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1 Dezember

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Hus aller Hielt

Das grobe Los der preußischen Klassenlotterie hat am Samstag die GiUckstrommel verlassen. Am letzten Ziehungs- tage, in den NachmitlagSstunden, präsentierte e8 sich den auf­horchenden Beugen, die den ach so kleinen Ziehungssaal in der Jägerstraße bis auf den letzten Platz gefüllt hatten. Nr. 107 774 war die GlückSnummer. Das Los der einen Ab­teilung ist in Viertelabschnitten nach Cassel, das andere in Achielabschnitteu nach Koblenz gefallen. Jeder Gewinn beider Abteilungen ist mit 500 000 Mk. dotiert. Kurze Zeit vorher entschied sich das Schicksal der Prämien. Nach den Bestim- mungen des Lotterieplans wird in der letzten Ziehung für diejenige Nummer beider Abteilungen, auf welche der zuerst gezogene Gewinn von 1000 Mk. und darüber fällt, eine Prämie von je 300 000 Mk. gewährt. Das Samstag nach­mittag zuerst mit 3000 Mk. gezogene Los Nr. 175 467 erhielt demnach die Prämie von 300 000 Mk. Diesmal Hal es Fortuna mit Berlin gut gemeint. Die acht Achtel der einen Abteilung fielen in ein Lotteriegeschäft der Friedrichstadt. Die andere Abteilung ist, ebenfalls in Achteln, nach Breslau gewandert. Bald nachdem das Hauptinteresse an der Ziehung erschöpft war, zerstreuten sich die vielen Neugierigen, die das Gebâtide der Lotteriedirektion umlagert hatten. Mit dem Trostwort:Na, das nächste Mal sicher!" verabschiedeten sich die Bewerber um das Große Los oder zum mindesten um die Prämie voneinander. Bon den acht Teilnehmern des großen Loses in Koblenz find vi-" sehr arme Leute, die vier übrigen gehören dem Mitte. - stände an.

Drahtnachrichten

Berlin, 3. Dezbr. DieNorddeutsche Allgem. Zeitung" schreibt: In Nr. 285 derNationalzeitung" wird der Ver­mutung Ausdruck verliehen, die Reichsverwaltung beabsichtige nicht, den Notenwechsel über die Verlängerung des deutsch­türkischen Handelsvertrags dem Bundesrat und dem Reichs­tag zur Genehmigung vorzuleoen. Demgegenüber ist zu be­merken, daß die fraglichen Noten dem Bundesrat bereits zu- gegangen sind, und daß nach erfolgter Zustimmung des Bundesrats auch der Reichstag mit ihnen befaßt werden wird.

Paris, 3. Dezbr. Von mehreren Blättern wird be­treffs der bevorstehenden französisch-spanischen Verhand­lungen anscheinend offiziös gemeldet, die französische Re­gierung habe in ihren dem Foreign Office unterbreiteten Vorschlägen in erster Reihe eine Revision des französisch­spanischen Abkommens von 1904, sowie Bürgschaften für einen freien Zugang nach Tanger verlangt, wo etwa nach dem Muster von Schanghai eine iternationale Ge­meindevertretung errichtet würde, die behufs Verwaltung der Küste über eine entsprechende Polizei verfügen würde. In der spanischen Zone würde die Souveränität des Sultans dem Ramen nach aufrecht erhalten bleiben, doch würde Spanien das Recht zur lleberwachung der scherifischen Verwaltung erhalten, was notgedrungen das Recht militärischer Besetzung zur Folge hätte. Spanien würde demnach in seiner Zone unter gewissen Bedingungen eine Art Protektorat ausüben, sodaß in Marokko ein französisch-spanisches Kondominium eingèführt würde. Diese Vorschläge sollen in einigen Tagen dem Madrider Kabinett mitgeteilt werden. DerGaulois" meldet von spanischer Seite, die spanische Regierung wünsche so lebhaft eine Verständigung, daß sie sich vielleicht zu einer Abtretung von Elksar herbeilassen würde, wenn man ihr be­weise, daß die Besetzung dieser Stadt durch französische Truppen für die normale Ausübung des französischen Protek­torates in Marokko notwendig sei.

Reims, 8. Dez. Der Flieger Prevost erreichte mit einem Fahrgast eine Höhe von 3000 Metern und stellte da­mit einen neuen Weltrekord für Passagirrstüge auf.

Lissabon, 3. Dez. Das Parlament ist gestern zu einer neuen Session zusammengetreten, die vier Mopate dauern soll. Die bisherigen Präsidien des Senats und der Kammer wurden einstimmig wiedergewählt.

Konstantinopel, 3. Dez. Wie verlautet, hat die Pforte gegen die völkerrechtswidrige Beschießung der nicht beseitigten Plätze Mokka und Schech Said bei den Mächten Protest eingelegt.

Paris, 3. Dezbr. DerTemps" meldet: Die in Paris lebende Infantin Eulalie hat heute nacht von dem König Alfonso, ihrem Neffen, eine Depesche erhalten, in welcher der- selbe sein Befremden über die von der Iniantin geplante Veröffentlichung eines Buches ausipricht, und ihr den Befehl erteilt, diese Veröffentlichung bis nach Erteilung feiner Er­mächtigung aufzuschieben. Die Infantin habe darauf tele­graphisch geantwortet, sie sei sehr erstaunt darüber, daß man èin Urteil über ein Bus' abgebe, bevor man es kenne. Sie benutze den Anlaß, um dem König Adieu zu sagen, denn nach diesem der Ingnisiton würdigen Vorgehen halte sie sich berechtigt, in ihrem Privatleben nach ihrem Gutdünken zu handeln. Gleichzeitig gab die Infantin den Auftrag, ihre Güter in Spanien zu verkamen.

Der neue österreichische Generalstabschef.

Wien, 3. Dez. Das ArmreverordnungSblatt veröffent­licht das kaiserliche Handschreiben, das den Felbmarschall- feutnant von Schema» zum Cbek des Generalstabes ernennt.

Arbeiter-Bewegung.

Berlin, 4. Dezbr. Die Zahl der ausgesperrten Metall- arbeiier wird von der Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Orga­nisation verschieden groß angegeben. Während die In­dustriellen mit 60 000 AuSgefperrten rechnen, bat der Deut­sche Metallarbeiterverband nur 32 000 fest gestellt. Irgend­welche Schritte, die dazu beitragen könnten, die Aussperrung schneller zu beseitigen, sind bisher von keiner Seite unter­nommen worden. Im Norden und Nordwesten Berlins und besonders in Ober- und Nieder-Schöneweide macht sich der Erfolg der Aussperrung bei den Geschäftsleuten bereits stark bemerkbar. Die Pastoren der Reformationskirche in Moabit erließen eine Bekanntmachung zur Unterstützung der durch bie Aussperrung in Not geratenen Gemeindeglieder helfend ein­zugreifen. Diese Bitte wurde an der Kirche angeschlagen.

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