!•♦ Au«
MenStaq
Veste 5
es heißt: Gießener Regatta! Die Mainzer Rudergesellschaft startet am Sonntag den 17. Juli in Gießen mit ihrer Senior- Mannschaft um den Preis der Stadt Gießen, außerdem verteidigt sie den Preis des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen, welchen die Mainzer Rudergesellschaft bereits zweimal gewonnen hat. Sie findet daselbst scharfe Konkurrenz in der Hanauer Rudergesellschaft 1879, welche vorigen Sonntag den Ludwigshafenern gegenüber so brillant abgeschnitten hat. DaS offizielle Organ „Der Wassersport" schreibt von den 79ern, Ludwigshafen kann nur nach Kampf gegen die vorzüglichen Hanauer Mannschaften gewinnen. — Und diese hervorragenden Urteile über unsere 79er fanden vorgestern in Gießen ihre Bestätigung, die beiden erstklassigen Vierer wurden brillant gewonnen und der Achter nur durch Kollisston verloren, beide Mannschaften, Vierer und Achter sind tadellos und erstklassig. Volles Lob verdienen die 8 Herren für die willige Hingabe in dem langen, schweren Training, für die zähe Ausdauer, mit der sie ihre Rennen gegen die schweren Konkurrenzen fuhren. Im Vierer saßen die Herren Stock (Schlag), Heusohn, Stobbe und Krolikowski, ergänzt im Achter durch die Herren
BraunwelI,
Spielmann und
Lang. — Nun find die schweren Training-zeiten vorüber, mit höchster Achtung spricht die Sportwelt von den Hanauer 79ern, möchte man nun in Hanau selbst nicht zurückstehen und das Streben der Gesellschaft mehr unterstützen, als es seither der Fall war. Dieser gesunde und erzieherische und dabei so schöne Sport sollte doch in unserem so sportbe- kannten Hanau mehr Anerkennung und Unterstützung finden.
* Hanauer Verschönerungsverein. Bei dem vom Hanauer Verschönerungsverein veranstalteten Wettbewerb im Balkon - und Fen sterschmuck sind vom Preisrichterkollegium nachstehende Preise bestimmt worden: Vereinspreise in Klasse 1: Herrn Friedrich Rohde, Rückertstr. 14, den 2. Preis, Herrn Direktor Georg Schönberger, Hessenstr. 9, den 3. Preis; in Klasse 2; Herrn Adolf Almeroth, Langstr. 60, den 1. Preis, Herrn Rechnungsrat Andr. Holm, Friedbergerstr. 7, den 2. Pr., Herrn Ferd. Kalb, Spessartstr. 15, den 3. Pr., Herrn Georg Wirth, Speffartstr. 21, den 4. Pr.; ferner in dieser Klaffe lobende Anerkennnng: Herrn Martin Rumpf, Speffartstr. 8, Herrn Otto Backes, Marienstr. 3, Herrn Jean Specht, Gartenstr. 12. Weitere Preise wurden bestimmt: in Klasse 2: Herrn Paul Lauser, Uferstr. 17, den 1. Preis; ferner lobende Anerkennung in dieser Klaffe: Herrn Georg Lamy, Geibelstr. 11, Herrn Gust. Schütze, Leipzigerstr. 26 ; in Klasse 3 : Herrn Georg Karber , Hintergaffe 1, den 1. Preis, Fräulein Louise Trabert, Salzstr. 21, den 2. Pr., Herrn Aug. Schumann, Au- heimerweg 2, den 3. Pr., Frau Elise Lang, Hirschstr. 5, den 4. Pr., Frau K. Jörg Wtw., Rebeng., Ältst., den 5. Pr., Herrn Wilh. Funk, Wolfstr. 8, den 6. Pr.; ferner lobende Anerkennung in dieser Klaffe: Frau F. G e r l a ch, Schützenstr. 33, Frau P. Pohl, Schützenstr. 22, Frau Emil Neidig, Schnurstr. 12, Frau Gottfr. Appel, Auheimerweg 19, Landwirtschaftliche Ein- und Verkaufsstelle Güterbahnhofstraße 19, Herrn Ludw. Franz, Vorstadt 14, Herrn Emil Gerlach, Bruchköbelerlandstr. 47, Herrn W. Scheffer, Huttenstr. 15. — Die Preise können von morgen Mittwoch ab in derKunstgärtnerei T h. H o l z s ch u h (Inh.: Alex. Holzschuh) abgeholt werden.
