Einzelbild herunterladen
 

Seife 10

Samskag, den 30. Juli 1932

Ar. 17T

VoMisOe âGviOLesr KeMiche NEk

Dev Antrag auf SevtasinnsS- Sndevnns

den der volksparteiliche Abg. Dr. Niepoth im Landtag eingebracht hat, lautet:

Artikel 38 der Verfassung enthält folgende Fas­sung: Absatz 1 bleibt unverändert.

Absatz 2 wird wie folgt geändert: Wenn das Gesamtministerium zurücktritt, so muß es die Staatsgeschäfte solange fortführen, bis der Landtag den Staatspräsidenten neu gewählt und die von ihm berufenen Mitglieder des Gesamtministeriums bestätigt hat. Mit Ablauf des dreißigsten Tages nach seinem Rücktritt, oder wenn innerhalb dieser Zeit der Landtag aufgelöst wird, mit Ablauf des 30. Tages des neuen Landtages, erlischt diese Pflicht. Der Präsident des Oberlandesgerichts übernimmt alsdann die Geschäfte des Staatspräsi­denten bis zu dessen nach Artikel 37 erfolgenden Neuwahl und beauftragt für die gleiche Zeitdauer den obersten Beamten in jedem Ministerium mit dessen Leitung und mit der Wahrnehmung der Dienstgeschäfte eines Mitgliedes des Gefamtministe- riums. Diese Beamten bedürfen nicht der Bestäti­gung des Landtages. Im Falle der Verhinderung des Präsidenten des Oberlandesgerichts tritt an feine Stelle der Präsident des Verwaltungsgerichts­hofes.

Eventualantrag: Im Falle der Ablehnung obi­gen Antrages beantrage ich:

Artikel 38, Absatz 3 der Verfassung erhält fol­gende Fassung: Der Landtag kann jederzeit die Abberufung einzelner Mitglieder des Gesamt- ministeriums verlangen. Dies gilt auch für die Mit­glieder eines nach Absatz 2 des Artikels 38 gefchäfts- führenden Gesamtministeriums. Im Falle der Ab­berufung eines geschäftsführenden Ministers hat der geschäftsführende Staatspräsident den obersten Beamten seines Ministeriums mit dessen Leitung und mit der Wahrnehmung der Dienstgeschäfte eines Mitgliedes des Gefamtminsterums bis zu dessen gemäß Artikel 37 erfolgenden Neuwahl zu beauftragen. Dieser Beamte bedarf nicht der Be­stätigung durch den Landtag. Wird der geschäfts­führende Staatspräsident abberufen, so übernimmt mit Ablauf des auf die Abberufung folgenden Ta­ges der Präsident des Oberlandesgerichts die Ge­schäfte des Staatspräsidenten bis zu dessen nach Artikel 37 erfolgenden Neuwahl.

Sevfiâvkuug des o^en- vmrslMen VoRrelbeftände dusch SG UN* GA Leuie

Oldenburg. 29. Juli. Der oldenburgische Ministerpräsident erklärte, daß sich die olden­burgische Regierung gezwungen gesehen habe, in anbetracht der außerordentlichen Ueberlastung der staatlichen Polizei diese in ihrem Bestand zu ver­stärken. Bei der heute vorliegenden Krisenzeit sei es erforderlich gewesen, daß sofort eine Hilfspolizei geschaffen wurde. Diese Hilfspolizei in Stärke von 230 Mann ist gestern eingestellt worden, und zwar besteht sie aus ausgesuchten Männern der SS. und SA.

Auf eine Anfrage wegen der Polizeiverstärkun­gen in Oldenburg ist vom oldenburgischen Ministe- rium mitgeteilt worden, daß die früheren SA.- und SS.-Männer, die jetzt in die Polizei eingereiht worden sind, nunmehr keine Verbindung mehr mit der Partei haben, sondern ausschließlich Beamte der Polizei sind. Man habe diese Art der Verstärkung der Polizei gewählt, weil bestimmte Anzeichen dafür vorgelegen hätten, daß von kommunistischer Seite irgendwelche Unruhen beabsichtigt waren und für eine schnelle Auffüllung der Polizei habe Sorge getragen werden müssen.

