T«nj, Preiskegeln, Kinderspiele aller Art und noch vieles andere mehr, werden eine Langeweile nicht auffommen lassen.
eintretender Dunkelheit findet Illumination des GartenS statt. Da auch Küche und Keller deS Gastwirts Herrn Geisel sich allgemeiner Beliebtheit erfreuen, so dürfte ein Besuch zu empfehlen sein.
* MilttLranwâriei'-Derettt Hanau. Heute abend
Uhr MonatSversammlung im „Elefanten". In derselben wird der Verbandsvorsitzende Bericht über den Bundestag geben.
* Parolemustik. Die Ulaneukapelle wird morgen mittag folgende Stücke spielen: „Klar zilm Gefecht", Marsch von Blankenburg; „Nachruf an C. M. v. Weber", Fantasie von Bach; „Carmen-Walzer" von J. Strauß; Vorspiel zum Dühneuweihfestspiel „Parsifal" von R. Wagner; „Ko- sakeu-Patrouille" von Rüdiger.
* Preußische Klassenlotterte. Die Erneuerung der Lose zur 2. Klaffe der preußischen Klassenlotterie muß spätestens bis zum 8. August geschehen sein. Auch müssen die Freilose zur 2. Klasse gegen Rückgabe der Gewinnlose 1. Klaffe bis zum vorerwähnten Termine eingefordert sein.
* Thonbildtheater, Ecke Baugertstraße. Wir machen auf den dieSwöchentlichen Prograinmwechsel aufmerksam, der wiederum den Besuchern unterhaltende und ab- «echselungSreiche Stunden bieten wird.
* Zum Briefgeheimnis. Nach obergerichtlicher Entscheidung sind die Amtspflichten des Postbeamten keineswegs nur auf das Verschweigen des Inhaltes einer Postkarle unb der Personen, mit welchen korrespondiert wird, beschränkt. Auch die Adressen der Briefe gehören mit zn der Korrespondenz, die der Postbeamte verschwiegen halten soll. Er ist weder befugt, unberufenen Personen mitzuteilen, daß an jemand ein Brief angekommen, noch daß auf einem Briefe die Wohnung des Adressaten angegeben ist.
* Jubiläum. Am 10. August begeht der in vielen Kreisen bekannte GutSvorsteher der Königlichen Pulverfabrik Herr PH. Neureuther das Jubiläum seiner 85jährigen Tätigkeit als Oberverwaltungsschreiber bei den technischen Instituten der Artillerie (Pulverfabrik.)
* Katholischer Arbeiterverein. Der Verein unternimmt morgen Sonntag den 7. b. MtS. einen Familien- auSflug nach Wachenbuchen. Abmarsch um 3 Uhr nachm. von der Rosenau; in Wachenbuchen ist Zusammenkunft bei Gastwirt Schäfer. Freunde deS Vereins sind hierzu herzlichst eingeladen.
* Sommerfest der Viktoria. Im Vordergrund der Veranstaltungen für den morgigen Sonntag steht das Sommerfest des Hanauer Fußball-KlubS Viktoria 94. Das vorbereitende Komitee hat in jeder Hinsicht den weitgehensten Forderungen resp. Ansprüchen Rechnung getragen. Drum also, wer bei Konzert, Gesang, Tanz und allerlei sonstigen Unterhaltungen einige frohe Stunden verleben will, der gehe morgen ins Restaurant Bürgerbräu zum Sommerfest der Viktoria.
* Eine eigenartige Sehenswürdigkeit wie man sie leiten in so höchster Vollendung und Sicherheit sieht, bildet daS Keulenschwingen eines Mitgliedes der Turngemeinde Hanau, welches man gelegentlich des Ausfluges der Gesangsabteilung nach Klein-Steinheim Gelegenheit hat, zu bewundern. Wir laden deshalb hierdurch jeden Interessenten, sowie Freund» und Gönner unserer guten Sache auf das herzlichste ein.
