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General-Nnzeiger
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«eravtivorü. Redatteur: E. Schrecker is H««.
Ak. 2 Kernsprtchanschlatz Rr. 605.
Amtliches.
Stadtkreis Fyanau. Bekanntmachung.
Wir ersuchen, die Rechnungen für die Forderungen Ms Arbeiten und Lieferungen für die Stadt Hanau einschl. derjenigen für die Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke stets innerhalb 14 Tagen nach dem Vierteljahresschluß einzureichen. Die Rechnungen vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1909 ersuchen wir bis zum 15. V. Mts. einzureichen.
Hanau dm L Januar 1910.
Der Magistrat.
Dr. Ge beschus. 243
Bekanntmachung.
Nachdem der ^tnchtlinienplan für das Gelände zwischen Kastanien-Allee, Frankfurt—Hanauer Eisenbahn, Salisweg und Weihergraben in Hanau-Keffelstadt durch Beschluß jom 21. d. M»s. förmlich festgestellt worden ist, wird er auf Grund des § 8 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 von nun an im städtiichen Vermeffungsbureau, Rathaus, Zimmer 21, während der Geschäftsstundeu zu jedermanns Einsicht offen gelegt.
Hanau den 29. Dezember 1909.
Der Magistrat.
Dr. Gebesch us. 241
Anleihen der Stadt Hannu.
( Ziehung am 23. September 1909. Auszahlung am 31. März 1910.
L I Anleihe vom 1. April 1888* (Privilegium vom 30. Juni 1880, II. Reihe zu 3*/s °/o, 20. Ziehung.) LiU A Nr. 4, 81, 92 zu 1000 Mk.
, B , 21, 36, 42, 50, 86, 157, 165, 835 zu 500 Mk.
, C , 21, 93, 196, 253, 314, 347, 372, 431, 470, 538, 560, 583, 651, 755, 764 zu 200 Mk.
] II. Anleihe vom 1. Oktober 1889, L Serie zu
/ S1^ °/o, 18. Ziehung.
' Lit A Nr. 10, 16 zu 2000 Mk. , B , 30, 115 zu 1000 Mk. „ C „ 82, 119, 141, 19l zu 500 Mk. „ D „ 14, 16, 114, 120, 231 zu 200 Mk.
Rückständig: Lit A Nr. 51, Lit C Nr. 72, Lit. D Nr. 43.
IH Anleihe vom 1. Oktober 1889 IL Serie zu 31/» °/o, 20. Ziehung.
Lit. A Nr. 161, 170, 181 zu 2000 Mk. , B , 160, 192, 221, 287, 300 zu 1000 Mk. „ 0 „ 219, 223, 267, 355, 358, 363 zu 500 Mk. „ D „ 437, 470 zu 200 Mk. Rückständig: Tât. I) Nr. 300.
IV. Anleihe vom 21. Juni 1898 M 3«/. •/., " Ziehung.
Lit A Nr. 19, 110, 177, 190, 247, 253, 256, 282 zu 2000 Mk.
, B , 4, 10, 12, 50, 119, 187, 174, 251, 278, 335, 408, 439, 443 zu 1000 Mk. , 0 , 62, 81, 90, 93, 99, 122, 139, 171, 192, 200, 215, 260, 265, 500, 512, 524, 559 zu 500 Mk.
^- D , 67, 103, 122, 123, 128, 134, 167, 220, 273, 278, 320, 328, 364, 376, 434, 497, f 504, 507, 537, 567, 576, 621, 735, 744 zu 200 Mk. Rückständig: Lit. B Nr. 99, C Nr. 47, D Nr. 539.
Hanau dm 29. September 1909.
Der Magistrat.
' ( vr. Ge beschus. 17
Bekanntmachung.
Äffe in Hanau wohnhaften Militärpflichtigen, welche über^ ihre Dienstpflicht eine endgültige Entscheidung der Ersatz- Behörden noch nicht erhalten haben, werden aufgefordert, sich m der Zeit
vom 15. Januar bis zum 1. Februar d. IS. ver dem hiesigen städtischen Meldeamte, Langstraße 41, 1 Treppe hoch links, zur Nekrittterungsstammrolle zu melden, bei Vermeidung der im Gesetze angedrohten Nachteile.
Diejenigen Militärpflichtigen, welche im jetzige« Stadt-
Dienstag den 4. Januar
bezirk Hanau-Kesselstadt wohnhaft sind, haben die An- Meldung zur Rekrutirrungssiammrolle in der oben angegebene- Zeit beim Bezirksvorsteher Herrn Bürgermeister Geibel zu bewirken.