Deuischuatisuate Vekchwesde übev Ministes- vvMdeut RSvev-Sweubuvs

Berlin, 30. Juli. Der Fraktionsführer der deutschnationalen Fraktion im letzten Reichstag, Dr. Oberfohren, hat, wie die Blätter berichten, an den Minister des Inneren von Gayl, ein Schreiben gerichtet, in dem er auf die Reden des national­sozialistischen oldenburgischen Ministerpräsidenten Röver hinweist. Dieser habe die DNVP. wieder­holt im Wahlkampf beschimpft. Oberfohren bittet den Reichsinnenminister, der in Preußen durch sein Eingreifen verhindert habe, daß höchste Staats­beamte als Parteiagitatoren auftreten und Staats­autorität und -Ansehen beeinträchtigen, auch den oldenburgischen Ministerpräsidenten dahin anzu­weisen, daß er in seinem künftigen Auftreten den Umstand beachte, daß er als Ministerpräsident nicht in Den Formen auftreten dürfe, die ihm als par­teipolitischem Organisationsleiter offenbar zulässig erschienen. Die Würde des Staates und die Würde des Beamtentums machten eine solche Einwirkung von Reichswegen erforderlich.

«Esche jNesssvftecheeei

Berlin, 29. Juli. Ein 35jähriger nationalsozia­listischer Zettelverteiler wurde heute früh in der Prinz-Handjervy-Straße in Berlin-Neukölln von mehreren Kommunisten überfallen und zu Boden geschlagen. Man brachte ihm einen Messerstich in den Rücken bei. Er mußte schwer verletzt in das Krankenhaus gebracht werden. Der vermutliche Täter, bei dem man ein feststehendes Messer fand, und vier weitere Personen wurden der politischen Polizei zugeführt.

Zu einer weiteren politischen Gewalttat kam es bald darauf in der Richardstraße in Neukölln. Hierbei wurden zwei nationalsozialistische Zettel, Verteiler niedergeschlagen und durch Messerstiche verletzt, sie konnten nach Anlegung von Verbänden

Iwet romantische Gewftmovde

Die schönste polnische Dichterin vergiftet sich. Selbstmord aus unglücklicher Liebe. Rätsel­hafter Freitod des amerikanischen Tabakton igs. Ein Erbschaftsprozeß um 100 Millionen.

In Warschau erregte vor einigen Tagen der Selbstmord der berühmten Dichterin Radziwa- nowska das größte Aufsehen. Die junge Dichterin, die erst 29 Jahre alt war, gehörte zu den hervor­ragendsten Talenten der polnischen jungen Gene­ration. Ihre Romane behandeln die modernsten, sittlichen und sozialen Probleme, die künftige Ge­staltung der Ehe und des Verhältnisses der Ge­schlechter zu einander. Ihr geistreicher Stil, ihre Freiheit der Lebensbetrachtung und ihre künstle­rische Gestaltungskraft berechtigten zu den besten Hoffnungen. Die Radziwanowska, die einer be­güterten und angesehenen Familie entstammt, kannte nicht die kleinen materiellen Sorgen des Lebens. Da sie nicht nur von jungem Ruhm ge­krönt, sondern auch eine Frau von außergewöhn­licher Schönheit und darum von der vornehmen männlichen Jugend umschwärmt war, galt sie für eine wahrhaft glückliche Frau. Darum kam die Nachricht von ihrem Selbstmorde aller Welt über­raschend Sie hatte noch am Tage ihres Freitodes in lustigster Stimmung Tennis gespielt, und nichts deutete darauf hin, daß sie sich mit so furchtbaren düsteren Gedanken trug. Als sie von der Tennis­partie nach Hause kam, öffnete sie in ihrer Woh­nung die Gashähne und nach einigen Stunden wurde sie entseelt aufgefunden. Wiederbelebungs­versuche waren erfolglos. Es heißt, daß sie, die von den meisten Männern verehrt und angebetet wurde, Liebe zu einem jungen Sportsmann der Warschauer Gesellschaft gefaßt hatte, und diese Liebe wurde nicht erwidert. Auf dem Sportplatz dürfte ihr eine Unterredung mit dem geliebten Manne die Gewißheit gebracht haben, daß sie auf Gegenliebe nicht rechnen könne, und sie glaubte, diese schwere Enttäuschung nicht überleben zu kön­nen. In ihrem dichterischen Nachlaß sollen sich zahlreiche Romanmanuskripte befinden, deren Ver­öffentlichung sie kurz vor ihrem Tode geplant hatte. Ihre unglückliche Leidenschaft hat sie aber alle ihre künstlerischen Absichten vergessen lassen.

