Nette S
NamSta«
7. Mat
außermbuUJj^J&mierig, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Hunderte dojs Flüchtigen sind auf der Straßenbahn in San Jose angeko'mmen. Eine große Anzahl von Familien.lagern auf den Höhen bei Cartago. Aerzte und Nahrungsmittel sind dorthin entsendet. Der Schaden wird auf viele Millionen Dollar« geschätzt. ,
Newyork, 6. Mai. Nach einer Meldung aus San Juan bei Sur ist in Cartago kein einziges Wohnhaus stehen geblieben; 350 Leichen wurden unter den Trümmern hervor- gezogen. Die Verwundeten wurden nach San Jose gebracht.
London, 6. Mai. Neuere Nachrichten aus der Provinz Cartago besagen, das Erdbeben richtete nicht nur in Cartago großen Schaden an, sondern auch in den an der Eisenbahnlinie Cartago—Pltertelimon gelegenen Städten.
New-Vork, 7. Mai. Die Verluste an Menschenleben del der Katastrophe von Cartago beschränken sich auf diese Stadt. Diebe und Mörder entsprangen den Gefängnissen.
Randel, Gewerbe and Verkehr.
* Seifenpreise. In den vergangenen zwei Monaten hat sich die Lage für die Seifenindustrie noch wesentlich verschlimmert. Nachdem schon seit beinahe einem Jahre die Oele und Fette einen verhältnismäßig hohen Preisstand inne hatten, ist dieser auf einem Punkte angelangt, der überhaupt noch nie, nicht einmal in den 70er Jahren, in welcher Zeit das Pfund Seife mit 40 bis 45 Pfq. bezahlt wurde, zu verzeichnen war. Die Ursache ist hauptsächlich in den hohen Schmalzpreisen zu suchen. In Amerika waren die Zufuhren von Schweinen seit 17 Jahren nicht so klein wie im vergangenen Jahre, und auch jetzt noch, wodurch sich ein großer Ausfall an Schmalz ergibt. Der naturgemäß täglich wachsende Welt-Fettkonsum kommt nun andern, verhältnismäßig billigeren Speisefetten, wie Kokosbutter und Margarine, zugute, und zu deren Herstellung dienen heute die auch für die Seifenindustrie in Betracht kommenden Oele. Nachdem gegenwärtig die Kokosbutterfabriken kaum in der Lage sind, die Aufträge zu bewältigen, muß damit gerechnet werden, daß der im Herbst sich wesentlich steigernde Konsum in diesem Artikel nicht voll wird befriedigt werden können. Unter diesen Umständen ist an ein Rückgehen der hohen Oelpreise noch lange nicht zu denken, und wie verzweifelt die Lage dadurch für die Seifenfabriken ist, mag man daraus ersehen, daß der Selbstkostenpreis für eineu Zentner garantiert reiner Kernseife zirka 33 Mk. betrâat und die Kaufleute ihre billigen Vorräte noch mit 27—32 Pfg. pfundweise verkaufen. ES ist indessell vorauszusehen, daß letztere bald aus dem Markte verschwinden und die Detailpreise dann den jetzigen Verhältnissen angepaßt werden können.
Aus Kanan Stadt and Cand.
Hanan, 7. Mai.
'JmReichstagswahlkreiseKriedberg-BüdnrgLN haben die Nanonalliberalen als Kandidaten den Universitäts- Professor v. Galtet aus Straßburg aufgestellt, der auch die Unterstützung der fortschrittlichen Volkspartei finden wird.
* Parolemuflk. Die Ulanenkapelle wird morgen mit» tag folgende Stücke im Schloßgarten spielen: Krönnngs- marsch a. d. Op. „Die Folkunger" von Kretschmar; Große Fantasie a. d. Op. „Die Hugenotten" von Meyerbeer; „Am Bosporus", türkisches Jutermezzo von Morena; „Indra- Walzer" von P. Linke; „Deutschlands Ruhm", Marsch von Reckling.
* Der AitssichMitrm auf dem Bitchberg ist von morgen nachmittag 2 bis abends 6 Uhr zum Verkehr für das Publikum geöffnet. Das Publikum wird gebeten, die für die Regelung deS Verkehrs erlassenen Vorschriften beachten zu wollen.
