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PteSSiâhrvch 1,90 Dit, mauatlich 80 Pf-., fit et* »irtit« Stexxextte de» betrefseadea PastaufichiaG. Die deydee Nummer lastet 10 Pf«.

Mââmk mw B erlag kr Buchdruck««! emi*. w. Beisaß auf ril te Harum.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

DU süaf gespartes« Petttzeâ« »d« der« Raua 20 ^ im Reklameattü du Zeit« 4b Pf«.

BetmtiwoUL Redatte»»:. Schrecker h (am

Kt 181 Ke*nsprechans»l,is> Nr. 605.

Freitag den 5. August

ssernsprechailschlittz Nr. 605* 1910

Amtliches.

Candkreis Ranau.

Wegen Vornahme von Dampfwalzarbeiten wird der Landweg Nr. 1 von Bruchköbel über Ober- sstgheim nach Marköbel von Station 7,1 bis Station 1,6, d. i. von der Abzweigung des Landweges nach den )irzbacherhöfen bis zum Dorfe Marköbel in der Zeit Vom L bis einschließlich 13. d. Mts. für Fuhrwerke von aehr als 20 Ztr. Ladegewicht, sowie für Kraftfahrzeuge aller lrt polizeilich gesperrt.

Hanau den 4. August 1910.

Der Königliche Landrat.

4569 Frhr. Laur.

Stadtkreis ^anau.

Bekanntmachung.

Nachtrag zur Begräbnis-Ordnung der Stadt Hanau.

Gemäß den Beschlüssen der städtischen Körperschaften vom ^^- 1910 erhält der § 5 der Bestimmungen für die öenutzung der Begräbnisanstalt und des Friedhofes zu Hanau tom 17. März 1902 folgende Fassung:

§ 5.

Für die Verleihung eines Familienbegräbnisses ist folgende Gebühr zu entrichten:

a) an einem Rondel . 250 Mk.

b) im vorderen (alten) Teil (Abt. F und G)

äußere Reihe . 200 Mk.

c) im vorderen (alten) Teil (Abt. F und G)

innere Reihe, sowie Abt. R . . 150 Mk.

d) im mittleren Teil (Abt. W und X), sowie

im hinteren (neuen) Teil (Abt. Y) 100 Mk. Sin solcher Platz ist normal 3,72 qm groß. Einzelne Plätze, velche diesen Normal-Flächeninhalt überschreiten, werden misprechend höher berechnet.

Bei Verleihung von FcunilienbegräbniSplätzen an aus- värts Wohnende wird die doppelte Gebühr erhoben.

Für die Verlängerung der Beleihungsdauer von Familien- »lätzen wird für je weitere 10 Jahre eine Gebühr er­hoben von

zu a) 50 Mk. zu c) 30 Mk. und

zu b) 40 Mk. zu d) 20 Mk.

Hanau den 11. Mai 1910.

Der Magistrat.

Hild.

Genehmigung des Regierungs-Präsidenten vom 24. Juli 1910. A II Nr. 4854a.

Wird hiermit veröffentlicht mit dem Hinzufügen, daß ieser Nachtrag mit dem 24. Juli 1910 in Kraft tritt.

Hanau den 29. Juli 1910.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 17087

Bekanntmachung.

Die Lieferung von 2000 m wilden Rand­steinen soll unter Zugrundelegung der Bedingungen für üe Ausführung von Arbeiten und Lieferungen für die Stadt Hanau öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Rathaus, Zimmer 21, zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.

Verschlossene Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am 8. August, vormittags 11 Uhr, einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa er­schienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Hanau den 29. Juli 1910.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 16987

PoHtiTtbe RundTcbaa.