*

Amerika hat wieder seinen sensationellen Erb- schaftsprozeß, dem der angebliche Selbstmord eines der reichsten Erben der Vereinigten Staaten zu Grunde liegt. Es handelt sich um den jungen amerikanischenTabakkönig" Smith David Rey­nolds, der trotz seiner 20 Jahre schon Leiter der Rissenunternehmungen war, die ihm sein verstor­bener Vater hinterließ, und deren Wert auf mehr als 100 Millionen Dollar geschätzt wird. An barem Gelde hat Smith D. Reyndlds von seinem Vater 25 Millionen Dollars geerbt, denn die Tabak-

in ihre Wohnungen entlassen werden. Auch In diesem Fall wurde ein Kommunist festgenommen.

Zusammenstoß zwischen MommnnMen und Nolire!

Ein Toter

Hindenburg, 30. Juli. Hier kam es gestern abend zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen Kom­munisten und Schutzpolizeibeamten, die von einem Manne zu seinem Schutz herbeigerufen worden waren, da er angeblich von Kommunisten überfallen worden war. Als die Polizisten an die bezeichnete Stelle kamen und die Kommunisten zerstreuen wollten, fielen plötzlich Schüsse, durch die drei Be­amte verletzt wurden. Die Beamten erwiderten darauf das Feuer. Dabei wurde der Kommunisten­führer I a n u s z o k, der mit hocherhobener Pistole dazukam, von einem Beamten so schwer verletzt, daß er bald darauf feinen Verletzungen erlag. Das Ueber- fallkommando zerstreute dann die Menschenmenge. Beim Absuchen der anliegenden Häuser und Höfe wurden insgesamt 7 Verletzte mit Ober- und Unter­schenkelschüssen aufgefunden, die aber nicht lebens­gefährlich sind. Unter den Verwundeten befinden sich drei Kommunisten.

Dee Slbrus bet Veteranen aus Washington

Washington, 29. Juli. Die Veteranen haben nunmehr-auch das letzte ihrer hiesigen Zeltlager aufgegeben und ziehen von Kaoalleriepatrouillen bis zur Stadtgrenze eskortiert, in ziemlich geordneten Formationen, etwa 4000 Mann stark, durch den Staat Maryland nach Pennsylvania. Der Gou­verneur des Staats Virginia verbot ihnen den Zu­tritt und alarmierte die Miliz, um die Zufahrts­straßen abzusperren. Die Veteranen hoffen, sich in Johnstown (Pennsylvania) zu sammeln und dort eineKhalihemd-Brigade" zu bilden, um im näch­sten Winter erneut gegen Washington vorzustoßen. Außer einem Toten wurden im gestrigen Kampf mit der Polizei und den Truppen 33 Veteranen, 16 Schutzleiute, 5 Soldaten und etwa 15 Zivilisten ver­letzt. Die Zeitungen bringen vielseitige Schilde­rungen und ganzseitige Bilder, sie mahnen jedoch zur Ruhe. Die republikanischen Blätter erklären, daß die Taktik der Veteranten nicht der amerikanischen Auffassung von der Demokratie entsprochen habe, während die demokratischen Zeitungen vonHoo­vers gigantischem Fehler, Mitbürger durch Ka­vallerie zu verjagen" sprechen.

