Einzelbild herunterladen
 

Hanankl K Anzeiger

Berugsprekar

MerkekjShrNch 1.80 SRL, mimoiltfi 60 M., Mr au«. Bärtige Abonnenten mtt dem betreff, Bostaufschlag. Sie einzelne Sammet kostet 10 Pfg.

Kotattonsdruck und Verlag der Buchdruckerei bei verein, es. Waisenhauses in Hanau.

Gcneral-Anzcign

Amtlicher Organ für Stabt- und MKreir Kanan.

TinrSckungsgedllhrt

Sie Sgefpaltene Petitzelle oder bete* Stam «l M tat Aièklameutell die Aelle 45 ^fj.

Erscheint tügltch mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mti belletristischer Beilage. Lerantwortl. Re8<tfti«t: L Schrecke» bl A««d

Mr. 209 F er »sprech schlich wlr. 230

Donnerstag den 7. September

F-rnsprechanschltts; Nr. 230 1911

SltnMches.

Ss wird darauf aufmerksam gemacht, daß Wartegelder, Pensionen, Witwen- und Waisengelder und Witwen- und Waisenrenten, sowie Witwenpensionen und im voraus zahl­bare Unterstützungen und Erziehungsbeihilfen bis zum Vier­teljahrs- oder Monatsbetrage von 800 Mark innerhalb des Deutschen Reiches im Wege des Postanweisungsverkehrs ohne Vierteljahrs- oder Monatsquittungen bezogen werden können, sofern die Zahlung an die Bezugsberechtigten selbst nicht an einen dritten (Vormund, Pfleger, Bevollmäch­tigten) zu erfolgen hat. Bei Waisengeldern gilt hierbei die witwengeldberechtigte Mutter als bezugsberechtigt.

Die Zusendung erfolgt nur auf schriftlichen Antrag des Berechtigten.

Formulare zu diesen Anträgen werden bei den zahlenden Kaffen unentgeltlich verabfolgt.

II. Gleichzeitig wird zur Erleichterung des Zahlungs­verkehrs und zur Vermeidung des Verhaltens größerer Bar­bestände in eigner Verwahrung darauf aufmerksam gemacht, daß die obigen Bezüge auch nach vorheriger Einsendung der Quittungen der Empfangsberechtigten im Reichsbankgiro­verkehr durch Ueberweisung auf das eigne oder auf ein fremdes Girokonto geleistet werden können. (K 1544.)

Cassel am 14. September 1907. V. 5859

Königliche Regierung.

Lucke.

Stadt kreis Ranau.

Anläßlich eines Spezialfalles mache ich darauf aufmerk­sam, daß nach § 7 der Polizeiverordnung betr. die Abfuhr des Haus- und Straßenkehrichts in der Stadt Hanau vom 20. Oktober 1900 der fortzuschaffende Kehricht in den vor­geschriebenen Behältern am Abend vor dem Abfuhrtage, jedoch nicht vor 9 Uhr abends, entweder in der Haustüre (Toreinfahrt) oder unmittelbar an der Vorderseite der Häuser bereit zu stellen ist. Ist ein Vorgarten vorhanden, so kann die Aufstellung unmittelbar am Eingang hinter der Einfriedigung erfolgen. Nur bei rechtzeitiger und ordnungs­mäßiger Bereitstellung der Behälter kann sich die Müll­abfuhr auch bis zu dem vorgeschriebenen Endtermin glatt vollziehen.

Hanau den 6. September 1911. P. 9447

Königliche Polizeidirektion.

I. V.: K ar b e.

Bekanntmachung.

Das Ortsstatut betr. Stundenplan der gewerblichen Fortbildungsschule für das Winterhalbjahr 1911/12 liegt vom 8. September ab 2 Wochen lang zur öffentlichen Kennt­nis in Zimmer 11 des Rathauses aus. Einsprüche sind während dieser Zeit bei uns anzubringen.

Hanau den 2. September 1911. 21311

Der Magistrat.

Hild.

Verdingung.

Die zum Umbau des Hauses Marktplatz 18 erforder­lichen Zimmerarbeiten sollen unter Zugrundelegung der Bedingungen für die Ausführung von Arbeiten und Liefe­rungen für die Stadt Hanau öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Rathaus, Zim­mer 18, aus und können von dort zum Preise von 0,30 Mk. bezogen werden.

Verschlossene und mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am Mittwoch den 13. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote 'èrfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 4 Wochen.

Hanau den 5. September 1911. 21309

Der Magistrat.

Hild.

Bekarmtnmchrmg.

Es wird beabsichtigt, den hiesigen öffentlichen Arbeits­nachweis auch für die Vermittelung von Lehrstellen aller Berufe kostenfrei nutzbar zu machen.

Wir richten deshalb an alle Interessenten das Ersuchen, ihren Bedarf an Lehrlingen bei der städtischen Arbeitsver- mtttelungsstelle - Langstraße Nr. 41 hier anzumelden.

