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* Sportplatz Schöne Aussicht. Morgen nachmittag um ’/<3 stehen sich die vierten Mannschaften des 1. Hanauer Fußball-Klubs 93 und die deS Frankfurter Fußballsportoereins gegenüber. Die Mannschaft deS F. F. Ep.-V. hat in letzerer Zeit wesentliche Verstärkung erhalten und ist hierbei unserer 4. Mannschaft Gelegenheit geboten, ihr ganzes Rönnen zu entfalten. Am 2. Pfingstfeiertag hat sich unserer 4. Mannschaft die 3. des „Offenbacher F.-Kl. 99" verpflichtet. Unsere Mannschaft hat sich besonders anzustrengen, da sich in der 3. des O. F.-Kl. 99 mehrere Ausländer befinden, die früher im Frankfurter Football-Klub gespielt haben. (Anfang 3 Uhr.)
, Bamsra«
.........." ....... .......- - ——■ WH—-».. , <u_ ^ 5 Köpfen bestehende Familie Neppath, Ecke Frankfurter- und Luisenstraße wohnhaft. Die Erkrankten befinden sich sämtlich auf dem Wege der Besserung, so daß keine ärztliche Hilfe in Anspruch genommen zu werden brauchte.
-v- Fulda, 2. Juni. Beim Schlachten einer an Milzbrand erkrankten Kuh hat sich ein hiesiger Metzger eine schwere Blutvergiftung zugezogen.
Weitere Berichte „Aus Nah und Fern" im zweiten Blatt.
_______________________ reift V
Sommer-Fahrplan
der
Lokalbahn Kahl-Schöllkrihhen.
Gültig vom 1. Mai bis 30. September 1911»
§ Nur Werktags, o Nur Montags. ? Nur Sonntags, sowie 25. 5. und 5. 6. Die Züge Nr. 15 und 16 nur bis zum 31. 8. cm Sonn- und Feiertags, sowie 25. 5. und 5. 6. f Nur Samstags.
* Turn- und Fecht-Club (E. B.) (Turnfahrt). Wie bereits mitgeteilt, unternimmt die Turnerinnenabteilung am 3. Pfingstfeiertag eine Turn fahrt in den Spessart, zu der alle Vereinsmitglieder und Familieuangehörige freundlichst eingeladen sind. Abfahrt 7.19 Uhr vom Ostbahnhof nach Gelnhausen. Von hier Marsch über das Hufeisen—Lützel— Kaisereiche—Birkenhainerstraße nach der Lochmühle, Ein gemeinschaftliches Mittagessen findet nicht statt. Rückfahrt von der Lochmühle 7.05 Uhr, von Gelnhausen 8.49 Uhr. Angehörige, die den Marsch nicht mitmachen können oder wollen, können 11.37 Uhr ab Ostbahnhof nachfahren. Ankunft in der Lochmühle 2.18 Uhr.
* Die Manchester Orpheus Glee-Gesellschaft. Der Gesangverein wurde im Jahre 1896 gegründet und zählte am Anfang 16 Mitglieder. Zum Ehrendirigenten wurde Herr Walter S. Nesbitt ernannt. Die Mitgliedschaft erfuhr von Zeit zu Zeit Zuwachs und ist schließlich auf 95 gestiegen. Der Verein ist unstreitbar der erfolgreichste Männerchor in Großbritannien und dokumentiert in überzeugender Weise den befruchtenden und übera" wertvollen Einfluß der vor einem viertel Jahrhundert ins Oben gerufenen Bewegung, welche als „Competitive Musical Festival Movement" bezeichnet wird und welche ihren Ursprung in Nordengland nahm. Als eine der vielen erfreulichen Folgen dieser systematisch organisierten Sangeswettstreite ist an erster Stelle zu erwähnen, daß sie für die großen Massen neuerdings den Anstoß zur Pflege der volkstümlichsten Kunstäußerung, des GesangS gaben. Die Manchester Orpheus Glee-Gesellschaft hat sich bei den verschiedenen Competitive Festivals in England, Wales (dem Lande des Gesanges), wie auch in Frankreich rühmlichst hervorgetan, doch sind diese Wettstreite nur Zwischenfälle, erzieherische Faktoren, Mittel zum Zweck, nicht jedoch Endziel der Vereinigung. Der Chor hat seine Lehren aus Sieg und Niederlage gezogen und verwertet dieselben zur Erreichung des höchsten Ideals als solchen zu seiner und seiner Freunde künstlerischer Befriedigung. Seine Leistungen haben ihm das wärmste Lob aller leitenden britischen Tonkünstler eingebracht, von denen nur Sir Ed. Elgar, Sir A. Mackenzie, Sir C. Villiers Standford, Dr. Walford Davies und Prof. Granville Bantock genannt seien. Bei den 78 Wettstreiten, zu welchen der Chor während der 15 Jahre seines Bestehens teilgenommen hat, errang er 57 mal den ersten und 14 mal den zweiten Preis. Es möge in Anbracht dieser außerordentlichen Erfolge nicht unerwähnt bleiben, daß die Mitglieder nicht Berufsmusiker sind, sondern den verschiedensten Klaffen der Bevölkerung angehören. Neben der Einstudierung eines beträchtlichen Repertoirs von Madrigals, Glees und anderen a cappella=®fjören hat der Verein zu verschiedenen Malen größere Chorwerke aufgeführt, wie z. B. Brahm'S Rapsodie für Alt und Männerchor, Wagners Liebesmahl der Apostel, Max Bruchs Frithjof rc.
