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1821-
-1866
1866-
-1911
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1
Allendorf, Amtsgerichtsbezirk mit
914
12 Ortschaften . . .
733
——
2
Spangenberg, desgleichen mit 22
1410
Ortschaften ....
1101
—
—
3
Allendorf, Stadt.....
437
—
173
4
Spangenberg, Stadt ....
114
—
—
107
5
Eichwege*), Kreisstadt ....
2622
4712
—
6
Krcbenüein, Stadt .....
563
—
524
7
Gudensberg, Stadt.....
826
—
141
—
8
Hersfeld*), Kreisstadt ....
292
—
2729
—
9
Homberg, Kreisstadt ....
264
—
145
——
10
Jesberg, Amtsort.....
213
—
—
251
11
Kirchhain, Kreisstadt ....
—
54
680
—
12
Melsungen*), Kreisstadt . . .
665
——
320
—
13
Neustadt, Stadt......
491
—-
—
95
14
Rauschenberg, Stadt ....
236
-—
—
400
15
Rotenburg, Kreisstadt ....
—
67
47
——
16
Schlüchtern, Kreisstadt.... Steinau, Stadt, Kreis Schlüchtern
624
856
—
17
395
——
—*
71
18
Sooden bei Allendorf ....
25
——
212
19
Veckerhagen a. Weser, Amtsort
486
—
-—
279
20
Wetter, Amtsort ......
—
42
42
——
21
Witzenhausen, Kreisstadt . . .
667
—
663
—
22
Wolfhagen, Kreisstadt....
449
—
——
497
Mit Ausnahme von Nr. 1 un
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und Abgänge auf die Städte und Ortschaften allein. In den mit *) bezeichneten Städten wird Industrie betrieben. In
den übrigen Amtsbezirken, Städten und Ortschaften ist in den letzten 40 Jahren nicht allein eine geringe Zunahme, sondern in 2 Bezirken und 10 Ortschaften eine Abnahme der Einwohner zu verzeichnen. Es wird angeführt, daß in Ermangelung der Zahlen der letzten Volkszählung bei obiger Berechnung statt 1911 der Stand von 1905 zu Grunde gelegt ist. Am Schlüsse derselben werden diejenigen Städte und Ortschaften aufgeführt, welche infolge der politischen Ereignisse von 1866 in diesem Jahre vom Kreise Hanau abgetrennt wurden. Es sind dieses: Nauheim (Stadt), Dorheim, Rädchen und Schwalheim, welche mit zusammen 614 Wohnhäusern und 3838 Einwohnern an das Großherzog- tum Hessen abgegeben worden sind. Sie bildeten damals den Bezirk des Kurhessischen Justizamtes Nauheim.
(Schluß folgt.)
Hus Dab und ?en 9
Schlüchtern, 14. Juli. Mehrfache Klagen veranlassen den königlichen Landrat zu Schlüchtern, darauf aufmerksam zu machen, daß es im Interesse eines Besseren Schutzes unserer Vogelwelt dringend erwünscht ist, daß das Halten von Katzen mehr beschränkt wird. Der Landrat ersucht die Bürgermeister und Cutsvorsteher, die Pächter der Cemeindejagden (Jagdberechtigten) aufzufordern, alle von ihnen beim Wildern angetroffenen Katzen auf der Stelle zu töten.
- Marburg, 14. Juli. Heute mittag gegen 12 Uhr stiegen in dem Wald hinter den Scbießständen mächtige Rauchwolken auf. Auf dem sogenannten Bürgeler Gleichen war ein Waldbrand ausgebrochen, der bei der Dürre sich leicht ausdehnen kann. Die Feuerwehr wurde alarmiert. Eine Abteilung unseres Jägerbataillons ist ebenfalls zur Brandstelle abgerückt.
Bebra, 13. Juli. Ein tödlicher Unglücksfall ereignete sich heute auf dem hiesigen Bahnhof. Der auf der Umladehalle beschäftigte Arbeiter Schaub aus dem nahen Brenenbach wurde von einer Maschine erfaßt und lebensgefährlich verletzt. Man brachte den Schwerverletzten mit dem nächsten Zuge nach Hersfeld: doch schon unterwegs starb er.
Sontra, 13. Juli. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich in Rockensüß. Dort waren einige Knaben in den Besitz eines geladenen Teschings gelangt und spielten mit demselben. Plötzlich entlud sich die Ladung und ein Schrot flog einem fünfjährigen Jungen in ein Auge. Dasselbe wurde derart verletzt, daß es in der Klinik in Göttingen, wohin man das bedauernswerte Kind gebracht hatte, herausgenommen werden mußte.
