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General-Anzeiger
AWtlilhes Organ für SUM- uni Fan-Kreis Hanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Ssnn« und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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18 Seiten.
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Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.
Arbrit^iichende in der Zeit vom 26. Februar bis £ Mâz 1910:
1 Ciaarrrnmacher, 3 Cigarrenmacherrnnen, 1 Eisrndresier, 1 fynbrkkarbeiterin, 3 ^ahr- btttschen, 5 £nttébtitWtt, 1 Heizer «nd Maschinist, 1 Maschinenschlosser «. Dreher, 1 Monteur «nd Maschinist, 1 Schmied, 1 Schweizer, 2 Daglöhner.
Am Monat Februar erhielten Stellen mgewiesen : 2 Fahr- burschen, 3 Hausburichen, 2 Schlosser, 1 Schmied, 2 Schneider, 5 Schreiner, 4 Schuhmacher, 1 Schweizer, 20 Taglöhner.
Hanau den 5. März 1910. 5531
Städtische Arbeitsvermittetnngsstette.
Zwangsversteigerung.
Am Wege der Zwangsvollstreckung soll das in der Gemarkung Hanau belegene, im Grundbuche von da, Band 82 Art. 2040 Abt. I Nr. 1 zur Zeit der Eintragung deS Ver- stkigeruugsvermerkes auf den Namen der Eheleute Hermann Rothschild und Betti geb. Hichenberg zu Hanau ein- 8 getragene Grundstück:
Krtbl. K Parz. 226 Rosenstraße HanS Nr. 20, 1 ar 35 qm, a) Wohnhaus mit Seitenbau rechts A und Hofraum,
b) Seitenbau links C
c) mit Querbau B und Treppenhaus,
am 3. Mai 1910, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — Marktplatz 18 — Zimmer Nr. 14 — versteigert werden.
Hanau den 26. Februar 1910.
Königliches Amtsgericht 2. 5493
Aufgebot.
Der Landwirt Heinrich Kunz von Mittelbuchen für sich und als Bevollmächtigter seines Sohnes Wilhelm Kunz in Kiel hat das Aufgebot des Grundschuldbriess über die im Grundbuch Band 9 Artikel 490 von Mittelbuchen auf dem Grundstück seiner Ehefrau Katharina Kunz geborene Schmidt Abteilung I Nr. 84 in Abteilung III Nr. 9 für die Borschuß- und Kreditkasse, e. G. m. ü. H., zu Hungen auf.Grund der Bewilligung vom 8. Oktober 1891 am 29. Oktober 1891 eingetragene Grundschuld von 1200 Mk., jährlich verzinslich zu 5°/, vom 11. November 1891 an, ö"hibar in 6 gleichen Zielen zu Martini der Jahre 1892 bis 1897 beantragt.
Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den
23. Juni 1910, vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht — Marktplatz Nr. 18 — Zimmer Nr. 5 — anberaumten Aufgeboistermine seine Rechte mizumeldeit und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Krastloserklärung der Urkunde erfolgen wird.
Hanau den 26. Februar 1910.
Königliches Amtsgericht 5 5491 ßWunbciic 11 iib verlorene «kiunftfiiibt re. Gefunden: 1 Sack Mehl (2 Ztr), 5 Meter Band- "sen, l Mülleimer (auf dem Marktplatz), 2 Lose des Preußischen Landes-Kriegerverbandes (Nr. 211987 und 127018) in der Centralhalle. Verloren: 1 Paket enthaltend 1 Fell.
Zugelaufen: 1 junger duukelgrauer deutscher Schäferhund m. Geschl., 1 junger schwarz und weißer Hund ul Geschl.
Hanau den 5. März 1910.