Die Bestattung des Generals v. Spitz fand vorgestern nachmittag unter großer Beteiligung der deutschen Krirgervereine und der Kriegervereine Groß-Berlins auf Jnvalideukirchhof in der Scharnhorststraße statt. Der Trauerfeier, die zuvor um 4 Uhr nachmittags in der 'acholischen Kirche des Juvalidenhauses abgehalten wurde, wohnten als Vertreter des Kaisers und der Kaiserin der kommandierende General des Gardekorps und General­

adjutant des Kaisers v. Löwenfeld und der Oberhofmeister der Kaiserin Freiherr v. Mirbach bei. Außer dem Kaiser­paare hatten auch der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich Kränze niederlegen lassen. Das Kriegsministerium war durch Generalleutnant v. Wachs und mehrere Generäle, das Sanitäts-Offizierkorps durch den General-Stabsarzt der Armee v. Schjerning vertreten, der Fürst von Hohenzollern hatte seinen Hofmarschall Oberst v. Bachmeier entsandt. Das Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz ver­traten die Herren Dietrichson und Lademann, für die Sanitätskolonnen Groß-Berlins vom Roten Kreuz war deren Leiter Oberstabsarzt Heringen erschienen. Groß war die Zahl inaktiver Offiziere von den Kriegerverbänden und -ver- ; einen. Alle Kriegerverbände des Deutschen Reiches und

zahlreiche Kriegervereine hatten prachtvolle Kränze nieder­legen lassen. Eine große Zahl Leidtragender mußte vor der Kirche Aufstellung nehmen, die überfüllt war. Außer den Kriegerverbänden und Kriegervereinen hatten auch der Haupt­verband deutscher Flottenvereine im Auslande, das Krieger­vereinshaus Römhild, der Kaiser Wilhelmdank der Soldaten­freunde, die Vereinigung deutscher Marinevereine und die Marinevereinigung Bremen Kranzabordnungen entsandt. Die Trauerfeier hielt nicht der katholische Feldpropst der Armee Bischof Vollmar ab, sondern der Divistonspfarrer Wagner. Dann fand gegen 5 Uhr nachmittags die Ueberfübrung der Leiche nach dem nebenan gelegenen Jnvalidenkirchhof statt. Voran schritt die Kapelle des Garde-Füsilier-Regiments, dahinter sämtliche Fahnen und Standarten der Krieger­vereine, über 130, dann der Leichenwagen und schließlich das Trauergefolge und die Vereine. Eine große Menschen­menge hielt die Scharnhorststraße besetzt. Am Grabe gab der KriegervereinSlesvigia" den Ehrensalul ab.

Werftarbeiterstreik in Hamburg. Der Streik auf den Hamburger Seeschiffwerften umfaßt 70008000 Arbeiter. Die Arbeiter der kleineren Reparaturwerkstätten

werden in den Streitsucht eintreten, da diese keine Forde­rungen gestellt haben. Die Ausstandsbewegung in Hamburg, wo die Werftarbeiter am Donnerstag den Streik begannen, greift, wie ein Telegramm aus Berlin meldet, bereits auf andere Nordsee-Werften über. So wird aus Bremen ge­meldet : Auf der Teklenborg-Werft in Geestemünde legten die Kupferschmiede die Arbeit wegen Differenzen über die Be­rechnung der Akkordarbeit nieder. Auf der Seebeck-Werft wurden 30 Schmiede und Schiffbauer wegen Verweigerung der Ueberstunden entlassen.

