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Samskag, den 10. September 19)2

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NEKWs âKEte»

England und die G»eW- deVerhtZgungsfovdevuns

' London, 9. Sepl. Der französische Botschafter sprach heute morgen im Foreign Office vor und wurde von Sir John Simon empfangen, de Fleureau übergab dem Staats­sekretär des Aeußeren zu seiner Information einen Entwurf der Bote, die die französische Regierung als Antwort auf die Bote der deutschen Regierung vom 29. August absendet. Angesichts gewisser gegen­teiliger Veröffentlichungen betonte das Foreign Of­fice die Botwendigkeit, klar zu wissen, daß das Do­kument nicht für Zwecke der Beratung, sondern der Information dienen würde.

Sir John Simon dankte de Fleureau für seine Freundlichkeit. Wie erinnerlich, ist die deutsche Bote bereits der britischen Regierung zur Infor, mation übergeben worden. Die britische Regierung ist daher in vollem Besitze der Tatsachen im Zusam­menhang mit der letzten Phase der französisch-deutt schen Besprechungen, die weiterhin auf das sorgfäl­tigste verfolgt werden.

Paris, 10. Sept. Der vom Foreign Office herausgegebene Bericht über den Besuch des fran­zösischen Botschafters beim englischen Außenminister zwecks Mitteilung der französischen Antwort an Deutschland scheint hier etwas enttäuscht zu haben. Der Londoner Berichterstater desEcho de Paris" spricht von einem gekünstelten Kommu­nique und meint, daß die Anwendung des Ver­trauenspaktes seitens Englands nicht über die Bot- wendigkeit einer einfachen Information hinausgehe. Bach englischer Auffassung sehe der Pakt nicht eine Zusammenarbeit vor. Die englische Regierung ge­denke sich möglichst reserviert zu halten.P-e N t P a r i s i e n folgert aus der Tatsache des Beschlu, - ses, den französischen Winisterrat für heule einjU- berufen kurz nach dem Besuch des französischen Botschafters im Foreign Office, daß der französische Antworttext keine Aenderung erfahren werde.

London, 10. Sept.Times" nimmt zu dem deutsch.französischen Abrüstungsproblem in einem Leitartikel Stellung, in dem es heißt, die Entscheidung der britischen Regie­rung über ihre Politik könne nicht mehr lange hinausgeschoben werden. Wenn ein vernünftiger Beweis dafür gegeben werden könne, daß Deutschland tatsächlich die Absicht habe, das seinige zur Förderung des Völkerbundsideals europäischer Solidarität zu tun, dann sollte eine Vereinbarung erreichbar sein, auf Grund deren Deutschland im begrenzten Maße alle Waffen­gattungen zugestanden werden, die vollbewaffnete Länder besitzen, während diese sich verpflichten wer­den, in einer bestimmten Anzahl von Jahren (?) ihre Rüstungen dem deutschen Biveau anzunähern.Daily Expreß" sagt, nach 13 Jahren ist es zu spät, ein Geschrei über einen Ver­tragsbruch durch Deutschland zu erheben. Der Versailler Vertrag ist von Frank­reich und seinen Freunden gebrochen worden und das einzige was sie jetzt tun können, ist, sich so gut wie möglich aus der Afsäre zu ziehen.

Dee MaKisSK-k K«ss« KoMsöomttMav

In der gestrigen Vollsitzung des p r e u ßischen S t a Q 15 r a t s veranstaltete auch dieses Cre° mium eine kurze Trauerkundgebung anläßlich des Niobeunglücks. Dann wurde die durch die Ein­setzung des Reichskommissars in Preußen entstan­dene staatsrechtliche Lage erörtert. Die Mitglieder Bauer (S.) und Schilling (Z.) hielten die Einsetzung des Reichskommissars für verfassungs­widrig. Dr. Langemak erklärte für die Arbeitsgemeinschaft der Rechtsparteien und für die Wirtschaftspartei, daß nach deren Ansicht die Rechtsgrundlage der kommissarischen Staatsregie­rung unanfechtbar sei. Torgler (K.) begründete einen Antrag, der schärfsten Protest gegen die kom­missarische Regierung ausspricht und wonach der Staatsrat es ablehnen soll, sich mit den Vorlagen dieser Regierung zu beschäftigen. Der kommu­nistische Antrag wurde abgelehnt.

