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Freitag, den 27. Mal 1932

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Der preußische Staat leistet die erste Hilfe

Berlin, 26. Mai. Der Amtliche Preußische Presse- >nst teilt mit: Angesichts des schweren Unwetters s am Pfingstmontag über die Gemeinden des imdkreifes Koblenz niedergegangen ist, hat die eußische Staatsregierung dem Regierungspräsi- aten in Koblenz bereits am 21. Mai zunächst 000 RM zur Linderung der Not überweisen sen. Außerdem ist ein weiterer Bericht vom Regie- agspräsidenten in Koblenz eingsfordert worden, t Klarheit über den vollen Umfang des angerich- en Schadens zu erhalten, von dessen Feststellung turgemäß alle weiteren Maßnahmen abhängig macht werden. lefoudsves Mahtvetht säe svoSe Familien!

In Frankreich wird wieder einmal die Frage idert, wie man die Zahl der Geburten erhöhen me. Bevölkerungspolitiker haben versucht, neue ege zu finden. Die neue Kammer wird sich mit . aßnahmen zu befassen haben, die zur Gründung ißsrer Familien anregen sollen. Besondere Ber- nstigungen für kinderreiche Familien, Jung­sellensteuern, Elternschaftsversicherungen, Ver- sserungen der Erbgefetze und ein besonderes Wahl- Ht für große Familien werden in den neuen Plä- n vorgeschlagen. Zugleich ist eine Flugschrift er= ienen, aus der hevoorgeht, daß in Frankreich ch 1868 1 034 000 Kinder geboren wurden, unter ten 10 000 von Ausländern, 1930 waren es ins- ämt nur noch 748 000, unter ihnen 55 000 von chtfranzofen. 1831 war die Durchschnittszahl der sburten, die auf eine Ehe kamen 4, 1896 nur noch n i and heute gar 2,2 Kinder.

Zwei Todesopfer einer Familienkragödie Chemnitz, 26. Mai. Eine Familientragödie, die iet Todesopfer forderte, hat sich am Mittwoch chmittag in Sigmar ereignet. Eine in Sigmar chnende 42 Jahre alte Packersehefrau hat am ittwoch gegen 14 Uhr versucht, sich und ihre zwei nder im Alter von 6 und 5 Jahren mit Koch gas vergiften. Als der Mann von feiner Arbeitsstätte die Wohnung zurückkehrte fand er seine Ehe- m in der Küche auf einem Stuhle sitzend neben M Gaskocher, dessen Schlauch vom Kocher ent- nt war und aus dem noch Gas ausströmte, chelnd vor. Eines der Kinder lag auf dem ichensofa, das andere neben dem Sofa auf der eie. Durch den sofort herbeigerufenen Arzt konnte ! Ehefrau mittels Sauerstoffapparates wieder ins ben gerufen werden. Die Wiederbelebungsversuche i den Kindern waren ohne Erfolg. Die Ehefrau l schwermütig gewesen sein und wiederholt Selbst- ndabsichten geäußert haben.

Line 20jährige Kommunislenführerm vor dem Schnellrichler

Gotha, 26. Mai. Vor dem Schnellrichter hatten I am Mittwoch fünf Teilnehmer an den Zufam- nvottungen zu verantworten, die am Dienstag in üha stattfanden, als in Verfolg der vom Stadt- rstand bereits dementierten Gerüchte, daß auch in rtha die Wahlfahrtsunterstützungsfätze gekürzt An sollten, die Abhaltung einer von kommu- stischer Seite einberufenen Erwerbslosenver- runlung im Volkshaus zum Mohren geplant war. e war von der Thüringischen Polizeidirektion rhoien; aber dennoch war versucht worden, die vsammlung durchzuführen. Nach der Auflösung : Versammlung versuchte eine größere Menschen- mge nach dem Hauptmarkt zu ziehen. Auf dem [liege dorthin wurden die Polfzeibeamten an der Htmäßigen Ausübung ihres Amtes gehindert und

