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Kv. 138
Mittwoch, de«
15, Ami
1932
Die neue Kinanz-Moiveroe-uuns
Dir psttöißOe MoiverorrdnAtts rommt erst Witter
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* Die politische Notverordnung wird erst im Laufe des Donnerstag herauskommen.
Die deutsche Delegation für die Lausanner Konferenz ist gestern abend mit dem fahrplanmäßigen FD-Zug abgereist. Die Delegation, die von Reichskanzler v. Papen geführt wird, setzt sich zusammen aus dem Außenminister Freiherrn von Neurath, Finanzminister Graf Schwerin-Krosigk, Wirtschafts- n minister Dr. Warmbold, den Staatssekretären von Bülow, Trendelenburg und Dr. Zar den sowie den Ministerialdirektoren Ritter, Gaus und dem Presse-
chef der Reichsregierung Dr. von Kaufmann.
Der bisherige Leiter der Abteilung Sozialversicherung im Re ich sarb eitsm inisterium, Ministerialdirektor Grieser, ist zum Staatssekretär des Reichs- arbeitsministeriums ernannt worden.
Im Gebäude des Preußischen Landtages hat sich auf der Toilette des preußischen Staatsrates das stellvertretende Staatsratsmitglied Lagrange (SPD'' gestern abend aus bisher noch unaufgeklärten Gründen erschossen. *
Aus Weimar wird gemeldet: Im Hofe des Land- .gerichtsgefängnisses wurde heute früh um 5 Uhr das Todesurteil an dem Melker Paul Daßler vollstreckt, der im vorigen Jahre die 8 Jahre alle Isolde Dibrvwenka, die Tochter eines Landarbeiters, in der Nähe von Bucha bei Jena in einen Wald gelockt, vergewaltigt, beraubt und mit einem Strick
ier-rofsell hatte.
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In der Dienstagsitzung des Memelländischen Landtags stellte sich das neue Landesdirektorium dem Landtag vor. Das Direktorium erhielt das Vertrauen des Landtags mit den 19 Stimmen der Landwirtschaftspartei und der Dollspartei. Die Sozialdemokraten und die Litauer, die insgesamt 7 Sitze haben, enthielten sich der Stimme. Die drei Kommunisten stimmten dagegen.
Die Anklagekammer von Aix-en-Provence hat den deutschen 'Auslieferungsantrag betreffend Paul Terami, der in Frankfurt a. M. falsche italienische Banknoten unterbrachte, abschlägig beschieden mit I der Bemerkung, Terami sei französischer Staatsbürger. Dagegen sprach sie sich für die Auslieferung eines Komplizen, des Italieners Amendala, aus.
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Aus Wien wird gemeldet: Der für heute vor- Msttag 9 Uhr anberaumte Prozeß gegen den Eisenbahnfrevler Sylvester Matuschka begann mit einiger Verspätung unter allen Anzeichen der Sensation. Schon lange vor Beginn der Verhandlung hatten sich vor dem Haupttor des Landgerichts Hunderte von Personen angesammelt, von denen aber nur ein kleiner Test mit Karten Einlaß fand. Als Matuschka, begleitet von 2 Justizsoldaten, den Saal betrat, ging eine lebhafte Bewegung durch die Zuhörer. Auf der Anklagebank breitete Ma- stuschka vor sich eine Menge Papiere aus, aus denen er vermutlich die wiederholt angeküdigte große Rede halten will. Diese hat er in verschiedenen Entwürfen abgefaßt und m verschiedenen Farben geschrieben. So einen Aufruf an das ungarische Volk in den Farben rot, grün, blau und gelb, teils mit Tinte, teils mit Farbstift. Auf dem Gerichtststch liegen Schienenstücke, Schraubstöcke, Schraubschlüssel und andere Beweisstücke. Matuschka mad); einen sehr intelligenten Eindruck. Naâ> Erledigung der Formalitäten beginnt die Verlesung der umfangreichen Klageschrift.
Bei der Eröffnung der Debatte über den Gesetzentwurf Patman, der die Zahlung von Prämien in Höhe von zwei Milliarden an die ehemaligen Soldaten vorsieht, waren mehrere hundert frühere Frontkämpfer in zerrissenen Kleidern auf den Tribünen des amerikanischen Repräsentantenhauses anwesend. Während der Debatte fiel der Abg. Eslick plötzlich um und starb nach wenigen Augenblicken. Die Sitzung wurde daraufhin aufgehoben und auf heute vertagt.
