, die es auch den Nationalsozialisten ermöglicht hätte, für die Regie­rung zu stimmen. Das hätte nur erreicht werden können, wenn die Nationalsozialisten an einem Ka­binett beteiligt gewesen wären. Man habe nichts anderes versucht, als das, was das Kabinett selbst versucht habe. Die Bayerische Volkspartei sei letz­ten Endes bereit gewesen, jedes Kabinett zu unterstützen, wenn die Garantie gegeben ge­wesen wäre, daß kein Versuch einer Parteidiktatur möglich gewesen sei. Das sei der Sinn der ganzen Besprechungen mit den Nationalsozialisten gewesen.

Der Redner erklärte schließlich, daß die deutschen Länder heute beweisen müßten, daß sie wirklich die Grundpfeiler des Deutschen Reiches seien, und es wäre eine große geschichtliche Tat, wenn sie dem deutschen Volke und seinen Führern einen Gesetz­gebungsvorschlag unterbreiten würden, der den Weg einer vernünftigen Verfassungsreform zeige. Der Redner schloß mit den Worten: Die Länder könnten mit einer starken gesetzgeberischen Initiative die Krise lösen und das Reich retten. Mein heißester Wunsch wäre, daß Bayern den An­stoß dazu gibt.

Im Anschluß hieran sprach G eh eim ra t Dr. H e i m. Der Redner wandte sich gegen jede Art von Diktatur, aber auch gegen den Parlamentarismus der Weimarer Verfassung. Es müsse gelingen, den Parteibüttel unterzukriegen; selbst bei -den Sozialdcmo'kroten finde man Männer, vor denen man den Hut abziehen müsse. Es sollten jetzt einmal alle Parteien ohne Ausnahme genau

festgelegte Vorschläge machen, um aus der gegen­wärtigen Situation herauszukommen. Oeffentlich müsse heute bekundet werden, daß die Bayr. Volks­partei bereit sei zu verzeihen und zu vergessen. Der Redner bekannte sich sodann als Anhänger der Ar­beitsdienstpflicht, als Freund einer Wehrmacht in Höhe von mindestens 300 000 Mann und forderte sodann zur Beseitigung der Not im Staat größte Beschränkung der Verwaltungsausgaben, Rückkehr zur Einfachheit im ganzen Leben, Besitzfestigung des Bauernstandes, Abkehr von einer einseitigen Konsumentenpolitik. Schließlich verlangte der Red­ner die Aufstellung einer neuen Verfassung durch ein Volksreferendum und zwar zugleich mit Durch­führung der Reichstagswahlen. Wir haben, so en­dete Dr. Heim, viel gemeinsam mit dem Zentrum, vor allem unsere Weltanschauung, aber wir behal­ten auch unsere volle Selbständigkeit.

Der Direktor der Landesbauernkammer, Dr. Horlacher, erstattete ein wirtschaftliches Referat. Seit langem, so führte der Redner aus, warten die Bauern auf Hilfe durch das Reich. Es fei höchste Zeit, daß die Reichsregierung endlich einschneidende Maßnahmen ergreife.

v. Korschs Ernennung mm

Votschastèv von London

Paris, 17. Sept. Botschafter v. Hoesch empfing heute nachmittag die Pariser Vertreter der deut­schen Presse, denen er mitteilte, daß seine Ernen­nung zum Botschafter in London erfolgt und für seinen Nachfolger in Paris Ministerialdirektor Dr. Roland Koester, zuletzt Personalchef im Auswärtigen Amt, bestimmt worden sei. Botschaf­ter v. Hoesch begibt sich bis Mitte Oktober zu einem Erholungsaufenthalt nach Deutschland. Bei seiner Rückkehr wird er in Paris sein Abberufungsschrei­ben überreichen.

Bei dem heutigen Presseempfang warf der Bot­schafter einen kurzen Rückblick auf seine hiesige Tä­tigkeit, und er führte auch mit einigen Worten sei­nen Nachfolger bei der Presse ein.

Der Besuch, den der Botschafter heute vormittag Ministerpräsident Herriot abstattete, hatte in erster Linie den Zweck, den französischen Ministerpräsi­denten über die offizielle Ernennung auf den Lon­doner Botschafterposten zu informieren.

