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Mr. 164 .

Freitag, den 15. Juli 1932

Seite 7

Eos NevAkevsms WZVd '^f offeuev Gtvatzs geseu LvoSeva geimpft

kürzlich drei Fälle von Cholera-Erkrankungen gestellt wurden. Sofort wurden alle Abwehr- ßnahmen gegen die entsetzliche Seuche getroffen, ) so bot sich den Fremden ein eigenartiges Bild: mtliche Einwohner mußten sich auf offener .aße impfen lassen, da die zur Verfügung stehen- i Räume in den Krankenhäusern und Kliniken nicht ausreichten.

Lassübev Schutzmann, nachts Meb

Ueber einen merkwürdigen Fall von Arbeits- lung hatte das Schwurgericht vom Swansna zu scheiden Angetlagt war ein Mann, der in einer Men Gasse auf frischer Tat ertappt worden war, 5 er dem Kassierer des Bahnhofs von Cardisf auf- rerte, um ihn zu berauben. Auf der Polizeiwache Ute sich zur allgemeinen Verblüffung heraus, daß c Festgenommene ein Schutzpolizist war, der seit den Jahren gewissenhaft seine Pflicht erfüllt Hakle, ährend er tagsüber dafür sorgte, daß in Cardiff iS Gesetz beobachtet wurde, verging er sich in der acht gegen dasselbe Geisetz. Bei der Verhandlung urde festgestellt, daß viele Diebstähle, die in den ^ten Jahren in seinem Bezirk ausgeführt wor- n und unentdeckt geblieben waren, sein Werk aren. Mehr als einmal war er selbst mit der Un- rsuchung betraut worden, die ihn vor die Ent- ^eidung stellte, sich selbst als Dieb festzunehmen 3er als Polizist die Augen zuzudrücken. Dafür war aber von unermüdlichem Fleiß und betätigte nen ungewöhnlichen Scharfsinn, wenn es sich wum handelte, anderen Gaunern auf die Spur i kommen, was ihm umso leichter fiel, als er bei -inen Diebesfahrten niemals Helfer hatte. In dem >rozeß war er geständig und nahm die Strafe von ) Jahren Zuchthaus ohne weiteres an.

Die Stimme der MMv- Raus ein itaiieniiGev Genf

In London ist ein Filmschauspieler eingetroffen, en alle Welt der Stimme nach kennt, die er Micky­maus und der ganzen fröhlichen Fauna des Trick­ilms leiht. Aber nicht viele wissen, daß Micky-Maus hre Stimme einem Italiener verdankt. Er ist der 3raf Mazzaglia Cutelli, der sich jetzt auf einer 5uropasahrt von seiner anstrengenden Arbeit in Hollywood erholt. Sein Beruf ist wahrlich nicht eicht. Dec Mann hat sich die Fertigkeit angeeignet, nit seinem Munde allein die Stimmen der ver- chiedensten Tiere naturwahr nachzuahmen, ganz steich, ob es sich um Vögel, Katzen oder Hmnde landelt. Dank seiner Fertigkeit ist er seit zehn Jahren der unentbehrliche Mitarbeiter aller Film- zesellschasten Hollywoods. So ahmte er den Chor 3er Hundemeute in derLiebessprache" und das Quaken der Frösche in dem FilmDer Verurteilte" mit unvergleichlicher Naturechtheit nach.Ich kann alle Stimmen wiedergeben", erklärte er einem Be­richterstatter.3d) kann miauen wie eine Katze und auch den besonderen Ton der verliebten Katze wie das Bellen der verschiedenen Hunderassen und die Sprache von hunderten anderen Tieren wieder­geben". Aber damit noch nicht genug, hat der italienische Graf sich auch die Kunst angeeignet, die Töne der verschiedenen Instrumente täuschend genau nachzuahmen. Ja, selbst das Schreien eines Säug­lings gibt er mit derselben Treue wieder wie das schreckhafte Brüllen eines Nilpferdes.

Stallens Musste Stadt

Littoria in den Pontinischen Sümpfen.

