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Nr. HO

Donnerskag, bett 12. Mal 1932

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s« Vudaveft gibt es ketzt ein Rundfuns-Npftamt

in Bauemmäidchen aus der Pußta spricht auf er Budapester Frühjahrsmesse zu ihren An­gehörigen im Heimatdorf bläßlich der Frühjahrsmesse m Budapest mürbe im Postamt zur Uebersendung privater Radio- Nachrichten eröffnet.

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warum stottern -re Stotterer?

Neue Erkenntnisse und neue Wege zur Heilung H Zusammenhang zwischen Stottern und Links­händigkeit

Das Stottern ist ein ziemlich weit verbreitetes lebe! auch der Volkswirtschaftler wird dies in nseren Tagen bestätigen! Aber Scherz beiseite, as sprachliche Stottern ist natürlich gemeint, das uch wieder nicht mit dem Stammeln zu verwech- :ln ist. Dies beruht auf dem Unvermögen, einzelne der zusammenhängende Laute richtig auszu- grechen, und kann sich bis zum unverständlichen lallen steigern. Das Stottern dagegen besteht im wmentanen Unvermögen, eine Silbe oder ein Vort hervorzubringen und zwar als Folge eines trampfes, der nicht nur die Sprachwerkzeuge, son- uern auch die Atmungsorgane erfaßt.

Zur Kenntns der Vorgänge und Verbesserungen er Heilmethoden hat in letzter Zeit ein Amerikaner Lesentliches beigetragen. Dr. Edward Lee Travis, ier Direktor der Klinik für Sprachfehler an der Iniversität Iowa (USA.). Sein Verdienst besteht 'arin, daß er sich nicht auf die Erklärung der Symptome beschränkt, sondern sein Augenmerk auf >05 Verhalten des Gesamtorganismus der Stot- srnden gerichtet hat. Diese Einstellung und jahre- ange genaue Beobachtung verhalfen ihm zu auf- chlußreichen Ergebnissen. Ein Mensch, der stottert, autet seine Erklärung, stottert nicht allein mit sei- ter Zunge, sondern mit seinem ganzen Wesen. Die harakteristischen Aeußerungen des Stotterns: un­egelmäßige Atmung, Muskelkrampf, sind auch zu 'sobachten, wenn der Patient nicht spricht, beim tillen Lesen, beim Schreiben bei jeder Bewegung. Ierade Bewegungsversuche wiesen Dr. Lee Tra­ns den Weg zu seinen weiteren Erkenntnissen. Er ieß z. B. einen normalen rechtshändigen Menschen M md einen rechtshändigen Stotterer gleichzeitige Be­wegungen mit beiden Händen machen. Beim ersten war die rechte Hand schneller fertig, beim zweiten aber die linke.

Diese Beobachtungen einer auffallenden Geschick­lichkeit der linken Hand bei rechtshändigen Stotte­rern wurde durch zahlreiche andere Experimente mit Hunderten von Patienten jedes Alters ein­wandfrei bestätigt. Es ergab sich weiter, daß, im Gegensatz Mr Norm, bei rechtshändigen Stotterern das Linke Auge besser ausgebildet war u. umgekehrt. Das verstieß aber gegen die bekannte Tatsache, daß die Bewegungen unserer Körperhälften von den Ge­hirnhälften der entgegengesetzten Seite kontrolliert werden. Dr. Lee Travis schloß daraus, daß die eigentliche Ursache des Stotterns in einem mangeln­den Zusammenarbeiten der Hirn- und Nerven­zentren liegen müsse, so daß z. B. beim Sprechen der Bauch einatmen, die Brust ausatmen will. Als er daraufhin seine Patienten untersuchte, fand er tatsächlich, daß die meisten, von Geburt an Links­händer, durch eine falsche Erziehung auf rechts dressiert worden waren, wodurch sich natürlich die Widersprüche in ihrem Organismus verschlimmern mußten, auch wenn sie sich mit der Zeit eine ge­

wisse Fertigkeit im Gebrauch der rechten Hand an­eignen konnten. Aber da das angeborene Ueberge- wicht des linken Großhirns weiter wirkte, konnten die Bewegungsbefehle nicht eindeutig und klar er­folgen, und die Bewegungen selbst, also auch die Sprechbewegungen, gingen krampfhaft und unge­ordnet vor sich.

