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Die «tajelae Nummer teilet 10 Bffr
iUtatieiilbnuf ueb Berlefl der Buchdrucker« bd Httta.
General-Anzeiger
Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan.
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Baanhuotfl. Nrdakteurr E. Schrecke, le Beee»
9?L 17 ^ernsprechanschlttft Nr. 605»
Frcitag den 21. Jannar
Ferufprechanschlntz Nr. 605» 1910
Amtliches Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.
Die im Stadtschloß (Friedrichsbau) gleicher Erde befindliche Wohnung, bestehend aus 5 Zimmern und Zubehör ist vom 1. April 1910 ab tu vermieten.
Auskunft wird erteilt im Rathaus Zimmer Nr. 11. Hanau den 11 Januar 1910.
Der Oberbürgermeister.
Z. B.: Hild. 1053
Steuererhebung.
Die binziehnna der Stenern und de- Schulgeldes für die Monate Januar / März d. J-. hat begonnen.
An Stelle der Barzahlungen werden Schecks, (Plahanweisunfen ausgefchloffen) welche aus die Neichsbank, den Hanauer Kreditverein oder aus eines der hiesigen Bankhäuser bezogen sind, angenommen; hierbei wird bemerkt, daff die Aussteller und die Indossanten sür die Einlösung der Schecks basten und daff die von den Kaffen ausgestellten Quittungen (die zum Zeichen, daff Zahluna nicht in bar er- solgt, mit dem Stempel „dnrch Scheck bev^tM versel en werden) ke'ne Gültkakeit haben, sobald die Einlösuuft der Schecks durch die Bezogene» abgelehnt wird.
Einzahlungen durch die Post sind zulässig, jedoch hat der Steuerzahler Porto und Bestellgeld zu tragen.
Gleichzeitig wird daraus hingewiesen, daff Inhaber von Guthaben bei der Stadt. Sparkasse Zahlung durch Neberweisung von ihrem Spar- kaffengutbaben leisten können. Zu diesem Zwecke haben Sparer, die von dieser Einrichtung Gebrauch machen wollen, die Steuerzettet mit den Sparbüchern bei der Sparkaffe abzugeben; die Papiere werden nach Eintragung der Neber« Weisung als Rückzahlung und nach Abstempelung der Steuerzettel dem Sparer alsbald zurückge- peben. Es wird jedoch bemerkt, daff Steuer- überweisungen seitens der Sparkaffe nur bis zum letzten Fälligkeitstage — 15. Februar d. Js. — stattsinden können und nach diesem Tage Zahlung an die Steuerkaffe zu erfolgen bat.
Die Steuerkaffe befindet sich im Nathan- (Neustadt) Zimmer Nr. 3, Erdgeschost rechts, und ist sür Einrahlungen täglich vormittags von 8">—12*/« Nhr (vom L/3« 1910 ab von 8 Uhr) geöffnet.
Schluff des Zahlungstermins ist der 15. Februar d. Js.
Hanau am 17. Januar 1910»
Stadtkasse.in?
Plcnarsitznniz der HandclSkammcr
am Freitag den 28. Januar er., nachm. 41/« Uhr, im Sitzungssaale der Handelskammer (Stadtschloß).
Tagesordnung:
1. Protokoklgenehmigung.
2. Einführung der neuen Handelskammer-Mitglieder.
3. Konstituierung der Handelskammer für 1910.
4. Beeidigung eines Probierers für Kali und andere Salze.
5. Jahresbericht für 1909.
6- ^usammenieyung der Ausschüsse und Fachausschüsse der Handelskammer für 1910.
7, Etais-Voranicblag und Erhebung von Handelskammer- Beiträgen für 1910/11.
8. Benennung zweier S chverstândigen für das Baugewerbe.
9. Ausscheiden zweier Düch rrevisoren.
10. Steuerpflicht der Filialen auswärtiger Firmen.
II. Schutznist für Werke der Tonkunst.
12. Muteldeuticher Arbeitsnachweis' Verband.
13. Mitteilungen.
14. Berkchr^angeleqenhriten.
Hanau den 20. Januar 1910.
Die Handelskammer.
Canthal.
Der Syndikus.
1905 Dr. phiL Grambow.
Siegen geblieben im Brausebad: 1 Haarbürste und 1 Taschenkamm. Abzuholen auf dem Geschäft-zimmer der Armenverwaltung.
Hanau den 19. Januar 1910. 1879
Gcfmidtilt und verlorene Gegenstliiide rc.
Gefunden: 2 kleine Gummiballen, 1 Portemonnaie mit 2,21 Mk. (in der Weihnachtswoche in der Frankfurter« strafte), 1 Schere.
Verloren: 1 brauner Kinderhandschuh mit roten Punkten fünfer), 1 Regeo-Lederdecke gez. E. F. D. (auf der Straße Roßdorf— Hanau), 1 großes Portemonnaie ohne Inhalt, 1 brauner Muff (vor Weihnachten in einem Geschält liegen gelassen), 1 goldenes Kettenarmband und 1 goldene Gürtelnadel mit Saphir und 1 Brillanten.