* Sommerfell des Hanauer F. K. Melitta. Im Kaiserhof findet morgen das Sommerfest des Hanauer F.-K. Melitta statt. Der Verein hat keine Mühe gescheut, das Fest zu einem angenehmen Abschluß zu bringen. Für Unterhaltung für alt und jung ist bestens Sorge getragen, so daß jeder wohlbefriedigt das Fest verlassen wird. Die Preise für das Herrenschießen und Kegeln sind folgende: 7 Hasen, 2 Paar Tauben, 1 Ente, 2 Hühner, 1 Hahn, 2 Schachteln Cigaretten, außerdem auf Ehrenscheibe 2 große Preise. Damenkegeln: Album, Vasen, Service rc. rc. DaS Schießen kostet auf Standscheibe 3 Schuß 10 Pfg., auf Ehrenscheibe 8 Schuß 20 Pfg., Kegeln 3 Wurf 10 Pfg. Für die Unterhaltung der Jugend ist vorgesehen Sacklaufen, Wettlaufen, Tierlaufen, Kinderpolonaise, Aufsteigen von Ballons, darunter ein Zeppelin von 5'/, Meter Länge. Den musikalischen Teil übernimmt die Lohreysche Kapelle. Aus allem ist zu sehen, daß man sich morgen im Kaiserhof bestens amüsieren wird und hoffen wir, daß der Verein durch recht zahlreichen Besuch für seine Mühe belohnt wird. (Siehe auch Inserat.)
* DaS Sommerfest des Klubs Freundschaft wird nm 21. August im „Deutschen Hause" abgehalten. Das Komitee ist schon längere Zeit bemüht, alles auf daS beste vorzubereiten, damit das Fest das richtige Gepräge erhält. Die altbekannten Sachen, wie Preisschießen, Preiskegeln für Damen und Herren, werden natürlich nicht fehlen. Die Preise hierfür sind dieses Jahr besonders mit großer Sorgfalt ausgewählt worden. Eine gute Kapelle wird im Garten ein Konzert veranstalten. Abends findet im Saale eine schöne Unterhaltung statt. Auch für die Kleinen ist in jeder Weise gesorgt morden, denn eS wird auch ein großer Zeppelin aussteigen.
* Es naht die Einmachzeit. In dieser teuren Zeit darf noch viel weniger etwas verderben als früher. Die Anschaffung eines Sterilisierapparates scheitert oft an dem hohen Preis desselben, dem der Gläser und Zubehörteile. Es werden vielerlei Schutzmittel und Einmacharten gegen Schimmel und Fäulnis angepriesen, ihre Anwendung ergab oft Nachteile bei geringer Zuverlässigkeit. Endlich ist vor mehreren Jahren ein absolut sicheres Mittel erfunden und in den Handl gebracht worden, ein Mittel, das außerdem den großen Vorzug der Billigkeit und Einfachheit für sich hat. Es ist dies das mehrfach patentierte, Salizyl enthaltende echte Pergamentpapier, das sich wirklich als idealer Verschluß, nach der Gebrauchsanweisung verwendet, bewährt hat und im Fluge in stets wachsendem Umfange interessierte Kreise im In- wie Auslande eroberte. Es ist dieses Salicyl- Pergament nur in gesetzlich geschützten gelben Nollen, hygienisch verschlossen, in jeder Stadt in Papier-, Drogen-, Apotheken und besseren Kolonialhandlungen zu haben.
^K. Nachkirchweihf-st in Großauheim. Morgen Sonntag den 7. August wird in Großauheim das Nachkirchweihfest gefeiert und ist zu hoffen, daß, wenn der Himmel ein freundliches Gesicht macht, sich wieder viele Gäste von Hanau und Umgebung einfinden werden, wie am verflossenen
Sam-tas
Sonntag bei der Hauptkerb, um in den verschiedenen Restaurants und Sälen sich zu belustigen. Tanzmusiken finden statt in der gold. Rose, gold. Stern, gold. Löwen, gold. Krone und gold. Anker.
Kunst und Heden.
