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General-Anzeiger

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IliHoilBbrMtf ton Verlag bei Buchdruckers HB HW». Mb Raif en$ auf el fe Huu«.

Amtliches Organ für Stadt- aad Landkreis Saaaa.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sann- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr. 145 J-ernsprechanschlnft Nr. 605»

Amtliches.

Stadtkreis Fyanau. Bekanntmachung.

Die Arbeiten zur Neupflasterung des Fischerhüttenweges und der Katharina Belgicastraße sollen unter Zugrundelegung der Bedingungen für die Ausführung von Arbeiten und die Lieferung von Materialien für die Stadt Hanau öffent- lid) verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Rathaus, Zimmer 22, <ur Einsicht auS und können von dort bezogen werden.

Verschlossene, mit entsprechender Aufschrift versehene An- geböte sind bis zum Eröffnungstermin am Samstag den T. Juli, vormittags 11 Uhr, einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Hanau den 20. Juni 1910.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 14187

Handelsregister.

Offene Handelsgesellschaft in Firma: «Heraeus'sche Einhorn-Apotheke Dr. Wilhelm

Heraeus und Heinrich Heraeus"

mit dem Sitze in Hanau.

Persönlich haltende Gesellschafter sind die Fabrikanten Dr. Wilhelm Heraeus und Heinrich Heraeus, beide in Hanau.

Die Gesellschaft hat am 14. September 1888 begonnen.

Eintrag des Königliche« Amtsgerichts 5 in Hanau vom 18. Juni 1910. 14199

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Ober­issigheim belegene, im Grundbuch» von da, Band V Artikel 242 in Abteilung I unter Nr. 7 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Kinder des Heinrich Dietz, Georg Konrads Sohn,

a) Susanne jetzt Ehefrau des Glasers Wilhelm Kohl zu Frankfurt a. M. zu ideellen ^stel,

b) Ehefrau des Bäckers Philipp Lattich zu Bruch­köbel, Emma Susanna geb. I aeger, geboren 15. November 1879, zu ideellen ^stel,

o) 1. Johannes Andreas Dietz,

2. Susanne Dietz in Bruchköbel, je zu einem ideellen Sechstel

ringetragene Grundstück:

Krtbl. 3 Parzelle 116, auf dem Sand, Acker, 23 ar 3 qm, 16,20 Mk. Reinertrag,

Grundsteuermutterrolle Artikel 106, soweit e 8 der oben unter b genannten Ehefrau Lattich zusteht, also zu einem ideellen Drittel

am 23. September 1910, vormittags 10 Uhr, ourch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle Marktplatz 18 Zimmer Nr. 14 versteigert werden.

Hanau den 4. Juni 1910. 14201

Königliches Amtsgericht, Abteilung 2.

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Konrad Heftermann in Hanau, Inhabers bet Firma Koch & Heftermann in Hanau wird zur Beschlußfassung über die Neuwahl eines Gläubigerausschuß­milgliedes an Stelle des Rechtsanwalts und Notars Krebs in Bergen, der sein Amt niedergelegt hat, Termin auf den

8. Juli 1910, vormittags IO8/* Uhr, oor dem Königlichen Amtsgericht 5 in Hanau Markt­platz Nr. 18 Zimmer Nr. 5 anberaumt.

Hanau den 18. Juni 1910.

Königliches Amtsgericht 5. 14193

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Verloren: 1 goldener Tranring (gez. B. D. 25. 7. 09).

Hanau den 24. Juni 1910.

Freitag den 24. Juni

Politische Rundschau.