In diesen Tagen wird der Grundstein zu der neuen, nach dem Liktorenbündel der Faschisten Littoria" genannten Stadt gelegt werden, die sich inmitten der trockengelegten Pontinischen Sümpfe erheben soll, jener, ehedem so gefürchteten versumpf­ten Küstenebene 40 Kilometer südöstlich von Rom, deren Trockenlegung durch die Beseitigung der ihr entsteigenden Fieberluft die Bewohnbarkeit der Umgegend bis nach Rom hin gesichert hat. Wie schon zur Zeit des Romulus wurden die Grenzen des Weichbildes von Littoria in einem Umkreis von 3 Kilometern mit dem Pfluge gezogen, diesmal allerdings mit einem mechanischen Pflug modern­ster Konstruktion. Die Stadt wird auf dem Gebiet liLLen, wo sich die kürzlich gebauten Straßen durch

Die Braut auf dem Baum »evieuen"

DerVaumsih-Dellrekord" überboten. 58 Tage 9 Stunden 32 Minuten weltgesessen. Die Hochzeit auf demhistorischen" Daum.

In Cleveland fand vor einigen Tagen nach amerikanischen Zeitungsberichten eine Hochzeit statt, die eine Ausgeburt derSaure-Gurken-Zeit" zu sein scheint, nach den Versicherungen der Repor­ter aber wahr ist. Pei demRekord-Fimmel" der Amerikaner hat die Geschichte auch viel Wahr­scheinlichkeit für sich, zumal erst jüngst laut Bericht und Bildern der Filmwoche ein Ehepaar seine Hochzeit unter Wasser gefeiert hat, um etwasOri­ginelles" zu leisten. Die Hochzeit In Cleveland fand nicht unter Wasser statt, sondern auf einem Baum, der allerdings eine gewisse geschichtliche Bedeutung erlangt hat. Auf diesem Baum saß nämlich der glückliche Bräutigam Harry Manes nicht weniger als 58 Tag«, 9 Stunden, 32 Minuten, um die Braut dem Nebenbuhler abzugewinnen. Zwei Männer bewerben sich um Dorothy Fulton, die im vergangenen Winter als Schönheitskönigin der Schreibmaschinendamen von Cleveland ' gewählt worden war Beide Bewerber sind Söhnè wohl­habender Eltern, so daß der schönen Dorothy die Wahl schwer wurde. Sie wollte aber als echter Sportgirl einem Rekordmann angehören und schrieb zwischen den beidenBräutigamen" einen Wett­bewerb im Baumsitzen aus. Wer es länger auf feinem Platz aushielt, dem wollte sie die Hand zum ewigen Bunde reichen. Die beiden Jünglinge trafen

«StvaSen werden geprüft

Was unsere Straßen aushalten müssen, welche Straßen sind die besten?

Das außerordentliche Anwachsen des Kraft- wagenvevkehts im Laufe des letzten Jahrzehnts hat auch den Straßenbau vor eine Fülle neuer und großer Aufgaben gestellt. Immer dringlicher ist die Zoârung nach einer den Ansprüchen der Derkehrs- icherhest, Dauerhaftigkeit und Billigkeit in gleicher Weise genügenden Straßendecke erhoben worden. Dem Bestreben, nach dieser Richtung hin umfas­sende Erfahrungen zu sammeln, steht die große Schwierigkeit entgegen, daß Versuchsergebnisse auf Grund normaler Straßenbeanspruchungen erst nach ehr langer Betriebszeit zu erlangen sind. Wenn ie vorliegen, dürfte chr Wert durch die inzwischen erfolgte Anwendung neuerer Verfahren des Stra­ßenbaus meist bedeutend herabgemindert sein. Aus liefen Gründen hat sich nach denTechnischen Blät- ern" auch im Straßenbau das Bedürfnis nach Versuchsanlagen ergeben, die durch weitgehende Annäherung an die tatsächlich vorliegenden Der- kehrsbedingungen bereits in kurzer Zeit einen ge­wissen Maßstab für den Vergleich der Güte und Wirtschaftlichkeit verschiedener Straßendecken lie­fern. Solche Anlagen gestatten es, die Einflüsse von Einzelheiten in der Baustofszüsammensetzung und Bauausführung unter vollständig gleichen Ver­hältnissen zu untersuchen, während in der Straße selbst die zufälligen Vevkehrsbedingungen einen Vergleich auf gleicher Grundlage unmöglich machen. Man hat kleinere, kreisförmige Versuchsbahnen ge­schaffen, über die man die künstliche belasteten Rä­der der Stratzenfuhrwerke laufen läßt. Sie sind in eine elektrisch betriebene karussellartige Vorrichtung eingebaut, die es gestattet, in kurzer Zeit eine große Verkehrslast über jede Strecke der Ringbahn rollen zu lassen. Nachdem kleinere Anlagen dieser Art be­reits seit mehreren Jahren bei London und in Stuttgart in Betrieb sind, ist vom Institut für Stra­ßen- und Eisenbahnwesen der Technischen Hochschule Karlsruhe eine Straßenprüfmaschine gebaut wor­den, die bei 20 Meter Durchmesser eine Versuchs­strecke von rund 63 Meter Länge angibt. Wie Prof. Dr. Ing. Amman in der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure mitteilt, ist infolge dieser Aus­maße ein regelrechter Einbau der Straßendecken möglich. An den vier Armen der Maschine sind

