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General-Anzeiger
AUtlichts Organ für Stadt- und Landkreis Sanaa.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Nr. 186 F<rnsprech<mkchl»tz Nr. 605.
Donucrstlig den 11. August N«»„sprecha„schl<.k R». «»5. 1910
Amtliches.
Eandkreis Rana«.
Da nunmehr durch einen Beamten des Genoffenschafts- Vorstandes der landwirtschaftlichen Berufsgenoffenschaft eine eingehende Belehrung über die Ausführung der seit dem Jahre 1906 gültigen Unfall-Verhütungs-Vorschriften in allen Gemeinden und Gutsbezirken des Kreises stattgefunden hat, ersuche ich die Landwirte nochmals dringend, umgehend und noch vor Beendigung der Ernte alle Sicherheits-Vorrichtungen in ihren Betrieben Herstellen zu lassen.
Es wirb in aller Kürze eine Nachrevision erfolgen und dann in jedem Falle der Nichtbefolgung strenge Bestrafung der säumigen Betriebsunternehmer eintreten.
Es kommen hauptsächlich folgende Punkte in Betracht: I. An den Häckselmaschinen müssen die Mester des Schwungrades sowohl nach der Lade wie nach den Handgriffen zu durch eine Schutzhaube abgedeckt sein. Die Zahnräder zu beiden Seiten müssen verdeckt sein. Die Lade muß über den Einziehwalzen bis auf 60 cm nach hinten, von der Schnittfläche der Maschine an gemessen, überdeckt sein. Außerdem muß sich an jeder Maschine eine Sperrkette befinden, womit das Rad festgelegt werden kann.
2. An jeder Dickwurzmühle, Rübenschnitzler, Rübenschneider muß ein starkes Holzstück hängen, mit welchem die Verstopfungen zu beseitigen sind.
3. Bei den Fegenmühlen müssen die außen liegenden Zahnräder verdeckt sein.
4. Kreissägen, Sämaschinen, Mähmaschinen usw. müssen Schutzvorrichtungen haben.
5. Kinder und geisteskranke Personen dürfen an Maschinen nicht beschäftigt werden.
d. Die Gerüste in den Scheunen müssen einen sicheren Bodenbelag haben, damit niemand durchbrechen kann. An jedem Einsteigloch muß sich unten auf dem Bodenbelag an 3 Seiten, von denen aus das Einsteigen nicht stattfindet, eine Fußleiste besinden, außerdem muß an diesen 3 Seiten auch ein Geländer von 80 cm bis 1 m Höhe angebracht sein. Einsteiglöcher, die nicht benutzt, sondern zugelegt werden, müssen ebenso wie der ganze Bodenbelag der Scheunen-Gerüste mit starken Brettern zugelegt und vernagelt sein.
7. Oberböden, Gerüste, Bühnen, die mehr als P/4 m hoch liegen, müssen auf den Seiten, wo Menschen bei einem Fehltritt herunterstürzen können, eine Bretter- Einfriedigung oder ein festes nicht abnehmbares Geländer von 80 cm bis 1 m Höhe erhalten.
8. Die senkrechten Leitern in den Scheunen müssen gute Sprossen haben und diese selbst müssen 10 cm von der Wand abstehen, damit der Fuß nicht nur mit der äußersten Spitze auftritt.
9. Alle kleinen Leitern müssen ebenfalls gute Sprossen haben, ausreichend lang sein und beim Besteigen an einem Haken festhängen bezw. Fußstacheln haben.
Aufgenagelte Sprossen sind vor allem unstatthaft.
10. Scheunentore, die in Angeln hängen, müssen durch einen Winkel gegen Ausheben gesichert sein. Außerdem muß jeder Torflügel festzuhängen sein, damit er sobald er geöffnet ist, nicht zuschlagen kann.
11. Abnehmbare Treppen müssen zum Festhängen eingerichtet sein.
12. Jede Treppe mit mehr als 4 Stufen im Wohnhaus und anderen Gebäuden muß eine Handlehne haben und oben um den Treppen-Ausgang muß ein Geländer sein, welches ein seitliches Herabstürzen verhindert. Auch die Kellertreppen müssen eine Handlehne haben.
(3. Alle Brunnen und Jauchegruben müssen gut 'zugedeckt sein.
14. Sensen müssen, sobald sie getragen oder auf den Wagen gelegt werden, entweder abgeschlagen, oder mit einem SckuL über der Schneide versehen sein.
15. Abgeschlagene Sensenklingen in Viehställen rc. u n b e w e g l i ch zu befestigen, um an denselben Stroh zu schneiden ist untersagt.