In der Nähe der Drysdale-Missionsstation
wurde ein deutsches Wasserflugzeug gefunden. Bei -- ..... - - . -
dem Apparat wurde eine Notiz entdeckt des In- «gesetzt. Die Renten aus den Unfällen werden um - - ■ - ü^ la den Busch gewandert 15 v. H und die übrigen Unfallrenten um 7,5 v. H
seien. Es" handelt sich offenbar um das Flugzeug'gekürzt Die Notverordnung behandelt dann weiter des vermißten Ozeanfliegers Bertram. den S ch u tz Ä e r R e, ch s p ost gegen ungerecht-
Halts, daß die Flieger in
Wie aus Rabat gemeldet wird, haben gestern dort Eingeborene einen französischen Proviantzug angegriffen, der den kürzlich östlich von Tilliguit, im Gebiet der Alt-Mra neugeschaffenen Posten mit Lebensmittel und Munition versorgen sollte. Die Aufständigen wurden mit beträchtlichen Verlusten in die Flucht geschlagen. Die Truppe verlor 2 Offiziere und 14 Mann.
*) Stäfaeres siebe im politischen Teil.
Kundgebung
btt Reichseegieenns
Berlin, 14. 3uni. Reichspräsident von Hindenburg hat am Dienstag nachmittag die erste Notverordnung der Regierung von Papen unterzeichnet. Sie befaßt sich mit■ nahmen zur Erhaltung der Arbeitslosenhilfe und der Sozialversicherung sowie zur Erleichterung der Wohlfahrtslasten der Gemeinden, und ferner mit Vereinfachungen und Ersparnissen auf dem Gebiete der Rechtspflege und der Verwaltung. Die Notverordnung über die politischen Maßnahmen wird voraussichtlich am Donnerstag folgen. Das Kabinett von Papen läßt der Notverordnung folgenden Aufruf vorausgehen:
Die Reichsregierung hat bei ihrem Amtsantritt den willen bekundet, die soziale, finanzielle und wirtschaftliche Rot Deutschlands durch organische, neu aufbauende Maßnahmen zu bekämpfen.
Die Bilanz, die die Regierung vorgefunden hat, zwingt sie als ersten Schritt vor der Inangriffnahme ihres eigentlichen Programms die Kassen- l a g e von Reich, Ländern und Gemeinden vorläufig zu sichern und die Sozialversicherung vor dem tatfächlich drohenden Zusammenbruch zu retten. Werden diese notwendigen und unaufschiebbaren Voraussetzungen nicht erfüllt, so sind alle weiteren Maßregeln von Anfang in Frage gestellt
Für die ersten Rotmaßnahmen hat die Regierung an Vorbereitungen anknüpfen müssen, die schon das vorige Kabinett getroffen halte. Da diese Maßnahmen jedoch nicht ausrelchten, um Kassen und Finanzen zu sichern, ist die Reichsregierung genötigt, über sie hinauszugehen. Es sind infolgedessen weitere Abstriche am Reichs- Haushalt sowie an allen Ausgaben der öffentlichen Hand beschlossen worden. Es muß von der Ausgabenseite her versucht werden, eine Gesundung der Kassen- und Finanzlage herbeizuführen: denn die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, daß Steuererhöhungen nicht mehr zu einer Verbesserung, sondern nur noch zu einer Verschlechterung der Einnahmen führen. Es bleibt also eine der wichtigsten Aufgaben, den ge- samten Verwaltungsapparat Deutschlands weiter zu verbilligen. Das bringt zwangsläufig auch scharfe Einschränkungen auf dem Gebiete der Sozialversicherung mit sich, deren Existenz jetzt auf dem Spiel steht.
Es ist eine schicksalhafte Entwicklung, daß es heute nach einem halben Jahrhundert des Bestehens der Sozialgesetzgebung, nicht mehr um die Höhe der Leistungen gehl, sondern um ihre Erhaltung überhaupt. Die Reichsregierung, deren soziale Ge-
Znbalt und Begründung der
«slveesvdnuns
Der Inhall 'der ersten Verordnung „Zur Erhaltung der Arbeitslosenhilfe und der Sozialversicherung sowie zur Erleichterung der W o h lf a h r t s l a st e n der Gemeinden" wird amtlich wie folgt zusammengefaßt:
Kenienkuvzuttsen
Die heute veröffentlichte neue Notverordnung bringt zunächst Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitslosenhilfe, der Sozialversicherung und der Reichsversorgung. Die Notverordnung führt die Leistungen im allgemeinen auf den Stand von 1927 zurück. Invaliden-, Angestellten- und knappschaftliche Renten werden um 6 RM. bei den Invaliden, um 5 RM bei den Witwen, um 4 RM bei den Waisen gekürzt. Bei den neuen Renten wird der Grundbetrag um 7 RM und der Kinderzuschuß um 2.50 RM pro Monat gekürzt. Der Anteil der Witwen- und Waisenrenten an der
Hauptrente wird von sechs Zehnteln auf fünf Zehntel und von fünf Zehntel auf vier Zehntel herab-
den Schutz der R e i ch s p o st gegen ungerechtfertigte Benachteiligung bei P o stv ors ch üs s e n für d i e Invalidenversicherung und die Unfallversicherung. Den Ländern wird bei der landwirtschaftlichen Unfallversicherung die selbstschuldnerische Bürgschaft auferlegt.