Auf Grund dieser Erkenntnisse entwickelte Dr. Lee Travis seine moderne Heilmethode. Sie be­steht im wesentlichen darin, diejenige Gehirnseite zu entwickeln, (also die entgegengesetzte Körperseite), die von Geburt an das Uebergewicht hatte, oder überhaupt eine bestimmte Seite zu entwickeln, wenn kein ausgesprochenes Uebergewicht festzu­stellen ist. Man versteht, daß Klavierspielen, Schreibmaschinenarbeit, überhaupt alle Arbeiten, zu denen zwei Hände gebraucht werden, aufhören müssen, soweit es geht. Dafür werden alle Spiele und Betätigungen vorgezogen, die hauptsächlich mit einer Hand erledigt werden können, wie Tennis, Kugelstoßen, Steinchenwerfen, Handball usw. Auch müssen die alltäglichen Bewegungen, wie das Zer­legen der Speisen, das Schnüren der Schuhe, An­kleiden, Kämmen usw. möglichst mit der Hand er­ledigt werden, die auszubilden ist.

Aber das wichtigste Ziel, die Verstärkung der Kontrolle über die Sprache in dem auszubildenden Hirnzentrum, kann nur auf einem Umweg gesche­hen, denn kein Mensch kann sich vornehmen: ich will jetzt die oder jetzt jene Hirnhälfte gebrauchen! Dr. Lee Trivas ist da auf einen ausgezeichneten Einfall gekommen. Soll z. B. die rechte Gehirn­hälfte eines Stotterers gestärkt werden, so läßt er ihn das Wort mit der linken Hand schreiben und zugleich sprechen, aber so, daß mit dem Schreiben zuerst begonnen wird; auf diese Weise wird auf das rechte Hirnzentrum eine Art Funktionszwang ausgeübt. Das zugeordnete Schreiben und Spre­chen wird bis zur Geläufigkeit fortgesetzt, bis nur noch die Anfangsbuchstaben der Worte niederge­schrieben zu werden brauchen; auf dieselbe Art wird auch Konversation getrieben. Dr. Lee Travis lehnt jeden phonetischen Drill ab und hält es z. B. für direkt schädlich, ein stotterndes Kind zu zwingen, vor der Klasse schnell vorzutragen.

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Die Arteriosklerose verliert ihre Schrecken. Keine eigentliche Alterskrankheit. Gefäßverkalkung als Abwehrmaßnahme des Körpers. Diät wichtiger als Medizin

Arteriosklerose (Arterienverkalkung) ist eine ziemlich verbreitete Krankheit des Blutkreislaufs, genauer: der das Blut in den Körper leitenden und verteilenden Arterien. Sie ist bekannt und wird auch in den meisten medizinischen Lehrbüchern be­schrieben als eine typische Alterskrankheit, deren wesentliches Kennzeichen eine Verhärtung, Ver­kalkung der Arterien ist.

Es hat schon immer Zweifler an dieser offi­ziellen Wissenschaft gegeben. Zu ihnen tritt jetzt Professor J. Plesch, der hervorragende Internist an der Universität Berlin. Seine ketzerische Ab­weichung von der Schulmedizin gipfelt in zwei Be­hauptungen: die Verkalkung der Arterien ist nicht als die eigentliche Krankheit, sondern als Abwehr- maßnahme des Körpers gegen konstitutionelle Schwächen anzusehen, und die: Arteriosklerose ist keine eigentliche Alterskrankheit. Zum besseren Ver­ständnis" vergegenwärtige man sich einmal kurz die Tätigkeit"dès Blutgefäßsystems. Das Herz treibt als eine mächtige Blutpumpe in regelmäßiger Auf­einanderfolge von Systole (Zusammenziehung) und Diastole (Erschlaffung) den Lebenssaft mit Hilfe der Arterien und Denen durch den Körper. Mit jeder Systole wird plötzlich eine Blutmenge von 50 bis 60 ccm in den Anfangsteil der Körper­schlagader des Arteriensystems gepreßt, bewirkt dort eine Erweiterung des Gefäßwände, die sich aber als elastische Röhren gleich wieder zusammen- ziehen, und wird so dem nächsten Arterienabschnitt zugepreßt, wo sich der Vorgang wiederholt. So wird die Pulswelle des Blutes unter hohem Druck durch das Arteriensystem bis in die feinsten Aus­läufer, die Haargefäße, geleitet und fließt schließlich durch die Venen wieder ins Herz zurück. Die Blut­zufuhr durch die Arterien wird außerdem unter dem Einfluß des vasomotorischen Nervensystems so reguliert, daß die Arterien sich in stark arbeitenden Organen erweitern, also mehr Blut durchlassen, in solchen die ruhen, sich mehr zusammenziohen. Man kann sich denken, daß der dauernde, sehr beträcht­liche Druck, verbunden mit den verschiedenen An­forderungen einzelner Körperteile, eine außer­ordentliche Elastizität der Gefäßwände bedingen und an deren Muskeln und Gswebsteile hohe An­forderungen stellen muß.

