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General-Anzeiger

Anllithrs Organ für Stadt- und Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

8erernt«orfi. Redakte«r G. 84teste h Ha»«.

Mk. 73 Kernspr^chatrschlusz Nr. 605»

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Amtliches.

Stadtkreis F)anau.

Zwecks Ausführung von Pffasterarbeiten wird die Nord- seite des Marktplatzes zwischen Hammer- und Fahr­strasse vom 4. Avril d. I. ab auf die Dauer von etwa 8 Tagen für den öffentli^en Fuhrverkehr gesperrt.

Hanau den 29. März 1910.

Königliche Polizei-Direktion.

P 3280 I. V.: Vr. v. Waldo w.

Candkreis Ranau.

In den Gemarkungen Eichen, Großkrotzenburg und Hoch- sladt ist die Schweineseuche festgestellt worden.

Hanau den 29. März 1910.

Der Königliche Landrat.

V 1950 F r hr. Laur.

In den Gemarkungen Bischofsheim und Langendiebach ist die Schweineseuche erloschen.

Hanau den 29. März 1910.

Der Königliche Landrat. v 1949 F rh r. Laur.

Bekanntmachung.

Rektoratschul- zu Grotzauheim.

Die von der Königlichen Regierung zu Cassel hier ge- tehmigle. Rektoralschule wird âm 4. Aprtl d. I. eröffnet. Da der Rektor dieser Schule wegen seines Umzugs von Orb nach hier die Schüleranmeldungen in dieser Woche nicht entgegennchmen kann, hat er hiermit daS Bürgermeister- amt beauftragt. Es werden nun diejenigen Eltern, welche beabsichtigen, ihre Söhne in die hiesiae Rektoratschnle auf­nehmen zu lassen, gebeten, die erforderlichen endgültigen An­meldungen im Laufe dieser Woche unter Vorlage des Geburt«, und Impfscheines sowie des Schulabgangszeugnisse- während der Geschästsstunden bei der hiesigen Bürgermeisterei zu be­wirken. Die Anfnahm eprüfrtng der Schüler findet kommenden Montag den 4. April, vormittags 8 Uhr, im Schulhause, Taubengasse 3, und zwar in dem östlich be­legenen Schulsaale durch Herrn Rektor H a s e n e i e r statt. Bei der Aufnahme wird bezüglich der Kenntnisse der Schüler dasselbe verlangt, was- die Oberrealschule und das Gym­nasium von den Schülern für die Sexta fordern. DaS Schulgeld beträgt für die Schüler in Sexta und Quinta vierteljährlich 20 Mk. Die Aufnahmegebühr ist für jeden Schüler auf 3 Mk. festgesetzt.

Groß anheim den 29. März 1910.

Der Rekior. 7743

J. A.: Das Bürgermeisteramt.

Gcfiuidciit itnb verlorene Gegenstilnde re.

Gefunden: 1 graues Portemonnaie mit 1.26 Mark und einem Nadiermesserchen, 1 schwarzer Herren-Glacehand­schuh (rechter), 1 schwarzer Svazwrstock mit weißem Griff, 1 brauner Damen-Glacehandschuh Hinter).

Verloren: 1 silberne Brosche mit weißem Steinchen. 1 schwarzer Kinderschuh, 1 silberne Damenuhr mit Goldrand (auf dem Friedhof), 1 wasserdichte- Standtuch.

Zugelaufen: 1 junger, grauer Hund mit weißen Abzeichen, w. Geschl.

Hanau den 30. März 1910.

Politische Rundschau.

Krieflsjahre in Südwest. Der .Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Erlaß des Kaisers, wonach den Teil­nehmern an folgenden militärischen Unternehmungen in Süd- roeftafnfa das Jahr 1908 als Kiiegsjahr anzurechnen ist: Patrouillengefecht bei Geinab 27. August 1908, Unterneh­mungen und Zusammenstöße 18. bis 26. Dezember 1908 beim Einfall der Hottentottenbande unter Abraham Rolf- in bas Schutzgebiet.

