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SiatchShrlich 1,80 Mk., menatlich 80 ^^ fik «« »tot« öenBenten mit bem betreff eabeu Psstausicht«^ Die eteytee Stummer ie#et 10 INs.

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General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stobt« inb Fandkreis Kanan.

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«v. Saisach auf«» ix Hauau.

Erscheint täglich mit Ausnahme bet Sann- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

BerextaertL Redakteur:. Beredet te f ainm.

Nr. 165

Kernsprechanschlitß Nr. 605

Montag den 18. Juli

rkernsprechanschlittz Nr. 605. 1910

Amtliches.

Don beachtenswerter Seite ist darauf hingewiesen worden, daß die auf den Straßen feilgehaltenen Mineral-Wässer, wie Selterser, Soda-Wasser u. a. m. an die Abnehmer stets eiskalt verabfolgt werden und daß der Genuß so kalten Wassers, welcher schon in normalen Zeiten leicht ernste Ver­dauungsstörungen von längerer Dauer nach sich ziehe, beim Drohen der Cholera die Neigung zu ähnlichen Erkrankungen befördere.

Im Auftrage des Herrn Ministers der geistlichen, Unter­richts« und Medizinal-Angelegenheiten werden daher die Ver­käufer von Mineral-Wässern im Ausschanke hiermit ange­wiesen, das Getränk fernerhin, gleichviel, ob die Cholera droht oder nicht, nur in einem der Trinkwasser-Temperatur entsprechenden Wärmegrade von etwa 10° Gels. abzugeben. Gleichzeitig wird das Publikum vor dem Genusse eiskalter Getränke überhaupt, also auch des zu kalten Bieres, insbe­sondere aber der Mineral-Wâsser, gewarnt. (A LI 3624).

Cassel am 22. Mai 1909.

Der Regierungspräsident.

V 3137 I. V.: Rieß von Scheurnschloß.

Eandkreis Fjanau.

Nachstehende Bestimmungen, betreffend die Nachsuchung der Berechttgung zum einjährig-freiwilligen Dienste, werden hierdurch wiederholt bekannt gemacht:

Die Berechttgung zum einjährig-freiwilligen Dienste darf : nicht vor vollendetem 17. Lebensjahre nachgesucht werden. : Der Nachweis derselben ist bei Verlust des Anrechtes spätestens bis zum 1. April des ersten Militärpflichtjahres zu erbringen.

Wer die Berechttgung nachsuchen will, hat sich bei der Prüfungskommission, in deren Bezirk der Wehrpflichtige ge- stellungspflichttg ist, spätestens bis zum 1. Februar des ersten Militärpflichtjahres schriftlich zu melden.

Alljährlich finden zwei Prüfungen statt, die eine im Früh­jahr, die andere im Herbst. Das Gesuch um Zulassung zur Prüfung muß für die Frühjahrsprüfung spätestens bis zum 1. Februar, für die Herbstprüfung spätestens bis zum L August angebracht werden.

Hanau den 9. Juli 1910.

Der Königliche Landrat.

M 2690 I. A.: 0r. v. W a l d o w, Reg.-Assessor.

Stadtkreis Fjanau.

In der letzten Zeit ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß verschiedentlich die Mülleimer erst nach Durchfahren der Sammelwagen durch die Straße herausgestellt werden. Da hierdurch eine Verzögerung in der Abfuhr entsteht und die Mülleimer unter diesen Umständen bisweilen überhaupt nicht entleert werden können, mache ich hiermit zur Vermeidung von Unannehmlichkeiten auf die nachstehenden Vorschriften über die Bereitstellung der Mülleimer zur Abfuhr wiederholt aufmerksam.

§ 7.

Der fortzuschaffende Kehricht ist in Behältern von be­stimmter Beschaffenheit 8) am Abend vor dem Abfuhr­tag«, jedoch nicht vor 9 Uhr abends, entweder in der Hans- türe (Torfahrt) oder unmittelbar an der Vorderseite der Häuser bereit zu stellen. Ist ein Vorgarten vorhanden, so kann die Aufstellung unmittelbar am Eingänge hinter der Einfriedigung erfolgen.

In denjenigen Straßen, in welchen nicht gefahren werden kann, müssen die Behälter am Eingänge der betreffenden Straße aufgestellt werden.

Hanau den 13. Juli 1910.

Königliche Polizei-Direktion.

P 7928 I. A.: Dr. v. Waldow.

Zwecks Herstellung einer Verbindungsrohrleitung von den neuen Apparatenräumen des Gaswerks bis zu den auf beiden Seiten der Leipzigerstraße liegenden Hauptröhren wird die öeipzigerstraße zwischen der Bernhard- und Waldstraße von Montag den 18. bis Freitag den 22. d. M. einschließlich für den öffentlichen Fuhrwerks- Verkehr gesperrt.

Hanau den 15. Juli 1910.

Königliche Polizei-Direktton.

P8033, I. A.: Dr. v. Waldow.

Bekanntmachung

Arbeitsuchende in der Zeit vom 9. bis 15. Juli 1910-

1 Dachdecker, 1 Schuhmacher, 2 Tagelöhner, 1 Tapezierer.

Hanau den 16. Juli 1910. 15819

Städtische Arbeitsvermittelungsstelle.

