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General-Anzeiger

Bezugspreis;

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Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

Ustationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des oeretn. ev. Waisenhauses in Hanau.

AAlliches Organ für L'taLt- uni fuuikrtis Hanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Linrückungsgeiührt

Die ügefpaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfg. im ReNamenteU die Zeile 45 Psg.

Verantwort!. Redakteur: E. Schrecker in Hanau»

Nr. 270

freriifpredjaiifdHttf; Nr. 230.

Amtliches. Mietentschädkgunstßtarif für Volksschullehrer und -Lehrerinnen.

Bezeichnung der

Lehrpersonen

Jahresbetrag der Mietentschädigung in

M 4»

LZ

Mk.

A

Mk.

den Orten der Ortsklasse

E4

Mk

B

Mk.

C

pt

D

Mk.

El

Mk.

E2

Mk.

ES

Mk.

1. Leiter v. Schulen mit 6 ober mehr auffttigenben

Klassen . . .

900

800

700

580

520

440

340

260

674

2. Lehrer....

810

680

600

500

450

375

300

220

585,25

8. Lehrerinnen. .

560

480

420

S60

320

265

210

160

411,75

I

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Der vorstehende Tarif wird hierdurch gemäß ^ 17 und 18 des VolksschnllehrerbeloldungsgesetzeS vom 26. Mai 1909 (G. S. S. 93) in Verbindung mit Artikel V. des Gesetzes zur Abänderung der Vorschriften über die Wohnungs- geldzuichüste und Mietentichädigungen vom 25. Juni 1910 (®. S. S. 105,) festgesetzt. Er tritt mit rückwirkender Kraft vom 1. Avril 1910 ab an die Stelle des am 15. Juli 1909 festgesetzten Tarifs.

Cassel am 12. November 1910.

Der Provinzialrat der Provinz Hessen-Nassau. Hengstenberg.

Der Provinzialrat der Provinz Hessen-Nassau hat auf Grund der 17 und 18 deS Volksschullehrerbesoldungs- gesetzes vom 25. Mai 1909 (G. S. S. 93) in Verbindung mit Ariikel V. des Gesetzes zur Abänderung der Vorschriften über die Wohnungsgeldzuschüsse und Mietentschâdigungrn vom 25. Juni 1910 (G. S. S. 105) in seiner heutigen Sitzung beschlossen, in die Stufen 14 der Ortsklasse E

des Mietenischädigungsrarifes vom 12. November

1910

folgende Ortschaften einzureihen:

Regierungsbezirk

Stufe E f. Landkreis Hanau:

Stufe E 2. Landkreis Hanau:

i»

keine.

Bischofsheim, Dörnig­heim, Großauheim, Langendiebach, Langenselbold, Pulver­fabrik, Rückingen.

Stufe E 3. Landkreis Hanau: Bruchköbel, Eichen, Großkrotzenburg, Hocbstadl, Hultengssâß, Kilianstädten, Mar­köbel, Mitielducken, Niederdorfelden, Nirderrodenbacb, Ost- heim, Ravolzhausen, Roßdorf, Rüdigheim, Wachenbuchen, Windecken.

Stufe E 4. Alle übrigen Ortschaften der Orts- klasse E.

Dieser Beschluß gilt rückwirkend für die Zeit vom 1. April 1910 an.

Cassel am 12. November 1910.

Der Provinzialrat der Provinz Heffen-Nassau.

H e n g st e n b e r g.

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Stadtkreis Ranau.

Bekanntmachung.

Das Kloster der barmherzigen Brüder zuFulda hat eine Heil- und Pflegeanstalt für verkrüppelte Knaben und hilflose Krüppel errichtet.

Sie bezweckt:

a) Die Behandlung, die Erziehung und den Unterricht von verwachsenen oder verkrüppelten Knaben;

V) die Ausbildung solcher Knaben in einem geeigneten Beruf;

e) die dauernde Pflege unheilbarer und hilfloser männ­licher Krüppel jeden Alters und jeder Konfession.

Nähere Auskunft erteilt die Armen-Verwaltung, Lang- . strafe 48.

Hanau den 2. November 1910. 25353 Der Magistrat, Armenamt.

Hild.

Schnlnachrichten. Oberrealschule zu Hanau.

Anmeldungen zur Oberrealschule für das Schuljahr 1911 nimmt der Unterzeichnete von Donnerstag den 17. November vis Donnerstag den 24. November, vormittags von 11 bis 12 Uhr, im Schulgebäude, Erimmstraße 25, entgegen. Hanau den 5. November 1910.

Der Direktor der Oberrealschule.

Dr. Sckmidt. 24377

Freitag och 18. NoveMcr

Städtische Höhere Mädchenschule.

Anmeldungen zur Höheren Mädchenschule für das Schul­jahr 1911 werden von Montag den 14. November bis Sams­tag den 19. November, vormittags von 11 bis 12 Uhr, im Schulgebäude, Steinheimerstraße 37, entgegengenommen.