Die -rSSten GtSES-Me des Ledens

Die Rothschild die Schlacht bei Waterloo ausbeuleke. Robel erfindet das Dynamit, Verpatzte Millionengelegenheiten

Ueber das Schicksal von Menschen und Geschlech­tern sind oft wenige Augenblicke entscheidend. Aller dings gehört dazu schnelle Entschlußfähigkeit, Ein­blick in die wirtschaftlichen und technischen Erfor­dernisse, kurz, eine große Intelligenz, die imstande ist, den Glücksaugenblick auszubeuten. Vielen Menschen sind vielleicht schon derartige Glücksfälle geboten worden, ohne daß sie es verstanden haben, sie auszunützen. Ein Meister auf 'diesem Gebiete war der Londoner Rothschild. Er wußte, daß im Kriege gegen Napoleon die Kämpfe auf dem Fest­lande von ausschlaggebender Bedeutung für die Gestaltung der Verhältnisse Europas sein würden. Er hielt daher im Sommer 1815 Spione in der Nähe des Kriegsschauplatzes. Sie sollten auf dem schnellsten Wege mit Hilfe eines Segelschiffes, daß für sie an der belgischen Küste bereit lag, Mittei­lung machen, wie sich die Dinge verhielten. Die Ge­heimhaltung aller Meldungen in England war ihnen aufs strengste aufgetragen worden. Damals gab es noch nicht telegraphische Meldungen, so daß derjenige, der es verstand, sich Mitteilungen privat schnell zu verschaffen, allen anderen gegenüber im Vorteil war. Am 18. Juni 1815 war Napoleon von Wellington und Blücher entscheidend geschla­gen morden. Wenige Tage später, als noch kein Mensch in England Kenntnis hatte selbst die Regierung war noch nicht benachrichtigt ver­kaufte Rothschild schon alle seine französischen Pa­piere durch Agenten und kaufte preußische und englische Werte auf. Er hatte bereits 10 Millionen Mark verdient, als am nächsten Tage die Nachricht von dem Siege allgemein bekannt geworden war.

Eine Millionenindustrie, nämlich die Herstellung des Dynamits, wurde bekanntlich durch Alfred Nobel geschaffen, der zugleich der Begründer der Nobelpreise wurde. Er hatte einmal in seinem Leben den großen Glücksaugenblick, Millionär zu werden, und diesen Augenblick benutzte er in wahrhaft genialer Weise. Ein Transport von

ein Beamter tätlich angegriffen. Als Zeugen waren vier Polizeibeamte erschienen. Die 20jährige kom­munistische Jugendführerin Elisabeth Semeniuk aus Boilstädt bei Gotha war an den Vorkommnissen hervorragend beteiligt gewesen. Die Semeniuk wurde wegen versuchter Gefangenenbefreiung und Wider­stands gegen die Staatsgewalt zu zwei Monaten einer Woche Gefängnis verurteilt. Drei Angeklagte erhielten eine Woche bis einen Monat Gefängnis, eine Angeklagte wurde freigesprochen.

Von einer stürzenden Steinladung begraben

Stockheim (Untersranken), 26. Mai. Bei Ebers­dorf tippte ein mit Ziegelsteinen schwer beladener Wagen, als er auf dem Wege zur Banstelle eine nur mit Stangen belegte Brücke passierte, um und begrub zwei auf dem Wagen sitzende Jungen. Der eine, dem Brust und Kopf vollkommen zerquetscht wurden, war sofort tot, während der andere so schwer verletzt wurde, daß an seinem Auskommen gezweifelt wird.

Ein Raub im Bahnzug

Aus Basel wird berichtet, daß einem belgischen Reisenden in einem Abteil zweiter Masse des Schnell­zugs BrüsselBasel von einem Mitreisenden ein Betrag von 24 000 belgischen und 500 französischen Franken geraubt wurde. Der franzöfischsprechende Täter, der bisher noch nicht ermittelt werden konnte, verwickelte sein Opfer während der Fahrt in ein Gespräch und betäubte es durch eine angebotene Opiumzigarette.

