Einzelbild herunterladen
 

Erstes Blatt

BWrtdia^rnA 1,80 TIL, m»aa!lich 80 V-., Hr tn* ^TVy Alimenten mit bem berefimbea Po Laufs chU^z.

Bit ctajdat Kummet teilet 10 VfG.

BtgaglbrtiBt

«arWaag»eeit)»t

IMetieaBfadr um Berits le Bw^btudem MB Nie»,

Awilichts Organ für Stadt- und Fandkreis Hanan.

*, Boifenboutel « $>««.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

BW fSaf-efpâ« Wjetle aber bon Roa« M W» im Keflowntrii bk 3ek *6 ^

Beraatuwrtl. RAofteat: G. <««<« m ^ohb.

Ml. 122 ?yernsprechanschl«f; Nr. 605.

Til hentiat Summer nmMt anBer t.NitnhtllWlilüt

18 Seiten.

Dicnstnachrichten aus dem Kieise.

Der Schweinehirt Jakob Weißenstein zu Roßdorf ist zrzm Feldschütz dieser Gemeinde bestellt worden. V 3225

Landwirtschaftlicher Kreisverein Ham.

Seitens des landwirtsch. Kreisvereins findet am Sonn» tag den 5. Juni d. Js. eine Besichtigung von landwirtschaftlichen und anderen Betrieben in Dörnigheim, Bischofsheim, Fechenhein und Koch- stadt, sowie der Maschinenfabrik von Mayfarth & Eomp. bei Mainkur statt.

Treffpunkt der Teilnehmer aus Hanau um 1 Uhr nach' mittags an der Wirtschaftzum goldnen Löwen" Vorstadt Nr. 1 hierselbst, für die übrigen Teilnehmer um l1/8 Uhr in Dörnigheim bei der Wirtschaftzum weißen Noß."

Wegen der Bereitstellung von Fuhrwerken wollen die hiesigen Teilnehmer ihre Beteiligung an der Bereisung als­bald dem Schriftführer des Vereins, Herrn Domânen- rentmeister Reinhardt hierselbst, mitteilen.

Die Herren Bürgermeister werden ersucht, die vorstehende Bekanntmachung des landwirtschaftlichen Kreisvereins in ihren Gemeinden wiederholt in ortsüblicher Weise besonnt zu macken.

Hanau, den 24. Mai 1910.

Der Vorsitzende.

' F r h r. Laur, Königlicher Landrat.

ParlamentarischrS.

mb Die Reichsversicherungskommissto« begann gestern vormittag ihre Beratung. Sie beschloß, bis auf weiteres täglich eine fünfstündige Sitzung abzuhalten, die in der Regel vormittags um 9 Uhr, am Montag um 3 Uhr nachmittags beginnen soll. Es wurde angeregt, einen von einem Regierungsaffessor verfaßten Bericht über die Kom­missionsverhandlungen herauszugeben. Von mehreren Seiten wurden dagegen lebhafte Bedenken erhoben; schließ­lich einigte man sich dahin, daß versuchsweise die Beschlüsse i der Kommission auf diesem Wege der Oeffentlichkeit über- mittelt werden sollen. Auf eine Generaldebatte wird mit Rücksicht auf die ausführliche Behandlung der Materie im Plenum verzichtet. Eine lebhaftere Aussprache veranlaßte der Vorsch'ag, einen § 14a einzuschalten des Inhalts:DieVer- trete! der Arbeitgeber und der Versicherten werden nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt.- Die Schwierig­keiten der praktischen Durchführung einer solchen Bestimmung wurden icharf hervorgehoben, die Annahme des Antrages er­folgte aber mit großer Mehrheit. Gegen den Strafenpara­graphen, § 17, wurde von verschiedenen Seiten lebhaft opponiert. Es gehe nicht an, die ehrenamtliche Tätigkeit durch Strafen unangenehm zu machen. Der Absatz 2 des Paragraphen erhielt folgende Fassung:Der Vorsitzende kann gegen ein Mitglied des Vorstandes, das sich der Er- füllung seiner Pflichten entzieht, eine Geldstrafe bis zu 50 Mark und im Wiederholungsfälle bis zu 100 Mark ver­hangen. Er hat die Strafe zurückzunehmen, wenn nachträg- lich eine genügende Entschuldigung nachgewiesen wird. In § 18 wurde bestimmt:Der Ver- sicherungsträger hat den Gewählten ihre baren Auslagen zu erstatten und den Vertretern der Versicherten Erlaß für entgangenen Arbeitsverdienst zu gewähren. Außer­dem rann die Satzung einen Pauschbetrag für Zeitverlust den Gewählten zubilligen." Bei § 22 wurde nach lebhafter Aussplnme beschloffen: Die Einnahmen und daS Vermögen der Verslcherungßtläger, insbesondere die ihnen gehörigen, zur Erfüllung der ihnen obliegenden Pflichten dienenden Ge­bäude und Grundstücke, die Jnoalideuhäuser, Krankenhäuser, Erholungsheime und dergleichen sind von staatlicher und kommuna er Einkommensteuer, sowie von der Steuer vom Grundbesitz befreit.» Hierauf trat die Frühstückspause ein. Nach der Pause förderte die Reichsversicherungskommission die Beratung des Gesetzentwurfs bis einschließlich § 32 Als 8 26a wurde eingefügt: Der Anspruch auf festgestellte Leistungen der Versicherungsträger verjährt in vier Jahren nach der Fälligkeit. § 29 wurde wie folgt gefaßt: Die -lusüchtsbehörde kann verlangen, daß die Organe zu Sitzungen einberufen werden; wird dem nicht entsprochen, so kann sie die Sitzungen selbst anberaumen. In letzterem Falle kann die Verhandlungen leiten. Das Material über die Kosten der Versicherungsämter liegt noch nicht vor. Trotzdem wird Kommission morgen schon in die Verhandlungen des -wschnittsVersicherungsbehörden" eintreten.

