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eine viertägige politische Äusivvache - Auch die Deutsche Volksvavtei beschließt eittett
Mitztvauensantvag mit Kvaktionszwang - Am Sveitas Abstimmungen
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* Die Harzburger Frant marschiert im ersten Wahlgang getrennt. Deutschnationale und Stahlhelm präsentieren Düsterberg. Goebbels teilte in einer Mitgliederversammlung mit, daß Hitler auf- gestellt wird.
Zum Zusammentritt des Reichstages schreibt die Nationalsozralistische Parteikorvespondenz: Die Nationalsozialisten würden am Dienstag oder Mittwoch durch Dr. Goebbels als ersten Redner den „Standpunkt des deutschen Volkes" in einer umfassenden Rede begründen. Die Rechts-Opposition, insbeson- il dere die NSDAP, werde die Reichstagsitzungen dazu benutzen, um ihre Forderung nach Rücktritt des Kabinetts Brünings zum Ausdruck bringen.
* Die Deutsche Volkspartei wird im Reichstag selbständig ein Mißtrauensvotum gegen das Kabinett einbringen.
Die Gesamtzahl der Arbeitslosen betrug am 15. Februar 6127 000. Das bedeutet eine Zunahme seit dem 1. Februar um 85 000. In unterrichteten Kreisen ist man der Auffassung, daß sich die Arbeitslosen- fturoe ihrem winterlichen Höhepunkt nähert, der voraussichtlich Ende Februar erreicht werden wird.
In Berliner politischen Kreisen wird mit großer Bestimmtheit behauptet, daß der Staatssekretär beim Reichspräsidenten, Dr. Meißner, vermutlich alsbald nach der Durchführung der Reichspräsident tenwahlen aus seinem bisherigen Amte scheiden und in den auswärtigen Dienst des Reiches hinüberwechseln werde. Man nennt ihn als den künftigen Gesandten des Reiches in Bern.
, ♦ In der Dresdener Hofkirche, wo die Aufbah- iUMng des verstorbenen Königs Friedrich August von Sachsen am Montag vormittag, erfolgt war, fand um die Mittagszeit die Trâuerfeier statt. Bischof Gröber nahm die Einsegnung vor.
In einer gemeinsamen Sitzung beider Häuser des amerikanischen Kongresses hielt Präsident Hoover eine Festansprache zu Ehren Washingtons und betonte, daß Washingtons Hoffnungen in Erfüllung gegangen seien. Amerika könne heute als großes und mächtiges Land seines Begründers dankbar gedenken, ja, Amerika sei jetzt sicherer, beständiger, mächtiger und in übertragenem Sine größer als je zuvor. Hoover beschränkte sich in feiner Rede aus allgemein gehaltene Feststellungen dieser Art und vermied es, mit Rücksicht auf diè heikle inner- wie außerpolitische Lage, eine der vielen Tagesfragen zu berühren.
Eine Frage über , die Reparatiovspolitik Englands beantwortete der Außenminister Sir John Simon im Unterhaus dahin, daß die englische Regierung anftreben werde, in Lausanne die Streichung der Reparations- und Kriegsschulden zu erreichen. Die englische Regierung beabsichtige nicht, . mit anderen Mächten Vor-Vereinbarungen zu fref= fen, die die Freiheit der englischen Delegation auf der Reparationskonferenz beschränken würden.
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Havas gibt bekannt, daß entgegen allen anders- klutenden Nachrichten die Regierung noch keinen Zeitpunkt für die Wahlen festgesetzt habe. Bei verschiedenen Fraktionen der Regierungsmehrheit macht sich heute wieder die Tendenz bemerkbar, die Wahlen möglichst bis nach den Preußen wählen hinauszuschieben.
Die Abrüstungskonferenz, deren Geschäfts- iordnungsdispositionen in den letzten Tagen eine auffallende Unbeständigkeit aufwiesen, wird die Generaldebatte heute wieder ausnehmen Heute soll noch eine Reihe kleinerer Staaten zu Wort kommen und am Mittwoch der französische Delegierte Tardieu, der bis dorthin aus Paris zurückerwartet wird, in der Vollsitzung zu den deutschen Vorschlägen Stellung nehmen Heute tritt &«? Büro der Konferenz zur Beschlußfassung über die weitere Gestaltung der Arbeiten zusammen.