Für solche Militärpflichtige, welche, ohne an einem anderen Orte im deutschen Reiche einen dauernden Aufenthalt zu haben, abwesend sind, haben deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brot- oder Fabrikherrn die Anmeldung zu besorgen, ebenfalls bei. Vermeidung der im Gesetz angedrohten Nachteile.
Diejenigen Militärpflichtigen des Jahrgangs 1890, welche außerhalb Hanaus geboren sind, haben bei Anmeldung zur Stammrolle ihren Geburtsschein, welcher von dem Standesamt des Geburtsorte- für diesen Zweck gebührenfrei ausgestellt wird, vorzulegen.
Diejenigen Militärpflichtigen, welche in Hanau einschl. Hanau-Kesselstadt 1890 geboren sind, brauchen nicht- vorzulegen.
^anau den 2. Januar 1910.
Der Magistrat.
Hild. 245
Bekanntmachung.
Die Besitzer derjenigen jüngst au-gegebenen Zin-schein- bogen zur 3'/, °/oigen Hanauer Stadtanleihe von 1889 Reihe 2, welche auf der Zinsscheinanweisung den roten Stempelaufdruck „Reich-stempelabgabe, versteuert" nicht tragen, werden ersucht, diese Bogen zweck- Abstempelung bei der Stadthaupikaffe (Rathaus Zimmer Nr. 4) biS zum 15. Januar 1910 einzureichen.
Sie mpel ko steu entstehen für dl« Einreicher nicht.
Hanau de» 30. Dezember 1909.
Der Magistrat.
Dr. GebeschuS. 73
In die Listen zur Ablösung der NeujahrS- Gratulationen zum Besten der von der Stadt unterhaltenen armen Pflege- und Waisenkinder hat sich ferner eingetragen:
Bernger, Jean, Bauunternehmer.
HanM den 3. Januar 1910.
Der Magistrat, Armenamt.
Hild. 813
Städtisches Wasserwerk.
Diejenigen, welche mit Zahlung des WassergeldeS. der Kanalgebüstr sowie der Dorausbelastung für Oktober / Dezember 1909 noch im Rückstände sind, werden hierdurch aufgefordert, diese Rückstände bis zum IL Januar b. J. bei unserer Kaffe, Leipzigerstraße 17, während der Stunden vormittags 8'/,—12*/» und nachmittags 3—5 Uhr einzuzahlen, da vom 12. Januar ab die zwangsweise Beitreibung der rückständigen Beträge erfolgen wird.
Bemerkt wird noch, daß die Mahngebühr auch dann zu zahlen ist, wenn die Mahnzettel dem mit der Zustellung Beauftragten, behändigt sind.
Hanau den 3. Januar 1910.
Die Wasserwerks-Direktio«.
v. Gäßler. 289
Proviantamt Hanau
setzt den Ankauf von Hafer, Heu und Stroh fort. 249
Gefundene und verlorene Gegenstände re.
Gefunden: 1 neue Pferdedecke (gez. H. W.), 1 Damenschirm lauf der Kreissparkaffe), 1 weißes Taschentuch (gez. E. K.), am 2. Weihnachtsfeiertag im Saale deS „Deutschen Hauses" bei der Festlichkeit des Gesangvereins „Fröhlichkeit".
Verloren: 1 schwarze- Damenportemonnaie mit etwa 6 Mk., 1 hellmodefarbiger Schweif von einem Damen- pelz, 1 Brille mit Futteral, 1 silberner Kaffeelöffel, 1 Herrenportemonnaie mit 11.35 Mk., 1 Fußballstiefel.
Zugelaufen: 1 junger gelber Hund (Dogge) mit weißen Abzeichen, m. Geschl.
Hanau den 4. Januar 1910.
Politische Rundschau.
Der RrichStoas-Abgeordurte Potthoff bat, man aus Düsseldorf meldet, wegen Mnnimqsoersch'edtn^ seine Stellung als Syndikus des Deutschen Werkmer^r verbände- niäeraeleat-
A-rnsprechanschlutz Nr. 605
1910
Wegen der Vorgänge bei den Stadtverord« netenwahlen in Kattowitz sind weitere Maßregelungen von Beamten erfolgt. Aus Breslau wird darüber berichtet: Elf Postunterbeamten in Kattowitz, die bei der Stadtverordnetenstichwahl einem polnischen Kandidaten ihre Stimme gegeben hatten, ist eröffnet worden, daß sie zum 1. Februar verletzt würden. Die Orte, wohin sie übersiedeln müssen, werden ihnen demnächst bekannt gegeben. Der Reichsbank- kaffendiener Schmolke, der auch für einen polnischen Kandidaten gestimmt hatte, wurde nach Plauen versetzt.