Samstag den 28. Mai

Hus Bans« Stadt und Hand.

Anna«, 28. Mai.

* Impfung. Montag den 30. Mai, vormittags 10 Uhr, Wiederimpfung der Kind°r der Bezirksschule I; Impf- lokal: Bezirksschule I. Vormittags 11 Uhr, Wiederimpfung der Kinder der Bezirksschule II; Jmvflokal: Bezirsschul« II.

* Verlegung der landw. Versuchsstation. Im Laufe dieses MonatS wird die landwirtschaftliche Versuchs­station von Marburg nach H a r l e 8 h a u s e n - C a s s e! verlegt. Vom 9. Juni a b sind alle Zusendungen von Proben, Briefen ulw. nach Harleshausen bei Cassel zu richten. Adreffe für Postsendungen: Harleshausen bei Cassel; Adreffe für Bahnsendungen: Station Caffel-U.

* Elektrische Straßenbahn. Einige auswärtige Blätter berichteten in den letzten Tagen über eine Betriebs- änderungderelektrischen Straßenbahn HanauGroß-Steinheim. Hiernach sollte vom 1. Juni 1910 ab auf dieser Strecke der 37*/s Minutenverkehr eingeführt, der Betrieb erst um 7 Uhr morgens ausgenommen und um 9 Uhr abends beendet werden. Diese Angaben sind unzutreffend. Es ist lediglich beabsichtigt, um eine Stromersparnis auf der schlecht frequentierten Strecke herbeiznsühren, die den Verkehr mit Groß-Steinheim vermittelnden Wagen nicht mehr vom Marktplatz auS, sondern vom 1. Juni nur vom Viadukt am Ostbahnhof ab verkehren zu lassen. Die Passagiere, welche nach Klein- oder Groß-Steinheim wollen, müssen also von dem festgesetzten Termine ab bis zum Viadukt am Ostbahnhvf den Wagen der Linie Ostbahnhof benutzen, hier an der errichteten Umsteigestelle um- und in den berritstehen- den Groß-Steinheimer Wagen rinsteigen. Ebenso verhält eS sich umgekehrt. Die Groß-Steinheimer Wagen fahren nur bis zum Viadukt, : Fahrgäste steigen hier um und werden mit dem vom Ostvuhnhof kommenden Wagen nach der Stadt weiterbekördert.