Wie Vor 40 Jahren die badischen Truppen über den Rhein gingen, darüber schreibt dieWarthe" : Es war am Nachmittag des 2. August.Kommen die Franzosen zu uns?" hat eS bis heute geheißen; vom 2. August an heißt's:Nein, wir kommen zu ihnen." Um 4 Uhr abends betrachten wir uns noch die Vorbereitungen, die für einen etwaigen Angriff der Franzosen auf Maxau ge­troffen waren; das Dampfboot, das die zurückbleibenden Truppen aufnehmen sollte, die Holzverschalungen auf den dem linken Rheinufer zunächst liegenden Pontons, die Verhaue, welche die badischen Pioniere zwischen Maxau und Pfortz auf rheinpsâlzischer Seite angelegt da kamen auf einmal in aller Stille um halb 6 Uhr die badischen schwarzen Dragoner hergeritten; nebenan übte eine in Maxau stationierte Ab­teilung des 4. Infanterie - Regiments die zerstreute Gefechts­art, und ebenso konnte auch das Erscheinen der schwarzen Dragoner als Uebungsritt aufgefaßt werden; merkwürdig war freilich, daß schon um 6 Uhr eine Abteilung der roten Dragoner (1. Regiment) nachfolgte; als aber unmittelbar an sie das erste badische Leibregiment sich anschloß, während die badischen Reiter schon in Pfortz waren, da mußte jeder Zweifel schwinden, daß es diesmal Einst gelte, daß die badi­sche Armee sich auf dem linken Rheinufer sammle. Kaum waren in etwa einer Viertelstunde die Reiter passiert, so folgten zwei leichte und dann sofort zwei schwere Batterien Artillerie; ihr Vorbeimarsch dauerte bis halb 7 Uhr. Dann erschienen sofort Pioniere, die ihrerseits wieder vom 2. Leib­regiment gefolgt waren. Der Ruf eines ihrer reitenden Offiziere an einen imDeutschen Hause" wohnenden Kame­raden:Kommt uns bald nach, jetzt brauchen wir keinen Brückenkopf mehr", war wohl allen ans dem Herzen ge­sprochen. Ein deutsches Herz mußte freudig jauchzen, wenn es die Tausende von braven Soldaten in ziemlich raschem Tempo dahinmarschieren sah, denen man die Begier aus den Augen las, sich mit den Franzosen zu messen. Nun folgte die dritte und vierte Batterie schwerer Feldgeschütze, die nun um 7 Uhr vorbeidefilierten ; Musik war nicht ange ^ worden, doch hat wohl selten eine Musik einen "feinenden Eindruck gemacht, als der Gesang des nun in c' herrlichen 3. Infanterie-Regiments, das beim Erblicken Dimmte: vaterländischen Stromes tausendstimmig

Die Wacht am Rhein", nur unterbrochen beim Betreten der Brücke durch ein dröhnendesHurra", bei welchem die Offi­ziere ihre Helme auf ihren Degen in die Höhe hielten und die Zuschauer ihre Tücher schwenkten und in diesen Ruf ein­fielen. Um 7 Uhr 15 Minuten betrat das 5. Inf. - Regt, die Schiffbrücke, dem eine Abteilung Pontontrains folgte. Um halb 9 Uhr erschien die zweite Hälfte des 1. (roten) Dragoner-Regiments, gefolgt von einer leichten Batterie. Den Schluß der eigentlichen Feldarmee bildete das 2. (gelbe) Dragoner-Regiment, dem dann eine unübersehbare Reihe Ge­päckwagen nachfolgte; noch als wir um 9 Uhr nach Mühl­burg zurückfuhren, war die Straße bedeckt mit Trainfuhr« werken.

Badener, nicht Badenser. Aus Baden wird ge­schrieben: Anläßlich der Dudgetbewilligung der badischen Sozialdemokratie wird in der deutschen Presse, selbst in badischen Blättern, wieder vielfach die latinisierte Form Badenser angewendet, die seit dem 19. Jahrhundert und vor­wiegend in Norddeutschland im Gebrauch ist. Die Ein­wohner des Badener Landes heißen Badener. Sie selbst nennen sich in fast allen Landesteilen, namentlich auf dem Schwarzwald und im Oberland, Badische. Die Markgräfler werden z. B. auch von ihren Nachbarn als Altbadische be­zeichnet. Baden ist nicht Plural des Volksnamens, wie Sachsen, Preußen, Hessen, sondern bedeutet zu den Bädern. Die Form Badener ist amtlicht in der VerfassungSurkunde gebraucht und sollte endlich auch von der Presse einheitlich übernommen werden.

