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Ar. 198

Mittwoch, den 24. August 1932

Sent B

kreis Gelnhausen

Gelnhausen. 23. Aug. Die erschreckende Zu- ne der Wilderei, besonders Jugendlicher, in den itswaldungen um Dorf Kassel und Bad Orb dazu Veranlassung gegeben, größere Streifen Landjägereiaufgebote im fraglichen Gebiete hführen zu lassen, die mehrmals im Monat tförmig, mit Dorf Kassel als Endziel, in der esten Morgenfrühe stattfinden. Auf diese Weise t man den zahlreichen Wilderern und Schlin- tellern einigermaßen das Handwerk verleiden önnen.

; Meerholz. 23. Aug. Die Zukunft des Amts- chtes Meerholz hat sich nunmehr dahin entschie- daß das Amt ungeteilt, mit vollem Wirkungs- e, zum 30. September d. J. nach Gelnhausen egt wird. Ob Meerholz, wie auch die gleichfalls Auflösung verfallenen Amtsgerichte Bieber und stein, jeweils einen Gerichtstag erhält, ist noch i entschieden. Auf alle Fälle ist und bleibt die tnahme des Gerichtes eine schwere wirtschaftliche ädigung der Gemeinde.

WS SsausSuvt a. M

Der Zeppelin kommt nach Frankfurt

: Das LuftschiffGraf Zeppelin", das am kom- iden Montag wieder zu einer Südamerikafahrt tet, wird am nächsten Sonntag einen Flug nach mkfurt unternehmen, um über der Stadt än­lich des Goethe-Jahres zu kreuzen. Das Luft- ff startet voraussichtlich gegen 8 Uhr morgens > wird in den frühen Nachmittagsstunden wieder Friedrichshafen erwartet. Das Luftschiff wird ;en 10.30 Uhr Frankfurt überfliegen und einen .mz über dem Goethehaus abwerfen.

Lin rücksichtsloser Autofahrer

® Am Montag abend gegen 19 Uhr fuhr in der cesemannstraße ein Chauffeur eine junge Rad­lerin um. Das Mädchen wurde schwer verletzt ) das Rad vollkommen zertrümmert. Der Fahrer nmerte sich nicht im geringsten um die Verletzte d raste weiter. Diesmal konnte jedoch die Num- r des Wagens festgestellt werden, so daß eine chträgliche exemplarische Bestrasung erfolgen tn.

Ein Kind beim Spielen erfunfen

$ Beim Spielen am Main fiel heute nachmittag i siebenjähriger Junge aus Schwanheim ins affer. Er versank sofort in den Fluten. Seine iche konnte nach kurzer Zeit geborgen werden.

>ie Affäre Ritter vor dem Bühnenschiedsgericht

: Vor dem Bühnenschiedsgericht stand heute die stlose Entlassung desGötz"-Darstellers Gerhart tter vom Frankfurter Schauspielhaus zur Ver- ndlung. Das Bühnenschiedsgericht tagte von ^10 jr vormittags bis All Uhr abends. Mach einer rmatisch verlaufenen Verhandlung, in der Ritter rschiedene Dergleichvorschläge energisch abgelehnt tte, wurde die Sitzung auf Donnerstag vertagt, jnn soll der Hauptbelastungsseuge gegen Ritter teibiat werden. In der heutigen Verhandlung hat r Hauptbelastungszeuge ausgesagt und Ritter hat stießlich zugegeben, daß er Material gegen den üendanten gejammt habe. Der Zeuge hat weiter ine Aussage aufrecht erhalten, daß er im Ans­age Ritters aus dem Zimmer des Intendanten Hriftstücke entwendet hat. Wenn der Zeuge, w-e ; erwarten, am Donnerstag diese Aussage beeidi- m wird, dürfte das Urteil des Schiedsgerichts Wehen. Zu einem schweren Zusammenstoß kam s in der heutigen Sitzung zwischen dem Kläger und m Opernsänger Erl, der als Zeuge vernommen urde. wobei ' sich die beiden Herren gegenseitig ;r Lüge bezichtigten. Weiter ließ sich Ritter bei der ernehmung des Zeugen Schauspieler Katsch zu der eußerung Hinreißen,er, verlasse sofort den Sitzungssaal, wenn ein polnischer Jude vernommen >erde".