De^wEttttsSabbau ht des Gozkalvevftthevutss
Um in der Sozialversicherung Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit, Vereinfachung und Verbilligung verbinden zu können, ist die Reichsregierung er-
sinnung in der von ihr vertretenen Weltanschauung begründet ist, würdigt in ihrer ganzen entscheidenden Bedeutung die mit der Schöpfung des ersten Kanzlers des Deutschen Reiches begonnenen sozi» len Einrichtungen. zu deren Erhaltung in dieser Stunde äußerster Rot an das Gemeinschaftsgefühl aller Deutschen neue harte Anforderungen gestellt werden müssen.
wenn die Reichsregierung heule zunächst den dringendsten Erfordernissen der Stunde nachkommt, so betont sie besonders, daß sie nicht die Absicht hat, den Weg der Erschließung neuer Einnahme- quellen in Zukunft weiter zu beschreiten. Ihr Ziel ist, die deutsche Wirtschaft vernunflsgemäß. unter Ausschaltung künstlicher Experimente neu zu befruchten. Sie wird deshalb mit den auswärtigen Regierungen nach einer Lösung der Weltwirtschaftskrise suchen. Darüber hinaus hält es die Reichsregierung angesichts der ungeheuren Wirlfchaftsnot für ihre unabweisbare Pflicht, die wirtschafls- energien des eigenen Landes zu mobilisieren und in erhöhtem Maße für die Verwertung der brachliegenden Arbeitskräfte nutzbar zu machen. Die Regierung wird alles daransetzen, um neben der Pflege des Güteraustausches der Länder untereinander durch eine zielbewußte Binnenmarktpolitik insbesondere unter Zuhilfenahme des Arbeitsdienstes durch geeignete Maßnahmen auf dem Gebiete der Siedlung und der bäuerlichen Veredelungswirtschaft die deutsche Wirtschaft einer allmählichen Gesundung entgegenzuführen.
Der Wille des deutschen Volkes, von dec Geißel der Arbeitslosigkeit erlöst zu werden, und die Hoffnung der jungen Generation, neue Lebensgrund- lagen zu finden, werden von der Regierung als eine für die Zukunft der Nation entscheidende Aufgabe mit allen Mitteln unterstützt werden.
mächtigt, die Aufstellung eines Stellenplanes. einer Be s o l d u n g s o r d n u n g und eines Voranschlages anzuordnen, ferner im Verfahren vor den Versicherungsbehörden den Rechtsweg mit einer mäßigen Verwaltn n g sg eb ühr zu beschweren, die Bersicherungs- träger im Bestände, jedoch ohne Aenderung ihrer Arten zu verringern und die innere Verfassung der Versicherungsanstalten der Invalidenversicherung den veränderten Verhältnissen, insbesondere der wachsenden Verantwortung des Reiches und den Bedürfnissen der Selbstverwaltung anzupassen.
^üvruns in dev âviessovfev- vevßovsutts
In der Kriegsopferversorgung beschränkt sich die Verordnung auf gewisse Angleichungen an frühere Kürzungen in der Reichsversorgung und Sozialversicherung. Die Renten der kinderlosen L e i ch t b e s ch ä d i g te n werden ebenso gekürzt wie bisher schon die Renten der Leichtbeschädigten mit Kindern. Kinderzulage und Waisenrenten sollen im allgemeinen nur noch bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres gezahlt werden, ausgenommen falls Berufsausbildung oder Gebrechlichkeit die Zahlung weiter erfordern. Die übrigen Aenderungen sind im wesentlichen verfassungsrechtlichen Inhalts.
DesSuttS des Etats
Die Notverordnung befaßt sich dann weiter mit der Erleichterung der Wohlfahrtslasten der Gemeinden. Die Finanzlage des Reiches ist überaus gespannt. Gegenüber 1930 haben die Steuern und Zölle im vergangenen Jahr an Stelle von 6 Milliarden RM noch nicht 5,5 Milliarden erbracht,
und für das Jahr 1932 schätzt man ein Aufkommen von nur rund 5,4 Milliarden RM. Die Ausgaben des Reiches so unvermittelt zu senken, ist bisher nicht gelungen. Von Steuererhöhungen sind nennenswerte Mehreinnahmen nicht zu erwarten. Bei der Lage des deutschen und internationalen Geld- und Kapitalmarktes ist auch mit der Aufnahme von Anleihen nicht zu rechnen.
