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Mittwoch, den
Der japanisch-chinesische ânftist
Zwölf kavaulsche ZevKövev und ein âreurev nach SKtmsbak entsandt - Oie Lbinesen riehen
Stuvmtvnvven zusammen - Lhavbtn von den Savanevn besetzt
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Don unterrichteter Seite verlautet, daß in den französisch-britischen Verhandlungen über die Abhaltung der Reparations-Konferenz noch kein Fortschritt e-zielt worden ist. Die Bemühungen der britischen Regierung, eine Formel zu finden, die für Deutschland und Frankreich annehmbar ist, dauern fort.
* Die Deckung der Reichsbanknoten durch Gold rtf und deckungsfähige Devisen beträgt in dieser Woche 26,4 Prozent. ,
Der Verwaltungsrat der Reichsbahngesellschaft, der am Montag in Berlin tagte, wählte den bisherigen Präsidenten von Siemens einstimmig wieder.
Der Führer der NSDAP., Adolf Hitler, hielt gestern in Düsseldorf im Jndustrieklub vor Ver- h freiern der rheinisch-westfälischen Industrie einen Dortrag. Da die Presse zu dieser Veranstaltung nicht zugelassen war, kann über den Inhalt der Ausführungen zunächst nichts gemeldet werden.
Wie die Altonaer Polizei mitteilt, wurde eine kommunistische Funkdionärversammlung aufgelöst und die beteiligten Personen, unter ihnen ein Lialksschullehrer, festgenommen. Die Verhafteten stehen im Verdacht, hochverräterische Maßnahmen vorbereitet zu haben Es handelt sich um eine Zusammenkunft sogenannter kommunistischer „Schu- iungslehrer", deren Beratungsthema „Die Lehren der Januarkämpfe 1919" war.
I Der Verfassungsausschuß des Bayrischen Landtags lehnte gestern die kommunistischen und nationalsozialistischen Anträge ab, wonach die Reichsnvtverordnung vom 8. Dezember 1931 in Bayern nicht durchzuführen sei und die bayrische Staatsregierung auf eine Aufhebung der Verordnung für das Reichsgebiet hinwirken sollte.
In Berliner offiziellen Kreisen beurteilt man den russisch-polnischen Pakt sehr ruhig.
In Memel verstärkt sich der Eindruck, daß von - litauischer Seite eine gewaltsame Beseitigung der M deutschen Selbstverwaltung geplant wird.
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Der finnische Reichstag nahm gestern in zweiter Lesung die Regierungsvorlage über das Alkohol- - gefetz an.
♦ Der Völkerbundsrat hielt gestern vormittag eine Sitzung ab, die eine halbe Stunde dauerte. Er nahm die Berichte einiger technischer Organe zur Kenntnis und vertagte die weiteren Verhandlungen auf Mittwoch.
Einer Mitteilung aus Genf zufolge, ist unter den Delegierten eine Agitation im Gange, Briand zu veranlassen, der Nachfolger Drummonds als Generalsekretär des Völkerbundes zu werden.
Der Allgemeine französische Arbeiterverband (C. G. T.) fordert in einem Aufruf die allgemeine Abrüstung. Er weist darauf hin, daß ein kommender Krieg nur ein Luft- und chemischer Krieg sein könne, gegen den Rüstungen und Festungen nichts verrichten und vertritt den Standpunkt, daß die Sicherheit nur auf dem Schiedsgerichtsverfahren und der Abrüstung, d. h. auf dem gegenseitigen Vertrauen der Völker beruhen könnte.
Maodonald hofft, daß er in der 2. Konferenz wache nach Genf fahren kann, um an den Ab- rüstungserörterungen teilzunehmen.
Aus Saragossa (Spanien) sind mehrere Kompagnien Infanterie, die Maschinengewehre mit sich führen, nach den Provinzen Teruel und Huesca zur Unterdrüâing kommunistischer Unruhen abgegangen. Die Zentrale des spanischen Jesuitenordens in San Ignacio de Loyola ist seit Sonntag geschlossen. Die Ordensmitglieder haben sich zur Abreise nach Belgien bereitgemacht.
Nach Meldung endes „Journal" aus Algier, ist es zwischen zwei gegnerischen Kabylen-Stämmen, den Bem Lima und den Beni Abbes, zu einem Zusammenstoß gekonrmen, wobei 20 Eingeborene getötet und 40 schwer verletzt wurden.
