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E^VNetteval Ameiger fWw^Waii<m Stadt und Land

^s^ ^^^"^i >4^ B 1 und Cöericbtdfianb für beibe Teile ist Hanau. ' Sei unverilhuldeièm Ausfüü öcr

Erschein! täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den Halden

Monai 95 R-Pfg., für den ganzen Monat RM 1.90 ohne Trägerlohn / Einzelnummer io R-Pfg., Samstag 12 R-Psg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Pfg.« im Reklameteil von 68 mm Breite 28 R-Psg. , Offertengebühr so R-Ysg.

Nr 81

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Donnevstas, den

ErsüNungsorl und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. - Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streil usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder an, Rückzahlung des Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u.Erscheinung?tage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.,Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 x Fernipr. 3936, 3952,3958,

24. «Lrr

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Uach Litauen folgt OoSen

Nach ÄuffaNuns des volnNchen dwlomalikchen Sevivetevs in Danris ist Danzks ein volMMev Hafen -Die Annahme eines Wisißchaßissemeinfchaft Danzigs und Deulfchiands eniGsichi

^WfS- ^OH^H-Sj^öi'H'

Graf Zeppelin" ist gestern in Pernambuco gelandet.

Reichskanzler Dr. Brüning wird, wie dieGer­mania" meldet, nach neueren Dispositionen nicht M im 4. April, sondern erst am Dienstag, den 5. April, in der Stadthalle in Stuttgart sprechen.

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Cs gehen augenblicklich in Deutschland und im; Ausland Gerüchte über ein angeblich bevorstehen- res deutsches Moratorium um. Hierzu erfahren Dir von unterrichteter Seite, daß von keiner Stelle n Deutschland die Erklärung eines Moratoriums beabsichtigt ist.

Als im Verlaufe der gestrigen Stadtverord- letensitzung in Frankfurt a. M. der kommunistische Stadtverordnete Aschenbrenner wegen dauernden Lärmens aus dem Saal gewiesen wurde, trat er in den Vorstehertisch und warf mit Akten, einem Nntenlöscher und einem Tintenfaß nach dem Vor- itzenden. Dieser trug eine blutende Wunde davon.

Die Behauptung, daß durch eine Notverordnung die Zusammenlegung der Invaliden- und Ange- telltenversicherung vorbereitet werden würde, ist, ane mir von zuständiger Seite erfahren, aus der Lust gegriffen.

Der Vorstand der Reichsanstalt für Arbeitsver- - rüttlung und Arbeitslosenversicherung hat mit Zu- W timmung der Reichsregierung beschlossen, die Höchstdauer der versicherungsmäßigen Arbeitslosen- mterstützung zu verlängern, und zwar beträgt sie auch nach dem 31. März bis auf weiteres 20 Wochen, bei berufsüblichen Arbeitslosen 16 Wochen.

Das Reichsinnenministerium hat mit Rücksicht auf die Verordnung über den Osterfrieden eine tele­graphische Anfrage an die braunschweigische Re­gierung wegen einer für die Ostertage geplanten Führertagung der Hitlerjugend gerichtet und um Aufklärung gebeten.

Bei einer Schlägerei in der Nähe der Wohnung des zweiten japanischen Konsuls Shiyematsu in Hamburg hat dieser selbst leichtere Verletzungen er­litten. In allen seinen Einzelheiten ist der Vor­gang noch nicht geklärt, doch kann als sicher an­genommen werden, daß persönliche und nicht poli­tische Gründe mitgespielt ^haben.

Flugkapitän Hans Bertram, der mit seinem Wasserflugzeug einen Asienflug unternimmt, ist gestern nachmittag auf dem Wege nach Australien mit drei Personen auf dem Tigris vor Basra ge­landet. Bertram wird heute feinen Flug fort« fetzen. .

Der Reichstagsabgeordnete Dr. Franz Joerisfen . äst gestern abend im Alter von 64 Jahren an Herz­schwäche gestorben. Dr. Joerissen, der dem Reichs­tag als Mitglied der Wirtschaftspartei seit 1924 an­gehörte, war Geschäftsführer des Verbandes Rhei­nischer Haus- und Grundbesitzervereine e. V. und Syndikus des Kölner Haus- und Grundbesitzerver­leins. ^

Ein Gesetzentwurf, der in Anlehnung an das lenolifche Erb'schaftsstcuergesetz den Höchstsatz der Erbschaftssteuer von 25 auf 45 Prozent für Ver­mögen über 10 Millionen erhöht, wurde im ameri­kanischen Repräsentantenhaus mit 190 gegen 149 , Stimmen angenommen.