die Sümpfe auf einem großen Platz, demQua- drato", schneiden, ein paar Kilometer von der alten Stadt Velletri. Die Stadt liegt 20 Meter über dem Meeresspiegel und in einer großen Ebene halb­wegs an der Straße zwischen den Sermonetabergen und dem Lido von Foce Verde. Dort wurden die Maschinen ausgestellt, die dazu dienten, die seit Jahrhunderte n berüchtigten Pontinischen Sümpfe der Kultur zu erschließen. Am 28. Oktober, dem 10. Jahrestag des Marsches auf Rom, sollen Straßen und Plätze der neuen Stadt Littoria mar­kiert und eine zwei Meilen lange kreisförmig ver­laufende Landstraße angelegt sein. Man erwartet das Eintreffen Mussolinis zur Aufnahme der Bau­tätigkeit, denn zu dieser Zeit sollen bereits die Fundamente mehrerer öffentlichen Gebäude, wie des Palastes des Präfekten, der Polizeiunterkunft, der Baracken für die faschistische Miliz, des Ver­waltungsgebäudes der faschistischen Sparkassen und verschiedener Kirchen gelegt werden. Eine Kirche, ein großes Kraftwerk, eine Schule und mehrere Ge- meinschastshäuser für Kolonisten stehen bereits. Die Faschisten rühmen sich mit Stolz, daß die Pontini­schen Sümpfe, die heute im Durchschnitt nur einen Einwohner je Quadratmeile haben, im Jahre 1940 eine Bevölkerungsdichte von 100 Köpfen auf die Quadratmeile auf weisen werden. Cs sollen Hun­derte von Familien aus übervölkerten Bezirken an- gesiedelt werden, die in den Pontinischen Sümpfen lohnende Arbeit finden werden.

Ilenes âamvkmsttel gegen ÄnnSfnneftScnnaen

Treibriemen werden versilbert

Es ist bekannt, daß der Empfang von Rundfunk­darbietungen in der Nähe größerer Maschinenanla­gen empfindliche Störungen erleidet. Daran tragen zu einem erheblichen Teil die Treibriemen Schuld. Die Riemen werden nämlich durch die Reibung an den Scheiben elektrisch geladen. Dadurch tritt eine Funkenbildung auf, die übrigens auch für den Be­trieb selbst zu einer Gefahrenquelle werden kann. Diese Funkenbildung läßt sich verhindern, wenn man die Treibriemen elektrisch leitend macht. Das ge­schieht, nach einem neueren Patent durch Ver­silberung der Riemen. Zu diesem Zwecke werden sie ganz ähnlich wie eine photographische Platte be­handelt: Zunächst werden die Riemen in die Lösung

