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General-Allzeiger

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, belletristischer Beilage.

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Nr. 156

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Donnerstag den 7. Juli

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VerautmarS. Redakteur: «.Schrecker tu H««.

Fernsprechanschlittz Nr. 605

1910

Amtliches.

Bekanntmachung.

Im November d. Js. finden die Neuwahlen der Mit- Lieder und stellvertretenden Mitglieder der Apothekerkammer für die Provinz Hefien-Nassau für die Wahlperiode vom 1. Januar 1911 bis 31. Dezember 1913 statt.

Die Liste der im Regierungsbezirk Cassel wohnhaften wahlberechtigten Apotheker liegt im Dienstziinmer des Kreis- sekretärs im Königlichen Landratsamt in Hanau (Hain­straße 10 I) vom 17. -s. Mts. ab 14 Tage lang öffentlich aus.

Einwendungen gegen die Liste sind innerhalb 14 Tagen nach beendigter Auslegung der Liste bei dem Vorstande der Apothekerkammer in Cassel anzubringen.

Castel den 25. Juni 1910.

Der Vorstand der Apothekerkammer.

N a g e l l, Kgl. Hofapotheker.

Vorsitzender.

| Stadtkreis Hanau.

Bekanntmachung.

Die Ferien des StadtansschufseS für den Stadt­kreis Hanau beginnen am 21- d. Mts. und endigen am 3L k. Mts.

Während der Ferien dürfen Termine zur mündlichen Verhandlung der Regel nach nur in schleunigen Sachen ab« gehalten werden.

Auf den Lauf der gesetzlichen Fristen bleiben die Ferien ohne Einfluß.

Hanau den 4. Juli 1910.

Der Vorsitzende

des Stadtausschusie« des Stadtkreises Hanau.

Dr. Gebeschus. 16075

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Hanau belegene, im Grundbuche von da Band 34 Artikel 2187 in Abteilung I unter Nr. 1 und 2 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Ehefrau des Bäckers Karl Grün, Marie, geb. Kistner, in Hanau eingetragene Grundstück:

Krtbl. G Parzelle Nr. 328/168 = 1 ar 14 qm groß, auf Parzelle Haus Nr. 19 der Nordstraße,

a) Wohnhaus mit kleinem Hofraum, Nutzungs­wert 1200 Mk.,

b) Querbau (A) Waschküche, Holzstall und Aborte, Nutzungswert 16 Mk.,

c) Seitenbau rechts mit Treppe (B) Backhaus, Nutzungswert 30 Mk.,

eingetragen in der Grundsteuermutterolle unter Artikel Nr. 1166

und der Gebäudesteuerrolle unter Nr. 1645

am 9. September 1910, vormittags IV/i Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle Marktplatz 18 Zimmer Nr. 14 versteigert werden. Hanau den 24. Juni 1910. ° 15059 Königliches Amtsgericht, Abt. 2.

LandmrtsWlicher Kreisvereill Hanan.

Seitens des landw. Kreisvereins findet am Sonntag den 17. Juli d. I. eine Besichtigung des Grafen von Solms-Rödelheim'schen Gutes in Wickstadt und der Gutswirtschaft des Herrn Alles in Nieder- siorstadt statt. Beide Güter sind Saaigutwirischaften. Zu dieser Besichtigung werden die Mitglieder des Ver­eins mit ihren Damen erqebenst eingeladen. Abfahrt: HanauMord am 17. vormittags 11.45 Uhr nach Assenheim. Von da nach dem, etwa 30 Minuten entfernten Wickstadt. Besichtigung des erstgenannten Gutes. Hiernach nach dem etwa 1 Stunde entfernten Niederflorstadt. Besichtigung der Alles'schen Gutswirtschaft. Dann weiter nach Friedberg, Hotel Trapp.

Wegen der Bereitstellung der Wagen von Assenheim ab, werden die Mitglieder ersucht, ihre Beteiligung an der Be­reisung unter Angabe der Teilnehmerzahl bis spätestens den 10. d. Mts. dem Schriftführer des Vereins, Herrn Domäuenrentmeister Reinhardt hierse'.st, mitzuteilen.

