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5. Iull 1932

«Esche Kachvichte«

Shvonik dev Zubammen-MKe

Witten, 15. Juli. Am Neumarkt kam es gestern nachmittag zwischen Nationalsozialisten und Mit­gliedern der Eisernen Front zu Auseinandersetzun­gen, wobei 10 Schüsse abgegeben wurden. Ein Beteiligter erhielt einen Oberschenkelschuß; zwei Personen wurden festgenommen. Ein zweiter Zu­sammenstoß zwischen Nationalsozialisten und Reichsbanner ereignete sich vor dem Parteilokal der Nationalsozialisten. Die Polizei nahm eine Haussuchung vor und beschlagnahmte Schuß- und Hiebwaffen. Bei einer Schlägerei zwischen Kom- rnunisten und Nationalsozialisten erhielt ein Kom­munist einen Stich in den Hals.

Düren, 15. Juli. Zu schweren Zusammenstößen >kam es hier gestern in den Mittagsstunden vor dem Arbeitsamt. Eine große Anzahl Erwerbsloser wollte die Unterstützung abholen, als plötzlich meh­rere Schüsse fielen. Es kam zu einer Schlägerei, b'ei der mehrere Anhänger der Kommunisten schwer verletzt wurden. Von den Nationalsozialisten trug èiner eine klaffenden Wunde am Kopfe davon. Das 11 eb er pal M o mmanb o der Polizei nahm mehrere Kommunisten fest, in deren Besitz sich Schußwaffen befanden.

Wuppertal, 14. Juli. In Barmen wurden heute nacht zwei Nationalsozialisten von einem Trupp Kommunisten an eine Hauswand gestellt und durchsucht. Als sie dann weggehen wollten, wurden auf sie mehrere Schüsse abgegeben. Beide erhielten Oberschenkelschüsse.

ZuÄthausftvakon fite vEsthe NebevsSUe

Nürnberg, 14. Juli. Das Schöffengericht verurteilte heute zwei Kommunisten, die an einem Aeberfall auf Nationalsozialisten am 11. Juli be­teiligt waren, zu fünf und drei Jahren Zuchthaus.

In den Holzschuppen des Antwerpener Hafens brach gestern ein riesiger Brand aus. Einzelheiten fehlen noch.

Protest Dänemarks gegen die norwegische GrSnland- okknNation

Kopenhagen, 14. Juli. Das Ministerium des Aeuhern teilt mit: Minister Stauning hat heute als amtierender Minister des Aeußern dem norwegi­schen Gesandten Huitfeld eine Note überreicht, in der die von der norwegischen Regierung am 13. Juli notifizierte Erklärung der Okkupation des Ge­bietes an der südöstlichen Küste Grönlands als un­berechtigter Uebergriff und als ein Bruch des gel­tenden Rechtszustandes bezeichnet und mitgeteilt wird, daß die dänische Regierung beabsichtigte, vor dem Ständigen Internationalen Gerichtshof im Haag gegen den von norwegischer Seite vorgenom­menen Schritt Klage zu führen und zu verlangen, daß er für rechtswidrig und ungültig erklärt wird. Der König hat die Einreichung dieser Klage sanktioniert.

Das Urteil im Landfriedensbruchprozeß Horn

Berlin, 14. Juli. Im Prozeß Horn und Ge­nossen, bei dem es sich um einen Feuerüberfall von Mitgliedern der kommunistischen Ortsgruppe Fried­richsfelde auf Nationalsozialisten im November 1931 handelte, wurden fünf Angeklagte zu 1^ bis 3 Jahren Zuchthaus, ein Angeklagter zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt.

Bei den in Wien geführten Handelsvertrags- Verhandlungen zwischen Oesterreich und Ungarn ist bisher weder über die Grundlage des neuen Han­delsvertrages noch über eine Verlängerung des bis­herigen Provisoriums eine (Einigung erzielt wor­den. Mit dem 15. d. M. tritt daher zwischen Len beiden Staaten der vertragslose Zustand in Kraft. Beide Teile sind über die allgemeine Fortsetzung der Verhandlungen übereingekommen. Die Gültig­keit des Clearingabkommens ist auf Grund eines Notenaustausches bis zum 14. August verlängert worden.