Nitro-Glyzerinöl erlitt einen Unfall, ohne das der Inhalt explodierte. Die Flüssigkeit war nämlich in den Sand gesickert. Nobel, der ein großer Chemiker war, glaubte nicht an ein Wunder, sondern war überzeugt, daß hier enge Zusammenhänge vor­liegen, die eine große Bedeutung haben mußten. Er untersuchte den Sand und stellte fest, daß eine Kreideart vorlag, und zwar Kieselerde, die kreidiger Natur war. Nun machte er Versuche mit Nitro- Glyzerin und dieser Erde, ahmte also künstlich das nach was er erlebt hatte, und was ihm beinahe das Leben gekostet hätte. Er stellte fest, daß diese Verbindung die wunderbare Eigenschaft habe, das Nitro-Glyzerin gegen Stöße sicher zu machen. Nun war es nur noch ein geringer Schritt zur Erfin­dung des Dynamits, die ihm ein Millionenver­mögen einbrachte. *

Der Lehrer Philipp Reis, der der wirkliche Ent­decker des Fernsprechers war, hat seine Chance nicht ausgenutzt. Er hat im Jahre 1860 das erste Telephon erbaut, aber nicht die geringsten Vorteile davon gehabt. Er starb 14 Jahre später arm. Reich geworden ist durch diese Entdeckung Edison, und Millionen verdient haben technische Gesellschaften. Auch der deutsche Goebel, der wahre Entdecker der elektrischen Glühlampe, hat ein Vermögen von hun­derten von Millionen verscherzt, weil er den gro­ßen Glücksaugenblick seines Lebens nicht erkannt hat. Wieder war es Edison, der diesen großen Ge­danken ausnutzte und später dafür sogar in einem gerichtlichen Verfahren um die Vorrechte unterlag. Trotzdem aber war er der Mann, der die Glücks­augenblicke fremder Menschen auszubeuten ver­stand. Beim 50jährigen Jubiläum der Glühlampe wurde Edison als der Bringer des Lichts in der ganzen Welt und besonders in Amerika gefeiert. Dafür verstand es Eastman, der jüngst Selbstmord verübt hat, auf feiner glücklichen Idee des Films nicht nur eine große Industrie aufzubauen, sondern selbst auch Millionen zu ernten.

Verhaftung eines maßgebenden Kreuger-Direktors

Stockholm, 26. Mai. Wie die Kriminalpolizei mitteilt, steht die Verhaftung eines Vorstandsmit- glledes der AB Kreuger u. Toll bevor, nämlich des Herrn Nils Ahlström (nicht zu verwechseln mit Walter Ahlström, der dem Vorstand der Zünd­holzgesellschaft angehört und für diese zahlreiche Verhandlungen im Ausland geführt hat.) Diese Verhaftung ist insofern bemerkenswert, als es sich zum ersten Mal um eine Persönlichkeit handelt, die selbst eine verantwortliche Stellung in der Ver­waltung des Konzerns einnahm, während die bis­her verhafteten zwar persönliche Vertrauensleute Kreugers waren, im übrigen aber nur Nachge­ordnete Posten inne hatten. Der Direktor S. E. Sjöström von Kreuger u. Toll ist wegen Kon­kursvergehens verhaftet worden.

âüsse füe Herkules - er sorgt für einen Mann

An einer Straße in Long Island City bei New- york steht auf einem Sockel eine gewaltige Skulp­tur, Kopf und Oberkörper eines muskulösen Her­kules darstellend, der vor mehr als hundert Jahren einmal als Schiffsverzierung gedient hatte. Dieser Herkules besitzt eine ganz sonderbare Anziehungs­kraft für junge Mädchen; denn auf feinem Sockel befindet sich eine Tafel mit der Inschrift, daß jedem

Mädchen, das den Herkules auf die Mange küssch binnen einer Woche seinSchicksal" begegnen würde. Falls es einer kühnen Kletternden aber gelinge, den Riesen auf die Stirn zu küssen, so werde sie unbedingt im Laufe des nächsten Jahres heiraten. Trotz aller Aufgeklärtheit der modernen Amerikanerin wird auf dem Herkules recht flott herumgeklettert.