Die japanische Delegation hat am.Montag dem Präsidenten der Abrüstungskonferenz eine in neun Punkte gegliederte Zusammenstellung ihrer Ab- rüstungsvorschläge zugehen lassen, die zum größten Teil in allgemeiner Form in der Rede des japanischen Delegationsführers angekündigt worden sind. .
Der amerikanische Botschafter in. Berlin, Sackett, ist von der staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen zum Dr. h. c. ernannt worden.
*) Näheres stehe im politischen Teil.
Vor der enücheidenden Sitzung
Berlin, 22. Febr. Der heutige Montag stand im Zeichen der Vorbereitung der morgen beginnenden Reichstagstagung. 3m Aeltestenrat wurde heute Uebereinstimmung darüber erzielt, daß mit der Beratung des Termins der Reichspräsidentenwahl eine allgemeine politische Aussprache verbunden wird. Für diese Aussprache werden jeder Fraktion drei Stunden Redezeit zugebilligt. Am Schluß der Aussprache, voraussichtlich am Freitag abend, finden die Abstimmungen über den Termin der Reichspräsidentenwahl, über die Mißlrauens- anträge, über die Anträge auf Reichstagsauflöfung und über die sonst von den Parteien als dringlich bezeichneten Anträge statt.
Die Dienstag-Sitzung wird durch eine kurze for- molle Rede des Reichsministers des Innern Dr. Groener Ängelsitet, in der er lediglich den Termin für die RÄchspräfidentenwahl begründen wird. Daran schließt sich sofort die politische Aussprache, die von dem deutschnationalen Abgeordneten von Freytagh - Loringhoven eröffnet wird. Die Nation also jial isten h aben als ersten Redner Dr. Goebbels bestimmt. Nach Erledigung der politischen Aussprache wird der Reichstag am Freitag sich bis nach der Reichspräsidentenwahl vertagen Em Termin für die Wiedereinberufung des Reichstages ist noch nicht vereinbart.
Ueber die Sitzung des Ältestenrates verlautet noch, daß von der Bayerischen Boilkspartei beantragt war, vom Ältestenrat aus !>.. A-ure^a. ^ an die Rsichsregierung zu richten, auch über die Osterzeit einen Burgfrieden eintreten zu lassen. Der Deutschnationale Dr. Oberfohren machte darauf aufmerksam, daß es schon aus formellen Gründen unmöglich sei, den Aeltestenrat mit derartigen Angelegenheiten zu befassen. Außerdem sei es durchaus möglich, daß dieser Burgfriede in die Werbezeit für den zweiten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl fallen würde.
MiAvauensSlnivSge
Berlin, 22. Febr. Ueber die Fraktionssihung der Deutschen Boitspartei im Reichstag wird folgender Bericht ausgegeben:
„Die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspar- lei hat den Beschluß gefaßt, ein Mißtrauensvotum gegen das Reichskabinett einzubringen und bei der Abstimmung Fraktionszwang auszuüben. Die Deutsche Volkspartei wird ihren Antrag mit einer besonderen Erklärung verbinden, in der die selbständige oppositionelle Stellung der Partei hervorgehoben wird."
Die im Reichstag eingegangenen Anträge der Nationalsozialisten bestehen aus einem Mißtrauensantrag gegen das Reichskabi- nett, einem Antrag auf Auflösung des Reichstages und einem weiteren Antrag auf Außerkraftsetzung sämtlicher seit 1930 erlassenen Notverordnungen
Für den Fall der Ablehnung des letzteren Antrages sind Eventualanträge eingebracht, die die Notverordnung zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen oder — wenn auch das abgelehnt wird — die Notverordnungen und Verordnungen, die die Wahl- und Versammlungsfreiheit ein. schränken, während des Wahlkampfes außer Kraft fetzen sollen.
