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Erstes Blatt.

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«^tiiährlich t,80 TO., menatii* 60 Vq.. ^r <n* ^firliy Abonnenten mit dem betreuenden ^ilaufj^Ug.

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fetaUlesfbnrf um vertag bei Buchdruckers bei Httie. M Btifenbau^ « Hanan.

GLucral-Anzeiger

Amtlichts Organ für SlaM= nn) FaMreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sann- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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^erusprechanschluß Nr. 605. 1910

Lie ielltlieNümer msaßt anfitt tllntcrliltayMdi 12 Seiten.

Amtliche Beilaae Nr. 4"

Amtliches.

Jagdverordnnng.

Für den Umfang des Regierungsbezirks Cassel wird auf Grund der §§ 89 und 40 der Jagdordnung vom 15. Juli 1907 die Eröffnnnq der Jagd aus Rehböcke auf Dienslaa den 17. Mai 1910 festgesetzt.

Cassel den 15. April 1910.

V 2607

Der Bezirksausschuß zu Cassel.

Bekanntmachung.

Die Königliche Kreiskasse hier bleibt wegen der Finalabschlußarbeiten für das Rechnungsjahr 1909 am 28., 20. nnd 30. April d. I. gelchloss n.

Zahlungen für das neue Rechnungsjahr werden am 30. April geleistet.

Hanau den 26. April 1910.

10107

Ein gelber Vinscherhund, männlich,/* Jahr alt, und ein gelber Spihhnnd, männlich, 2 Jahre alt, sind hier als zugelaufen angemeldet.

Langendiebach den 25. Avril 1910. Die O'tspolizeibehörde.

Rüge r.

Polltilck« Rundschau

10131

In einem Gnadenerlaß aus Anlaß der Ge, burl des Erboroßherzogs bestimmte der Großherzog von Mecklenburg.Schwerin, daß allen Personen, gegen welche bis zum 22. April diesen Tag mit eingerechnet Geld- ader Freiheitsstrafen von nicht mehr als sechs Wochen bezw. 150 Mark rechtskräftig erkannt sind, diese Strafen, soweit sie noch nicht vollstreckt sind, und die rückständigen Kosten erlassen werden. Haitstrafen bleiben ausgeschlossen, sofern zugleich auf Ueberweisung an die Landespolizeibehörde er­sannt ist.

Ein bekannter Aenirumsjournalisi f* In Breslau ist der langjährige frühere Chefredakteur der Schlesischen Volkszeitung", Konstantin Nowak, der während des Kulturkampfes mehrfach mit Gefängnis bestraft worden ist, im Alter von 60 Jahren gestorben.

Natkoualliberalo Ncichstagskandidatur Uelzen» Lüchow - Dannenberft. Die Vertrauensmänner der nationalliberalen Partei deS 15. Hannov. ReichStagSwahl- kreises traten am Sonntag in Uelzen unter Vorsitz deS AmtsgerichtSrats Schlemm . zu einer Beratung zusammen, in der Hofbesitzer Dusche-Isenhagen einstimmig für die nächste Rrichstagswahl als Kandidat ausgestellt wurde. Herr Dusche erklärte sich bereit, die Kandidatur anzunebmen. Der Wahl­kreis ist zurzeit durch den freikonservativen Abgeordneten v. d. Wense vertreten.

In der Nordsee haben, wie dasEcho de Paris" mitteilt, in den letzten Tagen sehr wichtige Manöver der englischen Flotte stattgefunden. Die strategische Auiaabe lautete: Welche Folgen für England können aus der Ver» Mehrung der deutschen Flotte entstehen? DaS Thema für das Manöver war folgendes: Das Gros der englischen Flotte hat sich auS dem Aermelkanal zurückgezogen und be­findet sich im südlichen Teile der Nordsee, wo sich seine Arsenals und seine Mannschaften befinden. Ist das GroS nun in der Lage, eine deutsche Flotte anzuhalten, welche plötzlich gegen die Ostküste England» vordringt, die keinerlei Verteidigungsm'ttel besitzt und deren Basis in Rosyih augen­blicklich erst m et werben muß. Der Vizeadmiral Heinrich von Battenberg, welcher mit dem adriatischen Geschwader den Fein') darstellte, hat den Beweis geführt, daß dies möglich

