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Mnauemnzeiger E^VVe«eral Anzeigev für^vVd<tti<m Giadt und Land

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Nr. 162

Mittwoch, den

Vmrmr Siadt

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Lezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Lezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet./GeschäftssteNe: Hammerstr.9 Fernspr. 3956,3957,3958

12. SlUSUtt 1632

Doch ^-attttonsregierung in Kreutzen?

Günstigere Aussichten für die ^abinettsdiidnng

Landtag am 23. August?

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Reichswehrminister v. Schleicher hat, wie der ,D. A. Z." aus politischen Kreisen berichtet wird, »en nationalsozialistischen Stabschef Röhm am Nontag empfangen. *

Der Chef der Stab.es der SA., Röhm, und ter Berliner SA.-Führer Graf Helldorf veröffent- ichen Aufrufe an die SA., in denen zu Ruhe und Sesonnenheit ermahnt wird.

Im Zusammenhang mit den Handgranaten- mschlägen in Schleswig-Holstein ist u. a. auch der rationalsozialiftifche Reichstagsabgeordnete Moder, )er SS.-Standartenführer der vierten Standarte llltona, in der sich sämtliche vier Handgranaten- inschläge ereignet haben, verhaftet worden.

* Im Sonderprozeß wegen der Ohlauer Ueber- 'älle wurden der Bürgermeister des Ortes und nehrere Polizisten als wichtige Zeugen vernom­men.

5m Zollamt Frensdorfer bei Nordhorn (West­älen) wurde ein Kraftwagen aus Hamburg ange­halten. Bei dem Führer, dessen verdächtiges Be- aehmen eine eingehende Durchsuchung zur Folge hatte, wurden im Hosenbein versteckt 17 200 RM in 1000 und 100 Markscheinen vorgefunden, die er unangemeldet über die Grenze schaffen wollte.

Der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph" meldet, daß die Weltwirtschuftskon- serenz erst nach den amerikanischen Präsidentschafts­wahlen im November stattfinden werde.

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* Die endgültige Hebung derNiobe" soll am Mittwoch vormittag erfolgen.

*

Die bolivianischen Truppen führten am Mon­tag einen Angriff auf das auf paraguayanischem Gebiet gelegene Grenzfort Falcon aus, der jedoch abgeschlagen wurde. Mit Verlusten mußten sich tue Bolivianer zurückziehen. ,

Infolge der Wiedereröffnung von fünf Baum- wollwebereien kam es in Burnley, wo nahezu sämtliche Weber in den Streik getreten sind, zu hef­tigen Zusammenstößen zwischen den Streikenden und der Polizei. *

* Im Hause ihrer Schwiegermutter wurde die Gattin des Ozeanfliegers Lindbergh in den frühen Morgenstunden des Dienstag von einem gesunden Knaben entbunden.

Die Einstellung der Arbeit an dem neuen 70 000 Tonnen großen Dampfer der Cunard-Linie hatShipping World" zufolge die Regierung be­reits 500750 000 Pfund Sterling an Arbeitslosen- unterstützungen seit November gekostet, ganz abge­sehen von den hohen Kosten, die die Erhaltung des Schiffsrumpfes erfordert.

Dr. Josef Rauscher, der Chefredakteur der Dradag", soll, wie dieVoss. Ztg." zu berichten weiß, aus seinem Urlaub zurückgerufen worden sein. Das Blatt meldet ferner, daß bereits heute mit ihm verhandelt werben- soll und knüpft daran die Vermutung, daß auch er aus seinem Posten ausscheiden werde. $

Das heute erscheinende Justizministerialblatt bringt eine allgemeine Verfügung, nach welcher der Runderlaß des Ministers des Innern vom 5. August 1932 über die parteipolitische Betätigung der Beamten auch den Beamten der Justizverwal­tung umgehend zur Kenntnis zu bringen ist mit -dem Hinweis, daß sein Inhalt auf sie entsprechend Anwendung finde. *

Ein Gerichtsvollzieher, der heute früh unter dem Schutz mehrerer Polizeibeamter die Wohnung eines Kommunisten zwangsweise räumen wollte, wurde mit samt den Polizisten von einer kommu­nistischen Menge angegriffen. Aus dem Hause wurde kochendes Wasser auf die Beamten gegossen. Die Beamten wurden mit Steinen und Knüppeln

ißbandelt. Die Räumung konnte durchgeführt erden.