Glu Stadtteil föe alte Leute

In dieser schweren Zeit, die für sentimentale Regungen wenig übrig hat, verdient der menschen­freundliche Gedanke, den die Verwaltung der eng­lischen Stadt Newcastle verwirklichen will, rüh­mende Hervorhebung. Um die älteren Einwohner der Stadt vor den Gefahren des Straßenverkehrs zu behüten, hat der Stadtrat beschlossen, eine Reihe von Häuschen zu errichten, deren jedes nur zwei Zimmer, einen Schlafraum und eine Wohnküche, enthält. Dieses Viertel der Langlebigen soll rund hundert Häuschen erhalten, die alle dicht beieinan­der stehen und in unmittelbarer Nähe eines Parks, weit ab von dem gefährlichen Verkehr, erbaut werden. Der Stadtteil erhält seine Lebensmittel aus den Vorräten eines angegliederten Konsumver­eins, wo die alten Leutchen alles finden, was sie brauchen, ohne es nötig zu haben, in die Stadt zu gehen. Die Häuschen sind ausschließlich für Greise bestimmt, die mit bescheidenen Mitteln haus­halten müssen, und werden zu billigen Mietsätzen vermietet.

Beerdigung mit Tam

Auf den Philippinen pflegen Leichenbegängnisse mit einem Mahl und anschließendem Tanzvergnü­gen ihr Ende zu finden. So hatte erst kürzlich ein gewisser Juse Neulot, ein angesehener Filipino, der seine beiden Enkelsöhne durch den Tod verloren hatte, seine Bekannten zu Schmaus und Tanz ein» geladen. Die Vergnüglichkeit begann nach dem Ge­bet für die Seelenruhe der Abgeschiedenen und dauerte volle zehn Tage. An der Festtafel nahmen fünfzig Gäste Platz. Zum Tanz spielte eine Kapelle auf, die durch Harmonikas und Grammophone ver­stärkt worden war. Die Schwestern und die anderen Angehörigen der toten Kinder beteiligten sich leb­haft an dieser Lustbarkeit.

UEEEMlEa

Lehrersängerchor. Heute 8.30 Uhr wichtige Besprechung bei Weißenstein. Kein Sänger darf fehlen. 613

Rhönclub, Zweigverein Hanau e. V. Sonntag, den 29. Mai, Teilnahme an den Burgfestspielen in Dreieichenhain. Abfahrt 9.44 Uhr Hauptbahnhof, dann Wanderung über Forsthaus Gravenbruch. Gäste willkommen. Die Einzeichnungsliste zur Be­teiligung an der am Sonntag, den 12. Juni, nach Gemünden stattfmdenden Sternwanderung liegt bei Wanderbruder Schmidt (Eisenhandlung Sauer­wein) zur Einzeichnung bis 8. Juni auf. Bahn­fahrt RM 4.. Autobus bei nicht zahlreicher Be­teiligung unrentabel. 614

Marian. Jünglings-Congr. Wir treffen uns für das Frühlingsfest im Jugendheim Rückersbach morgen Samstag pünktlich 18 Uhr am Hauptbahn­hof. Abfahrt 18.23 Uhr. Unser Präses fährt mit. Sonntag 8.30 Uhr in Rückersbach Kommunion­messe. 615

Deutsche Sfaafsparfei. Heute abend 8.30 Uhr Mitgliederversammlung im Hotel Riesen. Dr. Semank-Frankfurt a. M. spricht über die politische Situation, die wirtschaftliche Lage und das National­sozialistische Wirtschaftsprogramm. 616

Hanauer Tierschuhverein. Gemeinsamer Spa­ziergang nach dem Vogelheim am Samstag den 28. d. Mts. Treffpunkt um 3 Uhr nachmittags im Vogelheim in der Oberförsterei Wolfgang. Hierzu werden die Mitglieder und deren Angehörige freundlichst eingeladen.

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