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Die United Preß erfährt, der russische Der- gnügungstrust Gometz beabsichtige, den deutschen

Zirkus Sarrasani, der sich in großen Geldschrbierig- keiten befinde, zu kaufen. Es sei geplant, die ge­samte Zirkuseinrichtung vom Elefanten bis zum Artisten nach Rußland zu bringen. Dirketor Stosch- Sarrasani werde in kurzem in Moskau eintreffen, um die Uebernahmeverhandlungen zu beginnen.

Seltsame Vogelnester

Das Vogelnest im Autobus Das modernste Vogelnest Ein 100jähriges Schwalbennest Auch in der Lokomotive fiedeln sich Vögel an

In der Wanduhr ein Heft

Dor einigen Tagen wurde gemeldet, daß in einem Autobus einer süddeutschen Verkehrslinie ein Vogelpaar sich ein Nest gebaut hatte Die Eltern sind nun gezwungen, dem Autobus nachzufliegen, wenn sie ihre Jungen ernähren wollen. Sie sind aber im Laufe einiger Tage gelehrt worden und haben gemerkt, daß der Autobus von Zeit zu Zeit wieder an die Abfahrtsstelle zurück kehrt/ Jetzt er­wartet Vater und Mutter stets die kleinen Vögel an der Haltestelle. Aehnlich verhielt es sich im vori­gen Jahr mit dem Schwalbenpaar, das ihr Nest in einer Lokomotive gebaut hatte, die eine kurze Zeit außer Betrieb war. Als dann die Maschine das Lokalzügle zog, hatten die Schwalben schon nach kurzer Zeit den Fahrplan gelernt und konnten nun stets die Zeit abpassen, wo sie ihre Jungen ernäh­ren konnten. Dasmodernste" Schwalbenpaar hat ihr Nest in einem Flugzeug des Flugplatzes von London eingebaut. Als man es entdeckte, würde das Flugzeug für einige Zeit aus dem Verkehr ge­zogen, um den Schwalben die Möglichkeit zu geben, ihre Jungen aufzuziehen. In der Stadt Horn am Teutoburger Walde befindet sich eine der größten Seltsamkeiten aus dem Dierleben, nämlich ein Schwalbennest, das schon länger als 100 Jahre sich dort befindet. Das Nest wurde von den Schwalben im Jahre 1827 gebaut. Sie hatten beim Bau dieses Nestes einen Sparren benutzt, der die Jahreszahl 1827 trägt. Nun wäre es natürlich möglich, daß dieser Sparren die Jahresjahl trägt, ohne daß er bereits damals von den Schwalben entwendet wor­den wäre, aber in der Familie, in deren Haus sich das Schwalbennest befindet, ist die Ueberlieferung

erhalten, daß das Haus tüt dem gleichen Jahrs » richtet wurde. Die Jahreszahl wurde auf ?