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wer!

Jnfolge der meteorologischen Verhältnisse ist der Start Piccards morgen unmöglich.

*

Bei der Exmittierung einer Familie sammelten sich in Berlin 200 Nationalsozialisten an, von denen 13 zwangsgestellt werden mußten, weil sie den Gerichtsvollzieher an der Exmittierung geâlt- fam hindern wollten.

*1 Näheres siehe politischen Teil.

VeeuSische ResievmtSsvev- bandlungen Ende der Woche

Berlin, 16. Aug. In unterrichteten parlamentarischen kreisen wird dem Nachrichten­büro des Vdz. erklärt, daß man vermutlich Ende dieser Woche bereits klarer sehen könne über die Neubildung der preußischen Regierung. Wan ist in diesen parlamentarischen Krei­sen optimistisch in bezug auf das Zustandekommen von Regierungsbildungsverhandlungen zwischen den Nationalsozialisten und dem Zentrum.

Bis vor den Reichstagswahlen hätten solche Verhandlungen immer unter der besonderen Schwie­rigkeit gestanden, daß das Zentrum nicht geneigt schien, den Nationalsozialisten die Position des preu­ßischen Ministerpräsidenten zuzugestehen. Für diese Haltung des Zentrums sei nicht bis zuletzt bestim­mend gewesen, daß in einem solchen Falle die Nationalsozialisten die Mehrheit im Dreimänner­kollegium erhalten würden und dann jederzeit in der Lage wären, den Landtag aufzulösen. Jetzt hört man in maßgebenden Zentrumskreisen, daß an der Frage des Dreimännerkollegiums jedenfalls nicht die Regierungsoerhandlungen als solche dauernd scheitern dürften. Unabhängig davon, wie der Aus­gang solcher Verhandlungen sein werde, könne man nach dem Ergebnis der Reichstagswahlen annehmen, daß die nationalsozialistische Mehrheit im Drei­männerkollegium nicht mehr so entschieden für eine baldige Wiederauslösung des Parlaments e'mtreten würde. Ob die zu erwartenden Regierungs­oerhandlungen einen positiven Ausgang neh­men, vermöge jetzt noch niemand zu sagen. Der Ver­such ihrer Durchführung müsse von verantwortlichen Politikern sofort unternommen werden. Aus dieser Meinung scheint sich zu ergeben, daß das Zentrum jetzt geneigter ist, den Nationalsozialisten die Position des preußischen Ministerpräsidenten zuzugestehen. In diesem Falle würde das Zentrum wahrscheinlich Wert darauf legen- den preußischen Innenminister-

Sitter über dieVevvandchnge«

Die NSDAP und die Regierung von Paven

Essen,J6. Aug. 3m Verlaufe einer Unterredung mit einem Vertreter derRheinisch- Westfälischer? Zeitung" über seine Berliner Besprechungen äußerste Adolf Hitler zur Frage seiner Haltung zur Regierung v. Papen u. a.: Er, Hitler, wisse, wie er und seine Bewegung weiter kämpfen werden. Er trete der Regierung v. Papen, deren Wanner er ja überhaupt zum größten Teil nicht kenne, so entgegen, wie er jeder sich national nennenden Regie­rung bisher entgegengelreten sei und entgegen treten werde. Er unterstütze oder dulde sie

solange, als er durch ihre Regierungstätigfeit Schwächung der marxistischen Front erkennen

Im Augenblick, da durch die Maßnahmen einer Regierung auf der nationalen Seite eine Stockung, auf der internationalen Seite aber eine Belebung eintrete, werde sie von ihm abgelehnt, ganz gleich, wer immer ihre Männer sein mögen. Grundsätzlich sei er der Ueberzeugung, daß jede Regierung schei­tern müsse und scheitern werde, die nicht eine feste weltanschauliche Verankerung in einer tragenden Bildung ihres Volkes habe.

