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die regierende liberale Partei, der Freundschaft mit Frankreich untreu zu werden, in ihrem Parteiinteresse erheben und ausbeuten könne. Die Gegensätze zwischen den beiden großen Parteien in England treten gerade gegenwärtig im Endkampfe um die sog. Vetobill aufs schärfste hervor. Man hat aber bisher nicht wahrgenommen, daß die konservative Opposition Miene mache, das Verhalten des Kabinetts in auswärtigen Fragen für den inneren politischen Streit auszunutzen. Wenn es selbst die Absicht Lloyd Georges gewesen wäre, einer solchen Möglichkeit vorzubeugen, so war es doch unmöglich, die Wirkung dieser Rede mit kriegerischem Unterton auf die innere Lage in England zu beschränken. Sie mußte auch nach außen wirken und hat so gewirkt als Einmischung in die schwebenden deutsch-französischen Verhandlungen über Marokko zugunsten Frankreichs. Hat Lloyd George diese Wirkung nicht vorausgesehen? War die Rede nur eine Entgleisung, wie sie auch bei ministeriellen Bankettreden in England schon öfter vorgekommen ist? Nach den Kommentaren der englischen Blätter ist es schwer, daran zu glauben. Wenn die Wirkung aber gewollt war, so stellt die Rede nicht bloß eine Unfreundlichkeit gegen Deutschland dar, sondern auch einen Versuch, die französischen Staatsmänner, die eine ftiedliche Auseinandersetzung mit Deutschland wünschen, zu bevormunden. Es ist zunächst Sache dieser friedlichen Elemente in Frankreich, wie sie sich mit der englischen Kuratel abfinden wollen. Wir halten noch an der Hoffnung fest, daß es trotz der Störung der deutsch- französischen Verhandlungen, die tatsächlich in der Rede des englischen Schatzkanzlers liegt, zu einer Verständigung zwischen uns und Frankreich kommen werde. Daß sich jetzt zeigt, wie wenig in England eine Schlichtung des marokkanischen Streites beliebt ist, kann für uns kein Grund sein, sie nicht mit ruhiger Festigkeit herbeizuführen.
Das Turnwese« in den Schulen. In sämtlichen preußischen Regierungsbezirken werden seit einer Reihe von Jahren staatliche Kurse zur Fortbildung im Turnen rind in der Erteilung von Turnunterricht sowie zur Ausbildung von Lehrpersonen in der Leitung von Volks- und Zugendspielen veranstaltet. Hieran haben sich bisher insgesamt 47 507 Personen beteiligt. Um die Einheitlichkeit der Anleitung, soweit nötig, sicher zu stellen, werden neuerdings für die Leiter dieser Fortbildungskurse sowie für Schulaufsichtsbeamte besondere Lehrgänge an der Landesturnanstalt abgehalten. Der Ausbildung wirksamer und anregender Methoden für das Turnen hat die Unterrichtsverwaltung besondere Fürsorge zugewandt. Sie hat zu diesem Zwecke auch die Einrichtungen des Auslandes, namentlich Schwedens und Englands, studieren lassen. Das Ergebnis dieser Studien und anschließender Versuche an der Landesturnanstalt ist einerseits die 1909 erschienene „Anleitung für das Knabenturnen", die an allen Schulen für männliche Jugend in Gebrauch genommen worden ist. Anderseits ist eine neue Weise für das Mädchenturnen