nun umifangreiche Vorbereitungen, denn sie wollten nicht nur als Sieger hervorgehen, sondern auch den bestehendenWeltrekord im Baumsitzen" überbieten. Ruhesitze wurden auf den Bäumen angebracht, für Speise und Trank wurde gesorgt, und den notwen­digen Stumpfsinn brachten die beiden Jünglinge selbst mit. Daran mangelte es also erfreulicher- weiss nicht. Der Rekord steht auf 57 Tage, 12 Stunden. Harry Manes überbot ihn und schlug seinen Nebenbuhler, der schon 10 Stunden vorher das bißchen Geist, das er besaß, verloren hatte. Die Hochzeit wurde nun auf demSiegesbaum" gefeiert. So wollte es die Braut, die offenbar ihren Bräutigam an Gefft wenig übertrifft. Der Baum war groß und bequem genug, daß auf feinen großen und starken Aeften eine Trauung durch­gelführt werden konnte. Jubelnd verkünden Lokal­zeitungen, daß der Weltrekordmann im Baumsitzen auch einen Weltrekord auf dem Gebiete der Hoch­zeiten geschaffen habe, denn noch niemals habe eine Trauung auf einem Baum stattgefunden. Das wol­len wir im Interesse des gesunden Menschenver­standes hoffen, denn es gehört ein ungeheurer Rekordfimmel, der offenbar ureigenes amerikani­sches Gewächs ist, dazu, derartigen Blödsinn als Höchstleistung zu bewerten und in die Welt hinaus­zuposaunen.

zweirädrige Fahrgestelle angebracht, die Ler einen Hälfte eines Lastkraftwagens entsprechen und mit den im Kraftwagenbau üblichen Federaufhängun­gen, Federn und Rädern versehen sind. Durch Ge­wichte auf dem Fahrgestell können die Achsen ver­schieden belastet werden. Die Räder selbst sind normale Kraftwagenräder, vorn für einfache, hin­ten für Doppelbereifung. Man kann sowohl Hoch- elastikreifen wie Luftreifen anbringen. Die Fahr­geschwindigkeiten sind von 7 bis auf 42 Stunden­kilometer zu steigern. Mit dieser Maschine sind seit dem Sommer 1929 fast ununterbrochen Versuche angestellt worden, welche zunächst die Eignung von in Baden vovkommenden Gesteinen zu Straßen­zwecken und verschiedener Teere und Bitumen für bie Oberflächenbehandlung der Landstraßen klären sollten. Bei einer Versuchsreihe wurde z. B. die ringförmige Dersuchsstrecke in fünf gleiche Teile ge­teilt, von denen jeder eine andere Schotterdecke er­hielt. Auf diese wurde dann eine Oberfläche aus Heißteer mit Splitt aufgebracht. Die Versuchsbahn wurde nun regelmäßig mit der Prüfmaschine befah­ren, bis ein Lastübergang von 750 000 To. über 1 Meter Straßenbreite erreicht war. Die aus der Decke entnommenen Proben wurden in verschiede­ner Hinsicht im Laboratorium sorgfältig untersucht. Die Ermittlungen bezogen sich u. a. auf die Ver­bindung zwischen Teer und Schotterdecke, auf die Abnutzung der einzelnen für die Schotterdecke ver­wendeten Gesteine und auf 'ihr Verhalten im Ober- flächenteppich. Dabei konnte z. B. festgestellt werden, daß Decken aus Porphyr und Basalt nach einem Lastübergang von 500 000 To. kein Ueberzug mehr hielt. Auch für Prüfungen von Kraftwagen- reifen ist die Maschine verwendbar, so können ver­schiedene Fabrikate unter ganz gleichen Verhältnis- sen sowohl auf Abnutzung als auch auf ihr Verhal­ten während der Fahrt: Erwärmung, Stoßdämp­fung und dergleichen, beobachtet werden. Die be­trächtlichen Mittel, die zum Bau der Anlage erfor­derlich waren, sind zum Teil vom Reichsverkehrs­ministerium zur Verfügung gestellt worden, ferner vom Lande Baden und von der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft.

einer lichtempfindlichen Silberverbindung gebracht, dann werden sie belichtet, entwickelt und fixiert. Es bildet sich dabei auf den Treibriemen ein Ueberzug von metallischem Silber.

Die Feuersbrunst in Coney-Island

1000 Obdachlose

Newyork, 14. Juli. Die Feuersbrunst in Coney- Island hat, den neuesten Meldungen zufolge, doch einen größeren Schaden verursacht, als ursprüng­lich angenommen wurde. Der Gesamtschaden wird auf rund fünf Millionen Dollar geschätzt. Etwa 1000 Personen sind obdachlos geworden.