Washington, 29. Juli. Die Haupttruppe der Bonus-Armee" hat jeden Widerstand aufgegeben und entfernt sich langsam aus der Hauptstadt. Die ehemaligen Soldaten bilden mit ihren Frauen und Kindern mitleiderregende Gruppen, sie tragen in bunt gewürfelten Paketen ihre ganze Habe, sie machen lange Ruhepausen. Zahlreiche Automobi­listen helfen ihnen, die erste Etappe ihres Rück­marsches zurückzulegen. Unterdessen wird das Weiße

geschäfte Reynolds hatte«»'besonders im Kriege und in der ersten Nachkriegszeit einen ungeheuren Auf­schwung genommen. Reynolds war es, der tm Kriege das amerikanische Heer mit Zigaretten und Pfeifentabak versorgte. In der Nachkriegszeit, als in der ganzen Welt besonders der Zigarettentabak sehr knapp war und auf dem Zigarettenmarkt große Hausse herrschte, weil der Export aus Maze­donien und Griechenland sowie der tabakprodu­zierenden Länder wegen des damaligen Mangels an Schiffsraum fast ganz darniederlag, riß der alte Reynolds das Zigarettengeschäft der ganzen Welt an sich. Er hatte rechtzeitig vorausgefehen, daß der Krieg eine ungeheure Steigerung des Ta­bakverbrauchs bringen werde und bald nach Aus­bruch des Krieges zu billigem Preis alle Tabak­vorräte aufgekauft, die er erreichen konnte. Da­mals wurden in der ganzen Welt die sogenannten amerikanischen" Zigaretten geraucht, die einen herben, absonderlichen Geschmack aufweisen. Diese geglückte Spekulation brachte dem alten Reynolds die runde Summe von 50 Millionen Dollars ein. Der junge Smith D. Reynolds in North Carolina übernahm also ein gediegenes Geschäft. Aber ihm spielte die Liebe einen Streich. Er hatte sich in die junge Schauspielerin Lilly Holmann verliebt, als er sie in Newyork im Theater sah, hatte er sich von feiner ersten Frau scheiden lassen und die schöne Lilly geheiratet, die zwei Jahre jünger ist als ihr verstorbener Mann. Vor einigen Tagen wurde der junge Ehegatte in seinem Schlafzimmer er­schossen aufgefunden. Angeblich hat er Selbst­mord begangen. Der Grund dazu soll Eifersucht gemessen sein, weil seine junge Gattin für einen anderen Mann zärtliche Gefühle gehabt haben soll. Man wird die Ergebnisse der gerichtlichen Unter­suchung abwarten müssen. Inzwischen ist aber schon um das Barvermögen, das der junge Rey­nolds hinterlassen hat, nämlich um 25 Millionen Dollar, ein heftiger Erbschaftsstreit entstanden. Aus seiner ersten Ehe hat Reynolds nämlich eine Toch­ter, die die gesetzliche Erbin ist. Die Witwe aber erklärt, daß sie die Erbin sei, und hat bereits die gerichtlichen Schritte unternommen, um sich das große Erbe zu sich--rn. Zuerst muß aber die Unter­suchung zu Ende geführt werden, ab Reynolds wirklich Selbstmord verübr hat, oder ob ein Mord vorliegt wie die Polizei annimmt und wer der Mörder ist. Erst nachher können die Erbschafts­streitigkeiten behandelt werden. Amerika sieht der Erörterung dieses Gesellschaftsskandals mit größter Erregung entgegen.