Hanau den 21. Januar 1910.
Politische Rundschau.
Die Budgetkommission befaßte sich mit der telegraphischen Beschwerde der Lüderitzbucht gegen den Staatssekretär Dernburg. E- wurde allgemein die schärfste Mißbilligung über da- Telegramm ausgesprochen wegen der alles Maß überschreitenden Form. Die Abgeordneten Ahrendt (Rpt.) und Erzberger (Ztr.) wiesen auf etwaige Hintermänner der Beschwerdeführer der Lüderitzbucht hin. Staatssekretär Dernburg erklärte, er nehme die Angriffe nicht persönlich und meinte, man solle nicht auf den Inhalt deS Telegramm-, sondern auf Grund der in Aussicht gestellten näheren Mitteilungen zu einem definitiven Schluß kommen.. Schließlich wurde die Petition einstimmig durch die bisherigen Beschlüsse für erledigt erklärt. Die Kommission begann darauf die Beratung deS Haupietat- der Kolonialverwaltung und überwieS auf Vorschlag Semler- die DesoldilngSordnung an die Sub- fommüfion. Nächste S tzung Freitag.
Die Budgetkommission des Abgeordnetenhauses begann gestern oormittaq die Beratung de» Etat-. Zunächst lag ein konservativer Antrag über die Untersuchung der staatlichen Dergwerksverwaltung vor. Nach längerer Diskussion wu^de der Antrag angenommen, eine Unter» sucbuugskommission von fünf Mitgliedern einzusetzen mit dem Auftrag», zu prüfen, in welcher Weise die staatliche Berg- werksvrrwaltung unbeschadet ihrer sozialpolitischen und wirtschaftlichen Aufgaben einträglicher als bisher gemacht werden kann und über das Ergebnis der Untersuchungen der Budgetkommission einen schriftlichen Bericht zu erstatten. Sodann wurde mit der Beratung des Etat» der landwirtschaftlichen Verwaltung begonnen. Die Einnahmen winden nach mancherlei Anfragen, die vom RegierungStisch erledigt wurden, unverändert genehmigt. Bei den dauernden Ausgaben erklärte der Minister, das ein Wassergesetz in Vorbereitung sei und voraussichtlich noch im nächsten Jahre dem Hause vorgelegt werden wurde. Aus der Kommission wurde angeregt, da» Umlegeverfabren auch für Bauland gesetzlich zn fixieren. Der Minister erkläre, es sei nicht angebracht, durch einen geietz- lichen Eingriff den Entschließungen der Jinmediatkommission für die Verwaltungsreform vorzugreifen. Das Zentrum regte an, daß neben den gewerbetecbnischen Sachverständigen auch noch landwirtschaftliche Sachverständige zugezogen werden bczw. neben dem j^anbelSminifter auch noch der Landwirtschaft minister zu entscheiden haben solle im Falle der Zu- lastung von Gewerbebetrieben, die die ländliche Umgebung zu schädigen geeignet sind. Bei der Frage der landwirtschaftlichen Hochschule wurde vom Zentrum und den National- liberalen angeregt, de Honorierung der Dozentenschaft in der Richtung zu r>formieren, daß die Lehrpersonen dieser Hoch- schtilen denen der andern gleichgestellt würden. Die Beratung wird nachmittags forige'etzt.
Der Name der künftigen freisinnigen Einheitspartei. Der Vorschlag, ^Fortschrittspartei" statt ^Deutsche Freisinnige Vo>kopartei" als Rainen für die neue einheitliche link^Uberale Partei zu wählen, stößt auf den Widerspruch der Deutschen Volkspartei. Der Abg. Storz von der Deutschen Volkspa'tei hat sich für seine Person m t dem Namen „Fortschrittspartei" einverstanden erklärt. AVer der Frankf. Ztg." wird aus Karlsruhe „auf das bestimmteste" versichert, „daß weder der engere noch der weitere Ausschuß der D'U'schen Volkspartei die'« Ansicht des verrn ©ton teilt.* Angesicht- der unter der volksparte'l'chen Wählerschaft Süddeutschla"ds bestehenden Anschauung scheine eS wohl eine Unmöglichkeit, dem Ramen Foriichritt-partel in weiteren Kreisen die erforderliche Volkstümlichkeit zu ver- febaffen.* — Schon die Einigung auf einen gemeinschaftlichen Namen scheint also erhebliche Schwierigkeiten zu machen.
Der französische Senat nahm mehrere Artikel bei Gesetzentwurfes über die Altersversicherung an und setzte insbesondere fest, daß die in Frankreich wohnenden ausländischen Arbeiter bezüglich bei AlterSoersicherung-gesetzes denselben Bestimmungen unterworfen werden sollen wie die Franzosen. Die ausländischen Arbeiter werden außerordentliche Zuwendungen genießen, welche auS den Beiträgen ihrer Arbeitgeber und den Budgetüberschüssen herrühren, wenn Verträge mit ihren GeburtSlândein französischen Staatsangehörigen dieselbe Behandlung garantieren. — Der Antrag Humbert, wonach die gegenwärtig der Armee deS Mutterlandes einverleibten, besonder» gefährlichen Apachen im Versetzung»- wege den afrikanischen DiSziplinarbataillonen zugeteilt werden sollen, wurde an den HeeresauSschuß verwiesen. In der Begründung bei Anträge» heißt ei, daß der gegenwärtige Zustand geradezu eine öffentliche Gefahr bilde und deshalb nicht bis zur Abänderung bei Rekrutengesetze» gewartet werden dürfe.
