Erstes Blatt.
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General-Anzeiger
Amtliches Organ für $1aM= an) Fandkreis Kanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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16 Seiten.
Hierz«
„Amtliche Beilnne Nr. 1".
Amtliches.
Stadtkreis fianau.
I Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlnn«
am Mittwoch den 26. Januar 1910, nachmittags 5 Uhr.
Tagesordnung:
1. Enteignung des in bie Aepfelallee fallenden domänen- fiskaliicken Geländes.
2. Haushaltsplan der Oberrealschule für 1910.
8. DeSgl. der höheren Mädchenschule.
4. DeSgl. der Mittelschulen.
5. Desgl. der Volksschulen.
6. Desgl. der gewerblichen Fortbildungsschule.
7. Desgl. der kaufmännischen Fortbildungsschule.
8. Desgl. der Armenpflege.
9- Desgl. der Kleinkinderschule und Krippe.
10. Desgl. der Gaswerkskgsse.
11. Desgl. der Wasserw''rkskasse.
12. Desgl. der ElektriziiLtswerkökasse.
13. Desgl. des gemeinsamen Betriebs- und AusglcichSverlagS.
14. DeSgl. der Althananer Hosvitalkasse.
15. Wahl eines ArmenpflegerS für Karl Fr'tz.
16. Wahl eines ArmenpflegerS für S. Schwab.
17. Wahl eines ArmenpflegerS für W. Bein.
Hanau den 21. Januar 1910.
Der Stadiverordnkten-Dorsteher.
U t h, Justizrat. ' 2023
Bekauntmachung.
Die städtischen Körperschaften haben unter dem 16. November und 16. Dezember v. Is. beschlossen, die mit dem Bauflucktlinienplan „Vor dem Kanalplatz" am 7. Februar 1899 frstgesteUten Bnnlinien der Nutzallee — Ecke — Dor dem Kanaltor, abzuändern.
Nach erfolgter Zustimmung der Polizeibehörde zu dem Abänderungsplan wird dieser gemäß § 7 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 vom 24. d. MtS. an 4 Wochen lang auf dem städti'chen Vermessungsbureau, Ratbaus, Zimmer 21, während der Geschäftsstunden zu jedermanns Einsicht offen
I gelegt.
Einwendungen gegen den Abäuderungsplan sind innerhalb der Offenlegungsfi ist schriftlich oder mündlich bei uns an« zubringen.
Hanau den 20. Januar 1910.
Der Magistrat.
Dr. GebeschuS. 2021
Bekanntmachung.
Arbeitsuchende in der Zeit vom 15. bis 21. Januar 1910 :
1 Bau- und Möbelschreiner, 1 Cigarrenmacher, 2 C-garrenmacherinnen, 1 Aahr- bursche, 1 Heizer «. Maschinist, 2 Schmiede, 6 Taglölmer.
Hanau den 22. Januar 1910. 2043
Städtische Arbeitsvermittelnngsstelle.
Bekanntmachung.
Das Dienstzimmer des Hanptmeldeamts Hanan befindet sich vom 19. Januar b. Is. ab im Je«gha«s, Hanan, Paradeplatz, Eingang an der Hauptwache, 1. Stock.
Hanau den 18. Januar 1910.
Königliches Hauptmeldeamt. M 238
Konkursverfahren
An dem Konkursver'ahren über das Vermögen des Kaufmanns Konrad Hesterman« in Hanau, Inhabers der
Samstag den 22. Januar ««»>.«,.»<»««?»,.,s«». eos. 1910
Firma: Koch & Hestermann in Hanau, wird besonderer Termin zur Prüfung der nachträglich avgemeldeten Forderungen anberauml auf den
25. Februar 1910, vormittags 11 Uhr.
Hanau den 19. Januar 1910.
Königliches Amtsgericht 5. 2031
PfeckmIichttunAmin fit Öen Landkreis Hanan.
Samstag den 29. d. Mts, nachmittags 31/» Uhr, findet im Gasthaus »zum goldenen Löwen" in Hanau eine ordentliche Mitallederversammlung • statt. Zu dieser Versammlung werden die Vereinsmilglieder geladen und gebeten, recht zahlreich zu erscheinen.
Tagesordnung:
1. Mitteilung deS Vorsitzenden über die Tätigkeit deS Vereins im Jahre 1909.
2. Abhörung der Jahresrechnung pro 1909.
8. Wahl von Ersatzmännern für die statutengemäß auS- scheidenden Vorstandsmitglieder.
Ravolzhausen, 21. Januar 1910.
Der Vorsitzende.
Clauß. 2121
Gtsiiudcnt lind verlorene Gegenstände re.
Verloren: 1 Kneifer (beide Gläser etwas ausge- gebrochen), 1 weißer Muff (mit großen schwarzen Punkten), 1 Siegelring mit schwarzem Stein (Ritierkops), 1 schwarzer Damenhandschuh, 1 gelbrS Herrenportemonnaie mit 6 bis 7 Mark, 1 gelber Haarpfeil.