KN-Sadv-Keiev des Guftav-Adott-vevernS

Leipzig, 18. Sept. Im Rahmen der 100-Jahr- Feier des Gustav-Adolf-Vereins fand am Sonntag nachmittag am Völkerschlachtdenkmal eine von weit über 100 000 Teilnehmern besuchte Kundgebung, die auf sämtliche deutschen Rundfunksender über­tragen wurde, statt. Nach dem Einmarsch der Fah- nenaborünungen begann die Kundgebung um 16 Uhr mit der Festansprache des Mitgliedes des Zentraloorstandes, Staatsminister a. D. D r. Boelitz - Berlin. Der Gustav-Adolf-Verein, so führte der Minister aus, rufe mitten hinein in eine Zeit der Wirrnis, der Zersplitterung, des Zwie­spaltes und der Bedrängnis das evangelische Deutschland und die evangelischen Glaubensgenossen aller Welt auf zur Sammlung, zur Erhebung, zur Bekenntnis. Die Legitimation dazu nehme der Ver­ein aus seiner 100jährigen Geschichte, in der er sich stets als Mahner des Volkes erwiesen habe. In die­ser tiefen Notzeit, die wieder zur Schicksalsstunde Deutschlands wurde, proklamierte er, daß ein ge= quältes Volk endlich Frieden haben wolle:Wir wollen frei fein, wie die Väter waren." Der Ver­wirrung, der Zersplitterung, dem Zwiespalt unserer Tage stellen wir das Bekenntnis zur Einheit ent* gegen. Gemeinsam mit allen, die den Namen Christ führen, stellen wir uns der Flut der Gottlosigkeit entgegen, die vom Osten kommt und uns verschlin­gen will. So unendlich viel der furchtbare Zu­sammenbruch des Weltkrieges mit sich gerissen hat, eins blieb bestehen, unser Staat hat den ungeheuren Ansturm einer Welt gegen uns überdauert. Für ihn wollen wir leben, für ihn wollen wir kämpfen, daß er wieder werde ein christlich-deutscher Staat.

Dr. Boelitz forderte dann Gleichberechtigung für Deutschland und kam in diesem Zusammen­hang auch auf die Frage des Auslandsdeutschtums zu sprechen, eine Frage, für die der Gustav-Ädolf- Verein während der ganzen Zeit seines Bestehens stets besonderes Interesse bekundet hat.

Die Ansprache, die durch musikalische Darbie­tungen eingeleitet war, schloß mit dem gemeinsamen Gesang des Luther-LiedesEin feste Burg ist unser Gott".'

Leipzig, 18. Sept. Den Abschluß des ersten Tages der Hundertjahrfeier des Gustao-Adolf- Dereins bildete eine öffentliche Begrüßungsver­sammlung, in der nach Begrüßungsworten der Kirchenvertreter Ministerpräsident Schieck die Glückwünsche der sächsischen Regierung über­brachte und u. a. erklärte, er glaube sich eins mit der Versammlung zu fein, wenn er als überzeugter Protestant sich als Gegner konfessionellen Haders bekenne, wenn er aber auch der Meinung Ausdruck gäbe, daß die Weisheit der göttlichen Führung aus den konfessionellen Auseinandersetzungen einen Segen erwachsen ließ: die Vertiefung des deutschen Volksgeistes und die Mehrung seines inneren Reichtums. Darum fei es nicht nur eine konfessionell- religiöse, sondern auch eine deutsche Angelegenheit, wenn der Gustav-Adolf-Derein für den Protestan­tismus dort, wo er bedrängt fei, sorge und kämpfe.

Die Grüße des Auswärtigen Amtes überbrachte Geheimrat Dr. T erd e n g e - Berlin, der beson­ders die Dsdeutung der Gustav-Adolf-Arbeit für das Deutschtum im Ausland und im Hinblick auf die gesamte deutsche Außenpolitik betonte.

Für den Kirchenbund sämtlicher deutscher Landes­kirchen sprach D. D r. Capler - Berlin. Der Gustav-Adolf-Verein sei der Wegbereiter des

_________ Seife

Deutsch-Evangelischon Kirchenbundes geworden urst» der Bannerträger des ökumenischen evangelischen Gedankens. . . .

Es sprachen dann noch der Vorsitzende des Evangelischen Bundes, Vertreter des Martin« Luther-Bundes, des Reichsverbandes der katholischen Ausländsdeutschen, des Deutschen Evangelischen Missionsbundes und des Reichsverbanües deutscher evangelisch er Ausla ndsa rb eit.

Maveoni über seine ansen- bUMchen Ssvkuche

Athen, 18. Sept. Marconi ist hier an Bord seiner PachtElectra" zu einem zweitägigen Aufenthalt eingetroffen. Er erklärte in einer Unterredung mit Pressevertretern, daß er un Mittelmeer Kurzwellenversuche angestellt habe uno gegenwärtig an der Vervollkommnung dieses Ver­kehrsmittels arbeite. Er hoffe auch, das Fernsehen vervollkommnen zu können. Bei einem Besuch der Akropolis wies Marconi scherzend darauf hin, daß man den Parthenon von Italien aus Italien gut illuminieren könnte. Auf eine Frage der Pressever­treter, ob er glaube, mit dem Planeten Mars in Verbindung treten zu können, erwiderte Marconi, im Augenblick beschäftige ihn diese Frage in keiner Weise.