Aus Hollywood wird gemeldet: Die Klage gegen die deutsche Filmschauspielerin Marlene Dietrich, ' l die Frau von Sternberg, die Gattin des Regisseurs, angestrengt hatte, ist zurückgezogen worden. Frau u von Sternberg hatte auf 500 000 Dollar Schaden­ersatz wegen angeblicher Entfremdung ihres Gatten ' und auf weitere 100 000 Dollar wegen angeblicher ifk' Verleumdung geklagt

Das tfchecho-slowakifche Innenministerium hat ein allgemeines Verbot der Benutzung des Haken­kreuz-Abzeichens in der Tschechoslowakei erlassen.

Die Gesamtzahl der Personen, die infolge des Tornados in den fünf amerikanischen sudstaaten ums Leben gekommen sind, beläuft sich auf 329. D-rlekt wurden 2500 Personen, 700 sind obdach'os Der Sachschaden beträgt mehrere Millionen Sol« lar. V

I Näheres siehe im politischen Teil.

nicht den tatfüchiiLen DevhSiiniffen^

zSolnikche«! MM gegen Danzig

Warfchau, 23. März. Der polnische diplomatische Vertreter bei der Freien Stadt Dan­zig Dr. Papse äußerste dem Vertreter der Polnischen Telegraphenagentur gegenüber seine Auffassungen über die Beziehungen zwischen Polen und Danzig.

Er erklärte u. a., es unterliege für ihn keinem Zweifel, daß die Voraussetzungen für die Zusam­menarbeit zwischen Polen und Danzig im Schwin­den begriffen seien. Danzigs Bestimmung fei, Polen als polnischer Hafen ossenzustehen. Es sei daher, so setzte PapLe seine Schlußfolgerungen fort, ein polnischer Hafen, der mit der Republik Polen dauernd verbunden s e i. Nur in diesem Charakter vermöge Dan ig, wie der polnische Vertreter prophezeien zu können glaubte, zu bestehen und sich zu entwickeln. Des­wegen, meinte er auch, sei die Freie Stadt ge­schaffen worden. Polen sei im Bewußtsein der eigenen Kraft fest entschlossen, die Rechte Dan igs zu achten. Die Polen besäßen in der Freien Stadt, in der sie nach PapLes Ansicht kein fremdes Ele­ment bißen, ihr aesehtickst garantierter «"^"ß M« die Gleichberechtigung festslelle, die keineswegs bloß theoretisch bleiben dürfe. Dies feien Holens elementare und gleichzeitig grundlevenden Rechte, deren Verneinung nicht in Frage kommen könne und deren Besiätiauna Polen von keiner Seile erst erwarte. Zum Schluß richtete Dr. Panse an die Freie Stadl gewi^ermahen einen Appell, in dem er betonte, Sanüg möge sich überlegen, wo seine eigenen und seiner Einwohner Interessen länen. Die polnische Regierung forderte, so habe minder Zaleski erklärt, sehr wenig, nämlich bloß Loyalität und guten Willen.

DenkMvitt des SrettaateS Dsur^»

Genf, 23. März. Das Völkerbundssekretariat veröffentlicht heute die Stellungnahme der Regie­rung der Freien Stadt Danzig zu der Frage einer wirtschaftlichen Annäherung Europas. Diese Frage bildet, wie mehrfach be­richtet wurde, den Gegenstand einer Untersuchung der Europäischen Studienkommission. Die Regie­rungen waren aufgefordert worden, dazu Stellung zu nehmen.

Die Denkschrift der Danziger Re­gierung geht sehr ausführlich auf die Ursachen

Gegen die VevsetvaUiguns des Memeigedisis

Berlin, 23. März. Die ungesetzliche Auflösung des memelländischen Landtages hat zu Protesèfchrilten der deutschen Regierung in Kowno, Rom, Paris und London geführt.

In diesen Protesten wird darauf hingewiesen, und zwar in Uebereinstimmung mit dem letzten ge- meinsamen Schritt der Unterzeichnern, ächte in Kowno, daß das Direktorium Simmat im Wider­spruch zum Wemelstatut gebildet worden ist, da es als ein ausgesprochenes Kampfdirektorium gedacht war zu dem Zwecke, den meme ländischen Landtag aufzulösen. Ungesetzlich war also bereits die Bildung dieses Direktoriums. Ungesetzlich ist ebenso die Auf­lösung des Landtages.