Hanau den 5. November 1910.

Der Direktor der Höheren Mädchenschule. Bungen st ab.

Bei den Anmeldungen sind die Geburtsurkunde oder das Familienstammbuch und der Impfschein vorzulegea.

Mittel- und Volksschulen.

Die Anmeldung der am 1. April n. J. schulpflichtig werdenden Kinder findet in der Zeit vom 14. November bis 19. November, vormittags von 11 bis 12 Uhr, statt.

Dabei sind die Geburtsurkunde (das Familienstamm­buch) und der Impfschein vorzulegen.

Die Anmeldung derjenigen Kinder, welche die Mittel­schule besuchen sollen, werden im Gebäude der Eberhard­schule entgegengenommen. Knaben sind bei Herrn Rektor Bartmuß, Mädchen bei Herrn Rektor Ickler anzu­melden.

Die Anmeldungen für die Volksschule erfolgen:

1. für alle Knaben, deren Eltern in der Altstadt und nördlich der Linie Kanaltor, Kanalplatz, Neustädter Markt, Nürnbergerstraße, Eartenstraße ihre Wohnung haben, in der Bezirksschule I bei Herrn Rektor Die­terich, Johanneskirchplatz 1b,

2. für alle Mädchen, deren Eltern in der Altstadt und nördlich der unter 1 angegebenen Linie wohnen, in der Dezirksschule II bei Herrn Rektor Jung, Jo- Hanneskirchplatz la,

3. für alle Knaben und Mädchen, deren Eltern südlich der angegebenen Linie ihre Wohnung haben, in der Dezirksschule ITT bei Herrn Rektor Dienemann, Bebraer Bahnhofstraße 9,

4. für alle Knaben und Mädchen, deren Eltern im Be­zirk Kesielstadt wohnen, in der Dezirksschule IV bei Herrn Lehrer Faupel, Hauptstraße 7.

Schulpflichtig werden alle Kinder, die bis zum 31. März 1911 das 6. Lebensjahr vollenden. Es werden jedoch nach Möglichkeit auch diejenigen Kinder angenommen, die bis zum 30. September 1911 das 6. Lebensjahr zurücklegen, vorausgesetzt, daß sie zum Schulbesuch in körperlicher und geistiger Beziehung reif befunden werden. Die Schulpflicht dauert 8 Jahre.

Wenn schulpflichtig gewordene Kinder geistig und körperlich zurückgeblieben sind, so haben die Eltern oder Pfleger dieselben unter Darlegung der ärztlichen Bescheini­gung dennoch anzumelden, damit zum Nachweis der er­füllten Schulpflicht das Erforderliche gewahrt wird.

Kleinkinderschulen dürfen Kinder nicht über das ange­gebene Lebensalter hinaus in Pflege behalten.

Die Unterlassung der rechtzeitigen Einschulung schul­pflichtiger Kinder unterliegt den gesetzlichen Strafbestim­mungen.

Hanau den 5. November 1910.

Der Stadtschulinspektor.

Hahne.

LMickWstlillzer KMereill Hm«.

Nächste Versammlung Samstag den 19. d. M., nach­mittags 2% Uhr, im Gasthaus zum goldnen Löwen, hier.

Tagesordnung:

1. Geschäftliche Mitteilungen.

2. Dortrag des Herrn Professors Kleeberg aus Fried­berg über Düngungsversuche im allgemeinen und insbe­sondere über die Versuche und Erfolge auf den Lände­reien der Güter in Wickstadt und Niederflorstadt.

3. Mitteilung über das Ergebnis des diesjährigen Auf­triebes auf die hiesige Kreisjungviehweide.

4. Besprechung über den gemeinschaftlichen Bezug von Saathafer.

5. Sonstiges.

Die Herren Bürgermeister werden gebeten, die vor­stehende Bekanntmachung des landwirtschaftlichen Kreis­vereins in den Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt machen zu lasten.

Hanau den 12. November 1910.

Der Vorstand.

Gesnndettc und verlorene Mlitnsl linde rc. Gefunden: 1 alter Herrenschirm. ^ldener Ring (halb Kettenring), 1 Rosenkranz, 1 ^ne Mess^

Verloren: 1 wollene Pferdedecke (gez. Nr. 6), 1 schwarzer Damen-Eummiaürtel, 1 hellblaue odilcife.

Fernfprechattschltts; Nr. 230

1910

Politische RundTtfrao.

Die Abfahrt des Kaisers aus Donaueschingen ist gestern nachmittag erfolgt. Vormittags besichtigte der Kaiser noch in Begleitung des Fürsten zu Fürstenberg die fürstliche Brauerei. Um halb 3 Uhr reiste der Kaiser ab; die fürstliche Familie und ihre Gäste geleiteten den Kaiser zur Bahn, wo der Kaiser sich herzlich verabschiedete. Die Ankunft in Ber­lin ist für Freitag früh kurz vor 8 Uhr auf dem Potsdamer Bahnhöfe vorgesehen.