Der „Kaugummikönig^ William Wrigley ist in Phönix (Arizona) im Alter von 71 Jahren gestorben.
*) Naberes Netze im politischen Teil.
Zuspitzung des -Konftikts
London, 26. Ian. Aus dem chinesisch-japanischen Konflikt scheint sich eine Krise zu entwickeln. Japanische Kriegsschiffe sind nach Schanghai entsandt worden, und obwohl die Einzelheiten geheim gehalten werden, glaubt man, daß es sich um zwölf Zerstörer und einen Kreuzer handelt, die bereits seit mehreren Tagen in Bereitschaft lagen.
Während der Völkerbundsral in Genf beschlossen hat, Japan vor jedem Versuch, Schanghai zu be- sehen, zu warnen, ziehen, wie von dort gemeldet wird, die Chinesen in aller Eile 17000 wann Sturmtruppen zusammen, von denen 7000 die Funkstation von Tschegju bewachen. Die übrigen sind zwischen dem whengpo-Fort und der Eingeborenenstadt verteilt. Die japanischen Truppen in Stärke von 4000 wann werden ebenfalls an strittigen Punkten ausgestellt. Die Japaner haben sich anscheinend noch nicht entschieden, ob sie gegen die chinesische Schiffahrt eine Blockade verhängen sollen, indem zugleich zur Vermeidung internationaler Verwiklungen ausländischen Schiffen die freie Durchfahrt gestattet wird, oder ob sie die Forts und die Eingeborenensladl besehen sollen. I n Schanghai ist die Lage zwar ruhig, aber gespannt, und es wird allgemein befürchtet, daß die japanischen Flottenkommandos aus eignem Ermessen vorgehen werden.
Inzwischen w'rd aus Newyork gemeldet, daß man dort die Landung japanischer warinelruppen in Schanghai als ehr ernst ansehe. Man erwartet eine energische Aktion des Staatsdepartements, das nicht gewillt sei, e n japanisches Eindringen in in- f emotionale Niederlassungen zu dulden, und es herrscht, der „New York Times" zufolge, der Eindruck, daß die Vereinigten Staaten eine starke Aktion, sei es allein oder gemeinsam mit Großbritannien, erwägen.
Sbavbt« besetzt
Tokio, 26. Jan. heute vormittag um 11 Uhr besetzte die Kavallerie des japanischen Generals Sisja das Ehinesenvierlel der Stadt Eharbin. Die einmarschierenden Truppen entwaffneten die chinesische Polizei und rückten später auch in andere Stadtbezirke vor. Die Lage soll sehr kritisch sein.
Eharbin, 26. Jan. In dem chinesischen Stadtteil von Eharbin brachen schwere Unruhen aus. Große Demonstrationszüge bewegten sich durch die Stadt. Die Führer forderten die Kriegserklärung an Japan.
Die Drohung mit den rreichsbanksvediten
Paris, 26. Jan. Verärgert und enttäuscht über den bisherigen Mißerfolg der neuen französisch-englischen Annäherungsversuche bereiten die französischen Nationalisten einen Akt gegen Deut sch land vor.
Am kommenden Donnerstag soll, wir wir schon berichteten, der Aufsichtsrat der Banque^ de France Beschluß darüber fassen, ob der 25 Millionen Dollar ausmachende Anteil der Banque de France an dem Devisenkredit der Deutschen Reichsbank verlängert werden soll. Wie erinnerlich, hatte der Verwaltungsrat der BIZ. in seiner letzten Sitzung beschlossen, ihren ebenfalls 25 Millionen Dollar ausmachenden Kreditanteil unter dem Vorbehalt auf drei Monate zu verlängern, daß auch die übrigen Zentralbanken sich damit einverstanden erklären. Inzwischen hatte der Bankgouverneur Morst seine Absicht geäußert, die französische Quote nicht über vier bis fünf Wochen hinaus zu verlängern. Die Pariser Nationalisten schwelgen in dem Gedanken, daß der Verlängerungsbeschluß der BIZ. durch eine ablehnende Haltung der Banque de France zunichte gemacht werden 'kann, und die Deutsche Reichsbank der notwendigen Devisendecke beraubt wird.