Die Unterzeichnermächke werden weiter darauf hingewiesen, daß ihre Verantwortung für die wei­tere Entwicklung im Memelgebiet forlbeskeht, daß die Angelegenheit Böttcher das Haager Geicht beschäf­tigen muß U7.d daß endlich was nunmehr die wichtigste A-age ist. die Neuwahlen zum memel- ländischen Landtag vollkommen im Einklang mit dem Memelslatut vor sich gehen müssen und durch irgendwelche Machenschaften des Direktoriums nicht verfälscht werden dürften.

Neuwablen am 4, M

Kowno, 23. März Die Neuwahlen zum me- melländischen Landtag sind nach einer am heutigen Mittwoch erlassenen Verfügung des Gouverneurs auf den 4. Mai festgesetzt worden. Gemäß § 11 bcr Memelkonvention werden die Wahlen ium memel- landischen Landtag auf Grund des in Litauen gel­tenden Wahlsystems durchgeführt. Es besteht also

der heutigen Wir^chaftsdepression in Europa ein. Sie behandelt in diesem Zusammenhang auch die verheerenden Wirkungen der politischen und son­stigen Schulden aus das Wirtschaftsleben und äußert sich zu den heute wieder besonders akut ge­wordenen Fragen der Präferenzbehandlung und des landwirtschaftlichen Kreditmarktes. Zum Schluß wird betont, daß die Frage einer europäischen Zoll­union noch nicht spruchreif sei.

Die polnische Regierung hat die Denk­schrift mit einer Einleitungsnote versehen, worin er- klärt wird, daß die polnische Regierung die An­sichten der Danziger Regierung nicht teile, da die Auffassungen der Denkschrift aus der Annahme einer Wirtschaftsgemeinschaft Danzigs und Deutschlands beruhten, jnr ?nahm» hig den tatsächlichen Verhältnissen man entspreche.

Das unerhörte Vorgehen Litauens gegen die Memelländer scheint Polen neuen Mut eingeflößt zu haben. Die Ausführungen des polnischen Ver­treters beweisen ganz eindeutig, daß der Kurs gegenüber Danzig sich in keiner Weise geändert hat, daß Polen sich weiter als den angeblichen Wohltäter der Freien Stadt Danzig aufspielen will und daß der polnische diplomatische Vertreter ebenso wie sein Vorgänger lehrhafte Mahnungen an die Freie Stadt richtet, ohne selbst Entgegenkommen zu zeigen. Wenn er übrigens betonte, die Grund­lage der Danzig-polnischen Beziehungen sei die Tatsache, daß Danzig der Hafen des polnischen Zollgebietes ist, so fehll jede Erwähnung der andern Tatsache, daß nämlich Polen durch die Schaffung eines eigenen Hafens in Gdingen diese Grundlage selbst zerstört hat Wir hoffen, daß die deutsche Regierung der Äußerung des polnischen Vertreters entschieden entgegentritt, ebenso die in der polnischen Denkschrift zum Ausdruck ge­brachte Ansicht über die Wirtschaftsgemeinschaft widerlegt und Polen so zurechtweist, wie es dies verdient.

die Möglichkeit, daß eine Knebelung durch das ge- plante neue Sejm-Wahlgefetz eintritt.

Für die Stimmung, die nach der Auflösung des Landtages in Kowno herrschte, war es bemerkens­wert, daß in den Kreisen der Kownoer Vertreter der Unterzeichnermächte als Folge der Lanidtags- auflöfung zwar der Ausbruch von Unruhen im Memelgèbiet befürchtet wurde, aber die kurz vorher von ihnen durch den gemeinsamen Schritt bei der litauischen Regierung gemachte Warnung wegen der Folgen einer solchen 'Landtagsauflösung nur noch eine untergeordnete Rolle spielte. Man hat den Eindruck, daß der Schritt der Signatarmächte doch kaum mehr als eine Geste gegenüber Deutschland gewesen sei.

Wiabliev«!»»! Im MsmolZebket

Berlin, 24. März. Der Kommandant des Memelgebietes hat, wie die D. Ä. Z. aus rNemel meldet, der memelländischen Landwirtschaftspartei die Abhaltung von Versammlungen vorläufig ver­boten.