Marktbericht.
Hanau, 3. Juni. (Lebensmittelpreise.) Geflügel: Tauben, das Pärchen 0.00 bis 1.20 Mark, ein alter Hahn 1.80 bis 2.20 M.; ein junger Hahn 0.00 bis 1.20 Mark; ein Huhn 1.50—2.00 Mark; eine Ente 0.00—0.00 Mark; eine Gans, junge, 0.00—0.00 Mark; Gaus, gerupft, 00—00 Pfg., */, Kilogramm. Fische: gewöhnst Sorte 35—40 Pfg., bessere Sorte 40—50 Pfg., Aal 0.80—0.90 Mk., Hecht 0.00—1.20 Mk., Bresem 60—00 Pfg., Barben 60—00 Pfg., Barsch 80—00 Pfennig, frische holl. Schellfische 00—00 Pfg., Kabeljau im Ausschnitt 00 Pfg., st, Kilogramm. Gemüse: Meerrettich die Stange 15—25 Pfg., Spargel, Pfd. 0.60—0.70 Mk., Blumenkohl b.St. 0.40—0.60 M., Kopfsalat d. St. 5-7 Pf., Endivien, Pfd. 00—00 Pfg.; Rettich, das St. 5-12Pfg.; Ober- Kohlrabi, St. 8—12 Pfg.; Unter-Kohlrabi, St. 0—00Pfg., Wirsing, das Stück 25—30 Pfg; Weißkraut, das Stück 00—30 Pfg., Rotkraut, das Stück 00—00 Pfg., Sellerie das Stück 30—40 Pfg.; Gurken d. St. 30-50 Pfg., Gurken zum Einmachen das Hundert 0.00 Mark; gelbe Rüben das Bündel 18—20 Pf.; neue Erbien, d. Pfd. 35—40 Pfennig, neue Bohnen, das Pfund 50-00 Pfg.; Braunkohl Portion 00—00 Pfg., Schnittkohl, Port. 10 bis 20 Pf., Schwarzwurzeln, 1 Pfd. 00—00 Pf., Spinat Pfd. 10—15 Pf.; Lattig, Pfd. 00—00 Pf.; Schmalzkraut, die Portion 00—00 Pfg.; Kartoffeln, das Kilogramm 8—12 Pfg. — Obst: Kirschen, das Pfund 0.35 bis 00 Pfg., Stachelbeeren das Pfund 00 bis 00 Pfg., Johannistrauben, d. Pfd. 00 bis 00 Pfg., Trauben, d. Pfd. 3Mk., Erdbeeren, das Pfd. 1.00—2.50 Mk., Himbeeren, das Pfund 00—00 Pfennig, Heidelbeeren, das Liter 00 bis 00 Pfennig, Aepfel, das Pfund 40—100 Pfennig, Birnen, d. Pfd. 00-00 Pfg., Pflaumen, d. Pfd. 00 bis 00 Pfg.; Zwetschen, das Hundert 00—00 Pfennig; Nüsse das Pfund 00—00 Pfg., Pfirsiche, da? Stück 00—70 Pfg., Citronen, das Stück 5—0 Pfennig, Apfelsinen das Stück 5—10 Pfennig; Paradiesäpfel, das Pfund 00-80 Pfg. Bohnen d. Pfd. 00 Pf., Linsen d. Pfd. 00 Pf. Versch.: Britter, das Pfd. 1,30 bis 1,45 Mk.; Käse, 1 Stück 4—5 Pfg.; Eier, das Stück 5—9 Pfg.; Gänseeier, St.00-00 Pfg., Zwiebeln, 1 Pfd. 00-12 Pf.; Welschkorn, 1 Pfd. 00—08 Pfg., Radieschen, Bündel 0—5 Pf.; Kastanien Pfd. 00-00 Pfg.; Weizenmehl, 1. Sorte 00 Pfg.; 2.Sorte 00 Pfg., 3. Sorte 00 Pfennig; eine Spansau 00 — Mk.
