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Erstes Blatt.

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General-Anzciger

Amtliches Grgao für Stadt- and Faadkreis Kma.

Erscheint tägNch mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Vellage.

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Nr. 157 ffernsprecha, Ischl, lh N». 605.

Freitag den 8. Juli

Fernsprechauschltttz Nr. 605

1910

Lie beMeNumer mfM laßer r.NatnjiltmBl»L

14 Seiten.

Amtliches.

Stadtkreis F)anau.

Bekanntmachung.

Durch die Entwässerungsanlage des Stadtteils Hanau-Kesselstadt und besonders durch das Freihalten der Baugruben vom Grundwasser durch Lokomobilen wird der Wasserstand in den Hausbrunnen dauernd ungünstig be­einflußt werden, weshalb die Brunnen, soweit sie zur Ge­winnung gewerblichen Wassers beibehalten werden sollen, erheblich vertieft werden müssen, während andernfalls der sofortige Anschluß an die städtische Wasserleitung, der nach Durchführung der Kanalisation im Zwangswege notwendigen Falles veranlaßt wird, empfehlenswert ist.

Hanau den 7. Juli 1910.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 15125

Konkursverfahren.

Ueber das Vermögen deS Maurermeisters Johann Wilhelm Hack in Hanau ist heute am 5. Juli 1910, nachmittags 6 Uhr 47 Minuten das Konkurs­verfahren eröffnet.

Der Justizrat L e r o i in Hanau ist zum Konkurs­verwalter ernannt.

Offener Arrest und Anzeigepflicht sowie Termin zur An­meldung bis zum 28. Juli 1910. Erste Gläubiger- versammlung am 29. Juli 1910, vormittags 10 Uhr, Prüfungstermin am 12. August 1910, vormittags 11 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgericht 5 in Hanau Marktplatz Nr. 18 Zimmer Nr. 5.

Hanau den 5. Juli 1910. 15133

Der Gerichtsschreiber Kgl. Amtsgerichts 5.

Gefundene mid nerlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 Zwicker (Augenglas), 1 Rasiermesser mit Futteral (auf einer Bank am Main).

Verloren: 1 schwarzer Sammet-Damengürtel, 1 Milchlieferbuch mit dem Namen Johann Seipel, 1 goldener Herrenring (doppelte Schlange mit 2 Brillanten), 1 graue wolleUe Pferdedecke, 1 silberne Uhr mit silbener Kette (auf der äußeren Seite des Deckels H. Z. eingrawiert).

Hanau den 8. Juli 1910.

PolitiTd>e Run dich au.

Schisssjungenlausbahn in der Kaiserlichen Marine. Im Hinblick auf dem Ende dieses Monats statifindenden Meldeschluß für die Schiffsjungenlaufbahn in der Kaiserlichen Marine sei nochmals darauf hingewiesen, daß junge Leute, die zu dem jährlichen Einstellungstermin Anfang Oktober nicht jünger sind als 15, auch nicht älter als 18 Jahre, sofern sie vollkommen gesund und kräftig sind, gute Schulbildung (Volksschule) und einen in jeder Beziehung einwandfreien Leumund besitzen, in die Schiffs- jungendivision an Bord S. M. S.König Wilhelm* in Mürwik bei Flensburg eingestellt werden können. Mit der Einstellung übernimmt der Staat alle Kosten für Ver- pflegung, Bekleidung und Erziehung der Schiffsjungen, so daß den Eltern, die ihre Söhne diese Laufbahn wählen lassen, keinerlei Ausgaben erwachsen. Ein Schiffsjunge wird 2 Jahre nach dem Eintritt Leichtmatrose, nach etwa 31/» Jahren Obermatrose, 5 bis 6 Jahren Maat, 8 bis 9 Jahren Obermaat. Wer weiter dient, wird Deckoffizier und ist als solcher pensionSberechtigt. Wer nach 12 jähriger aktiver Dienstzeit aus der Marine ausscheidet, erhält den Zivilver­sorgungsschein. Wer in die Schiffsjungendivision eingestellt werden will, meldet sich persönlich beim nächsten Bezirks- kommando. Meldeschluß ist der 25. Juli. Nähere Nach­richten erteilt das Bezirkskommando und S. M. S.König Wilhelm". Auf Postkartennachricht hin werden Interessenten durch S. M. S.König Wilhelm" (Adresse: Mürwik bei Flensburg) ausführliche Nachrichten zugestellt.