Belohnnnffen an Eisenbahner. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat, um die treuen Dienste der Eisenbahnarbeiter noch mehr als bisher anzuerkennen und den Leuten eine Freude zu bereiten, verfügt was folgt: Die Belohnungen, welche den langjährig beschäftigten Eisenbahn- arbeitern seither gewährt wurden, sollen wie folgt erhöht werden: für 25-, 30- und 35jährige Dienstzeit um je 20 Mark auf 50, 60 und 80 Mark, für 40 jährige von 80 auf 100, für 45jährige von 100 auf 200 und für bOjährige

Mittwoch den 30. März

von 150 auf 300 Mark. Denjenigen Arbeitern, welche am Tage de« Erlasses f 13. März 1910) und später einen der vorgenannten Beschäftigung-zeiträume beendet haben, find die Zulagen bezw. Belohnungen bereits nach den neuen Sätzen zu bewilligen.

Dem SonberanSschutz für die Thürinfftr Burgenfahrt der Vereinigung zur E' Haltung deutscher Burgen ist eine ganze Reihe hervorragender Personen aus dem Thüringer Lande beigetreten. Wir nennen u. a. nur die Herren Landtagsprâsident Arnold, Hofmarichall von Breitenbuch, Oberhofmarschall Freiherr von Fritsch, Weimar, Kabinettschef von Gillhausen, Gotha, Oberbürgermeister Hirschfeld, Koburg, Eisenbahn-Direktion« Präsident Kinder­mann, Eisenbahn-General-DirektionS-Präsident v. Kirchbach, Herzogs. Sâchs. Altenb. Kammerherr Dr. jur. Dörries von Münchhausen, Oberbürgermeister Geh. Reg.-Rat Oßwald, Reg.- und Banrat Philibert. Oberhofmarschall HanS Fried­rich von Rürleben, Erc., Landrat Geh. Reg.-Rat Schenck, Geh. Reg.-Rat und Landrat Schmidt, Geh. Hofrat August Trinius, Prof. Dr. Georg Doß und Hausmarichall Freiherr von Wangenheim. Die Fahrt wird voraussichtlich von Koburg bis Altenburg führen; auf welche Weise und die Besichtigung welcher weiterer Burgen steht noch nicht end­gültig fest. Beratungen darüber sollen Anfang April wahr­scheinlich in Koburg, dem Ausgangspunkt der Fahrt, statt­finden. Eine Vorveriammlnnq soll am 19. Juni auf der Marksburg bei Braubach am Rhein, dem Eigentum der Vereinigung, stattfinden. Die weitere Fahrt wird sich über die Zeit vom 20. bis 23. Juni erstrecken. Die Mit­glieder der Vereinigung und deren Freunde werden dem­nächst ringelnden werden. In den letzten Jahren hat die Beteiligung zwischen 100 und 200 Personen geschwankt. Die Zahl muß auS verschiedenen Gründen dieseSmal von vorn­herein begrenzt werden. Frühzeitige Anmeldung ist also er­wünscht. Besonderen Glanz wird der Burgenfahrt daS gnädigste Interesse verleihen, baS die regierenden Herzöge von Sachsen-Koburg und Gotha und Sachsen-Altenburg und Seine Durchlaucht der Erbprinz von Reuß jüngere Linie den künstlerischen und patriotischen Bestrebungen der Vereinigung beweisen, dadurch, daß sie die Tore ihrer Schlösser in Koburg Ehrenburg und Veste Koburg. in Altenburg da« Residenzschloß und Osterstein bei Gera öffnen und die Teilnehmer persönlich zu begrüßen die Gnade haben wollen.

Von höheren deutschen Auslandsschulen find zur Ausstellung des Einjâhrigen-Zeugnisse« berechtigt die Schulen in Antwerpen, Brüffel, Bukarest, Genua, Konstanti­nopel, Mailand, Buenos Aire- (Germaniaschule, berechtigt seit 1907), Tsingtau. Die Brüsseler Schule hat real­gymnasialen Charakter, die in Tsingtau ist Reform-Real- progymnasium, die übrigen haben rein realen Charakter. Zu Vollanstalten ausgebaut sind die Schulen in Antwerpen (Oberrealschule) und Trüffel (Realaymnasium); im Ausbau begriffen find Bukarest (Handels-Oberrealschule) und Kon­stantinopel (Oberrealschule). Eine ganze Reihe von Aus- landSschulen erstreben die Militärberechtigung; eS sind die«, soweit bekannt, die Schulen in Lüttich, Madrid, Barcelona, Belgrano, Jerusalem, Kairo, Mexiko, Rio de Janeiro, Rom und Windhuk.