Was geschieht nun, wenn als Folge einer durch Krankheit, übermäßigen Alkohol- oder Niko­tingenuß, Aufregungen, schwere körperliche Arbeit, Alter verursachten Schwäche der Konstitution die Gefäße erschlaffen, sich erweitern und verziehen oder wie ein alter Wasserschlauch brüchig werden

und dem Druck des Blutes nicht mehr genügenden Widerstand leisten können? Der Körper fetzt zur Aufrechterhaltung des notwendigen Widerstandes an den gefährdeten Stellen des Arteriensystems Kalk an, er versteift die schwachen, brüchigen Ge­fäßwände! Die Krankheit Arteriosklerose ist also nicht im eigentlichen Sinne Krankheit, vielmehr der Versuch des Körpers, die Folgen einer Krankheit abzuschwächen. Die Verkalkung befällt das Gefäß­system immer sehr ungleichmäßig, je nach der Art des Leidens die Arterien des Gehirns, der Nieren, der Beine usw. Das ist dann auch oft ein Anhalts­punkt für den Grund des Uebels.

Prof. Plesch macht ausdrücklich darauf aufmerk­sam, daß die Arteriosklerose Menschen jedes Alters ergreifen kann und sich nicht auf die alten Jahr­gange beschränkt. Er führt u. a. die Untersuchungen eines Arztes an, der im Weltkrieg feststellen konnte, daß von den Soldaten zwischen 21 und 30 Jahren fast die Hälfte, von denen zwischen 31 und 40 Jah­ren mehr als die Hälfte an Arteriosklerose litten. Man kann sich wohl denken warum. Prof. Plesch geht auch in der Behandlung neue Wege. Zunächst ist die Ursache der Verkalkung zu beseitigen, soweit das möglich ist. Dann gilt es, der Ueberlastung der gefährdeten Gefäße durch hohen Blutdruck zu steuern. Prof. Plesch empfiehlt dafür aber nicht un­mittelbar wirkende Drogen, die er eher für schäd­lich als für nützlich hält. Aber frische Luft, Ruhe und völlige geistige Entspannung, Diät ist sehr wichtig. Einen Tag in der Woche solide Nahrung möglichst frei von Stickstoffen und Eiweiß sein, und während einer Diätperiok^ von drei bis vier Wochen im Jahr überhaupt. Selbstverständlich sin- alle Reizmittel wie Alkohol und Nikotin usw. als Feinde zu betrachten. Es mag noch erwähnt wer­den, daß Arteriosklerose im Anfangsstadium von Prof. Plesch als heilbar betrachtet wird, und daß sie auch im späteren Stadium mindestens wesentlich zu beeinflussen ist. Daß die Alterssklerose nieman­den daran hindert, unter Umständen hundert Jahre alt zu werden, ist ja bekannt.