Die Militärscheu in Frankreich. Der soeben dem P> äsidenten der französischen Republik zugegangene Be- rrcht des Krieasministeriums über die Habl der Ausbebunas-

pflichtigen, die sich im vergangenen Jahr« ihrer Dienstpflicht entzogen haben, stellt wiederum ein beunruhigendes Anwachsen dieser Zahl fest. Während sie 1907 noch 4905 betrug, stieg sie im Jahre darauf auf 11 782, und 1909 betrug die Zahl der unsicheren Kantonisten bereits 17 258, hat sich also in drei Jahren vervierfacht. Diese beunruhigende Er­scheinung veranlaßt einige Blätter, einschränkende Bestim­mungen für jene Presse zu fordern, die die antimilitaristischrn Tendenzen unterstützt.

Der drohende Eisenbahneransstand in Frank­reich. Mehrere Blätter berichten, daß der Hauptausschuß des Eisenbahner-Syndikats beschlossen habe, bis zum 17. Juli die Antwort auf das Ansuchen um eine Verständigung mit den Vertretern der Eisenbahngesellschaften abzuwarten. Werde diese bis dahin nicht erfolgt sein, dann werde sich der Haupt­ausschuß in der Nacht' vom 17. auf den 18. Juli versammeln, um über den Zeitpunkt deS Streikausbruchs Beschluß zu fassen. Der Syndikatsausschuß rechne nicht darauf, daß sämtliche 280 000 Eisenbahnbedienste in den Ausstand treten werden, aber nach seiner Ansicht genüge eS, wenn gleichzeitig 50 000 Eisenbahner streikten, um den Verkehr lahm zu legen.

König Georgs Thronbesteigung. Als Sonder­botschafter zur Ankündigung der Thronbesteigung König Georgs gehen Mitte des MonatS Lord Rosebery nach Wien, Lord Roberts nach Berlin, Rußland und den Balkanstaaten, Lord Granard nach Skandinavien, Spanien und Portugal, der Marquis Northampton nach den übrigen europäischen Höfen. Da diese Botschafter persönlich bei den Fürsten be­glaubigt werden, so gehen keine besondere Sendboten nach Frankreich und den Vereinigten Staaten.

Die Docks der englischen KriegSstotte. Der erste Lord der Admiralität, Me. Kenna, empfing gestern eine Deputation, die ihm die Bitte vortrug, für di« Errichtung eines für die größten Kriegsschiffe geeigneten Docks an der Ostküste, am besten am Tyne, Sorge zu tragen. Lord Charles Beresford legte dar, daß Deutschland bereits sieben Docks besitze und binnen kurzem 13 besitzen werde, während England keine großen Anstrengungen mache, um für Docks an der Ostküst« Vorsorge zu treffen. Der erste Lord der Admiralität stellte in Abrede, daß die Lage dieselbe sei wie im vorigen Jahr. England werde bald zwei große Schwimmdocks besitzen, die zur Aufnahme der größten Schiffe geeignet seien. DaS eine werde an der Ostküste, daS andere vorläufig in Portsmouth stationiert werden, doch könne dies auch nach Rosyth geschafft werden. Er hoffe, daß daS Dock in Rosyth in 4^8 Jahren fertig gestellt werde. Er schlug vor, beim Parlament die Bewilligung eines zweiten Docks in Rosyth zu beantragen. Der Tyne sei zur Errichtung eines Docks der Admiralität ungeeignet und der Humber eigne sich dazu noch weniger. Liverpool habe vor kurzem den Beschluß gefaßt, ohne irgend eine Unterstützung seitens der Regierung ein tausend Fuß langes und 120 Fuß breites Dock, das auch der Flotte bereits zur Verfügung stehe, zu erbauen. Die Nation sei Liverpool für diesen Entschluß zu Dank verpflichtet und er, Mc. Kenna, möchte anregen, daß die für den Tyne zuständigen Lokalbehörden einen- gleichen Beschluß fassen mögen.