erprobt worden. Ihre Eigenart besteht im wesentlichen darin, daß dem Bewährten der bisherigen Ausbildungsweise Uebungen hinzugefügt worden find, die besonders geeignet erscheinen, die wichtigsten Organe durch planmäßige Erhöhung ihrer Tätigkeit in Licht und Lust nachhaltig zu kräftigen. Es kommen hier'ftnsbe- sondere Spiele im Freien, volkstümliche Uebungen, ferner zweckentsprechende Frei- und Handgeräteübungen in Betracht. Die Ausarbeitung eines bisher noch fehlenden amtlichen Leitfadens für das Mädchcnturnen ist dem Abschluß nahe. Auch für die Abhaltung orthopädischer Turnkurse sind Anregungen gegeben worden. Versuche in Schulen aller Art, mit besonders ausgewählten täglichen Leibesübungen der Schädigung der Jugend durch anhaltendes Sitzen ent- gegenzuarbeiten und gewisse lebenswichtige Organe zu kräftigen, find fast durchweg so günstig ausgefallen, daß 1910 die Einführung dieser Uebungen für das tägliche Turnen, soweit nicht an manchen Schulen persönliche, räumliche oder sonstige Schwierigkeiten dies zurzeit noch verhindern, in die Wege geleitet werden konnte. Die verbindliche Turnzeit umfaßt jetzt für die meisten Schulen wöchentlich drei Stunden, nachdem im Jahre 1910 zugunsten der volkstümlichen Uebungen und Spiele auch für die Volksschulen grundsätzlich eine dritte Wochenstunde eingeführt ist. Dazu kommen die Uebungen, die an den Tagen 5 bis 10 Minuten lang vorgenommen werden, an denen Turnunterricht oder Turnspiele nicht stattfinden. keinen glühenderen Wunsch, als den törichten Traum meiner Mutter zu verwirklichen! Auch ich konnte mich nicht losreißen von dem Gedanken an die vornehme Verwandtschaft, die uns verleugnete. Alles, was wir taten, brachten wir in Beziehung zu ihr: „was würden sie dazu sagen?" war unser einziger Maßstab.
Nach und nach zogen sich meine Freundinnen von mir zurück, Mutters wunderliche Reden waren ihnen unheimlich, und ich, ich tat ja alles, um meinen Ruf zu untergraben.
Als ich zwanzig Jahre alt war, bot sich mir die einzige Gelegenheit, zu heiraten. In unserem Hause lebte ein mittlerer Beamter, ein ernster, hübscher, stattlicher Mann. Der hatte mich liebgewonnen. Hohnlächelnd wies ich ihn ab. Und Mutter, meine arme, verblendete Mutter, dankte mir unter Tränen. „Das wäre ja ein schöner Triumph für „sie" gewesen", sagte sie.
Erst Jahre später habe ich erkannt, welch ein Glück ich damals von mir stieß. Aber da hatte er schon eine sanfte, kleine Frau, und sein flachshaariges Töchterchen spielte jauchzend im Sonnenschein auf unserem Hofe.
Mittlerweile hatte ich mein fünfundzwanzigstes Lebensjahr erreicht, und nun begann Mutter mit mir zu reisen.
„Du sollst mal sehne, mein Herzenskind". sagte sie mit geheimnisvollem Lächeln und unruhig flackernde Äugen •— „wieviel mehr Chancen das ungezwungene Badeleben Mit sich bringt. Du wirft dort eine größere Auswahl haben, wie hier in dem steifen Berlin!"
Wir wählten W., weil — eine Cousine von mir hier
Kurzer Getreide-Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 18. bis 24. Juli 1911.