Der Etatsentwurf der Reichsregierung sieht Ausgaben und Einnahmen von 8,2 Milliarden RM vor. Darin sind Ausgaben für landwirtschaftliche Siedlungen in Höhe von 50 Millionen RM eingestellt, ferner für Befreiung der Untertagearbeiter von der Arbeitslosenversicherung 33 Millionen RM, für die knappschaftliche Pensionsversicherung 25 Millionen RM und für den Freiwilligen Arbeitsdien st 20 Millionen RM. Zur Deckung hat sich die Reichsregierung gezwungen gesehen, die bereits früher bestandene Salz- steuer in gleicher Höhe wieder einzusuhren und auf dem Gebiet der Kriegsbeschädigtenversorgung das Mißverhältnis zu beseitigen, daß die kinderlosen Leichtbeschädigten besser gestellt waren als die Verheirateten mit Kindern. Außerdem hat sie die Kinderzulagen und Waisenrenten in der Kriegsversorgung auf das 15. Lebensjahr begrenzt. Auf Diese Weise und durch eine Erhöhung der nach Verabschiedung des Reichshaushalts noch vorzunehmenden Ausgabenabstriche ist es ihr gelungen, den Haushalt auszugleichen. Das in Der Um sag3 steuer liegende Gefahrenmoment, daß Die bisherige Schätzung von 1820 Millionen RM nicht erreicht werden könnte, ist durch Beseitigung der am 1. Dezember 1930 eingeführten Freigrenze von 5000 Reichsmark abgemildert worden.
Neben der Sorge um das Durchhalten des Reichshaushalles steht die Reichsregierung vor der größeren Sorge, bei den Gemeinden und den Ber- sicherungsträgern größere Kassenzusammenbrüche zu verhüten. Die Maßnahmen Der Notverordnung dienen daher vor allem auch Der Sicherstellung der Unterstützung für die Arbeitslosen und Der unbedingten Aufrechterhaltung der Sozialversicherungen insgesamt.
Die Fehlbeträge auf dem gesamten Gebiet der Arbeitslosenfürsorge und bei den übrigen Versiche- rungsträgern werden durch eine Reihe von Maßnahmen gedeckt. Die Regierung hat trotz Der angespannten Finanzlage insgesamt 1384 Millionen Reichsmark für soziale Zwecke in dem Reichshaushaltsplan vorgesehen. Für Die Krisenfürsorge und die Wohlfahrtserwerbslosen sind 867 Millionen RM eingestellt, für die Invalidenversicherung 402, für die knappschaftliche Pensionsoersicherung 95 und für den Freiwilligen Arbeitsdienst 20 Millionen Reichsmark. Diese Posten zusammen betragen ungefähr den vierten Teil der Gesamtausgaben des Reichs nach Abzug der Ueberwoi- sung Der Steueranteile an die Länder. Weiters Bettäge für solche Zwecke konnten unter keinen Umständen aufgewandt werden.
Dev Gesamtplan dev Slvbeitslosenbilfe
Die Sicherheit der öffentlichen Haushalte ist in den letzten zwei Jahren durch die ständig zunehmenden Erfordernisse der Arbeitslosenhilfe immer wieder gefährdet worden. Für die Sicherung der diesjährigen Etats kommt es entscheidend darauf an, sie von diesem Unsicherheitsfaiktor nach Möglichkeit zu befreien. Zu diesem Zweck ist in Aussicht genommen, die ganze Arbeitslosenhilfe nach Bedarf und Deckung einheitlich in einer Anlage zum Etat des Reichsarbeitsministers zu regeln. Nach der jetzigen Rechtslage muß zur« zeit im Jahresdurchschnitt mit 5 950 000 Arbeitslosen gerechnet werden. Nach der vorgesehenen Neuregelung bleibt diese Zahl bestchen. Es ändert sich jedoch ihre Zusammensetzung.
In der Arbeitslosenoers ich er ung sind anstelle von 1250 000 1170 000 eingesetzt,
in der Krisenfürsorge statt 1800 000 1745 000,
in Der Wohlfahrtserwerbslossnfür- sorge bleiben 2150 000;
die Zahl der Nichtuntsrstützten steigt von 750 000 auf 885 000.
Würde es bei der diesjährigen Regelung verbleiben, so würde der gesamte Aufwand 3557 Millionen RM betragen, mit anderen Worten um eine halbe Milliarde mehr als im Rechnungsjahr 1931 für Die Arbeitslosen in Reich und Gemeinden auszugeben war. Dieser Mehrbetrag muß auf der Aus- gabenfeite eingespart werden.
^üvrutts der ZttttevftützunsssStze
Zunächst sollen in der Arbeitslosenver- ficherung (Alu) die Unter stühungs - leistungen um durchschnittlich 23 Prozent gesenkt und die Hilfsbedürftig-