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General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Senn» und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Amtliches.

Landkreis Hanau»

Die Herren Bürgermeister und Gulsvorffehcr ersuche ich, mir bis 311m 1. Mai d. Js. ein Verzeichn,» der in ihren Gemeinden bezw. Gutsbeurken befindlichen taubstummen Kinder einzureicken, welche in der Zeit vom 1. Oktober 1909 biS 30. September 1910 einschließlich das 6. Lebensjahr erreicht haben ober erreichen werden. Auch die der Taub­stummheit verdächtigen Kinder dieses Alters sind in das Ver­zeichnis aufzunehmen.

Fehlanzeige ist nicht erforderlich.

Hanau den 1. April 1910.

Der Königliche Landral.

V 2081 Frhr. L a ur.

Stadtkreis F)anau.

Verdingung.

Die zum Neubau der Badeanstalt am Steinheimertor erforderlichen Tüncher-, Anstreicher- und Glaser- I arbeiten sollen unter Zugrundelegung derAllgemeinen Bestimmungen für Vergebung städtischer Arbeiten und Lieferungen" öffentlich wie folgt vergeben werden.

Los I Tüncher- und Anstreicherarbeiten zusammen,

Los II Glaserarbeiten.

Bedingungen und Angebotsunterlagen sind vom Stadt- bauamt, Zimmer Nr. 18, während der Sprechstunden vor- k mitiags 10121lt Uhr, soweit der Vorrat reicht, gegen Ent­richtung von 1 Mk. für Los I, 0,50 Mk. für Los II zu beziehen.

Verschlossene und mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis Freitag den 15. d. Mts, vor­mittags 11 Uhr, bei der vorbezeichneten Dienststelle ein zureichen, woselbst um diese Zett die Eröffnung der Ange- n ii'&ote stattfindet. "i

Zu'chtagsfrist 4 Wochen.

Hanau den 5. April 1910.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 8378

Bekanntmachnng.

Wir ersuchen, die Rechnungen für die Forderungen aus Arbeiten und Lieferungen für die Stadt Hanau einschl. derjenigen für die Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke stets innerhalb 14 Tagen nach dem Vierteljahresschluß einzureichen. Die Rechnungen vom 1. Januar bis 31. März d. Js. ersuchen wir bis zum 15. d. Mts. einzureichen.

Hanau den 5. April 1910.

Der Magistrat.

Hild. 8371

Gliilklicht FrüWiWtM.

Eine Erinnerung an Preußens Erhebung im Frühjahr 1818.

AlS die Trümmer des französischen HeereS im Winter 1812 von den Schneefeldern Rußlands her über die preußische Grenze zurückfluteten und der heldenmütige General von Dorck, her Befehlshaber deS den Franzosen vom König Friedrich Wilhelm III. gezwungenermaßen gestellten Hilfs- korps, mit dem russischen General von Diebitsch einen Neutralitätsvenrag abschloß, ging ein Jubelruf durch unser Vaterland. UeberaU begrüßte man Aorks Tat als den ersten Schritt zur Erhebung Pieußens und zur Befreiung vor dem - verhaßten Joche der Fremdherrschaft, die seit sechs Jahren auf dem Lande lastete, seine Kräfte aussog und schier un­erträglich zu werden drohte. Man fühlte, daß der fried­liebende König nun nicht mehr zögern könne, sondern daß er dem ersten kühnen Schritt seines getreuen Dieners den zweiten und die weiteren folgen lassen würde, um im Bunde mit Rußland den Kampf gegen den übermütigen Unterdrücker aufzunehmen.

In der Tat war der König entschlossen zum entscheidenden Waffengange mit Frankreich, nur wollte er ihn erst nach gründlicher Vorbereitung und Rüstungen beginnen, da er er­kannte, daß ein solcher Krieg bei einem vorzeitigen Loobruch den völligen Untergang des Staates zur Folge haben konnte. Um fern von den feindlichen Machthabern und frei in seinen Entschließungen zu sein, verließ der König am 22. Januar Berlin und begab sich nach Breslau. Hier ging der König, beraten von seinen Getreuen : Scharnhorst, Blücher, Gneisenau, Knesebeck, an das Werk, Preußens Rüstung zu vervoll­ständigen, denn nur 42 000 Mann durfte das Land nach Napoleons Befehl unter Waffen halten. Am 3. Februar erging der Ausruf zur Bildung freiwilliger JägerdetachementS, von denen jedes Jnfanteriebataillon und jedes Kavallerie­regiment eins erhalten sollten. Diese Verordnung betraf die

Mittwoch ben 6. April

Handelsregister.

1. Firma: von Arnim'sches Eisenwerk Marien­hütte Grotz ruheim, mit dem Sitze IN Großauheim.

Dem Kaufmann Hermann B r u ck l a ch e r in Tanger­hütte ist Geiamiprokura in Gemeinschaft mit dem Prokuristen Johann Petin in -Großauheim erteilt.

