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Gtkeral-Auzeiger

Awtlichts Grgllll fit Stadt- und Laudkreis Sana«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Beruutmerü. Redakt««» <8, G ch recker in Ha»^

Nr. 7

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^ernsprechanschltttz Nr. 605.

Montag den 10. Januar

K«,nsp»«cha«schl«b Nr. 605. 1910

Amtliches.

Bekanntmachung, hetreffend die Autzerkurssetzung der fünfzig- Pfennigstücke der älteren Geprägeformen.

Vom 27. Juni 1908.

Auf Grund des Artikel 1 Ziffer II deS Gesetzes, be­treffend Aenderungen im Münzwesen, vom 19. Mai 1908 (Reicks-Gesetzbl. S. 212) hat der Bundesrat die nachfolgen­den Bestimmungen getroffen:

8 L

Die Fünfzigpfennigstücke der älteren Geprägeformen mit der Wertangabe50 Pfennig" gelten vom 1. Oktober 1908 ab nicht mehr als gesetzliches Zahlungsmittel. Es ist von diesem Zeitpunkt ab außer den mit der Einlösung beauf­tragten Kassen niemand verpflichtet, diese Münzen in Zahlung zu nehmen.

8 2.

Die Fünfzigpfennigstücke der im § 1 bezeichneten Formen werden bis zum 30. September 1910 bei den Reichs- und Landeskaffen zu ihrem gesetzlichen Werte sowohl in Zahlung genommen als auch gegen Reichsmünzen umgelauscht.

8 3.

Die Verpflichtung zur Annahme und zum Umtausche (§2) findet auf durchlöcherte und anders als durch den gewöhn­lichen Umlauf im Gewichte verringerte sowie auf verfälschte Münzstücke keine Anwendung.

Berlin den 27. Juni 1908.

Der Reichskanzler.

V 83 J. V.: Sydow.

Stadtkreis Planati.

Bekanntmachung.

Alle in Hanau wohnhaften Militärpflichtigen, welche über ihre Dienstpflicht eine endgültige Entscheidung der Ersatz- Behörden noch nicht erhalten haben, werden aufgefordert, sich in der Zeit

vom 15. Januar bis zum 1. Februar d. IS. bei dem hiesigen städtischen Meldeamte, Langstraße 41, 1 Treppe hoch links, zur Rekrutierungsstammrolle zu melden, bei Vermeidung der im Gesetze angedrohten Nachteile.

Diejenigen Militärpflichtigen, welche im fetzigen Stadt­bezirk Hanau-Kesselstadt wohnhaft sind, haben die An­meldung zur Rekrutierungsstammrolle in der oben angegebenen Zeit beim Bezirksvorsteher Herrn Bürgermeister Geibel zu bewirken.

Für solche Militärpflichtige, welche, ohne an einem an­deren Orte im deutschen Reiche einen dauernden Aufenthalt zu haben, abwesend sind, haben deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brot- oder Fabrikherrn die Anmeldung zu besorgen, ebenfalls bei Vermeidung der im Gesetz angedrohten Nachteile.

Diejenigen Militärpflichtigen des Jahrgangs 1890, welche außerhalb Hanaus geboren sind, haben bei Anmeldung zur Stammrolle ihren Geburtsschein, welcher von dem Standes­amt des Geburtsortes für diesen Zweck gebührenfrei ausge­stellt wird, vorzulegen.

Diejenigen Militärpflichtigen, welche in Hanau einschl. Hanau-Keffelstadt 1890 geboren find, brauche» nichts vor- zulegen.

Hanau den 3. Januar 1910.

Der Magistrat.

Hild. 245

Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlung

am Donnerstag den 13. Januar 1910, nachmittags 5 Uhr.

Tagesordnung:

1. Wahl der Kommissionen und Ausschüsse.

2. Bericht des Magistrats über die Verwaltung und den Stand der Gemeinde-Angelegenheiten.

3 Haushaltsplan der Wasserwerkskasse für 1910.

4. Desgl. der Elektriziiätswerkskaffe für 1910.

5. Desgl. der kaufm. Fortbildungsschule für 1910.

6. Desgl. der gewerblichen Fortbildungsschule für 1910.

7. Desgl. der Oberrealschule für 1910.

8. Desgl. der Kleinkinderschule und Krippe für 1910.

9. DeSgl. der Althanauer Hospitalkasse für 1910.

Harum den 6. Januar 1910.

Der Stadiverordneten-Vorsteher.

Uth. Justizrat. $57

Bekanntmachung.

DaS Proviantamt kauft Roggen, Hafer, Weizen-, Hafer' und Roggenstroh (Flegeldrusch, gepreßtes und ungepreßtes Maschinenstroh) diesjähriger Ernte zu den gang­baren Tagespreisen.

Die Einlieferung der Naturalien kann ohne vorherige Anfrage und, mit Ausnahme der Samstag-Nachmittage, an jedem Wochentage von 812 Uhr vormittags sowie von 24 Uhr nachmittags erfolgen.

Hanau den 5. Januar 1910.

