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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Nr. 45

Fernsprechanschluh Nr. 605»

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Mittwoch den 23. Februar

Fernsprechanschluß Nr. 605. 1910

Amtliches. Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.

Die im Stadtschloß (Friedrichsbau) gleicher Erde befind­liche Wohnung, bestehend aus 5 Zimmern und Zubehör ist vom 1. April 1910 ab zu vermieten.

Auskunft wird erteilt im Rathaus Zimmer Nr. 11.

Hanau den 11. Januar 1910.

Der Oberbürgermeister.

V.: Hild. 1053

Handelsregister.

Firma: I. Börner & Co. mit dem Sitz in Hanau.

Der Kaufmann Wilhelm Lieber in Hanau ist durch seinen am 4. Dezember 1909 erfolgten Tod auS der Gesellschaft ausgeschieden..

Gemäß 8 7 des Gesellschaftsvertrages vom 28. Dezember 1905 ist an die Stelle des Lieber sein Sobn, Kaufmann Fritz Lieber in Oberhausen als Gesellschafter eingetreten. Die dem Fritz Lieber in Hanau erteilte Prokura ist durch seinen Eintritt als Gesellschafter erloschen.

Die offene Handelsgesellschaft ist nunmehr aufgelöst; die Firma ist erloschen.

Hanau den 8. Februar 1910.

_______ Königliches Amtsgericht 5. 4567

Handelsregister.

Das unter der Firma:

Theodor Hoppe

in Hanau bestehende Handelsgeschäft ist auf die Ehefrau des Bahnhossrestaurateurs Adolf Steyer, Maria geb. Lambert, Witwe des Bahnhofsrestaurateurs Theodor Hoppe in Hanau übergegangen.

Die Firma ist in:

Maria Steyer geändert.

Eintrag des Königlichen Amtsgerichts 5 in Hanau oom 9. Februar 1910. 4569

Bekanntmachung.

Die im Stadtbezirk Hanau mit Kesselstadt wohnhaften Mannschaften des DeurlaubtenstandeS, welche die infolge Reunnmerierung und Umbezeichnunq von Straßen eingetretene Veränderung ihrer Wohnung noch nicht gemeldet haben, werden hierdurch gemäß Ziffer 6 Abs. 2 der Paß-Bestim­mungen aufgefordert, diese Veränderungen umgehend schrift­lich oder mündlich unter Vorlage ihrer Militärpapiere beim Bezirksfeldwebel in Hanau Zeughaus Paradeplatz zu melden.

Ferner find die etwa bis jetzt noch nicht zur dienstlichen Kenntnis gebrachten Wohnungsveränderungen von allen übrigen Mannschaften des Beurlaubtenstandes des Stadt- und Landkreises Hanau umgehend zu melden.

Meldestunden r An Wochentagen von 912 Uhr oormittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 12 Uhr vormittags.

Hanau im Februar 1910.

M593 Königliches Hauptmeldeamt.

LMMWlicher Kreisvereill Hsm.

Nächste Versammlung Samstag den 26. d. M., nachmittags ä1^ Uhr, im Gasthaus »zum goldnen Löwen" hier.

Tagesordnung r

1. Geschäftliche Mitteilungen.

2. Besprechung über den Bezug von Saalkarl offeln und sonstigen Saatartikeln durch die Kornhausgenossenschaft.

8. Vortrag des Herrn Oberingenieur Stamm aus Frank­furt über »Die Elektrizität im Dienste der Landwirt­schaft."

4. Mitaliederaufnahme.

5. Sonstiges.

Gleichzeitig werden seitens der Kornhausverwaltnng im Vereinslokal Proben verschiedener Sorten Saatgetreide und Saatkartoffeln ausgestellt.

Die Herren Bürgermeister wollen vorstehende Be­kanntmachung des landwirtschaftlichen Kreisvereins in den Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt machen.

Hanau, den 19. Februar 1910. -

Der Königliche Landrat.

Frhr. Lau».

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 Griffelköcher.

B erl oren: 1 brauner Damenpelz (auf dem Wege HanauRoßdorf), 1 braunes Damenportemonnaie (mit etwas über 3 Mk., 1 kleines Schlüsselchen und 1 Oer von einem Kettenring), 1 silbernes Armband mit Anhänger (Herz) mit Monogramm H. B. 4. 12. 06, 1 Double-Kneifer.

Zugelaufen: 1 junger schwarzer Hund mit weißer Brust m. Geschl., 1 junger Dachshund (geradbeinig) m. Geschl., 1 schwarzer langhaariger großer Hund.

Hanau dm 23. Februar 1910.

Politische RundTd>aa.

Die Beisetzung der FürMumutter von Schaum­burg-Lippe. Am gestrigen Dienstag fand, wie aus Bücke­burg gemeldet, die feierliche Beisetzung der Fürstinmutter Hermine zu SLaumburg-Livpe im Beisein sämtlicher Mit­glieder deS fürstlichen HauseS statt. Außerdem hatten sich u. a. eingefunden: In Vertretung des Kaisers Prinz Eitel Friedrich, die Großberzöge von Oldenburg und Sachsen- Weimar, der Herzog von Sachsen-Altenburg. Prinz Eitel Friedrich legte am Sarge einen prachtvollen Kranz nieder. Die feierliche Beisetzung erfolgte im Mausoleum zu Stadt­hagen.