Hus Hab und fern.
IN. Offenbach, 3. Juni. Unter Vergistungserscheinungeu erkrankt ist nach dem Genuß von MarLariuebutter die aus
Drahtnachrichte«
Bom Kaiser.
Berlin, 2. Juni. Der Kaiser empfing heute mittag im hiesigen Königlichen Schloß den neuernannten Großherzog- lich hessischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Freiherrn von Viegeleben und darauf den neuernannten Uruguayschen außerordentlichen Gesandten, und bevollmächtigten Minister Dr. Luis Garabelli zur Entgegennahme ihrer Beglaubigungsschreiben in Audienz. — Heute vormittag besuchte der Kaiser die Große Kunstausstellung im Landesausstellungspark.
Die Kaiserin in Pasèwalk.
Pasewalk, 2. Juni. Die Kaiserin ist um 10 Uhr 50 Min. vormittags hier eingetroffen. Zum Empfang hatten sich Prinz Oskar und der Regimentskommandeur Oberstleutnant v. Sydow, auf dem Bahnhöfe eingefunden. Nach kurzer Begrüßung bestieg die Kaiserin den bereitstehenden Zweispänner und fuhr in Begleitung der Hofdame Gräfin Rantzau, begleitet von der Ehreneskorte, unter dem Jubel der Bevölkerung nach dem Kommandeurhause. Von dort begab sich die Kaiserin zu Pferde in der Uniform ihres Kürassierregiments nach dem Marktplatze zur Regimentsfeier. Diese begann mit der Verlesung der Kabinettsorder Friedrichs des Großen an das Regiment. Der Regimentskommandeur hielt eine Ansprache, in der er der Kaiserin für den Besuch dankte; er schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Hierauf erfolgte der Vorbeimarsch in Zügen. Nach der Parade ritt die Kaiserin an der Spitze der Standarteneskadron zum Kommandeurhause zurück. Um 1 Uhr fand Frühstückstafel im Offizierkasino statt.
Potsdam, .2 Juni. Die Kaiserin ist heute nachmittag von Pasewalk zurückgekehrt und um 7 Uhr in Potsdam wieder eingetroffen. Später stattete sie dem erkrankten Prinzen Joachim einen Besuch ab.
Toedsfall. - - < " -
Berlin, 3. Juni. Gestern abend verschied im 58. Lebens- iahre der frühere Unterstaatssekretär im Kultusministerium Wever.
Der Fall Jatho.
Köln, 3. Juni. Die Hauptverhandlung im Verfahren gegen den Pfarrer Jatho im Spruchkollegium wurde auf den 23. Juni festgesetzt.
Patriotische Kundgebungen kn der italienischen Kammer.
Rom, 2. Juni. In der heutigen Kammersitzung erklärte ein Regierungsvertreter, zwei Bürgermeister seien ihres Amtes enthoben worden, weil sie sich geweigert hätten, sich an den Festlichkeiten aus Anlaß der Jubelfeier Italiens zu beteiligen. Die Beratung des Gesetzentwurfes betr. die Pensionen für die Veteranen gestaltete sich zu einer erhebenden patriotischen Kundgebung. Der Deputierte Carcano schlug der Kammer vor, den Gesetzentwurf einstimmig im ganzen anzunehmen, daS sei die beste Feier des Todestages Garibaldis, der heute sei. Der Kammerpräsident schloß sich dem an und dankte Carcano, daß er den Namen Garibaldis erwähnt habe, dessen Angedenken doppelt hochgehalten werden müsse in einer Zeit, wo es Italiener gebe, die unwürdig dieses Namens seien und sich nicht schämten, die großen Errungenschaften des Vaterlandes zu verleugnen. (Lebhafte Zustimmung.) Die Minister und die Deputierten hatten sich erhoben und begleiteten die Ausführungen des Präsidenten mit lebhaftem Beifall. Die Vorlage wurde darauf angenommen.
Goldimport.
New-Pork, 3. Juni. Der Import an Gold betrug in der vergangenen Woche 896 000 Dollars, an Silber 14 000 Dollars; der Export belief sich an Gold auf 265 000 Dollars, an Silber auf 793 000 Dollars.
Ein Zwischenfall.