* Kurort Wtthelmöbad. Mirren nachmittag von 4 Uhr ab findet zu Wilhelmsbad grostes Militär-Konzert statt, ausgeführt von der Kapelle des Thüring. Ulanen-Regiments Nr. 6.
* Cireus Schumann ist heute morgen mit Extrazug ' zu einem für 6 Tage berechneten Gastspiel auf dem Parade- ■ platz hier eingetroffen. Der erstklassiges Knnstlerpersonal und * WBBSggBW«—»i ■ ■ II »mm »,,iESS
Ausstellung der Freien Vereinigung Franlfnrtcr Künstler.
Zum erstenmal bringt der Kunstverein eine juryfreie Ausstellung, ein gewagtes Unternehmen, denn bei größeren Veranstaltungen ist die vielgesürchtete Jury eine höchst not» wendige Einrichtung ; sollen einigermaßen wertvolle Aus- stellungen zustande kommen. Hier jedoch führte das Wagnis zu keinem schlechien Resultat, handelt es sich bei den Mitgliedern der „Freien Vereinigung" doch meist um Namen von gutem Klang, die neben sich auch junge, starke Talente zu ihrem Recht kommen lassen. So hat sich eine recht erfreuliche Kollektion zusammengefunden, tüchtige, ehrliche Leistungen, in welchen durch den Einschlag der modernen Richtung frisches Leben pulsiert. Da ist vor allem Rudolf Gudden mit einem prächtigen Bild: in hellstem Sonnenlicht einige Bauersleute, die ein schlafendes Kind betrachten. Wirkungsvoll heben sich die braunen Gesichter vom sonnigen Grund, die ganze Gruppe, bie jede- anekdotischen Beigeschmackes entbehrt, von höchster Lebendigkeit und Frische Etwas befremdlich ist dagegen sein Bild: Weib mit Affen!, man weiß nichts Rechtes anzufangen mit dieser, in gezierter Haltung sitzenden Frauengestalt, die zwei spielenden Affen mit spöttischem Lächeln zuschant. Ottilie Röder- stein hat eines ihrer kraftvollen Herrenporträts geschickt, das ihre auSgereifte Kunst in glücklichster Weise zur Geltui'g bringt; ihre „Herbstblumen" sind sehr dekorativ, wenn auch etwas schwer in der Farbe. Der „Fechtei" von Ugi Battenberg lehnt sich m Technik und Auffassung vollständig an Corinth an, ohne besten Meisterschaft annähernd zu erreichen, es ist mehr Bravour und Krastmeiertmn, als eigenes Empfinden dahinter. Weitaus sympathischer sind die
-^'^" Don Mathilde Battenberg, bewnders bas wcab^enbilbni« ist von äußerster Zartheit, wohltuend darin re Aube unb vornehme LarbeniusammenstellunL« Das
edles Pferdematerial besitzende Circus wird h e u t e a b e n d 8^4 Uhr sem Gastspiel mit einer großen Gala-Eröffnungs- vo siellunq beginnen. Morgen Sonntag, nachmittags 4 und abends 8V* Uhr, finden 2 große Vorstellungen mit Wiederholung des EröffnunaSprogramms statt. Der Kartenvor- verkaus finbet in den im JniercueiUeil näher bezeichneten Verkaufsstellen statt.
* Konzert der Nsanenkabelle findet morgen Sonntag abend von 8 Uhr ab bei ungünstiger Witterung im Saalbau „Zum deutschen Haus" statt.
* Internationale Ausstellung für Reise- und Fremdenverkehr, Berlin 1911. Das Präsidium bat beschlossen, die Ausstellung für Reise- und Fremdenverkehr am Samstag den 1. April zu eröffnen und am Dienstag den 20. Juni 1911 zu schließen. Dadurch stehen den Ausstellern 4 Wochen für den Aufbau zur Verfügung, und die Ausstellung selbst wird um 3 Wochen ner- I 8 n g er t, ohne Erhöhung der Platzmèeten und sonstiger Gebühren.