Ein Heiratsschwindler vor Gericht

t Anfangs Juli erfolgte die Festnahme des 29= ihrigen Adolf Kern aus Wehrdorf, der schon län- ere Zeit wegen Heiratsschwindels gesucht wurde, n der jetzt gegen ihn geführten Gerichtsverhand- rng ergab es sich, daß er als Student Adolf Krä- aer oder als Dr. Rolf Kern auftrat und Haus- ngestellte und Geschäftsfrauen prellte. Die ge- chädigten Zeuginnen machten es ihm aber auch gar u leicht, sich ihre Geldmittel anzueignen. Meist hon am ersten Tage der Bekanntschaft wurden sie nit ihm intim. Er pumpte sie zunächst stets nur um inen ganz geringen Betrag an, schraubte dann aber eine Ansprüche höher. Eine Braut hat nicht weni­ger als 1500 Mark eingebüßt. Die Gelder benötigte r angeblich, um seinen Doktor zu machen. Er sollte angeblich Chemiker werden, die Kollegien änden im Salzhause statt, vom mündlichen Exa­nen sei er befreit, weil das Schriftliche schon so gut ausgefallen sei. In der Verhandlung konnte ein Sachverständiger feststellen, daß von dem Angeklag­ten auch Leistungen merkwürdigen Inhalts ver­engt worden waren. Der Beschuldigte wurde zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt.

Aus «ab und Seen

, Der Einbruch im Aschaffenburger Schloß

. Aschaffenburg, 23. Aug. Für die Ermittlung )er Täter und die Herbeischaffung des gestohlenen Gutes aus dem Einbruch in das Kupferstichkabinett im Aschaffenburger Schloß am 22. Juni d. J. wur­den unter Ausschluß des Rechtsweges 5000 RM Belohnung ausgesetzt. Entwendet wurden 84 Rem­brandt-Radierungen und 238 Handzeichnungen deutscher, holländischer, italienischer und französi­scher Meister. Die Blätter tragen auf der Rückseite den StempelGraphische Sammlung Aschaffen­burg".

Den Ehemann der Geliebten niedergestochen

Offenbach, 23. Aug. Vor dem Darmstädter Schwurgericht hatte sich der Former Eugen Metz aus Offenbach zu verantworten, der den früheren Mann feiner Geliebten mit einem Messer durch Stiche in die Herzgegend so schwer verletzt hatte, daß der Getroffene verstarb. Ueber den eigent­lichen Hergang der Tat wird nie völlige Klarheir herrschen, denn es sind keine Zeugen vorhanden.

DieNiobe" im -Kiclev âkenal-Sako«

Die jetzt völlig aufgerichteteJliobe,

die nach der Bergung der Toten in den Hafen des Kieler Arsenals gebracht wurde, wo die Untersuchung über die Ursache des Untergangs erfolgen soll.

Obwohl das Schiff drei Wochen unter Wasser lag und dann am Meeresgrund entlang vom Fehmarn-Belt in die Kieler Förde gezogen wurde, weist der Rumpf nur geringfügige Be­schädigungen auf.

Wie der Mutiermdrder MieleBe ausdraO

Sujamani mit einem anderen Strafgefangenen aus Plötzensee entflohen Bisher keine Spur von den Ausbrechern 3m Auto entkommen?

Mit einem anderen Strafgefangenen, dem 27jährigen Arbeiter Julius Wisch­newsky, ist der 26 Jahre alte Calistros Thielecke, der am 6. August 1930 seine Mutter Camilla in Halensee ermordete, aus der Irrenanstalt des Berliner Gefäng- msses Plötzensee ausgebrochen. Thielecke hat noch neun Jahre und sein Komplice Wischnewsky hat noch drei Jahre seiner Strafe zu verbüßen.

Die verschiedensten Momente deuten daraufhin, daß die beiden Ausbrecher zumindest außerhalb des Gefängnisses Helfer gehabt haben. Aber auch innerhalb der Anstalt muß die Aufsicht nicht mit der gebotenen Sorgfalt gehandhabt worden sein. Sonst wäre die erfolgreiche Flucht des Mutter­mörders nicht zu erklären.

Seit feiner Verurteilung befand sich Thielecke, dessen Prozeß seinerzeit ungeheures Aufsehen er­regte, an der Strafanstalt Plötzensee. Da Lie Frage, ob der Muttermörder geistig gesund ist, noch im­mer nicht restlos geklärt erschien, wurde er auf ärztliche Anordnung in der Jrrenabteilung der Strafanstalt zur weiteren Beobachtung seines Geisteszustandes untergebracht. Dort lernte er den Arbeiter Wischnewsky kennen, der wegen Diebstahls «im Rückfall eine längere Strafe abzusitzen hat.