fluß zum Zwecke des Ausschlusses gewisser Persönlichkeiten vom persischen Ministerium geltend gemacht oder ob sie irgendwie auf die Zusammensetzung der persischen Regierung eingewirkt hätten, eventuell, warum dies geschehen sei. Unter- staatssekretär Mc Kinnon-Wood erklärte, die Vorstellungen des britischen und des russischen Gesandten hätten lediglich den Zweck verfolgt, die Interessen der von ihnen vertretenen Länder zu wahren. Auf die erneute Frage Dillons, ob die Gesandten Vorstellungen erhoben hätten, um der Ausnahme gewisser Persönlichkeiten in das persische Ministerium ent» gegenzutreien, erwiderte Me Kinnon-Wood: ,34 möchte meiner Antwort nichts hinzufügen".

Balfour hielt auf der Jahresversammlung der Prime Rose-Liga in der Albert Hall eine Rede, in der er erklärte, daß das Land von einer Revolution bedroht fei, die den Keim zu zahllosen we'teren Revolutionen in sich trage. Wenn aber die Prime Role-Liga ihre Pflicht täte, so würde die drohende Revolution wie frühere Versuche, die Verfassung zu stürzen, mißlingen.

Der Papst empfing gestern den Kardinal Erzbischof Dr. Fischer-Köln in Audienz.

Der albanische Ansstand. In der Ausgabe de» großen Kievertschen Handatlasses von 1860 zeigt auch die Karte der Türkei im nördlichen Teile Albaniens ein grünlich gefärbtes Gebiet, von dem eS in der FarbenerlSnterunq beißt: faktisch unabhängige Gebietealbanesischer Stämme". Auf den neueren Karten ist dieS unabhängige Gebiet ver­schwunden und Albanien ungeteilt von den schwarzen Bergen Montenegros bis zu den südlichen Hängen des Vindus längs der Oft rüste deS Adriatischen Meeres alS türkische Provinz verzeichnet. Aber der unabhängige Sinn der Albanesen, die Abgeschlossenheit ihrer Sitten wie ihrer Berge ist qebl-eben. Wir sie im siebenten und achten Jahrhundert unserer Zeit­rechnung der Ausbreitung der slawischen Einwanderung nach den Balkanländern Widerstand geleistet haben, so haben sie sich auch später der türkischen Herrschaft nur unter häufig erneuerten Kämpfen widerwillig gefügt. Bi» rum 17. Jahr­hundert waren sie Christen, griechisch- und römisch-katholische, seit ihrer gewaltsamen Bekehrung zum Islam hängt nur noch ein kleiner Teil der insgesamt 1'/, bis 2 Millionen Köp^e zählenden Albanesen der ckristlichrn Religinn an. Trotz der Religionsgemeinschaft mit den Türken und obgleich sie der türkischen Armee viele auSoezeichnete Generäle geliefert haben, hörten sie nicht auf, in ihren verschiedenen Stämmen ein selbständige-, nach alten freien Gewohnheiten geregelte» Leben zu führen, und sogar die Bevorzugung, die sie unter Abdul Hamid als Leibgarde genossen, hielt sie nicht ab, sich gegen die türkische Verwaltung aufmlebnen. Der letzte größere Ausstand ereignete sich nach dem Berliner Kongreß aus Unzufriedenheit darüber, daß einzelne albanische Gebiete zu Serbien und Montenegro geschlagen worden waren. Auch bei dem gegenwärtigen Ausstande spielt die Besorgnis eine Rolle, daß sich das sunatürkische Regiment zu tief mit den beiden slawischen Königreichen Bulgarien und Serbien ein» lasten könne. Zu dieser Besorgnis hgl z besonders die ge» räuschvollen Feste in Konstantinopel zu Ehren der Könige Ferdinand iib Peter Veranlassung gegeben. Namentlich die