Entlaufen: 1 sckwarzbrauner KriegShund, m. Geschl. Hanau den 22. Januar 1910.
Politilcbe RundTcbaa.
#eer und Flotte. Am Kaisergeburtstag kommen in der Regel Abschiedsbewilligungen im Heere nicht heraus. Es geschieht dieS schon vorher und so wurde bereits gestern eine Anzahl von Personalveränderungen im Heere bekanntgegeben. So wurde Oberstleutnant z. D. Matihei, Bezirkskommandeur in Paderborn, von dieser Stellung enthoben und dem Generalkommando de» 8. Armeekorps zugeteilt ; unter Stellung zur Disposition wurden zu Dezirk^kommandeuren ernannt die Majore Schimmelfennig, Infanterie-Regiment 112 in Paderborn, Koch, Jnf.-Regt. 171 in Barmen, Major Frhr. von Richlhofen, Jnf.-Regt. 148, wurde zum SiabSosfisier Bezirks- kommando Hannover ernannt. Zu PferdevormusterungS- Kommissaren wurden ernannt Oberstlt. Falbe, Kommandeur im Traiu-Bat. 1 in Lotzen, Major Neubauer, Jeldart.-Regt.
55 in Alleustein. Unter Stellung zur Disposition wurden sodann zur Dienstleistung kommandiert, Obersilt. Dorlies, Jnf.-Regt. 30, beim Bezirkskommando Detmold, die Majore Loerbroks, Jnf.-Regt. 29, beim Bezirkskomniando Neuwied, v. Asmuth, Jnf.-Regt. 26, beim Art.-Depot Hannover, Gießelmann, Jnf.-Regt. 27, beim Art.-Depot Erfurt. Major Jancke. Gren.-Regt. 4, wurde zur Dienstleistung beim Bezilkskoinmando Erfurt kommandiert, Haupim. Mors, Jnf.-Regt. 55, wurde als Kompanieführer zur Unterofsizier- schule in Dieblich, Hauptm. v. Klützow, Jnf.-Regt. 156, ins Jnf.-Regt. 173, Hauptm. z. D. Döllner Hundt, bisher in Lennep als Bezirksot'fizier, zum Landw.-Dez. Kiel versetzt. Es wurden zu Bezirksoffizieren ernannt die Hauptleute Jany, Jnf.-Regt. 27, beim Bezirkskommando Neuial; a. O., Otto, Jnf.-Regt. 138, beim Bezirkskommaudo St. Wendel, von Tschirnhaus, Jnf.-Regt. 145, beim Landw. Bez. Leitnep, in den höheren Stellen fanden einige Verabickiedullgen statt; so wurden ztir Disvosition gestellt die Obersten und Regi» mentskommandeure Hofrichter, Jnf.-Regt. 18, von Müller, Feldait.-Regt. 42, v. Normann, Feldart.-Regt. 73, Nkajor Bartenstein, Jnf.-Regt. 95, mit dem Charakter als Oberstlt., Obeist Bell, Kommandeur im Feldart.-Regt. 59, der Abschied bewilligt, desgl. dem Oberstlt. Holtz, Kommandeur i'n Felda,t.-Regt. 54, mit dem Charakter als Oberst, dem Major Freiherr» Tr usch v. Butt'-ar-Biandensels, Jns.-Regt. 65, mit dem Charakter als Oberßlt., Oberstl. Freiherr von Schlei,,^, Jul.-Regt. 62, versetzt wurde Oberlt. von der Dcck n, Kür.-Reg«. 8, in das Nlan.-Regt. 8. ^Eine Anzahl von Difhieren sch ed aus der Sckutztruppe für «Ludwejtafrika aus und wurde im Heere wiederangesteUt.
Ein- Krleqscrktärttttg flegen die nattonal- liberals Partei. Die Berliuer „Deu.sche Tageszeitung bringt in ihrer Freitag-Abendausgabe eine Krie.,serllä>ung des Bundes der Landwirte an den Nalional!ibe>alismus Balsermannicker Nichluno. In der lânQcren Au»eitlander-
setzilng heißt eS, daß der Bund der Landwirte in keiner Weise mehr irgend etwaS mit dem RationalliberaliSmuS Bassermannscher Richtung zu tun haben kann und zu tun haben wird. Ein Zusammengehen irgend welcher Art sei für die Zukunft völlig auSgeschlosten. Mit dem National- liberaliSmuS aber derer von Heyl und Graf Oriola wurde der Bund auch später zusammengehen. Diese National- liberalen werde er gegebenenfalls bei den Wahlen unterstützen. Der Kampf, den der Bund der Landwirte notgedrungen führen müsse und mit der erforderlichen Schärfe führen rorrbe, gelte nur dem sogenannten NationalliberaliS- muS Bassermannscher Richtung.