Sujamani, der Bedrängte

Schon während des Prozesses konnten sich die Sachverständigen über die Geistesverfassung des Angeklagten nicht einigen. Er selbst, der sich in seiner Jugend intensiv mit indischen Sprachen und Sanskrit beschäftigt hatte, nannte sichSujamani", der Bedrängte. Erwiesen ist ferner, daß Thielecke, der ein uneheliches Kind war, aus diesem Grunde sein ganzes Leben lang mit Minderwertigkeitsge­fühlen zu kämpfen hatte

Der Getötete hatte sich von seiner Frau scheiden lassen, weil er der Ansicht war, daß der 20jährige Metz mit der 30jährigen Frau ein Verhältnis unterhalte. Nach der Scheidung sind die beiden auch tatsächlich stets beieinander gesehen worden. Als das Liebespaar eines Abends spät von einer Zirkusvorstellung nach Hause kam, lauerte ihnen der geschiedene Mann der Frau auf und drang dann mit einem Holzknüppel und einem Revolver so lautet die Darstellung des Angeklagten auf ihn ein. In der Notwehr sei ihm nichts anderes übrig geblieben, als zum Messer zu greifen und zu­zustechen. Mit einem Stich in der Herzgegend fan­den dann Passanten den Schwerverletzten. Das Urteil lautete auf VA Jahre Gefängnis.

Das dritte Opfer der Offenthaler Bohnenvergiflung

Langen, 23. Aug. Wir berichteten vor einigen Tagen von der Erkrankung der Familie Fritsch in Offenthal bei Langen nach dem Genuß von einge­machten Bohnen. Der Mann und die 18jährige Tochter waren gleich darauf unter Vergiftungs­erscheinungen im Krankenhaus gestorben. Am Montag ist nun auch die Mutter, Frau Fritsch, der Vergiftung erlegen.

Todesopfer des Epperkshäufer Raubüberfalls

Dieburg, 23. Aug. Der von dem Epperts- Häuser Räuber angeschossene 30 Jahre alte August Müller aus Eppertshausen ist jetzt im hiesigen Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Der Räuber konnte trotz eifriger Bemühungen der Polizei noch nicht gefaßt werden.

Feuer im Bauernhof

Gießen, 23. Aug. Heute früh brach in dem Kreisorte Saasen auf dem Grundstück des Land­wirtes Ludwig Kraft Feuer aus, dem trotz eifriger Arbeit der Feuerwehr die Scheune mit dem gesam­ten Erntevorrat und die Stallungen vollständig zum Opfer fielen. Die Flammen wurden erst be­merkt, als sie bereits in großem Ausmaß aus dem Dachgiebel herausschlugen. Bei dieser Sachlage war es nur noch möglich, den Viehbestand und die

Um sie zu beschäftigen, hatten Thielecke und Wischnewsky in der Jrrenabteilung das Amt von Hilssflurreinigern erhalten. Hierdurch müssen sie Gelegenheit gehabt haben, sich Nachschlüssel für die Türen zu verschaffen, die von der Jrrenabteilung auf den Hof der Strafanstalt führen. Bei der Durchführung ihres Plans kam den beiden Aus­brechern der Umstand zugute, daß es Sonntag war und infolgedessen der Arbeitshof völlig menschenleer war.

Zunächst beschafften sie sich aus einer Geräte­kammer eine kleine Leiter und gelangten dann durch mehrere Türen auf den Arbe-itshof. Von hier aus kletterten sie mit Hilfe der Tvittleiter auf das Dach eines Schuppens und weiter auf d'e große Mauer, die den ganzen Komplex der Straf­anstalt umgibt.

Von Freunden mit einem Auto erwartet?

Das Verschwinden der Beiden wurde erst ver­hältnismäßig spät bemerkt. Die sofort in größtem Stil aufgenommene Verfolgung hat über den Ver­bleib der Ausbrecher noch (»ine Anhaltspunkte er­geben Ihr Fluchtweg konnte leicht rekonstruiert werden, da sie die Türen hinter sich offengelassen hatten.

Auf der Straßenseite fanden Kriminalbeamte an derselben Stelle, an der Thielecke und Wischnewsky die Mauer überklettert hatten, ihre Anstaltskleidung. Demnach muß es als sicher erscheinen, daß sie von Freuden dort erwartet wurden, die ihnen Klei­dung mitgebracht hatten. Die Polizei nimmt wei- er an, daß die unbekannten Helfer die Ausbrecher dann mit einem Auto in Sicherheit gebracht haben.