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Politische RimdlcbatL
Eine Nordseereise Kaiser Wilhelms. Wie die «V. Z. am Mittag" meldet, beabsichtigt Kaiser Wilhelm, auf dem D-mpfer „Kaiser Wilhelm II." deS Norddeutschen ^^yd am ^. April eine dreitägige Fahrt in der Nordsee zu unternehmen. Zu Begleitung des Kaisers werden sich Mit-
Samstag den 5. März
glieder der hohen Beamtenschaft und der Finanzwelt, sowie Vertreter von Kunst und Wissenschaft befinden.
Ein Bismarckstans in Stendal. Wie aus Stendal gemeldet wird, beschloß die Bismarck-Gesellschaft, dort ein BismarckhauS zu errichten, das in erster Li"ie das bisher im Stendaler Rathau- untergebrachte reichhaltige BiSmarckarchiv aufnehmen soll.
Für die Ersatzwahl im sechsten Berliner Landtagswahlkreise, die durch Verzicht des sozialdemo- statischen Abg. Heimann notwendig geworden ist, sind als Wahltermine vom Oberpräsidenten festgesetzt worden für die Wahlmänner-ErgânzungSwahlen DienStag der 15. März, für die Abgeordnetenwahl Dienstag der 12. April. Notwendig werdende Stichwahlen finden am 30. März und 19. April statt.
Die sozialdemokratischen Lehrer Bremens, die als Protest gegen die Bestrafung eines radikalen Kollegen dem Abgeordneten Bebel zu seinem 70. Geburtstag ein Glückwunschtelegramm schickten, sehen sich jetzt in die unausbleiblichen Folgen ihrer Tat verwickelt. Die bremische Schulbehörde stellt Nachforschungen nach den Absendern deS Telegramms an, um gegen sie ein Disziplinarverfahren mit dem Ziele der Dienstentlassung einzuleiten. Nach dem „Vorwärts" sollen bereits etwa 30 an der Absendung beteiligte Lehrer ermittelt sein.
Der sozialdemokratische ReichStagSabgeord- nete Singer hat beim Reichstagsbureau auf unbestimmte Zeit Urlaub angemeldet; er muß sich auf Anordnung der Aerzte seiner Tätigkeit auf längere Zeit enthalten.
Der Berliner Polizeipräsident ließ an den Vorsitzenden des Aktionsausschusses des Verbandes der sozialdemokratischen Wahlvereine von Berlin und Umgegend die Mitteilung gelangen, daß er den vom „Vorwärts" alS Demonstration gegen die preußische Wahlrechtsvorlage für Sonntag angekündigten Massenspaziergang nachdem Treptower Park, als eine nach dem Reichs-VereinSgesetz genehmigungspflichtige Veranstaltung ansehe und ihr entgegentreten werde.
Arbeiter und Sozialrrform. In der neuesten Nummer der „Sozialistischen Monatshefte" erörtert Wilhelm Schröder das immer noch aktuelle Problem von den Be- uehungen zwischen „Arbeitern und Sozialrrform". Der Aufsatz ist — für die besonderen Verhältnisse der „Sozialistischen MonatShesie" — reichlich gesinnung-tüchtig. Es stiömt viel typische sozialdemokratische Entrüstung durch ihn; auch die übliche Phraseologie, welche die ganze bürgerliche Welt und ihre Regierung in Bausch und Bogen verurteilt, wird nicht immer verschmäht. Dennoch gibt eS in dem Aufsatz ein paar Stellen, die angemerkt zu werden verdienen. Zunächst gleich der Eingang-passus : „Auch in sozialdemo- k> arischen Arbeitskreisen wird eS heute nur noch wenige geben, die den Wert der vor etwa 25 Jahren ins Werk gefetzten Sozialreform nicht zu schätzen wüßten, und völlig auSgefterben ist die Schicht derjenigen, die die Arbeitrrver- sicherung zum alten Plunder werfen möchten." Es wird dann eine Entwickelungsgeschichte der deutschen Arbeiter gegeben, dargetan, wie sie sich nach und nach von der kindisch- stolzen Verachtung aller staatlichen Sozialpolitik zu ihrer, wenn