(Eoenfo werden Eltern und Vormünder ersucht, sich zur

Erlangung von Lehrstellen der Vermittelungsstelle bedienen zu wollen, die Anmeldungen jederzeit gern entgegennimmt.

Hanau den 31. Oktober 1910. 1119

Der Magistrat.

Hild.

Bekanntmachrrn^ über Erhebung der Kirchensteuer.

Die für das Steuerjahr 1911 zur Erhebung kommende Kirchensteuer beträgt wie bisher 8% Prozent der staatlichen Einkommensteuer. In den nächsten Tagen soll mit der Ab­holung der Kirchensteuerbeträge durch Kassenboten begonnen werden. (Gesetz vom 22. 7. 1908.)

Hanau den 5. September 1911. 21203

Die Presbyterien der Marien- und Johanneskirche zu Hanau.

Handelsregister.

Die Firma:

Louis Jassoy" in Hanau, eingetragen im Handelsregister A Nr. 106, Inhaber Bäckermeister jetzt Kaufmann Johann Louis Karl Jassoy in Hanau ist in:

Louis Karl Jassoy" geändert.

Eintrag des Königlichen Amtsgerichts 5 in Hanau vom 1. September 1911. 21251

Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Hitzkirchen und Hessisch-Vösgesätz erloschen ist, sind durch Verfügung des Herrn Regierungs-Präsidenten vom 26. ds. Mts. die Be­obachtungsgebiete Helfersdorf, Hettersroth und Preußisch- Vösgesäß aufgehoben worden.

Gelnhausen den 28. August 1911. , V. 5690

Der Königliche Landrat.

Erafvon Wartensleben.

Politische Rundschau.

Der Kaiser ist gestern mit seinen Gästen nach Beendigung der Flottenmanöver von Kiel wieder abgereist.

Die Kaisermanöver 1912 sollen, wie von zuständiger Stelle verlautet, zwischen je einem sächsischen und einem preußischen Armeekorps einerseits und je einem sächsischen und einem preußischen Armeekorps andererseits stattfinden. Damit gewinnt das Gerücht, daß die Kaisermanöver im nächsten Jahre zwischen Leipzig und Torgau abgehalten werden, an Wahrscheinlichkeit.

Der türkische Thronfolger wohnte gestern den Manövern des 18. Armeekorps bei.

Der 21. Verbandstag des Verbandes mittlerer Reichs- Post- und Telegraphen-Beamten wird am 11. bis 13. Sep­tember in Berlin imLehrervereinshaus" abgehalten wer­den. Der Verband, der zwar im letzten Jahre noch mit den Sonderbestrebungen einzelner in ihm vereinigten Beamten­gruppen zu kämpfen hatte, steht trotzdem fest und uner­schüttert da als eine der größten und angesehensten Be- amtenorganisationen. Er zählt 39 533 Mitglieder und davon sind in der kurzen Zeit von JanuarAugust 1911 allein 1738 neu hinzugekommen, er besitzt ein Vermögen von über 2,1 Millionen Mark. Fast 350 000 Mark Sterbegelder und Unterstützungen konnte er in den letzten 5 Jahren aus frei­willigen und Pflichtbeiträgen an notleidende Mitglieder und an Witwen und Waisen verstorbener Mitglieder ver­teilen. Auch der bevorstehende Verbandstag wird sich in der Hauptsache mit kulturellen und sozialen Fragen zu beschäf­tigen haben; wir nennen besonders die Erhöhung der Sterbekaffenleistungen und die geplante großzügige Ein­richtung einer Fürsorge für lungenkranke Kameraden. Ueber den Verlauf der Tagung werden wir berichten.

Die monarchistische Bewegung in Portugal. Der portu­giesische Minister des Auswärtigen erklärte auf eine An­frage über einen bevorstehenden neuen Einfall der Monar­chisten in Portugal, daß nach den neuesten Informationen die Royalisten am Mittwoch und Donnerstag in Portugal ein- zufallen gedenken, und daß sie sich an der spanischen Grenze gegenüber Chavez versammelt haben. Der Minister fügte (wie dieVoss. Ztg." meldet) hinzu, daß die Regierung alle Vorsichtsmaßregeln getroffen habe, und daß die Truppen treu zur Republik ständen. Er sei überzeugt, daß die soge­nannte Gegenrevolution sich fast ohne Schwertstreich er­ledigen werde

Der Bürgerkrieg in Persien. Aus Teheran berichtet eine Reutermeldung: Wenige Meilen von hier kam es am Diens­

tag zu einer entscheidenden Schlacht. Die zumeist aus Tur- komenen bestehenden Truppen Sardar Aschads wurden voll­kommen überrascht. Die Sache des früheren Schahs hat einen Schlag erlitten, von dem sie sich wahrscheinlich nicht erholen wird. 300 Mann, darunter Sardar Aschad, wurden gefangen genommen und vier feindliche Kanonen erbeutet. Die Regierungstruppen machten auch sonst eine reiche Beute. Sardar Aschad, der verwundet ist, wird hingerichtet werden. So lange die Zahl der kämpfenden Truppen und deren Verluste nicht ungefähr bekannt sind, läßt fich kaum beurteilen, ob diese parteiische englische Meldung wirklich zutreffend ist.