Haus von der Polizei weiter bewacht. Das Militär hält noch das gestern in Brand gesteckte Lager besetzt.

DeffimiRitoet Ausblick aus das Gvsebnis von Sttawa

London, 29. Juli. Eine interessante Beurteilung erfährt der augenblickliche Stand der Ottowa-Kon- ferenz in der heutigen Nummer desNew States- man and Nation" worin es heißt: Die Vor­bereitungen für die Verhandlungen waren fo daß sie auf eine Aufforderung an die Dominions hin­ausliefen, en bloc einen Druck auf Großbritannien auszuüben. Der einzige befriedigende Punkt war, daß der Wunsch der Dominien-Regierungen nach einem Präferenz- oder Quotensystem für Weizen durch die Gegnerschaft der Weizen produzierenden Dominions vereitelt wurde, die eingesehen haben, daß ihre Interessen in einem möglichst freien Welt­markt liegen. Hinsichtlich aller änderen Lebens­mittel ist bie Lage sehr bedrohlich. Man verlangt von uns die Einführung hoher Zölle auf so gut wie alles, mit Ausnahme von Weizen. Auch Wei­zen ist eigentlich nicht ganz von der Lifte ver­schwunden, denn es werden Forderungen nach einem Boykott russischer Produkte, namentlich Weizen und Bauholz, im Interesse der Dominien-Produ- zenten erhoben. Selbst wenn die Dominien-Regie­rungen entgegenkommender Stimmung wären, könn­ten sie den britischen Fabrikanten keine Gegenseitig­keit anbieten, die ihre Forderungen aufwöge, ganz abgesehen von den unglückseligen Wirkungen auf den Welthandel, die ein solcher Sieg wirtschaftlichen Imperialismus bedeuten würde. Es sieht aus, als ob von den britischen Völkern gegen gewisse be­grenzte Vorteile, vor allem für Stahl und Kohle, hauptsächlich auf Kosten der Vereinigten Staaten verlangt wird, ein ausgebreitetes Vorzugs- und Quotensystem für lebenswichtige Nahrungsmittel anzunehmen, die Russen zu boykottieren und die zur Finanzierung des russischen Handels gewährten Kre­dite zu gefährden und Großbritannien und wahr­scheinlich auch Skandinavien zu verwickeln. Wir hoffen, schließt die Zeitschrift, daß die Opposition im Parlament es sofort klarmachen wird, daß sie sich weigert, an einen Plan gebunden zu sein, der be­rechtigt ist, die Lebenskosten in England zu erhöhen und uns mit vielen unserer besten Kunden zu ver­feinden und die unheilvolle Tendenz zur Erhöhung von Zöllen und zur immer größeren Beschränkung der Möglichkeiten des Welthandels zu verstärken.

Raubmord

Berlin, 30. Juli. Der Kraftwagenführer Kurt Gladie, der seit einigen Tagen vermißt wurde, ist gestern abend bei Lichtenrade im Chaussee graben er­mordet aufgefundön. Es liegt Raubmord vor.

Zwei deutsche Alpinisten im Mont Blanc-Gebiet abgestürzt

Ehamonix, 29. Juli. Bei dem Versuch, ohne Führer den Mont Blanc zu besteigen, sind zwei deutsche Alpinisten, deren Persönlichkeiten noch nicht

30 Tage will sie in der Luk bleiben

Die Engländerin Blrs. Bruce, die durch ihren England Japan-Flug im Jahr 1930 Weltberühmtheit erlangte, ist jetzhaufgestieger g um mit ihrem Flugzeug 30 Tage ununterbrochen in der Luft zu bleiben, und damit den Dauerwelt rekorü, den die Amerikaner halten, für Englan zu gewinnen. Brennstoff und Lebensmittel werde, während der mehr als 4wöchigen Flugzeit inird Tankflugzeuge zugeführt werden.