Schlafende Obdachlose vom Hochwasser überrascht

Nizza, 14. Juli. Eine große Anzahl Obdachloser, die unter einer über Len Paillon führenden Brücke zu nächtigen pflegten wurden nachts von plötzlich eintretendem Hochwasser überrascht und von ' der Strömung erfaßt, ehe eine Retutng möglich war. Die Feuerwehr von Nizza wurde alarmiert. Sie konnte mehrere Personen mit Hilfe von Leitern und Rettungsringen retten. Die Zahl der Ertrunkenen ist im Augenblick nicht festizustellen. Bisher hat man eine Frau als Leiche geborgen.

Svovtnachvkchien

Schwimmen.

Kreisjugendschwimmen der VT.

10 Jahre Schwimmen im Turn- u- Fechtclub

Im sportlichen Teil der gestrigen Ausgabe wurde ein Hinweis auf das Krelsjugendschwimmen ge­bracht, und bereits das 10jährige Bestehen der Schwimmabteilung des TFC. erwähnt. ZurUck- blickend auf das erste Jahrzehnt sportlicher Tätig­keit in der Deutschen Turnerschaft darf der Turn- u. Fechtclub mit seinen Erfolgen in jeder Beziehung zufrieden sein. In jahrelanger Uebungsarbelt wurde die Leistungsstufe der Abteilung stetig gesteigert. Seit 2 Jahren ist der TFC. in der Lage, durch sehr gute Leistungen feiner besten Schwimmer die Schwimmeisterschaften der Deutschen Turnerschaft zu beschicken. Auf Grund der jetzt 10 Jahre bestehen­den Schwimmabteilung wurde für den kommenden Sonntag, 17. Juli, vom Mittelrheinkrels der DT. das Kreisjugendschwimmen dem Turn- und Fecht­

club Hanau als Werbeveranstaltung übertragen. Ge­rade derartige Jugendschwimmen bieten eine wert­volle Handhabe zur Feststellung des Nachwuchses, der in den Reihen der DT. heranwächst und sich von Jahr zu Jahr verbessert. Wie schon aus der gestrigen Vorschau ersichtlich, kommen von Aschaffenburg, Gelnhausen, Offenbach und Hanau über 100 Teil­nehmer. Die Wettkämpfe beginnen vormittags 9.30 Uhr und nachmittags 2.30 Uhr. (Näheres morgige Anzeige.)

Kegeln

10. Deutsche Keglermeisterschaften

Die diesjährigen Meisterschaften des Deutschen Keglerbundes, die vom 16. bis 18. Juli im Leip­ziger Keglerheim, Elsterstraße 22/24, zur Durch­führung gelangen, weisen trotz aller Nöte der Zeit mit rund 500 Startern eine alle Erwartungen übersteigende Beteiligung auf. Auf die Einzel- meisterschaften entfallen dabei 194 Teilnehmer, da­von die Mehrzahl wie gewöhnlich auf die Asphalt­bahn. 40 Senioren haben für ihre Meisterschaften gemeldet bzw. sich durch die zahlreichen Vorkämpfe dafür qualifiziert und 42 Frauen werden sich den Kampfrichtern stellen. Dazu kommen in den Ver- bands-Bundes-Meisterschaften 18 Mannschaften zu je 10 Mann und 4 Mannschaften zu je 5 Mann. Welche sportlichen Leistungen von den Bewerbern und Bewerberinnen zu vollbringen sind, geht daraus hervor, daß die Teilnehmer an den Einzel­meisterschaften binnen einer Stunde je 200 Ku­geln auf die Reise zu schicken haben. Da die Ku­gel rund 6 Pfund wiegt, bedeutet das eine Lei­stung von 12 Zentnern! Bei den Senioren und den Frauen ist die Zahl auf je 100 Kugeln er­mäßigt, für die je eine halbe Stunde zur Verfü­gung steht. Die Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit und die Nervenkraft sind also außerordentlich hoch. Wenn trotzdem im Vorjahr in Hamburg unter den Senioren-Meistern ein 74jähriger zu finden war, ist das ein Zeichen da­für, wie lange dieser Sport mit Erfolg betrieben werden kann.

Von des Mrsobühtw.