Die Preise für Wintergetreide, besonders für Roggen sind gegenüber der Vorwoche weiter gewichen. Dies würde in noch stärkerem Grade der Fall gewesen sein, wenn nicht über den Erntcausfall wichtiger Exportländer beunruhigende Nachrichten eingetroffen wären. So wurde aus Argentinien gemeldet, daß für die Weizensaaten dringend Stegen erforderlich sei; doch dürfte dieser Nachricht vorläufig keine große Bedeutung beizumessen sein, da bis zur Ernte der Saatenstand sich noch wieder bessern kann. Ernster sind die Nachrichten aus Rußland, nach welchen weite Gebiete im Innern und in Sibirien vor einer Mißernte stehen. Wie ernst die Lage dort ist, geht auch daraus hervor, daß die ersten Bankkreise in Rußland Maßnahmen gegen eine Ausfuhr von Getreide erwogen haben. In Deutschland war das trockene Wetter günstig für die Roggen- und Gersteernte. Ueber die Erdruschresultate bei Roggen gehen die Ansichten auseinander ; während häufig das schönfarbige, volle und schwere Korn gelobt wird, wird von anderer Seite eine geringere Haltbarkeit des Korns befürchtet, was für die Ausfuhr von Bedeutung sein würde. Die im Gange befindliche Gerste- ernte befriedigt allgemein sowohl nach der Quantität als auch besonders nach der Qualität. Die Dürre hat indes dazu beigetragen, daß Winterweizen, Sommerweizen und vor allem Hafer schneller reifen, als für ihre Körnerbildung wünschenswert wäre. Voraussichtlich wird deshalb die Weizen» und Haferernie unmittelbar der Roggenernte folgen, so daß die Landwirte mit Erntearbeiten überhäuft sein und für Ausdreschen des Getreides wenig Zeit übrig haben werden und deshalb das Angebot in stärkerem Grade wohl erst im Herbst hervortreten wird. Ob hierdurch, sowie durch die drohende Futternot einen befestigenden Einfluß auf die Getreidepreise ausgeübt werden wird, bleibt abzuwarten. Für Hafer, Futtergerste und Mais ist die Tendenz fest geblieben. Vom 1. August v. Js. bis zum 10. Just d. Js. betrug die Einfuhr von Gerste die enorme Menge von über 3 Mill. Tonnen. Allein im Monat Juni d. Js. betrug die Einfuhr von Gerste 319 000 Tonnen.
Es stellten sich die Getreidepreise am letzten Markttage in Mark pro 1000 Klg. je nach Qualität, wobei das Mehr (-J-) bezw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche in Klammern 0 beigefügt ist, wie folgt:
Weizen Roggen Hafer
Königsberg
205 (
) 164
(-1
) 170
(-
)
Danzig
206 (
—
) 168
(+1
) 170
(-
)
Stettin
207 t
—
) 163
(neu
) 173
(-
Posen
207 |
H2
) 157
(-7
) 171
(-
Breslan
205 |
(-7
) 160
(-1
) 173
(-
)
Berlin
210 (
) 166
(-4
) 188
(-
)
Magdeburg
208 1
C-
1 166
(-8
) 189
(+1
)
Leipzig
205 1
s—2
) 170
(—4
) 193
(-
)
Dresden
212 (
—2
) 169
(—6
) 194
(-
)
Kiel
205 (
>2
) 173
(+3
) 185
(-
)
Hamburg
207 (
) 178
(-5
) 192
(-
)
Hannover
208 1
:-2
) 166
(-
) 173
(-5
)
Düsseldorf
208 1
<_____
) 168
(+3
) 176
(+2
)
Frankfurt a.M. 210 i
c-
) 163
(-7
) 190
(-
)
Mannheim
212 1
r-^
) 170
(-242) 185
f-
)
Straßburg
205 1
c-
) 175
(-
) 185
(-
)
München
218 1
r-
) 188
(-3
) —
(-
)
Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Juli 213.75 (+0.75), Sept. 198.50 (+0.25), Budapest Okt. 184.95 (—2.75), Liverpool Okt. 153.30 (+L95\ Paris Juli 198.55 (—0.80), Chicago Juli 134.40 (+1.60), Roggen: Berlin Juli 166.50 (—0.75), Sept. 165.05 (—0.75), Hafer : Berlin Juli 166.25 (—0.25), Sept. 166.50 (+0.25), Mais : New-Aork Sept. 115.05 (—3.45), Futtergerste: cif Hamburg schwim. 126.25 (4-3.25), Juli 126.— (+5), Juli alt 119.20 (+3), Herbst 115.— (+3), Mais cif Hamburg mixed. Juli 117.50 (—1.50), August 118.50 (-1.50) Mark.
Schiffsnachrichten.
Naw - Novk, 25. Juli. Der Dampfer „Noordam" von der Niederländisch - Amerikanischen - DampfschiffahrtS- Gesellschaft ist gestern hier eingetroffen. war. Die sollte ich ausstechen, durch meine Schönheit und meine Eleganz! Und das gelang mir auch! Ich war der Mittelpunkt einer großen, glanzenden Gesellschaft — aber meine Cousine heiratete ein Jahr darauf einen Landrat mit klingendem Namen--und ich —ich schleppte meine leuchtenden Kleider über die Promenaden von W. und manch spöttisches Wort traf mein Ohr.
