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gesetzt. Er machte geltend, daß die Anmeldung eigentlich bei der Ortskasse erfolgt sein mußte; dann würde er eine höhere Arbeitslosenunterstützung be­kommen. Er verlangte den Unterschiedsbetrag, der ihm vom Arbeitsgericht für einen Teil zuerkannt wurde. Die eingelegte Berufung und Nachprüfung wies das Landes- und Reichsarbeitsgericht zurück.

Wetteebevècht

Bei Irland hat sich ein kräftiger Sturmwirbel entwickelt, der unter kräftigem Luftdruckfall in ganz England und zum Teil auch in Frankreich am Donnerstag schon zu verbreiteter Niederschlags­tätigkeit geführt hat. Da der Wirbel von seiner Rückseite her kühlere Luftmassen auf den Kontinent verfrachtet, werden diese beim Eindringen in die überhitzte Festlandluft auch bei uns zu gewittrigen Niederschlägen führen. Vorhersage bis Freitag abend: Zunächst noch recht warm und schwul, doch zunehmende Bewölkung und dann auch gewittrige Niederschläge, auffrischende meist südliche Winde. Witterungsaussichten für Samstag: Zunächst kühleres und unbeständigeres Wetter, doch im gan­gen wieder zunehmende Beruhigung.

Landkvers Sana«

60jährige Jubelfeier des MännerchorsHarmonie-

Großauheim, 1. Juli. Auf das am 2., 3. und £ Juli in Großauheim stattfindende 60jährige Stiftungsfest oben genannten Chors möchten wir an dieser Stelle Hinweisen. Ueber 40 Vereine aus der näheren und weiteren Umgebung haben ihr Er­scheinen zugesagt. Da Auheim als Festort einen guten Klang hat, stehen den Besuchern auch dies­mal schöne Stunden in Aussicht und kann ein Be­such nur empfohlen werden. Näheres siehe heutiges Inserat.

b Bruchköbel. 29. Juni. Gemeind ev ertre­te r s i tz u n g. Wegen einer Eingabe von Seiten der Regierung betr. Anstellung einer geprüften Technischen Handarbeitslehrerin mußten am 29. 6. die Gemeindevertreter tagen. Herr Hauptlehrer Elm gab die Vorschläge, die lt. ministerielle Verfügung ausgeschrieben sind, bekannt und betonte auf deren Vorteile. Die Vertreter sämtlicher Parteien erklär­ten jedoch, dpß man bei der heutigen schwierigen Finanzlage davon absehen solle, neue Stellen zu schaffen, wenn auch die Verfügung besagt, daß eine Mehrbelastung der einzelnen Gemeinde nicht in Frage käme, weil eine Lehrkraft jeweils in mehreren Gemeinden wirken solle, so wurden doch Bedenken laut, es könne sich dieselbe Auswirkung, wie bei den vor einigen Jahren geschaffenen ländlichen Fortbil­dungsschulen zeigen. (Ein Teil der Lasten wurden damals dem Handwerk in Form eines Prozentsatzes zur Gewerbesteuer auferlegt.) Die Abstimmung er­gab bei Enthaltung von 4 Stimmen 7 Stimmen dagegen. Zur bevorstehenden Reichstagswahl wurde den Parteien aufgegeben, geeignete Leute zum Wahlvorstand zu melden; außerdem die bei der letzten Sitzung bestimmte Kommission beauf­tragt, sämtliche Arbeiten an Gräben zu über­wachen.

âtttö Gelnhausen

s Gelnhausen, 30. Juni. Mit der kommenden Gestaltung der Frischmilchlieferung nach den Main- städten Frankfurt, Offenbach und Hanau und dem im Rahmen des Reichs-Milch-Gesetzes (RMG.) einzuführenden Pasteurisierungszwang, der die Bildung sog. Milch-Lieferungsgonossenschasten un­bedingt für das liefernde Land erforderlich macht, befaßte man sich in einer von der Kreisbauern­schaft Gelnhausen e. V. einberufenen, größeren Versammlung, in der der Molkereifachmann bei der Landwirtschaftskammer Kassel, Schweitzer, über die Auswirkung des RMG. für die liefernden Landwirte aus der hiesigen Gegend, sowie für die

Frellag, den 1. 3uli 1932

Händlerschcrst referierte. Als notwendiges Ergeb­nis der Verhandlungen wird die Gründung sog. Milchabsatzgenossenschaften für das Gelnhäuser und auch Hanauer Landkreisgebiet alsbald zu erwarten fein. Der Geschäftsanteil soll RM 3., die Haft­summe RM 15. betragen. Späterhin soll an die Gründung sogBezirksgenossenschaften" für das jeweilige Kreisgöbiet herangegangen werden.