Jm Centraltheater laufen feit gestern zwei Großfilme, ein stummer FilmGlühende Berge, flammendes Herz" und ein TonfilmDer weiße Gott". Die Handlung des ersten Filmes, eine Wild­diebsgeschichte und Liebesgeschichte einer Försters- tochter, ist reichlich in die Länge gezogen, ver­söhnt wird man aber durch die Großartigkeit der Naturbilder. Die Begleitmusik ist auf Landschaft und Handlung gut abgeftimmt. Bei dem zweiten Film handelt es sich um den ersten Eskimo-Spiel- fi-lm in deutscher Sprache. Ein Deutscher wird in das Land der Eskimos verschlagen, und dort lernt man die Sitten und Gebräuche dieses Stammes kennen Glanzpunkte des Films sind die Eisberg- Aufnahmen, hier hat der Kameramann wieder ein­mal Wunderdinge vollbracht. Paul Richter hat alsweißer Mann" einige sehr schöne Momente. Die Tonwiedergabe ist gut.

ImModernen Theater" läuft das Lustspiel Ein toller E i n f a l l" mit Adalbert, Fritsch und dem neuen Usastar Barisony. Die Geschichte, daß ein leichtsinniger Neffe das ihm für die Ferien­zeit anvertraute Schloß als Hotel umwandelt und sich dadurch nach allerlei Komplikationen sein Glück zimmert, ist schon oft abgewandelt, aber hier ge­schieht es mit soviel Laune, daß ein hübsches Lust­spiel daraus wird. Besonders die Schnoddrigkeit eines Adalbert macht den Film zum Schlager. Wie er jeder Situation ein treffendes Wort abzugewin­nen weiß, das ist prächtig. Hinzu kommt die Barisony, die mit ihrem exzentrischen Spiel, ihrem Tanz eine neue Hoffnung ist. Willy Fritsch char­manter Lebemann gefällt ebenfalls wieder. Der Film ist leichte Sommerware, aber er bleibt unter­haltend und hat Schmiß.

sruttdfunk-Vvogvamm

Frellag, den 15. Juli

6: Wettermeldung Anschließ.: Morgengymnastik. 7: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 14: Rachrichten und Werbekonzert. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: Ludwig Fulda", Vortrag. 1910:Kannst du Goethe lesen?". 19.30:Bilder vom Rheingau". 20: Die Durchgängerin", Lustspiel. 21.30: Unterhal­tungskonzert. 22.20: Nachrichten. 22.45: Nacht­konzert.

Vereine, Versammlungen

Sriegerverein Kesselstadt. Freitag, den 15. d. M., abends 8% Uhr, im Schwanen, wichtige Monats­versammlung, daher zahlreiche Beteiligung sehr er­wünscht. " 766

Rhänklub Hanau e. V. Samstag auf Sonntag -VH. Vereinswanderung (Nacht- und Mondschein­wanderung) Kahl, Alzenau, Hahnenkamm, Jugend­heim Rückersbach. Sonntagskarte Kahl 0,50 RM, bzw. 0,60 RM. Abfahrt 22.05 Uhr WestbaHnhof, 22.15 Uhr Hauvtbahnhof. Gäste willkommen! 769

Turngemeinde 1837 Hanau. Wir machen unsere Mitglieder auf die am kommenden Sonntag statt­find ende Vereinswanderung aufmerksam und bitten um zahlreiche Beteiligung. Abfahrt ab Hanau- Haupt 6.50 Uhr. Näheres über die Wanderung siehe Aushang in der Turnhalle. 771

Musikkapelle des Kath. Arb.-vereins. Sonntag, 17. Juli Treffpunkt um 2 Uhr in Klein-Krotzenburg an der Kirche. Abfahrt mit den Rädern um 1 Uhr vom Viadukt Hauptbahnhof, mit der Bahn um 1.10 Uhr vom Hauptbahnhof nach Hainstadt. Es muß alles Erscheinen. Marschgabel und Noten­ständer nicht vergessen. 77g

Hanauer Turnerschaft. Die Teilnehmer (Fest- besucher) für das Kreisturnfest in Trier müssen bis spätestens kommenden Samstag, den 16 d. M abenbs 9 Uhr, die bindende Zusage und gleichzeitige Zahlung ber Eintrittkarte und Quartiertarte (Stroh­massenquartier) zusammen 5. RM an den 1 Schriftführer S t a a r f ä n g e r, Vereinshaus 1860 Hanau, Sanüeldamm 12, geben. Nachmeldungen mb zwecklos. Die Meldung erfolgt gemeinsam innerhalb der Hanauer Turnvereine.

Schöne weiße Zähne