Die Prokura des Kaufmanns Hermann Kupfer in Großauheim ist erloschen.

2. Kommanditge'ellichast in Firma:

Gebrüder Stern mit dem Sitze in Hannu.

Die Prokura des Kaufmanns LouiS W. Stern in Frankfurt am Main ist erloschen.

3. Offene Handelsgesellschaft in Firma:

Wilhelm Schaack Söhne mit dem S'tze in Hanau.

Der Kaufmann Edmund Wagner in Hanau ist aus der Ge'ellichaft ausgeschieden.

Das Handelsgeschäft wird unter der bisherigen Firma von den Gesellschaftern:

Mechaniker Franz Schaack früher in Hanau, jetzt in Offenbach und

Mechaniker Otto Schaack in Hanau-Kesselstadt fortgeführt. 8361

Einträge des Königlichen Amtsgerichts 5 in Hanau zu 1 und 2 vom 23. März 1910, zu 3 vom 30. März 1910.

Nutz- und Brennholz-Verkauf.

Am Donnerstafl den 14. April er., von vor­mittags 9'/» Uhr ab, soll in der Gastwirtschaft Amrhein zu Neuwirtshaus aus den Schutzbezirken Niederroden­bach und Neuwirtshaus, Jagen 76b, 117a, 12b, 16, 57c, 59b 66a, 82b, 83a, 90a, 93a, 93c und Totalität das nachstehende Nutz- und Brennholz und zwar:

Eichen: 1 Stamm A 2. Kl. = 1,24 fm, 138 Stämme B 2.5. Kl. = 63,59 fm, 208 rm Nutzscheit- und Knüppel (zu Zaunpfählen geeignet), 225 rm Scheil, 203 rm Knüvpel, 5 rm Stockholz, 16,30 Hdt. Wellen Reis 3. Kl.

Buchen «. Hainbuchen: 8 Stämme B 3.5. Kl. = 4,19 fm, 1 rm Nutzknüppel, 98,5 rm Scheit, 97 rm Knüppel, 32,40 Hdt. Wellen ReiS 2. und 3. Kl.

Birken: 21 Stämme B 4. und 5. Kl. = 5,71 fm, 34 rm Scheit, 23 rm Knüppel, 3,70 Hdt. Wellen Reis 3. Kl.

Erlen: 10 Stämme B 5. Kl. 2,83 fm, 11 rm Scheit, 27 rm Knüppel, 11 rm Stockholz, 1,70 Hdt. Wellen Reis 3. Kl.

Kiefern: 4 Sägeblöcke 1.3. Kl. 6,09 fm, 385 Bauholzstämme 1.4. Kl. = 200,20 fm, 232 I

wohlhabenden Stände, denn diese freiwilligen Jäger hatten sich selbst zu bekleiden, auszurüsten und zu bewaffnen, wofür ihnen die Wahl des Truppenteils frei stand. Wenige Tage später, am 9. Februar, erschien ein königlicher Befehl, durch den für die Dauer des bevorstehenden Krieges alle Be­freiungen von der Wehrpflicht aufgehoben wurden. Noch war der Feind aus politischen Rücksichten nicht genannt, aber jeder kannte ihn und verstand den Sinn der Erlasse, die einem Frühlingssturm gleich allerorts heilige Begeisterung erzeugten. Tausende von jungen Leuten strömten zusammen, dle Landstraßen waren mit freiwilligen Jägern bedeckt, die zu ihren Truppenteilen eilten, bald war kein grünes Tuch mehr zu haben, keine Büchse im Lande mehr aufzutreiben. Am 22. Februar verordnete der König das Anlegen einer Nationalkokarde, die einen jeden an die strenge Erfüllung seiner Vaterlandspflichien erinnern sollte. Bei jedem Ver­gehen, das von einer nied'igen Gesinnung zeugte, war von den Gerichten auf den Verlust der Kokarde zu erkennen, so daß sie nur von unbeholfenen Männern getragen wurde. Neben den zwölf Jnfamerieregimentern, aus denen die damalige preußische Armee bestand, konnten in kürzester Frist zwölf neue errichtet werden, die den Namen Reserve- reglmenler erhielten.

Noch immer blieben die Franzosen ungewiß, wohin diese Rüstungen sich richteten, bis der Monat Mârz die Entscheidung brachte. Am 10. März, dem Geburtstage der verewigten Königin Luise, vollzog der König die Snftungsurkunde des eisernen Kreuzes, des Zeichens, welches gleichzeitig zu kühnem Heldenmut wie zu christlicher Demut auffordert und von Eisen mußte es sein, denn nur mit tëven konnte die sechs Jahre hindurch ertragene Unbill gerächt, das drückende Joch deS fremden Eroberers zerstört werden. Und am 17. März e,folgte der ewig deukwürdiae AufrufAn mein Volk!" gleichzeitig mit dem von dem umsichtigen General Scharnhorst längst vorbereiteten Erlaß über die Bildung der Landwehr und des Landsturms. Hierdurch wurden sämtliche wehrhaften

Aernsprechanschluk Nr. 605» 1910

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rm Nutzscheil 2. Kl. in Rollen, 218 rm Scheit, 442 rm Knüppel, 122 rm Stockholz und 23,20 Hdt. Wellen Reis 2. und 3. Kl. öffentlich meistbietend zum Verkauf ausgeboten werden. Das Brennholz kommt von 101/» Uhr ab zur Versteigerung. Der im Termin anwesende Rendant nimmt Zahlungen entgegen.