Die Deutschnationalen haben neben ähnlichen Anträgen einen Antrag vorgelegt, wonach der Rundfunk während des Wahlkampfes allen Gruppen und Kandidaten zur Beifügung gestellt wird.
SeaMonSbevatuuse«
Berlin, 22. Febr. In der Fraktionssitzung der Bayerischen Dolkspartei wurden heute Beschlüsse nicht gefaßt. Nach Erörterung der politischen Tages- fragen wurde die Weiterberatung auf morgen vertagt.
Die FraLtlonsgemÄnschaft des Christlich-Sozialen Dolksdienstss erörterte im Anschluß an einen ausführlichen Bericht von Simpfendärfer die politische Lage und die Rückwirkungen, die der gegenwärtige Stand der Außen- und Innenpolitik nicht nur auf die nächste Zeit, sondern überhaupt auf die weitere Entwicklung Deutschlands haben könne. Die Fraktion beschäftigte sich auch besonders eingehend mit der Dankenfrage Die vorgesehene soziale Fürsorge für die in ihrer Existenz gefährdeten Angestellten' wurde als unzureichend bezeichnet-
Der Reichsausschuß der Landvolkpartei nahm nach eingehender Aussprache eine Entschließung an, in der erklärt wird, daß die Deutsche Landvolkpartei bei der Reichspräsidentenwahl geschlossen für Hindenburg eintreten werde und jede Verquickung der Hindenburgwahl mit parteipolitischen Forderungen ablehne. An die verantwortlichen Stellen, Reichs- regierung wie Parteien, wird die Mahnung ge
richtet, alsbald eine Verständigung über die Bildung einer nationalen Regierung auf breitester Grundlage unter Einschluß aller Kräfte der Rechten herbeizuführen.
Schließlich hat sich der sozialdemokratische Parteiausschuß heute nochmals mit der Reichspräsidentenfrage beschäftigt. Es blieb bei dem Beschluß, daß dem Parteivorstand freie Hand gelassen werden soll, die endgültige Entscheidung je nach den Um= ständen zu treffen.
Slusvuf des Goake« LVeftavv
Berlin, 22. Febr. Reichstagsabgeordneter Graf Westarp veranstaltete heute nachmittag im Haus
Keine Gindeitskandidatur der Rechten
Kitte«! und Süfteebees kandidiere«
Bertin, 22. Febr. Heute vormittag fanden zwischen den Führern der harzburger Gruppen erneut Verhandlungen über die Frage der Reichspräsidentenwahl statt. Zu einem Ergebnis führten die Verhandlungen nicht, und bereits am Nachmittag verbreitete sich die Nachricht, daß der Versuch einer Sammelkandidatur der Rechten für den ersten Wahlgang als gescheitert anzusehen sei.
Goebbels kündigt Kitlevs Kandidat««! a«
Berlin, 22. Febr. 3n der heutigen General- mitgliederversammlunq des Gaues Berlin der NSDAP, erklärte, wie wir hören, Reichstagsabgeordneter Dr. Goebbels zur Frage der Reichspräsidentenwahlen: Ich bin in der glücklichen Lage mitzuleilea, daß Adolf Hitler als Kandidat der Nationsüzialislischen Partei aufgestellt wird.
Nie Kandidat««! Düstevbevs
Berlin, 22. Febr. wie wir erfahren, werden die Deutschnationale Volkspartei und der Stahlhelm im e r st e n W a h l g a n g für die Reichspräsidenlen- wahl den zweiten Bundesführer des Stahlhelm, OberstleuknantDüsierberg, aufstellen. Die-
Nie stoße Bankeneesorm
Zusammenlegung des Kapitals und g«eich,ektise EvbShung - Bereitstellung von Mitteln duvch das Reich
Berlin, 22. Febr. Die seit Monaten schwebende Frage der Sanierung der deutschen Großbanken hat am Montag ihre endgülige Regelung erfahren. Dazu war nötig, einmal der Erlaß einer neuen Notverordnung, die der Reichsregierung die Wittel zur Durchführung der vorgesehenen Maßnahmen gab, zum anderen Beschlüsse der Aufsichtsräte der verschiedenen Institute. 3m ganzen gesehen ergibt sich zunächst das Verschwinden der Darmstädter und Nationalbank, die von der Dresdner Bank unter erheblicher Hilfeleistung des Reiches geschluckt wird. Weiter übernimmt die Commerz- und Privatbank den Barmer Bankverein vorm. Hinsberg, Fischer u. Lie. Auch bei der hier notwendigen Kapitalzusammenlegung stellte das Reich Mittel zur Verfügung. Die Deutsche Bank bedarf ebenfalls einer Sanierung, doch liegt hier das Zusammenlegungsverhältnis günstiger und das Reich braucht keine Mittel zur Verfügung zu stellen.