Das Sterbelied der Projektile. Die Kriegsbilder von 1870 werden in diesen Sommertagen der 40jährigen Erinnerung wieder wach und lassen die große, uns noch so nahe Vergangenheit in lebendigem Licht wieder auferstehen. Da gewinnen neue Mitteilungen von Erlebnissen aus dieser Zeit ein besonderes Interesse, und so wird auch eist soeben im Verlag von Klinkhardt u. Biermann in Leipzig erschienenes Buch „Kriegs- und Jagderinnerungen" von Hans Edler von der Planitz willkommen sein. Der Verfasser, den sein unruhig abenteuerlustiges Blut in jungen Jahren zu Kriegserlebnissen und in alten zu weiten Jagdreisen drängte, hat schon den Krieg von 1866 als jüngster Soldat mitgemacht. Nach flehentlichen Bitten erhielt er von einem alten Oberst, einem Freund seines Vaters, die Erlaubnis, als 15- jähriger mitzumarschieren. Obgleich er nicht das Glück hatte, ins Feuer zu kommen, mußten doch seine kurzen Beinchen lange Märsche aushalten. „Unter dem riesenhaften Tornister mit feldmäßiger Packung, Mantel, Bajonett, Brotbeutel, Seitengehänge und Gewehr verschwand ich total, und da ich, der jüngste und kleinste Soldat, als linker Flügelmann ins Glied trat, erregte meine possierliche Erscheinung die stüruiische Heiterkeit der ganzen Kompanie", 1867 trat Planitz in die päpstliche Armee ein, kämpfte im Dienst deS Heiligen Vaters für den Kirchenstaat, eilte aber nach der Erobenmg Roms nach der Heimat, um an dem Krieg gegen Frankreich teilzunehmen. Bei den Kämpfen vor Paris nahm er mit seinem Regiment an zwei der blutigsten Schlachten teil, denen von Villiers und Champigny. Ein packendes Bild entwirft er von dem furchtbaren Geschützseuer, das auf seine Brigade von dem vor ihnen liegenden Fort Nogent und der mit gewaltigem Marinegeschütz armierten Redoute St. Maur eröffnet wurde. „Der Kanonendonner rührt uns kaum mehr, an die Sorte Tafelmusik sind wir nun schon seit Wochen gewöhnt. Doch plötzlich entsteht eine Bewegung unter den Mannschaften. Hoch über unseren Köpfen in weiter Distanz entdecken wir einen schwarzen Punkt mit einem blauen, züngelnden Flämmchen, das stets wachsend in reißender Fahrt näher kommt, gleichzeitig vernehmen unsere Ohren einen zischelnden Laut, der sich mit Blitzesschnelle verstärkt und in einem kolossalen Knall endigt. Was das bedeutet, wissen wir alle nur zu wohl. E8 sind die großen Granaten von St. Maur, die Zuckerhüte, wie wir sie getauft haben." „In kurzer Zeit hatte sich der Feind auf uns eingeschossen", so erzählt Planitz weiter von de» grausigen Sterbelied, das die Projektile sangen, unb nun folgten Stunden, wo selbst das tapferste Soldatenherz verzagte. Hundertmal lieber in den dichtesten Kugelregen hineingestürmt. Denn sobald die Bestie im Menschen losgelassen ist, kennt man keine Furcht, und der Kampf um das Sein oder Nichtsein gibt selbst dem Verzagtesten ein gewisses Quantum Mut. Granate auf Granate schlug in nächster Nähr ein, Tod und Verderbest in unseren Reihen verbreitend. Aller Augen sind auf die feindliche Feuerlinie gerichtet. Sowie ein „Zuckerhut" mit dem bläulich züngelnden Flämmchen sich über unseren Köpfen zeigt, schmeißt sich die ganze Abteilung auf Kommando mit der Nase platt auf die Erde und bleibt, auf allen Vieren ausgestreckt, wie tote Frösche liegen. In den Sekunden, die nun folgen, schnüren alle Herzen sich krampfhaft zusammen; in tödlicher Spannung wartet man, wo die Granade niederschlägt. Ein zischendes Geräusch, den hundertsten Teil einer Sekunde dauernd, ein Knall, der einem durch Mark und Bein geht, eine Erderfchüllerung, die einem momentan Hören und Sehen raubt, dann eine Pause — und erleichtert,atmet man auf — für diesmal ist es vorüber. Langsam richtet man sich in die Höhe, noch gelähmt von dem ausgestandenen Schreck. Auch diesmal ist das Schicksal noch gnädig gewesen. Nein, doch nicht. Vom Olga-Regiment her kommt ein Ambulanzwagen gefahren, Krankenträger eilen im Sturmschritt herbei; also doch ein Opfer — armer Kerl, den hat's. Ein erschütterndes Bild. Ein Granatsplitter hat ihn so fürchterlich zugerichtet, daß der Anblick einem das Blut in den Adern gefrieren macht; — dann doch tausendmal lieber den Tod durch eine feindliche Gewehrkugel. Und unwillkürlich durchzuckt einen bei dem Anblick der Gedanke: Wann ist die Reihe an dir? Mit größeren oder kleineren Zwischenräumen wiederholt sich unablässig dieselbe Tragödie, Hoffnung und Furcht in stetem, aufreibendem Wechsel. Und doch, selbst hier wirkt bald die Macht der Gewohnheit, zusammen mit dem echten guten Soldatenhumor. Nach einigen Stunden fängt man bereits an, faule Witze zu machen über die Granaten, die sich in die Erde bohren und ersticken, und die als tote Projektile bezeichnet werden." Planitz wurde am anderen Tage die traurige Pflicht, vor der Beerdigung die Toten durch die bei ihnen gefundenen Papiere zu identifizieren. „Je ein tiefes gemeinsames Grab für Freund und Feind wurde gegraben und die Leichname wurden in Reihen zu sechsen ühereinandcrgelegt. Sie waren schaurig und ergreifend anzuschen, entstellt durch fürchterliche Wunden und den harten Todeskampf. Leise fielen die ersten Flocken herunter. Mild und mütterlich wob die Natur selbst das Leichentuch über die, die mit gebrochenen Augen hier lagen. In der strengen Kälte waren die Toten, so wie sie gefallen waren, erstarrt; also war es unmöglich, die Gliedmaßen auszureckm." Einen besonders rührenden Eindruck erhielt Planitz, als er die Leiche eines württembergischen, Jägers, einen schönen, männlich kräftigen Burschen, durchsuchte. In seiner Jacke fand er eine Feldpostkarte, deren eine Ecke von einer Kugel weggerissen war. Die Karte, die schon fünf Tage alt war unb von dem katholischen Priester | eines kleinen Dorfes herrnhrte, lautete: „Mein lieber Josef! k Deine Frau ist vor acht Tagen glücklich von einem Mädchen •
^^ ' ' .....Iai" ■" ................. ........ .......... .. I ■■ *—■—t * entbunden worden unb bittet mich, dir dies mitzuteilen und dir auch zu sagen, du möchtest gleich schreiben, von welchem Schutzpatron dein Töchterlein getauft werden soll. Mutt« und Kind sind wohlauf und dein Weib läßt dich aufs herzlichste grüßen. Ich bete unablässig für dich und die Deinen. Kaplan S."
Drahtnachrichten
Dementis.
Berlin, 5. Aug. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: In ausländischen Blättern war gemeldet worden, der Kaiser habe von dem König von Rumänien eine Einladung zm Teilnahme an den rumänischen Manövern erhalten. Diese Angabe ist irrtümlich, es ist keine Einladung erfolgt. Unsere- i Wissens finden in Rumänien Königsmanover nicht statt.
Wien, 5. Aug. Der „N. F. P." zufolge wird daSin hiesigen Kreisen zirkulierende Gerücht, daß der Zar mit dem Kaiser Franz Josef noch im Laufe dieses Jahre- 1 eine Begegnung haben werde, als nicht den Tatsachen ent« i sprechend bezeichnet. Es sei aber möglich, daß eine solche Zusammenkunft im nächsten Jahre statifinden wird.
Auszeichnung.
Paris, 6. Aug. Der deutsche Kaiser hat den beiden c französischen Marinesoldaten Pierre Danges und Jean Lameur : die Medaille zum Roten Adlerorden bezw. zum königlichen ft Kronenorden verliehen, für die Dienste, welche die beiden Genannten der deutschen Gesandtschaft in Paris während der Ueberschwemmung geleistet haben.
Verzicht auf Kundgebungen.