Die englischen Wahlen.
London, 20. Januar, 3 Uhr nachm. Gewählt find: 158 Unionisten, 131 Liberale, 26 Mitglieder der Arbeiterpartei und 51 Rationalisten. Die Konservativen gewannen bi» setzt 69 Sitze, während bei dm anderen Parteien die Gewinnziffer unverändert ist. Staatssekretär Sir Edward Grey wurde in Berwick wiedrrqewählt.
London, 20. Januar, 10 Uhr abends. Bis setzt find gewählt: 159 Unionisten, 134 Liberale, 27 Vertreter der Arbeiterpartei und 53 Nationalisten. Die Unionisten gewannen 70, die Liberalen 9 und die Arbeiterpartei 1 Sitz. Die Wahl bei Staat-lrkretâr- Sir Edward Gretz in Berwick erfolgte mit 5010 Stimmen, während der Unionist 3327 Stimmen erhielt. Der Arbeiterführer Keir Hardie wurde in Merthyr-Tydvill wiedergewählt.
Hus aller Mett.
Dte Farnlllentragödie in Rostock, ist jetzt durch das Geständnis bei verhafteten Ehemanne» Dietrich aulgeklärt worden. Er gab an, daß er und seine 73jährig« Schwiegermutter Henriette Ahrendt seine 33jährige Frau ermordet haben. Veide, der Mann und seine Frau, hatten beschlossen, gemeinsam au» dem Leben zu scheiden. Eines Morgens zwischen 5 und 6 Uhr verließen sie die Wohnung in Begleitung der Schwiegermutter. Dietrich nahm einen Revolver mit und gab auf einem Acker unweit Rostock auf seine Ehefrau zwei Schüsse in die Schläfe bzw. auf die Brust ab, bi» aber nicht tätlich wirkten. Alle drei kehrten darauf in ihre Wohnung zurück. Dort schnitt Dietrich seiner Frau die Pulsadern auf. Schließlich nahmen Dietrich und bis Schwiegermutter die Frau und hängten sie an einem Pfosten der Stubentür auf. 3»§t starb die Arme. Die Schwiegermutter nahm an, daß der Schwiegersohn sich auch erhänge« würde und fam nachmittags um 5 Uhr mit Verwandte» zurück. AIS sie die Wohnung betraten, fanden sie die Tochter im Bette tot, den Schwiegersohn aber betrunken am Ofen vor. ES wurde Anzeige erstattet. Auf das Geständnit des Schwiegersohnes hin wurde jetzt auch die Schwiegermutter verhaftet, und sie hat die Angaben ihres Mittäters bestätigt.
Mordversuch eines Brandstifter». Aus Altenburg (Sachsen-Altenburg) wird berichtet: In einer Drogenhandlung in der Teichstraße wurde ein Brandstifter dabei überrascht. als er gerade den Benzinbehälter öffnete. Er versetzt« dem Gehilfen, der ihn festnehmen wollte, zwei Stiche und schlug ihn darauf mit einem Beil nieder. Der Täter ist unerkannt entkommen.
Eine 2 Millionen Dollar-Stiftung für Waisenkinder errichtete der amerikanische Naturforscher Henry Elliott. SS interessiert bei d eser Gelegenheit vielleicht, daß nach Mitteilung eines Chicagoer Blattes im Jahre 1909 von reichen Amerikanern über 600 Millionen Mark für gemeinnützig« Zivecke gestiftet wurden. Trotzdem der bekannte Rockefeller an dieser Riefensumme stark beteiligt ist, ist seine Popularität doch nur so schwach, daß er jetzt mit der seinerzeit ange- fünbiqten persönlichen Leibwache Ernst gemacht hat. Di^ selbe, aus sieben herkulischen KerlS bestehend, wurde kürzuch von dem Sheriff in Newyork vereidigt.
Tief gesunken. In der Reujahrsnacht wurde in London ein Einbrecher in hartem Kampf mit Polizisten erschossen. Der Mann ist jetzt alS der Sohn eines LordS festgestellt worden. , .
Der Zigeunerbaron. Die Hamburger Krnr malpolrzet fahndet nach einem Kaffeehautzgeiger, einem Zigeuner, der zwei Damen gleichzeitig heiratete, sie auöplünderte und dan« verschwand.
Starker Schneefall im Salzkammergut. Im Salzkammergut richteten riesige Schneefälle viele Verkehrsstörungen an. Die elektrischen Bahnen befinden sich außer Betrieb. Alle Telephonleitungen sind unterbrochen. Die Elektrizitätswerke sind gestört. 'Wagenverkehr ist fast unmöglich. D« Schaden ist groß.