Sparren ausgeprägt, um als Denkmal für die Z des Baues zu gelten. Als der Sparren mm , : Hause befestigt werden sollte, war er verschroundi ohne daß man wußte, wohin er gekommen f Plötzlich entdeckte man, daß er sich in einem Qu L balken befand, wo er durch feine schöne Lacks ar st ausfiel. Man stellte fest, daß er von Schwalb c dorthin gebracht wurde, die sich hier chr Nest bo i ten. Da man dieses Nest für einen Glücksbrinc hielt, ^so hat man daraus verzichtet, den Sparr- den Schwalben wieder wegzunehmen und ein ä ganz ähnlichen anfertigen lassen, der sich an de Hause noch heute befindet. Aus diese Weise trä das Haus zweimal die Jahreszahl, die seine Er: stehung angibt. Seit diesem Tage wird die Geschich des Schwalbennestes von den Hausbewohnern ve folgt, und es wurde bisher festgestellt, daß es al jährlich von Schwalben benutzt wird, so daß offen bar hier bereits sehr viele Schalb engeschlechter ih:i Unterkunft gefunden haben. Dieses Schwalbennei ist offenbar noch merkwürdiger als jenes berühmn Schwalbennest, daß sich vor einigen Jahren i Kaltenleutgeben bei Wien befand und in einer Per deluhr untergebracht war. Durch irgend einen mer würdigen Zufall waren die Schwalben in da Schlafzimmer einer Wohnung gelangt, die oorübei c gehend von ihren Bewohnern verlassen war und hatten sich in der Pendeluhr niedergelassen. Als di Bewohner nach mehreren Wochen in ihre Woh nung zurückkehrten, stellten sie fest, daß die Fen sterscheibe ihres Schlafzimmers zerbrochen war un- . daß sich in ihrer Pedeluhr ein Schwalbennest be fand, aus dem fünf kleine Schwalben die Schnäbe - hungrig emporreckten Es dauerte nicht lange, dl kamen durch die Oeffnung der Fensterscheibe di. Schwalbeneltern an, um die Jungen zu füttern. zeigten dabei keinerlei Scheu vor den Bewohnern sondern flogèn hin und zurück, um ihren Eltern« i pflichten nachzukommen. Den Bewohnern blies nichts übrig, als die Betten leise aus dem Schlaf­zimmer zu holen und ins Speisezimmer zu stellen, ; um das entzückende Vogelidyll nicht zu stören. Di« Betten mußten so lange im Speisezimmer stehen, als auch die jungen Schwalben flügge geworden waren.

Heute nacht entschlief nach langem, mit großer Geduld ertra­genem Leiden, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Gertrude Frey

geb. Will

im Alter von 72 Jahren, menten.

wohlversehen mit den hl. Sterbesakra-

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HANAU, den 14. Juli Steinheimer Straße 2 L

1932.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Jean Frey, Dentist, u. Frau, Erfurt

Familie Heinrich Frey, Dentist, Hanau Familie Georg Funk u. Frau geb. Frey Familie Oswin Hentzschel u. Frau geb. Will

Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 3% Uhr, von der Friedhofskapelle aus statt.

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Nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden wurde am 13. Juli, mittags um 12 Uhr, unser lieber Vater, Schwieger­vater, Großvater, Urgroßvater und Onkel

Herr Wilhelm Vinson

im Alter von 84 Jahren durch den Tod erlöst.

HANAU, den 15. Juli 1932.

Jahnstraße 15.

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Krämerstr. 31 Telefon 2158

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Familie Christian Peter und alle Angehörigen

Beerdigung: Samstag, den 16. Juli, vormittags % 11 Uhr, von der Friedhofskapelle aus.

Allen Verwandten und Bekannten die schmerz­liche Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Hm Friedrich Dönges heute morgen nach kurzer, schwerer Krankheit, im Alter von 57 Jahren sanft entschlafen ist.

Langendiebach, den 14. Juli 1932. 6657

Sie Kauernden Zinterbliedenen

z. d. N.: Iuichen Dönges geb. Wagner

Die Beerdigung. findet Samstag, den 16. Juli, nachmitatgs 2 Uhr, vom Trauerhause, Bogen- straße 29, aus statt.

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Am 13. ds. Mts. verschied noch länge­rem Leiden meine liebe Mutter, Schwester Grotzmutter, Schwiegermutter und Schwä­gerin

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im Alter von 61 Jahren. 6661

Hanau, den 15. Juli 1932.

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Die Beerdigung findet Samstag vorm. 9Vi Uhr, von der FriedhofsKapelle aus statt.

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Für die uns erwiesene Anteilnahme beim Tode unseres lieben

âvl Setz

sprechen wir unseren innigsten Dank aus.

Hanau, den 15. Juli 1932.

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