gab feiner Freude Ausdruck, dieser reizvolle Werk spät- gothischen Bankunst kennen zu lernen. Darauf dankte der Bürgermeister von Vic dem Kaiser für die Ehre deS Besucht». Ehreujungfratien in lothringischer Landestracht, die Mitglieder der stä' tischen Verwaltung, der OrtSpfarrer und Vertreter des Vereins für lothringische Ge'chichte standen am Eingang« der Münze und wurden vom Kaiser auf3 freundlichste be­grüßt. Hierauf wurde das Innere deS Baues eingehend be­sichtigt. Die Ehrenjitngfranen reichten Wein und Makronen. Nach etwa einftünbigem Aufenthalt wurde die Fahrt über Delme nach Urville fortgesetzt, wo der Kaiser gleichzeitig mit der Kaiserin eintraf. Auf der Fahrt hatten den Kaiser der S'aaiS'ekretär Frbr. Zorn von Bulach und der kommandierend« General v. Fabek (letzterer bis Saarburgs begleitet. In Urville nahm der Kaiser die Meldungen deS kommandierenden General- deS 16. Armeekorps v. Prittwitz und Gaffron so­wie der Offiziere der zum Wachdienst befohlenen Kompanie vom KönigS-Jnfanierie-Reaiment Nr. 145 entgegen und be» grüßte den Kriegerverein Kürzel.

von Serbien unter russischer Protektion

betriebene Donau»

ist. Im Laufe der Manöver hat die feindliche Flotte ein Panzerschiff, drei große Kreuzer und zwei Aufklärungsschiffe verloren, 13 Torpedobootszerstörer sind kampfunfähig gemacht. Als der Admiral im Golf von Edinburg erschien, fand

Verteidiger den Feind kampfbereit vor. Die Moral Manöver ist die Verlegung der Flottenbasis von Roiyth die Ueberführung des Gros der englischen Flotte nach Nordlee.

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Parlamentarisches.

Die Vubgetkommission deS ReichStageS setzt, die Beratung des Gesetzentwurfs betreffend die ÄnfstandS- ausgaben für Südwestafrika fort. Von konservativer Seite ging eine Resolution auf die Vorlage deS Gesetze» ein, wo» durch in dem Schutzgebiet Südwestafrika vor AuSbruch bei dortigen Aufstandes wohnhafte leistungsfähige Personen und Gesellschaften zur Entlastung des deutschen Reich^fiskuS beran- gezogen werden. Dernburg erklärte, er müsse sich gegen di« Auferlegung von Kriegskosten auf das Schutzgebiet wenden; dies würde unnütze Schwierigkeiten mit den Südwestafrika- nern bringen. Diese seien bereit, für die Kosten der Ver­waltung aufzukommen. würden eS aber als ungerecht empfin­den, wenn ihnen die Kosten deS Aufstande» auferlegt würden. Im übrigen weife er darauf hin, daß bereits die Eisenbahn­anleihe von 42 Millionen für die KriegSbahn von 1911 ab vom Schutzgebiete verzinst und amortisiert werden müsse. Diese Summe bekomme da» Reich also vom Schutzgebiete wieder zurück. Den ferner gemachten Vorschlag der Werl- zuwachssteuer halte er bei den Verhältnissen im Schutzgebiet nicht für ausführbar. Der Kolon'algesellschaft für Südwest­afrika seien niemals Hoheitsrechte übertragen worden, es Hege auch nicht ein Schutzbrief vor wie für Deutsch-Ostakrika und Neu Guinea. Auch die sogenannten Konzessionsgesellschaften besäßen keine Hoheiißrechte. Die Kolouialgesellschaft hab« versucht, baS Land zu verwalten; fie habe lediglich zum Schutze ihrer privaten Interessen eine kleine Polizeitrupp« gebildet, dieselbe aber wieder aufgelöst, weil e» zu teuer wurde. Der Staatssekretär erörterte sodann die vorgeschlagenen Reso­lutionen und ging auf den neuen Vertrag ein. ES sei zu­treffend, daß durch die Sperre die Schârffreiheit beseitigt sei. Die Schürsfreiheit sei aber gefährlich. Der neue Vertrag mit der Diamantengesellschaft weise verschiedene Vorzüge auf. Die Maximalgrenze der Beteiligung deS Fi«ku» von 8 Millionen fei weggefallen; auch der Betrag der Beteiligung deS FiSkuS fei erhöht. Der Vertrag fei für den FiSkuS günstig, auch der zweite Teil des Vertrages, der dem FiSkuS das umfangreiche Landgebiet der Kolonialgeiellschaft übertrage, außerdem auch für da» Reich sehr günstig. Nach weiterer Debatte sagte Dernburg die Vorlage einer Denkschrift zu über die Heranziehung des Schutzgebiete» zu den Kosten, die auS den Rtichszuschüssen zu diesem Schutzgebiet erwachsen. Der Frage der Schaffung bei DiamantengeietzeS stehe er nicht unsympathisch gegenüber. Die gewünschte Aeußerung betreffend den mit der Kolonialgesellschaft geschlossenen Prozeß werde er nach Einvernehmen mit dem ReichSjustizamt der Biidgeikommilsion zugehen lassen. Schließlich wurden bie Anträge Erzberger, Pattmann und Ledebour abgelehnt und Grund'ätze für eine Resolution aufgestellt, nach der die noch bestehenden Hoheitsrechte aufgehoben werden, das Bergrecht einer Revision zu untergeben ist und ein besonderes Gesetz erlassen werden soll, daS die Gewinnung und den Absatz von Edelsteinen regelt. Die konservative Resolution fand An­nahme. Die Redaktionskommission wurde mit der Formulie­rung der beschlossenen Resolutionen betraut.