„Da ist ja die Symphonie in Not wieder", sagte der eine.
„Sie sollte lieber inserieren", schlug ein anderer vor.
Und ich fieberte vor Scham, Zorn und Verzweiflung, aber ich fand nicht die Kraft, ein Ende zu machen. Mein Mütterchen war so glücklich, und sie hatte doch so viel gelitten. Immer verwirrter wurde ihr Geist, die Zeit hatte jede Bedeutung für sie verloren.
Zwölf lange Jahre gehen wir Sommer für Sommer hierher — für mich ein furchtbares Martyrium, für meine Mutter eine Quelle der Glückseligkeit! Seit zwei Jahren sitzt sie fast ganz gelähmt in ihrem Stuhl und spinnt ihre tollen Träume weiter. Und ich schmücke und putze mich und gehe an den Strand und auf die Promenade, und wenn ich zurückkomme, erzähle ich ihr die krausesten Märchen von glänzenden Eroberungen, Eifersucht und glühender Liebe. Und sie lauscht mit strahlenden Augen und lächelnden Lippen und streichelt mir Haar und Wangen, und steht nicht, daß ich alt und welk und müde werde.
Und ich weiß, daß meine Erlösungsstunde schlägt, wenn sich die armen, verwirrten Augen für immer schließen-- und doch bitte ich Gott, daß diese Stunde noch recht, recht fern sein möge!"
Dit Hitze und ihre Folgen.
Die starke Hitze lastet auch weiter hemmend auf Handel und Wandel. Stündlich gehen Nachrichten ein über die unangenehmen Wirkungen, die die Hitze überall hervorgerufen hat.
Die Glut in London.
Die über London brütende Gluthitze zeigte vorgestern 35 Grad Celsius im Schatten. Seit 25 Tagen ist kein Regen gefallen. Die Zufuhr von Nahrungsmitteln ist durchaus unzulänglich. Vor allem mangelt eS an Gemüsen und anderen Landprobukten. Die Lebensmittelpreise steigen in beunruhigender Weise. Die Milcherzeugung deckt noch nicht einmal den halben Bedarf. Selbst für den doppelten Preis ist eS fast unmöglich, kühle, frische Milch aufzutreiben. Die Wärme hat zahllose Opfer gefordert. Tausende von Menschen hielten eS in der letzten Nacht im schwülen Innern der Häuser nicht aus und kampierten in den öffentlichen Parks and auf den großen Plätzen. Der Engländer hält es jetzt nicht für unter seiner Würde, den Amerikaner nachzuahmen und sich in Hemdärmeln in den Straßen und Bureaus zu bewegen. — Natürlich sind auch wieder zahlreiche Unfälle beim Baden zu verzeichnen: In Straßburg ertranken beim Baden vier Personen, darunter ein Soldat. Alle erlitten im Wasser einen Sonnenstich und gingen unter. In Koblenz riß sich ein Gefreiter- des 9. Fußartillerie-Regiments die Kleider vom Leibe und sprang von der Schiffsbrücke in den Rhein. Er verschwand in den Wellen.
Störung des mitteleuropäischen Telephonnetzes.
Die heftigen Gewitter der letzten Tage haben umfang» reiche Telephonstörungen zur Folge gehabt, die teilweise noch nicht beseitigt werden konnten. Wie das Hauptfernsprechami Berlin dazu erklärt, sind längere Verbindungen, wie z. B. diejenige mit Paris, noch nicht herstellbar gewesen, da die schadhaften Stellen der Leitung nach Berlin noch nicht ermittelt werden konnten. Zahlreiche Beschädigungen der Leitungen konnten im Laufe der Nacht noch verbeffert werden und man hofft, daß heute alle Verbindungen wieder regelmäßig funktionieren werden.
Die Frachtenschiffahrt auf der Elbe eingestellt.