Die Herren Bürgermeister werden ersticht, die vorstehende Bekanntmachung des landwirtschaftlichen Kreisvereins in ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt zu machen. Hanan, den 1. Juli 1910.

Der Vorsitzende.

Frhr. L a u r. Königlicher Landrat.

Politische Rundschau.

Militärisches. Generalmajor Freiherr v. Süßkind, Kommandeur der 4t. Infanterie-Brigade, wurde mit der Führung der 5. Division in Frankfurt a. d. Oder, Oberst Riedel, Kommandeur des 5. hessischen Infanterie-Regiments Nr. 168 mit der Führung der 41. Infanterie-Brigade be­auftragt. Oberstleutnant Neuhauß beim SikBe deS 5. Rhein. Infanterie-Regiments Nr. 65 wurde unter Beförderung zum Obersten zum Kommandeur des Hess. Infanterie-Regiments Nr. 168 ernannt.

Für die Reichstagsersahwahl in Frank- fürs a. O.-Lebus hat der, Vorstand des konservativen Wahlvereins für den Wahlkreis Frankfurt a. O.-Lebus ein­stimmig den Vorsitzenden des evangelischen Arbeitervereins' von Berlin und Umgegend H. Dunkel als Kandidaten auf« gestellt. Von nationalliberaler Seite kandidiert, wie mit« geteilt, Archivdirektor Dr. Winter aus Magdeburg.

Die Zahnärzte und die Reichsversicherungs­ordnung. Nach den Kommissionsbeschlüssen deS Reichs­tages zu den Paragraphen 135 und 136 der ReichSver- sicherungsordnung soll die zahnärztliche Behandlung der Kaffenmitglieder auch durch nichtapprobierte Aerzte gestattet sein. Gegen diesen Beschluß sind in Frankfurt, Breslau, Karlsruhe, Barmen und vielen anderen Städten Protestver­sammlungen abgehalten worden. Weitere Protestversamm­lungen werden vorbereitet.

Eine wesentliche Verstärkung des Kreuzer­geschwaders in Ostasien ist für das nächste Winter­halbjahr in Aussicht genommen, da der durch das Eintreten des großen Kreuzers von der Tann in den Verband der Aufklärungsschiffe der Hochseeflotte dort frei werdende Panzer­kreuzer Gneisenau durch Jnstandsetzungsarbeiten auf der Wühelmshafener Reichswerft seinem Schwesterschiff Scharn­horst, das seit dem vorigen Jahre als Flaggschiff des Kreuzer­geschwaders sich in den ostasiatischen Gewässern befindet, dorthin folgen soll. Inzwischen wird dann auch der gegen­wärtig an der amerikanischen Westküste kreuzende kleine Kreuzer Emden dort eingetroffen sein, so daß sich das Kreuzergeschwader in Zukunft zusammensetzen wird aus zwei Panzerkreuzern (Scharnhorst und Gneisenau), sowie den kleinen geschützten Kreuzern Nürnberg, Leipzig und Emden, wozu noch die dem Kreuzergeschwader unterstellten Kanonen­boote Iltis, Jaguar, Tiger, Luchs, die Flußkanonenboote Tsingtau, Vaterland, Otter, die Torpedoboote Taku und 8 90 sowie b;r Transportdampfer Titania kommen.

Ein deutsch-englischer HöflichkeitSanstausch. Der deutsche Botschafter Graf Wolff-Metternich wohnte der 25. Jahresfeier desSalon", dessen Mitglieder sich für die Wissenschaft, Literatur und Kunst interessieren, bei. General­major Sir Alfred Turner, welcher den Vorsitz führte, sagte in einem Trinkspruch auf den deutschen Kaiser, die Macht Deutschlands sei auf die Förderung der Interessen des Friedens und nicht des Krieges gerichtet. Deutschland wünsche zur Erhaltung des Friedens in freundschaftlichen und brüderlichen Beziehungen mit England zu leben. Das Gerede über die Abrüstungen sei absurd. Der Botschafter sagte, es sei ihm eine höchst angenehme Pflicht, den Kaiser von der warmen Aufnahme des Trinkspruches in Kenntnis zu setzen.

