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man "^ selbst umbringe, er möge das dock auch tun." Als man sich gestern morgen wunderte, daß das Spezereigeschäfl der Frau Wefers zu später Stunde noch nicht geöffnet war, benachrichtigte man die in der Nähe wohnende Schwester der Frau We'srs. Als sich die Angehörigen gewaltsam Eingang verschafft hatten, bot sich ihnen ein entsetzliches Bild. Von den drei Kindern lagen zwei, ein etwa siebensähriges Mädchen mit einem fünfjährigen Brüderchen in ihrem Bettchen friedlich nebeneinander, als ob sie schliefen. Der Knabe hatte noch die beiden Händchen gefaltet, als ob er eben erst nach dem Abendgebet sanft eingeschlummert sei. Nicht weit davon ruhte in seinem Gitterbeuchen, ebenso wie seine Geschwister mit bedecktem Unterkörper das kleinste der Geschwister, ein etwa drei Jahre alter Knabe. Auch sein Antlitz trug einen durchaus friedlichen Ausdruck. Die Leichen der Kinder verrieten soweit der erste Augenschein bartat, nichts, waSausTodek- angst oder große Gewalt bei dem Scheiden aus dem Leben schließen könnte. Allem Anschein nach hat die Großmutter ihnen mit der Hand oder einem Knebel den Mund verstopf! und ihre Enkel so den Erstickungstod sterben lassen. Anders ist das Bild in dem daneben liegenden Schlafzimmer der Erwachsenen der Familie Wefers. Hier liegt die 33jährige unverheiratete Tochter der Täterin mit gelöstem Kopfhaar und entkleidet vor ihrem Bette auf der Erde. Diese Leiche weist im Gesichte, am Halse und an den Händen Kratzwunden und Strangulationsmerkmale auf. Hier scheint zwischen Mutter und Tochter ein heftiger Kampf stattgefunden zu haben, bevor es der alten Frau gelungen ist, ihre Tochter umzubringen. Sie hat dann die Leiche völlig mit Bettzeug verhüllt, und ist dann selbst in den Tod gegangen. Die Angehörigen haben erst eine Weile nach der Mutter suchen müssen, ehe sie diese in dem durch Fenstervorhänge verdunkelten Schlafzimmer entseelt am Fensterkreuz hängend, vorfanden. Die alte Frau war nur dürftig bekleidet, ist also zweifellos vor der Tat im Begriff gewesen, sich zu Bett zu begeben.
Die Katzentollwut ist in dem oberpfälzischen Dorf Pondorf a. d. Donau bei Regensburg ausgebrochen. Der BezirkStierarzt hat über 100 Katzen töten lassen.
Von Bienen überfallen. Bei Gambach in Niederbayern wurde ein Holzfuhrwerk von einem Bienenschwarm überfallen. Die Pferde, die sich losrissen und am Boden wälzten, wurden von den wütenden Insekten totgestochen, den Fuhrmann rettete ein hinzugekommener Mann. Dieser warf dem bereits gräßlich Zugerichteten eine Decke über den Kopf und zerdrückte die Bienen.
Marktbericht.
Hanau, 30*. Juli. (Lebensmittelpreise.) Geflügel: Tauben, das Pärchen 0.90 bis 1.00 Mark, ein alter Hahn 1.50—2.50 Mk.; ein junger Hahn 1.00 bis 1.50 Mark; ein Huhn 1.40—2.00 Mark; eine Ente 2.20—2.70 Mark; eine Gans, junge, 0.00—0.00 Mark; Gans, gerupft, 00 — 00 Pfg., '/r Kilogramm.
Fische: gewöhnt. Sorte 40 Pfg., bessere Sorte 50—60
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Kinder-Konfektion
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Pfg., Aal 0.90- 1.00 Mk., Hecht 0.00—1.20 Mk., Bresem 60 Pfg., Barben 60 Pfennig, Barsch 80 Pfennig, frische holl. Schellfische 00—00 Pfg., Kabeljau im Ausschnitt 00 Pfg., 1/2 Kilogramm. Gemüse: Meerrettich die Stange 00—25 Pfg., Spargel, Pfd. 0.00—0.00 Mk., Blumenkohl d.St. 0.20-0.60 M„ Kopfsalat d. St. 6-8 Pf., Endivien, St. 5—8 Pfg.; Rettich, das St. 5 — 10 Pfg. ; Ober- Kohlrabi, St. 4—7 Pfg.; Unter Kohlrabi, St. 00-00Pfg., Wirsing, das Stück 15 — 20 Pfg; Weißkraut, das Stück 20-30 Pfg., Rotkraut das Stück 25-35 Pfg., Selleries Stück 5—10 Pfg.; Gurken d. St. 10-20 Pfg., Gurken zum Einmachen das Hundert 3—4 Mark; gelbe Rüben d. Bdl. 6—8 Pf.; neue Erbsen, Port. 20—25 Pf., Neue Bohnen, Pt. 10—15 Pfg., Schnittkohl, Port. 00 bis 00 Pf., Schwarzwurzeln, 1 Pfd. 00—00 Pf., Spinat, 1 Pfd. 00-00 Pf.;. Lattig, Pfd. 00 Pf.; Schmalzkraut, die Portion 00—00 Pfg.; Kartoffeln, alte, das Kilogr. 