Offenbar befürchten aber die französischen Heißsporne, daß sich im Schoße der Bank von Frankreich doch noch die wirtschafltiche Vernunft Geltung verschaffen wird. Sie verlangen daher den Beschluß über die Verlängerung des Kredits den Befugnissen des Bankdirektoriums zu entziehen und die Entscheidung der Pariser Regierung zu übertragen Aus dem wirtschaftlichen Beschluß soll ein politischer Akt gemacht werden. Frankreich soll seine starke Faust zeigen. „Wir würden es nicht verstehen, wenn unsere Regierung bedingungslos der Deutschen Reichsbank die Kredite weiter zur Verfügung stellt. Die Berliner Abmachungen der Bankiers können für uns keine Gellung haben. Der Deutsche Schachzug, die Erfüllung der Stillhalteabmachungen von der Verlängerung des Kre
Das Militär war gegen die Menge machtlos. Der Oberbefehlshaber der chinesischen Verteidigungstruppen ist zurückgetreten.
Nsue âämpse um die ottchkuesliche Nahn
Tokio, 27. Zan. Die japanische Nachrichtenagentur „Rengo" meldet aus Eharbin: Nachdem die Versuche einer friedlichen Regelung der Streiffragen gescheitert sind, sind in Eharbin heute früh wieder neue Feindseligkeiten zwischen der Schützwache der Ehinesischen Ostbahn unter dem General Tingtschao und den unser Führung der Gouver- neuers der Provinz Kirin General Hsisi stehenden Truppen ausgebrochen.
Dev hilflose DSWovbundsvai
Genf, 26. Ian. Der Völkerbundsrat setzte heute vormittag nach einer kurzen öffentlichen Sitzung, in der einige bedeutungslose Ausschußberichte angenommen wurden vertraulich in Abwesenheit des japanischen und chinesischen Vertreters die Verhandlungen über den japanisch-chinesischen Streit fort. In Ratskreisen herrscht hinsichtlich der weiteren Behandlung des Streites völlige Ratlosigkeit. In englischen und französischen Regierungskreisen will man das Sanktionsverfahren nach Artikel 15 des Dälkerbundsvertrages unter keinen U m - st ä n d e n gegen Japan i n Kraft treten lassen. Man will jetzt versuchen, den scharfen Vorstößen des chinesischen Vertreters im Rat mit dem Hinweis auf die durch den Untersuchungsausschuß eingeleitete Prüfung der Lage in der Mandschurei zu begegnen. Da der Ausschuß jedoch erst im April in der Mandschurei seine Arbeit beginnen werde, kann der Rat sich erst auf der Maitagung mit dem Ergebnis der Untersuchung befassen. Hierdurch würde Japan Zeit gewinnen, und der Rat ist vorläufig aus seiner außerordentlich peinlichen Lage befreit, Entscheidungen zu treffen.
dits der Bank von Frankreich abhängig zu machen, darf uns nicht hindern, die im Interesse Frankreichs notwendigen Entscheidungen zu treffen", erklärt ein maßgebendes Mitglied der Kammerkommission für auswärtige Angelegenheiten.
Gvsehnèslsse Sevhand- Imtsen zwischen Rumänien
und dev Sowjetunion
Riga, 26. Jan. Die lettische Telegraphenagentur meldet: Ueber die in Riga zwischen Rumänien und der Sowjetunion geführten Verhandlungen wird von rumänischer autorisierter Seite folgende Erklärung abgegeben:
Die rumänische Regierung sieht sich gezwungen, festzustellen, daß die Moskauer Regierung von Anfang an in einem rumänisch-russischen Nichtangriffspakt nur eine Gelegenheit sah, den Wert derjenigen Verpflichtungen, die bereits früher zwischen den beiden Ländern bestanden, wie z. 23. den Kellog-pakt und das Litwinow-Protokoll zu schmälern. Die rumänische Regierung hat bisher vergeblich die Moskauer Regierung gebeten, in ihrem Paklentwurf die formellen Versprechungen zu berücksichtigen, auf Grund deren Rumänien die Verhandlungen ausgenommen halte und in ihm die charakteristischen Wesensteile eines Nichlangrifss- pakles hineinzuarbeiten. Unser diesen Umständen und bis zu einer Aenderung der Haltung der Sowjetregierung, zieht es Rumänien vor, auf dem durch den Pakt von Paris und das Moskauer Protokoll begründeten Rechtsstandpunkt zu verbleiben.