Di- Spitzbergen-Frage. Au? Kristiania, 7. Juli, wird gemeldet: In der heutigen Sitzung des Storthing er­klärte der Minister deS Aeußern, Jrgons, in Bezug auf die

Spitzbergen-Frage u. a., daß man selbstverständlich nicht zu vorläufigen besonderen Verhandlungen mit Schweden und Rußland geschritten sei, ohne eine Sicherheit dafür zu haben, daß die übrigen Länder, welche eine Interesse an der glück­lichen Lösung dieser Frage haben könnten, diesem Schritt zu­stimmen werden. Auf die Bemerkung des früheren Minister­präsidenten Konow, daß auf Spitzbergen keine gemeinsame Institution irgend welcher Art seitens verschiedener Länder eingerichtet werden dürfe, erwiderte Jrgons, wenn von den beteiligten Staaten eine Regelung vereinbart werde, die auch für Norwegen annehmbar sei, so wäre es selbstver­ständlich, daß Norwegen dieser Regelung sich anschließe, selbst wenn damit eine Institution geschaffen würde, bei der eine einzeln« Ländergruppe einen sichtbaren Einfluß erhielte.

DaS russisch-japanische Abkommen.Now. W." schreibt, die wirkliche Bedeutung des am 4. Juli unterzeich­neten russisch-japanischen Abkommens gehe weil über seinen Wortlaut hinaus; es bilde die festeste Bärgichaft für dauern­den Frieden und mache den Einmischungsversuchen Dritter (soll heißen Amerikas. Red.) in die freundnachbarschaftlicheu Beziehungen zwischen Rußland, Japan und China ein Ende. DasAbkommen gewährleiste Rußland die Möglichkeit ungestörter Kolonisation an der Küste des Stillen Ozeans und sch die Fortentwicklung ruisischer Unternehmungen der Manbich ^ Der Abschluß des Abkommens sei ein arobes ^e

wolskis.Rjetsch" schreibt, der Vertrag fei augenschein­lich gegen China gerichtet.

Landwirtschaftlicher GenofsenschaftStag.

Koblenz, 7. Juli. Aus allen Teilen des Reiches sind etwa 1200 Genossenschaftler zum 26. deutschen landwirtschaft­lichen Genosseuschaftstag des Reichverbandes der deutschen land- wirtschaftlichen Genossenschaften, Sitz Darmstadt, in Koblenz erschienen. Vertreter haben gesandt daS königlich preußisch« Laudwirtschaftsministerium, der Oberpräsident der Rhein­provinz, der Regierungspräsident von Koblenz, die württember- gische und braunschweigische StaatSregierung, das österreichische Ackerbauministerium, die LandeSauSschüsse für Böhmen und im Erzherzogtum Oesterreich, der deutsche Landwirtschaftsrat, daS königlich preußische Landes-Oekonomie-Kollegium, der Bund bn Landwirte, die Landwirtschaftskammern von Wiesbaden, Äaffd usw^ die holländische, die japanische und die russische StaatS­regierung. An Stelle des erkrankten GeneralstaatSanwaltS Geheimrat- Haas-Darmstadt fand die Eröffnung und Be­grüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden, Landesöko­nomierat Johannssen-Hannover statt. Der preußische Land- wirtschaftSminister Frhr. v. Schorlemer ließ durch seiner Vertreter dem Genossenschaftstag seine besten Wünsche über­bringen, ebenso der durch eine Dienstreise nach Aachen am Erscheinen verhinderte Oberpräsident der Nheinprovinz Frhr. v. Rheinbaben. Nach Verlesung deS Jahresberichts wurde alt Tagungsort für 1911 Hannover bestimmt.