Auf die Frage, ob er die schärfste Opposition der NSDAP, gegen die Regierung v. Papen ange­kündigt habe, äußerte Hitler, daß die nationalsozia­listische Bewegung

gegenüber der jetzigen Reichsregierung in die Opposition

trete. Die Schärfe dieser Opposition werde bestimmt durch die Größe des Schadens, der durch das Un­terbleiben einer Opposition entstehen würde.. Die Wahlen vom 31. Juli hätten in dieser Richtung be­reits klar erwiesen, wohin die Regierung von Papen mit ihren heutigen Männern führen werde und führen müsse. Denn auch eine Diktatur sei nur denkbar, wenn sie der Träger eines Volkswillens sei oder sicherste Aussichten habe, in kurzer und ab­sehbarer Zeit als solcher Träger des Volkswillens erkämpft zu werden. Er kenne aber keine Diktatur der Weltgeschichte, die sich endgültig in eine neue und anerkannte Staatsform umsetzen konnte, die nicht aus einer Volksbewegung herausgewachsen wäre.

Auf die Frage, ob es für die NSDAP, möglich gewesen wäre, den Spatzen in der Hand zu haben, statt die Taube auf dem Dach, erklärte Hitler:

Nein, ich werde niemals für ein Linsengericht die Erstgeburt verkaufen

In grundsätzlichen Dingen nehme ich lieber jeden Kampf und jede Verfolgung auf mich, als daß ich mir oder der Bewegung jemals untreu würde.

Auf die weitere Frage, wie die in Berlin mit Hitler anwesenden Führer, seine Entscheidung aufc

vielleicht in der Person des jetzigen stellvertretenden Reichskommissars Dr. Bracht, zu stellen.

Der Preußische Landtag, dessen Einberufung für die nächste Woche bevorstehen dünste, könnte bei einem positiven Verlauf der erwähnten Ver­handlungen bereits in diesem Sitzungsabschnitt die Wahl des Ministerpräsidenten auf die Tagesord­nung fetzen. Denn nach einer etwaigen grundsätz­lichen Einigung zwischen den beiden maßgebenden Parteien ließe sich die Regierungsbildung ohne Mühe innerhalb von 48 Stunden durchführen. Land- tagspräsidenl Kerrl hat übrigens sämtliche Presse­karten zum 30. September ds. Js. für ungültig er­klärt. Für die Erneuerung der Karten sind ein­schränkende Bestimmungen vorgesehen und die Er­klärung, für welche politische Partei ausschließlich oder vorwiegend berichtet werden soll.

Eivvevukuvs des VveuMMo« Landtags rum 25. August

Berlin, 16. Aug. Wie wir von unterrichteter Seite hören, sind Bestrebungen im Gange, den Preußischen Landtag für den 25. August zusammen­zuberufen. Landlagspräsident Kerrl soll auch bereits seine Zustimmung gegeben haben.

eine Stärkung der nationalen und könne.

genommen haben, erklärte Hitler: Meine

eine

Führer anders

würden mich nie verstanden haben, hätte ich gehandelt. Wenn ich mich hundertmal sachlich irren sollte, so würden sie mir leichter verzeihen, als wenn ich auch nur einmal die Ehre der Bewegung oder die Grundsätze unseres Kampfes verleugnen wollte. Sie stehen heute mehr denn je zuvor wie ein Mann hinter mir.

Am Schluß der Aussprache äußerte Hiller auf die Frage, was die Bewegung gegen die politischen Terrorakte zu tun gedenke, es gäbe ein Recht der Notwehr, das wir uns auch auf die Dauer nicht abschwächen lassen durch die dummen Phrasen von Ruhe und Ordnung". Die Partei kämpfe um Macht und ihr Weg werde bestimmt durch Methoden der Gegner.

die die

Ein Aufruf KoehmS an die SA

Kurze Kampfpause für die S. A.

München, 16. Aug. ImVölkischen Beobachter" veröffentlicht Stabschef Roehm einen Aufruf an die S. A.- und S. S.-Männer. Darin heißt es u. a.: Der Führer hat am 13. August ein Ansinnen, das hinzunehmen ihm Volk und Würde und die An­erkennung eurer Kämpfe und Opfer verbieten, zu­rückgewiesen. Der weitere Weg ist damit vorgezeich­net. Politische Einsichten dämmern langsam Die Macht der Verhältnisse wird jedoch das Tempo be­schleunigen. Die Fronten stehen klar: Hier NSL>AP., dort alle übrigen Parteien und Ver­bände. Wir kämpfen allein, und diese stolze Erkenntnis kann unseren Kampfesmut nur stärken. Noch entschlossener wird unser Wille, unsere Be­dingungen werden härter, die Einsätze und Opfer sich erhöhen. In berechtigter Abwehr der marxisti­schen Bluttaten ist in einigen besonders bedrohten