Die deutschen Minenrechte in Marokko. Wie derNat.-Ztg." gemeldet wird, werden unmittelbar nach den Osterfeierlagen die Einigungsverhandlnugen zwischen dem Mannesmann-Syndikat und der Union des Mines ausge­nommen werden. Bekanntlich hatten sich die Brüder Mannes­mann geweigert, in Vergleichsverhandlungen einzutreten, be­vor der Reichstag in der Frage, gesprochen hätte. Nachdem dies geschehen ist, hofft man, daß die Verhandlungen sehr bald in Fluß kommen und zu einem beide Teile befriedigeit- den Ergebnis füllen werden.

Der Verein für Hrndsnn^s-Commis von 1858 (Kaufmännischer Verein) in Hamburg erstattet als erster unter den großen kaufmännischen Berufsverbänden seinen Jahresbericht über das Jahr 1909. Es wird darin ausgeführt, daß der Verein im abgelaufenen Jahre einen sowohl im Vergleich zu früheren Jahren, wie zu andern Verbänden, unerreichten Aufschwung genommen hat. In der Stellenvermittlung hat der Verein, der bekanntlich den weit­aus größten Arbeitsnachweis für kaufmännische Angestellte besitzt, wiederum bedeutende Fortschritte zu verzeichnen. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen stieg von 18 683 auf 21 249, die der Bewerber von 22 049 auf 25 036. Die Vermittlungen erreichten die Zahl von 8785, das sind 1431 mehr als 1908. Der Verein hat somit an jedem Arbeits­tage mehr als 29 Besetzungen zu verzeichnen gehabt. Der Bericht beschäftigt sich dann mit den schwebenden sozialen Fragen b*r Handlungsgehilfen, zu denen er eingehend Stelluna nimmt. 117 neue Bezirksvereine wurden ge»