Die Türkei und Griechenland.

Wien, 7. Juli. DerN. Fr. Pr." telegraphiert man aus Konstantinopel: Von authentischer, dem Kriegsministerium nahestehender Seite erfährt man, daß heute der Kriegsminister an daS 3. Korpskommando habe Befehl ergehen lassen, scharf auf die die Grenze überschreitenden Räuberbanden zu achten und sofort di« Grenz« zu überschreiten und mit Waffen­gewalt vorzugehen, wenn unter den einfallenden griechischen Banden Soldaten oder Banditen in Uniform bemerkt werden sollten.

Konffanttnopel, T. Juli. Die Botschafter haben gestern infolge der jüngsten Ausschreitungen, die der Boykott zeitigte, an den türkischen Minister deS Innern eine energische Note gerichtet. Die Folg« davon war, daß heute der Minister deS Innern an die Provinzialbehörden ein Zirkular richtete, dahingehend, daß diese Behörden nunmehr endgültig und aufs allerentschiedenste anfgeforbert werden, unverzüglich für sofortige Einstellung d«r Boykottbewegung Sorge zu tragen und alle dahingehenden wirksamen Maßnahmen zu treffen.

Saloniki, 7. Juli. Wie baSWiener Korr.-Bur/ melbet, überraschte eine türkische Grenzwache auf türkischem Gebiet zwei griechische Soldaten, welche einen WaffentranS- port geleiteten. Da die Griechen auf Anruf nicht hielten, feuerten die Türken und verwundeten die Griechen, welche flüchteten. Die beladenen Pferde und zwei Treiber fielen in die Hände der Grenzwache.

Hus Ban au Stadt und Eand.

Hanau, 8. Juli.

Hanau Windecken Vilbel. Unterm 29. April richtete die Handelskammer Hanau folgend« Eingabe an bi« Königliche Eisenbahndirektion zu Frankfurt a. M.:Mit höflicher Bezugnahme auf unsere Eingabe vom 25. Oktober v. Js. und auf die kürzliche Konferenz unseres stellvertretenden Vorsitzenden H. Ott mit Herrn RegierungS- und Saurat Schwarz in Frankfurt a. M. gestatten wir uns nochmals darauf hinzuweisen, daß nach dem neuen Sommerfahrplan die Verbindungen in der Richtung Hanau Heldenbergen- Windecken Vilbel und umgekehrt zum größten Teil so un­günstig sind, daß eine Benutzung dieser. Strecke sich von uni nach Hanau als fast völlig untunlichst erweist. Mit Aus­nahme einzelner weniger haben alle in Betracht kommenden Züge auf der Station Heldenbergen-Windecken entweder gar keinen Anschluß oder erst nach einem so langen ? urjM^j daß derartige Zeitverlust. den ^"^ vor- werden können und diese eS daher sehr 9 sonstigen ge­ziehen, sich zur Erledigung ihrer ^^^ Orten, speziell schädlichen Angelegenheiten W« « { ^ insbesondere für nach Frankfurt zu wenden. D' ^,ionffäbtctlf Ober- und die Bewohner von Dudesve^ ^ besteht, wre wir schon Niederdorfelden und 6 '^führten, die Gefahr, daß U"term 25- den Hanauer Geschäfts,

durch dl-^ ^grliches Absatzgebiet verschlossen und eine als 'lohnte Kundschaft entzogen wird. An die Königliche Eisen- bahndirektion richten wir die ergebenste und bringende Bitte, hierin baldmöalickst für Abbitte beiorat fein iu wollen. Aw