Dagegen fand mit den Stimmen der Sozial­demokraten, des Zentrums und der Staatspartei ein in den Ausschüssen vorbereiteter Antrag An­nahme, wonach die Einsetzung des Reichskommissars und die Enthebung der preußischen Staatsmänner von ihren laufenden Geschäften mit der Reichs­verfassung nicht in Einklang stehe und wonach der Staatsrat bis zum Erlaß der Entscheidung des Staatsgerichtshofes zwar sachlich an den Vorlagen der kommissarischen Staatsregierung mitarbeiten wolle, ohne jedoch dadurch ihre Rechtsgültigkeit an­zuerkennen. , .

Der Staatsrat nahm dann eine Antwort der Staatsregierung zur Kenntnis, auf eine Anfrage Ser Arbeitsgemeinschaft über die Tilgung der den Gemeinden zur Durchführung von Notstandsarbel- ten gewährten Reichs- und Staatsdarlehen. Die Regierung hat eine entgegenkommende Handhabung zugesagt,' je nach den Verhältnissen der einzelnen Darlehensnehmer. Evtl. Anträge auf Verlängerung der Tilgungsfrist und Gewährung von Stundungen sollen wohlwollend behandelt werden. Durch Kenntnisnahme erledigt wurden die weiteren Durchführungen zum Schlachtsteuergesetz. Dabei wurde ein Antrag der Arbeitsgemeinschaft ^ange­nommen, den Begriff der steuerfreien .igausschlach- tung zu erweitern und eine andere Staffelung für Ochsen und Färsen herbeizuführen. Bei Erledigmig kleiner Vorlagen wurde u. a. die Novelle zur Er­leichterung der Wohlfahrtslasten der Gemeinden durch Kenntisnahme für erledigt erklärt. Danach wird auf die preußische Bezirksfürsorgeverbande voraussichtlich ein sehr erheblich höherer Betrag als 1931 für die Förderung des Freiwilligen Arbeits­dienstes und die Fortbildung der Arbeitslosen ent­fallen.

O« Stiletts Ne Bundes- föbeee des Siahlheim

Berlin, 9. Sept. Die Bundesführer des Stahl- holm, Bund der Frontsoldaten, Seldte und Düster­berg, haben an die Mitglieder des Stahlhelm folgenden Befehl erlassen:

Kameraden! Trotz ungeheurer wirtschaftlicher Not, von der gerade die in unseren Reihen stehen­den Frontsoldaten und jungen Freiheitskämpfer be- txofjen werden, ist der Stahlhelm, Bund der Front-

Siouvevstttstevuis auf dem Bvoadwav

Der Atem der Weltstadt stockt für einige Minuten selbst am dicht belebtesten Platz der Welt, am Times Square in Newyork. Amerika erlebte vor einigen Tagen das seltene Schauspiel einer fast totalen Sonnenfinsternis. Während des Naturereignisses stockte in Newyork minutenlang fast der ganze Verkehr, da sich überall Menschenmassen mit Fernrohren und schwarzen Gläsern angesam­melt hatten, um so die Verfinsterung unseres Zentralgestirns zu beobachten.

oldaten, am 4. September in bisher unerreichter Stärke aufmarschiert. Die Opferbereitschaft und die ns in die sinkende Nacht hinein vorbildliche Hal- ung der fast 200 000 Kameraden haben die Kraft und den Geist unseres Bundes von neuem erwiesen. Der 13. RFSV. des Stahlhelm hat der Welt vor Augen geführt, daß der Stahlhelm mächtig und in sich geschlossen marschiert. Er hat gezeigt, daß der Stahlhelm berufen und befähigt ist, den Geist der Zersetzung zu überwinden und die aus dem Front- geist geborene Gemeinschaft der deutschen Nation zu schmieden.