Wirkungen moderner Schiffsgeschütze. Wenn unsere Marineverwaltung der Ausbildung im Schießen mit Sckiffsgeschützen die größte Aufmerksamkeit zuwendet und bit Schießübungen von Jahr zu Jahr vermehrt wurden, so ist die- in der auch beim Landheere gültigen Taktik der deutschen Marine begründet, sich sofort die Feuerüberlegenheit zu sichern und den Gegner durch einen Hagel von Geschossen niederzukämpfen und zu vernichten. Die Richtigkeit dieses Standpunktes haben die Vorgänge deS russisch-japanischen Krieges auf das unzweideutigste gezeigt, bie die Rolle bet Artillerie so scharf hervortreten ließen. Wie sehr zudeR auch die erhöhte Durchschlagskraft der neuen großen Kaliber und die gesteigerte Sprengwirkung der Panzergeschosie die an die Sckießllistungen zu stellenden Ansprüche erhöht, dafür geben auch die Ergebniffe der vom 9. August bis 30. November v. Js. auSgeführten Schießve, suche gegen bai französische Linienschiff »Jèna* beachtenswerte Fingerzeige. Die „Marine-Rundschau" widmet in ihrer Januar-Nummer jenen Schießversncken einen längeren Artikel, auS dem hrer der Hinweis hervorgehoben sei, daß nach vokliegenden Nachrichten die Erschütterungen der „Jäna" bereite bei den erste« Treffern so stark gewesen sind, daß sämtliche Befehlsüber- mittelungsapparate, insbesondere auch der Artilleriebefehls- avparat von Germain, unbrauchbar wurden, so daß keine Verbindung mehr zwischen dem Kommandoturm und de« Geschützen bestand. Ein auf den unteren Teil des Gürtel- panzerS treffendes Geschoß zerstörte durch die Gewalt seiner Detonation die elektrische Leitungen vollständig, die drei DeckS höher lagen. Es wird daraus bie Folgerung gezogen, daß es bei Beginn des Gefecht» von größter Wichtigkeit ist, vor dem Gegner eingeschlossen zu sein, da eS nach den ersten an Bord deS eigenen Schiffe» eingescklagenen Treffern infolge Versagen» der Defehlsapparate nicht mehr möglich sei« werde, sich einzuschießen. Daneben ergibt sich daraus die Notwendigkeit, die Geschützführer zu hoher Selbständigkeit zu erziehen, damit sie auch ohne Leitung zu schießen imstande sind.
Französtsckle Kammer. Auf verschiedene, das Laien- sckulwesen betrrffend« Interpellationen erklärte Ministerpräsident Briand, die Kirche habe mit Worten de» Kampfes auf die zum Frieden mahnenden Stimmen geantwortet. ES gäbe Katholiken, die keinen Frieden wünschten, weil er ihre« Plänen hinderlich sei. (Beifall.) Die MehrheitSparteie« und die die Sacke de» Friedens verfechtenden Kalholikm würden als Verräter hingestellt; der ausgebrochene Kampf sei einem gemeinsamen Plane der Gegner der Republik entsprungen. Die Bischöfe seien leichtsinnig geworden; al# sie an den Kundgebungen teilnahmen, hätten sie eS wohl zu spüren bekommen. Demgemäß hätten die Bischöfe von Versailles und Nizza und andere die Einschränkung deS Kampfe» empfohlen. Der Ministerpräsident erklärte ferner, er sei einer Aussprache der Familienväter mit den Lehrern nicht entgegen unter der Bedingung, daß sie aufrichtig sei. Die Regierung sei entschlossen, die Lehi er gegen ungerechte Angriffe zu ver* leidigen; sie habe das größte Vertrauen zu ihnen. Die geaenwärtigen Beratungen hätten ihnen ein klareres Bewußtsein von der Wichtigkeit ihrer Aufgabe gegeben. (Anhaltender Beifall bei der Mehrheit.)
D!e englischen Wahlen.
Landen, 21. Jan. Die heutigen Wahlergebnisse zeigen eine ebenso günstige Tendenz für die Unionisten, wie die gestrigen. In Schottland errangen die Unionisten heute einen unerwarteten Sieg, da der Unionist Lord Tullibardine gewählt wurde. Sie gewinnen damit den dritten Sitz in Schottland. In Gaffron Walder spielte sich bei der Niederlage des Liberalen Pease eine außergewöhnliche Szene ab. Dieser mußte nämlich von Polizeibeamten nach seiner Wohnung geleitet werden, während der siegreiche Unionist auf einen Stuhl gesetzt und in feierlichem Zuge durch die Stadt getragen wurde. Die Wahlsiege der Unionisten in den Grafschaften werden besonders der Abstimmung der Landbevölkerung zug schrieben. — Bis 5 Uhr nachmittags waren folgende Wahliesultate bekannt: 181 Unionisten, 149 Liberal«, 32 Mitglieder der Arbeiterpartei und 58 Nationalisten. Di»