Gewitter.
Ossenheim, 14. Juli. Gestern abend schlug der Blitz ln einen Haufen Holz, welcher dem Bäckermeister Hirsch gekörte. Er zündete und alsbald standen die mehreren 1000 Holzwellen in hellen Flammen. Der niederströmende Regen und die hinzukommende Feuerwehr von hier hatten alsbald den Brand gelöscht. Der Schaden soll nur teilweise durch Versicherung gedeckt sein.
Södel, 13. Juli. Gestern abend zwischen 6 und 7 Uhr zog über unseren Ort ein schweres Gewitter mit starkem Regen. Dabei schlug der Blitz in die Hofraite der Witwe Künstler, glücklicherweise ohne zu zünden.
Ober-Mockstadt, 14. Juli. Gestern ging über unsere Gegend ein schweres Gewitter nieder, verbunden mit Hagel. Der Schaden, den es an der Frucht angerichiet hat, ist nicht bedeutend. Der Blitz fuhr in die Scheune des Oekonomen Heinrich Harth dahier, jedoch ohne zu zünden. Außer einigen Ziegeln und einigen Balken ist nichts beschädigt. Zum Glück hatte Herr Ockonom Harth seine Sommergerste noch nicht zu Hause, denn sonst hätte es ganz leicht ein Brand geben können.
Steinheim bei Hungen, 14. Juli. Gestern nachmittag gegen 41/* Uhr zog ein schweres Hagelwetter über unseren Ort. Sie Schlossen sielen zuerst senkrecht, dann später in schräger Richtung. Letztere richteten einen enormen Schaden an, die Frucht ist stark zerhackt und ausgeschlagen; es sieht alles ganz trostlos aus. Der Schaden betrifft die Leute umso schlimmer, da ein großer Teil nicht in der Hagelversicherung ist. Stellenweise lag der Hagel 10 bis 15 Zenti- Meter hoch; die ältesten Leute im Dorf können sich eines solchen Unwetters nicht entsinnen. Auf mehrere Kilometer Entfernung hörte man das Rauschen deS Hagels, der ein Getöse verursachte. Das Welter kam aus nordöstlicher
I Richtung und zog südwestlich. Im nahm TraiS-Herloff schlug der Blitz in ein Oekonomicgebäude und zündete; durch Eingreifen der Feuerwehr wurde das Feuer auf seinen Herd beschränkt.
Großwallstadt, 13. Juli. Ein schweres Gewitter, begleitet von wolkenbruchartigem Regen, ging heute über unsere Gegend nieder und brachte den Feldern die so nöttge, langersehnte Erquickung. In Kleinwallstadt schlug der Blitz in das Anwesen des Adam Jakob. Ein Stall, der Heuboden und eine Holzhalle wurden ein Raub der Flammen.
Oberstreu, 13. Juli. Durch einen Blitzstrahl wurde heute nachmittag halb 6 Uhr Scheune und Stallung des Eusebius Wütscher eingeäschert. Das Vieh konnte gerettet werden. Die Wasserleitung hat sich bestens bewährt.
Patent-Erreilungen.
Nr. 236 595. Verfahren zur Darstellung besonders zur Pigmentfarbenbereitung geeigneter Monoazofarbstoffe. Chemische Fabrik Griesheim-Elektron in Frankfurt a. M., vom 23. Dezember 1909 ab. — C. 18 676. Kl. 22a.
Nr. 236 536. Verfahren zur Darstellung von Küpen» farbstoffen. K a l l e L C o. A k t. - G es. in Biebrich a. Rh., vom 16. Februar 1909 ab. — K. 40 116. Kl. 22c.
Nr. 236 404. Einrichtung zum Abdichten des Gestängeraumes gegen den Brennraum elektrischer Bogenlampen. Deutsche Beck-Bogenlampen-Gesellschaft m. b. H. in Frankfurt a. M., vom 28. Oktober 1910 ab. — S. 24 147. Kl. 21 f.
Nr. 236 194. Preßlufthammer mit Umsetzung des Werkzeuges durch Preßluft. Pokorny LWittekind Maschinenbau-Akt. -Ges. in Frankfurt a. M. - Bocken- heim, vom 26. August 1910 ab. — P. 25 555. Kl. 876.
Nr. 235 091. Verfahren und Maschine zur Regelung der Geschwindigkeit von Elektromotoren mittels einer oder mehrerer Steuerdynamomaschinen. Felten & GuiIIe- a'ume-Lahmeyerwerke A. - G. in Frankfurt a. M., vom 29. Juni 1910 ab. — F. 30 204. Kl. 21b.