Der Erfolg des 13. RFST. in Berlin bedeutet für uns aber gleichzeitig eine neue eherne Ver­pflichtung. Von dem zähen Willen und der unbe­dingten Geschlossenheit unseres1 Bundes wird es abhängen, ob die lang ersehnte innere Wandlung unseres Vaterlandes, die jetzt eingesetzt hat, wirklich zur inneren und äußeren Befreiung des Reiches führt.

Der hervorragende Eindruck, den der Stahlhelm beim 13. RFST. überall gemacht hat, gibt uns die stolze Gewißheit, daß dies feit nahezu 14 Jahren erkämpfte Ziel erreicht werden wird. Vorwärts Kameraden! Vor uns leuchtet die aufgehende Sonne der Freiheit!"

fleofeffoe Sattel zum Met- schakispr-ssvamm des Kelchsvesèövuus

Stockholm, 9. Sept. Prof. Gustav Cassel nimmt heute in einem Leitartikel imS v e n s k a Dagbladet" zu dem Wirtschaftsprogramm der deutschen Reichsregierung Stellung, das er ein b e= merkenswertes Dokument nennt. Aber der Plan, erklärte er, unterscheide sich wesentlich von der unübersehbaren Masse von völlig hoff­nungslosen Konstruktionen, die in Deutschland täg­lich erschienen mit Anspruch darauf, eine Lösung der wirtschaftlichen Probleme zu sein. Charakte­ristisch für das Programm sei, daß es das Haupt­gewicht auf den Versuch lege, die private Unterneh­mungslust zu beleben. Aber woher solle das Geld kommen? Dies solle durch die Ausgabe von Steuer­gutscheinen vor sich gehen. Die schwerste Frage sei jedoch, wie man unmittelbar diese Obligationen in bares Geld werde umwandeln können, ohne eine Inflation hervorzurufen. Es fei hierbei eine Stärke des Programms, daß die Anschaffung der Geld­mittel von Anfang an streng abgegrenzt sei. Und wenn man eine so starke Steigerung der Produk­tion hervorrufen könne, daß der neugeschaffenen Kaufkraft eine ebenso große Steigerung des Ange­bots gegenüberstehe, werde keine Preissteigerung folgen. Bei der großen Arbeitslosigkeit in Deutsch­land und dem geringen Beschäftigungsgrad inner­halb der Produktion seien die Aussichten einer Produktionssteigerung ungewöhnlich groß. v. Pa­pen rechne mit einer baldigen Wendung zum Bes­seren in der Weltwirtschaft. Sein ganzes Pro­gramm sei eine Notmaßnahme, und eine solche werde nur vorgenommen, wenn man an dem Kul­minationspunkt der ökonomischen Depression ange­langt sei. Zeigt es sich, daß Papens Annahme richtig sei, so werde sein Programm ein wirklich wertvolles Mittel werden, um jetzt endlich die pro­duktive Arbeit Deutschlands wieder in Gang zu setzen.

Die Grsenbahnevsewevk-

Wbaftett beim SteiGS- vevSshvsmiEev

Berlin, 9. Sept. Der Reichsoerkehrsminister empfing heute die Vertreter der Gewerkschaf­ten der Eisenbahnarbeiter, um deren Wünschen entsprechend mit ihnen die Frage der Entlassung von Eisenbahnarbeitern zu be­sprechen. Der Minister erklärte, daß er die Not­wendigkeit der Entlassungen bedauere, und daß er über Wege zur Milderung mit der Deutschen Reichsbahngesellschaft bereits seit längerer Zeit ver­handele. Der Beschluß, Arbeiter zu entlassen, sei von der Reichsbahn angesichts der Finanzlage schon Anfang des Sommers, also erhebliche Zeit vor der Entstehung des Wirtschaftsprogramms der Reichs­regierung gefaßt worden. Die Reichsbahn werde nunmehr durch die ihr aus den Steuergutscheinen zufließenden Mitteln in den Stand gesetzt, zurück­gestellte Arbeiten wieder aufzunehmen. Sie werde