Mit einem großen Aufgebot von Polizisten und Kriminalbeamten ist die Suche nach den Entkom­menen ausgenommen worden.

in der Nähe der Scheune stehende Dreschmaschine zu retten. Die Feuerwehr mußte sich darauf be­schränken, das Wohnhaus und die benachbarten Gebäude der anliegenden Grundstückbesitzer zu sichern, was ihr in eifriger Arbeit auch gelang. Der Brand soll durch Kurzschluß entstanden sein.

Beim Rangieren verunglückt

Gießen, 23. Aug. Die Eisenbahndirektion Frankfurt teilt mit, daß heute vormittag kurz vor 10 Uhr beim Rangieren im Bahnhof Oberwidders­heim dem Zugführer Friedrich Lang aus Gießen der linke Fuß oberhalb des Knöchels abgefahren wurde. Der Verletzte wurde in die Klinik nach Gießen übergeführt.

lleberfall in der Bahnhofswirtschaft

Marburg, 23. Aug. Als vor einigen Wochen die Wirtin der Bahnhofswirtschaft des Südbahn­hofes um die Mittagszeit außer einem Gast allein im Wartesaal anwesend war und das Geld der Kasse nachzählte, wurde sie plötzlich von dem Gast angefallen und am Halse gewürgt, ^ie konnte sich aber losreißen, den Ausgang gewinnen und zwei Bahnbeamte alarmieren. Der Räuber, der es auf den Inhalt der Kasse abgesehen hatte, wurde fest­genommen. Vor dem Schöffengericht stellte sich heute heraus, daß man es mit dem 50jährigen, jetzt in Frankfurt a. M. wohnhaften schon mit Ge­fängnis und Zuchthaus vorbestraften Schlosser Schaffrick zu tun hatte. Schaffrick war mit einem Fahrrade nach Marburg gekommen, um sich an­geblich in hiesiger Gegend Lebensmittel zu be­schaffen, da er erwerbslos ist und keine Unter­stützung erhält. Das Urteil des Schöffengerichtes lautete wegen versuchten Raubes auf 1 Jahr Zucht­haus und 5 Jahre Ehrverlust.

Eine sensationelle Verhaftung

Der Einsiedler als Haupt einer weitverzweigten Falschmünzerbande

Dillenburg, 23. Aug. Eine aufsehenerregende Verhaftung wurde am Dienstag durch die Land­jägerei durchgeführt. Unter dem dringenden Ver­

dacht, bereits feit längerer Zeit in umfangreichem Maße Falschmünzereien betrieben zu haben, wurde der in Westdeutschland weit bekannte Einsiedler Reineck, der in einer schachtartigen Behausung in der Nähe der kleinen Gemeinde Seelbach im Kreise Siegen wohnte, dem Untersuchungsrichter zuge­führt. Die Landjägerei konnte in der Wohnung des Einsiedlers umfangreiches Material vorfinden, das zur Herstellung der Falschstücke benutzt worden ist. Insbesondere soll sich der Einsiedler mit der Herstellung von 5- und 2 RM-Stllcken befaßt haben. Es besteht der dringende Verdacht, daß Helfershelfer vorhanden sind. Der Einsiedler Reineck war eine besonders bei Ausflüglern be­kannte Persönlichkeit, die oft seine Einsiedelei be­suchten, deren geheimnisvolles Innere aber von Fremden nie betreten werden durfte. Reineck lebte angeblich von dem Verkauf von Ansichtskarten und den kleinen Gaben, die man ihm für fein Musizie­ren schenkte. Nun stellt es sich heraus, daß man es scheinbar mit dem Haupt einer weitverzweigten Falschmünzerbande zu tun hat. Reineck trat sogar kürzlich vor die breite Oeffentlichkeit, in dem er im Westdeutschen Rundfunk auf von ihm selbstverfer­tigten Musikinstrumenten gespielt hat. Seine Dar­bietung im Rundfunk wurde damals viel beachtet und als künstlerisch hochstehend bezeichnet.