Nie iwteeften Briefträger der Wi

Bestellgang im Eis

Acht Meilen einer Seestrecke, die im Winter und Frühling von schwimmenden Eisfeldern bedeckt ist, gehören zu dem täglichen Bestellgang der Brief­träger auf der kleinen kanadischen Picton-Insel. Sie rühmen sich mit Stolz, daß sie auf diesem Be­stellgang, der wohl eine Rekordleistung öa-rstellt; noch nie eine Postsendung verloren haben. Picton Island liegt in der Northumberlandstraße, einer Meerenge zwischen Neu-Braunschweig, Neu-Schott- land und der Prinz-Edward-Jnsel. Im Winter und Frühling spielen die Bestellbeamten der Post dort täglich mit dem Tode, denn sie müssen das Meer in primitiven Eisbooten überqueren, die sie im offenen Wasser mit dem Ruder fortbewegen, die sie aber wenn sie auf Packeis stoßen, das oft eine Höhe von 3,30 Meter erreicht, aus dem Wasser ziehen und tragen müssen. Zuweilen türmen Wind und Strö­mung die Eisschollen zu einer Todesfälle, die das Boot umschließt. Außer den gewöhnlichen Briefen und Paketen haben diese furchtlosen Postbeamten auch Menschen zu befördern. Als kürzlich eine Frau auf dem Festlande starb, war ihr letzter Wunsch, auf ihrer Heimatinsel begraben zu werden. Am nächsten Morgen fanden sich denn auch sechs telephonisch angeforderte Postboten ein, die sich quer durch die Eisschollen ihren Weg gebahnt hatten und einen kranken Jungen midbrachten, der ins Hospital einge­liefert wurde. Dann traten sie mit der Leiche der verstorbenen Frau die Rückfahrt an. Sie brauchten volle zehn Stunden, um ihren Bestimmungsort wie­der zu erreichen. Aerzte und Kranke werden häufig über die See befördert. Wenn sie bewegungsfähig sind, müssen sie die Ueberfahrt abarbeiten, wenn sie krank sind, werden sie getragen. Einmal kam es vor, daß die braven Postboten zwölf Stunden lang im eiskalten Wasser verbringen mußten. Sie waren um Mittag aufgebrochen, sahen sich aber zwei Stunden später von Eisschollen eingeschlossen. Die ganze Nacht hindurch machten sie vergebliche An­strengungen, weiter zu kommen, während die In­selbewohner große Tranfeuer anzündeten, um ihnen den Weg zu weisen. Eine Hilfsexpedition mußte den Versuch, ihnen Rettung zu bringen, als hoff­nungslos aufgeben. Erft um vier Uhr morgens ge­lang es ihren verzweifelten Anstrengungen, nahe genug an den Hafen heranzukommen, so daß sie von einem von der Insel abstoßenden Boot ausge­nommen werden konnten, in dem Augenblick, als ein Eisbrecher der Regierung auftauchte.

Nev mrauttise Schtviesev- vater I. o.

In Budapest erregt eine eigenartige Liebes­affäre berechtigtes Aufsehen, da es sich um einen ungewöhnlichen Vorgang handelt. Der bekannte

Budapester Komponist Alfred Markus hat eint bildschöne Tochter, die die leidenschaftliche Lieb« eines Boxers namens Nikolaus Groß erregt hat. Er bewarb sich um die Gegenliebe des jungen Mätz­chens, allem Anscheine nach aber ohne Erfolg. Dl« Eltern verboten der Tochter jeden Verkehr mit dem Boxer, da sie erst 16 Jahre alt ist und das Gym­nasium besucht, also für ßiebeleien noch zu jung ist. Der Boxer gab sich aber mit dieser Anordnung der Eltern nicht zufrieden, und er beschloß, auf seine Art dagegen Einspruch zu erheben. Vor einigen Tagen stellte er seinen zukünftigen Schwiegervater, der durchaus keine Absicht hatte, der Schwieger­vater des Boxers zu werden, und wollte ihm,durch einen Boxkampf beweisen, daß er der geeignete Gatte für die Tochter des Komponisten sei. Es fand auf der Straße ein Match statt, bei dem selbst- oerständlich der Boxer Sieger blieb. Der Kom­ponist wurde t. o. geschlagen Viel hat der Boxer damit allerdings nicht erreicht. Da sein unfrei­williger Partner schwer verletzt wurde und sogar die Befürchtung besteht, daß er sein Augenlicht ver­lieren wird, so kann der Boxer nicht im entfern- testen daran denken, das geliebte Mädchen als Braut zu erringen. Er wird diese Hoffnung nun­mehr für alle Zeiten aufgeben müssen. Vor der Hand wird es ihm auch unmöglich sein, sich mit der Auserwählten seines Herzens zu verloben oder gar zu verheiraten, denn er wurde wegen dieses bru­talen Ueberfalles auf einen wehrlosen und schwa­chen Mann verhaftet und ins Gefängnis einge­liefert. Eine Voruntersuchung wegen schwerer Kör­perverletzung ist gegen ihn im Gange, und es ist damit zu rechnen, daß er eine schwere Strafe be­kommt, die ihn für längere Zeit seinem Wirkungs­kreise entziehen wird. Zur Liebe kann man keinen zwingen, selbst mit Boxen nicht. Daran hatte wohl der leidenschaftliche Liebhaber nicht gedacht.