Eine Sitzung deS Zentralvorstandes der nationalliberalen Partei findet am 13. März in Berlin statt. ES ist die folgende Tagesordnung vorgesehen: 1. Zu- wahlen. 2. Erstattung deS Jahresberichts für 1909 durch den geschäftsführenden Ausschuß. 3. die preußische Wahl­rechtsvorlage. Referent Abg. Schiffer. 4. Anträge.

Ein Eingehen derNationalzeitung" zum 31. März wird schon wieder einmal angekündigt, diesmal vom Bureau Herold. Daß daS Blatt, das schon jetzt alS Ableger derPost" ein etwas reichlich kümmerliches Dasein fristet, nicht mehr allzulange sich des Daseins erfreuen wird, wird allgemein erwartet. Der Streit dreht sich wohl nur um den Zeitpunkt.

Ein deutsches Kriegerdenkmal aus französischem Boden. Der württembergische Kriegerbund wird den 1870 in den Kämpfen um VillierS und Champigny gefallenen Württembergern bei Champigny einen Obelisk errichten mit der Inschrift:Württemberg seinen tapferen Söhnen."

Ein Zwischenfall im elsSsfisch-lothringischen Landesausschutz. In der gestrigen Sitzung deS elsässisch- lothringischen Landesausschusses kam es zu einer erregten Debatte zwischen dem Staatssekretär Zorn von Bulach und dem klerikalen Abgeordneten Preiß. Der Staatssekretär er­klärte nach einer Rede des Abg. Preiß, daß er nur für die gefüllten Zuschauertribünen gesprochen habe, worauf der Abg. Preiß dem Staatssekretär das WortUnverschämtheit" zu­rief. Der Staatssekretär erklärte, Herr Preiß könne ihn überhaupt nicht beleidigen und außerhalb des HauseS stehe ihm der Baron Zorn v. Bulach gegenüber. Darauf beschul­digte der Abg. Preiß den Unterstaatssekretär Mandel, der Verbreiter der bekannten Hundeangelegenheit zu sein, worauf der Staatssekretär den Unterstaatssekretär in Schutz nahm

Schack in der Irrenanstalt Friedrichsberg. Der frühere Reichstagsabgeordnete Schack sollte nach der Meldung eines Berliner Blattes in die Irrenanstalt Fried­richsberg gebracht worden sein. Hierzu teilt der jetzige Vor­steher deS Deutschnationalen Handlungsgehilfenvereins mit: Herr Schack befindet sich seit Ende vorigen JahreS als Privatpatient in Behandlung von Prof. Seiffert und Dr. Warncke-Berlin, sowie Prof. Weigand, Direktor der Irren- anstalt Friedrichsberg in Hamburg. Lediglich zu einer kurzen Beobachtung und psychologischen Prüfung hat er freiwillig für einige Tage in dem Herrenpensionat dieser Anstalt Auf­enthalt genommen.

Der österreichisch - ungarische Minister des Aentzern Graf von Aehrenthal ist gestern früh in Berlin eingetroffen und mittags vom Kaiser in Audienz empfangen worden.

Englisches Unterhaus. Heute wurde die Adreß. debatte fortgesetzt. Der Führer der Arbeiterpartei BarneS erklärte, daß feint Partei die vollständige Abschaffung des Oberhauses wünsche, aber bereit sei, Schritt für Schritt vor- zuaehen, solange man auf daS Ziel lossteuere. Barnes schlug sodann vor, nach der Annahme deS alten Budgets, bte auch die Arbeiterpariei wünsche, gegen das Vetorecht vorzugehen, bevor die Voranschläge für das nächste Finanzjahr und das neue Budget vorgelegt würden. Zum Schluß drängte Barnes die Regierung, diesbezügliche Zusicherungen za geben. O'Brien (Unabhängiger Rationalist) griff Redmond heftig an, wegen seiner Stellungnahme gegenüber dem Budget, und erklärte, er für seine Person würde der Annahme deS Budgets, das gte Irland verd-rbeubrisaeud ki, nicht zustimmev. Haude iS»

minister Churchill bekämpfte die Auffassung, als dürfe man die Aufschiebung des Budgets als einen Hebel zur Herbei­führung der Verfassungsänderung benutzen. Es sei ein törichtes Auskunft-mittel, zu versuchen, auf die LordS in der Vetofrage dadurch einen Druck auSzuüben, daß man ihnen drohe, sie sollten das Budget überhaupt nicht mehr erhalten. Die Regierung betrachte die Annahme des Budgets alS einen notwendigen Beweis ihres Sieges bei den Wahlen. (Ge­lächter bei der Opposition.) Das HauS habe indessen daS Recht, bezüglich der daS Vetorecht deS Oberhauses betreffende» Resolution informiert zu werden, bevor seine endgültig« Stellungnahme zu dem Budget erfolge. Die durch dieseS Vorgehen bedingte Verzögerung, soweit sie die finanzielle Lage angehe, sei unbedeutend. Churchill erklärte schließlich, auf die Frage der Garantten eingehend, es sei nutzlos und töricht, einen bestimmten AkttonSplan aufzustellen, bevor nicht der Premierminister sagen könne, daß er über eine groß« Majorität verfüge, welche die das Oberhaus betreffenden Vorschläge unterstütze.Wir setzen unsere ganze Existenz dafür ein, diese Vorschläge zum Gesetz zu machen."