SoüvolMk oder Ätife
(Von unserem Londoner Vertreter)
Das Kabinett Macdonald ist in der Beurteilung der Zollfrage nicht einig. Nach seiner ganzen Zusammensetzung war daran von vornherein kein Zweifel. Es ist deshalb nicht überraschend, daß die Meinungsverschiedenheit jetzt zutage getreten ist. Ueberraschend war nur der Ausweg, den das Kabinett aus seinen inneren Schwierigkeiten gefunden hat. Die Minister, die nicht mit der Zollpolitk der Kabnettsmehrheit einverstanden sind, bleiben weiter in der Regierung. Es ist ihnen als Gegenleistung gestattet, ihre von der Mehrheit abweichende Meinung im Unterhaus zu bekennen und auch zur Geltung zu bringen.
Dieses Mittel, die nationale englische Regierung vor dem Auseinanderfallen zu bewahren, steht in der englischen Parlamentsgeschichte wohl ohne Beispiel da. Die Oeffentlichkeit hat sich aber damit abgefunden. Die Opposition hatte natürlich endlich einmal einen guten Tag, an dem sie an dem Kabinett Macdonald ihren Spott üben konnte. Aber im großen und ganzen vertritt die englische Presse doch die Auffassung, daß es besser war, diesen Ausweg zu wählen, als dem Kabinett Macdonald ein Ende zu bereiten. Freilich ist man sich noch nicht ganz klar darüber, ob nun alle Gefahr für die nationale Regierung beseitigt ist. Das Schlimmste ist sicher überstanden, nachdem das Kabinett die eigene Spaltung vermieden hat. Aber damit sind noch nicht alle Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt. Es ist bestimmt damit zu rechnen, daß das Kabinett im Parlament von verschiedenen Seiten wegen seiner Zollpolitik schwer angegriffen werden wird.
In den Reihen der Konservativen selbst macht sich eine scharfe Opposition gegen Macdonald und sein Kabinett bemerkbar. Lord Beaverbrook, der Zeitungslord, hält wieder überall im Lande Versammlungen ab und stellt die Frage, was die Regierung denn eigentlich seit dem Sieg der nationalen Bewegung getan habe. Natürlich lautet die Antwort immer und überall: Nichts, rein gar nichts! Maodonald hat es eben bisher versäumt, die umfassende Schutzzollpolitik des Lords Beaverbrook zu der seinigen zu machen. Die konservativen Hochschutzzöllner fordern vor allen Dingen sofortige hohe Zölle auf Eisen und Stahl, und sie wissen ganz genau, daß diese ihre Forderung nicht erfüllt werden wird. Die Verstimmung darüber wird sich im Parlament zweifellos Luft machen. Aber man rechnet nicht damit, daß die konservativen Schutzzöllner es bis zum Aeußersten treiben werden. Sollte die englische Regierung — was nicht als wahrscheinlich gilt — einen allgemeinen Wertzoll von zehn Prozent vorschlagen, gültig für alle Waren mit Ausnahme gewisser Nahrungsmittel, so würde wahrscheinlich aus den Reihen der Konservativen der Antrag gestellt werden, den Zollsatz auf fünfzehn Prozent zu erhöhen. Aber auch für diesen Antrag wäre sicher nur ein Teil der Konservativen zu gewinnen. Aus den Reihen der Konservativen droht also dem Kabinett Macdonald keine Lebensgefahr.
Die Opposition wird es nicht an Angriffen verfassungsrechtlicher Natur fehlen lassen. Aber sie ist gegenüber der kompakten Masse der regierungstreuen Abgeordneten machtlos. Es ist gewiß etwas ganz Neues, daß das Kabinett in einer so wichtigen Frage in eine Mehrheit und eine Minderheit zerfällt. Aber die Denkart des Engländers ist von jeher auf das Praktische gerichtet gewesen. Der verfassungsrechtlichen Theorie nach hat ein Kabinett, das nicht mit einer einheitlichen Meinung vor das Parlament tritt, gewiß seine Bedenken. Aber in der Praxis hat es in dem vorliegenden Falle den Vorzug, daß es den
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