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Berlin, 22. Febr. Auf Grund des Artikels 48 Abs. 2 der Reichsverfassung wird verordnet:
8 1. Die Reichsregierung ist im Hinblick auf die Wirtschaftskrise ermächtigt, zum Zwecke der Sanierung von Bankunternehmen die erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Sie kann für solche Zwecke insbesondere
a) das Reich an Bankunternehmen beteiligen
der Presse einen Presseempfang, um über seinen Aufruf für die Hindenburgwahl zu berichten. Dieser Aufruf trägt ca. 430 000 Unterschriften und will eine Erweiterung des Sahmausschusses nach rechts hin bedeuten. Den Auruf, der morgen veröffentlich wird, haben u. a. 12 Generale, zahlreiche Vertreter der Wirtschaft, Schriftsteller wie von Zabeltitz und Paul Ernst, ferner Michaelis, Wallraf, Abraham Frowein, Krupp von Bohlen-Hallbach, Haßlacher, Berkemeyer und zahlreiche Vertreter der christlichen Gewerkschaftsbewegung, der Landwirtschaft und de öffentlichen Lebens unterschrieben.
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Der Kriegerbund Kurhessen-Waldeck gegen de« Aufruf des Kyffhäuserbundes.
Kassel, 22. Febr. Der Kriegerbund Kurhessen- Waldeck, ein Glied des Reichskriegerbundes Kyffhäuser, teilt mit:
„Trotz der hohen Verehrung, dis wir alten Soldaten unserem Feld marsch all und Ehrenpräsidenten zollen, vermag sich der Kriegerbund Kurhessen-Waldeck dem Aufruf des Präsidenten des Kyffhäuserbundes nicht anzuschließen. Als politisch neutraler Bund vertritt er vielmehr den Standpunkt, daß es bei der zur parteipolitischen Angelegenheit gewordenen Reichspräsidentenwahl jedem nationalen Kameraden überlassen bleiben muß, nach bestem Wissen und Gewissen zu bestimmen/'
fer Entschluß geht auf die Pressenachrichten zurück, wonach die NSDAP, die Kandidatur Hitler herausbringen wird. In Kreisen der Deutschnationalen Volkspartei und des Stahlhelms wird betont, daß man auch weiter an dem Gedanken der harzburger Front festhalte und hofft, im zweiten Wahlgang zu einer Einheitskandidatur zu gelangen. Die Auf- stellung der Kandidatur Düsterberg hat den Zweck, neben der Kandidatur Hitler alle Stimmen zu erfassen, die auf der äußersten Rechten aufzubringen sind.
Wie von deutschnationaler Seite bestätigt wird, haben die Deutschnationalen und der Stahlhelm. Oberstleuknannt a. D. Düsterberg als Kandidaten für die Reichspräsidentenwahl aufgestellt. Die Deutschnationalen und der Stahlhelm haben sich zum Schwarz-weiß-roten Wahlblock zu- sammengeschlossen.
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und die erforderlichen Einlagen leisten sowie erworbene Beteiligungen veräußern;
b) Abweichungen von den Vorschriften des Handelsrechts für einzelne Fälle oder Fälle bestimmter Art zulassen;
c) Sicherheiten zu Lasten der Reiches übernehmen;
d) zu Lasten des Reiches vor Inkrafttreten dieser Verordnung übernommene Sicherheiten