Aus Svauk-uvt a. M

Änvuhrse Macht w Svankfuvt

Bis tief in die Nacht hinein herrschte gestern in der Frankfurter Innenstadt Krisenstimmung. Zwi­schen Nationalsozialisten, Kommunisten und Ange­hörigen der Eisernen Front kam es fortgesetzt zu Reibereien und auch zu gelegentlichen Schlägereien, sodaß die Polizei die ganze Nacht nicht zur Ruhe kam. Besondere Unruheherde waren die obere Bergerstraße die Gegend um die Hauptwache und der Opernplatz. Die Nationalsozialisten hielten in verschiedenen Lokalen Versammlungen ab, vor denen dann singend politisch anders Eingestellte vorüberzogen. Die Nationalsozialisten kamen dann jedesmal aus den Lokalen heraus, und schon war der Specktakel im Gange. Größere Dimensionen nahmen die Schlägereien nie an, einmal weil die Polizei immer rasch zur Stelle war und die Ruhe wieder herstellte, zum anderen wichen sich die Gegner, wenn sie in größeren Trupps auftraten, aus. Die Eiserne Front trat mehrfach in größeren Trupps auf, aber sie ging Zusammenstößen mit dem politischen Gegner aus dem Wege. Vor dem Opernhaus allergings mußte die Polizei auch gegen die Eiserne Front einschreiten und mehrere Ver­haftungen vornehmen. Noch lange nach Schluß der politischen Versammlungen war in manchen Gegen­den das Straßenbild noch sehr bewegt.

Generaldebatte über den Frankfurter Etat

5 Die Frankfurter Stadüoerordnätenversamm- lung trat heute in die Spezialberatung des Haus­haltsvoranschlags für 1932/33 ein, nachdem sich der Hauptausschuß in den letzten Wochen mit seinen Einzelheiten eingehend beschäftigt hatte. Man hätte eigentlich erwarten dürfen, daß angesichts der ungemein schwierigen Finanzlage der Stadt Frank­furt alle Redner mit Nachdruck darauf hingewiesen hätten, sich eingehend mit den einzelnen Positionen des Etats zu beschäftigen und nach Möglichkeit Vorschläge für einen, wenn auch vielleicht nur auf dem Papier stehenden Ausgleich des Etats zu machen. Was man aber von den Rednern der extremen Parteien hörte, waren Wahlreden für den kommenden 31. Juli, die natürlich bei den

^ov der Gommeveelse müssen Sie die SevkenÄldvesse der GesKSkisfieile des Kammer Anzekgers bekanntgeben, damit Shv Heimatblatt unter Kreuzband «aGgesaudt werden kann. Sie ersparen sich itt den Mett ein Gefühl der Unruhe and Unüehevhett, wenn Lhnen die ge- wohn e Lettnns täglich mit der ^vühpost überreicht wird. Denken Sie ia daran!

Gegnern auf stürmischen Widerspruch stießen. Zwei nationalsozialistische und ein kommunistischer Stadt­verordneter mußten auf Weisung des Vorstehers den Saal verlassen. Dieser wandte sich mit schar­fen Worten gegen den Redner de? nationalsoziali­stischen Fraktion, der das Haus mit dem Zirkus Krone verglichen hatte. Mit einer gewissen Ironie konnte später der Kämmerer Dr. Lehmann darauf Hinweisen, daß die Etatasredner ihm die Antwort leicht gemacht hätten, weil sie fast nur zu allge­meinen politischen Dingen, weniger aber zum Etat gesprochen hätten. Jede der fünf Notverordnungen sei von einem Protest der deutschen Stadtverwal­tungen begleitet gewesen. Der Kampf um die Selbstverwaltung der Kommunen sei schwerer denn je. Die Kommunen seien heute nur noch Objekte der Gesetzgebung. Nach diesen Ausführungen wurde in die Spezialberatung des Etats einge­treten. Während der Beratungen verließen die Nationalsozialisten geschlossen den Saal, weil nach ihrer Auffassung die Geschäftsführung vom Vor­sitzenden nicht korrekt gehandhabt wurhe. Auch die Kommunisten verließen infolge Ausschlusses ihres Führers Long ebenfalls den Saal, sodaß die Etats­beratung bei Abwesenheit der beiden Flügelparteien einen flotten Fortgang nahm.