Königliches Proviant-Amt. M 48

DaS Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiment Nr. 4 wird am 8. Mai 1910 fein 50jährigeS Bestehen feiern.

Alle ehemaligen Angehörigen und Kriegsteilnehmer deS RegimentS, die an der Feier teilzunehmen wünschen, werden gebeten, hiervon dem Regiment Kenntnis zu geben unter Angabe des Vor- und Zunamen, Stand, Wohnort, Straße und Hausnummer, Tag des Eintritts in das Regiment, Kompanie-Nummer, Dienstgrad, Feldzüge. Gammelmeldungeu durch Kriegervereine re. find erwünscht.

AuS dem Rheinland werden Sonderzüge zu ermäßigten Preisen von Koblenz und Köln auS zusammengestellt, an die anzuschließen sich empfiehlt.

Die Aufforderungen enthaltend Programm und Kosten- anschlag, werden den sich Meldenden später zugehe».

Berlin den 16. Dezember 1909.

v. Ottinger,

M 9 Oberst und RegimentS-Kommandeur.

Gefundene und verlorene Genenstiinde k.

Gefunden: 1 Monatskarte zur Fahrt zwischen Frank­furt a. M.-Ostbahnhof und Hanau-Westbahnhof.

Verloren: 1 schwarzer Schweif von einem Damenpelz.

Zugelaufen: 1 junge Jagdhündin, braun und weiß gefleckt.

Hanau den 10. Januar 1910.

PotitiTche Rundschau.

Postkonfereng. Die Schlußsitzung der Postkonferenz wurde seitens der ReichSpostverwaltung mit der Darlegung der Gründe eingeleitet, die für den Wegfall deS Ankunft­stempels für gewöhnliche Briefe bestimmend gew-sen find. In der sich anschließenden Aussprache wurden von den Ver­tretern der einzelnen Jnteressentengruppen die bei Handel, Industrie, Handwerk und Landwirtschaft bestehenden Wünsche nach Wiedereinführung des AnkunftsstempelS zur Geltung gebracht. Von einem Teile der Mitglieder wurde die Wieder­einführung allgemein gewünscht, von einem andern nur für gewisse Bestellungen ; einige Mitglieder sprachen sich dahin auS, sie hätten bei der vorhergegangenen Besichtigung der Betrieb-einrichtungen die Ueberzeugung gewonnen, daß durch den Fortfall des Stempels 10 bis 15 Minuten Zeit ge­wonnen würden, die für die Postverwaltung und alle, denen e8 in erster Linie auf beschleunigte Zustellung ankomme, wertvoll seien. Der Staatssekretär nahm alle Anregungen mit Dank entgegen und sagte ihre gewissenhafte Prüfung zu.

Der Reichstagsabgeordnete Dr. Potthoff hat, wie gemeldet, sein Amt als Syndikus desDeutschen Werk­meisterverbandes" niedergelegt. DerDemokrat" bemerkt dazu:Wie in den Kreisen der Demokratischen Vereinigung verlautet, soll Dr. Potthoff daran denken, nicht mehr für den Reichstag zu kandidieren und Herrn Dr. Dreitscheid an diese Stelle treten zu lassen."

Gegen die Schiffahrtsabgaben. Die sächsischen Handelskammern haben an die sächsische Staatsregierung eine gemeinsame Erklärung gegen die Schiffahrtsabgaben gerichtet, in der sie sagen, daß die Veröffentlichung der gemeinsamen Denkschrift der sächsischen und der badischen Steuerung gegen die von Preußen geplante Einführung von Schiffahrtsabgaben auf natürlichen Wasserstraßen in den Kreisen von Handel, Industrie und Gewerbe mit ungeteilter Befriedigung begrüß worden sei, da es sich bei der Erhaltung der Abgabemrecheit unserer natürlichen Wasserstraßen um eine der wichtigsten Voraussetzungen für die fernere gedeihliche Entwickelung voi Handel und Industrie Sachsens handle.

Nin vereitelt» Anschlag gegen »ei. Den cke Kaiser. Sin anarchistischer Anschlag aus M,'.®58 ^ui einem filr®bie B-amttn beS russischen Ministerium, bei irè bef immien am,sichen Leitungen über b« « W"9 innern Rußland. Darin wird nach der

St. Petersb. Ztg." erzählt:Anfang 1907 bildete sich in

Warschau ein Geheimbund mit dem Ziele: Ermordung bei Deutschen Kaisers. In Charlottenburg siedelten fich zu diesem Zwecke vier Anarchisten an, denen der deutsche Anarchist Senna Hoy (August WaterloS) Beistand leistete. In Bjalystok würd« beschlossen, daß auchLeibel« von Bjalystok, der Verrückte", undMeitke von Bjalystok" nach Charlottenburg reifen sollten. Unterwegs wurde Meitke ge­tötet, Leibele verhaftet. Die Mitglieder deS Geheimbundes zogen nun ganz in Ausland." (Die ganze Darstellung klingt ziemlich unwahrscheinlich und wird mit der nötigen Borficht aufzunehmen sein. Red.)