Bekanntmachung.

Am Dienstag den 19. d. Mts., vormittags 10 Uhr, findet im unteren Saale des Neustädter Rathauses, Zimmer 1, öffentliche Sitzung des Gewerbegerichts statt. Hanau den 16. Juli 1910.

Der Vorsitzende des Gewerbegerichts.

Dr. Gebeschus. 15851

Das Zwangsversteigerungsverfahren Berg­mann in Großauheim (2 K 13./10.) ist ausgehoben. Der Verstkigerungstermin vom 30. August 1910 fällt weg. Hanau den 14. Juli 1910. 15821

_____Königliches Amtsgericht, Abt. 2.

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Hanau belegene, im Grundbuch von Hanau Band 17 Artikel 983 zur Zeit der (Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Bäckermeisters Karl Corvinus in Hanau und dessen Ehefrau Therese Katharine geb. Höhl von Salmünster je zur ideellen Hälfte eingetragene Grundstück: Krtbl. E Nr. 122 Brandversicherungs-Nr. 16 der Metzger­gasse, 1 ar 11 qm,

a) Wohnhaus mit Hofraum,

480 Mk. Nutzungswert,

b) Seitengebäude links (A) mit Querbau (B), 135 Mk. Nutzungswert, Gebäudesteuerrolle Artikel 1409 a, b, Grundsteuermutterrolle Artikel 1015

am 16. September 1910, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der GerichtSstelle Marktplatz 18 Zimmer Nr. 14 versteigert werden.

Hanau den 12. Juli 1910. 15823

Königliches Amtsgericht, Abt. 2.

Politische RandTtbau.

Ein Geschenk deS Kaisers für Norwegen. Kaiser Wilhelm ist, obwohl er seine Nordlandsreise bereitS seit einer Reihe von Jahren unternimmt, von dem diesmaligen Verlauf seiner Reise ganz besonders befriedigt. Das pracht­volle Wetter, das die Schönheiten der norwegischen Fjorden­welt in ihrer ganzen berückenden Eigenart offenbarte, trug nicht zum wenigsten dazu bei, die Eindrücke dieser Nord- landsreise bei dem Monarchen zu vertiefen. So ist der Kaiser auch dankbar gestimmt dem norwegischen Volke gegen­über, das ihm stets einen so herzlichen Empfang bereitet, und diesem Dankgefühl will er durch Stiftung einer Statu« des norwegischen Nationalhelden Frithjof Ausdruck geben. Ein Telegramm meldet hierzu: Kaiser Wilhelm teilte in einem Telegramm aus Balestrand König Haakon mit, daß er beabsichtige, dem norwegischen Volke als Zeichen seines Dankes für den überaus herzlichen Empfang und die große Gastfreundschaft, die ihm während seiner Nordlandreise stets zuteil geworden sei, ein Denkmal seines Nationalhelden Frithjof zu schenken. Als Ort für die Aufstellung des Denk­mals schlage er die Anhöhe bei Framnäs am Sognefjord, nördlich von Bergen, vor, wo sich Frithjofs Grab befindet. König Haakon dankte im Namen des norwegischen Volkes mit einem in herzlichen Worten abgefaßten Telegramm für die vom Kaiser den Norwegern bewiesene Aufmerksamkeit und sprach seine Zustimmung zu dem vom Kaiser ausge­wählten Platz für die Aufstellung des Denkmals aus. Kaiser Wilhelm beauftragte Professor Unger (Steglitz), der sich gegenwärtig auf einer Nordlandreise befindet und mehrfach auf derHohenzollern" zur Tafel geladen war, mit der Herstellung des Denkmals. Der neue Beweis seiner Sym­pathie für Norwegen, den der Kaiser durch die Stiftung des Frithjof-Denkmals gegeben hat, wird überall in unserem

Iande mit Freude begrüßt. Die Spenden Kaiser Wilhelms für die Kathedrale in Drontheim, für Aalesund und bei zahlreichen anderen Gelegenheiten werden als Zeichen tmter Freundschaft für Norwegen angesehen. Professor Max Unger, der das Standbild Frithjofs schaffen soll, ist vom Kaiser bereits mehrfach durch Aufträge ausgezeichnet '°°atue Von seinen Schöpfungen befinden sich in Berlin: d f^ig, König Friedrich Wilhelms IV. im Weißen ®^ " Otto in Schlosses sowie die Standbilder des Markgrafen ^ ^ der Siegesallee und des Markgrafen ^ fmg[er Kaiser Fischerbrücke. Ferner hat der Künstler

Wilhelms I. und Bismarcks sowie die Monumente für die Gefallenen von Jena und AuerstSdt geschaffen.