dabei auch Oberbauarbeiten ausführen lassen, bei denen ein nicht unerheblicher Teil der zur Ent­lassung vorgesehenen Leute über den 1. Oktober hinaus Beschäftigung finden könne. Die Beratungen seien noch nicht abgeschlossen und wür­den fortgesetzt. Die Gewerkschaften vertraten die Auffassung, daß durch anderweitige Regelung der Arbeitsverhältnisse im Betriebe, insbesondere durch Einlegung von Feierschichten die Entlassungen weiter eingeschränkt werden könnten. Der Minister sagte zu, diese Frage im Benehmen mit der Deut­schen Reichsbahngesellschaft sofort zu prüfen.

Die mieiMaftMe und KrrsnzèeKs Lage TSKsMssns

Weimar, 10. Sept. Ueber das ThemaD i e Not von Land und Volk in Thüri n- gen und ihre Ueberwindung" sprachen am Freitagabend vor 3000 Zuhörern in der Wei­mar-Halle die thüringischen Minister und der mit der Leitung des thüringischen Justizministeriums betraute Staatsrat Dr. Weber.

Der thüringische Finanzminister bezeichnete die Finanzlage Thüringens als trübe und kündigte zum Schluß des Rech­nungsjahres einen weiteren Fehl­betrag in Höhe von 10 Millionen Reichsmark zu den bestehenden Fehlbeträgen der vergangenen Jahre in Höhe von 32,9 Mil­lionen Reichsmark an.

Der Volksbildungsminister erklärte, er wolle nicht in Thüringen ein neuen Schulfystem ein­führen. Aber die alte Form müsse mit einem neuen Geiste, nämlich dem nationalsozialistischen, erfüllt werden. Schließlich kündigte der Minister an, daß in den letzten Jahrgängen der Volksschulen, der mittleren und höheren Schulen während des letzten Vierteljahres der Versailler Vertrag in mehreren Wochen behandelt werden solle. Ins­besondere sollten die Artikel des Friedensvertra- ges, die dem deutschen Volke die Ehre nähmen und ihm die alleinige Kriegsschuld ausbürdeten, von den Schülern ausmertbig gelernt werden. Jeder Unter­richt solle nach dem Gebiet mit dem Hersagen dieser Artikel begannen und beendet werden.

Der Vorsitzende der thüringischen Staatsregie- rung, Staatsminister Saukel, kündigte an, daß alle, die noch in Arbeit stehen und die noch Besitz­tum und Geld haben, schwerste Opfer brin­gen müßten, um die Mittel zur Durchführung eines Landesarbeitsdienstes zu beschaffen. Bis zum Som­mer nächsten Jahres sollen 10 000 junge Thüringer im Landesarbeitsdienst organisiert sein.

Dee KM Datibmatm

Freiburg, 9. Sept. DieFreiburger Tagespost" bespricht im Anschluß an die Veröffentlichung des Wortlautes der französischen Note in einem Kom­mentar nochmals eingehend den Fall Daubmann und wiederholt die Dersicherung Daubmanns, daß er nicht eher ruhen werde, bis die Wahrheit feiner Angaben behördlicherseits allgemein anerkannt ist. Das genannte Blatt, das im Falle Daubmann sich wiederholt gut informiert zeigte, bringt eine Aeuße­rung Daubmanns, die besagt, daß Saubmann in Constantine nie seinen Namen gehört habe, sondern nur unter einer Nummer geführt worden sei. Viel­leicht erkläre es sich daraus, daß die französischen Behörden in den Archiven den Namen Daubmann nicht finden könnten. Daubmann soll übrigens nach dem Blatt verlangt haben, daß man ihn unter deutschem oder neutralem Schutz und freiem Geleit nach Constantine reifen lasse. Er könne dann genau zeigen, wo er sich während der 16 Jahre auf­gehalten habe.