* Der Grossistentag der Edelmetallwaren- branche. Aus den Verhandlungen des letzten Grossisten­tages der Edelmetallwarenbranche in Schw.-Gmünd sei noch einiges ausführlicher nachgetragen. Der Vorsitzende M. Bau- mert-Leipzig führte z. B. über die Verbandszeitung aus: Schon früher wurde die Aufnahme von Anzeigen beschlossen. Den Fachblättern Konkurrenz zu machen, liege dem Verband fern. Die Grossisten wollen nur durch ihr Organ mit Grossisten und Fabrikanten in Fühlung bleiben. Ueber die Angriffe, die anonym imPforzheimer Anzeiger" erschienen sind, fand eine kurze AuSiprache statt. Herr Fabrikant Wöhler bittet, nicht die Fabrikanten hinter den betr. Artikeln zu vermuten. Redner bedauert, daß die Frage im Kreditoren- verein behandelt wurde. Ueber anonyme Artikel solle man zur Tagesordnung übergeben. Herr Stöffler von Pforzheim, Vorsitzender des Kreditorenvereins, glaubt, daß eS daS beste sei, auf Erörterungen der Tagespreffe nicht einzugehen. Herr Baumert betont, man habe auf die Fabrikanten keinen Druck ausgeübt. DaS Blatt sei sowohl für die Aussprache der Fabrikanten, als der Groisisten da. Dasselbe sei von der Verbandsstelle gratis zu beziehen. Er bat Fabrikanten und Grossisten, daS Blatt gegenseitig zu fördern. Die Verein­barung mit den Fabrikanten gab zu einer Aussprache Anlaß. Herr Stöffler hatte warme Worte der Anerkennung für die Vereinbarung. Im großen und ganzen seien die Fabrikanten mit der Vereinbarung sehr zufrieden. Es gebe jedoch eine kleine Anzahl von Grossisten, die ein Extraprofitchen heraus- zuschlagen suchen. Wegen 6, 8, 10 Mk. müßten die Fabri- kanten oft eine große Korrespondenz führen. Unter Umständen müsse zu einer Veröffentlichung der betr. Firmen geschritten werden. (Zustimmung.) Ein Grossist führte aus, da» beste Mittel zur Beseitigung deS von Herrn Stöffler ge­rügten UebelstandeS sei eS, wenn die Fabrikanten der­artigen vereinzelten Firmen einmal die Lieferung ver­weigerten. Herr Stöffler betont, er werde die Namen nur dann mitteilen, wenn eS als äußerstes Mittel notwendig werde. Herr Heß auS Berlin besprach die Kleinsilberfrage. Mit der Zeit könne man vielleicht auch in diesem Punkte eine Vereinbarung treffen. Man mache den Grossisten den Vorwurf, sie hätten kein Interesse an dem Verschleiß der Klkinsilberwaren. Das sei aber nur solange richtig, als die Fabrikanten die Konkurrenzfähigkeit der Grossisten verhindern. Den Fabrikanten gebe er zu bedenken, daß sich die Grossisten jedoch nicht um eine Vereinbarung reißen. Herr Becker (Firma W. Müller-Berlin) betont, die Preisunterbietung müsse unbedingt eingeschränkt werden. Auf dieser Grundlage könne eine Vereinbarung geschaffen werden, die jitm Segen der Kleinsilberwarenfabrikanten gereichen werde. Dies um­somehr, als der Zwischenhandel in unserer Branche aner­kanntermaßen notwendig sei. Herr Stöffler spricht sich eben­falls für eine Vereinbarung aus. Es seien aber Verhand-1