Aufruf!
Am 16. d. M. werden 150 Jahre vergangen sein, daß auf der Vellinghäuser Heide im Kreise Soest i. W. von den verbündeten Kriegern von Hannover, Hessen, Braunschweig, Lippe-Schaumburg, Preußen und England unter der Führung des Herzog Ferdinand von Braunschweig ein ewig denkwürdiger Sieg über die französischen Marschälle Sou- bise und Broglio errungen wurde. Die Leitung dieser Schlacht, durch die ebenso Westfalen vor weiteren schweren Heimsuchungen durch die Franzosen bewahrt blieb, wie sie die weitere Mitwirkung der Franzosen an der Besiegung des großen Preußenkönigs Friedrich II. verhinderte, gift als eine der glänzendsten Waffentaten des Herzogs Ferdinand, der hier mit 50 000 Mann die Angriffe zweier franzö- sischen Heere von 50 000 und 60 000 Mann zurückgewiesen hat.
Die Erinnerung an Vellinghausen ist in der Gegenwart ebenso wie die an Krefeld und Minden erblaßt unter dem Eindruck neuerer Ereignisse. Aber besonders in Hessen sollte Vellinghausen stets unvergessen bleiben, denn dort auf der Heide haben sich vor 150 Jahren, am 15. und 16. Juli hessische Truppen unter den hessischen Generalen v. Wutginau und v. Gilsa mit unvergänglichem Ruhm bedeckt und durch todesmutiges Ausharren an entscheidender Stelle den Sieg erringen helfen. Wie hoch Herzog Ferdinand das umsichtige und tapfere Verhalten der genannten beiden hessischen Generale in dieser Schlacht schätzte, bewies er dadurch, daß er jedem ein Geschenk von 4000 Reichstalern überwies. Das Verteilen von Orden in solchen Fällen war damals noch nicht gebräuchlich. Gilsas zweiter Sohn, der bei dem Vater den Dienst als Adjutant versah, verlor bei Vellinghausen durch eine Kanonenkugel den linken Arm.
Durch Beiträge, die in den letzten Jahren auf Anregung des Kreis-Kriegerverbandes Soest gesammelt wurden, ist jetzt ein stattliches Denkmal von der Hand des Bildhauers Arnold Künne in Charlottenburg hergestellt, das zur Erinnerung an den Sieg am Nachmittag des 16. Juli d. J. bei Vellinghausen feierlich enthüllt werden wird.
Während der ruhmvollen Tätigkeit der hessischen Truppen und Führer auf den Denkmälern der Schlachtfeldern des siebenjährigen Krieges — Krefeld und Minden — fast gar nicht gedacht ist, kommt sie auf dem Vellinghäuser Denkmal, von dem in diesen Tagen eine getreue Nachbildung in dem Schaufenster der Kgl. Hof-Buchhandlung von Theodor Kay, Königsstraße 3 zu Cassel, ausgestellt sein wird, in beredter Weise dadurch zum Ausdruck, daß unter den auf dem Denkmal abgebildeten Persönlichkeiten auch die Gestalten der Generale v. Wutginiu und v. Gilsa und der Kapitäns v. Gilsa, ferner auch angreifende hessische Dragoner hervortreten und auch das hessische Löwenwappen an dem Denkmal angebracht ist. Für die Darstellungen Wutginaus und der beiden Gilsas haben Oelbilder gedient, die sich im Schloß zu Philippsruhe bezw. im Besitz der freiherrlichen Familie v. Gilsa in Gilsa befinden.
Noch sind nicht alle Kosten des Denkmals gedeckt. Der Denkmalausschuß, dem bisher aus Hessen nur geringfügige Beiträge überwiesen werden konnten, wendet sich jetzt mit einer neuen, hoffentlich erfolgreichen Bitte an die hessischen Landsleute, mitzuhelfen an der Errichtung des Erinnerungszeichens, das nicht zuletzt dem Ruhme ihrer Väter gilt Westfalen, Hannoveraner und Braunschweiger sind bisher für das Denkmal außerordentlich tätig gewesen. Es ist zu hoffen, daß nun auch Hessen für diese Sache sich erwärmt. Jede auch noch so geringe Gabe ist willkommen!
Die Geschäftsstelle dieser Zeitung ist gern bereit, Beiträge für das Denkmal in Empfang zu nehmen und durch Vermittelung des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde an den Denkmalauskckuß abnuiühren.