Madrid, 2. Juni. Ministerpräsident Canalejas und Senator Marquis Protago schickten sich infolge eines rein persönlichen Zwischenfalls im Senat ihre Zeugen.
Marokko.
Paris, 3. Juli. Die Agence Havas meldet aus Fez unter dem 29. Mai: General Monster ist heute vormittag nach Eeslet und Beu-Jamar aufgebrochen. General Gouraud bleibt in Fez. Er ist heute morgen mit 200 eingeborenen Truppen in der Richtung nach Sefru gezogen, um die Gegend zu pazifizieren.
Die Cholera in Venedig.
Graz, 2. Juni. Hier sind über Triest amtliche Berichte eingetroffen, nach denen in Venedig 300 Personen an Cholera erkrankt und bereits 400 Personen gestorben sind. Die Behörden haben alle Maßnahmen getroffen, um der Weiterverbreitung der Seuche vorzubeugen.
Wien, 2. Juni. Trotz der offiziellen Dementis der Verwaltungsbehörden von Venedig trafen hier Nachrichten ein, daß dort doch die Cholera besteht. Amtliche Mitteilungen werden angeblich auf die Weisung des Ministerpräsidenten unrerdrückt, da am 5. Juni die Einweihung des Viktor- Emanuel-Denkmals stattfinden soll. In den Hotels von Venedig laufen zahlreiche Abbestellungen ein, man glaubt, daß in längstens zwei bis drei Tagen eine offizielle Mitteilung erfolgen muß. Der österreichische Lloyd hält seine fahrplanmäßigen Verbindungen noch aufrecht, die Vergnügungsfahrten nach Venedig find aber eingestellt worden.
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Hufruf.
Ein schwerer Unglückstag ist der 29. Mai d. J. für den unteren Teil unseres Kreises gewesen. Gewaltige Wasser- massen eines Wolkenbruches haben in den Gemeinden Eeln- hausen, Roth, Lieblos, Rothenbergen, Niedergründau, Neuenhaßlau, Meerholz, Hailer, Altenhaßlau, Eeislitz, Großenhausen und Lützelhausen furchtbare Verwüstungen angerichtet. Zahlreiche Familien trauern am Grabe ihrer Hoffnung auf eine Ernte, die wenige Stunden vorher noch so prangend stand; und jahrelanger Arbeit wird es bedürfen, besonders die vom Bau entblößten Aecker wieder ist den alten Stand zu bringen.
Die Unterzeichneten halten es deshalb für ihre Pflicht; die Nächstenliebe aller derer, die vor solchem Schaden bewahrt geblieben sind, zur Hilfe aufzurufen, um die größter Not zu lindern. Vor allem wird es der Landmann fein, der feinen schwerbetroffenen Berufsgenoffen beispringt; denn er fühlt es am tiefsten, was es bedeutet, feinen Acker fort- gerissen, feine Wiesen unter Schutt begraben, seinen Hoß zerrissen, Stall und Haus unterspült zu sehen. Aber au^) die anderen Berufsstände, Beamte und Arbeiter, Handwerker und Kaufleute werden sich dem hier notwendig gewordenen Liebeswerk nicht entziehen.
Das Pfingstfest steht vor der Tür. Es wird für viele ein „Fröhliches Pfingsten" sein. Mögen sie in ihrer Freude auch derer gedenken, denen ein so trauriges Pfingsten beschieden worden. Mögen sie ihrer gedenken und die Not durch einen Beitrag, fei er auch noch so klein, zu lindern suchen.
Gaben der Kreiseingesessenen bitten wir entweder Bei dem Bürgermeisteramt oder dem Pfarramt der eigenen Gemeinde abzugeben. Sie sollen dann an den unterzeichneten Vorsitzenden des Kreisausschusses bis zum 12. Juni ds. Js. zur Verteilung an die Bedürftigen weitergegeben werden. Ueber den Ertrag der Sammlung wird feiner Zeit gemein- deweife in dieser Zeitung quittiert werden. Außerhalb des Kreises wohnende Spender werden gebeten, ihre Gaben unmittelbar an den mitunterzeichneten Vorsitzenden des Kreisausschusses in Gelnhausen zu senden.
Gelnhausen den L Juni 1911.
Der Vorsitzende des Kleisausschusses des Kreises Gelnhausen. Graf von Wartensleben, Königlicher Landrat.
Der Landwirtschaftliche Kreisverein.
J. A.: Knauer, Rittergutspächter.
Meyenfcheru, Mitglied des Haufes der Abgeordneten.
Schäfer, Metropolitan.
Dr. Schmidt, Bürgermeister von Gelnhausen.
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