16. Bullen müssen an starken doppelten Halsketten angebunden sein.
Dieses sind nur die wichtigsten Unfall- Verhütungs-Vorschriften, die ein jeder Landwirt unbedingt befolgen muß, wenn er sich vor Strafe schützen will. Nähere Auskunft wird auf den Bürgermeisterämtern sowie im Bureau des SektionsVorstandes erteilt.
Hanau den 3. August 1910.
Der Vorsitzende des Sektions-VorstandeS.
U 1623 J. A.: Or. v. Waldow.
Stadtkreis ksanau. Bekanntmachung.
Die Liste der Stimmberechtigten für die Stadt- verordnetenwahsen liegt nach Vorschrift des § 22 der Städteordnung vom 15. bis 30. August d. Js., werktäglich von vormittags 8 bis 121/» Uhr und nachmittags von ^jS bis 6 Uhr, im Rathaus, Zimmer Nr. 2, offen — für den Bezirk Kesselstadt im Gemeindehause zu Hanau- Keffelstadt.
Während dieser Zeit kann jeder Stimmberechtigte gegen die Richtigkeit der Liste bei uns Einspruch erheben.
Wir machen noch darauf aufmerksam, daß nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts etwaige Vermerke in der Wählerliste über das Ruhen des Wahlrechts nur durch rechtzeilig erhobenen Einspruch beseitigt werden können. Hanau den 6. August 1910.
Der Magistrat.
__________________ Hild. 17271
Städtische Sparkasse.
Das Einlagebuch Nr. 11994-ausgefertigt für Albert Marx, Schuhmacher hier, ist angeblich abhanden gekommen. Der etwaige Besitzer dieses Buches wird aufgefordert, seine vermeintlichen Ansprüche auf das Guthaben binnen 3 Monaten beim Sparkaffenvorstand geltend zu machen, widrigenfalls nach Ablauf der Frist ein neues Ein- lagebuch ausgefertigt wird.
Hanau den 8. August 1910.
Der Vorstand. 17403
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Hanau belegene, im Grundbuche von Hanau, Band 72 Blatt Nr. 3771 in Abteilung I unter Nr. 1 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Milchhändlers Max Bruno Kohl und dessen Ehefrau Emma geb. Theis in Kilianstädten, je zur ideellen Hälfte, eingetragene Grundstück:
Kartenblatt N Parzelle Nr. 371/25 rc. — 2 ar 57 qm, Steinheimerstraße Nr. 25,
a) Wohnhaus mit Hofraum,
— Gebäudesteuernutzungswert: 780 Mk. —
— Gebäudesteuerrolle Nr. 951 —
— Grundsteuermutterrolle Art. 2945 —
am 25. Oktober 1910, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — Marktplatz Nr. 18 — Zimmer Nr. 14 — versteigert werden.
Hanau den 1. August 1910. 17468
Königliches Amtsgericht, 2.
Gefundene iiiiti verlorene Gegenstände rc.
Gefunden: 1 Kneifer, etwa 1 Ztr. Erbsen, 1 längliches gelbes Damenportemonnaie ohne Inhalt, 1 Portemonnaie mit 80 Pfg. und 6 Rabattmarken von Kaisers Kaffeegeschäft, 1 zweireihiges Korallen-Armband.
Verloren: 1 grünlich-schwarzes, längliches Damenportemonnaie mit etwa 1 — 3 Nik.
Hanau den 10. August 1910.
PolitiTtbe Rundschau.
- £,i erfahren
Zu der Ostasieureise des Kroupritt^'lle, daß die „Kieler Neuesten Nachrichten aus be, - -
„................ ’ beIt Kaiser er« der Kronprinz auf eigenen Wunsch « ie die wissen- nächtigt worden ist, sowohl bic miW^*‘n
schaftlichen Begleiter der Fahrt persönlich und nach eigenem Belieben zu berufen.
Den Wunsch, den Kaiser in Kiautschou zu sehen, haben deutsche Kaufleute bei Uebersendung eines Sammelwerks über unser ostasiatisches Schutzgebiet ausgesprochen. Nach der „Inform." hat der Kaiser darauf geantwortet, daß er den gleichen Wunsch habe wie die deutschen Kolonisten und gern nach Kiautschou kommen würde, da die interessanten bildlichen Darstellungen von dem Leben und Treiben der Kolonie ihm sehr anziehend erschienen seien. Wenn auch eine solche Reise sehr viel Schönes und Angenehmes erwarten lasse, so sei et ihm leider nicht möglich, diesen Wunsch der Kolonisten zu erfüllen, da er „beruflich an der Ausführung einer solchen Reise verhindert sei". Di« Reise würde entschieden eine viel zu lange Zeit in Anspruch nehmen, und er könne sich so lange von Deutschland nicht entfernen. Er betont in dem Schreiben noch weiter, daß er das Leben und Wohlergehen seiner Landsleute in fernen Ländern stets mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Der Kaiser hat auch schon mehrfach sein Bedauern darüber ausgesprochen, die deutschen Kolonien nicht persönlich in Augenschein nehmen zu können und dadurch das Band zwischen Heimat und Tochterland noch enger zu knüpfen.