* Fahrpreisermäßigung auf der Kahlgrund- Eisenbahn. Um den Schülern und deren Angehörigen Gelegenheit zu geben, ohne bedeutende Reisekosten die herrlichen Berge und Wälder des V o r s p e s s a r t und deS Kahlgrundes während des Monats Juli 1910 besuchen zu können, werden auf der Lokalbahn Kahl—Schöllkrippen von Station Kahl nach H e r r e n m ü h l e auch an Werktagen Sonntagskarten (gültig zur Hin- und Rückfahrt zum einfachen Fahrpreis) ausgegeben.
* Frauen- und Mädchen-Abteilung des Turn- «nd Fechtklub. Mittwoch den 20. Juli Turngang durch die Bulau nach den Kahler Steinbrüchen. Abmarsch 21/* Uhr vom Nürnbergertor. Angehörige, die nicht gehen wollen, können 3.11 Uhr oder 3.58 Uhr nachfahren.
• Turn- und Fechtklub e. V. Die Turner, welche den Sonderzug nach Kreuznach am Festsonntag ab Hanau- Ost 5.38 Uhr benutzen wollen, bitten wir, dies spätestens bis Freitag den 22. Juli dem Vorstand mitteilen zu wollen.
* Kurort Wilhelmsbad. Morgen nachmittag von 4 Uhr ab findet zu Wilhelmsbad großes Militär-Konzert statt, ausgeführt von der Kapelle des Thüring. Manen-Regiments Nr. 6.
* Ein Logisschwindler und sein Freund. Am 14. Mai d. Js. verhaftete die Kriminalpolizei hier einen Mann, der sich unter dem Namen Monteur Hubert Schneider aus Groß-Borstel bei einem Goldarbeiter einlogiert hatte, in dem Augenblick, als er einen wertvollen Damenmantel einem hiesigen Gastwirt zum Kaufe anbot. Gleichzeitig mit ihm sestgenommen wurde sein Freund, der Dekorateur Heittrich Laue, der am Abend des 13. Mai aus dem Gepäckraum deS Hauptpersonenbahnhofes in Frankfurt a. M. einen Koffer mit feiner Damenwäsche, dem auch der dem Gastwirt angebotene Mantel entnommen war, im Werte von 461 Mark gestohlen hatte. Als die Polizei die Papiere des sistierten Schneider einer genauen Durchsicht unterzog, entpuppte sich der Herr „Monteur" als der Schlächtergeselle Hubert O t t e, der in Frankfurt, Mainz und mehreren anderen Städten Logisschwindeleien verübt hatte und dieserhalb eine „gesuchte Persönlichkeit" war. Otte suchte sein Leben dadurch zu fristen, daß er seinen Logisleuten momentane Geldnot vorflunkerte und dann um Darlehen prellte. Um diese zu überzeugen, daß sie es mit einem ehrlichen Menschen zu tun
hätten, schrieb Otte unter Angabe seiner jeweiligen neuen Wohnung und einer x-beliebigen bekannten Firma seines Ausenthaltsortes, bei der er auf Montage beschäftigt sei.
UHjenigaiieouCB, vti oti sv uuj u/cvinugc uqiyu|uyi । vi, etnsionu „jum i‘»«“ri • .
einen fingierten Brief an seinen Vater. in dem er ihn um 4 Französischer Klub: Zusammen an >m
Uebersendung von Lebensmitteln und eines größeren Geld- Stenographen-Verein Gabelsberger (Lokal: „Concordia", Einaano Parade-
betrageS bat. Während er dieses Schreiben in seinem r ......