schon vorerst verstohlenen Anerkennung durchgemauierl haben. Es wird aber auch auf Wandlungen auf der an» berun Seite hingewiesen : auf warmherzige bürgerliche Sozialpolitiker von idealistischem Schwung, die das Gerede von der „einen reaktionären Masse" ad absurdum führten. Das alles sind Eingeständnisse von einigem Wert. Sie lehren vor allem, daß das Menschenalter sozialer Gesetzgebung trotz des sozialdemokratischen Stimmenzuwachses doch nicht so ganz ergebttls- und fruchtlos gewesen ist, wie manche uns einreden wollen. Auf ein üppiges Sprießen, auf schnelle Ernte war natürl ch nicht zu rechnen. Es dauert immer lange, bis man an die Massen hcrankommt, noch länger, bis man ihnen einen Glauben, der mit chiliastischen Hoffnungen ihre Herzen erfüllt, zu erschüttern vermag. Immerhin scheint durch derlei Zeugnisse der Beweis geliefert, daß der sozialpolitischen Arbeit, die wir, ohne nach Lohn oder Ertrag zu schielen, als eine Verpflichtung gegen die Nation und ihre Zukunft aufgefaßt haben, auf die Dauer doch auch der politische Gewinn nicht versagt ble-ben kann.
Die City von London wird dem Expräsidenten Th. Roosevelt bei seiner Ankunft in England das Ehrenbürgerrecht verleiben.
In der belgischen Kammer erklärte der Kolonialminister Nenkin, er sei bei der Uebernahme des Kongostaates und seiner Werte getäuscht worden.
Wir erhalten na^fol^mbe Zuschrift: „Sehr geehite Redaktion!
In der Dienstag ° Nummer vom 1. März 1910 Ihres , geschätzten Blattes erschien ein Artikel über die „Mil. -Bete- I rtnäre der Aimee." Der Artikel enthält neben vielem Lesens-
Aernfprechanschluh Nr. 605. 1910
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werten jedoch einzelne Bemerkungen, zu denen wir, als aktiv- Veterinäre Stellung nehmen möchten. Wir bitten daher bi« geehrte Redaktion, zur Aufklärung für die Leser auch unserer Zuschrift in Ihrer werten Zeitung Raum gewähren zu wollen.
In dem Artikel „Mil.-Deterinäre der Armee" wird in auffallender Weise bei Liieren eine Parallele zwischen den Veterinären und den Zahlmeistern der Truppe gezogen. Bei aller Hochachtung vor dem Zahlmeisterberuf, müssen wir jedoch eine Zusammensiellung mit dieser Beamtenkategorie durchaus ablehnen, weil eine innere Berechtigung hierzu nicht vorliegt. Der rein äußerliche Umstand, daß beide Beamten- kategorien obere Mil.-Beamte find, dürfte noch nicht genügender Grund dafür sein. Bei Errichtung der Mil. -Bete* rinärbeamlenstellen wurden die Veterinäre allerdings all neu hinzugekommene Beamtengruppe in der Rangliste hinter den schon bestehenden Zahlmeisterstellen geführt, wenngleich schon damals den Mil.-Tirrärztrn auf Grund ihrer Vorbildung und ihres StudienganarS eine andere Nangeinteilung gebührt hätte. Als dann endlich die Veterinäre in gehobene Beamten- stellttngen einrückten, ist dies sinngemäß in der Rangliste durch Vorsitzen vor die Zahlmeister zum Ausdruck gekommen. Jedenfalls schließt seit jeher der Bildungsgang deS Mil.-Tier- arzteS einen Vergleich mit der Zahlmeisterlaufbahn völlig aul. Seit Anfang der siebziger Jahre war zum tierärztlichen Studium Primanerreife erforderlich, seit 1903 da- Abiturium. DaS tierärztliche Studium umfaßt 8 HoLfchulfemester, inner- halb welcher Zeit 2 Prüfungen (Physikum und Staatsexamen) abzulegen sind. Zur Beförderung zum CtabSoete- rinär ist ebenfalls ein Examen erforderlich, daS ungefähr mit dem Kreist,erarztexamen zu vergleichen wäre.