* Stadttheater. Die Direktion teilt uns mit, um irrigen Gerüchten entgegenzutreten, daß die Soubrette Frl. Lila Harves auch für die nächste Spielzeit bereits wieder engagiert worden ist, ebenso wurden vom letztjährigen Personal die Damen Alide Ballin und Clara Nathu- s i u s , sowie die Herren Willy Schneider und Georg Gesche verpflichtet, während weitere Verhandlungen noch schweben. Für das ausscbeidende Frl. Jolel Voß wurde die I. Operettensängerin des Magdeburger Wilhelm-Theaters Frl. Mia Adam unb als I. Ope>ettentenor Herr Otto Wiesinger vom Stadttheaier in Halberstadt gewonnen.
* Garde-Verein. Montag den 9. b. MiS., abends 9 Uhr, findet im Vereinslokal „Zum Elefanten" Moncus- verfammlung statt. Vollzähliges Erscheinen der Mitglieder ist dringend erwünscht.
* Jubiläum. Montag den 9. b. MtS. begeht der Goldarbeiter Herr Adam Roth auS Klein Steinheim bei der Firma Ott n. Comp. sein 25jährigeS Geschäsisjubiläum.
* Im Liebesgetändel. Am Donnerstag abend stand der Dienstknecht Gabel aus Klein-Karben im eifrigen Gespräche mit zwei Mädchen am Kanaltor als die „Elektrische" herannahie. Von den Mädchen auf die Gefahr aufmerksam gemacht, drehie sich G. herum, «lief aber in seiner Bestürzung direkt auf das ®eleüc der Straßenbahn und erhielt von dem Motorwagen einen Stoß gegen den Kopf, daß er besinnungslos niederstürzie. Mitglieder der freiwilligen Saniiätskolonne brachten ihn nach dem Landkrankenhanse, doch ist der Unfall ohne ernstliche Folgen verlaufen. Den Führer der elektrischen Straßenbahn trifft keine Schuld.
* Das Tonbildtheater Bangertftrasze 14 hat es sich angelegen sein lassen, auch bei dem dieswöchentlichen Programmwechsel für Darbietungen Sorge zu tragen, die alle Besucher zufriedenstellen werden. Das Programm ist im Inseratenteile der heutigen Ausgabe veröffentlicht.
* Bei der vorgestrigen Eröffnung der Mast- und Schlachtvieh-Ausstellung zu Frankfurt a. M. fauste Metzger- meister Wilhelm Kaiser von hier ein mit dein ersten Preis prämiiertes Schwein (Berkihiere-Vollblntrasse) im Gewicht von 510 Pfund, gezüchtet auf der König!. Domäne Wölkersdorf.
* Militär-Konzert. Auf das morgen im Kaiserhof stallfindende Konzert der Kapelle des Großh. Hess. Leib- Garde-Dragoner-Regiments Nr. 23 machen mir unter Hinweis auf die Annonce an dieser Stelle noch besonders aufmerksam.
* Futzballklub Melitia. Wir verweisen hierdurch nochmals auf die heute abend statkfindende Monatsversammlung. Siehe die diesbeziialiche Anzeige im heutigen Blatte.
* Zur guten Quelle. Morgen Sonntag finden in der Konzerthalle zur guten Quelle großes Tuoler-Konzert der beliebten Kärntner Gesellschaft <3 Damen, 1 Herr) statt. Das Konzert beginnt pünktlich 4 Uhr und findet bei jeder Witterung statt.