md. Die Reichstagskommission für die Wert- Httwachsftenep verhandelte gestern eingehend über die Frage der Anrechnung von Zinsen. Hierzu lag ein Antrag Dr. Weber (Nati ) vor, der die Bestimmung der Vorlage dahin abändert, daß vom Veräußerungspreise in Abzug zu bringen sind: bei Grundstücken, welche als unbebaut gelten, bie an Dritte gezahlten Zinsen von .Hypotheken und Grund- schulden, insoweit dafür Valuta gewährt ist, bis zur Höhe non 4 D H. sowie Zinseu von 4 v. H. für das eigene vom Veräußerer nachweisbar zur Tilgung des ErwerbspreiseS oder I übernommene Hypotheken und Grundschulden aufgewendet« Kapital, soweit die Zinsen nachweisbar nicht durch Ein-

Adriabahn ist den Al' anesen ein Dorn im Auge, ihr In­teresse geht auf neue Bahnverbindungen mit Saloniki unb dem Aegäischen Meere. Einen weiteren Grund jur Empö­rung hat die Absicht der Vierte geliefert, den Albanesen den Gebrauch der arabischen Schristzeich-n aufjiinStigen, um sie tiefer in den türkischen Knlinrkreis hineinzuziehen. Obgleich der'kische Befehlshaber Schewkel Torgut Pascha über 55 Bataillone unb 16 Batterien versügt, hat doch in den letzten Tagen der Aufstand in Nordalbanien weitere Fortschritte ge­macht, und eS scheint, als ob die Arnanten (das ist die türkische Bezeichnung der Albanesen) noch manches blutige Gefecht liefern würden. Der Aufstand wird natürlich schließ­lich niedergeschlagen werden. Einstweilen aber bildet er eine große Verlegenheit für die Machthaber am Goldenen Horn und vielleicht noch eine Wamung, den russischen Verlockungen zu einem Bälkanbund mit seinen unvermeidlichen Kon­zessionen an den bulgarischen und den serbischen Ehrgeiz nicht zu folgen.

Das Kaiserpaar in Lothringen.

Urville, 26. April. Der Kaiier ist um 2 Uhr im Automobil vom Kaiserpalast in Straßburg abgefahren über Zabern, Pfalzburg, Saarburg nach Vic; dort stieg er an der kürzlich wiederhergestellten bischö'lichen Münze aus. Be- zirks-Präsideut Graf Zeppetin-Aichhausen begrüßte ihn mit einer Ansprache, in der er auf die Bestrebungen des Vereins für lothringische Geschichte und Altertümer einging und dem Kaiser für das diesen Bestrebungen entgegengebrachte Interesse

..... ........,...... t dankte. In seiner Erwiderung betonte der Kaiser den hohen britische 'und der russische"Vertreter in Teheran ihren Ein- Wert, den er auf die Pflege geschichtlichen Sinnes lege und

Englisches Unterhans

Dillon fragte an, ob

der