Englands Streitkräfte in Aegypten. In De- antwortung einer Anfrage des Unterhausmitgliedes Dillon erklärte Kriegsminister ^albane, daß die englische Militär­besatzung in Aegypten bereits im Jahre 1906 um 1 Regiment Kavallerie, 1 Batterie Artillerie und 1 Bataillon Infanterie verstärkt worden sei. Die jährlichen Ausgaben für die Er­haltung der Militärmacht in Aegypten belaufen sich für Eng­land auf 3 750 000 Pfund, das sind I 250 000 Pfund mehr als bis zum Jahre 1906. Die Regierung hoffe, so fügt Haldane hinzu, daß die gegenwärtig sich in Aegypten be­findenden englischen Truppen ausreichen, um jeden etwaigen Ausbruch von Unruhen zu verhindern.

Spionage? In London herrscht große Aufregung über einen Artikel, der in derItalia maritima" erschienen ist und streng geheim gehaltene Angaben über den Kreuzer Lion" enthält, der zurzeit im Bau begriffen ist. Der Kreuzer wird Tag und Nacht von Geheimpolizisten bewacht. Die Veröffentlichung der Beschreibung läßt nur auf Spio­nage schließen, an der die Werstangestellten beteiligt sein müssen. Eine Interpellation im Parlament wird erwartet.

Die italienische Kammer nahm gestern außer einer großen Anzahl kleinerer Vorlagen den Gesetzentwurf betr. den Elementarunterricht mit 216 gegen 58 Stimmen an und vertagte sich dann auf unbestimmte Zeit.

Unruhen im Hinterlands von Kiants^o". DieKöln. Ztg." meldet aus Schanghai :In dem bisher ruhigen Schantung ist neuerdings eine Gâhruna unver ein- bar, wozu die Mißernten infolge der Spätfröste, Hagelschläae beitragen Die Unruhen in Layiang r' w

Tsinanfu und Tsingtau nehmen anscheinend größeren Um­fang an. Einem gestern nach Tsinanfu abgegangenen Detachement folgen weitere Truppen." Aus Tsingtau wird der deutschen Kabeltelegrammgesellschaft weiter gemeldet; Der Gouverneur von.Schantung entsandte nach dem, etwa hundert Kilometer von der deutschen Grenze entfernten Laiyang (Ost-Schantung), wo Unruhen vorgekommen sind, zwei Bataillone. Die Truppen benutzten die Schantungbahn.

Die Kretafrage. Wie das Reutersche Bureau er­fährt, ist in gut informierten Londoner Kreisen nichts davon bekannt, daß die Türkei irgend welche Schritte bei den Signatarmächten des Berliner Vertrages unternommen habe, die dahin abzielten, daß eine endgültige Lösung der Kreta­frage gefunden werden möge. Weiter erfährt das Reutersche Bureau aus diplomatischer Quelle, daß die letzten Nachrichten aus Kreta beunruhigend lauten. Es steht fest, daß diejenige Partei auf der Insel, die darauf besteht, daß die musel­manischen Deputierten den Eid auf den König der Hellenen ablegen, an Stärke zunimmt, sodaß es nicht unwahrscheinlich ist, daß es bei dem Zusammentreten der Nationalversamm­lung zu Unruhen komme. Zur Zeit schreiten die Beratungen unter den Schutzmächten über die Frage vorwärts, wozu die Kriegsschiffe bei einem solchen Ereignis verwendet werden müssen. Obwohl noch keine formelle Entscheidung getroffen ist, hat man Grund zu der Annahme, daß, falls die Kreter sich in der angedeuteten Weise gegen die muselmanischen Deputierten verhalten, internationale Streitkräfte von den Kriegsschiffen gelandet werden, um bit Ordnung aufrecht zu erhalten und darauf zu sehen, daß die Rechte des Sultans respektiert werden.