, Im Jahre 1927 hat Deutschland rund 10 Mil­lionen Tonnen Brotgetreide verbraucht.

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Donnerstag, den 12. Mai

6: Wettermeldung. Anschl.: Morgengymnastik. 7: Frühkonzert. 12. Mittagskonzert. 14: Nachrichten und Werbekonzert. 15.30: Stunde der Jugend. 17: Nachmittagskonzert. 18.25:Neue Forschungen über menschliche Erblehre und Eugenik", Dortrag. 18.50: Staatsverfassung der Völker: Oesterreich", Vortrag. 19.30:Die Pilger von Mekka", Kom. Oper. 20.50: Aus Kindermund" (Gedichte in badischen Mund­arten.) 21: Orchesterkonzert. 22.20: Nachrichten. 22.45: Tanzmusik.

von der Mnobübne.

Modernes Theater.Zwei Herzen und ein Schlag". Ein Lilian Harvey-Film ist stets eine Klasse für sich. Man erwartet leichte Unterhal- tungskost, aber in gepflegter Aufmachung. Und das Erwartete erfüllt sich sogar um einige Grade mehr als man zu hoffen wagte. Die Harvey hat es mit den zwei Herzen, das war schon einmal ihr ganz großer Erfolg, und auch diesmal wird es ein Tref­fer. Diese Filmoperette ist mit Schmiß hingelegt. Das Schema der Theateroperette ist überwunden und in neuer gelöster Form zieht sie beschwingt unb graziös an uns vorüber, leicht wie eine Sektlaune. Am Schluß gibt es ein paar billige Effekte, die den guten Eindruck des Anfangs stören, aber im ganzen ist doch ein famoser Film gelungen. Der Haupt­erfolg ist auf das Konto der süßen Lilian zu setzen. Sie ist von einer Zierlichkeit und Drolerie, die ein­fach unerreicht bleibt. Welche Schauspielerin weiß so graziös zu tanzen? Keine im Land, und auch schauspielerisch ist sie diesmal gelöster. Ein neuer eleganter Partner, der viel Charme mitbringt, steht dieser Frau gut an Otto Wallburg, Rosa Valette ist in kleineren Rollen von erschütternder Komik. Der Inhalt des Spiels ist nicht erschütternd; ein jung verheirateter Mann macht feine kleine kapri­ziöse Frau kirre. Im Beiprogramm läuft der interessante Goethefilm, die Wochenschau, eine Zeichengroteske und ein sehr beachtlicher Film vom Brutgeschäft der Vögel.

vereine, Versammlungen

Gemeinnütziger Hausfrauenverein Hanau. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß am 19. Mai 1932, eine Autobusfahrt durch die Baumblüte nach Ber­gen-Enkheim stattfindet. Abfahrt l^ Uhr am Depot. Fahrpreis 0.75 Pfg. Anmeldungen an die Vor­sitzende B. Kloha, Engelhordtstr. 30a. Gäste herzlich willkommen. 5279

Schlesierverein. Heute abend 8% Uhr Monats» versammlung im Mohr. Vortrag Kern sen. 579

Nationalsozialisten!

Samstag, den 14. Mai, abends 8% Uhr, findet in der Turnhalle, Jahnstraße, ein LiiliibiMer-Vorirag statt.

Aus dem Inhalt:

Der Werdegang der N. S. D. A. P. mir sämtl. großen Parteitagen Aufmärschen, wie in Nürnberg, Braunschweig usw.

Sämtl. große Hitler-Versammlungen. Beerdigung Peter Gemeinders.

Pol. Wochenschau die Begebenheiten der letzten Woche.

Sprecher: L. Weipert, Frankfurt. Unkostenbeitrag RM.50 Erwerbslose RM.30

N. 8. D. A. P.

Kreisleitung Hanau.

Vorverkauf Steinheimer Straße 24.

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