Aerusprechauschlutz Nr. 605. 1910

I II» I II II»e WWÉ

lungen von Verband zu Verband erforderlich. Zur näheren Prüfung der Frage wird eine dreigliedrige Kommission ein* gesetzt. Zu dem PunktListe fauler Zahler" führt der erste Vorsitzende aus, wie notwendig die Einführung einer solchen ist. Wenigstens jedes halbe Jahr soll eine derartige L'ste in geschlossenem Brief versandt werden. Herr Stöffler wendet sich gegen diesen Vorschlag. Der Begrifffauler Zahler sei schwer zu definieren. Nur zu leicht könnte ein Liefera- in Mißkredrt kommen. Ander» sei eS mit der sog. schwarzen Liste mit Namen solcher, die überhaupt nicht zahlen. Der Kreditorenverein habe bereit- eine solche Liste, die er dem Groiststenverband gern zur Verfügung stellt. Nach weiterer Erörterung wird der Gegenstand verlassen, ohne daß ein Beschluß gefaßt wird. Der Syndikus bei Verbandes, Herr Rechtsanwalt Brecht aus Leipzig, sprach über bal Thema Detailleur oder Grossist". Redner führte auS, e- gebe Detailleure, die eine Zeitlang reisen lassen um von dm Fabrikanten die für Grossisten üblichen Vergünstigungm zu erlangen. Diese Firmen wollen in den Augen der Fabri­kanten alS Grossisten gelten. Um sich hiergegen zu schützen, hat man eine Grosfistenliste angelegt. Auch strafrechtlich wie zivilrechtlich (Betrug und unlauterer Wettbewerb) sann gegen Auswüchse vorgegangen werden. Wenn die Talmi­grossisten auSgemerzt werden, kann die Vereinbarung zwischm Grossisten und Fabrikanten erst recht fruchtbar gemacht werden. Hr. Heß wünscht ein Zusammenarbeiten de- Kreditorenverein» und deS Grossistenverbandes in dieser Frage. Die OrtS- gruppe Pforzheim stellt den Antrag, keine Firma, die in der Hauptsache ein Detailgeschäst führt und nur grassiert, um den Schein eines Grossisten zu erwecken, in den Verband und die Grossistenliste aufzunehmen. Auch soll kein Mit­glied deS Verbandes eine in der Grossistenliste ausgenommen« Firma sich zugleich alS Detaillist und Grossist bezeichnen dürfen. Mit diesem Antrag sollen Mißständ» getroffen werden. Nach einer eingehenden Debatte wird der Antrag der Kontrollkommission zur Kenntnisnahme überwiesen. Der zweite Vorsitzende, Hr. Otto Drechsler, sprach überTrau­ringfrage und Goldpreise". Die Fabrikation sei außerordent­lich weit verzweigt. Der Unterbietung könne nur gesteuert werden, wenn ein Minimalgoldpreis und Minimalfassonprei» festgesetzt werden. Der Verband beauftragt drei Herrm, sich mit den Fabrikanten in dieser Beziehung in Verbindung zu setzen. Man hofft, daß bis zum nächsten VerbandStag die Frage geklärt wird und eine Vereinbarung zustand« kommt. Zur Frage der Postbeischlüffe ergriff Hr. Stöffler das Wort. Durch bal Vorgehen der Postbehörden sei die Zahl der Beischlüsse vermindert. Jetzt sind sie in einer anderen Form aufgetreten, die den Musterschutz bedroht. Der Kreditorenverein ersucht nun, daß die Fabrikanten mög­lichst mit Deischlüssen verschont bleiben. Wo dieS nicht zu umgehen ist, soll mindestens bei Geheimnis der Muster ge­wahrt bleiben. Hr. Fabrikant Wöbler hält es für unbedingt nötig, daß Auswahlsendungen verschlossen versandt werden, da die Fabrikanten ihre Muster nicht für andere Leut« machen. Hr. C. W. Pickelein behandelt bal ThemaZweifel­hafte HandelSgebräuche". Bei Kommission-sendungen müsse eS zur Bedingung gemacht werden, daß ein Drittel bei Werts der Sendung fest behalten werden muß. In Sachen der Retournierungen sollen wir uni verpflichten, überhaupt keine verkauften Waren mehr zurückzunehmen. Erfolgen dennoch Zurücknahmen, dann sollen sie nur für die Hälft« bei Preise», den der Kunde dafür bezahlt hat, geschehen. Die Frage der Kartonierungen erfordert ebenfalls eine Er­örterung. Hr. Wöhler legt die Verhältnisse auf diesem Gebiet eingehend dar. Hr. Siöffler führt auS, eine einheit­liche Rationierung lasse sich nicht so leicht durchführen. Am ehesten gehe el noch bezüglich der Aufmachung mit Seid«. Den Fabrikanten sollten die Auslagen für Umkartonierung und Reparaturen bezahlt werden. Alle diese Anträge werden zur Kenntnis genommen. ES soll ihnen möglichst Rechnung getragen werden.

* Tennis - Turnier Hanan a. M. 1910. Der Turnier-Vorstand teilt all Ergänzung zu den gestern im Han. Anz." bekannt gegebenen Resultaten der Auslosung mit, daß infolge einiger Nachnennungen in der 1. Klasse, Herren-Einzelspiel, Herr Oberleutnanto. Papen bereits in der l. Runde spielt und zwar gegen Herrn Leutnant Schmidt und im Damen-Herren-Doppelspiel

1. Klasse Frau Oberleutnant Wätjen mit Herrn Leutnant Schmidt bis zur 2. Runde rasten. Nach. Nennungen können jetzt nicht mehr entgegengenommen werden da die Tnrnierprogramme bereit» in Druck gegeben sind Die Preise für das Tennis-Turnier sind von Ende nächste, Woche im Schaufenster des Herrn Carl Sponsel, Hammerstraße, ausgestellt.

* Das Hahnenkammbaus ist iLglich geöffnet.