Mysteriöser Fund Hand und Fuß in Zeitungs­papier

: Ein Arbeiter fand gestern in einem Kehricht­haufen in der Babenhäuserlandstraße in Zeitungs­papier eingewickelt eine menschliche Hand und einen Fuß. Da man an ein Verbrechen glaubte, befaßte sich die Mordkommission mit der Angelegenheit. Durch das Institut für gerichtliche Medizin wurde jedoch festgestellt, daß es sich um eine Hand und einen Fuß eines großen Affen handelt. Die Er­mittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Gedenktafel für Goethes Vater

f Anläßlich der deutsch-italienischen Woche wird am Sonntag, 3. Juli, vormittags, eine Gedenktafel zur Erinnerung an Goethes Vater feierlich ent­hüllt werden. Die Tafel ist gestern an der Stelle des Geburtshauses von Goethes Vater an der Zeil, wo jetzt das Gebäude des Warenhauses Tietz steht, angebracht worden. Die von dem Bildhauer R. Seiler geschaffene Tafel hat folgende Inschrift: Hier stand das Gasthaus zum Weidenhof, in dem Goethes Vater, der spätere kaiserliche Rat Johann Kaspar Goethe, am 29. Juli 1710 geboren wurde".

Ständige Kraftwagenverbindung FrankfurtKöln?

: Die in einer Interessengemeinschaft zusammen­gefaßten Kölner Rundfahrtunternehmer haben sich entschlossen, bei den Behörden die Genehmigung der Einrichtung einer ständigen Kraftwagenver­bindung KölnFrankfurt zu erreichen. Begründet wird dieser Schritt mit der Tatsache, daß infolge der Wirtschaftsverhältnisse der Fremdenverkehr be-

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Schmelings nächster Gegnev

Der Neger Larry Gains, den der bekannte Box-Manager Jeff Dickson Max Schmeling in London gegenüberstellen will. Larry Gains hat vor kurzer Zeit in einem sensationellen Kampfe den 65 Pfund schwereren Riesen Carnera überlegen besiegt und gilt als einer der besten Tech­niker, die den Boxring seit langem betraten.

trächtlich zurückgehe, wodurch die Benutzung der Wagen zur Rundfahrt ständig weiter in den Hinter­grund trete. Die zahlreichen stilliegenden Personen­wagen, meist fast neue, hochwertige Sechs- und Siebensitzer, sollen am 1. Juli eingesetzt werden. Geplant ist vormittags um 6^ Uhr Köln zu ver­lassen und um 16 Uhr wieder von Frankfurt abzu­fahren. Die Fahrt geht über den Westerwald, über Altenkirchen und höchst und soll nicht länger als drei Stunden dauern. Die Fahrtkosten sollen un­gefähr denen der zweiten Klasse der Reichsbahn entsprechen.

Die Gemeinderechnee Hessen-Nassaus in Frankfurt

Die Gemeinderechner haben jetzt auch ganz be­sondere Sorgen. Immer schwieriger wird die finanzielle Lage, und schon manche Landgemeinde ist am Ende ihrer Zahlungsfähigkeit. In diese Zeit fällt die ordentliche Hauptversammlung des Verbandes der Gemeinderechner der Provinz Hessen-Nassau. Sie findet Sonntag, den 3. Juli, in Frankfurt a. M. statt. Auf der Tagesordnung stehen neben den üblichen Punkten Fragen wie die Aufnahme der Kirchenrechner in den Verband, die Neuregelung des Beitrags und schließlich die aktuellen Kassen- und Etatasfragen. Ueber diske wird Gemeinderentmeister Claas-Flörsheim «in besonderes Referat halten.

AuS M und Seen

Die Seuevwehv von Liftha auf dev Anklagebank

Tatkräftige Förderung" eines Brandes.

Kassel, 30. Juni. In der Scheune des Land Wirts und Schuhmachers Ludwig Ahlheidt in Istha (Kreis Wolfhagen) war am 14. Februar 1927 Feuer ausgebrochen, das zu tosten die an der Brandstelle erschienene Feuerwehr nicht den ge­ringsten Versuch machte, obwohl die Feuerspritz und genügend Wasser vorhanden waren und ob­wohl der Orts- und Bezirksbrandmeister sowie der damalige Bürgermeister von Istha zur Stelle wo-

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