DieAnlifaschistische Aktion" bis Ende Februar 193? verboten.

Berlin, 9. Sept. Die in Berlin erscheinende periodische DruckschriftAntifastische Aktion" ist mit sofortiger Wirkung verboten morden. Ver­anlassung hierzu hat ein ArtikelVerjagt die Nazis von den Fabriktoren" gegeben, in dem zu Gewalt­tätigkeiten gegen politisch Andersdenkende oufge- fordert und gleichzeitig die Regierung beschimpft und böswillig verächtlich gemacht wird"

Eine Wutter ertränkt sich und ihre drei Kinder;

Berlin, 9. Sept. Am Freitagabend stürzte fi die 31 Jahre alte Frau Wally Eichsner geb. Sch> ler aus Rudow mit ihren drei kleinen Kindern i Berlin-Brix von einer Brücke aus in den Seiton fanal Alle vier konnten nach längerem Such>: nur noch als Leichen geborgen werden.

Vatermörder aus Mutterliebe

Bochum, 9. Sept. Das Sondergericht verurteil den 19jährigen Arbeiter Johann Lenniger wegci Körperverletzung mit Todeserfolg zu einem Jai drei Monaten Gefängnis. Der Staatsanwalt hatt wegen Totschlags am eigenen Vater zehn Iah' Zuchthaus beantragt. Lenniger hatte am Aden des 12. August, als fein dem Trunk ergebener fäi. zorniger Vater die Mutter brutal mißhandelte uru im Schlafzimmer zu Boden schlug, den Vater nadr einander mit einem Kartoffelstampfer, einem eise s nen Spazierstock und einer Kohlenschaufel schwer mißhandelt, ihn dann aufs Bett geworfen um mittels feines Leibriemens gewürgt. Die Verhäng lung entrollt das Bild einer erschütternedn Fam r lientragödie. Der Vater hatte jahrelang mit be, spielloser Brutalität seine Frau und seine elfköpsigi Kinderschar behandelt. Bei dem Angeklagten kam an dem Abend der Tat der im stillen aufgespeicherb Haß elementar zum Ausbruch, als er die Muttei besinnungslos am Boden liegen sah. Er gilt alb ein fleißiger, friedlicher und strebsamer Mann.

Festnahme dreier berüchligker Zuckerschmuggler am dem Bodensee.

Stuttgart, 9. Sept. In letzter Zeit ist es bei Zollbehörden in Friedrichshafen gelungen, auf dem Bodensee in der Nähe des deutschen Ufers drei bed rüchtigte Schmuggler festzunehmen. Es Handelt fim um schweizerische Schiffer, die erhebliche Mengei Zucker mit Motor- und Ruderbooten nach Deutsch land eingeschmuggelt haben. Da sie den Zollbehör den Widerstand leisteten, wurden sie mit ihren" Boot durch einen Zollkreuzer in den Hafen einge schleppt. Die Schmugghex befinden sich jetzt mir ihrem inländischen Abnehmer in Haft und sehèn einer strengen Bestrafung wegen Bandenschmuggel-! entgegen.

Wassenvergiftungen auf Java.

Amsterdam, 9. Sept. Meldungen aus Mittel-- Java zufolge sind dort neue Mâssenvergiftunger nach dem Genuß der bekannten javanischen Volks­nahrung Tempe Boengkil, einer Art Sojabohnen­kuchen, ausgetreten. In der Ortschaft Gombong (Residenzschaft Karang Anjerj sind bereits 50 Fälle zu verzeichnen, von denen 21 einen tödlichen Aus­gang genommen haben.