feststehen, 30 Meter tief ab gestürzt und schwer ver letzt worden. Sie waren von zwei Oesterreicherr begleitet, von denen einer bei den Verletzten blieb während der andere Hilfe herbeiholte. Zwei Ber gungsmannschaften sind zur Unfallstelle unterwegs

Seinen Baser erschossen

Bunzlou, 30. Juli. Der Arbeiter Karl Ander« erschoß in der vergangenen Nacht seinen 64 Jahn alten Vater. Der Sohn lebte seit langer Zeit mi seinem Vater in Streit. Aus Betreiben des Sohnes war der Vater entmündigt wvvden.

«ueewüuschtev Gvute- vetchtum

Wie in Kanada den Weizen, 'm den Vereinigten Staaten die Baumwolle und in Brasilien den Kaffee, so betrachtet man in Frankreich den Wem als einen unerwünschten Erntesegen. Die franzö­sische Regierung hat ungeordnet, daß vorläufig ein Drittel der Weinernte in Frankreich und Algerien von dem Markte zurückgohalten werden soll. Dieses Fall ist durch ein Gesetz aus dem vorigen Jahr, vorgesehen, das der französischen Regierung i>V Vollmacht gibt, den Weinverkauf nach den Bedürf­nissen des Marktes eMMfchränken. Von der Voll­macht wird zum ersten Male in diesem Jahre Ge­braucht gemacht. Aller Voraussicht nach wird in diesem Jahre die Weinernte in Frankreich sehr reichlich ausfallen.

1900 gab es auf der Erde 278 Großstädte, heute gibt es über 400.

Zucker schmeckt man noch in einer Lösung von 1 zu 228, Kochsalz in einer solchen von 1 zu 640.

Seit bet âMABue.

3mModernen Theater" gibt es einen Marlene DietrichfilmM a r o k k o". Man freut sich ob des Wiedersehns dieser großen Darstellerin, auch wenn sie zu uns amerikanisch kommt. Der Film spielt in Marokko; dort lernt die Varietesängerin einen vor Edelmut und Reichtum triefenden Weltenbummler kennen. Sie will feine Frau werden, doch hat es ihr ein Fremdenlegionär angetan, ein Abenteurer, ein wilder Junge, erst spielt sie mit ihm, bis es sie gepackt hat und sie ihm verfällt. Sie läßt das Ver­lobungsmahl und geht mit dem Legionär in die Wüste. Diese romantische Fabel ist zu einem span­nenden Film umgeschaffen, der in Marokko spielt und ein lebendiges Bild von dem Leben in Nord­afrika vermittelt. Marlene Dietrich und ihre Gegen­spieler Denjon und Cooper sind von starker Wir­kung. Der Film wird trotz der englischen Sprache einen großen Erfolg haben. Erwähnenswert ist das ausgezeichnete Beiprogramm.

Oeteine, Deesammlunse«

Zenkrumspartei. Sonntag abend Zusammen­kunft im Hecht. Bekanntgabe der vorläufigen Wahl­ergebnisse. Montag abend Monatsversummlung.

1. Hanauer Schwimmverein 1912 e. V. Morgen Sonntag Ausflug zum Schwimmfest nach Aschaffen­burg per Auto. Fahrkarten 1 RM, Abfahrt 1 Uhr am Vereinsbad. Teilnehmer wollen sich bis heute abend in die Liste im Bad eintragen. 7229

Marine- und Kolonialtruppenverein. Montag, 1. August, abends 8 Uhr, Monatsversammlung im Vereinslokal Reis. 7162

Gemeinnütziger Hausfrauenverein. Zusammen­kunft vom 3. August fällt aus. 4. August gemein­samer Ausflug nach Gravenbruch. Vereinsdiener erscheint am 1., 2., 3. und 8. bei den Mitgliedern.

7245