Lohnbewegung im englischen Schifsbange» werbe. Das Exekutivkomitee der Arbeitgeber im Schiff­baugewerbe hielt am Mittwoch in Carlisle eine Sitzung ab um zu dem auf der Clydewerft ausgebrochenen Streik Stellung zu rühmen. Es wurde beschlossen, alle Mitglieder und Ver­bände der Kesselschmiede und Schiffszimmerleute am 13 August auszusperren, wenn die Ausständigen morgen in bis

Arbeit nicht zurückkehren. \ .

Spanien. Die Karlisten und Jntegristen drohen, bie katholischen Kundgebungen in San Sebastian trotz deS Ver­bots abzuhallen. Die Ultramontanen im ganzen Baskenland sind aufs höchste erregt. Die Blockpresse sagt, die Bewegung sei kein Bürgerkrieg, wie im Ausland verbreitet werde, sondern die letzte Zuckung der Verzweiflung und Wut der Feinde der Freiheit. Dir täglich feindlich werdende konser- vative fresse wirft Canalejas vor, er werde seiner Mission untreu, die ihn zur Macht geführt habe. Er komme in Morets Fahrwasser und werde ein Spielball der anti- monarchischen Parteien. Aus Barcelona wird vom 4. d. Mts. gemeldet: Seit einigen Abenden haben die Anhângrr des Sozialistenführers Pablo Iglesias beim Verkaufen seiner letzten aufreizenden Kongreßred« Ruhestörungen auf dm RamblaS hervorgerufen. Die Polizei mußte wiederholt ein­schreiten und Verhaftungen vornehmen. Auch vorgestern, als Senator Sol y Onega gegen 9 Uhr die Ramblas passierte, wiederholten sich die Kundgebungen beider Parteien. AlS ein Begleiter Sols durch einen Dolchstoß verwundet wurde, artete der Vorfall in einen Straßentumult aus, wobei die

Polizei auf die Menge schoß.

Roosevelts Journaliftenleiden. Expräsident Roosevelt hat in seinem neueu Beruf, dem Journalismus, die Erfahrung gemacht, daß Berühmtheit mitunter ein Fluch ist. Er wollte die Verhältnisse in einem Kohlendistrikt in Pennsylvannien studieren, um einen Artikel für den Outlook darüber zu schreiben, und reiste in aller Heimlichkeit dahin ab. Auf den Kohlenfeldern angelangt, so wird aus New- Dork telegraphiert, erkannten die Arbeiter Roosevelt, machten Feiertag und zogen ihre besten Anzüge an, um ihn will­kommen zu heißen. Statt sie unerkannt bei der Arbeit zu beobachten, mußte ihnen des Expräsident die Hände drücken und schöne Reden halten, wofür man ihn dann hochleben ließ. Den Kindern, die ihn umringten, schenkte Roofeoet Geld, damit sie sich Schokolade kauften. Statt A^^ kauften die Kleinen bunte Bilder, auf denen Schwarzen deS weißen Mannes im Fauftkampse "" . alt pt

barg.stcm war. 6r fragte eine -m- <-*J sei, worauf diese erwiderte, Jie f ^ Geleite richterstattern, die natürlich in S 'ev dem Expräsidenten zâhl,- sie nochh-r <»''« ' K 13 Sabre «», fitrdji, -iw°s W-H ?e"'«M ® 6iel,erbe, wenn sie ihr aber, daß er . r »"* ®r6e'^ »ai zwar Stoff g-NU, für einen Ä g-'-wd-n, aber für einen ganz anbenn, «18 " "^; Boykott griechischer Waren. Der gri-chlich« Gesandte in Konstantinopel machte dem türkischen Minister des Aeußeren ernste Vorstellungen wegen der Fortdauer des Boykotts griechischer Waren, wobei das Boykottkowitee als

Den Be- kamen, er»