Der PostankunftSstempel im Auslande. Di« Halberstadter Handelskammer hat sich bemüht, festzustellen, wie e- sich mit dem PostankunftSstempel auf den Brieffächer« im Auslande verhält. Das Ergebnis ist nach einer Mitteilung in der Monatsschrift der Handelskammer folgendes: In Schweden und Dänemark werden die Postsachen gestempelt und zwar enthält der Stempel Ort, Tag und Bestellgang deS Briefträgers. In England werden die Brief« gestempelt mit Ort, Tag und Stunde, Postkarten und Drucksachen nicht. Briefe der ersten Bestellung eine- Tages werden, der schnellen Beförderung halber, nicht gestempelt, wa- zu Unzuträglichkeiteu nicht geführt haben soll. Die Niederlande haben den Datum-Eingangsstempel gesetzlich festgelegt, nicht den Stundenstempel, doch wird die Stempelung, besonder- bei Drucksachen oder im Ort-verkehr, ferner bei dringlichem Verkehr, bei Wahlen, zu Weihnachten, nicht selten unterlassen. DaS Stempeln einzelner Sendungen wird aber in solchen Fällen auf Verlangen nachgeholt. Norwegen hat, ausgenommen in der Weihnachtszeit, die Driesstempelung. Drucksachen und Postkarten werden nicht gestempelt. I» Oesterreich ist seit 1902 bie Abstempelung von Ort-briefe«, Drucksachen usw. sowie aller Postsachen in Zeiten besondern Massenverkehr-, zu Neujahr, Weihnachten, bei Maffenrund- schreiben, aufgehoben, seit 1907 „versuchsweise* die Abstempelung auf allen Postkarten. Dagegen besteht noch Me Abstempelung bei Briefen nach einem anderen Orte.
Ueber -aS Inkrafttreten der französtsche« Zolltarif Novelle schreibt die Zentralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen i Au- dem nunmehr vorliegenden Wortlaut de- von der französischen Deputiertenkamme, angenommenen Gesetze- ergibt sich, daß in den Text nachträglich noch eine Bestimmung über den Termin de- Inkrafttreten- eingeschoben ist. Die Zolländerunge« »erben danach am 81. März 1910 in Kraft treten.
Deutschs Kulturarbeit in China. I« eine« ebenso anziehenden wie lehrreichen Vortrage, den der General z. D. Frhr. v. Gayl vor einiger Zeit in der Deutsch-Asiatischen Gesellschaft in Berlin gehalten hat, betonte der Vortragende, früherer Generalstabschef der Walderseeffchen Straf- expedition im Jahre 1900, auf Grund der Wahrnehmungen auf seiner jüngsten Weltreise, wie dringend notwendig ei füi die Erhaltung deS deutschen Anteil- am chinesischen Weltmarkt ist, daß Deutschland sich stärker als bisher an der Kulturarbeit in China beteiligt. Gegenüber dm riesigen Aufwendungen, die unsere Mitbewerber, Engländer, Franzose» und Amerikaner, für die Errichtung von Lehranstalten in China machen, um junge Chinesen auf der Grundlage englischer und französischer Bildung zu erziehen, stehen wir Deutschen trotz der vor einigen Jahren ins Leben gerufene» deutsch-chinesischen Medizinschule in Schanghai und der vor kurzem eröffneten technischen Hochschule in Tsingtau noch ganz gewaltig zurück. In völliger Uebereinstimmung mit der von General v. Gayl vertretenen Auffassung fordert der Aufruf, den eine große Anzahl angesehener deutscher Männer unter dem Ehrenpräsidium de- Prinzen Heinrich von Preußen an die am chinesischen Geschäft beteiligten Handels- und In- diistritfirmen versandt haben, zu Beisteuern auf, um mit der Errichtung von deutsch - chinesischen technnchen Lehranstalten in China vorzuqehen. In diesem Aufruf wird auf Gru». tatsächlicher Erfahrungen darauf hingewiesen, welchm Bor sprung französische, englische und amerikanische Industrielle bei Lieferungen für China vor deuischm Mitbewerbern da durch besitzen, daß die Kenntnis bei Französischen und Eng lischen bei den maßgebenden Chinesen wert verbreiteter st die der deutschen Sprache. Der Aufruf, der u. a. auch> Graf Zeppelin unterzeichnet hat, wendet sich an alle, die DeM.ch land den Ihm zukommenden Einfluß auf die Neugestaltung des chinesischen Kultur- und Wirtschaftslebens zu verschaffen und dadurch der deutschen Industrie den ihr gebührenden An- teil an dem chinesischen Mark zu sichern wünschen. De, Aufruf ist nur wärmstens zur Beachtung und BetäÜgtMg M empfehlen.