Madrid, 6. Aug. Das Komitee für die in San Sebastian geplanten Kundgebungen der Katholiken beschloß auf die Kundgebung zu verzichten. Die katholischen Zeitungen werden heute das diesen Beschluß erklärende Manifest veröffentlichen.
Der Ausstand der Werftarbeiter.
Hamburg, 6. Aug. Die Zahl der Hamburger Werftausständischen wird auf 10000 geschätzt. In Kiel haben sich die Werftarbeiter der Bewegung bisher nicht angeschloffen. In Stettin fanden gestern vier Versammlungen zur Ermutigung der Hamburger statt.
Neuer Schwindel.
Berlin, 6. Aug. An der Gerichtskasse deS Landgerichts Berlin I wurde gestern ein Schwindel nach Art desjenigen des Scheckschwindlers Konrad ausgeführt. Dort wollte ein ti Fräulein eine Rechnung von 71 Mark bezahlen. Ein Mann ll ohne Kopfbedeckung trat an das Mädchen heran, stellte sich ihm als Gerichtsbeamter vor und erbot sich, die Sache schnell zu besorgen. Als ihm das Mädchen die Rechnung und bat Geld gegeben hatte, verschwand er durch eine Seitentüre. K Vergebens wartete das Fräulein auf sein Wiederkommen.
Scheu geworden.
Berlin, 6. Aug. Als der Gutsbesitzer o. Kaphengst aus dem Storkowerwege mit dem Inspektor Baumann fuhr, kam ein Gespann, dessen Pferd scheu geworden war, führerlos im rasenden Galopp hinter ihnen her. Die beiden er« - kannten die Gefahr für die vielen kleinen auf der Straße spielenden Kinder und sprangen von dem Wagen. Herr von Kaphengst wurde überfahren und erlitt Verletzungen an Kopf q und Beinen. Der Inspektor schlug kopfüber an eine eisern« Stange des Bahnübergangs. Trotzdem raffte sich Herr von Kaphengst auf und warf sich dem ourchgegangenen Pferde entgegen, wie er es auch solange festhielt bis Leute herbeteilten und die Tiere bändigten.
Neues Mittel.
Paris, 6. Aug. Die Morgenblätter melden aus Tonlos: Wie der Direktor der Lioner Veterinärschule Prof. Arleintz auf dem Kongreß zur Förderung der Naturwissenschaften mitteilte, ist es ihm gelungen, ein Mittel zur Impfung der Rinder gegen Tuberkulose zu finden.
Meuterei.
Konstantinopel, 5. Aug. Heute um 4 Uhr war von Stambul her Gewehrfeuer hörbar. Es handelte sich um Meuterei eines Teiles der Truppen, die zur Unterdrückung der Unruhen der Drusen nach Hauran abgehen sollten. Jetzt ist alles ruhig. Der andere Teil der Truppen passierte heute vormittag 10 Uhr Pera auf dem Weg zum Dampfer, der nach Beirut geht.
Meuterei bei den englischen Manövern.
Berlin, 5. August. Bei den Manövern der englischen Territorialarmee hatten das siebente und das achte Leedsregiment einen Nachtmarsch auszuführen. Schon i bei dem Ausmarsch aus dem Lager fiel Regen, der die ' ganze Zeit hindurch anhielt, so daß nach mehreren ) Stunden die Regimenter meuterten und sich weigerten, weiter zu marschieren. Vom achten Regiment wurden 50 Mann durch das zur Hilfe gerufene reguläre Bradfortregiment verhaftet; auch bei dem siebenten Regiment fanden Verhaftungen statt. Die Manöver sind eingestellt worden.
Schiffsberichte.
Mitgeteilt vom Vertreter des Norddeutschen Lloyd in Bremen, M. Schuster, Fahrstraße Nr. 1.
Der Dampfer „Rhein" des Norddeutschen Lloyd ist am
3. August wohlbehalten in New-Dork angekommen.
Schiffsnachrichten.
(Mitgetell! von Mgeiu MD. Trett s ch - Hanau.)
Der Hamburger Dampfer „President Lincoln" ist am
4. August wohlbehalten in New-2)ork eingetroffen.
Hamburg, 5. August. Der Dampfer „Westerwald" von der Hamburg - Amerika - Linie ist gestern in Havana cingetroffen.