Zimmer offen hinlegte, daß bie Logisleute Einblick in dasselbe nehmen konnten, entfernte er sich auf einige Zeit. Nach seiner Rückkehr unternahm er dann den Pumpversuch und
führte, sobald Zweifel in seine Angaben gesetzt wurden, als Richtigkeit derselben den offen daliegenden Brief als Beweis an, indem er als selbstverständlich voraussetzte, daß die Leute während seiner Abwesenheit einen Blick in denselben getan hatten, mithin von demJnhalt unterrichtet waren. In vielen Fällen gelang es ihm auf diese Weise, die Leute zu täuschen, um Geldbeträge zu prellen und dann zu verschwinden, um andere Leichtgläubige auf gleiche oder ähnliche Weise hineizulegen. So auch hier in Hanau, wo er seinen Logisherrn um ein Darlehen von 15 Mk. anging. Ehe ihm dieses aber auSgehändigt wurde, erkundigte man sich telephonisch bei der Firma, bei welcher Otte angegeben hatte auf Montage beschäftigt zu sein und die Unrichtigkeit seiner Angaben stellte sich heraus, worauf die Polizei sich seiner versicherte. An dem Diebstahl des Koffers war Otte nicht beteiligt, er hatte lediglich den Mantel von Laue zum Verkauf bekommen, welchen Erlös beide sich später teilen wollten. Die Strafkammer, die sich gestern mit den beiden geriebenen, schon öfters vorbestraften Burschen beschäftigte, verurteilte Otte wegen der von ihm begangenen Hehlerei und Betrügereien und weil er durch die Angabe eines falschen Namens bei seiner Festnahme und Einlieferung ins Gefängnis einen unrichtigen Eintrag in das Gefangenenregister verschuldete, zu 3 Jahren 1 Woche Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust, Laue wegen Diebstahls zu 5 Monaten Gefängnis.
* Alkoholvergiftung. Ein junger Silberschmied mußte gestern in das Landkrankenhaus gebracht werden, da sich Vergiftungserscheinungen bei ihm einstellten. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß Alkoholvergiftung vorlag.,
* Sommerfest. Am kommenden Sonntag den 24. Juli veranstaltet der „Gesangverein Fröhlichkeit" in den Räumen deS „Deutschen HauseS" von nachmittags 4 Uhr ab ein Sommerfest und ist für angenehme Unterhaltung in jeder Weise Sorge getragen. Konzert und Gesang, turnerische Aufführungen dek „Turnvereins Hanau* wechseln in bunter Reihenfolge, dazwischen hat man Gelegenheit am Schießstand Aug' und Hand zu Üben oder aber beim Preiskegeln und der Tombola sein Glück zu versuchen. Für die Kinder gibt es eine Gartenpolonaise, für die Großen wird im Saal zum Tanz aufgespielt. Freunde und Gönner sind herzlich willkommen.
* Jugendbund I Am Sonntag den 24. Juli hält der „Jugendbund" sein erstes Gartenfest in dem schönen gemütlichen Garten des Restaurants zum Löwengärtchen ab. Das „Komitee" ist mit den Vorarbeiten schon längere Zeit eifrigst beschäftigt und wird eS nach dessen Vorbereitungen an genügender Unterhaltung wie PreiSkegeln und Preisschießen, Konzert, Tanz sowie Vorträgen von Chören, Quartetten und Solis nicht mangeln. Es sind daher beim „Jugendbund" sicher ein paar recht fidele Stunden zu erwarten und wolle deshalb ein jeder, der sich wieder einmal recht gut amüsieren will, das Gartenfest am 24. Juli im Löwengärtchen besuchen. Näh. folgt noch durch Annonce.
* Konzerthaus Wiener Spitze. Das moderne Varieté-, Lustspiel- und Possen-Ensembles Superbe wird ab 21. dS. Mts. Gastspiele im obigen Lokale veranstalten. Das Programm dieses Ensembles ist sehr vielseitig und abwechselungsreich, es treten nur erstklassige Kräfte auf. Wer sich einige genußreiche, wirklich humorvolle Stunden bereiten will, versäume nicht die Soirèen dieses Ensembles zu besuchen, alles andere ist in der morgigen Annonce und den Plakaten zu ersehen.
* Mainwafferwärme heute vormittag 17 Grad.
x Großkrotzenburg, 18. Juli. (SLngerzu - sammenkunft.) Am gestrigen Sonntag trafen sich im Restaurant „Zum Niederwald" dahier die unter Leitung des Herrn Winnen- Großauheim stehenden Gesangvereine aus Dettingen, Dörnigheim, Großauheim, Kahl, Mainflingen und Niederrodenbach, um bei Gesang und geselliger Unterhaltung einige vergnügte Stunden zu verbringen. Die herrschende vortreffliche Stimmung, zu der jeder Verein nach besten Kräften durch den Vortrag schöner Chöre beitrug, war ein Beweis, daß derartige Zusammenkünfte von Vereinen, die unter einem Dirigenten stehen, dazu beitragen, die Sangkslust und Geselligkeit unter diesen zu fördern. Wit dem Wunsche, sich bald wieder bei einem solch „friedlichen Wettstreit" zu treffen, trennten sich abends die Sangesbrüder.
Vereins- n. Ver mügnng snachrrchten
für Dienstag den 19. Juli.