* Der Familienausflug des Klubs Freundschaft nach Großauheim am 8. Mai wird, da ein reichhaltiges Programm vorgesehen ist, allen Besuchern einige fröhliche Stunden bereiten. Ist bann auch der Welteraotl ein men'g
Grau des Kleides klingt harmonisch mit dem stumpfen Blau des BucheS zusammen, ein schwach anfletichtendes Grün belebt die diskrete Farbenskala/ Ebenso geschmackvoll ist daS Orangenbäumchen, während das „Stubrntenbilb" eine etwas kräftigere Durcharbeitung vermissen läßt. Eitore C o s o - matt hat ein paar Landschaften geschickt, heitere Naturaus- schnitte voll Licht und Sonne; das Grün von Wiesen unb Land entzückt durch die Leuchtkraft. Etwas leer und langweilig wirken daneben die Winterbilder von Waldemar Coste. Das Bildnis eines alten Herrn von Alfred Oppenheim ist gut in Haltung und Komposition, doch in der Farbe etwas brandig geraten. Ganz vorzüglich ist dagegen das Selbstporträt von Jakob Happ, welches gleichzeitig das schwierige Problem der doppelten Beleuchtung in interessanter Weise behandelt. Else Suttner bringt ein lesendes Mädchen, welches, obwohl reizvoll in der Komposition, sich in der Auf- fassnng von der Natur entfernt; es ist sein Unterschied gemacht zwischen Körperlichem unb Stofflichem, auch wirkt daS Ganze zu weißlich im Ton. Von Engenie B a n d e I l fällt ein gutgemalter Rnckenakt auf, dessen großzügige, flächige Vkhandlnng eine männliche Hand verminen ließen; das „Zigeunermädchen" ist etwas grell und falt in der Farbe, doch gut modelliert. Einige zarte Feldblnmenstränße auf schwarzem Grund von Marie Steinhaufen fesseln durch seine, anspruchslose Wiedergabe. Mehr technisch interessant als an'piechend wirkt der weibliche Akt von S o l d e n h o f, bei welchem sich die Beeiltflnssnng von Ganghin und van Gogh geltend macht. Die kreidige unb zu direkte Farbe, die manchmal etivas schwerfällige Kontur^ lind nicht $um wenigsten die Realistik der Auffassung sind nicht dazu angetan, die edle Harmonie eines weiblichen Körpers wiederzugeben. Die beforanveu Stillleben von Voigtländer-Hildebrand entbehren nicht eines eigenen Reizes, wenn auch manchmal die Anordnung etwas gesucht erscheint. Recht gut und kräftig gemalt sind die bekannten SliUebcn von Alice Trübner. Gustav Schrägte hat ein Damenbildinâ
hold, so ist ein Spaz-ergang nach Großauheim nur zv empfehlen. .(Siehe Inserat.) . -
Weitere Gerichte „Aus Stadt und Land" . im zweiten Blatt.
Ocssciitlichcr Wcttccdicüst.
Beobachtungen des Phpsikalischen Vereins, Frankfurt a. M. voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 7. Mai bis zum nächsten Abend.
Teilweise aufklärend, Regenschauer, sehr kühl und windig
Zur Errichtung eines 2lusstchtsturmes aus dem
Hühnerberg bei Wachenbuchen gingen ein:
Ein Hiihneroerg-Ausstchtsturm-Freund Kommt zu euch heute.
O, ihr lieben Hochzeilsgäste
Wir wünschen zu diesem frohen Feste, Ein recht vergnügtes Zusammenfein, Und bitten um ein schönes Schärfelein Dem Hühnerberg getreu zu sein. Damit man dann von jener Höh' Das liebe Gronau auch kann sehn. . 7.50 Mk.
Von dem von R. Stock gestifteten Radanenkuchen waren die Rosinen
bis jetzt das Beste. Trauben hängen hoch, stifte deshalb . 0.50 „
Aus dem Sammelturm Nr. 18 K. Frohwein, Kontor.....7.— „
Personal der Firma Eugen Marcus, Hofjuwelier, Berlin, bei einer Ge- schäitspariie gesammelt, damit der Gustav bald auf den Turm kommen kann......10.— „
O, wie ist's herrlich,
O, wie ist's schön,
So recht gemütlich nach dem Hühnerberz zu geh'n.
50 Psg. und 5 X 10 Pfg. ----- 1.—- , von mehreren Kesselstädler Feuerwehrleuten die am Himmelsahrtstag auf dem Hühnerberg bei Wachenbuchen gewesen sind und nachdem bei Gastwirt Puth gut gefrühstückt haben.
F. W........0.49 „
R. Arnold......0.01 „
Zwei Geschwister.....0.10 „
Voriger Betrag . . . , . 1264.01 „
Zusammen bis jetzt 1290.61 Mk.
Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die Redaktion des „Hanauer Anzeigers."
Marktbericht.