DaS Ende deS bayerische« Blocks. Der enge« Landesausschuß der Deutschen VolkSpartei in Bayern be­schäftigte sich in seiner vorgestrigen Sitzung mit der Frage der bayerischen Dlockorganisation. Die einstimmige Ansicht, daß nach der Erklärung deS Geschäftsführer- im Ausschuß der nationalliberalen Lande-partei Bayern- die heutig« Block- organisation nicht mehr aufrecht erhalten werden könne. Ueber das weitere Verhältnis der Deutschen VolkSpartei z» den bisherigen Blockparteien soll die Landesversammlung ent­scheiden. Der engere LandeSauSschuß ist jedoch der Meinung, daß alle weiteren Erörterungen über di« bayerische» Organisation-fragen biS zur Entscheidung über bi« links- liberale Fusion zurückgestellt werben sollen.

Die Ersatzfrage unserer Schutztruppe. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" behandelt in eine« längeren Artikel die Ersatzfrage unserer Schutztruppe in Deutsch-Afrika (Kamerun) nnd kommt unter Hinweis auf da- von Frankreich eingeführte System her Prämienzahlung an die Eingeborenensoldaten bei längerer Dienstzeit zu dem Schluß, daß e- eine Unterlassung bedeuten würde, wenn wir au» Scheu vor momentanen Ausgaben uni nicht dazu ent­schließen könnten, den zweifellos sichersten und aussichts­reichsten Weg zu dauernden Gewinnung der farbigen Mann­schaften einzuschlagen, also auch unseren Ersatz durch ähn­liche Prämien- und Pensionszahlungen läng« als biSh« a» die Truppe und deren Erziehung zu fesseln. Die Mehraus­gaben, fügt das Blatt hinzu, werden fich bezahlt machen, nicht allein durch die Abwehr wertevernichtender Unruhen, sondern auch durch positive Leistungen eine- zu Ordnung und Verdienen erzogenen Elemente», da» mit den entlassenen Mannschaften in die farbige Bevölkerung d« ganzen Kolonne

hineingetragen wird.

Die kaufmännische Stellenvermittlung im Jahre 1909» Einem Berichte bei Verein» für Hand- lungs-KommiS von 1858 (Kaufmännischer Verein) in Ham­burg über den kaufmännischen ArbeitSmarkt im Jahr« 1909 entnehmen wir das folgende: Vor Jahresfrist sprachen wb die Ansicht auS, daß die Krise auf dem kaufmännischen beitSmarkt ihren Höhepunkt erreicht haben dürfte, sodaß im neuen Jahre wieder auf eine allmählich« Besserung gehofft werden könne. Heute freut eS uni berichten zu können, daß sich unsere Annahme al- richtig erwiesen hat. Die schwere Krise, welche auf allen Gebieten unsere» WirtschaftSleben- zur ArbeitSeinschrânkung führte und den Erwerbstätigen im Handel, Gewerbe und Industrie große Opfer auf erlegt^ dürfte als überwunden angesehen werden. Nach den Ergeb­nissen der kaufmännischen Stellenvermittlung ist in d« zweiten Hälfte des abgelaufenen Jahre« eine Besserung d«x wirtschaftlichen Lage zu beobachten gewesen. Dem Verem für Handlungs'KommiS von 1858, der bekanntlich

auS "größte Stellenvermittlung im KaufmannSstandr besitz!, sind im Jahre 1909 2566 offene Stellen mehr al« im Ver­jähre angemeldet worden, nämlich 21 249 gegen 18 Infolge der großen letztjährigen Mitgliederzunahme bnm 58er Verein mußte die Bewerberzahl ebenfalls warfen. Sw belief sich auf 25 036 gegen 22 049 im ^« ^Of. -?'- Zahl der vermittelten Stellen stieg von 7354 auf 8 . Das ist ein Mehr von 1431 Berm.tt ungen °d« «i»- Steigerung von 19 Pro,. Noch nie hat der 68" ®e ein solch glänzendes Ergebnis zu verzeichnen gehabt. D« Erfolge der Stellenvermittlung bei D«remS ^ ^ g ^ |« Jahre sind um so beachtenswerter, als eS dem Berem i «06 eines -rh-biich-n Rückgang-- m H U .^ meldeten Vakanzen gelungen war, di« hohe Besetzungsziss« bri^m^ .Wh W ., â,

daß Amerika den Mächten ein Memorandum unterbreitet habe, in welchem die Neutralisierung der mandschurischen Eisen­bahn durch deren Verkauf an China vorgeschlagen werde. Diese« sei von den Mächten finanziell zu unterstützen, welche infolgedessen die Oberaufsicht über den Bahnbetrieb auf rein geschäftlicher und unpolitischer Grundlage auSzuüben hätten. Der Vorschlag schließe sowohl den japanischen, alS auch den russischen Abschnitt der Eisenbahn Charbin-Dalny eitu ES wird dabei betont, daß durch ein solches U«b«einkommm