Die Frachlenschiffahrt auf der Elbe ist gestern eingestellt worden. Die Gesellschaften teilen dies wie folgt mit: Durch die andauernde Trockenheit hat heute der Wasserstand der Elbe mit 211 Zentimeter unter Null am hiesigen Pegel einen derartigen Tiefstand erreicht, daß sich in Verbindung mit den dadurch hervorgerufenen zahlreichen Verkehrsstörungen der regelmäßige Schiffahrtsbelrieb nicht mehr aufrecht erhalten läßt. Wir sehen uns daher, nachdem auch der gegenwärtige Witterungscharakter eine baldige Besserung des Wasserstandes kaum erhoffen läßt, zugleich im Namen der pachtverträglich mit uns verbundenen Schiffahrtsunternehmungen, Oesterreichische Nordwest - Dampfschiffahrts - Gesellschaft, Deutsch - Oesterreichische Dampfschiffahrt, Akt.-Ges., „Elbe", Dampfschiffahrts - Aktien - Gesellschaft, Privatschiffer- Transportgenoffenjchaft, e. G. m. b. H., veranlaßt, auf Grund des § 17 unserer Verfrachtungsbedingungen unseren regelmäßigen Schiffahrtsbetrieb ab heule für geschloffen zu erklären.
Die Weserschiffahrt gefährdet.
Der Berl. „Lok.-Anz." meldet aus Mmden: Infolge der großen Hitze ist der Wasserstand der Weser so niedrig wie seit vielen Jahren nicht. Die Schiffahrt ruht fast gänzlich. Kähne können höchstens halbe Fracht aufladen. DaS macht sich besonders unangenehm bemerkbar für die zahlreichen Viehzüchter, die gewohnt sind, ihre Futtermittel, Gerste, Weizen usw., auf dem Wasserwege zu beziehen.
Der Waffermangel.
Schneeberg, 25. Juli. Seit nahezu 14 Tagen mctchl sich hier Wassermangel empfindlich fühlbar. Das Schwimmbassin im städtischen Dr. Curt Geitner-Bade kann infolge dessen nicht benutzt werden. Auch in Aue decken infolge der anhaltenden Hitze die Quellen der städtischen Wasserleitung den Bedarf nicht mehr, so daß der Stadtrat zur äußersten Sparsamkeit im Wasserverbrauch ermahnen muß.
Ein neuer großer Waldbrand.
Zeithain, 25. Juli. Ein großer Waldbrand brach gestern nachmittag V’3 Uhr östlich der Bahnlinie Röderau- Berlin etwa 1 Kilometer westlich des Ortes Rieska aus. Der Brand vernichtete etwa 150 ha Wald, teils Hochwald und Unterholz, sowie Heide vollständig. Das ganze Zeithainer Barackenlager wurde alarmiert. Es beteiligten sich etwa 3000 Soldaten an der Bekämpfung des Feuers. Zu den Löfchungsarbeiten wurden Mannschaften des 179. und 130. Infanterie-Regiments, sowie die 18er und 20er Husaren herangezogen.
Auch das Vieh
hat unter der Hitze erheblich zu leiden. In Crimmitschau langte, aus Preußen kommend, ein Transport von 78 Schweinen auf dem Güterbahnhof an. Infolge der schrecklichen Hitze waren 18 Schweine verendet. — Infolge der drückenden Hitze sind auf Bahnhof Corbetha etwa 300 Läufer- schweine verendet.
Ein neuer Waldbrand in der Dresdener Heide.
Dresden, 25. Juli. Ein neuer Waldbrand in der Dresdener Heide, und zwar auf Ullersdorfer Revier, entstand gestern spät abends. Etwa 2000 Quadratmeter 25 bis 29jährigen Kiesernbestandes fiel dem Brande zum Opfer, der von der Dresdener Feuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren aus der Umgebung wieder gelöscht worden ist.
Vom Hitzschlag getötet.
Heiligenstadt, 25. Juli. In Kirchgandern und Duder- stadt wurden zwei Männer vom Hitzschlag getötet.
Beim Vlumensuchen vom Hitzschlag getroffen.
München, 25. Juli. Der bayerische Generalmajor z. D. Emil Gradinger in München, her mit seiner Familie in Bad Reichenhall zur Kur weilte, ist beim Dlummsuchen am Untere»