Die Reichstagsersatzwahl in dem 20. sächsischen Wahlkreise Zichoppau-Marienberg findet am 24. d. M. statt. Trotz der Erntezeit ist die Wahlagitation sehr rege. Drei Kandidaten ringen um daS Erbe deS verstorbenen Abgeord- neten Zimmermann von der deutschen Reformpartei: Der Obstgutpächter Kurt Tritsche von der deutschen Reformpartei, der Landgerichtsrat und Landtagsabgeordnete Brodauf von der Fortschrittlichen Volkspartei und der Pfarrer a. D. Göhre für die Sozialdemokratie. In der wahrscheinlichen Stichwahl zwischen dem Reformparteiler und dem Sozialdemokraten wird der Freisinn den Ausschlag geben.
Der Schluß des bayerischen Landtags. Der bayerische Landtag ist am Mittwoch nach nahezu elfmonatlicher Dauer geschlossen worden. Der Reichsrat hatte zuvor
noch in einer Sitzung das Budget einstimmig angenommen. In der Abgeordnetenkammer, wo Präsident Dr. v. Orterer für die Feier des 90jährigen Geburtsfestes des Regenten im März nächsten Jahres die Teilnahme des Landtags in einer noch zu bestimmenden besonderen Form angekündigt hat, hatten sich die Sozialdemokraten vor dem Schlußhoch aus den Landesherrn entfernt. Die wichtigsten Beschlüsse der besonders arbeitsreichen Session waren außer dem Budget mit seiner 22prozentigen Steuererhöhung die Steuerreform, das neue Malzaufschlaggesetz, die Millionenbewilligungen für Wasser- und Kraftwerkbauten, das GüterzertrümmerungSgesetz und das Gesetz über bie Schaffung eines Eisenbahnschuldentilgungsfonds. Mit dieser Mehrbelastung und mit der besonders gründlichen Art der Beschlüsse von dauerndem Wert glaubte der Präsident die vielbenörgelte, aber „gerechtfertigte^
lange Dauer der Session entschuldigen zu können.
Der deutsch-japanische Handelsvertrag ist zum Juli 1911 gekündigt worden. Die Entwicklung der deutsch- japanischen Handelsbeziehungen ergibt leider rin für die deutsche Ausfuhr wenig erfreuliches Bild. Schon das Jahr 1908 brachte uns einen Rückgang in der Ausfuhr gegen das Vorjahr von 8 Millionen Mark. Das Jahr 1909 aber hat eine noch stärkere Einbuße in unserer Ausfuhr nach Japan zu verzeichnen, denn diese ging wiederum um 17 Millionen Mark zurück. Seit dem Jahre 1907 hat unser Export also 25 Millionen eingebüßt ; er erreichte im letzten Berichtsjahr nur noch die Summe von 77,6 Millionen Mark. Dem
gegenüber ist Japans Ausfuhr nach Deutschland im letzten Jahre gegenüber dem Jahre 1908 um mehr als 10 Mill. — das bedeutet 54 v. H. — gestiegen und hat mit 29,2 Millionen ihren bisher höchsten Stand erreicht. Der Rückgang unserer Ausfuhr entfällt vor allem auf Eisen mit 1 Millionen und auf Maschinen und elektrotechnische Erzeuginf/ mit fast 6 Millionen. Dagegen ist die Ausfuhr ^^^ichte und anderen chemischen Erzeugnissen ge^ege" ’ n Ollg einen Wert von 25 Millionen Mar. ^chtwaren für Japan namentlich ®tib‘$if|^ w» «•«" “9 3,4 Millionen, sowie chem-sche &WW Kupfer und anderen in Deutsch-Süd- 3ttm Stadium v-^.^ ben zu sem westafrika entsendet da ^ beurlaubten Direktor der ^lect vom Neichsa-"t ^ Geh. RegierungS- L,erinärâ^ dem am 17. August
rat. Prof- Oner 9[u§re^e antreten und sich an Ort und Stelle "durch Untersuchungen über den Stand und die Bekämpfung von Tierseuchen, insbesondere auch der in letzter ^cit beobachteten Schafseuchen informieren. Außerdem soll Ostertag auf Grund der im Lande gewonnenen Feststellungen
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