Ber«ssaen»sse»schastllä>e Selbsthilfe. D-r Deutschnationale Handlungsgehilfen-Verband veröffentlicht in seiner Verbandszeitschrift seinen Jahresbericht, aus dem her­vorgeht, daß der Verband mit seiner Entwicklung zufrieden sein kann. Ueber die Tätigkeit der sozialpolitischen Abteilung ist ein Sonderbericht erstattet worden, der sich mit allen sozialen Standesfragen der Handlungsgehilfen befaßt. Dem Handlungsgehilfentag in Stuttgart am 12. und 13. Juni 1909 wohnten über 2000 Berufsgenossen und Vertreter preußischer und württembergischer Ministerien, sowie Par­lamentarier und politische Parteien bei. Die Zahl der Orts­gruppen stieg von 1297 auf 1321 ; ein neuer Gau entstand durch den Zusammenschluß der Mitglieder in England. Die Mitgliederzahl stieg von 120 133 auf 120 275. DaS Ver- bandsvermogen erhielt einen Zuwachs von 88 444.59 Mark und betrug Ende des Jahres 897 804.65 Mark (ohne Sonderkosten). Die nach sozialen Grundsätzen arbeitende Stellenvermittlung besetzte 2744 Stellungen, davon 546 im Auslande. Die Abteilung für Rechtsschutz erteilte 15 676 Auskünfte und vermittelte in 928 Streitigkeiten, wodurch den beteiligten Mitgliedern 77 182.50 Mark strittige Gehälter und 243 Zeugnisse verschafft wurden. In 149 Fällen mußte die Hilfe der Gerichte in Anspruch genommen werden. Vor den Kaufmannsgerichten vertraten in 429 Fällen An­gestellte des Verbandes verhinderte Mitglieder. Die Zahl der Beisitzer bei den Kaufmannsgerichten aus den Reihen der Mitglieder stieg von 961 auf 992. Die Auskunftei gab 7408 Auskünfte über Firmen. Die Auszahlungen der Ver­sicherung gegen Stellenlosigkeit erhöhten sich gegen das Vor­jahr sehr wesentlich; sie betrugen 104 741.12 Mart. Diese kamen 1671 Rentenempfängern zu. Die Darlehns- und Unterstützungskaste wandte 18 175.02 Mark an Darlehen und Unterstützungen an notleidende Berufsgenossen auf. Die Witwen- und Waisenkasse zahlte 1500 Mark an die H'nter- bliebenen verstorbener Mitglieder aus. In hohem Maße er­zieherisch wirkte die im Jahre 1908 errichtete Sparkasse. Die angelegten Ersparnisse beliefen sich auf 1 036 056.65 Mark. Außerordentlich gewachsen ist die Wirksamkeit der Abteilung für das Bildungswesen. Sie errichtete in Hamburg eine Höhere Handelslehranstalt, die im Berichtsjahre 648 Be­sucher aufwies, und veranlaßte die Ortsgruppen zur Veran­staltung von Unterrichtskursen, deren 561 mit 9870 Teil­nehmern abgehalten wurden. Außerdem hielten die Lehr­gruppen 233 Fortbildungskurse mit 2564 Teilnehmern ab. Zum ersten Male wurden vom Verbände Studien- und Ferienfahrten unternommen, die nach der Schweiz und nach Oberitalien, nach England, in das Ruhrgebiet, nach Belgien und an den Rhein, sowie nach Dänemark führten. Zur Hebung der Wanderfreudigkeit wurde ein Bund für Wander­pflegeDie fahrenden Gesellen" inS Leben gerufen, dem 1000 Mitglieder angehören. Der Vertretung der Verbands­und Slandesinteressen dienen 21 vom Verbände und seinen Gauen herausgegebene Z-itschrifteu. Der Verband beschäftigt 221 Angestellte. Die Deutschnationale Kranken- und Be­gräbniskasse umfaßt 20 159 Mitglieder. Sie führte im Be­richtsjahre die Familienversicherung ein und dehnte ihren Wirkungskreis auf ganz Europa aus. Für Krankeuunter- stützung und BegräbniSgkld wurden im letzten Jahre 531 914.11 Mark ausgewandt. Das Vermögen der Kasse beläuft sich auf 330 000 Mark.

Der Deutsche Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke zählt, wie in der Sitzung seines Ver- waltungsausschusses zu Kiel am 16. Juni berichtet wurde, zur Zeit 216 Ortsgruppen (Neugründungen seit 1. Januar: 15) und rund 36 000 Mitglieder. Noch in diesem Jahre werden mehrere Bezirksvereine in den verschiedensten Teilen des Reiches anerkannt werden können. Die Gesamt-Korrespondenz der Geschäftsstelle in Berlin (Eingaben, Rundschreiben, Briefe, Drucksachen mit Ausnahme der regelmäßig versandten Monats­blätter) betrug in den ersten Monaten des Jahres 4887 Stück monatlich 188 pro Arbeitstag. Die Auflage der Mäßig­keitsblätter beziffert sich auf 33200 Exemplare; Blätter zum Weitergeben 22 500, Zeitungs-Korrespondenz 2800. Eine große Zahl neuer Schriften wurde im Mäßigkeits-Verlag herausgegeben; bewährte ältere Veröffentlichungen wurden frisch aufgelegt, darunter die bekannten Belehrungskarten in 2 435 200 Exemplaren. Von den wichtigsten Arbeiten der Vereinsleitung sind zu erwähnen die Trinkerfürsorgesache und die Wander­ausstellung über den Alkoholismus. Letztere hat vom 9. Januar bis 24. April in 5 Städten im ganzen 64 000 Besucher angezogen und kräftige Aufklärungsarbeit getan.