Todesslur; bei dem nationalsozialistischen Fluglag in Braunschweig

Braunschweig, 18. Sept. Während des heu­tigen nationalsozialistischen Flugtages ereignete sich ein tödlicher Absturz. Der Braunschweiger Kunstflieger und Luftphotograph Albrecht stieß in der Luft mit einem anderen Flugzeug zusammen. Seine Maschine geriet ins Trudeln und Albrecht stürzte etwa aus 50 Meter Höhe heraus und fiel zur Erde. Er war sofort tot Die Maschine fiel dicht neben dem verunglückten Flieger zu Boden und ging vollständig in Trümmer. Das andere Flug­zeug konnte nach dem Zusammenstoß seinen Flug weiter fortsetzen.

Flugzeugabsturz in Italien. Sieben Tote

Rom, 18. Sept. Zwei Wasserkampfflugzeuge stießen heute bei Spezia in der Luft zusammen, als sie aufs Wasser niedergehen wollten. Sieben Per­sonen wurden getötet.

Einer, der im Gefängnis 14 Millionen erbt

Prag, 16. Sept. Im Gefängnis des Drehburger Preisgerichts sitzt der frühere Lehrer Sulko^ wegen Betrugs und Diebstahls. Seine Strafzeit läuft im Januar 1933 ab. Dieser Tage hat das singarische Konsulat in Preßburg dem dortigen Gericht mitge­teilt, daß Herrn Sulko eine Erbschaft von 14 Mil­lionen Tschechokronen zugefallen ist. Man darf nun wohl darauf rechnen, daß Sulla wegen Diebstahls nicht mehr zu sitzen kommen wird.

Pfändung bei Gloria Swanson

Wenn Gloria Swanson von ihrer Reise in ihrL Wohnung in Los Angeles zurückkehrt, wird sie das Haus leer finden. Die Filmschauspielerin hat die Unklugheit begangen, die Vereinigten Staaten zu verlassen, ohne vorher die Rechnung des Möbel­händlers beglichen zu haben, der ihre herrliche Villa ausstattete. Während ihrer Abwesenheit hat der Gerichtsvollzieher im Auftrage des Gläubigers die Möbel gepfändet und zur Auktion gebracht und im Hause nichts weiter zurückgelassen als die Ge­genstände, die auch nach amerikanischem Recht un- pfändbar sind. So wird denn Gloria Swanson in ihrer Luxusvilla nichts weiter vorfanden als ein Bett zum Schlafen, einen Stuhl, um sich auszu­ruhen, und einen Waschtisch, um Toilette zu machen.

LtUNdfttNtz- VÄBB^MM

Montag, den 19. September

6: Wettermeldung. Anschl.: Morgengymnastik.

7: Wetterbericht, Nachrichten. Anschl.: Frühkonzert.

12: Mittagskonzert. 14: Nachrichten u. Werbekonzert. 15.20:Arabischer Kulttanz", Vortrag. 17: Nach- mitagskonzert. 18.25:Segen des Meeres" (Bilber vom deutschen Heringsfang). 18.50: Engl. Sprach­unterricht. 19.20: Wort und Klang aus Alt-Wien.

20:Bayern-Abend auf der Südwestfunk-Bühne".

22.20: Nachrichten. 22.45: Nachtmusik.

vereine. Versammlungen

Oratorienverein. Morgen Dienstag Probe, an­schließend Hauptversammlung. 932

Deutsche Volkspartei, Fraucngruppe. Am Mitt­woch, den 21. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, findet im Bürgervevein unsere monatliche Zusammen­kunft statt. Herr Oberstleutnant Apel wird sprechen.

933

Mercedes-Benz-Lrfolge 1932.

Die große deutsche Marke Mercedes-Benz schließt auch in diesem Jahre mit einer überragen* den Zahl von Erfolgen bei Rennen, Zuverlässig­keitsfahrten und Schönheitskonkurrenzen ab. Es nimmt daher nicht wunder,, daß diese Erfolge den Absatz der M e r c ed e s - B e nz - Wagen in Deutschland und auch im Auslande trotz rückläu­figer Konjunktur wesentlich steigern helfen. Beson­ders der preiswerte und konstruktiv interessante Typ 170 findet beim Publikum außerordentlichen Anklang und lebhaftes Interesse. Seine vielen tech­nischen Vorzüge (Schwingachsen, Tiefrahmen, Oel- druckbremse usw.) haben ihm schon Tausende von Anhängern gebracht. Aber auch die anderen M e r c ed e s - B e n z - Modelle, der 2 und 2,6 Liter Stuttgart sowie die Typen Mannheim und Nürnberg und der repräsentativeGroße Mer­cedes" erfreuen sich steigender Beliebtheit im Jn- und Auslande.

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