0 — 8 Pfg., neue 00 Pfg. — Obst: Kirschen, das Pfund 00 bis 00 Pfg., Stachelbeeren das Pfund — bis — Pfg., Johannistrauben, d. Pfd. 00 bis 25 Pfg., Trauben, d. Pfd. 50 Pfg., Erdbeeren, das Pfd. — Pfg., Himbeeren, das Pfund 50 — 00 Pfennig, Heidelbeeren, das Liter 20 bis 00 Pfennig, Aepfel, das Pfund 10—25 Pfennig, Birnen, d. Pfd. 15-30 Pfg., Pflaumen, d.Pfd. 12-15 Pfg.; Nüsse, das Hundert, 00-00 Pfg.; Pfirsiche, d. St. 60-00 Pfg., Citronen, das Stück 6— 8 Pfennig, Apfelsinen das Stück 0—00 Pfennig; Paradiesäpfel, das Pfund 25—35 Pfg. Verschiedenes: Butter, das Pfd. 1,20 bis 1,45 Mk.; Käse, 1 Stück 4-6 Pfg.; Eier, das Stück 6—9 Pfg.; Gäuseeier, Stück 00 Pfg., Zwiebeln, 1 Pfd. 10 Pf.; Welschkorn, 1 Pfd. 0—0 Pfg., Radieschen, Bündel 0—0 Pf.; Kastanien, Pfd. 00 Pfg.; Weizenmehl, 1. Sorte 00 Pfennig; 2. Sorte 00 Pfg., 3. Sorte 00 Pfennig; eine Spaniau 0—0 Mk.
Patent^ericht.
Mitgeteilt vom Patent- und Techn. Bureau Konrad Köchling, Ing., beeidigter Sachverständiger beim königl. Landgericht Hagen i. W. Broschüre „Patentwissensckaft" kostenlos.
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Drahtnachrichten
Das Luftschiff „». 3".
Berlin, 29. Juli. Die „Voss. Ztg." meldet au« Gotha: Kurz nach 4 Uhr nachmittags gab Major Groß der Kommandant des Luftschiffes „M. 3", den Befehl loâi zulassen. Er hoffte dem aufsteigenden Gewitter vora'uszu- eilen. Das Luftschiff kam aber wieder wegen des widerwärtigen Luftdruckes nicht hoch und trieb gegen den die Luftschiffhalle umfassenden Drahtzaun, der durchbrochen wurde. Es trieb dann dicht über der Erde hin, durch ein Haferfeld. Die nacheilenden Soldaten hielten es schließlich fest. Als es in die Halle zurückgebracht worden war, ergab sich, daß weder das Schiff noch die Insassen irgend eine Beschädigung erlitten haben.
Grotzfeuer.
Berlin, 30. Juli. Die Morgenblätter melden: In später Nachtstunde wütete ein Großfeuer in der Eisengießerei von Rössemann u. Kühnemann in Reinickendorf. Das Modellhaus und die Tischlerei wurden zum größten Teil eingeäschert, während im Gießereihaus alle brennbaren Gegenstände der Vernichtung verfielen. Der Kampf der Feuerwehr war durch Wassermangel sehr erschwert.
Verhaftet.
Berlin, 30. Juli. Der Briefträger Bergmann, der auf dem Berliner Postamt 17 50000 Mark unterschlagen hat, ist gestern in Berlin verhaftet worden.
Selbstmorde.
Berlin, 30. Juli. Auf seinem Landhause in der Nähe von Berlin erschoß sich der Inhaber eines angesehenen Bankgeschäftes in Petersburg, Trapesnikow. Es heißt, sein» Firma sei mit Passiven von mehreren Millionen zusammengebrochen.
Belgrad, 30. Juli. In dem serbischen Dorfe Kolni erschoß sich der 100jährige Bauer Goluwnowitsch vor der Wohnung seines Sohnes. Die Veranlassung zur Tat ist unbekannt.
Lonvon, 29. Juli. Das Landwirtschaftsministerium gibt bekannt, daß in Porkshire alle Tiere, die an der Maul- und Klauenseuche erkrankt waren, setzt geschlachtet worden sind. In der Nachbarschaft ist bisher kein Seuchenfall entdeckt worden. Man hat Grund zu der Annahme, daß die Seuche nicht weiter um sich greifen wird.
New-Nork, 30. Juli. Die nationale Vereinigung in New-Dork zur Regelung der Umlaufsmittel, ist heute gegründet worden. An der konstituierenden Versammlung im Clearinghouse nahmen Vertreter von 27 Nalionalbankeu und ein Stellvertreter des Schatzamtes teil.
Bilbao, 30. Juli. Angesichts der herrschenden Erregung untersagte der Gouverneur für Sonntag die geplante katholische Kundgebung. Der veranstaltende Ausschuß erhob energischen Einspruch gegen das Verbot.
Keine Auswahlen
Kein Umtausch
Kleiderstoffe
Waschstoffe
Seidenstoffe
Leib- u. Bettwäsche
Weisswaren
Baumwollwaren
Handschuhe Strümpfe, Socken
Gardinen
Teppiche
Bettwaren
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UW
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