Ein Amerikaner ohne Beine durchschwimmt den Kanal.

Dover, 9. Sept. Der Amerikaner Zibelmann, ein Mann ohne Beine, hat heute abend bei St Margaret in der Nähe von Dover die Durchschwim- mung der Calais-Meerenge begonnen. Dieser Mann hat die Eigentümlichskit, beim Schwimmen unaufhörlich zu rauchen. Er hat also einen guten Vorrat Zigarren mitgenommen. Er wird von einem Schlepper und einem Ruderboot begleitet.

Warrokanischer Unseres filier erschießt zwei fran­zösische Offiziere.

Baris. 9. Sept. Nach einer aus De Havre datierten Havasmeldung aus Rabat hat sich bei einem französischen Posten bei Tarbat in Süd­marokko am 5. September ein schwerer Zwischen­fall ereignet. Ein farbiger Unteroffizier, der sich im Zustand der Trunkenheit befand, bekam plötzlich einen Tobsuchtsanfall und feuerte aus seiner Dienstpistole zahlreiche Schüsse ab. Zwei französische Offiziere, die den Tobsüchtigen zu entwaffnen such­ten, wurden so schwer verwundet, daß sie bald nach ihrer Einlieferung ins Spital verschieden.

Sieben Todesopfer des Sturmwetters an der amerikanischen Ostküste

Bewyork, 9. Sept. Der Orkan, der in den letz­ten Tagen die Ostküste der Vereinigten Staaten heimgesucht hat und mit unverminderter Stärke noch an der Neu-Englandsküste wütet, hat auch Opfer an Menschenleben gefordert. Auf der Ba- hamainsel Abaco haben sieben Personen das Leben eingebüßt, zahlreiche Menschen wurden verletzt. An der Nordküèst dieser Insel haben nur wenige Häu­ser dem Unwetter standgehalten. Das Wasser ist knapp geworden, auch Lebensmittel fehlen.

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Artillerie-Verein Hanau. Sonntag, 11. Sep­tember, Familienausflug nach Neuwirtshaus Kam. Kronenberger. Abmarsch der Fußgänger 3 Uhr nachmittags Sttaßenbahndepot, Leipzigerstraße. 919

Rhönclub. Wir laden unsere Mitglieder zu der heute Samstag abend 8.30 Uhr im Vereinslokal stattfindenden Monatsversammlung Höfl. ein und bitten um pünktliches und zahlreiches Erscheinen. Sonntag, den 11. September, 9. Vereinswanderung, zugleich Besichtigung Hanaus. Treffpunkt 8.25 Uhr Hauptbahnhof, dort Empfang der Aschaffenburger Rhönfreunde. Näheres heute abend in der Ver­sammlung. 918

Verein ehem. 80er. Wir laden unsere Mitglieder zu der am Dienstag, den 13. d. Mts., abends 8.30 Uhr im Vereinslokal stattfindenden Monats­versammlung höflichst ein und bitten um zahl­reichen Besuch. 923

D. h. v. Morgen Sonntag Punkt 14.30 Uhr Abmarsch v. d. Kinzigbrücke nach Dörnigheim über Wasserwerk Wilhelmsbad. ' 12011

D. S. V. Guls Wuths. Montag, 12. September, 8.30 Uhr abends, Wirtschaft Brehm Langstraße außerordentliche Mitgliedervestammlung. Wichtige Beratung. Vollzähliges Erscheinen. 12006

Verein der Bayern A. V. Heute abend 9 Uhr Monatsversammlung. Vollzähliges Erscheinen er­beten.

Unserer heutigen Landauflage liegt ein Prospekt des Deutschen Kalisyndikals, Landwirtschaftliche Auskunftsstelle Kassel, Bahnhofsstraße 27, betref­fend: Kali die schützende Hand für die Pflanzen und den Betrieb, bei.

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