Blaukreuz-Verein: Abends 8'/» Uhr: Nutzallee 22.
Eo. Männer- und JünglirrgSvereiu: Unterhaltung (Ev. Vereinshaus).
TnrngeseNschaft: Abends von 8—1.0 Uhr: Turnen der Jugeudableilnng. Turngemeinde: Von SVa—6l/i Uhr: Turnen der Mädchenabteilung, von ßi/2—7i/, uhr: Turnen der Knabenabteilung, von 7—9 Uhr: Turnen der Jugendabteilung, von T’m-S"/« Uhr: Turnen der Frauenabteilung, von 8'/.—10V- Uhr: Turnen der Männerabtlg.
Turnverein Hanau, gegr. 1860: Abends 6 Uhr: Turnstunde.
Turnverein Kesselstadt: Abends 9—10 Uhr: Tnrnen der Jugendabteilung. Erster Athleten - Verein: Abends von 9—11 Uhr: Uebnngsstunde im VeretnSlokale (Restanration Sandhof).
HumoristischerMnsikverein „Germania": Von 9—11 Uhr: UebungSstnnde (Nestanration „zur Wiener Spitze").
Dram.-Liter. Verein Hanau: VereinSabend im „Carlsberg".
Ges. Verb. „Normannta": Klubabend im „Löwengärtchen". Kath. Kasino „Eintracht" (Vereinsl. „zum Braustab'l"): VereinSabend. Gesangverein „Eintracht" : Singstunde.
Gesangverein „Melomania": Singstunde in der „ltartbanne .
Familien - Marken - Konsumverein „Einigkeit": Abends von 8-1» Uyr • Markenausgabe für Kontrahenten (Vereinshaus „Concordia Verein für Handlungs-Kommis von 1858: Vereinsabend im £
»anauKtoS««.: »mbi 8-/. Uhr: P-°b- 'm Saale ^der -®»«"
Sm,»und- '» der .St-d' »-^m^ im -----
Kathol Kaufmännischer B-reur: Abends 9 Uhr.
einslokal „zum Lindenhaf^^ „Beruhards-ck"-
platz, 1 Tr. tiodj): Abends von 8—9 Uhr: AnfLnaerkursus 9 bis 10 Uhr: Fortbildungskurse« für Damen unb Ä Stenograpben-Verein Stolze-Schreh: Abends von 8-9 Uhr r'llebunaS- stunde von 9—10 Uhr: AnfänaerkursuS im „Hotel zum Riesen"
1. Theatralische Verbindung Hanau a. M.: Probe im „aoldnen SAman* Vorstadt 24. w
Verein „Freundschaft": vereinSabend im „Neubau".
Verein der Bayern: VereinSabend im Gasthau, „zur Sonne". Gewerbe- und Handwerker-Verein: VeretnSabmd in der ,Centralhall«* ffegelgeiellschast „Alle Neun" zur „Mainlnst"-Kesselstadt. Naturheilverein „Baunscheidi": Abends 9 Uhr: Bersamrnluna im Dev einslokal „zum Löwengärtchen".
Oeffentlicher Wetterdienst. Beobachtungen des Physikalischen Vereins, Frankfurt a. M. Liorausstchtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 19. Juli biS zum nächsten Abend.
Heute noch Regenschauer, morgen teilweise heiter, Gewitterregen, etwas kühler.
Spreebsaal.
Auf der Hochstädter Landstraße, und zwar in der Nähe der sie kreuzenden nach der Fasanerie führenden Kastanien- aTee, und in der Nähe des Wilhelmsbader Bahnhofs, find seit einiger Zeit die beiden Bänke, die daselbst angebracht waren, bis auf die in der Erde befestigten eisernen Untergestelle demoliert und die zweiteiligen eichenen Sitzbretter davongeschleift worden. Der betreffende Uebeltäter verfährt hierbei anscheinend ganz systematisch, indem er in mehrtägigen Zwischenräumen immer je eine der eisernen Nieten lockert und loslöst und wenn diese sämtlich allmählich beseitigt sind, die besagten Sitzbretter mitnimmt. — Nach längerer Pause hat nun der Täter auch an zwei weiteren Bänken, die sich auf der gleichen Strecke am Waldrande befinden, sein Werk wieder neu begonnen und an diesen bereits je eine Niete beseitigt, so daß auch diesen beiden Bänken das gleiche Schicksal bevorzustehen scheint. Vielleicht dienen diese Zeilen dazu, das Augenmerk der benachbarten Anlieger auf die Spuren des Diebes zu lenken und im öffentlichen Interesse weiteres Demolieren und Berauben zu verhüten. X.