Rmifyrtdjanfdihiß Nr. 605» 1910

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gründet, sodaß jetzt 555 Zweigvereine bestehen, davon 100 im Auslande. Die Rechts'chutzabteilung gab 1815 münd­liche und 2721 schriftliche RechlSauSkünfte, 1135 Auskünfte über Firmen und 1560 Auskünfte allgemeiner Art. Rechts­schutz wurde in 186 Fällen gewährt. Insgesamt wurden 7486.57 Mk. Gehalt erstritten und den Mitgliedern 79 Zeugnisse verschafft. Der Unterstützungsausschuß konnte an 506 Mitglieder 15 658.53 Mk. auszahlen. Die Unkart- stistnnq, deren Vermögen 31 277.70 Mk. beträgt, gab 1243.70 Mk. für Unterstützung-zwecke au«. Die Gesamt­einnahmen de« Verein« betrugen 756 270.12 Mk., die Aus­gaben 762 475.88 Mk. Der Baufond- zur Errichtung eines neuen Geschäftshauses wieS am Jahresschlüsse einen Bestand von 90 925.59 Mk. au« freiwilligen Beiträgen auf. Ein neues Geschäftshaus ist inzwischen in Hamburg, mit einem Kostenau'wand von nahezu 800 000 Mk. errichtet worden. Für die Schaffung eine« Erholungsheim« waren bis zum 81. Dezember 1909 83 037.04 Mk. durch Beiträge der Mitglieder aufgebracht. Mit dem Dau deS HeimS soll noch in diesem Jahre in Walsrode (Regierungsbezirk Lüne­burg) begonnen werden. Während des Erdbebens in Süd­italien befänden sich 13 Mitglieder des Verein- im Schrecken-» gebiete. Drei von ihnen büßten ihr Leben ein. Zur Unter­stützung der übrigen wurden durch eine Sammlung unter den Mitgliedern 4835.31 Mk. aufgebracht. Da- Gesamt­vermögen deS Vereins beträgt 484 887.53 Mk. und zeigt einen Zuwachs von 22 773.90 Mk. Ausgenommen in den Verein wurden im Berichtsjahre 21 815 neue Mitglieder und Lehrlinge. Der im Jahre 1908 erzielte, bisher größte Reinzuwach« ist im Jahre 1909 noch um 1609 Kopfe über­holt worden. Am Jahresschluffe zählte der Verein 95 615 Mitglieder. In dieser Zahl sind keine Personen enthalten, die mit dem Beitrage für das Jahr 1909 rückständig sind, oder erst am Beginn deS Jahres 1910 ausgenommen wurden. 4205 Mitglieder gehören dem Verein über 25 Jahre und 8 über 50 Jahre an. Die Zahl der Angestellten des Haupt­betriebes im festen Dienstverhältnis belief sich auf 125 gegen 115 am Schluffe deS Vorjahre-, dazu kommt die Zahl bei in den vier rechtsfähigen Abteilungen (Pensionskasse, Kranken­kasse, Sparkasse und Lebensversicherung) beschäftigten 45 Be­amten. Die Pension-kasse deS Verein- hat ein Kaffenver­mögen von über 12l/> Millionen Mk. erreicht und erzielte im abgelaufenen Jahre einen Gesamtgewinn von 119 847.29 Mk. Die Hinterbliebenen- und Altersversorgung-kaffe Lebensversicherung zähste im letzten Jahre 73 000 Mk. aus und hat einen Versicherungsbestand von 8*/t Millionen Mk. DaS Vermögen beträgt P/i Millionen Mk. Di« Spar- und Darlehnskasse weist auf dem Sparkasseneinlagen- Konto eine Steigerung von 2 74 300.09 auf. DaS Dar­lehnskonto schließt mit einem Saldo von 809 965.29 ab. Die Kranken- und Begräbniskasse hat ein Kassenvermögen von ungefähr 400 000 Mk. Der Mitgliederbestand betrug am 81. Dezember 18 297. DaS Gesamtvermögen des Verein- und seiner Wohlfahrtseinrichtungen beziffert sich gegenwärtig auf über 15 Millonen Mk.

Belgien und der französische Zolltarif. In der Kammer wurde der Finanzminister befragt, ob e« zutreffend sei, daß Belgien Repressalien gegen Frankreich plane, indem eS französisches Obst und junge« Gemüse mit hohen Zollsätzen belasten wolle. Der Minister erwiderte, er glaube nicht, daß die französischen Zollsätze aggressive Maßnahmen irgend eine# Landes rechtfertigen würden. Wenn irgend ein Land solch« Blumen. Weine oder Früchte, die nur von Frankreich impor­tiert werden, mit hohem Zoll belegen würde, so müßt« Frankreich darin eine unannehmbare Repressalie erblicken.

DaS englische Unterhaus trat gestern nach einer kurzen Osterpause wieder zusammen und begann sofort di« allgemeine Beratung über die Resolutionen betreffend daS Oberhaus und die Dauer der Parlamentssession. Premier­minister Asquith beantragte, ba§ daS HauS sich als Kommis­sion konstituiere, und die Resolutionen zu beraten und gab eine ausführliche Erklärung ab, in welcher er die Politik der Regierung und ihre Haltung gegenüber der Reformirage auS* einandersetzte. Während er zugab, daß ein Bedürfnis für eine zwcite Kammer in England vorliege, stellte er in Ab­rede, daß Großbritannien gegenwärtig ein Zweikammersystem habe. Das gegenwärtige System sei eine Karrikatur und eine Travestie deS Zweikammersystem». Die Regierung wünsche nicht, die zweite Kammer dem Unterhause koordiniert zu sehen, sie wünsche aber daS Unterbaus in feiner Macht­vollkommenheit und seiner Vorherrschaft in der Ge'etzgebung erhalten zu sehen, eS gäbe indessen Funktionen der Beratung, der Revision und des Aufschubes, die in nützlicher Weise von der zweiten Kammer auSgeübt werden könnten, was mit der Vorherrschaft des Unterhauses vereinbar sei. Das Oberhaus müßte aus einer verhältnismäßig kleinen Zahl von Mt-