Die Verfassung für BoSnien. Die vom Kaiser von Oesterreich sanktionierte Verfassung für Bosnien und die Herzegowina bestimmt: Beide Länder bilden ein Verwal- tungSgebiet unter Leitung und Oberaufsicht des gemeinsamen Ministeriums. In die Kompetenz bei Landtages fallen die inneren Angelegenheiten Bosniens und der Herzegowina, auch daS Budgetrecht. Di« Gesetzentwürfe des Landtage- bedürfen der kaiserlichen Sanktion, nachdem die Regierungen beider Staaten der Monarchie ihnen zugestimmt. Der Land­tag wird in der Regel einmal im Jahre vom Kaiser ein* berufen. Der Kaiser ernennt alljährlich aus den Mitgliedern deS Landtags den Präsidenten und zwei Vizepräsidenten. Jede der drei Hauptkonfessionen des Landes muß im Prä­sidium vertreten sein. Die Geschäftsordnung enthält präzise Ordnung-bestimmungen für bit Landtag-beratungen. Den Abgeordneten wird volle Immunität gewährleistet. Für Angelegenheiten, an denen außer Bosnien und der Herze­gowina einer oder beide Staaten der Monarchie interessiert sind, wird ein 9gliedriger, durch den Landtag au- seiner Mitte gewählter LandeSrat eingerichtet als Beratungskörper mit konsultativer Stimme, worin die Konfessionen propor- tionell vertreten find. Die Grundprinzipien der allgemeinen bürgerlichen Recht« werben gesetzlich gewährleistet. Die Wahlordnung für bit 72 gewählten Abgeordneten ist bat drei Kurien-System auf konfessioneller Grundlage, in der zweiten und dritten Kuri« allgemeines, direkte- Wahlrecht. Die Landraqsmitglieder sind ersten- 20 Virilisten, darunter die Chefs sämtlicher Konfessionen; zweiten- 72 Abgeordnete, davon 16 Katholiken, 24 Jslamiten, 31 serbische Orthodoxe, 1 Israelit. Ferner werden veröffentlicht die Gesetze über das Vereins- und Versammlung-recht, entsprechend den in Oesterreich und Ungarn bestehenden, und ein Gesetz über di« Bezirk-räte, bit die kulturell« und ökonomischen Interessen ihre- Bezirk- wahren sollen.

Die Lage in Marokko. Im französischen Minister- rat teilte der Minister des Aeußern, Pichon, mit, er werd« jedenfalls eine offizielle Bestätigung der Nachricht erhalte», daß Muley Hafid die in Paris getroffenen Abkommen rath fiziert. Di« Nachricht von der Ratifizierung gelangt in dem Augenblick nach Frankreich, wo die von dem Gesandten Reg­nault abgeschickten Boten, die dem Sultan eine Bedenkzeit von 48 Stunden setzen sollten, auf dem Wege nach Fez seien, wo sie heute eintreffen würden. Die Mitteilung, die sie dem Sultan zu übergeben hatten, soll« außerdem nicht bloß die Ratifizierung der Abkommen, sondern auch ihr« praktische Durchführung sicherstellen. Si« habe bit Begleichung bei Schulden deS Maghzen, bk Vollmachten zur Zeichnung einer Anleihe, sowie die Einrichtung einer Kontroll« und Regulie­rung der Lage der französischen Militärmisston zum Gegen­stände. Der Ministerrat sprach die Ueberzeugung au-, el sei unter diesen Umständen kein Grund vorhanden, den Ver­tretern Frankreichs in Marokko neue Instruktionen zu geben über die Mitteilungen, die dem Sultan zu machen wären.

Einführung der allgemeine« Wehrpflicht iw Spanien. Der spanische Kriegsminister hat einem Bericht­erstatter desJmparcial" erklärt, er gedenke demnächst den Cortes einen Gesetzentwurf über die allgemeine Dienstpflicht vorzulegen. Das spanische Herr soll in 9 Armeekorps mit 22 Divisionen eingeteilt werden. Zwei Divisionen sollen in Ceuta und Melilla stationiert werden. Der Entwurf steht 800 000 Mann Linientruppen und 300 000 Mann Reserve- truppen vor. Der Kriegsminister ist auch mit der Aus­arbeitung eines Planes über die Reorganisation der Artillerie beschäftigt.

Sultan Abdul Hamid und seine Familie. DerMalin" meldet aus Saloniki, daß sich der entthronte Sultan Abdul Hamid bei guter Gesundheit befinde. Die Nachrickt van iemem plötzlichen Tod« iei wadrichrmlich