Has Hab and fern.
O Gelnhaufen, 18. Juli. Aus dem durch den Staatshaushaltsetat zur Verfügung gestellten Fonds zur Förderung der Land- und Forstwirtschaft in den westlichen Provinzen (sog. Wefifonds), sind, laut Bericht des Kreisausschusses, dem Kreise Gelnhausen seit dem Jahre 1899 erhebliche Beträge zur Umwandlung von Oedländereien in Wiesen zugeflossen. Diese Meliorationen find nicht allein eine wichtige Einnahmequelle für die Gemeinden geworden, sondern sie dienen auch als vorbildlich« Anlagen für die einzelnen Landwirte, die daraus sehen, daß durch Düngung und richtige Pflege scheinbar wertlose Grundstücke in ertragreiche Ländereien umgewandelt werden können. Aus einer Zusammenstellung über bie Entwickelung und Rentabilität der Hutemeliorationen ist zu ersehen, daß in 41 Gemeinden des Kreises Gelnhausen die Größe der Flächen 328,25 ha beträgt, die Kosten der Anlegung sich auf 60 710 Mark stellen, wovon auf den Staat und den Bezirksoerband 40 567 Mk., auf die Gemeinden 20 143 Mk. entfallen. Der Ertrag im Jahre 1909 stellte sich auf 19 966.75 Mk., die Unterhaltungskosten betrugen 3573 Mk.
Schlüchtern, 16. Juli. In dem benachbarten Dorfe Breitenbach wurde ein 4jähriger Junge von einem Heuwagen überfahren und starb infolge der erlittenen schweren Verletzungen.
X Frankfurt a. M., 18. Juli. Mittwoch den 27. Juli d. Js. findet in Frankfurt a. M.-Praunheim im Gehöfte des Gastwirtes H. Christoph ein Markt in Zuchtziegen statt. Zugelassen find nur Tiere im Besitze von Mitgliedern der Vereine, die dem Verbände der nass. Ziegenzuchtvereine angehören. Tiere im Besitze von Händlern find vom Markte ausgeschloffen. Der Auftrieb der Tiere beginnt um 7*/t Uhr vormittags, der Markt um 81/« Uhr. Alle aufgetriebenen Tiere werden beim Eintritt in den Markt tterärzlich untersucht. Durch diesen Markt ist auch den Interessenten im Kreise Hanau Gelegenheit geboten, ihren Bedarf an Zucht« ziegenvieh zu decken.
C. Offenbach, 19. Juli. Der Zufall spielte dem Logisschwindler Wieland aus Ansbach einen schlimmen Streich. Unter dem Ramen eines Max Müller hatte sich Wieland hier eingemietet und war kurz danach unter Zurücklassung einer DarlehnSschuld verschwunden. Einige Zeit später versuchte er denselben Gaunertrick, geriet aber dabei an den Schwager des zuerst Geschädigten, der ihn sofort verhaften ließ.
Wiesbaden, 19. Juli. Die Leichen der beiden jugendlichen Selbstmörder, welche am Freitag abend in Schierstein in den Rhein gingen, sind jetzt geländet worden. Es sind der 17 Jahre alte HauSbursche Valentin Jantz an Dotzheim, welcher hier in Diensten war, und das 18 Jahre alte Hausmädchen Emilie Müller aus Mainz. Die Müller soll fruh« mit dem älteren Vetter des I. ein Li-besoerhâltms unter Halten haben, weswegen der jetzige gemeinsame jungen Menschen etwas befremdlich -rsch-mt. unferer Wiesbaden, 17. Juli D'« ^w-^^
Stadt betrug nach ^en schen Amts am L Jub d- 1 &efans*rvettftreü des Ge ” Tr-nb-rg, V L Ä<" Wrw«8 °°" °«"°b- sanqvereins 1 am 5. Jun- 9
1400 Mk. ergeben. Die Ehefrau der Maurer,
^löt-sh-rtt», ^ • erIitt kürzlich aus dem Friedhof GeorgSigutis einen Hitzschlag, infolgedessen »^Irrsinn (vollständige Verblödung) einstellte. Da du £ rau in unbewachten Augenblicken auch unbeliebt auf du Straße läuft, mußte sie in Anstaltspflege untergebracht wer- ben. — Der als vermißt gemeldete Schneider Johann Klees