Die Flottenparade in der Kieler Bucht.

Kiel, 6. Septbr. Nachträglich wird noch gemeldet: Die gestrigen Vorführungen der Flotte nach besonderem Pro­gramm am Vormittag bestanden zunächst in einer Reihe von Bewegungen, die bei dem prachtvollen aufklärenden Wetter in ihrer großartigen Exaktheit vorzüglich verfolgt werden konnten. An sie schloß sich ein längeres Feuergefecht. Die Frühstückstafel beim Chef der Hochseeflotte fand wäh­rend der Fahrt der Flotte zum Ankerplatz bei Fehmarn statt. Dem Kaiser zunächst saßen hierbei der Erzherzog Franz Ferdinand, der Großherzog von Oldenburg, Prinz Heinrich, Prinz Georg von Bayern, Graf Montecuccoli, Großadmiral v. Tirpitz, Großadmiral v. Koester und Ad­miral v. Holtzendorff. Wie man hört, hat der Erzherzog sich über die Vorführungen der Flotte mit der höchsten Aner­kennung und Bewunderung geäußert. In den Nachmittags­stunden verweilten der Kaiser und seine hohen Gäste auf der Hohenzollern und gingen um 7 Uhr wieder an Bord der Deutschland, wo Abendtafel war, und auf der die Rückfahrt nach Kiel angetreten wurde. Während der Kieler Fahrt wurde ein Nachtgefecht mit einem Angriff der gesamten Torpedobootsflottille vorgeführt. Die Lichtkegel der Schein­werfer, die dicht geballten Wolken des Pulverdampfes, die Naketensignale, das rauschende dunkle Wasser und die Sil­houetten der Kriegsschiffe und der schwarzen Torpedoboote vereinigten sich zu einem Bild von wilder Art, während das Ohr von den dröhnenden Salven der Geschosse betäubt wurde. Nach dem Einlaufen in den Kieler Hafen ging der Kaiser mit seinen Gästen wieder an Bord der schon vorher eingetroffenen Kaiserjacht. Der Kaiser hat viele Ordens­auszeichnungen verliehen, u. a. das Großkreuz des Roten Adlerordens mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe dem Admiral von Holtzendorff, den Roten Adlerorden 1. Klaffe mit Krone und Eichenlaub dem Eeneraladjutanten Admiral v. Müller, die Krone zum Roten Adlerorden 2. Klaffe mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe und dem Stern dem Vizeadmiral Pohl, den Stern zum Roten Adlerorden 2. Klaffe mit Eichenlaub dem Vizeadmiral v. Jngenohl, dis Krone zum Roten Adlerorden 2. Klaffe mit Eichenlaub dem Konteradmiral Scheer, den Kronenorden 2. Klaffe den Ka­pitänen zur See Jasper (Eisbert), Behnke (Paul), Behring und Hopmann. Zu Vizeadmiralen wurden befördert die Kon. teradmirale Dachmann und v. Krosigk, zu Konteradmiralen die Kapitäne zur See Trummler und Sthamer (Wilhelm), zum Kapitän zur See der diensttuende Flügeladjutant, Fre­gattenkapitän v. Bülow, zum Marine-Chefingenieur der Marine-Oberstabsingenieur Bode.

Zur Marokko-Frage.

DieKöln. Ztg." über die Verhandlungen.

Köln, 6. Sept. DieKöln. Ztg." meldet aus Berlin: Den deutsch-französischen Verhandlungen lag von Anfang an der Gedanke zu Grunde, daß Deutschland für die wirt­schaftliche Betätigung in Marokko, namentlich für die Er­haltung und Fortentwickelung seines Handels mit dem scherifischen Reich sichere Bürgschaften erhalten solle und daß Frankreich für die Einräumung politischer Bewegungs­freiheit in Marokko uns auf kolonialem Gebiet entschädigen müsse. Zur Erfüllung dieser Bürgschaft hat t-e französische, Regierung nunmehr einen schriftlichen Vertragsentwurf ausgestellt und ihn am Montag vormittag hier durch den Botschafter Cambon überreichen laffen. Die Prüfung der französischen Vorschläge gibt Anlaß zu deutschen Gegen­vorschlägen. Da es sich für Deutschland in Marokko wesent­lich um ausreichende Sicherstellung wichtiger wirtschaftlicher Interessen handelt, so müffen zu wiederholten Malen Sach­kundige Befragt und für verschiedene Punkte ins einzeln gehende Aufstellungen gemacht werden, was besondere Sorg­falt und entsprechende Zeitaufwendung erfordert. Es ist aber bereits bisher soviel sachliche Vorarbeit geleistet, so­wohl in der Frage der Bürgschaft für unsere wirtschaft-, liche Betätigung in Marokko, wie für die Gebietsentsästidi-