(Fortsetzung auf Seite 2)

Spanien nach dem putsch

Das Kabinett Azana im Kampf

Aus Madrid wird uns geschrieben: Nun hat die spanische Republik ihren ersten Mili­tärputsch hinter sich. Die Monarchisten haben die Kraftprobe nicht bestanden. Ihr Mißerfolg hat ihrer Sache erheblich geschadet, und es wird eine gute Weile dauern, ehe sie sich von der Schlappe erholen werden. Aber so weit vom Siege, wie man es vermuten könnte, waren sie nicht. Es hat nicht viel gefehlt, und sie hätten Madrid, Sevilla und einige andere Hauptpunkte des Landes erobert. Die Repu­blik kann sich weder auf das Heer, noch auf die Gendarmerie ganz verlassen das ist die Lehre des Putsches, wohl aber läßt sich leicht voraussagen, was nach einem militärischen Sieg der Monarchisten geschehen würde: ein Generalstreik von ungeahnter Schärfe hätte die Sieger in kurzer Frist zu Besiegten ge­

macht.

Ende gut alles gut", dieses geflügelte Wort gilt auch für die Spanier, deren see­lisches Gleichgewicht sehr schnell wieder gestellt wurde. Die Aufrührer sitzen Madrider Militärgefängnis, die höchsten

her-

richtsbehörden haben alle Hände voll zu und die Regierung ist ihrerseits längst Tagesordnung übergegangen. Die armen

im Oea tun, zur Ab-

geordneten haben es schwer: sie müssen tagen trotz der unerträglichen Hitze, die in Madrid, einer der heißesten Städte Europas, in diesem Sommer wie seit Jahren nicht mehr herrscht.

Es ist zum ersten Mal in der Geschichte Spaniens, daß ein Parlament im Sommer tagt. Aber der Ministerpräsident Azana will von Ferien nichts wissen. Er sagt:Wenn die Cortes wegen der Hitze ihre Arbeiten unter­brechen sollen, würden sie dasselbe einige Mo­nate später mit demselben Recht wegen der Kälte tun können", wohin sollte dies führen. Also bleiben die Abgeordneten hübsch beisam­men, mitunter müssen sie sogar Nächte hin­durch im Kongreßgebäude durchwachen.

Azana ist ein energischer Mann. Er hat sich in den Kopf gesetzt, sein Programm um jeden Preis so schnell wie, möglich durchzuführen und den übernommenen Pflichten mit größter Entschlossenheit nachzukommen. Als der Führer der Radikalen, die sich ja in der Opposition zu der sich auf die Sozialisten stützenden Re­gierung befinden, Lerroux, kürzlich im Par­lament den Rücktritt der Regierung verlangte (was übrigens die Radikalen nicht hinderte, kurz darauf für dieselbe Regierung zu stim­men), hat Azana seinem ehemaligen Minister­kollegen in aller Ruhe geantwortet, daß die Regierung im Amt bleiben werde, solange sie sich auf eine treue Mehrheit stützen könne und bis sie ihre Ziele erreicht habe. Diese Ziele sind das katalanische Statut und die Agrar­reform. Das erste wurde den Katalanen laut dem berühmten Pakt in San Sebastian im August 1930, die zweite den Sozialisten einige Monate später versprochen, beides Verein­barungen, die den glücklichen Verlauf des Um-

Azana ist nicht der Mann, der seinen Ver­sprechungen untreu wird und die beschlossenen Vereinbarungen nicht einhält.

Das katalanische Statut sollein für alle­mal" die katalanische Frage lösen. Katalonien soll eine seiner Eigenart entsprechende Ver­fassung bekommen. Die Autonomistenbestre- bungen der katalanischen Nationalisten sollen durch weitestgehende Selbständigkeit inner­halb der spanischen Republik durchkreuzt wer­den. Die Cortes-Debatte und die Abstim­mungen über das Katalanenstatut sind Prüf­steine für die schöpferische Kraft des jungen Staates. Die Katalanen sind nicht immer von den Kompromissen, die Azana mit der Cortes- Opposition eingeht, entzückt. Sie stoßen Drohungen gegen die Regierung aus. Es bleibt aber bei diesen Drohungen nicht, und die Un­

Me hsuttse Stammet umfaßt 10 Sette«