Die memelländische Landwirtschaftspartei ist die größte Partei des Memelgebietes und bildete zu­sammen mit der Volkspartei in allen Landtagen bisher die Mehrheit. Diesem Verbot liegt ein Zwischenfall" in einer Versammlung der Land- wirtschastspartel zugrunde. In dieser wurde ein

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Letzis probe auf das GKSMUSi?

Der brutalen Gewalt, mit der durch die so genannten Friedensverträge der Staatskörper Deutschlands und seiner Verbündeten verstüm­melt worden ist, haben die Völkerbunds» und die sonstigen Diplomaten ein scheinheiliges Mäntelchen umzuhängen versucht. Es wurde das Recht der nationalen Minderheiten auf internationalen Schutz anerkannt und in Ver­tragsklauseln festgelegt. Offenbar war man sich des Völkerrechtsbruchs, der an Millionen Deutscher verübt wurde, doch etwas bewußt und wollte nun den deutschen Minderheiten, die in den fremden Staatskörper gegen ihren Willen einverleibt wurden, einen gewissen Rückhalt gewähren. In der Praxis haben wir mit diesem angeblichen Minderheitenschutz die allertraurigsten Erfahrungen gemacht. Gerade der auch in Deutschland vielgerühmteFrie­densfreund" Briand war es, der die deutschen Minderheiten dem Schicksal der Assimilie­rung, der Aufsaugung, preisgegeben sehen wollte. Ganz io offenherzig Hai man tm Völkerbund die deutschen Minderheiten an ihre Bedrücker nicht verraten. Aber man hat auch in keinem Falle zu ihrem Schutze etwas Durch­greifendes getan.

Soll die Vergewaltigung des Memelgebie­tes die letzte Probe auf dieses Exempel fein? Wie zu erwarten war, haben die Litauer zu dem lange vorbereiteten Schlage ausgeholt und den memelländischen Landtag gegen alles Ver­tragsrecht aufgelöst. Ein rein litauisches Lan­desdirektorium, das seiner ganzen Zusammen­setzung nach schon einen Vertragsbruch bedeu­tet, übt die Gewaltherrschaft im Memellands aus und niemand kann voraussehen, wie umer der litauischen Militärdiktatur und mit Hilfe von litauischen Wahlbetrug das Wahlergebnis korrigiert werden wird. Es droht also dem Deutschtum im Memellande die größte Gefahr, wenn den Dingen dort freier Lauf gelassen wird. Welche Garantien sind gegenwärtig noch gegen diese Gefahr gegeben?

Es gibt im Falle des Memellandes nicht nur einen Völkerbundsrat, es gibt auch vier Garantiemächte, die sich feierlich verpflichtet haben, für die Einhaltung des Memelstatuts Bürgschaft zu leisten. Das Statut ist in offen­kundiger Weise wiederholt gebrochen worden. Die Absetzung des Landespräsidenten Böttcher unter nichtigem Vorwand war der erste Ver­tragsbruch, die Bildung eines rein litauischen Direktoriums, eines Kampforgan gegen den Landtag, der zweite. Die Auflösung des Land­tages ist der dritte flagrante Vertragsbruch, dem durch die Erpressung eines gefügigeren Landtages weitere folgen sollen. Der Völker­bundsrat hat als Kontrollorgan über den Zwergstaat Litauen vollkommen versagt. Die Garantiemächte haben trotz der Ueberreichung einer im Tone energisch gehaltenen Note nicht das geringste erreicht. Sie haben Litauen vor den Rechtsbrüchen, die es begehen wollte, ge­warnt. Trotzdem hat die litauische Regierung seelenruhig die Vertragsbrüche verübt und sich noch dazu mit offenkundigem Hohn über die Aktion der Garantiemächte hinweggesetzt.

Die Autorität der Garantiemächte steht also setzt auf dem Spiel. Die des Völkerbundsrates hat schon längst jeden Kredit verloren. Aber es ist doch, eine andere Frage, ob Mächte wie England, Italien und Frankreich (von Japan wird man vielleicht absehen müssen) sich eine derartige Behandlung durch Litauen gefallen lassen wollen. Sie haben ausdrücklich die ver­tragswidrige Zusammensetzung des gegenwär­tigen Memeldirektoriums gerügt und festge­stellt, daß dieses Direktorium vertragsmäßig garnicht imstande ist, den memelländischen Land-

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