Die Zahlmeisterlaufbahn schreibt keine besondere Bvr» bildung vor. Elementarschulbildung mit guter Handschrift genügt im wesentlichen. Geeigneten Mil.-Anwârtern steht also die Laulbahn immer offen.
Dem Verfasser Ihre- Artikels dürfte der grundverschiedene Entwicklungsgang beider Veamtenkategorien nicht unbekannt gewesen sein. ES ist daher völlig unverständlich, von einem „kühnen Sprung der Veterinäre über dir Zahlmeister der truppe hinweg" zu reden. Damit wird den Zahlmeistern eine Selbstüberschätzung über akademisch gebildete Beamte zu- gemutet, die unseres WiffenS bei den Herren gar nicht vorhanden ist, und wozu ja auch nicht der geringste Anlaß vorliegt. Derartige Auslastungen find nur geeignet, daS bisherige Einvernehmen zwischen beiden Beam'engruppen zu stören und daS beiderseitige Ansehen zu schmälern.
Hochachtungsvoll Zwei aktive Veterinäre.
35. KminmIlMiiz des RegicumBtzirks Kassel.
SS Cassel, 4. März. Die dritte öffentliche Sitzung wurde vom Vorsitzenden, Herrn Kammerherrn Rabe v, Pappenheim, bald nach 12 Uhr mittags eröffnet. Zunächst würben eine Anzahl Berichte der Rechnungsprüfungskommission abgehört, über die die Abgg. Stadtrat R u etz- Castel und Landrat v. A s ch o f f-Melsungen berichteten; diese Berichte, wie auch der Bericht bei EingabenauSschuffeS wurden debatteloS enigegengenommen. Dann wurden bie Voranschläge der Einnahmen und Ausgaben des Landarmen- verbandes des Regierungsbezirk- Castel, des städtischen Leihhauses zu Cassel debatteloS genehmigt. Ueber den Bericht deS LgndeSausschustes, belr. die Prüfung der dauernden Leistungsfähigkeit der Ruhegehalts- und der Witwen- und Waisenkaste für die Kommunalbeainten bei Regierungsbezirk» Cassel, referierte namens des Organisationsausschusses Abg. Landrat v. A s ch o f f-Melsungen. Er führte aus, daß ein anerkannter Sachverständiger, Geh. Reg.-Rat Prof. Rodenberg, fcstgcstellt habe, daß, falls ein weiterer Zugang an Ve, sicherten stattfände, zur Herstellung bei rechnungsmäßigen Gleichgewichts jetzt die Erhebung eines Beitrags erforderlich sei. Der Komiuunallandtag hätte s. Zt. den Wünschen der Städte, die doch den weitaus größten Teil der Kaffenmitglieder bildeten, nachgegeben und die Kasten mit ministerieller Genehmigung auf dem reinen Umlageverfahren gegründet. Wenn nun mit der Zeit die Erhebung höherer Beiträge erforderlich werbe, so sei dies die natürliche und bei Grün- duug der Kassen vorausgesehene Folge des gewählten Systems. Hierüber sei sich auch jedes beitretenbe Mitglied von vornherein klar gewesen, weshalb für den Bezirksverband keine Abänderung des jetzigen Systems vorliege. Abg. v. Caron- Hof Ellenbach bei Cassel beantragte, einem dahingehenden Anträge des Organisationsausschusses hinzuzufügen, daß demnächst eine Versammlung für die Kommunalbeamten des Regierungsbezirks Cassel einberufen werden sollte, in welcher unter Vorlegung des vorhandenen Materials über etwaige Aenderungen beider Versichermtgskassen zu beraten sei. Ueber bk auf diefer Vtrsammlung lutaae aeirehnen Ansichten der