Die betreffenden Förster erteilen über daS zum Verkauf komm"nde Holz auf Ansuchen mündlich nähere Auskunft.

Wolfgang den 5. April 1910.

Königl. Oberförsterei Wolfgang. 839fr

Am Freitag den 8. April 1918, abends 8 Uhr, findet im großen Saale derCentralhalle"

ein populär-wissenschaftlicher Bortrag des Herrn Ingenieurs BrunS aus Hannover über die zeitgemäße Küche unter besonderer Berück- stchtistung des Kochens mit Gas sowie die Verwendung von Gas zu Leucht- und HeizzweckeN bei freiem Eintritt statt.

Die während des Vortrages angefertigten Koch- und Backproben werden an die Anwesenden kostenlos verabreicht.

Zu recht zahlreichem Besuche laden wir hiermit er» gebenst ein.

Die Direktion der städt. GaS-, Waffer- und Elektrizitätswerke.

v. G ä ß l e r. 7867 Lallhlvirtslhaftlicher Kreisoerein Ham.

Nächste Versammlung Samstag den 9. d. M., nachmittags 21/« Uhr, im Gasthauszum gg ihnen Löwen" hier.

Tagesordnung:

1. Geschäftliche Mitteilungen.

2. Berichterstattung der Delegierten über die letzte General» Versammlung des VereinsauSschusses der LandwinschaftS- kammer.

3. Vortrag des Herrn Kreistierarzt Dr. Wittlinger über außerordentliche Fleischbeschau.

4. Sonstiges.

Die Herren Bürgermeister wollen vorstehende Be» kanntmachung des landwirtschaftlichen KreisvereinS in den Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt machen.

Hanau, den 8. April 1910.

Der Vorsitzende.

Frhr. L a u r, Königlicher Landrat.

Gefunden: auf dem Wochenmarkt eine schwarze Markt­tasche. Abzuholen auf dem Geschäftszimmer der Armen- Verwaltung.

Hanan den 5. April 1910. 8369

Männer zwischen 17 und 40 Lebensjahren, soweit sie nicht dem Heere angehorleu, zum Dienst in der Landwehr heran­gezogen ; alle übrigen Männer bis zum 60. Lebensjahre sollten den Landsturm bilden, der in Tätigkeit zu treten hatte, falls der Feind ins Land eindrang. Die Kopfbedeckung des Land- wehrmannes zierte ein einfaches Kreuz von weißem Blech mit der vom Könige selbst gewählten Inschrift:Mit Gott für König und Vaterland."

Auf diese Weise wurde es möglich, daß das kleine, ver­armte Land neben den 42 000 Mann deS stehenden HeereS 95 000 Rekruten und Krümper, mehr als 10 000 freiwillig« i Jäger und 120 000 Mann Landwehr aufstellte, eine Macht, die daS Staunen der Welt erregte. Eine Anzahl besonder» kühner und vaterlandsliebender Männer vereinigte sich in ver­schiedenen Gegenden zu Slreifkorp», um mit Wagemut den kleinen Krieg im Rücken des Gegners zu führen und ihm durch Unterbrechung seiner Verbindungen, Wegnahme der Zufuhr und dergleichen größtmöglichen Schaden zuzufügen. Kein- dieser Korps spiegelte den hohen Geist des Volkes lebendiger wider, als das des Majors von Lützow. In dieser schwarzen Schar", derSchar der Rache", kamen der Taten­durst und die heldenmütige Todesverachtung der deutschen i Jugend in den schönsten Farben zum Ausdruck, edle Männer und Jünglinge fanden sich hier zusammen, unter ihnen der vaterländische Dichter Theodor Körner, um für Preußens Ehre zu kämpfen. Nach einer feierlichen Einsegnung in der Kirche zu Rogau am 27. März 1813 zogen sie in den heiligen Krieg.

So verliefen die glücklichen Frühlingstage de» Wieder­erwachens unseres Vaterlandes im Jahre 1813.

Aldumbtätter.

Schick' nicht in's Leben spähend deine Blicke, DaS Glück erwartend mit der Sehnsucht Pein; Bau' dir zum Glück mit eig'ner Hand die Brücke, Beglücke du. jo wirst du glücklich sein. v. Blüthgen.