£> a n a u , 7. Mai. (Lebensmittelpreise.) Geflügel: Tauben, das Pärchen 0.70 bis 1.00 Mark, ein alter Hahn 1.40—1 60 Mk.; ein junger Hahn 0.00 bis 0 00 Mark; ein Huhn 1.40- 1 60 Mark; eine Ente 0.00 bis 0.00 Mork: eine Ganz 0.00 bis 0.00 Mark; Gans, gerupft, 00 -00 Psg., l/i Kilogramm. Fische: gewöhn!. Sorte 40 Pfg., bessere Sorte 50 Pfg., Aal 1.20- 0.00 Mk., Hecht 0.00 Mk., Bresem 80 Pfg., Barben 00 Pfennig. Barsch 80—00 Pfennig, frische holl. Schellfische 00—00 Psg., Kabeltau im Ausschnitt 00 Pfg., 1/s Kilogramm. Gemüse : Meerrettich die Stange 20—30 Pfg., Spargel, Pfd. — .80—1.00 Akk., Blumenkohl d.St. 0.50-1.00 M., Kopfsalat b. St 5-15Pf., Endivien, St. 00—00 Pfg.; Rettich, das S'. 10-15 Pfg. ; Ober- Kohlrabi, St. 25 — 30 Pfg.; Unter Kohlrabi, St. 8 —15 Pfg., Wirsing, das Stück 00- 00 Psg; Weißkraut, das Stück 30—OÖ Pfg., Ncukrout das Stück 70-00 Pfg., Sellerie das Stück 10- 20.Pfg.; Gurken d. St. 40- 60 Pfq., gelbe Rüden b. Pfd. 35-00 Pf.; neue Erbsen, Pfd. 00 Pf., Braunkohl, Portion 20—30 Pfg., Schnittkohl, Pfund 20 bis 30 Pf., Schworzwurzeln, 1 Ptd. 20—30 Pf, Spinat, 1 Pfd. 20 Pf.; Sattig, Port. 10-20 Pf.; Schmalzkraut, die Portion 00—00 Pfq.; Kartoffeln, Kilogramm, 6 bis 7 Pfg. — Obst: Trauben, Pfund 00 —00 Pfg., Aepfel, das Pfand 25—40 Pfq., Birnen, das Pfd. 00-00 Pfg.,
ausgestellt, ein feiner Kopf, dessen schmerzliches Lächeln vorzüglich zum Auobiucf gebracht ist. ElwaS störend und um wahrscheinlich wirkt der grünliche Fleischion. Eine flotte Skizze desselben Künstlers „Lekiüre" fesselt durch luftige Plnselführung. Die „Herbstlandschaf," von HanS B u r n i tz zeichnet sich durch großen SiimmnngSgehalt aus und ist vorzüglich in der Perspektive, ebenso ist bie Studie aus dem Niddatal von Egersdörfer koloristisch eine gute Leistung. Etwas wahllos bunt geraten scheint das Tovfstilleben von Heimann Herter ich: seine „ZPennerin" ist weitaus tüchtiger gemalt. Das Bildnis einer „Wienerin" in Pastell von Aois Penz erinnert etivas an Lenbachsche Manier, ist jedoch in dieser verwässerten, süßlichen Art wenig geschtnackvoll. Weitaus das originellste Talent unter den jüngeren Ansstellern ist unstreitig Emil Beithan, seine kernigen Baucrntypen aus Oberheffin sind höchst er» freuliche Leistungen, die ein scharfes Künstlerange und sichere Hand veiraten. Er arbeitet mit ganz einfachen Mitteln, meist sind es kräftig kolorierte Kohlenzeicknnngen, als Grund bleibt der Papierton stehen; aber wie daS alles sitzt, wie eine flüchtige Bewegung erwitchl wirb, ist ganz hervorragend.
Unter den Plastiken fällt am meisten die „Diana" von Wilhelm Ohly ins Auge; merfivüibtg sowohl durch die archaisierende Behandlung von Köiper und Haar, wie die, an altâgyptifche Bildwerke erinnernde Starrheit, die über dem Ganzen liegt; es ist wohl mehr als problematischer Ver>nch auhufaffen. Ganz reizend sind die Tiergruppen desselben Künstlers, besonders die Kaninchen in Kalkstein. Die Büste eines Knaben von Friedrich Hausmann sowie das Damenporliät in Bronce von Emil Hub sind gute Arbeiten; lebensvoll und charakteristisch. Von den Kleinplnstiken sind noch zu erwähnen die Antilope von Aiifu " l : unb eine Tänzerin von Rettenmaier.
J. Roth.