Aus dem Ministerium des Innern. Im preußischen Ministerium des Innern wird augenblicklich eifrig an der Ausarbeitung der Thronrede für den neuen preußischen Landtag, der im Januar zusammentritt, gearbeitet. An großen neuen Entwürfen wird eine Gesetzesvorlage bett, die Zulastung der Feuerbestattung in Preußen vorbereitet.

Ein Rücktritt Aerenthals? Aus den Kreisen der slavischen Mitglieder der österreichischen Delegation kommt die Mel­dung von einem Rücktritt des Grafen Aerenthal. Als sein Nachfolger wird der ehemalige österreichische Ministerprä­sident Graf Thun, der Führer des konservativen Adels und der Vertraute des österreichischen Thronfolgers Franz Fer­dinand, genannt.

Deutsch-englische Freundschaftsbestrebungen. Ein gemein­sames Komitee der drei Vereine: deutsch-englisches Freund­schaftskomitee, deutsch-englisches Freundschaftskomitee der Frauen und das Albert-Komitee, das im Juni eingesetzt worden war, um gemeinsame Bestrebungen für die Besse- rung der Beziehungen zwischen England und Deutschland zusammenzufasten, beendigte seine Arbeiten. Es wird beab­sichtigt, einen einzigen neuen Verein zu gründen. Das ge­meinsame Komitee beschloß in seiner letzten Sitzung unter dem Vorsitz von Sir Frank Lascelles, Lord Avebury und Lord Weardale, daß eine Generalversammlung der Mit­glieder der drei Vereine, sowie von 600 hervorragenden Persönlichkeiten, die sich bereit erklärten, dem neuen Verein beizutreten, einberufen werden soll, um einen Vorstand zu wählen und die Satzungen zu beraten. Unter den 600 neuen Mitgliedern sind alle Klasten und Berufe vertreten; es ge­hören zu ihnen 101 Parlamentsmitglieder, 150 Peers, 11 Richter, 95 Bürgermeister, 35 Schuldirektoren, viele Land- und Seeoffiziere usw.

Gegen die Mißstände im Heilgewerbe. Der Bundesrat stimmte dem Entwurf eines Gesetzes gegen die Mißstände im Heilgewerbe zu.

Japaner zum Kommunalstudium in Deutschland. Der Wissensdrang der Japaner, der sich bisher auf den Militär­dienst und den industriellen, gewerblichen und kauf­männischen Betrieb beschränkte, hat jetzt eine neue Betä­tigung gefunden. Der Geh. Regierungsrat im japanischen landwirtschaftlichen und Handelsministerium, Shukuri, und einer seiner Mitarbeiter, Dr. Nonami, haben, wie eine Ber­liner Korrespondenz meldet, durch Vermittelung und auf Empfehlung der japanischen Botschaft in Berlin von ver­schiedenen preußischen Regierungspräsidenten die Erlaubnis erhalten, die wirtschaftlichen sowie die Orts- und Verwal- tungsverhältnisse in größeren Landgemeinden zu studieren. Die beiden japanischen Herren beabsichtigen, die auf diesem Gebiete gesammelten Erfahrungen in der Heimat nutz­bringend zu verwerten.

Die sozialdemokratische Roheits-Orgie, die aus Anlaß der Anwesenheit des Zaren auf deutschem Boden, insbe­sondere in Potsdam, veranstaltet wurde, taumelt ihrem un­appetitlichen Ende zu. Jetzt besudelt sich derVorwärts" mit dem Ausbruch folgenden Notizleins:Das übliche Trinkgeld. Zweiundzwanzig goldene und silberne Lebens­versicherungsmedaillen für die Schutzmannfchaft hat der blutige Nikolaus auf seinen Spuren hinterlasten. Die be­bänderten Bommeln sind auffallend groß und um dem Hals zu tragen. Warum nicht gleich auf der Kehrseite. Dre sozialdemokratische Roheit und Gemeinheit kennt kerne 6T Ueber die deutsche Flagge in den außerdeutschen Häfen werden in derStatistik des Deutschen Reiches" Ueber­sichten veröffentlicht. Daraus geht hervor, daß der Anteil der deutschen Flagge am Weltseeverkehr von Jahr zu Jahr an Bedeutung gewinnt. An zweiter Stelle stand sie im letzten Berichtsjahr im Verkehr von Rußland, Großbritan­nien, Belgien, Portugal, Brasilien, Chile, Portorico, Algerien, Kapland, Natal, Persien, Britisch Indien, Cey­lon, der Philippinen, von Queensland, Neusüdwales, Vik­toria, West- und Süd-Australien, im Verkehre der Verein. Staaten von Amerika mit Europa sowie an wichtigen Ver­kehrspunkten, wie den Suezkanal, in Gibraltar, Malta, Aden, Singapore und Hongkong. Die dritte Stelle behaup­tete die deutsche Flagge in der Schiffsbewegung Schwedens, Dänemarks, der Niederlande. Frankreichs. Spaniens, i»