Die nach Schweden gereiften deutschen Rebakteure besichtigten g stern unter Führung von Ström Upsala, wo Professor Anrertion die Bibliothek mit dem

Kernsprechanschlutz Nr. 605* 1910

Codex argenteus vorzeigte. Die Herren wurden darauf vom Landeshauptmann Hammarskjöld und seiner Gemahlin empfangen. An den Hügelgräbern AltNpsalaS beleuchtete Professor Mortonsen die Geschichte der uralten Kulturstätten. Bei den mächtigen Wasserfällen des Elfkarleö machte Baron Akerhjelm namens der Presse der Stadt Gefle sowie Graf Wachtmeister, der Präsident der Upsala-Gefle-Bahn, in lebenswürdigster Weise die Honneurs, wofür die Herren Engel und Pietsch (Berlin) dankten. Gestern abend fand die Besichtigung der Stadt Gefle sowie der Besuch der groß­artigen Papierfabrik Kvarnsveden und der großen Kupfer­bergwerke statt. In der einen Kupfergrube wurde das Fest­mahl eingenommen, wobei Generaldirektor Ljungberg das Kaiserhoch ausbrachte. Schweizer toastete auf das schwedische Königspaar. Darauf wurde ein Telegramm der Königin verlesen, welche für die freundlichen Grüße der deutschen Pressevertreter wärmstens danken ließ und sich freute, so viel Landsleute in Schweden zu wissen. Sie ließ allen Beteiligten einen angenehmen Aufenthalt in ihrer jetzigen Heimat wünschen. Generaldirektor Ljungberg feierte in herzlicher Rede die deutschen Gäste. Dr. Trefz (Hamburg) sprach über den märchenhaften Schauplatz sowie über die in­dustrielle Arbeitsgemeinschaft zwischen Deutschland und Schweden.

Österreichisches Abgeordnetenhaus. Zn der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses erhob Stanek (tscheck. Agrarier) bei einer Abstimmung den Vorwurf, früher sei bei der Auszählung des Hauses unrichtig gezählt worden, insbesondere sei die Zahl der Christlich» Sozialen von den Schriftführern zu hoch angegeben wordeg. (Heftiger Widersvruch links.) Gegen die Behauptung legten Pröhizna namens der Christlich-Sozialen Vereinigung und Dr. von Mühl werth namens der Schriftführer Verwahrung ein. Der Präsident bezeichnete das Vorgehen Staneks, das nicht scharf genug zurückgewiesen werden könne, als durchaus unzulässig. Darauf wurde die Abstimmung zu Ende geführt. Jm Einlaufe des Abgeordnetenhauses befinden sich die Inter­pellationen des Abg. Zeiner (Christlich-Sozial) und des Abg. Ryder (Slovene) betreffend die Blättermeldungen über du Entfernung der AufschriftSeeschlacht bei Lissa" von dev Marine-Schaustellungen in der Wiener Jagdausstellung. Die Interpellanten fragen an, ob eS sich bewahrheite, daß der Minister des Äußern infolge diplomatischer Intervention diese Maßnahme getroffen habe.

Englisches Unterhaus. ASquith erklärte, die Re­gierung habe beschlossen, Gelegenheit zu geben über einen Gesetzentwurf betreffend die Ausdehnung deS parlamentari­schen Wahlrechts auf die Frauen in zweiter Lesung zu be­raten und abzustimmen, jedoch auf die weiteren Beratungs- stabten zu verzichten. Bei der Beratung des PostetatS erklärte der Generalpostmeister, er hoffe, daß in nicht allzu­ferner Zeit es einen vollständigen Ring von Stationen für drahtlose Telegraphie um daS britische Reich geben werde. Jnbetrrff der vorgeschlagenen Penny-Portotaxe mit Frank­reich wies der Redner darauf hin, daß die Frage nicht als solche betrachtet werden könne, die sich nur auf ein Ab­kommen mit Frankreich beziehe. Die Korrespondenz Eng­lands mit Deutschland sei ebenso groß, wie die mit Frank­reich. Ueberdies.sei die französische Regierung zurzeit nicht in der Lage, eine weitere Herabsetzung der ausländischen Portosâtze in Erwägung zu ziehen. Diese Reform, die übrigens einen Ausfall von 95 000 Pfund zu Folge haben würde, müsse daher vorläufig in der Schwebe bleiben.

Die kretische Frage. Wie das Reutersche Bureau erfährt, kann die Lage auf Kreta als gebessert angesehen werden, da die Kreter ihre Bereitwilligkeit zu erkennen ge­geben haben, den Ratschlägen der vier Schutzmächte, die gegenwärtig über die Entsendung einer gemeinsamen Not« an Kreta unterhandeln, Folge zu leisten. In der Note werde die Forderung aufrechterhalten, die muselmanischen Depu­tierten ohne Eidesleistung auf den König der Hellenen zur Nationalversammlung znzulassen. Sodann werden die Recht« des Sultans von neuem bestätigt. Die Mächte seien sich über den Inhalt der Note vollständig einig. Die gegen­wärtigen gemeinsamen Unterhandlungen bezögen sich lediglich auf die Fassung der Note. Ueber die Entsendung von weiteren Kriegsschiffenn die kretischen Gewässer vor Eröff­nung der kretischen Nationalversammlung sei unter den vier Schutzmächten ebenfalls eine Einigung erzielt worden.

Parlamentarisches.

mb. Die Kommission für die Strafprozeß» ordnung setzte gestern die Beratung der die Hauptverhand' lung betreffenden Paragraphen fort. Beim § 225 würd« unter Ablehnung der Regierungsvorlage, die das Sonin-