' Montenegro. Wie man demNeuen Wiener Abend­blatt" aus Petersburg mitteilt, hat Rußland die Zustimmung zur Erhebung Montenegros zum Königreich offiziell durch seinen montenegrinischen Vertreter im dortigen Ministerium mitteilen lassen.

Zur Lage in Marokko.

Paris, 6. Juli. Mehrere Blätter melden, Minister Pichon habe an den Generalgonverneur von Algerien Jon- nart wegen dessen Reise nach Udschda einen Brief gerichtet,- in welchem er darauf Hinweise, daß die Oberaufsicht über die Operationen im Gebiete von Udschda Sache des Ministeriums des Aeußern sei. Die Reise de« Generalgouverneurs Jon- nart nach Udschda könnte im Auslande eine irrtümliche und für die diplomatische Aktion Frankreich« unbequeme Aus­legung Hervorrufen. Er bitte daher den Generalgouverneur, in Zukunft derartige Reisen zu unterlassen oder mindestens zuvor die Ansicht des Ministers deS Aeußern über deren Tunlichkeit einzuholen. Im Ministerium des Aeußern er» klärt man, von einem solchen Schreiben Pichons an Jonnart keine Kenntnis zu haben.

Tanger, 6. Juli. Aus Fez wird unter dem 3. Juli gemeldet: Der Sultan zeigte sich auf die Kunde von den kriegerischen Ereignissen im Tadlagebiet sehr niedergeschlagen. Auf Anraten des französischen Konsuls schickte er an Ma rl Ainin Boten, um ihm den Befehl zu bringen, sofort umzu­kehren und sich nicht in Fez zu zeigen, da er sonst ins Ge, fängnir geworfen werde. In der Umgebung des Sultans wird versichert, Ma el Ainin erhielt bereits Befehl, Tiznit nicht zu verlassen.

Parlamentarisches.

Die Strafprozeßordnung. Die Kommission für Mt Strafprozeßordnung begann gestern die Beratung des dritten Buches dec Novell«: Rechtsmittel, Wiederaufnahme. Bei den allgemeinen Vorschriften über Rechtsmittel wurde gerügt, daß in manchen Bundesstaaten die Staatsanwälte sich an­gewöhnt haben, das Rechtsmittel der Berufung stets dann einzulegen, wenn der Angeschuldigte Berufung eingelegt hat. Die Regierungsoertreter betonten darauf auks bestimmtest«, daß keinerlei Anweisung von feiten der Zentral- und Pro- vinzialoerwaltungen an die Staatsanwälte ergangen sei, in dieser Weise vorzugehen. Wenn Srimb zu Beschwerden vor- liege, so seien daran lediglich Uebergriffe und Mißstände rein örtlicher Natur schuld, die entschieden zu mißbilligen seien. Der Staatssekretär Dr. Lisco stellte eingehende Erhebungen nach dieser Richtung hin in Aussicht. Die §§ 301. un J blieben unverändert. Bei § 303 wurde bw «£0 aU^ Einlegung eines Rechtsmittels für den B sch beantragt. für dèn Ehegatten eines oder -m-r J^fSmen abge- Der Antrag wurde aber mit ^.10 9 ^ &je Reichspartei lehnt. Dafür stimmten die 3^ §03 bis 311 wurden und ein Teil des Zentrums. ^ M^ bie Beschwerde er« unverändert angenommenes Ausführung der Entschsi- hielt folgenden können demjenigen Gerichte

dung erforderliche bie beschwerende Entscheidung erlassen mar Überträgen werden". § 313 wurde genehmigt, ebenso ^ 314 Die §§ 315 bis 330 handeln von der Berufung. § 315 wurde angenommen unter Ablehnung verschiedener Anträge, die das Berufungsrecht der Staatsanwaltschaft aus­heben oder einlchränken wollten. Die §§ 31V bis 318 treffen