Schweres Autounglück Ein Toler, sechs Verletzte

Siegburg, 23. Aug. Auf der Frankfurter Straße ereignete sich ein schweres Autounglück, das ein Todesopfer und sechs Verletzte forderte. Ein aus Honnef kommender Personenkraftwagen wollte einem Radfahrer ausweichen, rannte dabei einen Fußgänger um und fuhr gegen einen Baum. Der Fußgänger wurde in den Straßengraben geschleu­dert, wo er mit einem Schädelbruch und anderen schweren Verletzungen liegen blieb. Er starb kurze Zeit nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus. Von den Insassen des Autos erlitt eine Frau schwere Schnittverletzungen an Kopf und Armen sowie mehrere Rippenbrüche. Der Fahrer selbst trug schwere Verletzungen am Kopfe und an der Seite davon. Auch vier Kinder wurden mehr oder weniger schwer verletzt. Alle sechs wurden ins Krankenhaus geschafft. An dem Aufkommen der Frau wird gezweifelt. Das Auto ist vollkom­men zertrümmert. Die Schuldfrage ist noch un­geklärt.

Feuer durch Blitzschlag

Fürth i. O., 23. Aug. Während eines schwe­ren Gewitters schlug der Blitz in die Scheune des Landwirtes Georg Berg und zündete. Scheune und Stallungen standen in wenigen Minuten in hellen Flammen. Das Großvieh konnte gerettet werden, während das Federvieh verbrannte. Die Feuerwehr mußte sich darauf beschränken, ein Uebergreifen auf das bedrohte Wohnhaus zu ver­hindern. Die Scheune und das übrige Anwesen brannten ab.

Autofahrer schwerverletzt im Ehausseegraben aufgefunden

Rierstein, 23. Aug. In der Nacht zum Sonn­tag wurden zwischen Nierstein und Nackenheim ein Wiesbadener Herr und seine Braut, die mit ihrem Auto oerunqlückt waren, von einem Motorrad­fahrer im Chausseegraben bewußtlos aufgefunden. Die Verunglückten wurden nach Wiesbaden über­führt.

3m Schiersteiner Hafen ertrunken

Schierstein a. Rh., 23. Aug. Im hiesigen Hafen ist gestern abend der 23jährige Autoschlosser Adolf Heimerdinge ertrunken. Obwohl er nicht schwimmen konnte, begab er sich aus dem Becken für Nichtschimmer im Schwimmbad des Marine­vereins in das offene Wasser und ist dort plötzlich untergegangen. Es gelang zwar, den Untergegan­genen nach kurzer Zeit aufzufinden und an Land zu schaffen, die Wiederbelebungsversuche blieben jedoch ohne Erfolg.

Blitzschlag in eine Scheune

Hallgarken, 23. Aug. Bei dem gestern nacht gegen 1 Uhr über dem Rheingau niedergegangenen Gewitter schlug der Blitz zündend in die Scheune des Winzers Johann Johl. Das Feuer brannte die ganze mit Fruchtvorrat und Geräten gefüllte Scheune aus. Die Hallgarter Fueerwehr und die Wehr der Oestricher Fabrik mit der Motorspritze konnten erst nach vieler Anstrengung den Brand löschen.

Aus anet Wett

Dov Savo-Netfchek-NvoreS

Eine bedeutungsvolle Erklärung de« Staatsanwalts.

Berlin. 23. Aug. 3n der heutigen Verhand­lung des Earo-Petschek-Prozesfes stellte Professor Alsberg eine Reihe neuer Beweisanträge, denen Staatsanwalt Jäger lebhaft widersprach. Er be­merkte, sie seien unerheblich, da nach dem Stand der jetzigen Verhandlung eine strafbare Handlung des Angeklagten nicht mehr zu beweisen sei. Diese Aeußerung des Staatsanwalts rief sichtliche Bewe­gung im Gerichtsaal hervor.

Reue Amerikafahrt desGraf Zeppelin"

Friedrichshafen, 23. Aug. Das Luftschiff Graf Zeppelin", das am kommenden Montag wieder zu einer Südamerikafahrt startet, und zwar voraussichtlich gegen 5 Ahr morgens, wird am nächsten Sonntag einen Flug nach Frankfurt a. M. unternehmen, um über der Stadt anläßlich des Goethe-Jahres zu kreuzen. Das Luftschiff startet voraussichtlich gegen 8 Ahr morgens und wird in den frühen Rachmittagsstunden wieder in Fried­richshafen erwartet.

Drei Schweizer Studenten am Matterhorn tödlich abgestürzt.

Zermatt, 24. Aug. Am Matterhorn sind drei Studenten aus Sitten, Kanton Wallis, etwa 1500 Meter tief abgestürzt. Die Leichen wurden gebor­gen und werden nach Zermatt gebracht. Das Un­glück hat sich höchstwahrscheinlich schon am Freitag zugetragen.

Unserer heutigen Auflage liegt ein Prospekt der Fa. Gust. Pfordte, Essen, betr. XXIII. Volkswohl, lotterte bet