Hus aller melt
Chi rabiater Untergebener. Als vorgestern in Paris ein Soldat vom 2. Kürassierregiment auf der Straße von einem Automobilomnibus leicht angefahren wurde, geriet er dermaßen in Wut, daß er blindlings auf den Chauffeur einschlug. Das Publikum versuchte vergeblich, den Chauffeur den Fäusten des Kürassiers zu entreißen, und auch dem zufällig des Weges kommenden Regimentskommandeur des Soldaten gelang es nicht, den rabiaten Vaterlandsverteidiger zur Ruhe zu bringen. Vielmehr erntete er selbst eine gehörige Tracht Prügel von seinem eigenen Untergebenen. Erst mit vieler MLge gelang es, den sich wie rasend gebärdenden Soldaten in Gewahrsam abzuführen.
Reicher Fischfang. Aus Dünkirchen wird geschrieben: Seit langen Jahren haben die Fischer des hiesigen Küstengebietes, welche bis hoch hinauf in die nordischen Gewässer, bis nach Island, dem Fischfang obliegen, keine so reiche Beute heimgebracht, als in diesem Jahre. Das erste der vom Fange zurückkehrenden Boote, das vorgestern in den Hafen von Gravelines einlief, brachte nicht weniger als 330 Tonnen Stockfische heim. Unter den übrigen Booten, deren Rückkehr für die nächste Woche erwartet wird, soll sich eins, welches 450 und eins, welches sogar 630 Tonnen Stockfisch an Bord hat, befinden. Der Durchschnitt des Vorjahres, der 250 Tonnen betrug, ist in diesem Jahre weit überholt worden.
Die Hitze in New-York.
New-York, 14. Juli. Auch im Laufe des gestrigen nachmittags war eine Abnahme der Hitze nicht zu merken. An den von den Wohltätigkeitsanstalten und den großen Zeitungen eingerichteten Eisverteilungsstellen spielten sich erbitterte Kämpfe ab. Zu Tausenden erschienen die Frauen der armen Bevölkerung und schlugen sich darum, ein Stückchen Eis in ihrem Eimer nach Hause tragen zu können. Die großen Kühlanlagen der Fleischlrusts waren nicht imstande, genügend Eis für den eigenen Bedarf zu produzieren. Hunderte von Zentnern Butter, die in den Kühlräumen aufbewahrt wurden, sind völlig verdorben und wurden auf Anordnung der Gesundheitsbehörde vernichtet. Die Not der armen Bevölkerung ist außerordentlich groß, da die Preise für frisches Fleisch, sowie für andere Lebensmittel zu unerschwinglicher Höhe emporgestiegen sind.
Schiffsnachrichten.
(Mitgetellt vom Vertreter des Norddeutschen Lloyd in Bremen, M. Schuster, Fahrstraße Nr. 1.)
Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Kaiser Wilhelm der Große" ist am 11. Juli wohlbehalten in New- Dork angekommen.
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Telephon 56.
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Ausführung von Börsenaufträgen an allen Börsen.
Bitti! in v» ml kostenfreie WniHiWlt Eröffnung laufender Rechnungen a. Scheck-Konten Vermietbare Stahlkammer-Fächer
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Vertun teste! len durch Plakate kenntßch.
93 25n En gros: SchwarE»child& Weil, Hanau.
Unwiderruflich findet am 23. August dieses Jahres in Kiel die Ziehung der 2. großen Schleswig-Holsteinischen Pferdelotterie statt. Die Lotterie bietet mit ihren 3261 Gewinnen im Gesamtwerte von 80 000 Mk., darunter allein 48 edle Reit- und Wagenpferde, die denkbar günstigsten Gewinnchancen. Der Hauptgewinn ist ein eleganter Landauer mit vier Pferden komplett bespannt im Werte von 10 000 Mk. Für die Güte der zur Verlosung kommenden Pferde sprechen die erstklassigen Gestüte in Elmshorn und Schleswig, aus denen die besten und schönsten Tiere für die Lotterie angekauft worden sind. Außer den Pferden und Wagen gelangen noch 3216 größere und kleinere Gewinne zur Auslosung. Nach den Losen der Schleswig-Holsteinischen Pferdelotterie herrscht eine solch starke Nachfrage, daß mit einem frühzeitigen Ausverkauf der Lose gerechnet werden kann. Wir empfehlen deshalb denjenigen Lesern, die sich ein Los der beliebten Lotterie sichern möchten, unverzüglich zu bestellen, da sie sonst zu spät kommen dürften. Schleswig, Holsteinische Pferdelose zum Preise von 50 Pfg., 11 Lose 5 Mk., sind zu beziehen durch das Generaldebit Gust. Pfordte in Essen-Ruhr, sowie in allen durch Plakate kenntlich ae*. machten Verkaufsstellen.