Ein Vertrauensvotum für Bassermann. Wie dieKölnische Zeitung" aus Saarbrücken meldet, wurde in einer Vorstandssitzung deS nationalliberalen Wahlvereins für den Kreis Saarbrücken folgender Entschluß einstimmig ange­nommen :Der Hauptvorstand des Nationalliberalen Vereins für den Wahlkreis Saarbrücken spricht dem Reichstagsabge­ordneten Bassermann sein lebhaftes Bedauern aus über die

ungerechten Angriffe, die gegen seine parlamentarische Tätig­keit in der Presse erhoben worden sind, und versichert ihn seines einmütigen und uneingeschränkten Vertrauens. Er bedauert den Entschluß des Abgeordneten Bassermann, ein Reichstagsmandat nicht mehr anzunehmen und gibt sich der Hoffnung hin, daß seine unersetzbare Kraft doch noch der Partei erhalten bleiben möge." Wie erinnerlich, war be­

hauptet worden, Bassermann habe eine Kandidatur in Saar­brücken abgelehnt, weil sie bei den dortigen Großindustriellen auf Widerstand gestoßen sei. Demgegenüber soll Bassermann wohl durch die obige Resolution eine besondere Genugtuung gewährt werden. Wie es scheint, glaubt man in der natio- nalliberalen Partei doch noch, ihn für Saarbrücken gewinnen und dem parlamentarischen Leben erhalten zu können.

Das Disziplinarverfahren wegen des Bebel* telegramms der Bremer Lehrer ist jetzt abgeschloffen worden. Den Bremer Volksschullehrern Sonnemann, Oster» fehlte, Alfken und Luttmann wurde auf Grund der Vor­untersuchung ein Verweis erteilt, der vorläufig angestellU Lehrer Stumpf wurde entlassen.

Der Schluß des badischen Landtags. Dm Sams- tag vormittag 10 Uhr wurde der badische Landtag durch den Staatsminister Dusch geschlossen. Der Minister hielt eine Ansprache, in der er einen Rückblick auf btt geleistete Arbeit warf und betonte, daß der Weiterentwickelung der Staats» finanzen nicht ohne Sorge entgegengesehen werden könne. Die wenig befriedigenden Betriebsergebnisse der badischen Staatseisenbahn und die hohen Anforderungen des Eisenbahn­baues im letzten Jahre hätten ein rasches Steigen der Eisen­bahnschuld zur Folge gehabt. Es bleibe die Aufgabe der Regierung, der unerfreulichen Entwickelung nachträglich ent­gegenzuwirken. Der Versuch, im Hinblick auf die Erhöhung der Ausgaben eine Steigerung der Einnahmen aus dem Personenverkehr durch Aenderung der bestehenden Tarife herbeizuführen, sei leider zunächst von keinem Erfolg begleitet gewesen, werde aber in geeigneter Zeit wiederholt. Die Ver­sammlung brachte ein Hoch auf den Großherzog aus, wobei auch ein Teil der Sozialdemokraten anwesend war, die eben­falls während des Hochs fich von ihren Sitzen erhoben.

Japan kündigt dendeutsch-iapauischeuHan-elS- und Schiffahrtsvertrag. Der Berliner japanische Bot­schafter hat dem Auswärtigen Amte im Auftrage seiner Regierung eine Note übermittelt, wonach der deutsch-japanische Handels- und Schiffahrtsvertrag und der Konsularvertrag vom 4. April 1896, sowie die Nachtragskonvention nebst Tarifen zu ersterem Vertrage vom 26. Dezember 1898 zum 17. Juli 1911 gekündigt werden.

Zar Nikolaus ist zur Teilnahme an der livländisches Zweijahrhundertfeier in Riga eingetroffen.

Die Kretaschttßmächte haben beschlossen, die zweiten Stationsschiffe aus den kretischen Gewässern abzuberufen.

Zum Präsidenten der Republik Columbia ist Carlos Restrepo gewählt worden.

Parlamentarisches

mb Die Strafprozetzkommisston deS Reichstages setzte am Samstag die Beratung des Abschnitte?Privatklage" fort. Zum §387 wurde folgender Anttag angenommen:Der Amts­richter kann nach der Erhebung der Privatklage, wenn er eS zur Vorbereitung dar Hauptverhandlung oder aus anderen Gründen für zweckmäßig hält, eine Verhandlung anberaumen und hierzu das persönliche Erscheinen der Parteien atw^mA Kommt es bei der Vorverhandlung zu einem Vergleich. r findet § 383 Abs. 3 entsprechende Anwendung.

392 lag der Antrag vor, daß eine Buße geforve^^ ^ Forderung nicht fortfallt, wenn beieieinoerftanben. Verfahrens stirbt. Damit war ^-^^ btt Best-mmung Bei $ 394 blieb im zweiten Abmtz Verfahren in der stehen:Nach 8«.U^W 0®to ato

B®=>5S^^ Vorlage blieb ^ra"^ verworfen, so findet sofortige die Nebenklage als^z^e â)t die Ungültigkeit der Sieben» Beschwerde stals. f 0(f)en ist, wird der Nebenkläger im »-S- "*Ä Sarans wurde der Rest bei

Abschnittes über die Privatllage nach der Regierungsvorlage Ab'ch -------- _ $ie Commission ging dann in die Ferian.

. angenommen. ^re Kommnnon ging uuuu m w I Die nächste Sitzung findet am 20. September statt.